DE102009040114A1 - Paneel zur Bildung eines Belags und Verfahren zur Herstellung eines solchen Paneels - Google Patents

Paneel zur Bildung eines Belags und Verfahren zur Herstellung eines solchen Paneels

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Abstract

Paneel (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62) zur Bildung eines Belags, insbesondere Fußbodenbelags, mit weiteren gleichartigen Paneelen (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62), mit einer ersten Seitenkante (3, 23, 43, 63) und einer der ersten Seitenkante (3, 23, 43, 63) gegenüberliegend angeordneten zweiten Seitenkante (4, 24, 44, 64), wobei die ersten Seitenkante (3, 23, 43, 63) eine Verriegelungslippe (7, 27, 47, 67) und die zweiten Seitenkante (4, 24, 44, 64) eine Verriegelungsnase (12, 32, 52, 72) aufweist, wobei die erste und zweite Seitenkante (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) derart ausgebildet sind, dass die Verriegelungslippe (7, 27, 47, 67) und die Verriegelungsnase (12, 32, 52, 72) miteinander verbundener Seitenkanten (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) einen Überstand (15, 35, 75, 55) bilden. Damit es beim Verbinden des Paneels weniger häufig zu Beschädigungen an den Seitenkanten kommt, ist vorgesehen, dass die Verriegelungslippe (7, 27, 47, 67) und/oder die Verriegelungsnase (12, 32, 52, 72) bereichsweise eingekürzt ist, so dass die Breite (b) des Überstands (15, 35, 55, 75) entlang der miteinander verbundenen Seitenkanten (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) variiert.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Paneel zur Bildung eines Belags, insbesondere Fußbodenbelags, mit weiteren gleichartigen Paneelen, mit einer Trägerplatte und jeweils einer einstückig mit der Trägerplatte ausgebildeten ersten Seitenkante und zweiten Seitenkante, wobei die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante an einander gegenüberliegenden Seiten der Trägerplatte angeordnet und derart korrespondierend zueinander ausgebildet sind, um mit ersten und zweiten Seitenkanten gleichartiger Paneele in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Trägerplatte einerseits und in einer Richtung im Wesentlichen parallel zur Trägerplatte und senkrecht zu den verbundenen Seitenkanten andererseits verriegelt zu werden, wobei die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante derart ausgebildet sind, um mit ersten und zweiten Seitenkanten gleichartiger Paneele durch eine im Wesentlichen senkrecht zur Trägerplatte verlaufende Bewegung miteinander verbunden zu werden, wobei die erste Seitenkante eine Verriegelungslippe und die zweite Seitenkante eine Verriegelungsnase umfasst, wobei die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase derart ausgebildet sind, um bei miteinander verbundenen Seitenkanten einen Überstand in einer Richtung parallel zum Paneel und senkrecht zu den verbundenen Seitenkanten zu bilden. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Paneels.
  • Paneele dieser Art sind bereits in verschiedenen Ausführungen aus der Praxis bekannt. Entsprechende Paneele werden häufig zur Bildung eines Fußboden-, Decken- oder Wandbelags verwendet. Dabei lassen sich die einzelnen Paneele durch eine mechanische Verriegelung an den umlaufend vorgesehenen Seitenkanten mit den Seitenkanten gleichartiger Paneele zu einem entsprechenden Belag zusammensetzen. Die Paneele werden dabei an den Seitenkanten typischerweise in zwei unterschiedlichen Richtungen miteinander verriegelt. Eine dieser Richtungen verläuft in der Ebene der Paneele und senkrecht zu den miteinander verbundenen Seitenkanten. Die andere Richtung ist senkrecht zu den miteinander verbundenen Paneelen ausgerichtet. Solche Paneele können ohne Verwendung eines Klebemittels zu einem flächigen Belag verbunden werden.
  • Die Paneele der genannten Art weisen eine Trägerplatte auf, die in der Regel aus einem Holzwerkstoff gefertigt ist. Als Holzwerkstoff werden dabei insbesondere mitteldichte Faserplatten (MDF) oder hochdichte Faserplatten (HDF) verwendet. Alternativ kommen aber auch Spanplatten oder Oriented Strained Boards (OSB) in Frage. Auf der Oberseite der Trägerplatten ist typischerweise eine dekorative Schicht in Form einer Laminatbeschichtung oder einer Lackierung aufgebracht. Man spricht in diesem Zusammenhang von Laminatpaneelen. An der gegenüberliegenden Unterseite der Trägerplatte kann eine Gegenzugschicht und/oder eine Trittschalldämmung vorgesehen sein. Ist das Paneel dagegen aus massivem Holz hergestellt und auf die dekorative Schicht verzichtet worden, spricht man von Parkettpaneelen, bei denen die Oberseite, d. h. die Sichtseite, und bedarfsweise auch die Unterseite von der Trägerplatte selbst gebildet wird. In selteneren Fällen ist die Trägerplatte aus einem Kunststoff oder aus einem Kunststoff/Holzwerkstoff-Gemisch gebildet.
  • Da die Paneele an den ersten und zweiten Seitenkanten durch eine Bewegung mehr oder weniger senkrecht zum Paneel miteinander verbunden werden, bezeichnet man die bekannten Paneele auch als push-lock-Paneele. Im Falle von Fußbodenpaneelen zeichnen sich derartige Paneeltypen dadurch aus, dass die Verriegelung zweier Seitenkanten durch Aufsetzen einer Seitenkante eines neuen Paneels von oben auf die benachbarte, korrespondierende Seitenkante eines bereits auf dem Untergrund aufliegenden Paneels und Herunterdrücken des neuen Paneels in Richtung des Untergrunds erfolgt. Auf die beschriebene Weise können Paneele sehr einfach und schnell miteinander verlegt werden. Paneele dieser Art sind etwa aus der EP 1 518 032 B1 bekannt.
  • Paneele können aber auch sogenannte snap-Profile zum Ineinanderstecken zweier benachbarter in einer Ebene angeordneter Paneele in einer Richtung senkrecht zu den zu verbindenden Seitenkanten aufweisen. Beim Verbinden derartiger Profile wird ein Nutelement einer Seitenkante durch ein Federelement der benachbarten Seitenkante aufgeweitet, so dass das Federelement in das Nutelement eindringen kann. Dann schließt sich das Nutelement wieder und verrastet auf diese Weise mit dem Federelement. Paneele dieser Art sind beispielsweise in der WO 97/47834 A1 beschrieben.
  • Aus demselben Dokument ist auch ein möglicher Paneeltyp bekannt, der sogenannte angle-Profile zum Einwinkeln benachbarter Seitenkanten ineinander aufweist. Dabei wird ein Paneel angewinkelt und mit einem Federelement schräg in ein Nutelement des benachbarten Paneels eingeschoben. Danach wird das angewinkelte Paneel nach unten geschwenkt, bis die miteinander zu verbindenden Paneele in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind. In dieser endgültigen Position sind die beiden Paneele dann miteinander verriegelt.
  • Bei Paneelen mit Seitenkanten, die nach dem push-lock-Verfahren mit anderen korrespondierenden Seitenkanten gleichartiger Paneele verbunden werden und einstückig mit der Trägerplatte verbunden sind, kann es während des Verbindens der entsprechenden Seitenkanten leicht zu Beschädigungen der Paneele kommen. Dies ist insbesondere deshalb der Fall, weil die Trägerplatte aus einem festen und starren Material besteht und damit die aus dem gleichen Material gebildeten Seitenkanten eine geringe Flexibilität aufweisen.
  • Das Verriegeln der Seitenkanten durch eine Bewegungsrichtung, die im Wesentlichen senkrecht zum Paneel verläuft basiert auf der Ausbildung einer Rastverbindung zwischen den Seitenkanten. Beim Verbinden werden also Teile der Seitenkanten deformiert, um im verbundenen Zustand der Seitenkanten diese miteinander zu verriegeln.
  • Aufgrund der verminderten Flexibilität kommt es bei der Deformation der Seitenkanten jedoch zu Rissen oder dergleichen in der Struktur der Trägerplatten. Dies ist besonders bei Paneelen mit einer geringen Dicke der Fall. Die Verriegelungsprofile der Seitenkanten müssen dann mit sehr geringen Abmessungen ausgebildet werden, weshalb die Elastizität der Verriegelungsprofile weiter verringert wird.
  • Bei der Verwendung von Faserplatten kommt noch der Umstand hinzu, dass die Ausrichtung der Fasern nicht gleichmäßig verteilt ist, sondern die Fasern eine Vorzugsrichtung parallel zum Paneel einnehmen (Anisotropie). Spannungen senkrecht zu dieser Vorzugsrichtung führen daher leichter zu einer Beschädigung der Paneele bzw. Trägerplatten.
  • Um diesen Nachteilen zu begegnen, ist bereits vorgeschlagen worden, an den Seitenkanten separate Verriegelungselemente aus einem Material vorzusehen, das eine höhere Elastizität als die Trägerplatte aufweist. Dies hat jedoch einen erhöhten Fertigungsaufwand zur Folge. Außerdem wird durch die Verwendung separater Verriegelungselemente die Anzahl möglicher Fehlerquellen bei der Herstellung der Paneele erhöht. Folglich steigt die Gefahr, dass sich zwei Paneele eines Bodenbelags nicht wie gewünscht miteinander verbinden lassen. Die Verwendung von separaten Verriegelungselementen wird daher lediglich als Behelfslösung angesehen.
  • Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung das technische Problem zugrunde, ein Paneel der eingangs genannten Art sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Paneels vorzuschlagen, bei dem es beim Verbinden des Paneels mit weiteren gleichartigen Paneelen weniger häufig zu Beschädigungen an den miteinander verriegelten Seitenkanten kommt.
  • Das zuvor aufgezeigte technische Problem wird bei einem Paneel der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 dadurch gelöst, dass die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase entlang der Seitenkante abschnittsweise verkürzt ist, so dass der Überstand entlang der miteinander verbundenen Seitenkanten variiert.
  • Unter dem Überstand wird der Bereich einer Verbindung zwischen einer ersten Seitenkante eines Paneels und einer zweiten Seitenkante eines weiteren gleichartigen Paneels verstanden, in dem die Verriegelungslippe der ersten Seitenkante gegenüber der Verriegelungsnase der zweiten Seitenkante übersteht und umgekehrt. Die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase stehen dabei in einer Richtung, die parallel zu den Paneelen bzw. zur Trägerplatte und senkrecht zu den Seitenkanten ist, gegeneinander über. Dies ist mit anderen Worten beispielsweise immer dann der Fall, wenn die Verriegelungslippe jedenfalls teilweise auf der der zweiten Seitenkante zugewandten Seite einer Ebene angeordnet ist, die durch ein vorderes Ende der Verriegelungsnase verläuft und sich senkrecht zum Paneel erstreckt, und umgekehrt.
  • Die längenmäßige Dimension des Überstands in einer Richtung senkrecht zu den verbundenen Seitenkanten und parallel zu wenigstens einem Paneel, insbesondere beiden miteinander verbundenen Paneelen, wird als die Breite des Überstands bezeichnet. Die längenmäßige Dimension in einer Richtung entlang der miteinander verbundenen Seitenkanten, wird als Länge des Überstands bezeichnet.
  • Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass eine erste Seitenkante und eine mit der ersten Seitenkante verbundene zweite Seitenkante benachbarter Paneele nicht wie sonst üblich, einen Überstand ausbilden, der entlang der miteinander verbundenen Seitenkanten eine – bis auf Fertigungstoleranzen oder dergleichen unabsichtlich vorhandene Schwankungen – konstante Breite aufweist. Der Überstand variiert vielmehr hinsichtlich seiner Breite entlang der miteinander verbundenen Seitenkanten. Dies bedeutet, dass ein Abschnitt der ersten Seitenkante vorgesehen ist, der eine verkürzte Verriegelungslippe aufweist und somit als verkürzter Abschnitt bezeichnet werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann an der zweiten Seitenkante ein verkürzter Abschnitt vorgesehen sein, der eine verkürzte Verriegelungsnase aufweist.
  • Ein verkürzter Abschnitt ist dabei weniger durch die absolute Breite der Verriegelungslippe oder der Verriegelungsnase festgelegt als vielmehr durch den Umstand, dass die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase in dem verkürzten Abschnitt relativ gesehen kürzer ist als außerhalb des verkürzten Abschnitts. Mit anderen Worten ragt die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase bei miteinander verbundenen ersten und zweiten Seitenkanten im verkürzten Abschnitt weniger weit in Richtung der benachbarten Seitenkante hervor, und zwar in einer Richtung parallel zum entsprechenden Paneel. Der Unterschied der Breite des Überstands zwischen dem verkürzten Abschnitt und einem angrenzenden restlichen Abschnitt kann absolut gesehen gering sein. In Bezug auf die Breite des Überstands, insbesondere im verkürzten Abschnitt, ist der Breitenunterschied jedoch keinesfalls vernachlässigbar, sondern insbesondere nennenswert.
  • Je größer die Breite des Überstand zwischen der Verriegelungslippe und der Verriegelungsnase zweier korrespondierender Seitenkanten und ggf. je senkrechter die Bewegung in Bezug auf die Paneele ist, mit der die beiden Seitenkanten miteinander verbunden werden, umso höheren Belastungen sind die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante, insbesondere die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase, beim Verbinden der benachbarten Paneele ausgesetzt. Diese Belastungen die etwa als Spannungen auf die Paneele einwirken, können einerseits beschränkt und andererseits in geeigneter Weise eingestellt werden, wenn die Verriegelungslippe, die Verriegelungsnase oder beide abschnittsweise verkürzt ist/sind.
  • Durch das Ausmaß der Verkürzug und die Größe des Abschnitts bzw. dessen Häufigkeit entlang der entsprechenden Seitenkante kann die Belastung auf ein vertretbares Maß reduziert und dennoch eine feste und dauerhafte Verbindung zwischen den beiden Seitenkanten sichergestellt werden. Dies führt beispielsweise zu besseren Ergebnissen und höheren Freiheitsgraden, als eine Verkürzung der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase entlang der gesamten entsprechenden Seitenkante, woraus wieder ein Überstand im Wesentlichen konstanter Breite resultiert. Vorzugsweise werden die verkürzten Abschnitte an der entsprechenden Seitenkante dort vorgesehen, wo ohne eine Verkürzung der Verriegelungslippe und/oder Verriegelungsnase besonders hohe Beanspruchungen der Trägerplatte auftreten würden.
  • Die Seitenkanten werden, insbesondere wenn die Paneele aus einem Holzwerkstoff oder Holz gebildet sind, durch Fräsen geformt. Dann erfolgt das abschnittsweise Verkürzen der Verbindungslippe und/oder der Verbindungsnase vorzugsweise dadurch, dass im Bereich des wenigstens einen verkürzten Abschnitts mehr Material entfernt wird als in einem nicht verkürzten Abschnitt derselben Seitenkante. Es können grundsätzlich auch unterschiedliche verkürzte Abschnitte vorgesehen sein. Dies bedeutet, dass die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase in einem ersten verkürzten Abschnitt stärker verkürzt ist als in einem zweiten verkürzten Abschnitt.
  • Auch wenn dies nicht zwingend erforderlich ist, sind die gleichartigen Paneele vorzugsweise zum Verbinden in einer bestimmten relativen Ausrichtung miteinander vorgesehen. Diese relative Ausrichtung ist beispielsweise dann eingehalten, wenn die äußeren Enden der ersten Seitenkante und der zweiten Seitenkante im miteinander verbundenen Zustand fluchtend zueinander angeordnet sind, so dass auch die Paneele fluchtend zueinander vorgesehen sind. Dann ist bereits vor dem Verbinden von ersten und zweiten Seitenkanten eindeutig, wie die erste Seitenkante mit der zweiten Seitenkante zusammenwirkt, insbesondere wie die Breite des Überstands zwischen beiden Seitenkanten im miteinander verbundenen Zustand entlang der Seitenkanten variiert.
  • Bei einer ersten Ausgestaltung des Paneels sind die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante derart ausgebildet, dass die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase miteinander verbundener erster und zweiter Seitenkanten benachbarter Paneele sich hintergreifen. Dabei tragen die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase zur Verriegelung der beiden miteinander zu verbindenden Seitenkanten bei. Eine Abstimmung hinsichtlich einer geringen Beanspruchung beim Verbinden der ersten und der zweiten Seitenkante und gleichzeitig einer festen und dauerhaften Verriegelung zwischen den Seitenkanten benachbarter Paneele ist dann besonders effektiv.
  • In diesem Zusammenhang ist es bevorzugt, wenn die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase korrespondierende Verriegelungsflächen aufweisen, wobei die korrespondierenden Verriegelungsflächen zum Verriegeln der benachbarten ersten und zweiten Seitenkante in einer Richtung senkrecht zum Paneel ausgebildet sind. Zu diesem Zweck liegen die Verriegelungsflächen bei verbundener erster und zweiter Seitenkante aneinander an. Eine präzise, lokale Beschränkung der beim Verbinden der ersten und der zweiten Seitenkante auftretenden maximalen Beanspruchung durch wenigstens einen verkürzten Bereich kann dann sicherstellen, dass eine Beschädigung der Verriegelungsflächen verhindert wird und die Seitenkanten wie gewünscht miteinander verriegeln.
  • Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante zum Herstellen einer Rastverbindung unter Verrastung der Verriegelungslippe und der Verriegelungsnase untereinander ausgebildet sind. Dann ist es besonders wünschenswert, die beim Verrasten der Verriegelungslippe mit der Verriegelungsnase benachbarter erster und zweiter Seitenkanten auftretenden Beanspruchungen durch entsprechend verkürzte Abschnitte zu begrenzen.
  • Für eine effektive lokale Verringerung der beim Verbinden der Paneele auftretenden Belastungen ist bei einer weiteren Ausgestaltung des Paneels die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase derart abschnittsweise verkürzt, dass die Verriegelungslippe einer ersten Seitenkante und die Verriegelungsnase einer zweiten Seitenkante in dem miteinander verbundenen Zustand der Seitenkanten im verkürzten Abschnitt keinen Überstand ausbilden. Mit anderen Worten stehen die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase im verkürzten Abschnitt in einer Richtung senkrecht zu den miteinander verbundenen Seitenkanten und parallel zu wenigstens einem der beiden Paneele nicht gegeneinander über und gelangen daher beim Verbinden der beiden Seitenkanten auch nicht in Kontakt miteinander. Im verkürzten Abschnitt bildet sich bei den miteinander verbundenen ersten und zweiten Seitenkanten insbesondere ein Spalt zwischen der Verriegelungslippe und der benachbarten Verriegelungsnase aus.
  • Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Verriegelungslippe unmittelbar angrenzend zu einem äußeren Ende der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase unmittelbar angrenzend zu einem äußeren Ende der zweiten Seitenkante verkürzt ist. Dies ist zweckmäßig, weil in Bereichen unmittelbar angrenzend zu wenigsten einem äußeren Ende der ersten und/oder zweiten Seitenkante beim Verbinden dieser Seitenkanten lokale Belastungsspitzen auftreten. Durch einen entsprechend randnahe verkürzten Abschnitt der ersten und/oder der zweiten Seitenkante, bedarfsweise auch weiterer solcher verkürzter Abschnitte, kann eine präzise lokale Entlastung der ersten und/oder zweiten Seitenkante erzielt werden.
  • Um ein besonders einfaches und zügiges Verlegen eines Belags aus mehreren Paneelen zu ermöglichen, ohne dass es dabei zu einer Beschädigung der Paneele kommt, kann das Paneel eine dritte und eine vierte korrespondierend zueinander ausgebildete Seitenkante aufweisen, um die dritten und vierten Seitenkanten gleichartiger benachbarter Paneele miteinander verriegeln zu können. Dieses Verriegeln geschieht vorzugsweise dadurch, dass die dritte Seitenkante eines Paneels in einer angewinkelten Position in die vierte Seitenkante eines weiteren Paneels eingeschoben wird, woraufhin das angewinkelte Paneel anschließend in die gleiche Ebene mit dem weiteren Paneel geschwenkt wird, um die beiden benachbarten Seitenkanten miteinander zu verriegeln. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem Einwinkeln etwa einer dritten Seitenkante in eine vierte Seitenkante eines benachbarten Paneels oder von einer angle-Verbindung.
  • Dann ist es möglich, beim Verbinden einer dritten Seitenkante und einer vierten Seitenkante gleichartiger benachbarter Paneele, insbesondere durch Verschwenken des Paneels und Einwinkeln der dritten Seitenkante in eine vierte Seitenkante des weiteren gleichartigen Paneels, gleichzeitig eine erste Seitenkante und/oder zweite Seitenkante dieses Paneels mit einer korrespondierenden ersten und/oder zweiten Seitenkante eines zusätzlichen angrenzenden Paneels zu verbinden. Zum Verriegeln der ersten und zweiten Seitenkanten eines Belags aus gleichartigen Paneelen bedarf es dann vorzugsweise keiner zusätzlichen Verfahrensschritte beim Verlegen als die, die ohnehin zum Verriegeln der dritten und der vierten Seitenkanten erforderlich sind. Die dritte und vierte Seitenkante eines Paneels müssen nicht mit der ersten und der zweiten Seitenkante des Paneels korrespondieren. Vorzugsweise sind diese so ausgebildet, dass die dritte und vierte Seitenkante eines Paneels nicht mit der ersten und/oder der zweiten Seitenkante eines gleichartigen Paneels verriegelt werden können.
  • Unter einer Verriegelung erster und zweiter Seitenkanten benachbarter Paneele in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zum Paneel werden also ebenfalls Verriegelungsbewegungen verstanden, die durch das Verschwenken eines Paneels um eine Drehachse, die vorzugsweise senkrecht zu der ersten und/oder zweiten Seite angeordnet ist, hervorgerufen wird. Die Drehachse liegt weiter vorzugsweise in einem Verbindungsbereich der miteinander zu verbindenden dritten und vierten Seitenkanten benachbarter Paneele. Im Falle eines Fußbodenbelags wird zudem unter einer Verriegelungsrichtung, die im Wesentlichen senkrecht zum Paneel ausgerichtet ist, vorzugsweise jede Richtung verstanden, bei der ein Paneel durch eine Bewegung des Paneels mehr oder weniger von oben nach unten mit einem anderen Paneel verbunden wird.
  • Insbesondere bei einem Paneel mit einer entsprechenden dritten und vierten Seitenkante bietet es sich an, dass die Verriegelungslippe der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase der zweiten Seitenkante unmittelbar angrenzend zur dritten Seitenkante verkürzt ist. Dort treten nämlich bei der beschriebenen Art der Verlegung gleichartiger Paneele besonders hohe Beanspruchungen der Trägerplatte auf. Zudem kann dann ein Paneel vor dem Verbinden der dritten Seitenkante mit einer vierten Seitenkante eines vorderen Paneels mit seiner ersten und/oder zweiten Seitenkante so nahe an einem bereits verlegten seitlichen Paneel angeordnet werden, dass das Paneel beim Herunterwinkeln gleichzeitig mit der dritten Seitenkante mit dem vorderen Paneel und mit der ersten oder zweiten Seitenkante mit dem seitlichen Paneel verriegelt werden kann, ohne weitere Verfahrensschritte durchführen zu müssen. Insbesondere bedarf es im Zuge des Herunterwinkelns keiner Verschiebung des Paneels in Richtung des mit der ersten oder zweiten Seitenkante zu verbindenden, seitlichen Paneels.
  • Bei einer weiter bevorzugten Ausgestaltung des Paneels ist die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase an einer Mehrzahl von voneinander beabstandeten Abschnitten verkürzt. Mit anderen Worten sind entlang einer ersten und/oder zweiten Seitenkante mehrere verkürzte Abschnitte vorgesehen. Auf diese Weise können die beim Verbinden benachbarter Paneele auftretenden Belastungen gleichmäßiger über die Länge der Seitenkanten verringert werden.
  • Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Verriegelungslippe unmittelbar angrenzend zu den äußeren Enden der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase unmittelbar angrenzend zu den äußeren Enden der zweiten Seitenkante verkürzt ist. Dies bietet sich insbesondere an, um die Endbereiche beim Verbinden der benachbarten Seitenkanten zu entlasten.
  • Um Unstetigkeiten der ersten Seitenkante und/oder der zweiten Seitenkante zu vermeiden, an denen wiederum Spannungsspitzen entstehen können, bietet es sich an, wenn die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase bogenförmig entlang der Seitenkante verkürzt ist. Dann erstreckt sich die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase entlang der entsprechenden Seitenkante in Form eines Bogens.
  • Wenn sich dadurch die Belastungsspitzen nicht in geeigneter Weise reduzieren lassen, kann es günstig sein, die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase wellenförmig entlang der ersten und/oder der zweiten Seitenkante zu verkürzen. Dadurch wird ein möglichst stetiger Übergang von verkürzten Abschnitten und nicht verkürzten Abschnitten entlang der entsprechenden Seitenkante erreicht. Dabei ist es bevorzugt, wenn eine gleichmäßige Wellenform der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase mit Wellenlängen zwischen 2 bis 3 cm gewählt wird.
  • Die durch den wenigstens einen verkürzten Abschnitt entlang der ersten und/oder zweiten Seitenkante erzielten Vorteile sind besonders ausgeprägt, wenn das Paneel an der ersten Seitenkante eine von der Oberseite nach unten weg gerichtete Passfeder und eine Verriegelungsnut aufweist, die zweite Seitenkante eine von der Unterseite nach oben gerichtete die Verriegelungsnase aufweisende Verriegelungsfeder und eine an der Verriegelungsfeder angrenzende Passnut aufweist. Bei einem derartigen Paneel sind im verbundenen Zustand die Passfeder mit der Passnut und die Verriegelungsfeder mit der Verriegelungsnut in Eingriff.
  • Dabei führt es zu einer besonders präzisen und haltbaren Verbindung, wenn das distale Ende der Passfeder am Nutgrund der Passnut anliegt.
  • Die beim Verbinden benachbarter Paneele auftretenden Belastungen können zusätzlich zu dem wenigstens einen verkürzten Abschnitt auch durch eine auf der von der Verriegelungsnut abgewandten Seite der Verriegelungslippe angeordnete Elastizitätsnut gemindert werden. Durch die in der Trägerplatte vorgesehene Elastizitätsnut erhält die Verriegelungslippe eine höhere Elastizität, die durch die Abmessungen der Elastizitätnut und bedarfsweise dadurch eingestellt werden kann, dass die Elastizitätsnut mit einem elastischen Material angefüllt oder ausgefüllt ist.
  • Das eingangs aufgezeigte technische Problem wird ferner gemäß Anspruch 16 gelöst mit einem Verfahren zur Herstellung eines Paneels zur Bildung eines Belags, insbesondere Fußbodenbelags, mit weiteren gleichartigen Paneelen, bei dem aus einer Trägerplatte an einander gegenüberliegenden Seiten jeweils einstückig eine erste Seitenkante mit einer Verriegelungslippe und eine zweite Seitenkante mit einer Verriegelungsnase herausgearbeitet werden, bei dem die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante derart korrespondierend zueinander herausgearbeitet werden, um durch eine Bewegung im Wesentlichen senkrecht zum Paneel mit ersten und zweiten Seitenkanten gleichartiger Paneele in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zum Paneel einerseits und in einer Richtung im Wesentlichen parallel zum Paneel und senkrecht zu den Seitenkanten andererseits verriegelt zu werden, bei dem die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante derart korrespondierend zueinander herausgearbeitet werden, so dass die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase miteinander verbundener erster und zweiter Seitenkanten in einer Richtung senkrecht zu der ersten und/oder zweiten Seitenkante und parallel zur Trägerplatte einen Überstand ausbilden und bei dem die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante abschnittsweise verkürzt herausgearbeitet wird, so dass die Breite des Überstands entlang der miteinander verbundenen ersten und zweiten Seitenkanten variiert.
