DE2017693B2 - Einrichtung zur erzeugung stochastischer signale mit vor gegebener statistischer amplitudenverteilung insbesondere mit statistisch gleichverteilter amplitude stochastischer generator - Google Patents
Einrichtung zur erzeugung stochastischer signale mit vor gegebener statistischer amplitudenverteilung insbesondere mit statistisch gleichverteilter amplitude stochastischer generatorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die vorwiegend mit elektronischen Mitteln bewerkstelligte Erzeugung von elek- ;
trischen Spannungen oder Strömen oder anderen physikalischen Größen, die in ihrem zeitlichen Ablauf
nicht determiniert sind, sondern vielmehr zufällige Werte annehmen, deren über lange Zeiträume genommene
statistische Verteilung in einem vorgegebenen Amplitudenbereich eine konstante Verteilungsdichte
annähert.
Derartige stochastisch ablaufende Größen werden für verschiedene Zwecke benötigt, wie beispielsweise
zur Nachbildung beobachteter, vorwiegend technischer Vorgänge, insbesondere für Systemuntersuchungen,
oder für stochastisch arbeitende Meßgeräte (vgl. in Betracht gezogene Druckschriften).
Zur Erzeugung stochastischer Signale benötigt man primäre Zufallsquellen. Beispiele hierfür sind von der
Strahlung radioaktiver Elemente abgeleitete elektrische Impulse oder durch auffallende Schrotkugeln
hervorgerufene Schallimpulse. Die statistische Verteilung der Augenblickswerte dieser Signale ist nur
schwer zu beherrschen.
Gewöhnlich wird als Zufallsquelle ein elektrischer Rauschgenerator, wie Glimmentladungsstrecke, Rauschdiode usw., benutzt, der ein gaußsches
elektrisches Rauschsignal liefert, das statistisch normalverteilt
ist, also eine statistische Verteilungsdichte der Augenblickswerte besitzt, die in graphischer Darstellung
Glockenform hat. Es ist zwar grundsätzlich möglich, durch nichtlineare Verzerrung des Rauschens die
Form der Verteilungsdichte zu verändern, doch ist es mit dieser Methode allein schwierig, die Genauigkeit
der Annäherung an eine Gleichverteilung mit konstanter Verteilungsdichte so weit zu verbessern, daß
sich das stochastische Signal für Meßzwecke eignet.
Eine statistische Gleichverteilung der Augenblickswerte wird auch durch ein ungefähr sägezahnförmiges
Signal angenähert, das durch abschnittsweise Integration aus einem stochastischen Vorgang erzeugt
wird (S w ο b ο d a, S. 138), doch ist die Genauigkeit der Annäherung auf die jedem reinen Analogverfahren
innewohnenden Grenzen beschränkt.
Es sind ferner Einrichtungen bekannt, die fortlaufend eine zufällige Auswahl zwischen diskreten
Ereignissen mit vorgebbaren Wahrscheinlichkeiten treffen. Für höhere Wiederholungsgeschwindigkeiten
der Auswahl eignen sich vor allem elektronische Mittel.
Zum Teil dienen diese Einrichtungen dazu, in zufälliger Weise verschiedene Schalter zu betätigen
(Broadhurst und H ar ms t ο η), zum Teil
erzeugen sie stochastische Signale mit direkter Amplitudenstufung (Korner, Linsbauer, Schaff
e r und W e h r m a η η). Bei der Benutzung dieser Einrichtungen zur Erzeugung stochastischer Signale
wächst der technische Aufwand sehr stark an,, wenn die Genauigkeit der Annäherung an die statistische
Gleichverteilung der Signalamplitude gesteigert werden soll.
Es ist schließlich auch üblich, stochastische Signale durch Pseudozufallsprozesse anzunähern und zu
simulieren. Diese sind deterministische Vorgänge von künstlicher Komplikation, die innerhalb einer langen
Periode der Wiederkehr zum Ausgangszustand einem zufälligen Vorgang ähnlich sind. Gewöhnlich werden
als Pseudozufallsgeneratoren mehrfach rückgekoppelte binäre elektronische Schieberegister verwendet.
Auch bei diesen Einrichtungen wächst der technische Aufwand mit der Genauigkeit der Annäherung an eine
statistische Gleichverteilung der Signalamplitude sehr stark an.
Demgegenüber erlaubt die erfindungsgemäße Einrichtung eine Realisierung von stochastischen Signalen
mit hoher Genauigkeit und gut reproduzierbarer, kontinuierlicher, statistischer Amplitudenverteilung,
insbesondere Gleichverteilung der Signalamplitude mit geringerem technischem Aufwand als unter Anwendung
der bekannten Methoden. Eine Einrichtung zur Erzeugung stochastischer Signale, enthaltend
wenigstens eine Rausch- oder andere Zufallsquelle, einen von der Rauschquelle angesteuerten oder von
anderen Zufallsquellen gespeisten Generator für diskrete, insbesondere statistisch gleichverteilte Zufallsereignisse,
gegebenenfalls einen Speicher, der eine bestimmte Anzahl der zuletzt getroffenen diskreten
Zufallsereignisse fortlaufend speichert, und gegebenenfalls eine Quelle eines konstanten Signals, von dem
den jeweils gespeicherten Zufallsereignissen entsprechende Teilsignale gebildet und summiert werden,
ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die summierten Teilsignale mit einem einer
weiteren Rauschquelle entnommenen Rauschsignal genügender Größe zu einem stochastischen Signal
zusammengesetzt sind, dessen zeitliche Verteilungsdichte der Augenblickswerte in einem vorgegebenen
Amplitudenbereich einen, glatten, vorzugsweise etwa konstanten Verlauf hat.
