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Technisches Gebiet
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Markisengehäuse für eine Markise eines Kraftfahrzeugs. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf eine Markise für ein Kraftfahrzeug.
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Stand der Technik
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Kraftfahrzeuge werden nicht nur zum Transport von Personen und Gütern genutzt, sondern auch für Freizeitaktivitäten und Übernachtungen. Beispielsweise wird mit Kraftfahrzeugen nach Outdoor-Aktivitäten häufig auf Campingplätzen übernachtet. Zu diesem Zweck kann ein Kraftfahrzeug, wie beispielsweise eine Limousine oder ein Van, mit einer Markise ausgerüstet sein. Die Markise ermöglicht es, in einem Außenbereich vor dem Kraftfahrzeug einen Sonnen- und/oder Wetterschutz bereitzustellen. Damit kann der Komfort für die Nutzer des Kraftfahrzeugs erheblich gesteigert werden.
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Zu diesem Zweck weist eine Markise üblicherweise eine ausrollbare oder anderweitig aufspannbare Bespannung und Tragelemente auf, welche kompakt in einem Gehäuse gelagert sind. Das Gehäuse ist beispielsweise an einer Karosserie des Kraftfahrzeugs außenseitig befestigt. Das Gehäuse bietet für die Bespannung und Tragelemente einen Schutz und ermöglicht deren sicheren und kompakten Transport. Gerade durch hohe Reisegeschwindigkeit wird das Markisengehäuse hohen Belastungen ausgesetzt, beispielsweise durch Fahrtwind. Entsprechend ist es erforderlich, dass das Markisengehäuse robust ist und auch bei hohen Belastungen ein unerwünschtes Entrollen oder anderweitiges Öffnen der Markise verhindert. Gleichzeitig ist jedoch ein komfortables Aufstellen der Markise erwünscht.
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In der
DE 10 2017 208 921 B3 ist beispielsweise eine Markisenbaueinheit für ein Fahrzeug und Verfahren zum Bedienen von Markisenbaueinheiten beschrieben.
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Darstellung der Erfindung
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Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Markisengehäuse für eine Markise eines Kraftfahrzeugs. Das Markisengehäuse kann einen zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung verstellbaren Deckel aufweisen. Das Markisengehäuse kann eine Stützvorrichtung mit einem schwenkbar gelagerten Stützelement aufweisen. Der Deckel kann auf dem Stützelement in seiner Offenstellung ruhen. Das Stützelement ermöglicht eine robuste und widerstandsfähige Lagerung des Deckels in seiner Offenstellung. Beispielsweise wird das Stützelement aufgrund seiner schwenkbaren Lagerung nicht und nur geringfügig mit Querkräften belastet. Dadurch kann das Stützelement klein und leicht sein. Zudem ist ein Verschleiß der Stützvorrichtung so auch bei häufiger Benutzung gering. Durch das Ruhen auf dem Stützelement kann der Deckel in seiner Offenstellung nahezu spielfrei gelagert sein. Dadurch kann beispielsweise eine ungewollte Geräuschentwicklung, beispielsweise bei einem Betreten des Kraftfahrzeugs und damit Bewegung dessen Karosserie, vermieden werden. Dies kann auch als Klappervermeidung bezeichnet werden. Ruhen kann hier beispielsweise bedeuten, dass der Deckel aufgrund der Schwerkraft auf dem Stützelement aufliegt und/oder mit dem Stützelement auf einem weiteren Teil des Markisengehäuses oder dem Kraftfahrzeug aufliegt. Ruhen kann bedeuten, dass sich der Deckel ohne weitere Krafteinwirkung nicht bewegt. Das Stützelement kann dabei beispielsweise durch den Deckel nur auf Druck entlang seiner Längserstreckung belastet sein, wobei das Stützelement Drucklasten besonders gut widerstehen kann. Insbesondere kann das Stützelement Drucklasten besser aufnehmen als beispielsweise Lasten quer zu seiner Längserstreckung und/oder Lasten, welche scherend auf das Stützelement wirken.
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Das Markisengehäuse kann einen Innenraum begrenzen, welcher beispielsweise zum Aufnehmen einer Bespannung und/oder jeweiliger Tragelemente der Markise ausgebildet ist. Die Offenstellung kann eine Stellung sein, in welcher der Deckel einen Zugang zu einem Innenraum des Markisengehäuses freigibt, beispielsweise zum Aufstellen und/oder Entrollen der Markise. Die Schließstellung kann eine Stellung sein, in welcher der Zugang zu dem Innenraum blockiert ist, wodurch beispielsweise das Aufstellen und/oder Entrollen der Markise verhindert ist. In der Schließstellung kann der Deckel die Bespannung der Markise und/oder deren Tragelemente beispielsweise vor Witterung und/oder mechanischer Außeneinwirkung schützen. Der Deckel kann beispielsweise als Klappe ausgebildet sein.
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Der Deckel kann sich beispielsweise entlang nahezu des gesamten Markisengehäuses erstrecken. Der Deckel kann beispielsweise aus Kunststoff oder Blech ausgebildet sein. Beispielsweise kann der Deckel im Querschnitt ein L-förmiges Profil haben. Das Stützelement kann beispielsweise als längliches Element ausgebildet sein. Beispielsweise kann das Stützelement aus einem metallischen Werkstoff gebildet sein. Das Stützelement kann beispielsweise an einem Teil des Markisengehäuses oder dem Kraftahrzeug schwenkbar gelagert sein.
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Bei dem Kraftfahrzeug kann es sich beispielsweise um eine Limousine, einen Van, Transporter oder Wohnwagen handeln. Das Markisengehäuse kann beispielsweise auch an einem Anhänger eines Kraftfahrzeugs befestigt werden. Vorzugsweise ist das Markisengehäuse dazu ausgebildet, an einem oberen Ende seitlich am Kraftfahrzeug befestigt zu werden. Beispielsweise kann sich das Markisengehäuse entlang einer Oberseite des Kraftfahrzeugs auf einer linken oder rechten Kante des Daches in Vorwärts-Rückwärtsrichtung des Kraftfahrzeugs erstrecken. Sofern im Folgenden von einer Befestigung des Markisengehäuses an dem Kraftfahrzeug gesprochen wird, betrifft dies eine bestimmungsgemäße Befestigung. Bei der bestimmungsgemäßen Befestigung kann die Markise aufstellbar sein, insbesondere bei stillstehendem Kraftfahrzeug. Beispielsweise kann der Deckel bei der bestimmungsgemäßen Befestigung öffenbar sein, insbesondere nach oben und/oder zum Fahrzeug hin verschwenkbar.
