DE202015C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
- H01G9/00—Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
- H01G9/004—Details
- H01G9/14—Structural combinations or circuits for modifying, or compensating for, electric characteristics of electrolytic capacitors
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 202015 KLASSE 21g·. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT-GES. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1907 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung,
welche beim Umformen von Wechselstrom mittels elektrolytischer Zellen o. dgl. eine
Überwachung des Betriebes, bzw. des Betriebszustandes der in einen Wechselstromkreis eingeschalteten
Ventilzellen o. dgl. ermöglicht. Beim Umformen von Wechselstrom mittels elektrolytischer Zellen oder ähnlicher Apparate
mit Ventilwirkung läßt die Wirkung der Zellen
ίο allmählich mehr oder weniger nach, so z. B.
bei der elektrolytischen Zelle infolge Zersetzung desElektrolyten bzw. Zerfressens der Aluminiumelektrode.
Bei Versuchen mit derartigen Zellen ist es von Vorteil, wenn man sich jederzeit über den Betriebszustand schnell unterrichten
kann, aber auch bei im Dauerbetriebe befindlichen Einrichtungen, z. B. Röntgeneinrichtungen,
Ladevorrichtungen für Akkumulatoren o. dgl., ist eine derartige Prüfungsmöglichkeit
von großem Vorteil, einerseits um bei gegebenenfalls auftretenden Störungen der Anlage schnell
entscheiden zu können, ob der Ventilapparat richtig arbeitet, andererseits um die Erneuerung
des Elektrolyten bzw. der Aluminiumelektroden erst zur richtigen Zeit vornehmen zu brauchen
und somit eine zu frühe Auswechselung zu vermeiden. Ferner ist es wünschenswert, sich
jederzeit davon überzeugen zu können, ob die im Nutzstromkreis untergebrachten bzw. die
den deformierten Strom aufnehmenden Apparate tatsächlich den richtig geformten Strom erhalten
und somit nicht der Gefahr der Beschädigung ausgesetzt sind, welche bei schlechtem
Funktionieren des Ventilapparates eintreten würde.
Bei Röntgeneinrichtungen z. B. würde bei schlechtem Arbeiten der Ventilzelle nicht nur
der Platinstift am Wehnelt unterbrecher rasch zerstäubt, sondern auch die Lebensdauer der
Röntgenröhre durch das Auftreten von Funken entgegengesetzter Richtung beeinträchtigt werden.
Beim Laden von Akkumulatoren mittels Gleichrichter ist es ebenfalls notwendig, dauernd
wirklich konstanten bzw. wenig pulsierenden Ladestrom zu benutzen, weil bei stark pulsierendem
Strom bzw. bei reinem Wechselstrom die Aufladung entweder erst bei sehr verlängerter Ladezeit und unter großem Energieverlust
bzw. gar nicht stattfindet.
Vorliegende Erfindung benutzt nun zur betriebsmäßigen Überwachung von Nutzstromkreisen,
welche durch elektrolytische Ventilapparate - gespeist werden, die bereits für die
Analyse von Wechselstromverhältnissen bekannt gewordene Hintereinanderschaltung von zwei
Meßinstrumenten, von denen das eine die konstante Komponente und das andere den effektiven Wert der Wechselstromkomponente
des Wellenstromes oder auch den Effektivwert des Wellenstromes selbst anzeigt.
Werden nämlich zwei derartige Meßinstrumente, beispielsweise ein Gleichstrommeßinstrument
nach Deprez d'Arsonval und ein auf elektrodynamischem Prinzip beruhendes
Instrument, welches Effektivwerte anzeigt, in Reihe in den einen umgeformten Strom führenden Nutzzweig eingeschaltet, so wird das
Verhältnis der Angaben dieser Instrumente gemäß vorliegender Erfindung ohne weiteres
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erkennen lassen, ob der Nutzstromkreis den richtig geformten Strom führt.
■ Bezeichnet man mit
■ Bezeichnet man mit
i den Momentanwert des Wellenstromes,
c dessen konstante Komponente,
c dessen konstante Komponente,
in, den Momentanwert der Wechselstromkomponente
des Wellenstromes, so - ergibt sich in jedem Zeitpunkt: i = c + i,v.
