DE203471C - - Google Patents
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- DE203471C DE203471C DENDAT203471D DE203471DA DE203471C DE 203471 C DE203471 C DE 203471C DE NDAT203471 D DENDAT203471 D DE NDAT203471D DE 203471D A DE203471D A DE 203471DA DE 203471 C DE203471 C DE 203471C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L21/00—Use of working pistons or pistons-rods as fluid-distributing valves or as valve-supporting elements, e.g. in free-piston machines
- F01L21/04—Valves arranged in or on piston or piston-rod
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Steuerung für
Simplex-Dampfpumpen mittels eines von der Kolbenstange bewegten Vorsteuerschiebers und
eines durch diesen umgesteuerten Haupt- oder Verteilungsschiebers.
Das Neue besteht im wesentlichen darin, daß der Haupt- oder Verteilungsschieber außer
.seiner nach jedem Hubende stattfindenden, durch Dampfdruck erzeugten schnellen Bewegung
zur Umsteuerung noch eine langsame, mechanisch erzeugte Bewegung zwecks Veränderung
des Querschnitts der Dampfeintrittskanäle während des Hubes erhält.
Bei Simplexpumpen ist es für ein zuverlässiges Arbeiten notwendig, den dampfbewegten Haupt- oder Verteilungsschieber während der Bewegung des Dampf- und Pumpenkolbens im Stillstand zu halten und dann am Ende des Pumpenhubes schnell und vollständig sich
Bei Simplexpumpen ist es für ein zuverlässiges Arbeiten notwendig, den dampfbewegten Haupt- oder Verteilungsschieber während der Bewegung des Dampf- und Pumpenkolbens im Stillstand zu halten und dann am Ende des Pumpenhubes schnell und vollständig sich
ao hinüberbewegen zu lassen. Sollte dies letztere nicht der Fall sein, der Verteilungsschieber
während des Pumpenhubes sich also nur teilweise hinüberbewegen, so werden kurze und
unregelmäßige Hübe erfolgen, und wenn der Schieber etwa auf der Hälfte seines eigenen
Weges stehen bliebe, so würde die Pumpe überhaupt zu arbeiten aufhören.
Die erwähnte Bewegungsart erschwert, obwohl sie notwendig ist, um den Betrieb der
Simplexpumpen zuverlässig zu machen, doch ein ruhiges und gleichmäßiges Arbeiten sehr und
gestattet nur, derartige Pumpen mit verhältnismäßig niedrigen Geschwindigkeiten laufen zu
lassen, da der sehr plötzliche und volle Eintritt des Dampfes am Anfang heftige Schläge auf
die Pumpenventile verursacht, und es ohne besondere Absperrorgane unmöglich ist, gegen
Hubende eine langsame Kolbenbewegung zu erzielen.
Bei einer idealen Simplexpumpe sollte der Kolben langsam angehen, gegen Hubmitte an
Geschwindigkeit zunehmen und dann am Hubende allmählich zur Ruhe kommen. Bei einer
Schwungradpumpe geschieht dies bekanntlich vermittels der Kurbelbewegung. Ohne Schwungrad
aber kann diese Bewegung nur durch Regelung des Dampfeintritts während des Hubes
erhalten werden. Zweck der vorliegenden Erfindung ist es" nun, diese Bewegung zu erhalten,
ohne irgendwie die Einrichtung verwickelter zu machen oder die Zahl der Teile zu vergrößern,
oder auf das Merkmal einer zuverlässigen Simplexpumpe , nämlich: »daß der Hauptverteilungsschieber
am Ende jeden Hubes plötzlich auf einmal seine ganze Umsteuerungsbewegung erhält und während des Hubes in dieser Stellung
bleibt«,' zu verzichten.
Auf der Zeichnung ist eine Pumpe gemäß vorliegender Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι ist eine Ansicht des Dampfzylinders
mit dem Schieberkasten im Längsschnitt.
Fig. 2 zeigt den Dampf zylinder mit dem
Schieberkasten und der Steuerung in einer zu Fig. ι um 90 ° gedrehten Ansicht.
Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen in vergrößertem Maßstabe Querschnitte durch die Dampfeintrittskanäle
in dem Haupt- oder Verteilungs- , schieber, und zwar für den Aufwärtshub, am
Anfang, in der Mitte und am Ende des Hubes.
Die Fig. 6, 7 und 8 zeigen die gleiche Anordnung für den Abwärtshub.
