DE2036552B2 - Medizinisches geraet zur ueberwachung physiologischer messgroessen eines patienten - Google Patents

Medizinisches geraet zur ueberwachung physiologischer messgroessen eines patienten

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DE2036552B2 DE19702036552 DE2036552A DE2036552B2 DE 2036552 B2 DE2036552 B2 DE 2036552B2 DE 19702036552 DE19702036552 DE 19702036552 DE 2036552 A DE2036552 A DE 2036552A DE 2036552 B2 DE2036552 B2 DE 2036552B2
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Description

des Trends einzelner Meßgrößen oder daraus abgeleiteter Mittelwerte und/oder Meßwertquotienten, vorgeschaltet ist.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekenn-DutJi Differenzbildung sowie Quadrierung mi nachfolgender Integration werden Abweichungei eines Meßwertes vom Mittelwert, d. h. Streuwerte de Meßgröße, im besonderen Maße hervorgehoben, si
zeichnet, daß der Rechner (9) zur Ermittlung der 45 daß eine Grenzwertüberschreitung technischer Grenz
gewünschten Werte über voneinder unterschied- werte und damit die Auslösung eines technische!
liehe Zeitspannen entsprechend programmiert Alarms mit Sicherheit gewährleistet ist. Den Alarn
oder mehrfach vorhanden ist. auslösende, z. B. auch stark streuende, Meßspitzen
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekenn- werte verschlechtem hierbei — was wesentlich ist —
zeichnet, daß die über voneinander unterschied- 50 jedoch nicht den Mittelwert der Meßgröße, mit den liehe
Zeiten ermittelten Werte je einem zweiten Vergleichsglied (2, 36, 37, 38) mit unterschiedlich eingestellten Grenzwerten zugeführt werden.
Die Erfindung bezieht sich auf ein medizinisches sie gerade verglichen werden. Das erfindungsgemäßi Quadrieren hat zudem noch den Vorteil, daß da nachgeschahete erste Vergleichsglied nur auf einei einzigen Grenzwert eingestellt zu werden braucht, d; positive und negative Abweichungen nach der Qua drierung das gleiche Vorzeichen haben.
Die Verarbeitung der Meßwerte im ersten Ver gleichsglied bis zur Entscheidung, ob der erste Meß wert an das zweite Vergleichsglied weitergegebei
ierät zur überwachung physiologischer Meßgrößen 60 werden soll, erfordert eine gewisse Zeit; daher ist ii
ines Patienten, wie z. B. Temperatur, Blutdruck, lerzfrequenz, Atemfrequenz u. dgl., mit Mitteln zur auslösung eines Alarmsignals, wenn eine oder mehsre der erfaßten Meßgrößen einen für den Patienten ritischen Wert annehmen, und unter Verwendung on wenigstens zwei Grenzwert-Vergleichsgliedern ir die Meßgrößen, von denen ein erstes beim Überdrehen vorgegebener physiologisch möglicher oder vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ein Kurz zeitspeicher für die Meßwerte vorgesehen, aus wel ehern bei Einhaltung der Grenzwerte des ersten Ver gleichsgliedes der Meßwert an das oder die zweitei Vergleichsglieder weitergegeben wird. Die Speicher zeit des Kurzzeitspeichers muß der Verarbeitungszei des ersten Vergleichsgliedes angepaßt sein. Bei digi talem Anfall der Meßwerte ist die Verarbeitungszei
des ersten Vergleichsgliedes immer kurz gegenüber 4er Zeit zwischen dem Anfall je eines Meßwertes; werden die Meßwerte analog zugeführt, so wird der Kurzzeitspeicher zweckmäßigerweise als Umlaufipeicher oder Shiftregister ausgebi.det.
Die Leistungsfähigkeit der zweiten Vergleichsglie- 4er kann wesentlich erweitert werden, wenn in weilerer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung auch finen ein Rechner zur Ermittlung von Meßwerttrends, von Mittelwerten und/oder abgeleiteten Werlen vorgeschaltet ist, so daß nicht nur eine Überschreitung z. B. eines eingestellten Temperaturgrenz- ^ertes von 41,5° C, sondern auch der Anstieg der Körpertemperatur in medizinisch gefährlicher Weise ton den zweiten Vergleichsgliedern erfaßt werden kann.
