DE202017106600U1 - Paneele mit einer lösbaren hervorstehenden Lippe für Wand-, Decken- oder Bodenbeläge - Google Patents

Paneele mit einer lösbaren hervorstehenden Lippe für Wand-, Decken- oder Bodenbeläge

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Abstract

Paneel (1) für Wand-, Decken- oder Bodenbeläge, umfassend: eine obere Seite (2), eine untere Seite (3) und Stirnenden (4), die einen Umfang des Paneels im eingebauten Zustand definieren, und zumindest ein Stirnende (4), in Bezug auf den Umfang durch eine lösbare hervorstehende Lippe (5), die an der unteren Seite (3) ausgebildet ist, überragt wird eine horizontale Verriegelungsnut (6) an der unteren Seite (3), dadurch gekennzeichnet, dass die hervorstehende Lippe (5) eine Sollbruchfläche (7) aufweist.

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft Paneele mit einer lösbaren hervorstehenden Lippe für Wand-, Decken- oder Bodenbeläge. Außerdem betrifft sie ein Verfahren zum Herstellen von Wand-, Decken- oder Bodenbelägen, umfassend oder bestehend aus einer Vielzahl von solchen Paneelen.
  • Stand der Technik
  • Paneele für Wand-, Decken- oder Bodenbeläge sind im Stand der Technik bekannt. Die EP 1 282 752 A1 betrifft Paneele eines Laminatbodens, umfassend Kopplungselemente, welche eine formschlüssige Verbindung zwischen den Paneelen ermöglichen. Ein erstes und ein zweites Paneel weisen jeweils Kopplungselemente auf einer Seite auf, wobei das erste Paneel mit dem zweiten Paneel durch eine Drehbewegung formschlüssig verbunden werden kann. Das erste und das zweite Paneel weisen zusätzlich auf einer weiteren Seite jeweils Kopplungselemente auf, welche so ausgelegt sind, dass das zweite Paneel mit dem ersten Paneel durch Absenken des zweiten Paneels gegenüber dem ersten Paneel formschlüssig verbindbar ist. Das erste Paneel enthält eine hervorstehende Kante, die seitlich auf seiner Unterseite positioniert ist, als ein zusätzliches Kopplungselement, das dazu dient, die Paneele durch Absenken zu verbinden. Das zweite Paneel enthält eine hervorstehende Kante, die seitlich auf seiner Oberseite positioniert ist, und dazu dient, die Paneele durch Absenken zu verbinden, wobei die hervorstehende Kante im Vergleich zu seitlichen Abschnitten des Paneels, die sich unterhalb der hervorstehenden Kante befinden, weiter hervorsteht. Die hervorstehende Kante des zweiten Paneels weist auf ihrer Unterseite ein erstes hervorstehendes Verriegelungselement auf, welches im zusammengefügten Zustand der zwei Paneele in eine entsprechende erste Aussparung in der hervorstehenden Kante auf der Unterseite des ersten Paneels eingreift. Die erste Aussparung ist offen zugänglich, wenn das erste Paneel mit seiner Unterseite auf einem Boden aufliegt. Die zwei Paneele enthalten ferner Kopplungselemente, die dazu dienen, die Paneele durch Absenken zu verbinden, und welche die zwei Paneele in einer vertikalen Richtung in Bezug auf die Oberfläche der Paneele formschlüssig verriegeln. Im zusammengefügten Zustand der zwei Paneele befinden sich die weiteren Kopplungselemente, die zum Zusammenfügen der Paneele durch Absenken dienen, unterhalb der Kante, die an der unteren Seite hervorsteht. Im zusammengefügten Zustand der zwei Paneele sind eine Vielzahl von Zwischenräumen zwischen den Kopplungselementen des ersten und des zweiten Paneels, die zum Verbinden der Paneele durch Absenken dienen, an den Stellen vorhanden, welche für die mechanische Verbindung nicht verwendet werden. Die Zwischenräume sind zwischen den Kopplungselementen in einer solchen Weise bereitgestellt, dass an der Verbindungsfuge zwischen den zwei Paneelen kein freies Spiel verbleibt.
  • Die WO 97/047834 A1 betrifft einen Bodenbelag, bestehend aus Hartbodenpaneelen, welche, zumindest an den Kanten von zwei gegenüberliegenden Seiten, mit Kopplungssteilen bereitgestellt sind, die zusammenwirken, im Wesentlichen in der Form von einer Zunge und einer Nut, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsteile mit integrierten mechanischen Verriegelungsmitteln bereitgestellt sind, welche das Auseinandertreiben von zwei miteinander gekoppelten Bodenpaneelen in eine Richtung senkrecht zu den dazugehörigen Kanten und parallel zur Unterseite der miteinander gekoppelten Bodenpaneele verhindern.
  • Die WO 03/025307 A1 betrifft Bodenplatten zum Einbauen von Böden im Fischgrätmuster, welche mit zwei zueinander invertierten gegenüberliegenden Seiten ausgebildet sind.