Fig. 9 zeigt ebenfalls in vergrößertem Maßstabe in einem anderen Schnitt durch das Schiebergehäuse
den Hilfs- oder Vorsteuerschieber zum Verteilen des den Haupt- oder Verteilungsschieber bewegenden Dampfes am Ende jeden
Hubes.
In Fig. 10 ist eine Einrichtung gezeigt, durch die der Durchgangsquerschnitt, der am
Anfang des Hubes dem Frischdampfe geboten ist, sowie der Punkt, an dem der Dampf vor
Ende des Kolbenhubes abgesperrt werden kann, von Hand veränderbar ist.
In dem Dampfzylinder α bewegt sich der Dampfkolben, dessen Kolbenstange a1 in bekannter
Weise den Pumpenkolben oder Plunger bewegt.
Der Schieberkasten δ ist in zwei Teile geteilt, den Zylinder δ1 mit dem Haupt- oder Verteilungsschieber
c, und die Kammer d, die den Hilfsschieber d1 enthält.
Der Hilfsschieber erhält seine Bewegung durch einen auf einer Spindel e sitzenden Mitnehmer
m.
Die Spindel β erhält eine drehende Bewegung von der Hauptkolbenstange a1 aus, indem sie
in geeigneter Weise, beispielsweise durch einen einfachen Hebel e1, wie dargestellt, mit der
Hauptkolbenstange verbunden ist.
Durch die Spindel e wird auch eine drehende Bewegung auf den in dem Zylinder δ1 befindlichen
Haupt- oder Verteilungsschieber c übertragen.
Der Dampf wird in die Kammer d durch ein mit Drosselventil d3 versehenes Rohr d2 zugelassen,
das mit dem Hauptdampfrohr vor dem Hauptdrosselventil verbunden ist.
Der Hilfsschieber steuert die Kanäle η und n1
(Fig. 9), die je zu einem Ende des Zylinders δ1, in dem der Hauptverteilungsschieber c arbeitet,
führen, und zwar derart, daß der eine immer dem Auspuff offen ist, wenn der andere dem
Frischdampf offen ist.
Der Schieberkasten δ ist mit einem mit dem Hauptdrosselventil versehenen, nach dem Zylinder
δ1 führenden Dampfzuführungsrohr f versehen und besitzt in dem Mantel des Zylinders
δ1 Kanäle f1 und daneben Kanäle f2,
beide für den Eintritt von Frischdampf in das Innere des hohlen Haupt- oder Verteilungsschiebers c. Dieser Schieber c ist mit Einlaßkanälen
p und Auslaßkanälen p2 und p3 versehen.
Die Kanäle p2 vermitteln die Verbindung des Schieberhohlraums mit dem unteren Teil
des Arbeitszylinders durch den Kanal g, während die Kanäle p3 mittels des Kanals h die
Verbindung mit dem oberen Teil des Arbeitszylinders herstellen, je nach der Stellung des
Schiebers c.
Durch eine Aussparung A1 am Umfang des Haupt- oder Verteilungsschiebers c kann abwechselnd
die Verbindung der beiden Zylinderseiten mit dem Auspuffkanal k hergestellt werden.
Die Einrichtung wirkt in folgender Weise:
Denkt man sich den Arbeitskolben in seiner untersten Hubstellung, so ist der Haupt- oder
Verteilungsschieber c in seiner äußersten Linkslage (Fig. 1). Der Dampf tritt dann durch die
Kanäle f1 des Schieberkastens in das Innere des Verteilungsschiebers c durch die Kanäle p
und von dort durch die öffnungen p2 in den Kanal g zu dem unteren Teile des Arbeitszylinders, während der Auspuffdampf von dem
oberen Teile des Kolbens durch den Kanal h in den Auslaßkanal h1 des Hauptverteilungsschiebers
und so in das Auspuffrohr k eintritt. Der Kolben beginnt dann seinen Aufwärtshub.