Im Hinblick darauf, daß ζ. B. der Anstieg der Körpertemperatur um 0,4° C/Std. ebenso gefährlich sein lcann wie ein Anstieg von 0,25° C in einer halben Stunde, ist im Rahmen der Erfindung der den zweiten Vergleichsgliedern vorgeschaltete Rechner zur Ermittlung der gewünschten Werte über vonein ander unterschiedliche Zeitspannen programmiert oder mehrfach vorhanden. Jeder der so ermittelten Werte wird je einem zweiten Verg'.eichsglied mit unterschiedlich eingestellten Grenzwerten zugeführt.
Das erfindungsgemäße Gerät arbeitet nur dann sinnvoll, wenn die bereitgestellten unterschiedlichen Alarmsignale auch vom Bedienungspersonal unterschieden werden können. Zur Unterscheidung sind an sich keine unterschiedlichen Anzeigemittel erforderlich, sondern es könnte z. B. ein medizinischer Alarm durch Blinklicht oder rhythmische akustische Signale und ein technischer Alarm durc' Dauerlicht oder Dauertor an den jeweils gleichen Anzeigemitteln signalisiert werden. Vorteilhaft ist es, wenn für die medizinische und technische Signalgabe voneinander getrennte Anzeigemittel vorgesehen sind, weil eine derartige Trennung es gestattet, den technischen Alarm lediglich dem für die Behebung solcher technischer Alarmsituationen zuständigen Personal mitzuteilen, einen medizinischen Alarm aber direkt z. B. ins Ärztezimmer zu melden.
Erleichtert wird die Arbeit des überwachenden Personals, wenn den Anzeigemitteln Sichtmarken für die einzelnen überwachten Meßgrößen zugeordnet sind, die bei Alarm vorzugsweise beleuchtet werden. weil dann für das Bedienungspersonal sofort erkennbar ist, auf Grund welcher Störung (Temperatur, Herzfrequenz usw.) der Alarm ausgelöst wurde.
Damit die mit der Überwachung des Patienten betrauten Personen sich am Krankenbett nochmals überzeugen können, aus welchem Grund ein technischer oder medizinischer Alarm gegeben worden ist, ist es zweckmäßig, die Anzeigemittel unter Beibehaltung ihrer Trennung nach medizinischem oder technischem Alarm auf einem gemeinsamen Sichtfeld anzuordnen.
Nachfolgend wird an Hand von fünf Figuren ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es zeigen
Fi g. 1 bis 3 Blockschaltbilder, aus denen die Wirkungsweise der Meßwertverarbeitung bis zur Alarmgabe veranschaulicht ist,
F i g. 4 die Alarmanzeigetafel und
F i g. 5 eine schematische Darstellung der Verknüpfung einzelner Meßwerte und daraus errechneter Werte bis zur Alarmgabe.
Die in F i g. 1 gezeichnete Schaltung ist geeignet für die Verarbeitung einer einzigen physiologischen Meßgröße; im vorliegenden Beispiel wird als Meßgröße die Temperatur T überwacht und der Schaltung zugeführt. Die Schaltung besteht aus dem ersien Vergleichsglied 1, dem zweiten Vergleichsglied 2, den beiden Alarmeinrichtungen 3 und 4. wobei die Einrichtung 3 den technischen und die Einrichtung 4 den medizinischen Alarm signalisieren. Mit 5 und 6 sind die den Vergleichsgliedera 1 und 2 zugeordneten Grenzwerteinstellmittel bezeichnet und mit 7 ein Kurzzeitspeicher. Gestrichelt sind in der Schaltung die beiden Rechner 8 und 9 angegeben, wobei der Rechner 8 zur Ermittlung der Streuung und der Rechner 9 zur Ermittlung von aus den Meßwerten abgeleiteten Werten dient. Unter »abgeleiteten Werten« werden dabei verstanden, Trends, Mittelwerte,
Kombinationen mehrerer Meßgrößen Iz. B. ; d. h.