  • Die WO 04/63491 A1 betrifft einen Bodenbelag vom Typ bestehend aus Hartbodenpaneelen, welche aus einem Plattenmaterial hergestellt sind, und welche, zumindest an mehreren Seiten mit Kopplungsteilen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenpaneele so ausgelegt sind, dass sie im zusammengefügten Zustand ein Fischgrätmuster aufweisen, wobei die Seiten der Bodenpaneele mit Übergangkanten des Fischgrätmusters zusammenfallen.
  • Die WO 01/066877 A1 betrifft ein vertikal zusammengefügtes Bodenbelagsmaterial, umfassend Bodenelemente mit einer im Wesentlichen dreieckigen, quadratischen, rechteckigen, rhombischen oder polygonalen Form. Die Bodenelemente sind mit Kanten bereitgestellt, welche mit Fügeelementen, einer unteren Seite und einer oberen Dekorfläche bereitgestellt sind. Das Bodenbelagsmaterial umfasst eine Kombination von zumindest zwei Typen von Bodenelementen, wobei diese Typen aufnehmende Bodenelemente und aufzunehmende Bodenelemente umfassen. Das aufnehmende Bodenelement ist mit einem aufnehmenden Fügeelement auf zumindest der Hälfte seiner mehreren Kanten und ein aufzunehmendes Fügeelement ist auf weniger als der Hälfte seiner mehreren Kanten bereitgestellt. Das aufzunehmende Bodenelement ist mit einem aufzunehmenden Fügeelement auf zumindest zwei Dritteln seiner mehreren Kanten und ein aufnehmendes Fügeelement auf weniger als einem Drittel seiner mehreren Kanten bereitgestellt. Ein optionales Fügeprofil bildet möglicherweise eine Verbindungsstelle zwischen zwei benachbarten aufzunehmenden Fügeelementen von zwei benachbarten Bodenelementen.
  • Die WO2007/142589 A1 betrifft ein Verbindungselement für massive dynamische Körper, umfassend einen Längskörper, der einen Querschnitt aufweist, der zwei Grundplatten enthält, die in entgegengesetzte Richtungen ausgerichtet sind, und das ausgelegt ist, sich entlang der Bodenseiten von zwei benachbarten dynamischen Körpern zu erstrecken, wobei die Grundplatten mit nach oben gerichteten Vorsprüngen bereitgestellt sind; einen aufrechten Schaft mit zwei Schaftschenkeln, wobei die Schaftschenkel in die entsprechenden Grundplatten übergehen; zwei Federarme, die vom oberen Körper des Schaftes im Wesentlichen parallel zu den Grundplatten herausragen, wobei die Federarme nach oben gebogen und nach innen zum Schaft gebogen sind, so dass ein unterer Abschnitt im Wesentlichen parallel zu einem oberen Abschnitt ist, wobei jeder entsprechende obere Abschnitt der Federarme mit einem nach oben gerichteten Vorsprung bereitgestellt ist; und einen Stützkopf, der über dem oberen Körper des Schaftes in einer montierten Position angeordnet ist, und ein Verfahren zum Verbinden dynamischer Körper, wie Holzteile, wobei zumindest zwei Holzteile, die umlaufende Aussparungen aufweisen, mit zumindest einem Verbindungselement verbunden sind.
  • Die US 2010/0031594 A1 betrifft ein Hartholzbodensystem mit Drückverriegelungsmechanismus. Jede Bodenplatte ist sowohl mit aufzunehmenden als auch mit aufnehmenden Verriegelungsmechanismen ausgestattet. Der aufzunehmende Verriegelungsmechanismus einer Bodenplatte kann im aufnehmenden Verriegelungsmechanismus einer benachbarten Bodenplatte verriegelt werden durch einfaches Ausüben einer nach unten gerichteten Kraft auf die Bodenplatte. Der aufnehmende Verriegelungsmechanismus ist mit einem Federschlitz ausgestattet, der leichtes Eingreifen des aufzunehmenden und aufnehmenden Verriegelungsmechanismus ermöglicht.
  • Die EP 1 730 366 A1 betrifft ein Paneelelement zum Verlegen auf Böden, Wänden und/oder Decken, umfassend einen rechteckigen Grundkörper. Der Grundkörper weist eine erste Kopfkante, eine zweite Kopfkante gegenüberliegend zur ersten Kopfkante, eine erste Längskante, die sich senkrecht zur ersten Kopfkante erstreckt, und eine zweite Längskante gegenüberliegend zur ersten Längskante auf. Beide Kopfkanten und Längskanten sind so geformt, dass sie eine Verbindung mit einem benachbarten Paneelelement an jeder Kante ermöglichen, und wobei die erste Längskante eine Nut aufweist und die zweite Längskante eine entsprechende Zunge aufweist. Ein kürzerer oberer Schenkel und ein längerer unterer Schenkel sind auf der ersten Längskante bereitgestellt, wobei die Konturen der Kopfkanten jeweils eine Hinterschneidung aufweisen, so dass sie ein Eingreifen der Zunge der zweiten Längskante in die Kontur von jeder Kopfkante eines benachbarten identischen Paneelelements ermöglichen. Ein Absatz ist auf jeder Kopfkante angrenzend an die Hinterschneidung bereitgestellt und ein Eingriffsmittel ist zwischen dem unteren Schenkel der ersten Längskante und dem Absatz bereitgestellt, um eine Verbindung zwischen der Nut der ersten Längskante und jeder Kopfkante eines benachbarten identischen Paneelelements zu ermöglichen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die im Stand der Technik bekannten Paneelelemente weisen den Nachteil auf, dass sie insbesondere für Fischgrätmuster wenig oder überhaupt keine Verriegelung in einer vertikalen Richtung weg von der Verlegeebene bereitstellen. Verriegelungssysteme werden häufig auf eher dünnen Paneelen eingesetzt, so dass aufwendiges Bearbeiten empfindlicher Profilelemente mit vielen Hinterschneidungen schwierig und kostenintensiv ist und empfindliche Verriegelungselemente häufig beschädigt und verformt werden, insbesondere wenn sie für Bodenbeläge verwendet werden.