Vermittels der Spindel e erhält der Verteilungsschieber eine Drehbewegung mit der Wirkung,
daß die Öffnung der Kanäle p von der in Fig. 3 gezeigten — die die Weite am Anfang des
Hubes ist — allmählich bis zu der in Fig. 4 gezeigten — die bei Hubmitte vorhanden ist —
zunimmt, um dann wieder abzunehmen, und daß die Kanäle, wie in Fig. 5 gezeigt — die
die Stellung bei Hubende ist —, für den Dampf abgesperrt werden, während der Haupt- oder
Verteilungsschieber c diese ganze Zeit über. in seiner äußersten Linkslage bleibt. Gerade vor
Hubende aber bewegt der Mitnehmer m den Hilfsschieber d1 etwas hinüber, so daß der
Kanal n1 und daher das rechte Ende des Zylinders
δ1 mit dem Auspuff in Verbindung gebracht werden und frischer Umsteuerungsdampf
durch η an dem linken Ende des Zylinders eintritt. Der Haupt- oder Verteilungsschieber wird dann umgesteuert und bewegt
sich von links nach rechts hinüber, bis er seine äußerste Rechtslage erreicht.
Der Dampf strömt dann durch den Kanal/2 und den Kanal p des Haupt- oder Verteilungsschiebers c und dann durch den Kanal p3 in
den Kanal h und den oberen Teil des Arbeitszylinders, während der Auspuffdampf von dem
unteren Ende durch den Kanal g und von dort durch den Auspuffkanal h1 im Verteilungsschieber in das Auspuffrohr k entweicht.
Der Kolben beginnt damit seinen Niederwärtshub, wobei die öffnung des Kanals p
allmählich von der in Fig. 6 gezeigten bis zu der in Fig. 7 gezeigten Weite — die etwa bei
Hubmitte vorhanden ist — zunimmt und dann bis zu der in Fig. 8 gezeigten — die etwa bei
Hubende vorhanden ist — abnimmt und den Dampf absperrt.
Der Mitnehmer steuert dann den Hilfsschieber um, wodurch der Verteilungsschieber c wieder
in die in Fig. 1 gezeigte Lage kommt und der Aufwärtshub wieder beginnt.
Claims (8)
1. Steuerung für Simplex-Dampf pumpen mittels eines von der Kolbenstange bewegten
Vorsteuerschiebers und eines durch diesen umgesteuerten Haupt- oder Verteilungsschiebers, dadurch gekennzeichnet, daß der
Haupt- oder Verteilungsschieber außer seiner nach jedem Hubende stattfindenden, durch
Dampfdruck erzeugten schnellen Bewegung zur Umsteuerung noch eine langsame, mechanisch erzeugte Bewegung zwecks Veränderung
des Querschnitts der Dampfeintrittskanäle während des Hubes erhält.
2. Ausführungsform der Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der als Kolbenschieber ausgebildete Verteilungsschieber (c) zur Umsteuerung eine
achsiale Bewegung, zur Veränderung des Querschnitts der Dampfeintrittskanäle (f1,^)
dagegen eine Drehbewegung ausführt.
3. Ausführungsform der Steuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Umsteuerungsbewegung des Kolbenschiebers (c) eine kleine Kanalöffnung
für den Zutritt des Frischdampfes zum Arbeitszylinder freigegeben wird, die sich durch die Drehbewegung des Kolbenschiebers
bis zur Hubmitte vergrößert und von hier ab verkleinert.
4· Ausführungsform der Steuerung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß vor Hubende der Dampfzulaß abgeschnitten wird, um die Expansionsfähigkeit des Dampfes auszunutzen.
5. Ausführungsform der Steuerung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Vorsteuerschieber (d1) eine Drehbewegung,
und zwar von der gleichen Vorrichtung erteilt wird, die den Haupt- oder Verteilungsschieber (c) in Drehbewegung
setzt.
6. Ausführungsform der Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Größe des oder der am Anfang des Hubes unmittelbar nach Umsteuerung des Verteilungsschiebers
(c) dem Frischdampf dargebotenen Einlaßkanäle veränderlich ist, zum Zwecke, eine größere oder geringere
Anfangskolbengeschwindigkeit zu erzielen.
7. Ausführungsform der Steuerung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß um den Haupt- oder Verteilungsschieber (c) eine von Hand drehbare Büchse fr)
mit Einlaßöffnungen für den Frischdampf angeordnet ist, durch deren Drehung die Füllung verändert werden kann.
8. Ausführungsform der Steuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
der zur Bewegung des Haupt- oder Verteilungsschiebers (c) dienende Dampfdruck
unabhängig von dem zur Bewegung des Arbeitskolbens dienenden Dampfdruck veränderbar
ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE203471C true DE203471C (de) |
Family
ID=465880
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT203471D Active DE203471C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE203471C (de) |
-
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- DE DENDAT203471D patent/DE203471C/de active Active
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