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Beispielsweise wird das Stützelement bei einem Verstellen des Deckels verschwenkt. Die Schwenkbewegung des Stützelements kann an eine Schwenkbewegung des Deckels relativ zu dem restlichen Markisengehäuse gekoppelt sein.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Stützelement beim Verstellen des Deckels zwischen der Schließstellung und der Offenstellung zusätzlich zu einer Schwenkbewegung eine translatorische Bewegung vollführt. Die Bewegung des Stützelements kann insbesondere an eine Bewegung des Deckels gekoppelt sein. Gekoppelt kann bedeuten, dass die Bewegung des Stützelements einer Bewegung des Deckels entspricht. Die Bewegung kann aber auch übersetzt oder untersetzt sein, beispielsweise durch eine getriebeartige Kupplung. Ebenso kann die gekoppelte Bewegung des Stützelements modifiziert sein, beispielsweise durch eine Führung. Es kann einen eindeutigen deterministischen Zusammenhang zwischen einer Bewegung des Deckels und daraus erfolgenden Bewegung des Stützelements geben. Durch die translatorische Bewegungskomponente des Stützelements kann eine Führung des Stützelements besonders einfach sein. Durch die translatorische Bewegung können jeweilige Belastungen des Stützelements besonders gering sein. Durch die translatorische Bewegung kann das Stützelement besonders klein sein und/oder besonders bauraumsparend in dem Markisengehäuse bei dem Deckel in Schließstellung verstaut sein. Die translatorische Bewegung kann beispielsweise eine geradlinige Bewegung des Stützelements sein, beispielsweise im Wesentlichen in Hochrichtung des Kraftfahrzeugs bei daran befestigtem Markisengehäuse.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Stützelement schwenkbar an dem Deckel gelagert ist. Insbesondere kann das Stützelement mit einer am Deckel ortsfesten Schwenkachse an dem Deckel gelagert sein. Eine ortsfeste Schwenkachse ist beispielsweise relativ zu dem Deckel unbeweglich. Die Lagerung an dem Deckel kann besonders kompakt sein, insbesondere bei einer ortsfesten Lagerung. Beispielsweise kann das Stützelement mit einem Bolzen oder einer Schraube an dem Deckel verschwenkbar befestigt sein. Das Stützelement kann beispielsweise an einer Durchgangsöffnung des Gehäuses schwenkbar befestigt sein. Diese Durchgangsöffnung kann beispielsweise keinen Durchgang vom Innenraum nach außen bilden. Die Lagerung des Stützelements am Deckel kann beispielsweise innenseitig am Deckel sein. Dadurch kann das Markisengehäuse außenseitig aerodynamisch vorteilhaft gestaltet sein. Beispielsweise ist das Stützelement mit einem Endbereich, insbesondere einem an dem Kraftfahrzeug befestigten oberseitigen Endbereich, ortsfest an dem Deckel schwenkbar befestigt. Alternativ oder zusätzlich kann das Stützelement auch an einem anderen Teil des Markisengehäuses schwenkbar gelagert sein, beispielsweise an einem Gehäusekörper.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Stützelement mit einem Endbereich in einer Führungsnut gelagert ist. Die Führungsnut kann das Stützelement, insbesondere den Endbereich, beispielsweise zwischen einer zu der Schließstellung des Deckels und einer Offenstellung des Deckels korrespondierenden Stellungen führen. Die Führungsnut kann ein einfaches Verstellen des Stützelements und damit des Deckels erleichtern. Durch die Führungsnut können ein Anschlagen des Stützelements an anderen Teilen des Markisengehäuses beim Verstellen des Deckels und damit ungewollte Geräusche vermieden werden. Die Führungsnut kann beispielsweise durch eine Durchgangsöffnung oder Vertiefung eines Teils des Markisengehäuses, wie eines Gehäusekörpers oder des Deckels gebildet sein. Insbesondere kann das Stützelement mit einem Endbereich in der Führungsnut gelagert sein, welcher der schwenkbaren Lagerung am Deckel oder am Gehäusekörper gegenüberliegt. Das Stützelement kann beispielsweise an einer Seite schwenkbar und ortsfest gelagert sein und an einer gegenüberliegenden Seite translatorisch beweglich geführt gelagert sein. Die Führungsnut kann beispielsweise gerade ausgebildet sein, wodurch diese besonders kostengünstig zu fertigen ist. Die Führungsnut kann beispielsweise gekrümmt ausgebildet sein. Dadurch kann beispielsweise die Lagerung des Stützelements besonders einfach sein. Beispielsweise kann das Stützelement dann nur einseitig schwenkbar gelagert sein und an einer anderen Seite fixiert sein.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Stützelement schwenkbar in der Führungsnut gelagert ist. So kann das Stützelement eine nicht ortsfeste Schwenkachse aufweisen. Die schwenkbare Lagerung in der Führungsnut kann beispielsweise translatorisch bewegbar sein, beispielsweise entlang der Führungsnut. Die schwenkbare Lagerung kann alternativ oder zusätzlich zu der bereits beschriebenen schwenkbaren Lagerung des Stützelements vorgesehen sein, welche beispielsweise ortsfest ist. Durch die schwenkbare Lagerung in der Führungsnut kann ein Verstellen des Stützelements und damit des Deckels erleichtert sein. Beispielsweise kann das Stützelement in der Führungsnut mit einem Bolzen oder einer Schraube gelagert sein, um dessen Längsachse das Stützelement drehen kann. Beispielsweise kann das Stützelement schwenkbar an einem Schlitten in der Führungsnut gelagert sein. Durch die schwenkbare Lagerung des Stützelements an der Führungsnut kann das Verstellen des Deckels besonders leichtgängig sein. Beispielsweise kann ein Verkanten des Stützelements in der Führungsnut zuverlässig vermieden werden. Zudem kann die Führungsnut so eine einfache Geometrie aufweisen, beispielsweise kann diese gerade sein.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Markisengehäuse einen Gehäusekörper aufweist. An dem Gehäusekörper kann der Deckel gelagert sein. Der Gehäusekörper kann zusammen mit dem Deckel den Innenraum begrenzen. Der Gehäusekörper kann für eine Befestigung an dem Kraftfahrzeug ausgebildet sein, beispielsweise mittels einer Verschraubung und/oder Klemmung. Der Gehäusekörper kann beispielsweise an einer Fahrzeugkarosserie oder Dachträger befestigbar sein, insbesondere mit einer dem Deckel abgewandten Seite. Der Gehäusekörper kann beispielsweise aus einem Blech oder einem Kunststoff gebildet sein. Beispielsweise kann der Gehäusekörper wenigstens an einer Seite, an welcher die Stützvorrichtung angeordnet ist, eine Endplatte aufweisen. An der Endplatte kann der Deckel gelagert sein und/oder wenigstens Teile der Stützvorrichtung. Die Endplatte kann auch ein funktionales Teil der Stützvorrichtung bilden. Das Ende mit der Endplatte kann beispielsweise vorderseitig oder rückseitig bei an dem Kraftfahrzeug befestigtem Markisengehäuse weisen. Die Endplatte kann beispielsweise aus einem metallischen Werkstoff gebildet sein. Durch die Endplatte kann der restliche Gehäusekörper versteift werden, wodurch andere Gehäusewände sehr dünnwandig ausfallen können.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass der Gehäusekörper die Führungsnut aufweist. Insbesondere kann die Endplatte die Führungsnut aufweisen. So kann die Führungsnut und damit auch die Lagerung des Stützelements besonders robust sein. Zudem kann die Führungsnut so als Durchgangsöffnung gestaltet sein, ohne dass es zu einer Einbuße beim Witterungsschutz des Innenraums des Markisengehäuses kommt.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass der Deckel verschwenkbar zum Verstellen zwischen der Schließstellung und der Offenstellung gelagert ist. Beispielsweise kann wenigstens eine Schwenkachse, vorzugsweise alle Schwenkachsen, des Stützelements parallel zu einer Schwenkachse des Deckels sein. Beispielsweise erstreckt sich die Führungsnut und/oder die Endplatte in einer Ebene orthogonal zu der Schwenkachse des Deckels. Bei an dem Kraftfahrzeug befestigtem Markisengehäuse erstreckt sich die Schwenkachse beispielsweise im Wesentlichen horizontal und/oder entlang des Kraftfahrzeugs, insbesondere in Vorwärts-Rückwärtsrichtung. Beispielsweise ist der Deckel schwenkbar an dem Gehäusekörper gelagert. Der Deckel kann beispielsweise mit den Endplatten zu dessen schwenkbarer Lagerung verschraubt sein. Das verschwenkbare Lagern des Deckels kann ein intuitives Verstellen erleichtern und/oder sehr robust sein.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass die Stützvorrichtung ein Blockierelement aufweist. Das Blockierelement kann beispielsweise plattenförmig ausgebildet sein und/oder sich parallel zu der Endplatte erstrecken. Beispielsweise ist das Blockierelement aus einem metallischen Werkstoff gebildet. Mittels des Blockierelements kann ein Verstellen des Deckels aus der Offenstellung in die Schließstellung aufgrund der Schwerkraft blockiert sein. Das Blockierelement kann also den Deckel in der Offenstellung halten, insbesondere entgegen der Schwerkraft, beispielsweise mittelbar über und/oder mit dem Stützelement. Insbesondere kann sich das Stützelement in der Offenstellung an dem Blockierelement abstützen, um so den Deckel in der Offenstellung zu halten. Das Stützelement kann beispielsweise in der Offenstellung des Deckels auf dem Blockierelement ruhen, womit beispielsweise auch der mit dem Stützelement verbundene Deckel auf dem Stützelement und damit über das Stützelement auf dem Blockierelement ruht. So kann auch das Blockierelement und/oder das Stützelement in der Offenstellung des Deckels im Wesentlichen nur auf Druck belastet sein.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Blockierelement zwischen einer Blockierstellung und einer Freigabestellung verschwenkbar ist. Dadurch kann das Blockierelement besonders einfach durch Verstellen des Deckels korrespondierend zu dem Stützelement und/oder dem Deckel bewegt werden. Beispielsweise kann das Blockierelement schwenkbar an dem Gehäusekörper gelagert sein. Besonders geeignet ist für die schwenkbare Lagerung des Blockierelements die Endplatte, welche hohe Lasten aufnehmen kann. Das Blockierelement kann sich zu der Endplatte beispielsweise parallel erstreckt.