  • Vor diesem Hintergrund bestand die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung eines Paneels mit einem Verriegelungssystem, welches beim Verriegeln stabil ist, einfach herstellbar ist und nur ein geringes Risiko für Beschädigung der Verriegelungselemente aufweist, einen einfachen und interessanten Einbau ermöglicht und ein Verlegen beliebiger gewünschter Muster ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Paneel für Wand-, Decken- oder Bodenbeläge nach Anspruch 1 gelöst. Das Paneel umfasst eine obere Seite, eine untere Seite und Stirnenden, die einen Umfang des Paneels im eingebauten Zustand definieren, und zumindest ein Stirnende in Bezug auf den Umfang durch eine lösbare hervorstehende Lippe, die an der unteren Seite ausgebildet ist, überragt wird und eine horizontale Verriegelungsnut an der unteren Seite, dadurch gekennzeichnet, dass die hervorstehende Lippe eine Sollbruchfläche aufweist.
  • Bevorzugte Ausführungsformen des Paneels gemäß der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen 1 bis 17 spezifiziert.
  • Zudem wird ein Verfahren zum Herstellen von Wand-, Decken- und/oder Bodenbelägen, umfassend oder bestehend aus einer Vielzahl von Paneelen vorgestellt. Gemäß diesem Verfahren ist ein erstes Paneel an seinem Stirnende mit dem entsprechenden Stirnende des benachbarten Paneels verbunden durch Entfernen der hervorstehenden Lippe an der Sollbruchfläche und durch Zusammenfügen der hervorstehenden Lippe des ersten Paneels mit dem benachbarten Paneel.
  • Des weiteren wird ein weiteres Verfahren zum Herstellen von Wand-, Decken- und/oder Bodenbelägen, umfassend oder bestehend aus einer Vielzahl von Paneelen nach einem der Ansprüche 1 bis 3 beschrrieben. Gemäß diesem Verfahren ist auf zumindest einem Teil der Oberfläche der hervorstehenden Lippe ein Haftmittel oder ein Klebemittel bereitgestellt um eine Verriegelungsfunktion in der vertikalen Richtung zu gewährleisten oder das Haftmittel oder das Klebemittel ist auf zumindest einem Teil des Stirnendes bereitgestellt.
  • Bevorzugte Ausführungsformen
  • Paneel
  • Paneele sind im Allgemeinen rechteckig und weisen eine regelmäßige Form auf. Im Sinne der Erfindung weisen regelmäßige Formen Seiten auf, die alle gleich sind, und Innenwinkel (Innenseite), die alle gleich sind, wohingegen unregelmäßige Formen Seiten und Winkel mit beliebiger Länge und Größe aufweisen. Die Erfindung ist nicht auf rechteckige Paneele mit einer regelmäßigen Form beschränkt, sondern das erfindungsgemäße Konzept ist auch auf Paneele mit einer unregelmäßigen Form anwendbar.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Sollbruchfläche durch eine oder mehrere Anfangskerben, eine oder mehrere Einschnitte, vorzugsweise Lasereinschnitte, eine oder mehrere Bohrungen, eine oder mehrere eingefräste Rillen, einen Dichtegradienten innerhalb des Paneels, mit Hilfe des Einbringens von einem Film, Haftmitteln, Bindemitteln und/oder Primern und/oder durch Verwendung unterschiedlicher Materialien im Bereich der Sollbruchfläche, ausgebildet.