  • Verfahrensmäßig werden folglich an gegenüberliegenden Seiten einer Trägerplatte einstückig mit dieser Trägerplatte eine erste und eine zweite Seitenkante herausgearbeitet, die korrespondierend zueinander ausgebildet sind. Die erste und die zweite Seitenkante korrespondieren dabei derart miteinander, dass die erste und die zweite Seitenkante durch eine Bewegung, die im Wesentlichen senkrecht zu den verbundenen Paneelen verläuft, mit ersten und zweiten Seitenkanten gleichartiger Paneele verbunden werden können. Im Wesentlichen senkrecht zum Paneel kann dabei bedarfsweise jede Bewegung sein, deren Richtung neben einer überwiegenden, senkrechten Komponente noch eine untergeordnete Komponente parallel zum Paneel aufweist. Ganz allgemein könnte man auch von einer Bewegung sprechen, die von einer Sichtseite des Paneels her erfolgt. Die Bewegung der Paneele zum Verbinden derselben unterscheidet sich jedenfalls grundlegend von der Bewegung zum Verbinden von snap-Profilen oder angle-Profilen. Die Ausgestaltung der ersten und der zweiten Seitenkante des Paneels entspricht nämlich insbesondere einem sogenannten push-lock-Profil.
  • Im verbundenen Zustand einer ersten und einer zweiten Seitenkante benachbarter gleichartiger Paneele sind die erste und die zweite Seitenkante derart miteinander verriegelt, dass die Paneele nicht mehr ohne weiteres in einer Richtung senkrecht zu den Paneelen, also durch gegenseitiges Abheben, voneinander getrennt werden können. Eine Trennung der Paneele ist aber auch durch eine Verriegelung der ersten Seitenkante mit der zweiten Seitenkante in einer Richtung parallel zu den Paneelen und senkrecht zu den verbundenen Seitenkanten verhindert.
  • Wesentlich ist jedoch, dass die erste Seitenkante und/oder die zweite Seitenkante entlang der entsprechenden Seitenkante nicht gleichförmig herausgearbeitet werden. Es wird vielmehr bewusst abschnittsweise die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase in einer Richtung parallel zum Paneel und senkrecht zur entsprechenden Seitenkante verkürzt herausgearbeitet. Dies hat zur Folge, dass die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase im verbundenen Zustand mit weiteren gleicharteigen Paneelen entlang der miteinander verbundenen Seitenkanten keinen gleichförmigen Überstand ausbilden. In dem wenigstens einen verkürzten Abschnitt, in dem die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase verkürzt aus der Trägerplatte herausgearbeitet worden ist, ist der Überstand zwischen der Verriegelungslippe und der angrenzenden Verriegelungsnase nicht so breit wie in dem wenigstens einen angrenzenden, restlichen Abschnitt. Der Breitenunterschied ist dabei nicht bloß durch Fertigungstoleranzen oder anderweitige zufällige Schwankungen hervorgerufen, sondern bewusst durch entsprechende Maßnahmen herbeigeführt.
  • Durch die abschnittsweise Verkürzung der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase können die beim Verbinden eines Paneels mit weiteren gleichartigen Paneelen auftretenden, auf die Trägerplatte einwirkenden Belastungen verringert werden. Zudem können die während des Verbindens entlang der Seitenkanten auftretenden Belastungen in gewünschter Weise so eingestellt werden, dass ein vorher festgelegter Maximalwert an keiner Stelle entlang der ersten und/oder zweiten Seitenkante überschritten wird. Da die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase nur abschnittsweise verkürzt aus der Trägerplatte herausgearbeitet wird, kann dennoch eine feste und dauerhafte Verbindung zwischen der ersten Seitenkante und der zweiten Seitenkante der miteinander verbundenen Paneele sichergestellt werden.
  • Auch wenn dies nicht zwingend erforderlich ist, sind die gleichartigen Paneele vorzugsweise zum Verbinden in einer bestimmten relativen Ausrichtung miteinander vorgesehen. Diese relative Ausrichtung ist beispielsweise dann eingehalten, wenn die äußeren Enden der ersten Seitenkante und der zweiten Seitenkante im miteinander verbundenen Zustand fluchtend zueinander angeordnet sind, so dass auch die beiden miteinander verbundenen Paneele fluchtend zueinander ausgerichtet sind. Es ist dann vor dem Verbinden von ersten und zweiten Seitenkanten festgelegt, wie die erste Seitenkante mit der zweiten Seitenkante zusammenwirkt, insbesondere wie die Breite des Überstands zwischen beiden Seitenkanten im miteinander verbundenen Zustand entlang der Seitenkanten variiert.
  • Das Herausarbeiten der ersten Seitenkante und/oder der zweiten Seitenkante einerseits und/oder der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase andererseits kann in einem einfachen Fall durch wenigstens ein rotierendes Fräswerkzeug erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann zu dem genannten Zweck aber auch wenigsten ein feststehendes Räumwerkzeug vorgesehen sein. Es ist prinzipiell auch der Einsatz anderer aus dem Stand der Technik bekannter Werkzeuge denkbar, aber grundsätzlich weniger bevorzugt. Bevorzugt werden die Trägerplatten an dem wenigstens einen Werkzeug vorbeigeführt, anstatt das wenigstens eine Werkzeug an den Trägerplatten vorbeizuführen, auch wenn dies prinzipiell möglich ist.
  • Bei einer ersten Ausgestaltung werden die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase aus einer aus einem Holzwerkstoff gebildeten Trägerplatte herausgefräst. Dies kann sehr präzise erfolgen. Zudem neigen entsprechende Verriegelungslippen und Verriegelungsnasen in besonderem Maße dazu, beim Verriegeln miteinander beschädigt zu werden. Aus diesen Gründen wird vorzugsweise sowohl die erste Seitenkante als auch die zweite Seitenkante aus einer solchen Trägerplatte herausgefräst, wobei die Profile der ersten Seitenkante und der zweiten Seitenkante so ausgebildet sind, dass dies problemlos erfolgen kann. Besonders gut lässt sich das Verfahren durchführen, wenn eine aus einer mitteldichten Faserplatte (MDF-Platte) oder einer hochdichten Faserplatte (HDF-Platte) gebildete Trägerplatte verwendet wird. Diese Trägerplatten werden wegen ihrer Struktur beim Verbinden benachbarter Paneele besonders leicht beschädigt.
  • Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante abschnittsweise derart verkürzt herauszuarbeiten, so dass in den so gebildeten verkürzten Abschnitten die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase keinen Überstand ausbilden. Mit anderen Worten wird die Verriegelungslippe, die Verriegelungsnase oder beide Elemente abschnittsweise soweit verkürzt, dass die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase miteinander verbundener Seitenkanten nicht mehr in einer Richtung parallel zur Trägerplatte und senkrecht zu den miteinander verbundenen Seitenkanten gegeneinander überstehen, und zwar in dem Abschnitt, in dem die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase verkürzt worden ist, d. h. im verkürzten Abschnitt. Die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase berühren sich dann ggf. beim Verbinden der Seitenkanten nicht, so dass dort beim Verbinden keine nennenswerten Kräfte in die Trägerplatte eingeleitet werden.
  • Das Verkürzen kann bedarfsweise so weit gehen, dass abschnittsweise entlang der ersten Seitenkante keine Verriegelungslippe und/oder entlang der zweiten Seitenkante abschnittsweise keine Verriegelungsnase herausgearbeitet wird. Dort wo ohnehin kein Überstand zwischen der Verriegelungslippe und der Verriegelungsnase im verbundenen Zustand benachbarter Paneel vorsehen ist, kann ggf. auch vollständig auf die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase verzichtet werden. Entweder wird im verkürzten Abschnitt keine Verriegelungslippe und/oder Verriegelungsnase herausgearbeitet, oder einer bereits herausgearbeitete Verriegelungslippe und/oder Verriegelungsnase nachträglich abschnittsweise wieder entfernt.
  • Da an wenigstens einem äußeren Enden der ersten und/oder der zweiten Seitenkante konventioneller Paneele häufig besonders hohe Belastungen beim Verriegeln der Paneele auftreten, kann zur Entlastung dieser Bereiche vorgesehen sein, die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase unmittelbar angrenzend zu wenigstens einem äußeren Ende der ersten Seitenkante und/oder zweiten Seitenkante verkürzt herauszuarbeiten.