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In der Blockierstellung kann ein Verstellen des Stützelements durch das Blockierelement blockiert sein, insbesondere ein Verstellen des Stützelements aus einer zu der Offenstellung des Deckels korrespondierenden Stützstellung zu einer zu der Schließstellung des Deckels korrespondierenden Verstaustellung. Alternativ oder zusätzlich kann das Blockierelement aber auch ein Verstellen des Stützelements und/oder des Deckels in die umgekehrte Richtung in seiner Blockierstellung blockieren. Beispielsweise befindet sich das Blockierelement nur bei einer Betätigung des Blockierelements und/oder bei einem Verstellen des Deckels zwischen seinen Stellungen in seiner Freigabestellung. Die Stützstellung wird auch als Offenstellung des Stützelements und die Verstaustellung als Schließstellung des Stützelements bezeichnet, um eine einheitliche Bezeichnung zu ermöglichen.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Blockierelement in Richtung der Blockierstellung vorgespannt ist. Dadurch kann ein unabsichtliches Verstellen des Deckels zuverlässig verhindert werden. Das Blockierelement kann beispielsweise mittels einer Feder der Stützvorrichtung in seine Blockierstellung vorgespannt sein. Beispielsweise kann die Feder als Schraubenfeder ausgebildet sein. Die Feder der Spannvorrichtung kann beispielsweise an dem Gehäusekörper mit einem dem Blockierelement abgewandten Ende befestigt sein.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Blockierelement dazu ausgebildet ist, den Deckel in der Schließstellung zu arretieren. Beispielsweise kann das Blockierelement mit dem Deckel einen formschlüssigen Eingriff zu dessen Arretierung bilden. Beispielsweise weist das Blockierelement einen Vorsprung auf, insbesondere einen hakenförmigen Vorsprung, welcher an dem Deckel eingreift, insbesondere an einem korrespondierenden Vorsprung oder einer korrespondierenden Nut. Durch den Formschluss kann der Deckel zuverlässig auch bei hohen Belastungen durch Fahrtwind in der Schließstellung gehalten werden. Der Eingriff kann aber beispielsweise auch reibschlüssig sein und/oder durch eine Schnappverbindung gebildet werden. Das Blockierelement kann beispielsweise als Verriegelung für den Deckel fungieren. So kann das Blockierelement sowohl einen Teil der Stützvorrichtung als auch einer Verriegelungsvorrichtung für den Deckel bilden. Das Blockierelement kann beispielsweise in seiner Blockierstellung formschlüssig den Deckel in der Schließstellung arretieren und in seiner Freigabestellung ein Verlassen der Schließstellung durch den Deckel zulassen. Zusätzlich kann ein Schloss vorgesehen sein, welches abgeschlossen beispielsweise ein Bewegen des Blockierelements aus der Blockierstellung in die Freigabestellung verhindern kann.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Markisengehäuse dazu ausgebildet, dass der Deckel selbsttätig mittels des Blockierelements durch Verstellen des Deckels in die Schließstellung arretiert wird. Dadurch kann zuverlässig vermieden werden, dass der Deckel vor Fahrtantritt versehentlich nicht arretiert ist. Das Markisengehäuse ist so im Gebrauch besonders sicher und einfach zu benutzen. Beispielsweise kann das Blockierelement durch die Feder der Stützvorrichtung in seine Blockierstellung vorgespannt sein und so automatisch mit dem Deckel in der Schließstellung zu dessen Verriegelung eingreifen. Die Feder kann dabei auch eine Ausweichbewegung des Blockierelements beim Verstellen des Deckels aus der Offenstellung in die Schließstellung erlauben. Dadurch behindert das Blockierelement trotz des selbststätigen Arretierens des Deckels dessen Schließen nicht.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Markisengehäuse dazu ausgebildet ist, durch eine Betätigung des Blockierelements die Arretierung des Deckels in der Schließstellung freizugeben. Dadurch kann der Verschluss des Markisengehäuses entriegelt werden. Beispielsweise kann das Blockierelement zu dessen Betätigung gedrückt werden. So ist ein Verzicht auf ein zusätzliches Betätigungselement möglich. Durch die Betätigung des Blockierelements, insbesondere ein Drücken, kann ein Verschwenken des Blockierelements erfolgen. Beispielsweise kann das Blockierelement durch dessen Betätigung von der Blockierstellung in die Freigabestellung verstellt werden.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Blockierelement einen von einem Außenbereich des Markisengehäuse zugänglichen Betätigungsbereich aufweist. Dadurch ist das Markisengehäuse besonders einfach zu bedienen. Beispielsweise kann der Betätigungsbereich an einer Unterseite und/oder Vorderseite des an dem Kraftfahrzeug befestigten Markisengehäuses angeordnet sein. So ist der Betätigungsbereich besonders einfach für eine neben dem Fahrzeug stehende Person erreichbar. Der Betätigungsbereich kann beispielsweise durch einen Rand eines plattenförmigen Elements gebildet sein. Das Blockierelement kann beispielsweise einstückig ausgebildet sein. Der Betätigungsbereich kann beispielsweise zum Freigeben der Arretierung des Deckels und/oder zum Verstellen des Blockierelements in seine Freigabestellung ausgebildet sein.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Blockierelement eine Aussparung aufweist. Die Aussparung kann sich beispielsweise im Wesentlichen entlang einer Seite des Blockierelements erstrecken, welche der Endplatte und/oder dem Stützelement zugewandt ist, insbesondere in der Blockierstellung und/oder der Schließstellung des Stützelements. Beispielsweise ist das Stützelement wenigstens teilweise in der Aussparung bei dem in der Schließstellung befindlichen Deckel angeordnet. Das Stützelement kann aus der Aussparung bei dem Verstellen des Deckels bewegbar sein, beispielsweise bei dem Verstellen aus der Schließstellung in die Offenstellung. Beispielsweise kann das Stützelement lediglich aus der Aussparung bei dem in der Freigabestellung befindlichen Blockierelement bewegbar sein. Die Aussparung kann das Stützelement zusätzlich führen und eine bauraumsparende Konstruktion ermöglichen. Zudem kann die Aussparung bewirken, dass das Stützelement das Blockierelement beim Öffnen des Deckels in die Freigabestellung drückt, beispielsweise durch ein Anliegen an einer die Aussparung begrenzenden Wand des Blockierelements. Die Aussparung kann beispielsweise als Nut in einer Fläche des Blockierelements ausgebildet sein, welche sich beispielsweise gerade erstreckt und/oder an einer dem Deckel zugwandten Seite und/oder einer Oberseite bei an dem Kraftfahrzeug befestigten Markisengehäuse mündet.