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Herzfrequenz durch systolischen Blutdruck) und
deren Trends, Mittelwerte u. dgl. (ζ. Β. Summe aus Anstiegssteilheit und Mittelwert).
Die Wirkungsweise der Schaltung ist folgende: Ein bei T ankommender Meßwert wird im Kurzzeitspeicher 7 gespeichert und außerdem — über den fakultativ vorhandenen Rechner — dem Vergleichsglied 1 zugeführt. Dort wird der Meßwert mit dem bei 5 eingestellten Grenzwert verglichen und bei Überschreitung der Grenzwerte ein Alarmsignal an die Einrichtung 3 dadurch gegeben, daß die Schalteinrichtung 10 des Vergleichsgüedes in die Schaltstellung h gelangt ist. Liegt dagegen der Meßwert innerhalb der zulässigen Grenzen, so gehen die Schaltmittel 10 in die Schahstellung α, wodurch der im Speicher 7 gespeicherte Meßwert über den Kontakt a — und den fakultativ vorhandenen Rechner 9 — dem zweiten Vergleichsglied 2 zugeführt wird. In diesem zweiten Vergleichsglied 2 wird wiederum der Meßwert mit dem be; 6 eingestellten Grenzwert verglichen und Alarm an der Alarmeinrichtung 4 ausgelöst, wenn der Meßwert den eingestellten Grenzwert überschreitet. Die Alarmgabe erfolgt wiederum durch Umschalten der im zweiten Vergleichsglied vorhandenen Schaltn-.ittel 11 in die Schaltstellung /;.
Es ist noch zu erwähnen, daß der den zweiten Vergleichsgliedern vorgeschaltete Rechner einen Mittelwertbildner enthalten kann, wodurch die Errechnung des relativen Trends möglich wird und auch bestimmt werden kann, wann ein kritischer Wert erreicht sein wird, wenn der errechnete Trend der Meßwerte anhält. Auch für die Angabe des durchschnittlichen Wertes einer Meßgröße während einer längeren Zeit ist die Mittelwertbildung verwendbar. Diese Kriterien sind medizinisch wichtig für das Erkennen kritischer Zustände.
In der F i g. 2 ist der Rechner 8 detailliert veranschaulicht. Er enthält den Mittelwertbildner 12, das Differcnzglied 13, das Quadrierglied 14 und das Integrierglied 15 sowie die durch die Bezugszahl 16 bezeichneten Mittel zur Einstellung einer Zeitspanne, über weiche der Mittelwertbildner 12 die Meßwerte mitteln soll. Dem Mittelwertbildner 12 ist außerdem ein Verzögerungsglied 17 vorgeschaltet, wodurch erreicht wird, daß im Differenzglied 13 ein neu ankommender Meßwert immer mit dem Mittelwert aus den zeitlich davorliegenden Meßwerten verglichen wird, nicht aber mit einem Mittelwert, der schon durch den
5 6
neu angekommenen Meßwert belastet ist. Auf diese Patienten anzeigen oder ankündigen (wenn z. B. die Weise wird vermieden, daß z. B. ein stark streuender Temperatur stark steigt, die Herzfrequenz mäßig bis Meßwert den Mittelwert schon in seiner Richtung stark steigt und der Trend eines aus der Herzfrequenz beeinflußt, so daß die dann noch feststellbare Diffe- und dem systolischcn Blutdruck gebildeten Quotienrenz relativ klein ist. Wie eingangs schon erwähnt. £ ten stark ansteigt). Die Programmierung eines Gerätes bietet das Quadrierglied den Vorteil, daß dem nach- nach der Erfindung wird sich stets nach dem Vergeschalteten ersten Vergleichsglied nur ein einziger wendungszweck bezüglich einer bestimmten Patiert-Grenzwert eingegeben zu werden braucht. In diesem tengruppe (z. B. Herzpatienten, Lungenpatienten Fall sind jedoch die zulässigen Grenzwertabwei- usw.) richten müssen und die bei solchen speziellen chungen im positiven und negativen Sinn gleich. Dies io Patientengruppen gemachten klinischen Erfahrungen ist in vielen Fällen wünschenswert, z. B. bei der Über- zu berücksichtigen haben.