  • Insbesondere in diesem Zusammenhang bietet es sich an, wenn die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante an kurzen Seiten der Trägerplatte herausgearbeitet werden. Dann kann an den langen Seiten der Trägerplatte bzw. des Paneels eine dritte Seitenkante und eine vierte Seitenkante vorgesehen werden, die zum Einwinkeln ineinander vorgesehen sind (angle-Profile). Während des Herunterwinkelns beim Einwinkeln kann gleichzeitig eine erste und/oder eine zweite Seitenkante mit gleichartigen Paneelen verbunden werden. Dazu müssen die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante benachbarter Paneele jedoch so nahe zusammengebracht werden, dass diese beim Herunterschwenken während des Einwinkelns der dritten Seitenkante tatsächlich miteinander verriegelt werden können. Um dies zu ermöglichen, kann es zweckmäßig sein, die Verriegelungslippe an der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase an der zweiten Seitenkante unmittelbar angrenzend zur dritten Seitenkante verkürzt aus der Trägerplatte herauszuarbeiten. So kann ggf. verhindert werden, dass die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase benachbarter Seitenkanten bereits aneinanderstoßen, bevor die erste und die zweite Seitenkante ganz aneinandergeschoben und somit dazu ausgerichtet sind, beim Herunterwinkeln des Paneels um seine dritte Seitenkante miteinander verbunden zu werden.
  • Die Verkürzung der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase unmittelbar angrenzend zur dritten Seitenkante kann alternativ oder zusätzlich zu einer Entlastung des Paneels in diesen sonst ggf. hoch belasteten Bereichen des Paneels beitragen. Bedarfsweise können, auch wenn das grundsätzlich weniger bevorzugt ist, die erste und die zweite Seitenkante an den längeren Schmalkanten der Trägerplatte und die dritte und vierte Seitenkante an den kürzeren Schmalkanten der Trägerplatte vorgesehen sein.
  • Zur Verringerung der beim Verbinden entlang der ersten und der zweiten Seitenkante auftretenden Belastungen der Paneele kann es zweckmäßig sein, die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase in mehreren voneinander beabstandeten Abschnitten verkürzt herauszuarbeiten.
  • Dabei ist es hinsichtlich der Vermeidung von Spannungsspitzen entlang der ersten und/oder zweiten Seitenkante besonders günstig, wenn die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante bogenförmig oder wellenförmig herausgearbeitet wird.
  • Zur einfachen und kostengünstigen Herstellung der verkürzten Abschnitte kann die Trägerplatte zum abschnittsweisen Verkürzen der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase an einem oszillierenden Fräswerkzeug vorbeigeführt werden. Dabei kann das Herausarbeiten der abschnittsweise verkürzten Verriegelungslippe und/oder Verriegelungsnase auf unterschiedliche Weisen erfolgen.
  • Um die für die Herstellung des Paneels erforderliche Anzahl an Werkzeugen gering zu halten, kann vorgesehen sein, dass ein Fräswerkzeug die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase sowohl in den verkürzten Abschnitten als jenseits davon aus der Trägerplatte herausarbeitet. Dazu ist das Fräswerkzeug vorzugsweise als oszillierendes Fräswerkzeug ausgebildet. Mit anderen Worten kann verfahrensmäßig die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante durch ein oszillierendes Fräswerkzeug sowohl abschnittsweise verkürzt als auch abschnittsweise unverkürzt aus der Trägerplatte herausgearbeitet werden.
  • Es kann aber etwa aus Gründen der Fertigungsgenauigkeit oder der Fertigungsgeschwindigkeit zweckmäßig sein, zum Verkürzen der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase ein separates oszillierendes Fräswerkzeug einzusetzen. Dies wird dann dazu eingesetzt, nur abschnittsweise, insbesondere in dem zu bildenden verkürzten Abschnitt der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase, Material von der Trägerplatte zu entfernen. Dies kann entweder vor dem eigentlichen Herausarbeiten der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase aus der Trägerplatte oder anschließend erfolgen. Im ersten Fall wird Material der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase bereits vor dem eigentlichen Herausarbeiten der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase entfernt, während im zweiten Fall die Verriegelungslippe und/oder Verriegelungsnase zunächst im Wesentlichen entlang der gesamten ersten und/oder zweiten Seitenkante aus der Trägerplatte herausgearbeitet und anschließend durch das oszillierende Fräswerkzeug eingekürzt wird.
  • Es kann also bei der erstgenannten Verfahrensalternative mit einem separaten oszillierenden Werkzeugs vorgesehen sein, die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante durch ein feststehendes Fräswerkzeug aus der Trägerplatte herauszuarbeiten und nachträglich die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase durch ein oszillierendes Fräswerkzeug abschnittsweise zu verkürzen.
  • Bei der zweiten Verfahrensalternative mit einem separaten oszillierenden Werkzeugs wird dann jedoch entlang der ersten Seitenkante und/oder entlang der zweiten Seitenkante durch ein oszillierendes Fräswerkzug im Bereich der nachträglich aus der Trägerplatte herauszuarbeitenden Verriegelungslippe und/oder Verriegelungsnase abschnittsweise Material der Trägerplatte entfernt und in einem nachträglichen Verfahrensschritt die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante durch ein feststehendes Fräswerkzeug aus der Trägerplatte herausgearbeitet.
  • Das Oszillieren des jeweiligen oszillierenden Fräswerkzeugs ist dabei vorzugsweise an die Taktraten der zur Bearbeitung an dem Fräswerkzeug vorbei geführten Trägerplatten abgestimmt. Insbesondere entspricht die Taktung des oszillierenden Fräswerkzeugs hinsichtlich einer vollständigen oszillierenden Bewegung der Taktung der am oszillierenden Fräswerkzeug vorbei geführten Trägerplatten. Das Oszillieren des oszillierenden Fräswerkzeugs erlaubt es letztlich, die zu bearbeitenden Trägerplatten mit hoher Geschwindigkeit in einer linearen Bewegung an dem Fräswerkzeug vorbeizuführen.
  • Es ist dabei besonders einfach, wenn sich das oszillierende Fräswerkzeug entlang einer Kreisbahn bewegt. Dann kann das oszillierende Fräswerkzeug bedarfsweise nur an bestimmten Punkten der Kreisbahn mit der Trägerplatte in Kontakt gelangen, und zwar in den Abschnitten wo die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase verkürzt werden soll.
  • Zusätzlich oder alternativ zu der Kreisbewegung kann das oszillierende Fräswerkzeug zum abschnittsweisen Verkürzen der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase auch parallel und/oder senkrecht zur Trägerplatte bewegt werden. Dadurch lässt sich der gewünschte Materialabtrag an der Verriegelungslippe und/oder Verriegelungsnase durch eine einfache Wahl der vom oszillierenden Fräswerkzeug parallel zur Trägerplatte, senkrecht zur Trägerplatte und/oder kreisförmig ausgeführten Bewegung erzielen.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
  • 1a zwei miteinander verbundene Paneele eines Fußbodenbelags nach einem ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht,
  • 1b die miteinander verbundenen Paneele aus 1a in einer Ansicht von unten,
  • 2a zwei miteinander verbundene Paneele eines Fußbodenbelags nach einem zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht,
  • 2b die miteinander verbundenen Paneele aus 2a in einer Ansicht von unten,
  • 3a zwei miteinander verbundene Paneele eines Fußbodenbelags nach einem dritten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht,
  • 3b die zwei miteinander verbundenen Paneele aus 3a in einer Ansicht von unten,
  • 4a zwei miteinander verbundene Paneele eines Fußbodenbelags nach einem vierten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht,
  • 4b die beiden miteinander verbundenen Paneele aus 4a in einer Ansicht von unten und
  • 5 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zu Herstellung von Paneelen eines Belags in schematischer Darstellung.
  • In der 1a sind zwei Paneele 1, 2 in einem miteinander verbundenen Zustand dargestellt. Dabei ist das erste Paneel 1 mit seiner ersten Seitenkante 3 mit der zweiten Seitenkante 4 eines zweiten Paneels 2 verbunden, wozu die erste Seitenkante 3 und die zweite Seitenkante 4 korrespondierend zueinander ausgebildet sind. Nicht im Einzelnen dargestellt ist, dass das erste Paneel 1 und das zweite Paneel 2 an einander gegenüberliegenden Schmalseiten jeweils eine erste Seitenkante 3 und eine zweite Seitenkante 4 aufweisen. Bei den dargestellten und insoweit bevorzugten Paneelen 1, 2 sind die erste Seitenkante 3 und die zweite Seitenkante 4 an den kurzen Schmalkanten der Paneele 1, 2 angeordnet.
  • Die erste Seitenkante 3 des ersten Paneels 1 und die zweite Seitenkante 4 des zweiten Paneels 2 werden durch eine Bewegung miteinander in Eingriff gebracht, die mehr oder weniger senkrecht zu der Ebene der Paneele 1, 2 verläuft. Bei der dargestellten Anordnung wird das erste Paneel 1 von oben auf das zweite Paneel 2 aufgesteckt.
