DE202763C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J19/00—Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
- B01J19/08—Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
- B01J19/087—Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy
- B01J19/088—Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy giving rise to electric discharges
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 202763 KLASSE \2h. GRUPPE
in GELSENKIRCHEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Februar 1906 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Erzeugung von elektrischen Starkstrom-Flammenbögen, welche zur Einwirkung auf
Luft oder Gase bzw. Luft oder Gasgemische geeignet sind.
Bekanntlich erfordert die elektrische Behandlung
von Luft oder Gasen Flammenbögen, welche bei sehr großer Länge einen verhältnismäßig sehr geringen Querschnitt
ίο besitzen. Derartige Flammenbögen sind aber
bisher nur in bescheidenem Umfange erzeugbar gewesen, weil ihre große Länge eine sehr
hohe Betriebsspannung bedingt und hohe Betriebsspannungen überaus heftige Kurzschlüsse
herbeiführen, welche schwer zu vermeiden sind, weil der elektrische Flammenbogen eine
überaus labile Erscheinung ist, bei welcher mit konstanten Betriebsverhältnissen niemals
gerechnet werden kann.
Die einzige Möglichkeit, diesen Kurzschluß zu verhindern, ist durch Anwendung sehr
hoher Geschwindigkeiten bei der Zuführung" des Reaktionsgemisches gegeben; dies heißt
mit anderen Worten: das Reaktionsgemisch wird den Elektroden als Luft- oder Gasstrom
von sehr hoher Geschwindigkeit zugeführt, in solcher Weise, daß dieser Strom die Entladung
an der Stelle ihres Entstehens sehr schnell wegbläst und so das Entstehen von
Kurzschlüssen an der Zündungsstelle verhindert. Dieses Verfahren hat aber den großen
Nachteil, daß außerordentlich viel Luft verbraucht und somit ein überaus verdünntes
Reaktionsgemisch erhalten wird. Ein weiterer Nachteil ist dadurch bedingt, daß zur
Erzeugung der hohen Geschwindigkeit des Reaktionsgemisches ein hoher Druck benötigt
wird, so daß der Kraftaufwand hierfür den Nutzen des Verfahrens weit übersteigt.
Diesseits ist nun gefunden worden, daß sich ein elektrischer Flammenbogen durch
einen verhältnismäßig schwachen Luftstrom zu sehr großer Länge ausdehnen läßt, vorausgesetzt,
daß derselbe einmal eine gewisse Minimallänge überschritten hat, welch letztere wahrscheinlich eine Funktion des Elektrodenmaterials
ist und den Moment kennzeichnet, in welchem der Lichtbogen in einen Flammenbogen übergeht, wobei unter Lichtbogen
eine elektrische Entladung verstanden werden soll, deren Strombrücke durch glühendes
bzw. verdampftes Elektrodenmaterial gebildet wird, während mit dem Ausdruck »Flammenbogen« eine elektrische Entladung in
Gasen ohne Anteilnahme des Elektrodenmaterials an der elektrischen Leitung in den
betreffenden Gasen bezeichnet werden soll. Der Lichtbogen ist hiernach eine elektrische
Entladung, deren Gasstrecke einen überaus geringen Widerstand hat, während der Flammenbogen
infolge seines hohen Widerstandes der Hochspannung bedarf und schließlich bei
noch höherer Steigerung seines Widerstandes in die Funkenentladung übergeht. Unter
dieser Erkenntnis kommt es bei dem Verfahren vorliegender Erfindung darauf an, das
zur Anwendung gelangende Gesamtreaktionsgemisch den Elektroden in Form von Gasbzw.
Luftströmen verschiedener Stärke bzw. Geschwindigkeiten zuzuführen, in solcher Weise, daß ein Strom von entsprechend
ίο hoher Geschwindigkeit zur Vermeidung von
Kurzschlüssen die Entladung an der Stelle ihres Entstehens sehr schnell wegbläst und
dem Strom mit entsprechend geringerer Geschwindigkeit derart zuführt, daß letzterer
die Ausbreitung des Flammenbogens herbeiführen kann.
Bei der praktischen Anwendung dieses Verfahrens wird beispielsweise einem Zehntel
des zur Anwendung kommenden Gesamtreaktionsgemisches eine Geschwindigkeit von etwa 300 m in der Sekunde, den übrigen
neun Zehnteln dagegen nur eine Geschwindigkeit von 40 m in der Sekunde erteilt. Der
Mehraufwand an Kraft gegenüber, der Arbeitsweise, daß man nur mit Luft von geringerer
Geschwindigkeit arbeitet, ist hiernach also ganz unbedeutend.