  • Ein Dichtegradient kann z.B. bereits beim Herstellen des Paneels eingestellt werden. Beispielsweise für den Fall, dass das Paneel aus MDF, OSB oder Spänen hergestellt wird, werden die hierfür eingesetzten Fasern oder Strands bzw. Späne beleimt und der hergestellte Faser- bzw. Spankuchen verpresst. Bei Spanplatten oder OSB-Platten werden in der Regel kleinere bzw. feinere Späne als Mittelschicht eingesetzt, während die gröberen und/oder festeren Späne die Decklagen eines derartigen Spankuchens bilden. Hierdurch kann der Kern eine andere (in der Regel kleinere) Dichte und/oder Festigkeit aufweisen als die Deckschichen. Bei Faserplatten erfolgt beim Pressvorgang normalerweise eine Anreicherung des Leims in den äußeren Schichten des Faserkuchens, was ebenso zu einer erhöhten Dichte und/oder Festigkeit der äußeren Schichten führt.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst die hervorstehende Lippe zumindest ein horizontales Verriegelungselement, das ist zum Eingreifen in die horizontale Verriegelungsnut eines benachbarten Paneels geeignet, wobei die hervorstehende Lippe des benachbarten Paneels entfernt wurde. Ein horizontales Verriegelungselement im Sinne der vorliegenden Erfindung hat eine Verriegelungswirkung in horizontaler Richtung, wohingegen ein vertikales Verriegelungselement eine Verriegelungswirkung in vertikaler Richtung hat. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die horizontale Richtung die Verlegerichtung der Paneele und die vertikale Richtung ist die Richtung im rechten Winkel zur Verlegerichtung.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die zumindest zwei lösbaren hervorstehenden Lippen am Paneel fixiert sind, noch bevorzugter an gegenüberliegenden Seiten des Paneels.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Paneel vier Seiten auf und ist rechteckig und hervorstehende Lippen sind an allen vier Seiten des Paneels fixiert.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ragen alle Stirnenden in Bezug auf den Umfang durch eine lösbare hervorstehende Lippe hervor, die an der unteren Seite ausgebildet ist.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hält das horizontale Verriegelungselement das benachbarte Paneel in vertikaler und/oder horizontaler Richtung.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist eine vertikale Verriegelungsnut im Stirnende untergebracht. Vorzugsweise kann die vertikale Verriegelungsnut vertikale Verriegelungsmittel aufnehmen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst, vorzugsweise besteht das Paneel aus einem Material, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus MDF (= Mitteldichte Holzfaserplatte), HDF (= Hochdichte Holzfaserplatte), Kork, OSB (= Grobspanplatte), Massivholz, Sperrholz, Kunststoff, vorzugsweise PVC (= Polyvinylchlorid), Zementfasern, Basalt, Steinwolle, Keramik, Echtstein, Metall, vorzugsweise Aluminium- oder Stahlpaneele, Kunststoff, Spanplatten, Laminatbodenplatten und Mischungen oder Paarungen davon.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das Paneel aus Laminatbodenplatten besteht, die aus MDF oder HDF oder PVC oder Mischungen davon gefertigt sind. In dem Fall, dass PVC verwendet wird, ist es bevorzugt, dass das PVC frei von Weichmachern ist.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Stirnende an der oberen Seite eine vertikale Verriegelungsnut über die gesamte Länge des Stirnendes oder zumindest über Teile der Länge des Stirnendes.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass eine vertikale Verriegelungsnut am horizontalen Verriegelungselement ausgebildet ist.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die hervorstehende Lippe eine Vertiefung. Diese Ausführungsform ist besonders bevorzugt, wenn Zusammenfügung durch Anwenden eines Haftmittels oder eines Klebemittels durchgeführt wird. Die Vertiefung ist geeignet für die Aufnahme des Haftmittels oder des Klebemittels, und da der Benutzer die Menge des Haftmittels oder Klebemittels dosieren kann, wird ein Entweichen des Haftmittels oder Überquellen von Klebstoff über die Kanten während des Fügevorgangs verhindert. Zudem ist es möglich, ein doppelseitiges Haftband in der Vertiefung während des Herstellungsprozesses der hervorstehenden Lippe zu fixieren.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Sollbruchfläche durch eine Anfangskerbe und eine Endkerbe ausgebildet. Diese Ausführungsform ist besonders bevorzugt, wenn das Paneel mit der hervorstehenden Lippe jeweils beide aus MDF oder HDF bestehen. Die eine Endkerbe ist vorzugsweise in der horizontalen Verriegelungsnut angeordnet.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das Paneel eine rechteckige Form aufweist. Für eine rechteckige Form ist die Länge des Paneels ein ganzzahliges Vielfaches der Breite, wie 1:1, 1:2, 1:3, 1:4, 1:5, 1:6, 1:7, 1:8, 1:9, 1:10, 1:11 oder 1:12 usw., vorzugsweise 1:6. Für andere Verhältnisse zwischen Länge und Breite kann ein Fischgrätmuster nicht erhalten werden.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die hervorstehende Lippe eine Vertiefung, noch bevorzugter umfasst diese Vertiefung ein doppelseitiges Haftband.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform bestehen die hervorstehende Lippe und der Kern des Paneels aus unterschiedlichen Materialien. Kostengünstige Materialien, wie z.B. Kunststoff, sind für die hervorstehende Lippe bevorzugt. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst, vorzugsweise besteht die hervorstehende Lippe aus einem Material, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus MDF, HDF oder Kunststoff, und der Kern umfasst, vorzugsweise besteht aus einem Material, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus MDF, HDF oder Kunststoff, vorzugsweise PVC, noch bevorzugter besteht die hervorstehende Lippe aus Kunststoff und der Kern besteht aus MDF oder HDF oder PVC oder Mischungen davon.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Biegefläche der hervorstehenden Lippe abgeschrägt ist. Diese Ausführungsform weist den Vorteil auf, dass die Gefahr einer Beschädigung des Paneels während des Verlegeprozesses vermindert ist.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Anfangskerbe in einem vertikalen Abstand im Bereich von 0,1 bis 10 mm über der oberen Lippenoberfläche orientiert, um einen Bruchspalt auszubilden. Dieser Bruchspalt kann irgendeine unregelmäßige Bruchfläche aufnehmen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist/sind eine Dekorschicht und/oder eine abriebbeständige Schicht auf der oberen Seite angeordnet.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass eine Schicht zum Isolieren von Schrittgeräuschen und/oder eine Gegenzugschicht unterhalb der unteren Seite angeordnet ist/sind. Noch bevorzugter umfasst das Paneel eine abriebbeständige Schicht, eine Dekorschicht und eine Gegenzugschicht und eine Schicht zum Isolieren von Schrittgeräuschen.