wachung der Temperatur, wo Abweichungen der Auch bei der Beurteilung der Herzfrequenz gibt Meßwerte nach oben und unten gleich kritisch sind. es eine derartige Fülle von medizinischen Kriterien, Sollen jedoch positive und negative Abweichungen daß für eine sichere Überwachung des Patienten die bezüglich ihrer Grenzwerte getrennt überwacht wer- 15 Grundschaltung gemäß F i g. 1 allein nicht ausreiden, so ist ein Potenzieren mit ungeraden ganzen chend sein wird. Vielmehr ist diese Schaltung zu Zahlen statt des Quadrierens erforderlich, wobei dann ergänzen durch Schaltmittel, die die Verknüpfung an dem ersten Vergleichsglied jeweils zwei Grenz- mit anderen Meßgrößen berücksichtigen, wobei entwerte einzustellen sind. sprechend der gegebenen medizinischen Verknüpfung
Die Überwachung der Körpertemperatur ist relativ 20 auch die in F i g. 3 dargestellte Verknüpfungsschaleinfach, weil man das erste Vergleichsglied auf einen tune zu ergänzen sein wird, wenn nicht nur der Fall physiologisch möglichen Grenzwert einstellen kann. berücksichtigt wird, daß die Herzfrequenz gegen der z. B. bei 34° C liegt. Wird dieser Grenzwert Null geht, sondern lediglich ein Abfall der Herzfreunterschritten, dann muß ein technischer Fehler vor- quenz auf einen medizinisch kritischen Wert erfolgt, liegen, weil diese Körpertemperatur (ohne künstliche 25 Je nach Art der Verknüpfungskriterien kann es dann Unterkühlung) nur beim Ableben des Patienten vor- zweckmäßig sein, nicht nur die Ausgangs- bzw. kommen kann, was jedoch vorher wegen des Aus- Alarmsignale der ersten Vergleichsglieder miteinander falls der Atemfrequenz, der Herzfrequenz und wegen zu verknüpfen, sondern z. B. das erste Vergleichsdes Fehlens des Blutdruckes festgestellt worden wäre. glied einer Meßgröße mit dem zweiten Vergleichs-
Es gibt jedoch auch Meßgrößen (z. B. die Herz- 30 glied einer zweiten Meßgröße oder auch die zweiten
frequenz), welche Werte annehmen können, die phy- Ver^'eichsglieder untereinander. Zur Ergänzung
siologisch nicht unmöglich sind, aber auch bei tech- schon bestehender Schaltungen mit ersten und zwei-
nischen Fehlern erreicht werden können. So geht z. B. ten Vergleichsgliedem kann es angebracht sein, dritte
die Herzfrequenz bei Herzstillstand oder bei Abfallen Vergleichsglieder zu schaffen, denen die Meßgrößen
der EKG-Elektrode rasch gegen Null. Die Uberwa- 35 direkt oder über entsprechende vorgeschaltete Rech-
chung der Herzfrequenz allein bietet demnach keine ner zugeführt werden.