  • Die erste Seitenkante 3 weist dabei eine von einer Oberseite 5 nach unten weg gerichtete Passfeder 6 und eine sich in Richtung des zweiten Paneels 2 erstreckende Verriegelungslippe 7 auf. Zwischen der Verriegelungslippe 7 und der Passfeder 6 ist eine Verriegelungsnut 8 vorgesehen. In die Verriegelungsnut 8 greift im verbundenen Zustand eine Verriegelungsfeder 9 der zweiten Seitenkante 4 ein, die sich von einer Unterseite 10 des zweiten Paneels 2 nach oben erstreckt. Gleichzeitig befindet sich die Passfeder 6 in Eingriff mit einer auf einer dem zweiten Paneel 2 zugewandten Seite der Verriegelungsfeder 9 vorgesehenen Passnut 11. Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel liegt das distale Ende der Passfeder 6 am Nutgrund der Passnut 11 an. Ferner sind die Passfeder 6 und die Verriegelungsfeder 9 dazu ausgebildet, dass die Paneele 1, 2 in einer Richtung senkrecht zu den Seitenkanten 3, 4 und parallel zu den Paneelen 1, 2 verriegelt sind.
  • Die Verriegelungslippe 7 ist an einem unteren Ende der ersten Seitenkante 3 vorgesehen und hintergreift eine an der Verriegelungsfeder 9 der zweiten Seitenkante 4 vorgesehene Verriegelungsnase 12. Die Verriegelungslippe 7 und die Verriegelungsnase 12 weisen korrespondierende Verriegelungsflächen 13, 13' auf, die im dargestellten, verbundenen Zustand der beiden Paneele 1, 2 aneinander anliegen und die Seitenkanten 3, 4 dadurch in einer Richtung senkrecht zu den benachbarten Paneelen 1, 2 gegeneinander verriegeln. Die Seitenkanten 3, 4 sind dabei einstückig mit den Trägerplatten 14 des ersten und des zweiten Paneels 1, 2 ausgebildet.
  • In einer Richtung parallel zu den Paneelen 1, 2 und senkrecht zu den Seitenkanten 3, 4 bilden die Verriegelungslippe 7 und die Verriegelungsnase 12 einen Überstand 15 mit einer Breite b aus. Wie in der 1b in einer Ansicht von unten dargestellt ist, variiert die Breite b dieses Überstands 15 entlang der beiden miteinander verbundenen Seitenkanten 3, 4. Dies beruht darauf, dass die Verriegelungslippe 7 der ersten Seitenkante 3 des ersten Paneels 1 unmittelbar angrenzend zu einem äußeren Ende 16 der ersten Seitenkante 3 in einem verkürzten Abschnitt 17 verkürzt ist.
  • Bei dem in der 1b dargestellten, insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Verriegelungslippe 7 im verkürzten Abschnitt 17 gegenüber dem restlichen Abschnitt 18 der ersten Seitenkante 3 so stark verkürzt, dass die Verriegelungsnase 12 in einer Richtung parallel zu den Paneelen 1, 2 und senkrecht zu den Seitenkanten 3, 4 im verkürzten Abschnitt 17 nicht gegeneinander überstehen, d. h. keinen Überstand 15 bilden. Im verkürzten Abschnitt 17 der ersten Seitenkante 3 ergibt sich vielmehr zwischen der Verriegelungslippe 7 und der Verriegelungsnase 12 ein Spalt 19.
  • Die Verriegelungslippe 7 ist in Richtung der ersten Seitenkante 3 im verkürzten Abschnitt 17 S-förmig gekrümmt, so dass zwischen dem verkürzten Abschnitt 17 und dem angrenzenden nicht verkürzten Abschnitt, d. h. restlichen Abschnitt 18, der ersten Seitenkante 3 keine Ecken oder Kanten vorhanden sind. Im restlichen Abschnitt 18 hintergreift die Verriegelungslippe 7 die Verriegelungsnase 12, so dass die korrespondierenden Verriegelungsflächen 13, 13' aneinander anliegen und die beiden miteinander verbundenen Paneele 1, 2 in einer Richtung senkrecht zu den Paneelen 1, 2 sicher miteinander verriegelt sind.
  • Die in den 2a und 2b dargestellten Paneele 21, 22 eisen ebenfalls eine erste Seitenkante 23 und eine zweite Seitenkanten 24 auf, die einstückig mit den Trägerplatten 34 des ersten und des zweiten Paneels 21, 22 verbunden sind. Die Profile der ersten und zweiten Seitenkante 23, 24 entsprechen im Wesentlichen den Profilen der in den 1a und 1b dargestellten Seitenkanten 3, 4. Im Unterschied zu dem ersten Paneel 1 der 1a und 1b ist bei dem ersten Paneel 21 der 2a und 2b die Verriegelungslippe 27 in mehreren voneinander beabstandeten, verkürzten Abschnitten 37, 37', 37'' verkürzt. Zwei der verkürzten Abschnitte 37, 37' sind bei dem dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel unmittelbar angrenzend zu den äußeren Enden 36, 36' der ersten Seitenkante 23 angeordnet, während ein weiterer verkürzter Abschnitt 37'' der Verriegelungslippe 27 im Wesentlichen mittig zur Längserstreckung der ersten Seitenkante 23 angeordneten ist.
  • Da zwischen den verkürzten Abschnitten 37, 37', 37'' und den restlichen, Abschnitten 38, in denen die Verriegelungslippe 27 nicht verkürzt ist, ein gebogener Übergang der Verriegelungslippe 27 vorgesehen ist, ergibt sich in Längsrichtung der ersten Seitenkante 23 eine wellenförmig geformte Verriegelungslippe 27. Die Verriegelungslippe 27 hintergreift nur abschnittsweise die gegenüber angeordnete Verriegelungsnase 32 unter Ausbildung eines Überstands 35, und zwar in den restlichen Abschnitten 38. In den verkürzten Abschnitten 37, 37', 37'' sind die Verriegelungslippe 27 und die Verriegelungsnase 32 dagegen durch einen Spalt 39 voneinander beabstandet.
  • In den Figuren 3a und 3b ist ein erstes Paneel 41 und ein zweites Paneel 42 mit einer ersten Seitenkante 43 und einer zweiten Seitenkante 44 dargestellt, die den in den vorangehenden 1a bis 2b dargestellten ersten Seitenkanten 3, 23 und zweiten Seitenkanten 4, 24 prinzipiell ähneln. Im Unterschied dazu ist jedoch die Verriegelungsnase 52 der Verriegelungsfeder 49 abschnittsweise verkürzt, so dass die Breite b des Überstands 55 zwischen der Verriegelungslippe 47 und der Verriegelungsnase 52 entlang der beiden miteinander verbundenen, einstückig mit den Trägerplatten 54 ausgebildeten Seitenkanten 43, 44 variiert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Verriegelungsnase 52 der zweiten Seitenkante 44 einzig in den unmittelbar an die äußeren Enden 56, 56' der zweiten Seitenkante 44 angrenzenden, verkürzten Abschnitten 47, 47' verkürzt, so dass die Verriegelungsnase 52 in Richtung der beiden miteinander verbundenen Seitenkanten 43, 44 eine gebogene Form aufweist. Die Verriegelungslippe 47 und die Verriegelungsnase 52 sind in den verkürzten Abschnitten 57 durch einen Spalt 49 voneinander beabstandet.
  • Bei den in den 4a und 4b dargestellten Paneelen 61, 62 sind eine ganze Reihe von verkürzten Abschnitten 77 entlang der Verriegelungsnase 72 jeweils voneinander beabstandet vorgesehen. Die Verriegelungsnase 72 ist daher wellenförmig mit einer im Wesentlichen gleichmäßigen Wellenlänge von etwa 2,5 cm in Richtung der beiden miteinander verbundenen Seitenkanten 63, 64 ausgebildet. Dabei sind die Verriegelungslippe 67 und die Verriegelungsnase 72 in den verkürzten Abschnitten 77 durch Spalte 79 voneinander beabstandet. Lediglich in den restlichen Abschnitten 78 hintergreift die Verriegelungslippe 67 die angrenzende Verriegelungsnase 72, die auf diese Weise einen Überstand 75 bilden.
  • Ferner weist das Paneel 61 auf der der Verriegelungsnut 68 abgewandten Seite der Verriegelungslippe 67 eine Elastizitätsnut 81 auf. Diese Elastizitätsnut ist jedoch nicht zwingend. Ferner könnte eine entsprechende Elastizitätsnut bedarfsweise auch bei in den 1a bis 3b dargestellten Paneelen 1, 2, 21, 22, 41, 42 vorgesehen sein.
  • Nicht im Einzelnen dargestellt ist, dass gleichzeitig sowohl die Verriegelungslippe der ersten Seitenkante als auch die Verriegelungsnase der zweiten Seitenkante verkürzte Abschnitte aufweisen können. Die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase können dabei so verkürzt sein, dass die verkürzten Abschnitte sich im verbundenen Zustand der Seitenkanten gegenüberstehen oder in Richtung der verbundenen Seitenkanten voneinander beabstandet sind.