  • Die hervorstehende Lippe kann im Prinzip durch alle im Stand der Technik bekannten Fixiertechniken am Paneel fixiert sein, vorzugsweise durch Kleben oder Haften.
  • Verfahren
  • Zwei Verfahren zum Herstellen von Wand-, Decken- und/oder Bodenbelägen, bestehend aus einer Vielzahl von Paneelen werden beschrieben. Der Wand-, Decken- und/oder Bodenbelag ist aus einer Vielzahl von Paneelen gemacht und die Paneele werden während des Herstellungsprozesses des Paneels verlegt.
  • Gemäß dem ersten Verfahren wird die Verriegelungsfunktion in vertikaler Richtung durch mechanische Mittel erreicht, wohingegen im zweiten Verfahren keine mechanischen Mittel zum Verriegeln in vertikaler Richtung erforderlich sind.
  • Erstes Verfahren
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des ersten Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst die hervorstehende Lippe des ersten Paneels zumindest ein horizontales Verriegelungselement, das geeignet ist zum Eingreifen in die horizontale Verriegelungsnut des benachbarten Paneels, dessen hervorstehende Lippe entfernt wurde, wobei während des Zusammenfügens die horizontale Verriegelungsnut in der horizontalen Verriegelungsnut untergebracht wird.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weisen das erste Paneel und das benachbarte Paneel jeweils eine vertikale Verriegelungsnut an ihrem Stirnende auf und während des Zusammenfügens wird ein einsetzbares Verriegelungselement, das die vertikalen Verriegelungsnuten verbindet, in die vertikalen Verriegelungsnuten eingebracht.
  • Zweites Verfahren
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind keine mechanischen Mittel für Verriegelung in der vertikalen Richtung bereitgestellt. In dieser Ausführungsform umfasst die hervorstehende Lippe vorzugsweise eine Vertiefung für die Unterbringung eines Haftmittels oder die Vertiefung umfasst ein doppelseitiges Haftband.
  • Unabhängig von dem für das Verlegen des Paneels gewählten Verfahren besteht keine Beschränkung hinsichtlich des Verlegemusters. Beide Verfahren ermöglichen das Verlegen der Paneele parallel zueinander oder Verlegen der Paneele vertikal zueinander, wie dies für Fischgrätmuster notwendig ist, oder andere komplexe Muster.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert, welche zu dem Zweck dienen, die vorliegenden bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung zu veranschaulichen, allerding nicht dem Zweck dienen, diese einzuschränken.
  • 1 zeigt eine Seitenansicht eines Paneels (1) mit einer lösbaren hervorstehenden Lippe (5) gemäß der vorliegende Erfindung.
  • 2 zeigt ebenfalls eine Seitenansicht eines Paneels (1) mit einer lösbaren hervorstehenden Lippe (5) gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei die hervorstehende Lippe (5) mit einem horizontalen Verriegelungselement (9) hier gelöst ist.
  • 3 zeigt eine Seitenansicht von zwei Paneelen (1, 1'), welche durch ein horizontales und vertikales Verriegelungssystem zusammengefügt sind. In dieser Ausführungsform wird vertikale Verriegelung durch ein einsetzbares Verriegelungselement (12) erzielt.
  • 4 zeigt eine Seitenansicht von zwei Paneelen (1, 1'), die durch eine alternative Ausführungsform des Verriegelungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung zusammengefügt sind.
  • 5 zeigt eine Seitenansicht eines Paneels (1, 1') mit einer alternativen Ausführungsform des Verriegelungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung. In dieser Ausführungsform wird durch Verklebung beabsichtigt, vertikale Verriegelung zu erzielen.
  • 6 zeigt eine Ansicht von oben mehrerer aus dem Stand der Technik bekannter Paneele. Paneele mit solchen Verriegelungselementen sind zum Beispiel für Fischgrätverlegemuster nicht gut geeignet. Die Figur zeigt Paneele die ein zungenförmiges Element auf einer von der langen und einer von der kurzen Seite und ein nutförmiges Element auf der anderen langen und kurzen Seite aufweisen.
  • Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
  • 1 zeigt eine Seitenansicht eines abgetrennten Paneels (1), konzentriert auf das Verriegelungssystem gemäß der vorliegenden Ausführungsform. Ein horizontales Verriegelungselement (9) ist auf einer hervorstehenden Lippe (5) angebracht. Das horizontale Verriegelungselement ist so ausgebildet, dass es in eine horizontale Verriegelungsnut (6) eines benachbarten Paneels (1') passt und dadurch Verriegelung in einer horizontalen Richtung bereitstellt. Das Paneel (1) weist eine obere Seite (2) auf, welche oder welche nicht dekoriert oder von einer zusätzlichen abriebbeständigen Oberfläche bedeckt sein kann. Zudem kann oder kann nicht das Paneel (1) eine dekorative Schräge (20) an seiner Kante aufweisen. Mit der in 1 gezeigten Ausführungsform ist eine Anfangskerbe (8) in dem Paneel (1) erzeugt. Durch Aufbringen einer nach unten gerichteten Kraft an Ende der hervorstehenden Lippe (5), zum Beispiel durch Ausüben eines nach unten gerichteten Druckes per Hand auf die Anlagefläche (16), wird durch die hervorstehende Lippe (5) ein Hebel erzeugt. Dieser Hebel wird durch die Anfangskerbe (8), welche als ein Ausgangspunkt für einen Bruch wirkt, weiter verlängert. Dieser Bruch breitet sich beabsichtigt von der Anfangskerbe (8) zu einer Endkerbenoberfläche (15) aus.
  • 2 zeigt eine andere Seitenansicht eines abgetrennten Paneels (1) gemäß der Erfindung. 2 zeigt, wie die hervorstehende Lippe (5) mit dem horizontalen Verriegelungselement (9) vom Paneel (1) entlang einer Sollbruchfläche (7, 7') gelöst wird.
  • 3 zeigt eine Seitenansicht von zwei Paneelen (1, 1'), welche jetzt zusammengefügt sind. Hier ist das horizontale Verriegelungselement auf der hervorstehenden Lippe (5) eines ersten Paneels (1) in die horizontale Verriegelungsnut (6') eines zweiten Paneels (1') eingepasst und verhindert dadurch jede Bewegung in der horizontalen Richtung. Die hervorstehende Lippe (5) des zweiten Paneels (1') wurde durch Lösen entlang der Sollbruchfläche (7) entfernt, um die horizontale Verriegelung zu erzielen.
  • In der Ausführungsform gemäß 3 wird vertikales Verriegeln gleichzeitig in mehreren Weisen erreicht:
  • Erstens wird ein vertikales Verriegeln gegen eine Bewegung beider Paneele (1, 1') zur unteren Seite der Paneele (3, 3') durch das Substrat, auf welchem die Paneele (1, 1') angebracht sind und welches der Boden, die Wand, die Decke oder irgendein anderer Belag davon ist, verhindert.
  • Zweitens wird vertikales Verriegeln gegen eine Bewegung der zweiten Paneele (1') zur unteren Seite des Paneels (3') durch die Anlageflächen (16, 16') verhindert.
  • Drittens ist ein einsetzbares Verriegelungselement (12) bereitgestellt, welches in die vertikalen Verriegelungsnuten (10, 10') beider Paneele (1, 1') eingesetzt wird. Dieses einsetzbare Verriegelungselement (12) verhindert zusammen mit den Verriegelungsnuten (10, 10') vertikale Bewegung beider Paneele in beide vertikale Richtungen zu den unteren Seiten (3, 3') und den oberen Seiten (2, 2'). Das einsetzbare Verriegelungselement kann entweder in die rechte Nut durch die die Paneele einbauende Person eingesetzt werden, oder kann im Werk vormontiert werden. In dem Fall, dass die einsetzbaren Verriegelungselemente (12) in der Produktionsstätte vormontiert sind, wird eine nutzerfreundliche Lösung erhalten durch Anbringen der einsetzbaren Verriegelungselemente (12) in den vertikalen Verriegelungsnuten (10, 10') auf allen vier Seiten von rechteckigen Paneelen, so dass die die Paneele einbauende Person diese zusammen mit den lösbaren hervorstehenden Lippen (5), wie es für das bestimmte Verlegemuster erforderlich ist, entfernen kann.
  • Es ist klar, dass durch die vielen unterschiedlichen Typen von möglichen Materialien oder Materialkombinationen, aus welchen die Paneele (1) gemäß der Erfindung gemacht werden können, nicht erwartet werden kann, dass die Sollbruchfläche (7) immer eine glatte und gerade, perfekte Oberfläche ist. Vielmehr ist für Paneelmaterialien, wie z.B. holzbasierte Faserplattten, bekannt als MDF/HDF-Laminat, eine im Allgemeinen unregelmäßige Sollbruchfläche (7) zu erwarten. Die Geometrie der Sollbruchfläche (7) kann nur innerhalb von Grenzen vorherbestimmt sein. Darum ist es wichtig, die Anfangskerbe (8) in einem gewissen vertikalen Abstand über der oberen Lippenoberfläche (14) zu wählen. Durch diese Maßnahme wird ein Bruchspalt (13) erzielt, welche jede unregelmäßige Sollbruchfläche (7) aufnehmen kann. Dies in dahingehend wichtig, dass nur die Anlageflächen (16, 16') die horizontale Ebene und nicht die obere Lippenoberfläche (14) irgendwo an der Sollbruchfläche (7) berühren sollen, da dies in Paneelen resultieren würde, die ihre entsprechenden oberen Seiten (2, 2') in unterschiedlichen Ebenen haben, was zu einer unregelmäßigen mit Paneelen verlegten Oberfläche führt. Es ist außerdem wichtig, eine gut definierte Endnutfläche (15) hinzuzufügen, in welche der Bruch austritt, da sie es dem Bruch ermöglicht, den kürzesten verfügbaren Weg zurückzulegen. In den Ausführungsformen der 1 bis 3 und 5 ist eine leicht geneigte Kontaktoberfläche (18) gewählt, welche horizontales Verriegeln ermöglicht. Die Neigung der Verriegelungsfläche (18) ermöglicht das Ziehen von zwei Paneelen (1, 1') zueinander in der finalen Verlegephase und ist gewählt, um 40 bis 80 Grad zur Verlegeebene zu sein. Eine weitere geneigte Fläche auf dem horizontalen Verriegelungselement (9) zwischen der Verriegelungsfläche (18) und der Anlagefläche (16) dient zusätzlich als eine Führungsfläche (19), um Ausrichten der Paneele während des Verlegens zu unterstützen.