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass die Stützvorrichtung, insbesondere eine Form des Blockierelements und/oder des Stützelements, so ausgebildet ist, dass das Blockierelement bei einer Verstellkraft, welche stärker als die Gewichtskraft des Deckels abzüglich einer Federkraft einer Feder, welche den Deckel in Richtung der Offenstellung vorspannt, ist, von dem Stützelement in seine Freigabestellung gedrückt wird. Dadurch wird der Deckel, beispielsweise mittelbar über das Stützelement, durch das Blockierelement entgegen der Schwerkraft in der Offenstellung gehalten. Das Stützelement kann so auf dem Blockierelement ruhen, ohne dass die Gewichtskraft des Deckels das Blockierelement in die Freigabestellung drückt. Zudem ist es so möglich, durch Drücken auf den Deckel das Blockierelement in die Freigabestellung zu drücken und somit den Deckel zu schließen. Durch das Drücken auf den Deckel kann die Verstellkraft aufgebracht werden. Das Markisengehäuse kann beispielsweise zu einem manuellen Schließen und/oder Öffnen des Deckels ausgebildet sein. Die Feder kann dabei den Deckel wenigstens teilweise oder auch komplett nach Lösen seiner Arretierung in die Offenstellung drücken. Dieses selbsttätige Öffnen kann aber auch auf eine Zwischenstellung begrenzt sein, welche beispielsweise durch die Aussparung in dem Blockierelement und seine Blockierstellung vorgegeben ist. Die Gewichtskraft des Deckels kann auch die Gewichtskraft von weiteren mit dem Deckel verbundenen Teilen umfassen, welche beispielsweise nur über den Deckel aber nicht direkt mit dem Gehäusekörper verbunden sind. Zudem kann auch das Stützelement mit zu der Gewichtskraft des Deckels gezählt werden, insbesondere wenn dieser ortsfest verschwenkbar an dem Deckel gelagert ist. Zusätzlich kann bei dem Vorgeben der Verstellkraft auch eine Federkraft zum Vorspannen des Blockierelements in seine Blockierstellung berücksichtigt werden, welche beispielsweise ebenfalls einem Verstellen des Blockierelements in seine Freigabestellung entgegenwirken kann.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass die Stützvorrichtung, insbesondere eine Form des Blockierelements und/oder des Stützelements, so ausgebildet ist, dass das Blockierelement bei einer Verstellkraft, welche stärker als die Gewichtskraft des Deckels ist, von dem Stützelement in seine Freigabestellung gedrückt wird. Diese Gestaltung ist beispielsweise sinnvoll, wenn das Markisengehäuse keine Feder aufweist, mittels welcher der Deckel in seine Offenstellung vorgespannt ist.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass eine erste Fläche des Blockierelements und eine erste Fläche des Stützelements in der Offenstellung aneinander anliegen. Dadurch kann das Stützelement in der Offenstellung auf dem Blockierelement ruhen und somit den Deckel in der Offenstellung halten. Das Blockierelement befindet sich dabei beispielsweise in seiner Blockierstellung. Die erste Fläche des Stützelements kann beispielsweise eine in der Offenstellung dem Blockierelement zugewandte und/oder in der Schließstellung abgewandte Fläche sein und/oder eine Unterseite des Stützelements bei dem an dem Kraftfahrzeug befestigten Markisengehäuse. Die erste Fläche des Blockierelements kann beispielsweise eine in der Offenstellung dem Stützelement zugewandte Fläche sein und/oder eine Oberseite des Blockierelements bei dem an dem Kraftfahrzeug befestigten Markisengehäuse. Beispielsweise kann es sich bei der ersten Fläche des Blockierelements auch um eine auf derselben Seite wie die Mündung der Aussparung angeordnete Fläche handeln, insbesondere um eine zu der Mündung der Aussparung benachbarte Fläche.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass eine zweite Fläche des Blockierelements und eine zweite Fläche des Stützelements beim Verstellen des Deckels aus der Schließstellung in die Offenstellung aneinander anliegen, insbesondere beim Verstellen aus einer Zwischenstellung in die Offenstellung. Die beiden zweiten Flächen können beispielsweise nur in einem Teilbereich der Verstellbewegung aneinander anliegen. Die Zwischenstellung ist beispielsweise eine Stellung des Deckels, bei welcher dieser bereits teilweise geöffnet ist. In der Zwischenstellung ist der Deckel beispielsweise innenseitig bzw. um einen unteren Rand umgreifbar. In der Zwischenstellung ist beispielsweise ein Zugang zum Innenraum des Markisengehäuses möglich, jedoch kein Aufstellen der Markise. Die beiden Flächen können beim Verstellen des Deckels aus der Schließstellung in die Offenstellung wenigstens zweitweise aneinander abgleiten, wobei insbesondere eine Auslenkung des Blockierelements erfolgt, beispielsweise in die Freigabestellung. Die Auslenkung kann beispielsweise eine Ausweichbewegung des Blockierelements aufgrund des in der Führungsnut geführten Endbereichs des Stützelements sein, welcher beispielsweise das Blockierelement zur Seite drückt. Die zweite Fläche des Stützelements kann beispielsweise eine in der Offenstellung dem Blockierelement abgewandte und/oder in der Schließstellung zugewandte Fläche sein und/oder eine Oberseite des Stützelements bei dem an dem Kraftfahrzeug befestigten Markisengehäuse. Die zweite Fläche des Blockierelements kann beispielsweise eine in der Schließstellung dem Stützelement zugewandte Fläche sein und/oder eine der Aussparung zugewandte Seite einer die Aussparung begrenzende Wand des Blockierelements. Die zweite Fläche des Blockierelements kann bei dem an dem Kraftfahrzeug befestigten Markisengehäuse im Wesentlichen nach unten weisen. Beispielsweise kann es sich bei der zweiten Fläche des Blockierelements auch um eine an die Mündung der Aussparung angrenzende und der Aussparung zugewandte Fläche handeln.