Möglichkeit, zwischen einer technischen und medizi- In der F i g. 3 ist eine Schaltung beschrieben, weinischen Alarmsituation zu unterscheiden. Dement- ehe die Verknüpfung zwischen den jeweils ersten sprechend ist z. B. bei der Überwachung der Herzfre- Vergleichsgliedem für die Meßgrößen Herzfrequenz quenz der Grenzwert für das erste Vergleichsglied 40 und Blutdruck angibt, wobei speziell der Fall unternicht auf den physiologisch möglichen Grenzwert sucht wird, daß mindestens eine der beiden Meß-(NuIl) eingestellt, sondern auf einen physiologisch größen Werte annimmt, die gegen Null gehen,
wahrscheinlichen Grenzwert, bei dessen Uberschrei- Das erste Vergleichsglied für die Herzfrequenz ist ten das erste Vergleichsglied bereits ein Alarmsignal mit 18 und das erste Vergleichsgüed für den Bluterzeugt, welches jedoch nicht sofort zur Alarmgabe 45 druck mit 19 bezeichnet. Die Vergleichsglieder sind führt. Es wird vorher nach technischen oder medizi- so aufgebaut, wie an Hand der F i g. 1 beschrieben nischen Kriterien untersucht, ob das Signal als ein wurde. Der Eingang der Meßgrößen zu den jeweilitechnisches oder medizinisches Alarmsignal erschei- gen ersten Vergleichsgliedern ist mit TiF (Herzfrenen kann. Als medizinisches Kriterium ist der Um- quenz) und mit ρ (Blutdruck) bezeichnet. An den stand zu werten, daß die Herzfrequenz nicht gegen 50 Eingängen 20 und 21 werden den ersten Vergleichs-Null gehen kann, wenn nicht auch der Blutdruck des gliedern die Grenzwerte zugeführt. Für den Fall, daß Patienten gegen Null geht. Dies bedeutet, daß ein der Meßwert oder Meßwertverlauf die an den ersten technischer Alarm zu geben ist, wenn die Herzfre- Vergleichsgliedem eingestellten physiologisch wahrquenz gegen Null geht, der Blutdruck jedoch normal scheinlichen Grenzwerte überschreitet, werden die bleibt Ebenfalls ist technischer Alarm gegeben, wenn 55 Schaltelemente der Vergleichsglieder 18,19 jeweils ir der Blutdruck gegen Null geht und die Herzfrequenz die Schaltstellung b gehen. Bleiben die Meßwerte normal bleibt. Dagegen ist es unwahrscheinlich, daß oder Meßwertverläufe innerhalb der eingestellter aus technischem Versagen gleichzeitig die Abnahme Grenzwerte, so wird die Schaltstellung α eingenom des Blutdruckes und der Herzfrequenz gestört ist; für men. Über die drei Koinzidenzglieder 22, 23 und 2t diesen Fall muß medizinischer Alarm angenommen 60 werden nun die von den Vergleichsgliedem abge werden (dieser Sachverhalt wird später an Hand der gebenen Signale entsprechend den Schaltstellungen 1 F i g. 3 erläutert). oder h derart verarbeitet, daß über das Koinzidenz
Die medizinischen oder technischen Kriterien da- glied 22 ein Alarm an der Alarmeinrichtung 25 fü
für, ob medizinischer oder technischer Alarm zu medizinischen Alarm ausgelöst wird (angedeute geben ist, sind jedoch nicht immer so klar zu über- 65 durch den Buchstaben M), wenn beide Schaltgliede
schauen, wie dies im eben geschilderten Beispiel der der ersten Vergleichsstufen in der Schaltstellung.
Fall war. Vielmehr sind klinische Erfahrungen zu sind (Fehlen der Herzfrequenz und des Blutdrucks
berücksichtigen, welche einen kritischen Zustand des In der Schaltstellung α für die Herzfrequenz und
für den Blutdaick sowie bei den Schaltstellungen ft Die F i g. 5 gibt in schaubildlicher Darstellung wiefür die Herzirequenz und α für den Blutdruck, wird der, wie z. B. die Meßgrößen Temperatur T, Herzüber die Koinzicicnzglieder 23 und 24 Alarm an der frequenz HF und systolischer Blutdruck ps mitein-Signaleinrichtung 26 für technischen Alarm gegeben ander verknüpft werden können, um eine Frühwar-(angedeutet durch den Buchstaben ή. Liegen beide 5 nung zu erreichen, d. h. vor dem Eintreten eines be-Werte für die Herzfrequenz und den Blutdruck im drohlichen Zustands bereits einen Alarm zu geben normalen Bereich, so werden die Schaltstellungen α und Maßnahmen einzuleiten, die diesen sich ankiinbei den Vergleichsgliedern 18 und 19 eingenommen, lügenden Kollaps vermeiden. Im Glied 32 wird der und demzufolge wird weder ein technischer noch Trend der Temperatur bestimmt, im Glied 33 der medizinischer Alarm gegeben. 