  • Für solche Paneelmaterialien oder Kombinationen von Materialien, welche eine gewisse Elastizität aufweisen, ist die Dicke der hervorstehenden Lippe (5) sorgfältig gewählt und eine weitere geneigte Biegefläche (17) ist unterhalb des horizontalen Verriegelungselements (9) hinzugefügt, so dass, wenn ein zweites Paneel (1') zusammengefügt wird, indem es insgesamt nach unten gedrückt wird, kann die hervorstehende Lippe (5) zu einem gewissen Grad elastisch verformt werden, wodurch eine leichte Schnappwirkung bereitgestellt wird, welche die Paneele weiter zusammenhält.
  • 4 zeigt eine Seitenansicht von zwei abgetrennten Paneelen (1, 1'), die durch eine alternative Ausführungsform des Verriegelungssystems gemäß der Erfindung zusammengefügt sind. In dieser Ausführungsform wird vertikales Verriegeln durch ein vertikales Verriegelungselement (11) erzielt, welches mit einer vertikalen Verriegelungsnut (10) auf dem horizontalen Verriegelungselement (9) zusammenwirkt. Für einige Paneelmaterialien oder Materialpaarungen kann es ein mechanischer oder ein ökonomischer Vorteil sein, die hervorstehende Lippe (5) zusammen mit dem horizontalen Verriegelungselement (9) bereitzustellen durch Verkleben der hervorstehenden Lippe (5) mit einem Paneel (1) im Werk, so dass die verklebte Oberfläche dann als eine Sollbruchfläche wirkt. Eine solche Lösung kann zum Beispiel für keramische Paneele oder Fliesen mit einer hervorstehenden Lippe (5) gewählt sein, die aus einem Kunststoffmaterial besteht.
  • 5 zeigt eine Seitenansicht eines Paneels (1) mit einer weiteren alternativen Ausführungsform des Verriegelungssystems gemäß der Erfindung. In dieser Ausführungsform sind keine mechanischen Mittel zum Verriegeln in der vertikalen Richtung weg von der Verlegeebene bereitgestellt. Allerdings, da die hervorstehende Lippe (5) zusammen mit dem Stirnende des Paneels (4) und das horizontale Verriegelungselement (9) eine Vertiefung bilden, kann ein Haftmittel oder ein Klebstoff auf der oberen Lippenoberfläche bereitgestellt sein, um die Verriegelungsfunktion in der vertikalen Richtung weg von der Verlegeebene bereitzustellen.
  • In dem Paneel mit einer lösbaren hervorstehenden Lippe gemäß der vorliegenden Ausführungsform wird ein sehr gutes Gleichgewicht zwischen den Eigenschaften "leicht entfernbar″ vor dem Verlegeprozess und Gewährleistung einer "stabilen Verbindung″ nach dem Verlegeprozess realisiert. Es besteht nur ein kleines Risiko, dass das Paneel beschädigt wird, wenn die hervorstehende Lippe entfernt wird, da die hervorstehende Lippe nach Verlegung entfernt werden kann, so dass auf das Paneel wirkende Kräfte nicht kritisch sind. Zudem ist die hervorstehende Lippe ohne Verwendung irgendwelcher Werkzeuge manuell leicht entfernbar.
  • Bezugszeichenliste
  • 1, 1'
    Paneel
    2, 2'
    obere Seite des Paneels
    3, 3'
    untere Seite des Paneels
    4, 4'
    Stirnende des Paneels
    5
    hervorstehende Lippe
    6
    horizontale Verriegelungsnut
    7, 7'
    Sollbruchfläche
    8
    Anfangskerbe
    9
    horizontales Verriegelungselement
    10
    vertikale Verriegelungsnut
    11
    vertikales Verriegelungselement
    12
    einsetzbares Verriegelungselement
    13
    Bruchspalt
    14
    obere Lippenoberfläche
    15
    Endkerbe
    16, 16'
    Anlagefläche
    17
    Biegefläche
    18
    Verriegelungsfläche
    19
    Führungsfläche
    29, 20'
    Dekorschräge
    21
    fehlende Verriegelungselemente
    22
    überflüssige Verriegelungselemente
    23
    Kern des Paneels
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • EP 1282752 A1 [0002]
    • WO 97/047834 A1 [0003]
    • WO 03/025307 A1 [0004]
    • WO 04/63491 A1 [0005]
    • WO 01/066877 A1 [0006]
    • WO 2007/142589 A1 [0007]
    • US 2010/0031594 A1 [0008]
    • EP 1730366 A1 [0009]

Claims (17)

  1. Paneel (1) für Wand-, Decken- oder Bodenbeläge, umfassend: eine obere Seite (2), eine untere Seite (3) und Stirnenden (4), die einen Umfang des Paneels im eingebauten Zustand definieren, und zumindest ein Stirnende (4), in Bezug auf den Umfang durch eine lösbare hervorstehende Lippe (5), die an der unteren Seite (3) ausgebildet ist, überragt wird eine horizontale Verriegelungsnut (6) an der unteren Seite (3), dadurch gekennzeichnet, dass die hervorstehende Lippe (5) eine Sollbruchfläche (7) aufweist.