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Die jeweilige Fläche des Stützelements und/oder die jeweilige Fläche des Blockierelements können gegenüber einer Bewegungsrichtung wenigstens einer der beiden Flächen des Stützelements beim Verstellen des Deckels zwischen seiner Schließstellung und seiner Offenstellung und/oder gegenüber einer Längserstreckung der Führungsnut geneigt sind. Die Bewegungsrichtung der ersten und/oder zweiten Fläche des Stützelements kann beispielsweise im Wesentlichen durch die Führungsnut vorgegeben sein. Beispielsweise wenigstens in einem Verstellbereich des Deckels, bei welchen die jeweiligen Flächen aneinander anliegen, sind die Flächen gegenüber der Bewegungsrichtung geneigt. Durch die Neigung kann bei dem Verstellen eine Querkraft bewirkt werden, welche das Blockierelement in seine Freigabestellung drückt und somit ein Passieren des Stützelements an dem Blockierelement vorbei und/oder durch die Mündung der Aussparung des Blockierelements ermöglicht.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass der Deckel mittels einer Feder in Richtung der Offenstellung vorgespannt ist. Die Feder kann beispielsweise als Spiralfeder ausgebildet sein. An einer Seite kann die Feder mit dem Gehäusekörper, insbesondere der Endplatte, verbunden sein. An einer anderen Seite kann die Feder mit dem Deckel verbunden sein. Diese Seite der Feder kann aber beispielsweise auch nur an dem Deckel in einem bestimmten Verstellbereich oder permanent anliegen. Die Feder kann den Deckel beispielsweis selbsttätig vollständig in die Offenstellung verstellen, insbesondere nach einem Freigeben dessen Arretierung in der Schließstellung. Die Feder kann den Deckel aber beispielsweise auch nur selbsttätig bis zu der Zwischenstellung verstellen, in welcher die jeweiligen zweiten Flächen des Blockierelements und der Stützelements aneinander anliegen. In diesem Fall kann beispielsweise ein Spalt in dem Markisengehäuse durch den Deckel in Zwischenstellung gebildet sein, welcher ein Greifen und ein weiteres manuelles Verstellen des Deckels in die Offenstellung erheblich erleichtert. Zudem kann die Feder das weitere Öffnen unterstützen, sodass der Benutzer nicht das volle Gewicht des Deckels manuell anheben muss. Beispielsweise muss der Nutzer beim Anheben des Deckels nur eine genügend große Kraft zum Verstellen des Blockierelements in seine Offenstellung aufbringen.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass die jeweiligen ersten Flächen in der Zwischenstellung voneinander beabstandet sind. Die beiden ersten Flächen liegen in der Zwischenstellung also beispielsweise nicht aneinander an.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass die jeweiligen zweiten Flächen in der Zwischenstellung miteinander kontaktiert sind. Dadurch können die zweiten Flächen beim weiteren Verstellen in die Offenstellung aneinander abgleiten und das Blockierelement in seine Freigabestellung drücken.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass der Deckel in seiner Zwischenstellung auf der Feder, mit welche der Deckel in Richtung der Offenstellung vorgespannt ist, ruht. Dadurch kann der Deckel in der Zwischenstellung gehalten werden. Zudem kann der Deckel so wenigstens geringfügig verklemmt sein, beispielsweise indem die Feder das Stützelement über den Deckel mit seiner zweiten Fläche gegen die zweite Fläche des Blockierelements drückt. So kann ein ungewolltes Bewegen des Deckels in der Zwischenstellung vermieden werden. Beispielsweise kommt es so zu keinem Klappern bei einer Bewegung des Kraftfahrzeugs, beispielsweise aufgrund von Gepäckentnahme.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Blockierelement bei dem in Zwischenstellung befindlichen Deckel in seiner Blockierstellung ist. Dadurch kann ein ungewolltes vollständiges Öffnen des Deckels verhindert werden. Insbesondere ohne weitere Betätigung des Deckels und/oder des Blockierelements kann das Blockierelement bei dem in Zwischenstellung befindlichen Deckel in seiner Blockierstellung sein. Das Blockierelement wird beispielsweise aus seiner Blockierstellung in eine Freigabestellung bei weiterem Bewegen des Deckels in Richtung dessen Offenstellung verschwenkt, insbesondere mittels des Stützelements.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Stützelement bei dem in Zwischenstellung befindlichen Deckel wenigstens teilweise in der Aussparung des Blockierelements angeordnet ist. Dadurch kann beispielsweise die zweite Fläche des Stützelements zuverlässig in Kontakt mit der zweiten Fläche des Blockierelements kommen. Beispielsweise bewegt sich das Stützelement bei weiterem Bewegen des Deckels in Richtung seiner Offenstellung aus der Aussparung heraus. Dadurch kann das Stützelement sich mit seiner ersten Fläche in der Offenstellung auf dem Blockierelement aufstützen. Beispielsweise wird das Stützelement vollständig aus der Aussparung bei weiterem Bewegen des Deckels in Richtung seiner Offenstellung herausbewegt.
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In einer weiteren Ausführungsform des Markisengehäuses kann es vorgesehen sein, dass das Stützelement zwei Armelement aufweist. Die beiden Armelement können sich beispielsweise parallel und/oder beabstandet zueinander erstrecken. Durch die zwei Armelemente kann die Stabilität des Stützelements besonders hoch und/oder das Gewicht des Stützelements besonders gering sein. Die beiden Armelemente können aneinander an den zwei gegenüberliegenden Endbereichen des Stützelements befestigt sein. Die jeweiligen Befestigungen der Armelemente miteinander kann auch jeweils eine Lagerung, insbesondere eine schwenkbare Lagerung des Stützelements bilden. Beispielsweise kann sich eine Befestigung der zwei Armelemente aneinander durch die Führungsnut erstrecken. Die Befestigung der Armelemente miteinander kann beispielsweise durch Schrauben, Zapfen und/oder Hülsen gebildet sein. Zwischen den zwei Armelementen kann die Endplatte des Gehäusekörpers wenigstens teilweise angeordnet ist. Dadurch kann das Stützelement zusätzlich geführt sein und insbesondere gegen Verkippen und/oder Knicken geschützt sein.
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Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine Markise für ein Kraftfahrzeug. Die Markise kann beispielsweise ein Markisengehäuse gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung aufweisen. Die sich aus dem Markisengehäuse gemäß dem ersten Aspekt ergebenden Merkmale und Vorteile sind den Beschreibungen des ersten Aspekts zu entnehmen, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten Aspekts als vorteilhafte Ausgestaltungen des zweiten Aspekts und umgekehrt anzusehen sind.
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Die Markise kann eine Bespannung aufweisen. Die Bespannung kann beispielsweise durch ein Textil gebildet sein. Die Bespannung kann wasserabweisend, windabweisend, wasserdicht, winddicht, UV-strahlungsfilternd und/oder lichtdicht sein. Die Bespannung kann beispielsweise zum Aufstellen der Markise ausrollbar sein. Eingerollt kann die Bespannung in dem Markisengehäuse verstaubar sein. Die Markise kann zudem Tragelemente aufweisen, wie beispielsweise Tragarm und/oder Tragbeine. In dem aufgestellten Zustand können sich die Tragarme beispielsweise im Wesentlichen horizontal entlang der Bespannung von dem Markisengehäuse weg erstrecken. In dem aufgestellten Zustand können sich die Tragbeine beispielsweise im Wesentlichen vertikal von einem dem Markisengehäuse abgewandten Ende der Tragarme und/oder der Bespannung zum Boden hin erstrecken. Durch die Tragelemente kann die Bespannung im Wesentlichen in einer horizontalen Ausrichtung bei aufgestellter Markise gehalten werden, insbesondere unter einer Eigenspannung für eine straffe Bespannungsfläche. Die Tragelemente sind beispielsweise ebenfalls im verstauten Zustand der Markise in dem Innenraum des Markisengehäuses angeordnet. Die Tragelemente können beispielsweise aus einem metallischen Werkstoff und/oder Kunststoff gebildet sein. Die Tragelemente können beispielsweise teleskopisch verlängerbar ausgebildet sein.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnungen. Die vorstehenden in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegeben Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
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Figurenliste
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- 1 zeigt in einer schematischen Perspektivansicht eine Markise für ein Kraftfahrzeug mit einem Markisengehäuse, wobei sich ein Deckel des Markisengehäuses in einer geschlossenen Stellung befindet.