10 Trend der Herzfrequenz und im Glied 34 der Trend In der F i g. 4 ist dargestellt, wie die Anzeigetafel des im Glied 35 gebildeten Quotienten aus Herzfrefür die Verwendung im Patientenzimmer zur Ver- quenz und systolischem Blutdruck. Die den Schaltgewisserung des Überwachungspersonals ausgestattet mitteln 32 bis 34 nachgeschalteten Vergleichsglieder sein kann. Die Tafel ist unterteilt in einzelne Felder 36, 37 und 38 ermitteln, ob die Temperatur relativ 27 bis 31. Auf den einzelnen Feldern sind Sicht- J5 stark ansteigt, ob die Herzfrequenz mäßig ansteigt marken angeordnet, die durch Beleuchtung von hin- und ob sich der Quotient aus Herzfrequenz und ten (gegenüber den unbeleuchteten Sichtmarken) her- systolischem Blutdruck relativ stark nach steigenden vortreten. Die Sichtmarken im Feld 27 zeigen einen Werten hin ändert. Treffen alle drei Kriterien gleich-Alarm an, die der Felder 28 und 29 weisen auf einen zeitig zusammen, so wird in dem nachgesclialteten medizinischen oder technischen Alarm hin und die 20 Koinzidenzglied 39 ein Ausgangssignal erzeugt, wel-Angaben in den Feldern 30 und 31 gestatten eine ches die Alarmlampe 40 (bzw. die Felder 27, 28 dei Aussage darüber, durch welche Meßgröße der Alarm Anzeigetafel in F i e, 4 und außerdem die Marker ausgelöst worden ist. Im einzelnen bedeuten die Kurz- im Feld 30. T, ps und HF) aufleuchten läßt, bezeichnungen in den Feldern 30 und 31: Im Rahmen der Erfindung liegt es, wenn die von
25 den Vergleichsgliedern abgegebenen Signale erst noch
^ ~ Temperatur einem Zähler zugeführt werden, in welchem die Hau-
HF — Herzfrequenz figkeit der von den Vergleichsgliedern abgegebener
ps = systolischer Blutdruck Signale erfaßt wird und erst dann ein Alarmsigna:
pd = diastolischer Blutdruck weitergegeben wird wenn eine an den Zählern ein-
_._ .,..,., , 30 gestellte Mindestzahl erreicht oder überschritten ist
Ap= Differenz zwischen diastohschem und Es ibt auch phvsiologische Verhaltensweisen, be
^ systolischem Blutdruck denen die einzdr;en Meßgrößen nicht gleichzeitig
AF — Atemfrequenz bestimmte Werte oder bestimmte Trends aufweiser
müssen, sondern wo diese Veränderungen mit einei
Es ist ersichtlich, daß im medizinischen Alarmfeld 35 gewissen zeitlichen Verzögerung einander folgen. Als
nicht nur die direkt abgenommenen Größen auf ge- Beispiel sei hier genannt der Temperaturabfall be
führt sind, sondern auch — wie bei An — eine ver- vorangegangenem Herzstillstand. Demzufolge könner
rechnete Größe, nämlich der Druckunterschied zwi- bei dem Gerät nach der Erfindung auch Schaltmitte
sehen diastolischem und systolischem Blutdruck. Im vorgesehen sein, welche nicht die Gleichzeitigkeit dei
Feld 31 erscheinen jedoch nur die tatsächlich abge- 40 erfaßten oder verrechneten Größen beurteilen, son·
nommenen Meßgrößen. dem denen Verzögerungsglieder beigeordnet sind
Das Feld 27 kann natürlich entfallen, weil auch die den physiologischen Gegebenheiten bezüglich de;
schon die Anzeige »Medizinisch« oder »Technisch« Aufeinanderfclgens medizinischer Kriterien Rech·
allein ausreicht, auf eine Alarmsituation hinzuweisen. nung tracen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Medizinisches Gerät zur Überwachung physiologischer Meßgrößen eines Patienten, wie z. B. Temperatur, Blutdruck, Herzfrequenz, Atemfrequenz u. dgl., mit Mitteln zur Auslösung eines Alarmsignals, wenn eine oder mehrere der erfaßten Meßgrößen einen für den Patienten kritischen Wert annehmen, und unter Verwendung von wenigstens zwei Grenzwert-Vergleichsgliedern für die Meßgrößen, von denen ein erstes beim Überschreiten vorgegebener physiologisch möglicher oder wahrscheinlicher Grenzwerte durch die Meßwerte oder deren Verlauf ein technisches Alarmsignal und ein zweites bei Einhaltung der Grenzwerte des ersten Vergleichsgliedes und bei überschreiten an ihm eingestellter medizinisch zulässiger Grenzwerte ein medizinisches Alarmsignal auslöst, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens dem ersten Vergleichsglied (1) ein elektronischer Rechner (8) vorgeschaltet ist, der aus in einem Mittelwertbildner (12) während einer vorgebbaren Zeit gemittelten Meßwerten und wahrscheinlicher Grenzwerte durch die Meßwert oder deren Verlauf ein technisches Alarmsignal un< ein zweites bei Einhaltung der Grenzwerte des erstei Vereleichsgliedes und bei überschreiten an ihm ein gestellter medizinisch zulässiger Grenzwerte ein medi zinisches Alarmsignal auslöst.