Wird nun so vorgegangen, daß unter Verwendung divergierender Elektroden, beispielsweise
eines Hörnerblitzableiters und einer Elektrizitätsquelle von hoher Spannung, etwa
15 bis 20 000 Volt, die Zündung zwischen den naheliegenden Enden des Hörnerblitzableiters
erfolgt, und daß der die hohe Geschwindigkeit besitzende Luftstrom an dieser Stelle in
der Richtung der Hörner der Flammenbogenstrecke einfällt, so erfüllt dieser Luftstrom
einen doppelten Zweck; einerseits verlängert er den entstehenden Lichtbogen so schnell,
daß dieser in weniger als einer zehntausendstel Sekunde in einen Flammenbogen übergeht,
andererseits aber kühlt er den Lichtbogen bzw. den unmittelbar daraus entstehenden
noch verhältnismäßig kurzen Flammenbogen so stark, daß sein Widerstand gegenüber der
Spannung der Elektrizitätsquelle groß genug ist, um einen plötzlichen Kurzschluß zu verhüten.
Je weiter sich dabei der Flammenbogen durch die Einwirkung des ersten Luftstromes
von der Zündungsstelle entfernt, desto geringer wird auch die Geschwindigkeit dieses ersten
Luftstromes.
Der andere Luftstrom von geringerer Geschwindigkeit,
jedoch großer Luftmenge, setzt dann mit seiner Wirkung dort ein, wo der Flammenbogen bereits eine so große Länge
besitzt, daß er keinen Kurzschluß mehr bilden kann.
Das neue Verfahren ermöglicht es, daß aus einer einzigen Zündungsstelle und mit
einem einzigen Elektrodenpaar außerordentlich große Energiemengen entladen werden
können, ohne daß hierbei die großen, im vorstehenden erwähnten Nachteile der bisherigen
Verfahren entstehen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein, die Ausführung des neuen Verfahrens ermöglichender
Apparat in einer Ausführungsform schematisch dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen senkrechten Querschnitt nach Linie 1-1 der Fig. 2, während Fig. 2 einen
wagerechten Querschnitt nach Linie 2-2 der Fig. ι darstellt.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel wird Luft oder ein anderes Reaktionsgemisch
mit hohem Druck durch das Rohr ϊ zwischen die einander nahestehenden Enden der Elektroden
2 geblasen. Der Druck, welcher im Rohr ι herrscht, setzt sich zwischen den
Elektroden in sehr hohe Geschwindigkeit um Und bläst die zwischen den Elektrodenspitzen
sich bildenden Entladungen, welche durch beliebige Mittel eingeleitet werden können, mit
großer Geschwindigkeit im Kanal 3 entlang bis in den großen Kanal 4. Durch letzteren
strömt in der Richtung des Pfeiles I die größere Menge des Reaktionsgemisches mit
verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit und erfaßt hierbei die aus dem Kanal 3 austretenden
Entladungen, zieht dieselben an den Elektroden 2 in die Höhe, bzw. verbreitet diese
Entladungen gleichzeitig und bringt sie, da die Elektroden 2 auch in horizontaler Richtung
gemessen stark divergieren, schließlich zum Verlöschen. .
Die Reaktionsgase verlassen dann den Apparat in der Richtung des Pfeiles II. Die
senkrechte Anordnung der Kanäle 3 und 4 ist natürlich nicht Bedingung; die Längsachsen
der beiden Kanäle können vielmehr. jeden beliebigen Winkel miteinander einschließen,
der ganz von dem Verhältnis der beiden Geschwindigkeiten abhängt. Der Kanal 3 kann ferner an der Eintrittstelle des
Rohres 1 noch Öffnungen besitzen und dabei so ausgebildet sein, daß er infolge der hohen
Geschwindigkeiten der aus dem Rohr 1 ausströmenden Luft als Strahlapparat wirkt, so
also noch mehr Luft von außen annimmt. Hierdurch kann die in dem hochgespannten
Quantum der Luft bzw. des Reaktionsgemisches aufgespeicherte Energie noch zur Verstärkung des Luftzuges ausgenutzt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Behandlung von Luft oder anderen Gasen oder Gasgemischen mit elektrischen Starkstrom-Flammenbögenunter Verwendung divergierender Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß ein kleiner unter Druck stehender Teil der zu .behandelnden Gasmenge, welcher in den langsameren Hauptgasstrom unter einem Winkel einmündet, den an den Stellen des kleinsten Elektrodenzwischenraumes erzeugten Lichtbogen mit großer Geschwindigkeit den in die Richtung des Hauptgasstromes umbiegenden Elektrodenteilen mit großem gegenseitigen Abstand zubläst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE202763C true DE202763C (de) |
Family
ID=465234
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT202763D Active DE202763C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202763C (de) |
-
0
- DE DENDAT202763D patent/DE202763C/de active Active
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