- 2 zeigt in einer schematischen Perspektivansicht einen Endbereich der Markise gemäß 1 ohne den Deckel.
- 3 zeigt in einer schematischen Seitenansicht die Markise gemäß 1 ohne Endkappe, um eine Stützvorrichtung des Markisengehäuses zu veranschaulichen.
- 4 zeigt in einer schematischen inneren Perspektivansicht die Stützvorrichtung von 3.
- 5 veranschaulicht in einer schematischen Seitenansicht wie 3 ein Innenleben der Stützvorrichtung.
- 6 zeigt in einer schematischen Seitenansicht wie 3 die Stützvorrichtung, jedoch ohne ein Blockierelement.
- 7 zeigt in einer schematischen Seitenansicht wie 3 die Stützvorrichtung, wobei sich das Blockierelement in seiner Freigabestellung befindet.
- 8 zeigt in einer schematischen Perspektivansicht einen Endbereich der Markise gemäß 1 mit dem Deckel in einer Zwischenstellung.
- 9 zeigt in einer schematischen Perspektivansicht einen Endbereich der Markise gemäß 1, wobei der Deckel über die Zwischenstellung hinaus geöffnet ist.
- 10 zeigt in einer schematischen Seitenansicht die Markise gemäß 1 mit dem Deckel in seiner Offenstellung.
- 11 zeigt die Stützvorrichtung in einer perspektivischen Explosionsansicht.
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Detaillierte Beschreibung von Ausführungsformen
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1 zeigt in einer schematischen Perspektivansicht eine Markise 10 für ein Kraftfahrzeug. Die Markise 10 weist ein Markisengehäuse 12 auf. Das Markisengehäuse 12 wird durch einen Deckel 14 und einen Gehäusekörper 16 gebildet. Der Gehäusekörper 16 weist an den beiden Enden der Markise 10 in Längserstreckung jeweils eine Endplatte 18, welche beispielsweise in 2 und 11 zu erkennen ist. Die Endplatte 18 ist außenseitig jeweils durch eine Endkappe 20 bedeckt. Die Endkappen 20 können vor scharfkantigen Ecken an den Enden des Gehäusekörpers 16 schützen und eine aerodynamisch günstige Umströmung der Markise 10 beim Fahren mit dem Kraftfahrzeug, an welchen diese befestigt ist, zu bewirken. Die Endkappen 20 sind beispielsweise aus einem Kunststoff gebildet und mit einer Schnappverbindung mit der jeweiligen benachbarten Endplatte 18 verbunden.
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Die Markise 10 wird beispielsweise mit einer dem Deckel 14 abgewandten Seite, welche in 1 nicht zu sehen ist, an einer Längsseite des Kraftfahrzeugs befestigt. Beispielsweise ist die Markise 10 mit einer Karosserie verschraubt oder an einem Dachträger angeklemmt. Bei einer bestimmungsgemäßen Befestigung öffnet sich der Deckel 14 durch eine Schwenkbewegung nach oben, womit eine so freigegebene Öffnung des Innenraums des Markisengehäuses 12 vom Fahrzeug weg und nach oben weist.
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2 zeigt in einer schematischen Perspektivansicht einen Endbereich der Markise 10 ohne Deckel 14 und damit einen Innenraum des Markisengehäuses 12. Dort ist eine einrollbare Bespannung 22 aufgenommen. In der Rolle der Bespannung 22 sind zwei teleskopisch ausziehbare Tragbeine 26 aufgenommen. Unterhalb der Bespannung 22 sind zwei teleskopisch ausziehbare Tragarme 24 aufgenommen. Zum Ausfahren der Markise 10 werden die Bespannung 22 ausgerollt und die Tragarme 24 ausgeklappt, so dass sich diese von einer Lagerung an dem Gehäusekörper 16 im Wesentlichen rechtwinkelig davon weg zu einem von dem Gehäusekörper 16 abgewandten Ende der Bespannung 22 erstrecken. Die Tragbeine 26 werden ebenfalls ausgeklappt und erstrecken sich von dem dem Gehäusekörper 16 abgewandten Ende der Bespannung 22 und/oder der Tragarme 24 zum Boden. Dadurch kann die Bespannung 22 im Wesentlichen horizontal aufgespannt werden und einen Regen- und Sonnenschutz bilden.
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Zum Ausfahren der Markise 10 muss der Innenraum des Markisengehäuses 12 zugänglich sein. Dafür muss der Deckel 14 von seiner Schließstellung in seine Offenstellung verstellt werden. Damit der Deckel 14 in der Offenstellung bleibt, weist das Markisengehäuse 12 jeweils eine Stützvorrichtung an seinen beiden Enden auf.
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3 zeigt die Markise 10 in einer schematischen Seitenansicht ohne die Endkappe 20, sodass ein Blockierelement 28 und ein Stützelement 30 der Stützvorrichtung zu erkennen sind. Das Blockierelement 28 ist als flaches metallisches Plattenelement ausgebildet, welches sich im Wesentlichen parallel zu der benachbarten metallischen Endplatte 18 erstreckt. Das Blockierelement 28 ist in einem unteren Endbereich mittels eines Zapfens 32 der Endplatte 18 an dieser schwenkbar gelagert. Das Blockierelement 28 ist zwischen einer Blockierstellung und einer Freigabestellung verschwenkbar. In 3 ist das Blockierelement 28 in seiner Blockierstellung gezeigt. In der Blockierstellung ist ein Haken 34 des Blockierelements 28 im formschlüssigen Eingriff mit einer korrespondierenden Ausnehmung 36 eines Endstücks 38 des Deckels 14, sofern dieser in seiner Schließstellung ist. Dadurch wird der Deckel 14 in seiner Schließstellung arretiert. Das Blockierelement 28 fungiert so als Teil einer Schließvorrichtung für den Deckel 14.
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Das Blockierelement 28 ist mittels einer Schraubenfeder 40, welche sich mit einem dem Blockierelement 28 abgewandten Ende an der Endplatte 18 abstützt, in Richtung seiner Blockierstellung vorgespannt. Dadurch kann der Deckel 14 selbsttätig nach Verstellen in seine Schließstellung in dieser Stellung arretiert werden. Beim Schließen des Deckels 14 kann das Blockierelement 28 aus seiner Blockierstellung von der nach innen vorstehenden Ausnehmung 36 ausgelenkt werden, wodurch der Deckel 14 mit seiner Ausnehmung 36 den Haken 34 passieren kann. Anschließend drückt die Schraubenfeder 40 das Blockierelement 28 wieder zurück in die Blockierstellung, wodurch der Haken 34 an der Ausnehmung 36 eingreift, beispielsweise durch ein Einrasten.