Durch die DT-OS 19 40413 ist bereits eine Vor richtung zum Überwachen des Befindens eines Pa tienten vorbekannt, bei der durch Vergleich der ab genommenen Meßgrößen mit eingestellten Grenz werten und durch logische Verknüpfung der siel hierdurch ergebenden Antwortsignale eine Unter Scheidung zwischen rein technischem und rein medi zinischem Alarm und eine entsprechende getrennt!
Anzeige derselben möglich ist. Als Vergleichswer dient hierbei ein niedrigst möglicher Normalwert de Meßgröße. In der Praxis kann es nun jedoch vor kommen, daß eine über diesem niedrigsten Normal wert liesende und demnach als normal zu diagnosti zieiende Meßgröße Streuspitzenwerte aufweist, derer ein- oder auch mehrmaliges Abweichen vom bishe rigen Mittelwert der Meßgröße eine technische Alarm situation beweisen und dennoch nicht zur technische! Alarmauslösung führen kann, wenn die oder einzeln»
den Momenianmeßv, orten der Meßgröße in einem 25 Spitzen das niedrige Normal nicht unterschreiten.
Differenzglied (13) die Differenz bildet, diese einem Quadrierglied (14) zur Potenzierung der Differenz zuführt und durch ein Integrierglied (15) die überhöhten Mittelwertabweichungen auf das erste Vergleichsglied (1) gibt. .=
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kurzzeitspeicher (7) für die Meßwerte vorgesehen ist, aus welchem bei Einhaltung der Grenzwerte des ersten Vergleichsgliedes (1) der Meßwert an das oder die zweiten Vergleichsglieder (2) weitergegeben wird.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch dem zweiten Vergleichsglied (2) ein Rechner (9) zur Ermittlung von aus
den Meßwerten abgeleiteten Werten, insbesondere 40 erste Vergleichsglied gibt.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, bei einen Gerät eingangs genannter Art Mittel vorzusehen, dii derartige Streuspitzenwerte eindeutig erkennen um die mit dem Erkennen einen entsprechenden techni sehen Alarm auch mit Sicherheit auslösen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge löst, daß wenigstens dem ersten Vergleichsglied eii elektronischer Rechner vorgeschaltet ist, der aus ii einem Mittelwertbildner während einer vorgebbarei Zeit gemittelten Meßwerten und den Momentan werten aer Meßgröße in einem Differenzglied die Dif ferenz bildet, diese einem Quadrierglied zur Poten zierung der Differenz zuführt und durch ein Integrier glied die überhöhten Mittelwertabweichungen auf da
DE19702036552 1970-07-23 1970-07-23 Medizinisches Gerät zur Überwachung physiologischer Meßgrößen eines Patienten Expired DE2036552C3 (de)

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CH637471A CH527606A (de) 1970-07-23 1971-04-29 Medizinisches Gerät
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EP0012530A1 (de) * 1978-11-24 1980-06-25 Kenneth Layne Kearns Atemstillstandsmonitor

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0012530A1 (de) * 1978-11-24 1980-06-25 Kenneth Layne Kearns Atemstillstandsmonitor
EP0072601A1 (de) * 1978-11-24 1983-02-23 Kenneth Layne Kearns Atemmonitor

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DE2036552A1 (de) 1972-02-03
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