  2. Paneel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchfläche (7) durch eine oder mehrere Anfangskerben (8), einen oder mehrere Einschnitte, vorzugsweise Lasereinschnitte, eine oder mehrere Bohrungen, eine oder mehrere eingefräste Rillen, einen Dichtegradienten innerhalb des Paneels (1), mit Hilfe des Einbringens von einem Film, Haftmitteln, Bindemitteln und/oder Primern und/oder durch Verwendung von unterschiedlichen Materialien im Bereich der Sollbruchfläche (7) ausgebildet ist.
  3. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hervorstehende Lippe (5) zumindest ein horizontales Verriegelungselement (9) umfasst, das zum Eingreifen in die horizontale Verriegelungsnut (6) eines benachbarten Paneels (1') geeignet ist, wobei die hervorstehende Lippe (5) des benachbarten Paneels (1') entfernt wurde.
  4. Paneel (1) nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das horizontale Verriegelungselement (9) das benachbarte Paneel (1') in vertikaler und/oder horizontaler Richtung hält.
  5. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei lösbare hervorstehende Lippen (5) am Paneel (1) fixiert sind, vorzugsweise an gegenüberliegenden Seiten des Paneels (1).
  6. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Stirnenden (4) in Bezug auf den Umfang durch eine lösbare hervorstehende Lippe (5) überragt werden, die an der unteren Seite (3) ausgebildet ist.
  7. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine vertikale Verriegelungsnut (10) in das Stirnende (4) eingearbeitet ist.
  8. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel (1) ein Material umfasst und bevorzugt daraus besteht, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus MDF, HDF, Kork, OSB, Massivholz, Sperrholz, Kunststoff, vorzugsweise PVC, Zementfasern, Basalt, Steinwolle, Keramik, Echtstein, Metall, vorzugsweise Aluminium- oder Stahlpaneele, Glasspanplatten, Laminatbodenplatten und Mischungen oder Paarungen davon.
  9. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stirnende (4) an der oberen Seite (2) eine vertikale Verriegelungsnut (10) über die gesamte Länge des Stirnendes (4) oder zumindest über Teile der Länge des Stirnendes (4) umfasst.
  10. Paneel (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine vertikale Verriegelungsnut (10) am horizontalen Verriegelungselement (9) ausgebildet ist, vorzugsweise die vertikale Verriegelungsnut (10) vertikale Verriegelungsmittel aufnehmen kann.
  11. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel (1) eine rechteckige Form aufweist, vorzugsweise die Länge des Paneels ein ganzzahliges Vielfaches der Breite ist, noch bevorzugter das Verhältnis zwischen Länge und Breite 1:1, 1:2, 1:3, 1:4, 1:5, 1:6, 1:7, 1:8, 1:9, 1:10, 1:11 oder 1:12 ist, am meisten bevorzugt das Verhältnis zwischen Länge und Breite 1:6 ist.
  12. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hervorstehende Lippe (5) eine Vertiefung umfasst, wobei die Vertiefung vorzugsweise ein doppelseitiges Haftband umfasst.
  13. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchfläche (7) durch eine Anfangskerbe (8) und eine Endkerbe (15) gebildet ist, wobei die eine Endkerbe (15) vorzugsweise in der horizontalen Verriegelungsnut (6) angeordnet ist.
  14. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hervorstehende Lippe (5) ein Material umfasst und bevorzugt aus diesem besteht, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus MDF, HDF oder Kunststoff, und der Kern (23) umfasst, bevorzugt besteht aus einem Material, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus MDF, HDF oder Kunststoff, vorzugsweise PVC, insbesondere bestehen die hervorstehende Lippe (5) aus Kunststoff und der Kern (23) aus MDF oder HDF oder PVC oder Mischungen davon.
  15. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegefläche (17) der hervorstehenden Lippe (5) abgeschrägt ist.
  16. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfangskerbe (8) in einem vertikalen Abstand im Bereich von 0,1 bis 10 mm über der oberen Lippenfläche (14) zum Bilden eines Bruchspalts (13) orientiert ist.
  17. Paneel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dekorschicht und/oder eine abriebbeständige Schicht auf der oberen Seite (2) angeordnet ist/sind, und/oder eine Schicht zum Isolieren von Laufgeräuschen und/oder eine Gegenzugschicht unterhalb der unteren Seite (3) angeordnet ist/sind.
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