  • An den dritten Seitenkanten 20, 40, 60, 80 und vierten Seitenkanten 20', 40', 60', 80' der in den 1a bis 4b dargestellten Trägerplatten 14, 34, 54, 74 sind der besseren Übersichtlichkeit halber keine Verbindungsprofile dargestellt. Bedarfsweise können an den dritten Seitenkanten 20, 40, 60, 80 und den vierten Seitenkanten 20', 40, 60', 80', bei denen es sich vorzugsweise um die langen Schmalkanten der Paneele handelt, auch Verbindungsprofile vorgesehen sein, um die Paneele 1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62 an allen vier Seitenkanten mit weiteren gleichartigen Paneelen 1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62 zu einem Belag verbinden zu können. Die dritte Seitenkante kann dabei wie die erste Seitenkante und die vierte Seitenkante wie die zweite Seitenkante ausgestaltet sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass an der dritten Seitenkante und der vierten Seitenkante Verbindungsprofile vorgesehen sind, die auf eine andere Art wie die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante miteinander verbunden werden. Insbesondere handelt es sich dabei um sogenannte angle-Profile. Beim Verbinden werden die Paneele zunächst gegeneinander angewinkelt, danach ineinander gesteckt und anschließend in eine gemeinsame Ebene geschwenkt.
  • Die dargestellten Paneele 1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62 weisen als Trägerplatte eine hochdichte Faserplatte (HDF) auf. Es wäre aber auch möglich, eine mitteldichte Faserplatte (MDF), eine Spanplatte, ein Oriented Strained Board (OSB), eine Kunststoffplatte oder eine Platte aus einem Kunststoff/Holzwerkstoff-Gemisch als Trägerplatte einzusetzen.
  • In der 5 ist schematisch ein Verfahren zur Herstellung von Paneelen 100 der zuvor beschriebenen Art dargestellt. Dabei werden zunächst vorkonfektionierte Trägerplatten 101 in einer Richtung parallel zu den langen Schmalkanten der Trägerplatten 101 an einer ersten Gruppe von Fräswerkzeugen 102 vorbei geführt. Die dargestellten, vorkonfektionierten Trägerplatten 101 weisen eine Laminatbeschichtung mit wenigstens einem Dekorpapier auf und sind aus einer größeren Werkstoffplatte mit den gewünschten Abmessungen herausgesägt worden. Die Trägerplatten 101 bestehen dabei aus einem Holzwerkstoff.
  • Durch das Vorbeiführen der Trägerplatten 101 an der ersten Gruppe von Fräswerkzeugen 102 wird eine dritte Seitenkante 103 und eine dieser gegenüberliegende vierte Seitenkante 104 aus der Trägerplatte 101 herausgearbeitet. Die dritte Seitenkante 103 und die vierte Seitenkante weisen korrespondierende Profile auf, die es ermöglichen, die dritte Seitenkante mit einer vierten Seitenkante 104 eines gleichartigen Paneels 100 durch Einwinkeln der dritten Seitenkante 103 in die vierte Seitenkante 104 zu verbinden. Grundsätzlich könnten aber auch andere Profile an der dritten Seitenkante 103 und der vierten Seitenkante 104 vorgesehen sein.
  • Nach dem die dritte und die vierte Seitenkante 103, 104 aus einer Trägerplatte 101 herausgearbeitet worden sind, wird die Trägerplatte 101 in einer Richtung parallel zu den kurzen Schmalkanten entlang einer zweiten Gruppe von Fräswerkzeugen 105 weitertransportiert. Diese zweite Gruppe von Fräswerkzeugen 105 arbeitet eine erste Seitenkante 106 und eine zweite Seitenkante 107 aus der Trägerplatte 101 heraus, wobei die erste Seitenkante 106 eine Verriegelungslippe und die zweite Seitenkante 107 eine Verriegelungsnase aufweist. Die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase erstrecken sich dabei zunächst im Wesentlich von einem Ende der ersten Seitenkante 106 bzw. der zweiten Seitenkante 107 bis zum jeweils gegenüberliegenden Ende der entsprechenden Seitenkante 106, 107.
  • Auf die zweite Gruppe von Fräswerkzeugen 105, die sich wie die erste Gruppe von Fräswerkzeugen 102 zwar um eine fest stehenden Drehachse drehen, sonst aber ortsfest sind, folgt in der Transportrichtung der Trägerplatten 101 ein oszillierendes Fräswerkzeug 108, das abschnittsweise die an der ersten Seitenkante 103 vorgesehene Verriegelungslippe verkürzt. Das oszillierende Fräswerkzeug 108 oszilliert dabei in einer Weise, dass die Verriegelungslippe der ersten Seitenkante 106 unmittelbar angrenzend zu der dritten Seitenkante 103 verkürzt wird, und zwar so weit, dass die Verriegelungslippe in diesem verkürzten Abschnitt beim Verbinden der ersten Seitenkante 106 mit einer zweiten Seitenkante 107 eines benachbarten gleichartigen Paneels 100 nicht in einer Richtung parallel zum Paneel 100 und senkrecht zu den beiden verbundenen Seitenkanten 106, 107 gegenüber der Verriegelungsnase übersteht.
  • Das oszillierende Fräswerkzeug 108 oszilliert dabei in einer Ebene parallel zu der bearbeiteten Trägerplatte 101 und senkrecht zur Transportrichtung der Trägerplatte 101. Andere Bewegungsmuster können bedarfsweise je nach Ausgestaltung der Seitenkante jedoch eingestellt werden.
  • Nicht im Einzelnen dargestellt ist, dass das wenigstens eine oszillierende Fräswerkzeug bedarfsweise auch in Transportrichtung der Trägerplatten vor der Gruppe von Fräswerkzeugen angeordnet sein kann, welche die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante aus der Trägerplatte herausarbeiten. Dann wird die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase abschnittsweise verkürzt, bevor die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase aus der Trägerplatte herausgearbeitet worden ist. Mit anderen Worten wird die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase bereits mit einer Verkürzung aus der Trägerplatte herausgefräst, weil in dem verkürzten Abschnitt bereits Material von der Trägerplatte entfernt worden ist, wo sich sonst die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase befinden würde.
  • Im Übrigen kann entgegen dem in der 5 dargestellten Ausführungsbeispiel auch zunächst die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante aus den Trägerplatten herausgearbeitet werden, bevor die dritte Seitenkante und die vierte Seitenkante aus der Trägerplatte herausgearbeitet wird. Darüber hinaus kann auch das Verkürzen der Verriegelungslippe und/oder der Verriegelungsnase vor oder nach dem eigentlichen Herausarbeiten der ersten oder zweiten Seitenkante aus der Trägerplatte erfolgen. Die Reihenfolge der einzelnen Verfahrenschritte zum Herausarbeiten der Seitenkanten kann also grundsätzlich vertauscht werden. Auch die Anzahl der hierfür verwendeten Werkzeuge ist nicht festgelegt, sollte jedoch aus Kostengründen möglichst gering sein.
  • Es kann auch ein weiteres oszillierendes Fräswerkzeug vorgesehen sein, das vergleichbar zu dem zuvor beschriebenen oszillierenden Fräswerkzeug die Verriegelungsnasen der zweiten Seitenkanten der Trägerplatten verkürzt. Da dadurch die Anzahl der benötigten Fräswerkzeuge insgesamt erhöht wird, ist es jedoch bevorzugt, in dem Fall, dass ein Fräswerkzeug zum Verkürzen der Verriegelungsnase an der zweiten Seitenkante vorgesehen ist, auf das Fräswerkzeug zum Verkürzen der Verriegelungslippe an der ersten Seitenkante zu verzichten. Dies ist jedoch nicht zwingend.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1518032 B1 [0004]
    • - WO 97/47834 A1 [0005]

Claims (29)

  1. Paneel (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62) zur Bildung eines Belags, insbesondere Fußbodenbelags, mit weiteren gleichartigen Paneelen (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62), – mit einer Trägerplatte (14, 34, 54, 74) und jeweils einer einstückig mit der Trägerplatte (14, 34, 54, 74) ausgebildeten ersten Seitenkante (3, 23, 43, 63) und zweiten Seitenkante (4, 24, 44, 64), – wobei die erste Seitenkante (3, 23, 43, 63) und die zweite Seitenkante (4, 24, 44, 64) an einander gegenüberliegenden Seiten der Trägerplatte (14, 34, 54, 74) angeordnet und derart korrespondierend zueinander ausgebildet sind, um mit ersten und zweiten Seitenkanten (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) gleichartiger Paneele (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62) in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Trägerplatte (14, 34, 54, 74) einerseits und in einer Richtung im Wesentlichen parallel zur Trägerplatte (14, 34, 54, 74) und senkrecht zu den verbundenen Seitenkanten (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) andererseits verriegelt zu werden, – wobei die erste Seitenkante (3, 23, 43, 63) und die zweite Seitenkante (4, 24, 44, 64) derart ausgebildet sind, um mit ersten und zweiten Seitenkanten (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) gleichartiger Paneele (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62) durch eine im Wesentlichen senkrecht zur Trägerplatte (14, 34, 54, 74) verlaufende Bewegung miteinander verbunden zu werden, – wobei die erste Seitenkante (3, 23, 43, 63) eine Verriegelungslippe (7, 27, 47, 67) und die zweite Seitenkante (4, 24, 44, 64) eine Verriegelungsnase (12, 32, 52, 72) umfasst und – wobei die Verriegelungslippe (7, 27, 47, 67) und die Verriegelungsnase (12, 32, 52, 72) derart ausgebildet sind, um bei miteinander verbundenen Seitenkanten (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) einen Überstand (15, 35, 55, 75) in einer Richtung parallel zum Paneel (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62) und senkrecht zu den verbundenen Seitenkanten (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) zu bilden, dadurch gekennzeichnet, – dass die Verriegelungslippe (7, 27) und/oder die Verriegelungsnase (52, 72) abschnittsweise verkürzt ist, so dass die Breite (b) des Überstands (15, 35, 55, 75) entlang der miteinander verbundenen Seitenkanten (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) variiert.