Bezeichnet man weiter mit / bzw. /„, die ίο effektiven Werte von i und i„,, so ergibt sich
der Effektivwert des Stromes
Betrachtet man nun z. B. einen Umformer, welcher konstanten Gleichstrom liefern soll, so
ist c — J1 da i„, = ο ist, solange eine vollkommene
Umformung des Wellenstromes in Gleichstrom stattfindet. Wird jedoch während des Betriebes die Umformung schlechter, so
wird der Wert von c kleiner als der von /. Würde ferner, z. B. infolge irgendeiner Störung,
der Nutzstromkreis reinen Wechselstrom erhalten, so würde der Wert c auf Null sinken,
während der Wert von / irgendeine von Null verschiedene Größe hat. Man ist daher in der
Lage, die Vorgänge im Nutzstromkreise jederzeit überwachen zu können und wird, sobald
der beobachtete Wert von c unter einen bestimmten Betrag gegenüber dem beispielsweise
bei Ingangsetzung eines neuen elektrolytischen Gleichrichters erhaltenen Wert sinkt, zweckmäßig
eine Erneuerung vornehmen.
Die beiliegende Zeichnung läßt zwei Ausführungsformen der Schaltungsanordnung erkennen.
Fig. ι zeigt eine Wechselstromquelle 2 mit der Ventilzelle Z1, einem Gleichstromamperemeter
3, einem Wechselstromamperemeter 4 in
und Z4
Zellen
und einen Apparat 5, z. B. einen Widerstand in Reihe geschaltet. Fig. 2 zeigt die Anordnung
in ihrer Anwendung auf die Brückenschaltung. Die Ventilapparate Z1 und .Z0
sperren in der einen Richtung, Z3
der anderen. Anstatt der einzelnen
können Zellengruppen treten. Es kann ferner ein Umschalter vorgesehen sein, mittels welchen jede Zelle einzeln mit dem Netz, den beiden Instrumenten und einem passend gewählten Widerstand in Serie geschaltet werden kann, um jede Zelle für sich prüfen zu können.
der anderen. Anstatt der einzelnen
können Zellengruppen treten. Es kann ferner ein Umschalter vorgesehen sein, mittels welchen jede Zelle einzeln mit dem Netz, den beiden Instrumenten und einem passend gewählten Widerstand in Serie geschaltet werden kann, um jede Zelle für sich prüfen zu können.
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung zur Überwachung des Betriebes von durch elektrolytische
Ventilapparate gespeisten Nutz-Stromkreisen, dadurch gekennzeichnet, daß in den Nutzstromkreis zwei Meßinstrumente
in Reihe geschaltet sind, von denen in bekannter Weise das eine die konstante Komponente, das andere den effektiven
Wert des Nutzstromes oder der Wechselstromkomponente des Nutzstromes anzeigt, zum Zwecke, durch Beobachtung der Instrumente
feststellen zu können, ob für die im Nutzstromkreis untergebrachten Apparate der erforderliche konstante bzw. wenig
pulsierende Strom vorhanden ist, welcher für das richtige Arbeiten der Apparate erforderlich ist.
2. Schaltungsanordnung nachAnspruch 1,
gekennzeichnet durch einen Umschalter, mittels welchen jede Zelle einzeln mit dem
Netz, den beiden Instrumenten und einem passend großen Widerstand in Serie geschaltet
werden kann, zwecks Prüfung jeder einzelnen Zelle für sich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE202015T | 1907-04-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE202015C true DE202015C (de) |
Family
ID=5769264
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907202015D Expired - Lifetime DE202015C (de) | 1907-04-04 | 1907-04-04 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202015C (de) |
| FR (1) | FR388772A (de) |
-
1907
- 1907-04-04 DE DE1907202015D patent/DE202015C/de not_active Expired - Lifetime
-
1908
- 1908-04-02 FR FR388772D patent/FR388772A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR388772A (fr) | 1908-08-21 |
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