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Das Stützelement 30 weist zwei Armelemente 42 auf, welche beispielsweise in 11 besonders gut zu erkennen sind. Die beiden Armelemente 42 sind dabei miteinander verschraubt und weisen eine Längserstreckung auf. Das Armelement 42, welches auf der gleichen Seite von der Endplatte 18 wie das Blockierelement 28 angeordnet ist, weist dabei an einem dem Deckel 14 zugwandten Ende einen Zapfen auf, welche in einer Durchgangsöffnung 44 des Endstücks 38 des Deckels 14 angeordnet ist. Dadurch ist das Stützelement 30 hier schwenkbar an dem Deckel 14 mit einer ortsfesten Schwenkachse gelagert. Diese Anordnung ist besonders gut in der schematischen Perspektivansicht der Stützvorrichtung gemäß 4 zu erkennen, welche von dem Deckel 14 nur das Endstück 38 zeigt und bei welcher die Stützvorrichtung aus Richtung des Innenraums des Markisengehäuses 12 gezeigt ist. An einem dem Deckel 14 abgewandten Ende weist das gleiche Armelement 42 einen weiteren Zapfen auf, welcher in einer Führungsnut 46 der Endplatte 18 angeordnet ist. Dadurch bildet dieser Zapfen eine weitere Schwenkachse des Stützelements 30, welche translatorisch entlang der Führungsnut 46 verschiebbar gelagert ist. Die Führungsnut 46 erstreckt sich im Wesentlichen gerade vertikal in der Endplatte 18 und ist durch eine Durchgangsöffnung gebildet, welche den Innenraum des Markisengehäuses 12 mit einem durch die Endkappe 20 verschlossenen Raum verbindet. Die Endkappen 20 dichten das Markisengehäuse 12 so seitlich ab.
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Die Führungsnut 46 ist beispielsweise auch gut in der schematischen Perspektivansicht von 4 zu erkennen. Dort ist ebenfalls zu sehen, dass die Endplatte 18 an einer dem Blockierelement 28 abgewandten Seite zwei sich länglich entlang der Führungsnut 46 erstreckende Vorsprünge 48 aufweist. Diese können einen Schwenkwinkel des Stützelements 30 begrenzen. Die beiden Armelement 42 können beispielsweise beidseitig wenigstens bereichsweise an der Endplatte 18 anliegen, wodurch diese von der Endplatte 18 gestützt werden können. Beispielsweise kann ein Verkippen des Stützelements 30 quer zu einer Längsachse der Führungsnut 46 verhindert, womit ein Verklemmen des Stützelements 30 beim translatorischen Bewegen entlang der Führungsnut 46 zuverlässig vermieden werden kann.
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An seiner Unterseite weist die Endplatte 18 einen weiteren Vorsprung 66 auf. An diesem Vorsprung 66 kann der restliche Gehäusekörper 16 befestigt werden, beispielsweise mittels einer Klemmung.
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Durch die ortsfeste schwenkbare Lagerung des Stützelements 30 an dem Deckel 14 ist eine Bewegung des Stützelements 30 mit der des Deckels 14 gekoppelt. In 5 ist durch gestrichelte Linien veranschaulicht, wie das Stützelement 30 in der Schließstellung des Deckels 14 in einem unteren Bereich der Führungsnut 46 angeordnet ist. Das Stützelement 30 ist dann überwiegend in einer Aussparung 50 des Blockierelements 28 aufgenommen, welche beispielsweise in 11 gut zu erkennen ist. Die Aussparung 50 ist dabei durch Vertiefung in dem Blockierelement 28 in einer der Endplatte 18 und damit dem Stützelement 30 in seiner Schließstellung zugewandten Seite gebildet, beispielsweise nach Art einer Oberflächennut. Die Aussparung 50 erstreckt sich dabei bis zu einer Oberseite des Blockierelements 28 und mündet dort in dieser Seite.
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In 6 ist die Stützvorrichtung in einer Seitenansicht von außen dargestellt, wobei das Blockierelement 28 nicht dargestellt ist. Wie zu erkennen ist, weist das Stützelement 30 an seinem unteren Endbereich einen weiteren Vorsprung 52 auf, welcher von dem einen Armelement 42 in Richtung des Blockierelements 28 vorsteht. Dieser Vorsprung 52 ist, mindestens wenn sich das Stützelement 30 in der Schließstellung befindet, in der Aussparung 50 angeordnet.
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Um den Deckel 14 aus seiner Schließstellung in seine Offenstellung zu verstellen, muss zunächst die Arretierung des Deckels 14 durch das Blockierelement 28 gelöst werden. Zu diesem Zweck weist das Blockierelement 28 einen vorstehenden Betätigungsbereich 54 auf. In der Blockierstellung bei geschlossenem Deckel 14 bildet dieser Betätigungsbereich 54 zusammen mit dem Deckel 14 und/oder dem Gehäusekörper 16 und/oder einer benachbarten Endkappe 20 eine Außenseite des Markisengehäuses 12. Der Betätigungsbereich 54 schließt beispielsweise bündig an einen oder mehrere dieser Teile an. Der Betätigungsbereich 54 ist so von einem Außenbereich des Markisengehäuses 12 zugänglich. Somit kann ein Benutzer auch bei geschlossenem Deckel 14 gegen den Betätigungsbereich 54 drücken. Der Betätigungsbereich 54 bildet beispielsweise bereichsweise eine untere vom Kraftfahrzeug abgewandte Kante des Markisengehäuses 12.
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Durch ein Betätigen des Betätigungsbereichs 54, beispielsweise indem ein Nutzer darauf drückt, wird das Blockierelement 28 aus seiner Blockierstellung ausgelenkt und so in Richtung seiner Freigabestellung verschwenkt. Eine solche Stellung ist beispielsweise in 7 in einer schematischen Seitenansicht dargestellt. Wie zu erkennen ist, wurde dadurch der Eingriff von dem Haken 34 mit der Ausnehmung 36 gelöst. Damit ist die Arretierung des Deckels 14 in der Schließstellung aufgehoben.
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Der Deckel 14 ist an dem Gehäusekörper 16 schwenkbar gelagert, was beispielsweise in der schematischen Perspektivansicht eines Endbereichs der Markise 10 in 8 zu erkennen ist. Die Schwenkachse verläuft parallel zu den beiden Schwenkachsen des Stützelements 30, der Schwenkachse des Blockierelements 28 und einer Längserstreckung des Markisengehäuses 12. Eine Spiralfeder 56 ist mit der Endplatte 18 verschraubt und stützt sich mit einem Ende an der Endplatte 18 ab, ähnlich zu der Schraubenfeder 40. Ein anderes Ende der Spiralfeder 56 liegt an dem Deckel 14 innenseitig an. Die Spiralfeder 56 spannt den Deckel 14 in Richtung seiner Offenstellung vor.
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Durch das Lösen der Arretierung drückt die Spiralfeder 56 den Deckel 14 in eine Zwischenstellung. In der Zwischenstellung gibt der Deckel 14 einen teilweisen Zugang zu dem Innenraum des Markisengehäuses 12 frei. In der Zwischenstellung liegt eine obere Fläche des Stützelements 30, welche als dessen zweite Fläche 58 bezeichnet wird, an einer die Aussparung 50 begrenzenden und nach unten gerichteten Fläche des Blockierelements 28 an, welche als dessen zweite Fläche 60 bezeichnet wird. Die zweite Fläche 58 des Stützelements 30 wird durch deren Vorsprung 52 gebildet. Die zweite Fläche 60 des Blockierelements 28 befindet sich bei dem in Blockierstellung befindlichen Blockierelement 28 in einem Pfad des Vorsprungs 52 und damit auch der zweiten Fläche 58 des Stützelements 30 entlang der Führungsnut 46. Dadurch wird ein weiteres Öffnen des Deckels 12 blockiert, wobei die Stärke der Spiralfeder 56 nicht ausreicht, das Blockierelement 28 entgegen der Schraubenfeder 40 weiter in die Freigabestellung auszulenken.