  2. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Seitenkante (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) derart ausgebildet sind, dass im verbundenen Zustand der Paneele (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62) die Verriegelungslippe (7, 27, 47, 67) die Verriegelungsnase (12, 32, 52, 72) hintergreift.
  3. Paneel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslippe (7) und die Verriegelungsnase (12) korrespondierende Verriegelungsflächen (13, 13') zum Verriegeln einer ersten Seitenkante (3) mit einer zweiten Seitenkante (4) in einer Richtung senkrecht zum Paneel (1, 2) aufweisen.
  4. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Seitenkante (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) zum Herstellen einer Rastverbindung unter Verrastung der Verriegelungslippe (7, 27, 47, 67) und der Verriegelungsnase (12, 32, 52, 72) untereinander ausgebildet sind.
  5. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslippe (7, 27) und/oder die Verriegelungsnase (52, 72) derart abschnittsweise verkürzt ist, dass die Verriegelungslippe (7, 27, 47, 67) und die Verriegelungsnase (12, 32, 52, 72) miteinander verbundener Seitenkanten (3, 4, 23, 24, 43, 44, 63, 64) im verkürzten Abschnitt (17, 37, 37', 37'', 57, 57', 77) keinen Überstand (15, 35, 55, 75) ausbilden.
  6. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslippe (7, 27) unmittelbar angrenzend zu wenigstens einem äußeren Ende (16, 36) der ersten Seitenkante (3, 23) und/oder die Verriegelungsnase (52, 72) unmittelbar angrenzend zu wenigstens einem äußeren Ende (56, 56') der zweiten Seitenkante (44, 64) verkürzt ist.
  7. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62) eine dritte und eine vierte korrespondierend zueinander ausgebildete Seitenkante (20, 20', 40, 40', 60, 60, 80, 80') aufweist, um die dritten und vierten Seitenkanten (20, 20', 40, 40', 60, 60', 80, 80') gleichartiger benachbarter Paneele (1, 2, 21, 22, 41, 42, 61, 62), insbesondere durch Einwinkeln, miteinander verriegeln zu können.
  8. Paneel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslippe (7, 27) und/oder die Verriegelungsnase (52, 72) unmittelbar angrenzend zur dritten Seitenkante (20, 40, 60, 80) verkürzt ist.
  9. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslippe (27) und/oder die Verriegelungsnase (72) an einer Mehrzahl von voneinander beabstandeten Abschnitten (37, 37', 77) verkürzt ist.
  10. Paneel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslippe (27) unmittelbar angrenzend zu den äußeren Enden (36, 36') der ersten Seitenkante (23) und/oder die Verriegelungsnase (72) unmittelbar angrenzend zu den äußeren Enden der zweiten Seitenkante (74) verkürzt ist.
  11. Paneel nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase (52) bogenförmig entlang der Seitenkante (54) verkürzt ist.
  12. Paneel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslippe (27) und/oder die Verriegelungsnase (72) wellenförmig, vorzugsweise mit einer Wellenlänge von 2–3 cm, entlang der ersten und/oder zweiten Seitenkante (23, 64) verkürzt ist.
  13. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, – dass die erste Seitenkante (3, 23, 43, 63) eine von der Oberseite (5) nach unten weg gerichtete Passfeder (6) und eine Verriegelungsnut (8, 68) aufweist, – dass die zweite Seitenkante (4) eine von der Unterseite (10) nach oben gerichtete, die Verriegelungsnase (12, 32, 52, 72) aufweisende Verriegelungsfeder (9, 49) und eine an die Verriegelungsfeder (9, 49) angrenzende Passnut (11) aufweist und – dass im verriegelten Zustand der ersten Seitenkante (3, 23, 43, 63) des Paneels (1, 21, 41, 61) mit der zweiten Seitenkante (4, 24, 44, 64) eines weiteren Paneels (2, 22, 42, 62) die Passfeder (6) mit der Passnut (11) und die Verriegelungsfeder (9) mit der Verriegelungsnut (8, 68) in Eingriff steht.
  14. Paneel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein distales Ende der Passfeder (6) an einem Nutgrund der Passnut (11) anliegt.
  15. Paneel nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf der von der Verriegelungsnut (68) abgewandten Seite der Verriegelungslippe (67) angeordnete, vorzugsweise mit einem elastischen Mittel zumindest teilweise ausgefüllte, Elastizitätsnut (81) vorgesehen ist.
  16. Verfahren zur Herstellung eines Paneels (100) zur Bildung eines Belags, insbesondere Fußbodenbelags, mit weiteren gleichartigen Paneelen (100), vorzugsweise nach einem der Ansprüche 1 bis 15, – bei dem aus einer Trägerplatte (101) an einander gegenüberliegenden Seiten jeweils einstückig eine erste Seitenkante (106) mit einer Verriegelungslippe und eine zweite Seitenkante (107) mit einer Verriegelungsnase herausgearbeitet werden, – bei dem die erste Seitenkante (106) und die zweite Seitenkante (107) derart korrespondierend zueinander herausgearbeitet werden, um durch eine Bewegung im Wesentlichen senkrecht zum Paneel (100) mit ersten und zweiten Seitenkanten (106, 107) gleichartiger Paneele (100) in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zum Paneel (100) einerseits und in einer Richtung im Wesentlichen parallel zum Paneel (100) und senkrecht zu den Seitenkanten (106, 107) andererseits verriegelt zu werden, – bei dem die erste Seitenkante (106) und die zweite Seitenkante (107) derart korrespondierend zueinander herausgearbeitet werden, so dass die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase bei miteinander verbundener erster Seitenkante (106) und zweiter Seitenkante (107) in einer Richtung senkrecht zu der ersten und/oder zweiten Seitenkante (106, 107) und parallel zum Paneel (101) einen Überstand ausbilden und – bei dem die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante (106) und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante (107) abschnittsweise verkürzt herausgearbeitet wird, so dass die Breite des Überstands entlang der miteinander verbundenen erste und zweite Seitenkanten (106, 107) variiert.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase, vorzugsweise die erste Seitenkante (106) und die zweite Seitenkante (107), aus einer aus einem Holzwerkstoff, vorzugsweise einer mitteldichten Faserplatte (MDF-Platte) oder einer hochdichten Faserplatte (HDF-Platte), gebildeten Trägerplatte (101) herausgefräst wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, bei dem die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante (106) und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante (107) abschnittsweise derart verkürzt herausgearbeitet wird, so dass in den so gebildeten verkürzten Abschnitten die Verriegelungslippe und die Verriegelungsnase keinen Überstand ausbilden.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, bei dem abschnittsweise entlang der ersten Seitenkante (106) keine Verriegelungslippe und/oder entlang der zweiten Seitenkante (107) abschnittsweise keine Verriegelungsnase herausgearbeitet wird.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, bei dem die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase unmittelbar angrenzend zu wenigstens einem äußeren Ende der ersten Seitenkante (106) und/oder zweiten Seitenkante (107) verkürzt herausgearbeitet wird.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 20, bei dem die erste Seitenkante (106) und die zweite Seitenkante (107) an kurzen Seiten der Trägerplatte (102) herausgearbeitet werden.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 21, bei dem die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase in mehreren voneinander beabstandeten Abschnitten verkürzt herausgearbeitet wird.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase entlang der ersten Seitenkanten (106) und/oder der zweiten Seitenkante (107) bogenförmig oder wellenförmig herausgearbeitet wird.
  24. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 23, bei dem die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante (106) und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante (107) durch ein oszillierendes Fräswerkzeug (108) sowohl abschnittsweise verkürzt als auch abschnittsweise unverkürzt aus der Trägerplatte (101) herausgearbeitet wird.
  25. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 23, – bei dem die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante (106) und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante (107) durch ein feststehendes Fräswerkzeug aus der Trägerplatte (101) herausgearbeitet wird und – bei dem die die Verriegelungslippe und/oder die Verriegelungsnase nachträglich durch ein oszillierendes Fräswerkzeug (108) abschnittsweise verkürzt wird.
  26. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 23, – bei dem entlang der ersten Seitenkante (106) und/oder entlang der zweiten Seitenkante (107) durch ein oszillierendes Fräswerkzug (108) im Bereich der nachträglich aus der Trägerplatte (101) herauszuarbeitenden Verriegelungslippe und/oder Verriegelungsnase abschnittsweise Material der Trägerplatte (101) entfernt wird und – bei dem nachträglich die Verriegelungslippe entlang der ersten Seitenkante (106) und/oder die Verriegelungsnase entlang der zweiten Seitenkante (107) durch ein feststehendes Fräswerkzeug aus der Trägerplatte herausgearbeitet wird.
  27. verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 26, bei dem das oszillierende Fräswerkzeug (108) entlang einer Kreisbahn bewegt wird.
  28. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 27, bei dem das oszillierende Fräswerkzeug (108) parallel zur Trägerplatte (101) bewegt wird.
  29. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 28, bei dem das oszillierende Fräswerkzeug (108) senkrecht zur Trägerplatte (101) bewegt wird.
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