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Zum weiteren Öffnen des Deckels 14 wird dieser beispielsweise manuell weiter angehoben und damit verschwenkt. In einer alternativen Ausführungsform ist die Spiralfeder 56 stark genug, um das Blockierelement 28 auszulenken und den Deckel 14 vollständig in seine Offenstellung zu verschwenken. Bei einem Bewegen des Deckels 14 über die Zwischenstellung hinaus wird das Blockierelement 28 durch das in der Führungsnut 46 befindliche Stützelement 30 in seine Freigabestellung ausgelenkt. Dadurch wird die Mündung der Aussparung 50 des Blockierelements 28 in wenigstens teilweise Überdeckung mit der Führungsnut 46 gebracht, wodurch der Vorsprung 52 des Stützelements 30 die Mündung der Aussparung 50 passieren kann und damit aus der Aussparung 50 heraus bewegt werden kann.
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9 illustriert in einer schematischen Perspektivansicht dieses Passieren, bei welchem das Blockierelement 28 in seiner Freigabestellung ist. Die Freigabestellung kann dabei einer Stellung des Blockierelements 28 entsprechen, bei welcher die Arretierung des Deckels 14 freigegeben ist. Die Freigabestellung kann aber auch beispielsweise eine Stellung sein, in welcher das Blockierelement 28 weiter aus der Blockierstellung verschwenkt ist. Das Auslenken des Blockierelements 28 wird dabei automatisch dadurch bewirkt, dass die zweite Fläche 58 des Stützelements 30 und auch die zweite Fläche 60 des Blockierelements 28 jeweils zu einem Pfad des Stützelements 30, insbesondere dessen Vorsprungs 52, wenigstens ab Zeitpunkt des Kontakts dieser zweiten Flächen 58, 60 geneigt ist. Dadurch wird eine beim hochdrücken des Deckels und damit hochbewegen des Stützelements 30 quer zu einer Längserstreckung der Führungsnut 46 auf das Blockierelement 28 wirkende Kraft erzeugt. Diese wirkt der Schraubenfeder 40 entgegen und lenkt das Blockierelement 28 so in seine Freigabestellung aus. Zumindest die erste Fläche 58 des Stützelements 30 ist dabei gekrümmt ausgebildet, wodurch beispielsweise ein Verklemmen des Stützelements 30 an dem Blockierelement 28 zuverlässig vermieden werden kann und ein Öffnen des Deckels 14 mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und/oder Kraft erleichtert werden kann.
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Nachdem der Vorsprung 52 des Stützelements 30 die Mündung der Aussparung 50 des Blockierelements 28 passiert hat, wird dieses wieder in seine Blockierstellung durch die Schraubenfeder 40 bewegt. Dadurch kann eine untere Fläche des Stützelements 30, welche als deren erste Fläche 62 bezeichnet wird, auf einer oberen Fläche des Blockierelements 28, welche als deren erste Fläche 64 bezeichnet wird, zum Anliegen kommen. Das Blockierelement 28 blockiert ein umgekehrtes Bewegen des Stützelements 30 zurück in die Führungsnut 46 hinein. Entsprechend kann das Stützelement 30 so auf dem Blockierelement 28 ruhen, womit auch der Deckel 14 auf dem Stützelement 30 in Offenstellung ruht.
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Die erste Fläche 62 des Stützelements 30 wird ebenfalls durch dessen Vorsprung 52 gebildet und ist auf einer der zweiten Fläche 58 gegenüberliegenden Seite angeordnet. Ein Übergang zwischen der ersten Fläche 62 und der zweiten Fläche 58 des Stützelements 30 ist gerundet ausgebildet, damit das Stützelement 30 geschmeidig durch die Mündung der Aussparung 50 gleiten kann. Die erste Fläche 64 des Blockierelements 28 ist durch eine der Mündung der Aussparung 50 benachbarte Fläche gebildet. Die erste Fläche 64 des Blockierelements 28 entspricht einer durch eine Wandung des Blockierelements 28 an einer der zweiten Fläche 60 gegenüberliegende Seite gebildeten Fläche.
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Zum Rückverstellen des Deckels 14 aus seiner Offenstellung in seine Schließstellung ist keine Lösung einer Sperre oder eine direkte Betätigung des Blockierelements 28 notwendig. Stattdessen kann beispielsweise einfach auf den Deckel 14 gedrückt werden, um diesen nach unten in Richtung seiner Schließstellung zu verschwenken. Die beiden ersten Flächen 62, 64 sind geneigt zu einer Bewegungsrichtung des in der Führungsnut 46 gelagerten Endbereichs des Stützelements 30 aus der Schließstellung in die Offenstellung angeordnet, ähnlich zu den zweiten Flächen 58, 60. Durch ein Drücken auf den Deckel 14 wird deshalb eine Kraft quer zu der Längserstreckung der Führungsnut 46 und damit in Richtung der Schraubenfeder 40 erzeugt, beispielsweise ähnlich zum Anheben des Deckels 14 bei dessen Öffnen. Dadurch wird das Blockierelement 28 wieder in seine Freigabestellung gedrückt. Das Stützelement 30 kann so mit seinem Vorsprung 52 wieder in die Aussparung 50 des Blockierelements 28 hineingleiten. Der Bewegungsablauf beim Schließen des Deckels 14 entspricht so der umgekehrten Reihenfolge des Öffnens und den aufeinanderfolgenden 10, 9 und 8.
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Zum Schließen des Deckels 14 muss also lediglich eine Verstellkraft aufgebracht werden, welche größer als eine den Deckel 14 offenhaltende Kraft der Spiralfeder 56 ist und ausreichend groß ist, um das Blockierelement 28 entgegen einer Federkraft der Schraubenfeder 40 in die Freigabestellung zu drücken. Zudem muss gegebenenfalls noch eine Reibung zwischen den beiden ersten Flächen 62, 64 bei deren Abgleiten aneinander überwunden werden. Die Gewichtskraft des Deckels 14 ist dabei nicht ausreichend, sodass der Deckel 14 zuverlässig in der Offenstellung gehalten ist.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Markise
- 12
- Markisengehäuse
- 14
- Deckel
- 16
- Gehäusekörper
- 18
- Endplatte
- 20
- Endkappe
- 22
- Bespannung
- 24
- Tragarm
- 26
- Tragbeine
- 28
- Blockierelement
- 30
- Stützelement
- 32
- Zapfen
- 34
- Haken
- 36
- Ausnehmung
- 38
- Endstück
- 40
- Schraubenfeder
- 42
- Armelement
- 44
- Durchgangsöffnung
- 46
- Führungsnut
- 48
- Vorsprung
- 50
- Aussparung
- 52
- Vorsprung
- 54
- Betätigungsbereich
- 56
- Spiralfeder
- 58
- zweite Fläche des Stützelements
- 60
- zweite Fläche des Blockierelements
- 62
- erste Fläche des Stützelements
- 64
- erste Fläche des Blockierelements
- 66
- Vorsprung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102017208921 B3 [0004]