Zum leichteren Verständnis des Erfindungsgedankens werden die Verteilungsfunktion und die Wahrscheinlichkeitsdichte
der statistischen Amplitudenverteilung sowie die entsprechenden graphischen Darstellungen
verwendet, insbesondere angewandt auf eine stochastisch schwankende elektrische Spannung«.
Die Amplitudenverteilungsfunktion F (u) gibt an, mit
welcher Wahrscheinlichkeit zu beliebig herausgegriffenen Zeitpunkten der Augenblickswert der Spannung
kleiner angetroffen wird als der Wert u. Bei kontinuierlichen
Verteilungen ist die Wahrscheinlichkeitsdichte / (h) der Differentialquotient von F (u) und
umgekehrt F (u) das Integral von / (u). Bei diskreten
Verteilungen, beispielsweise bei einer Spannung, die sprunghaft zufällig irgendeinen Wert aus einer endlichen
Menge möglicher Werte annimmt, kann die hier diskrete statistische Amplitudenverteilung durch
die Wahrscheinlichkeiten pt beschrieben werden, mit denen die Spannung in beliebigen Zeitpunkten gerade
mit dem Wert Ui angetroffen wird (i = 1, 2, 3, ...).
F i g. 1 zeigt die graphischen Darstellungen von Verteilungsfunktion F (u) und Wahrscheinlichkeitsdichte
/ (u) der Amplitude einer gaußschen Rauschspannung;
F i g. 2 zeigt die entsprechende Darstellung für eine ideale statistische Gleichverteilung. Zwischen
den Spannungswerten U0, und Ub ist die Wahrscheinlichkeitsdichte
f(u) konstant;
F i g. 3 zeigt eine diskrete Gleichverteilung äquidistanter
Amplitudenwerte. Als Beispiel sind acht Amplitudenwerte im Abstand Δ U mit dem kleinsten
Spannungswert Uc und dem größten Wert Ua dargestellt.
Jede Amplitude tritt hier mit der gleichen Wahrscheinlichkeit
1 Px = Pi = · · · Ps = —
Erfindungsgemäß werden ein stochastisches Signal mit äquidistanter diskreter Gleichverteilung und ein
Rauschsignal superponiert. Bei der Addition zweier voneinander statistisch unabhängiger Größen geht
die statistische Verteilung des Summensignals aus den Einzelverteilungen durch Faltung hervor. Bei der
erfindungsgemäßen Superposition ergibt sich die resultierende Verteilung durch Faltung einer Verteilung
von der Form der F i g. 1 mit einer Verteilung von der Form der F i g. 3. In F i g. 4 ist die resultierende
Verteilung beispielsweise für acht äqüi* distante Spannungswerte der diskreten Spännungskomponente
dargestellt.
Wählt man den Effektivwert Uett. der Rauschspannung
halb so groß wie den Abstand Δ U zweier benachbarter Spannungswerte der diskreten Spannungskomponente,
nämlich
eit =
so ist die Welligkeit der Wahrscheinlichkeitsdichte im
Spannungsintervall zwischen
Ue = U0 4—— und Uf= Ud —
nach F i g. 4 kleiner als 5 %· Macht man den Effefctivwert
der Rauschspannung großer als —=-"* ,so wird
bei gleichbleibendem Niveau die Welligkeit im Mittel noch kleiner, aber die Flanken der Kurve der Währscheinlichkeitsdichte
in der Umgebung von Ud und E/& werden stärker abgeflacht.
Bei der Bemessung Ueit = -^- kann die Verteilung
nach Fig. 4 im Spannungsintervall zwischefi
U ^ Jj jj . Δ U
j =jj-_
a c
als Näherung mit abgerundeten Ecken für die in
Fig. 2 dargestellte,, ideale Gfeichverteirüng angesehen
werden. Man kann die ideale Gleichverteilüng
nach F i g. 2 beliebig annähern, wenn man die diskrete
Spannungskomponente mit genügend vielen Amplitudenstufen
bemißt.
Eine beispielsweise Ausführung der erfinduttgsgemäßen
Einrichtung ist im Prinzip in F i g. 5 dargestellt.
Ein elektronischer Impulsgenerator 1 steuert durch periodische Impulse mit veränderbarer Frequenz
einen'elektronischen binären Zufallsgenerator'2
und ein elektronisches binäres Schieberegister 3, das aus N Stufen S1, S2 ... Sn besteht. Der binäre Zufallsgenerator
2 liefert in bekannter Weise (Broädhurst
und H a r m s t ο η) im Takt T1 des Impulsgenerators!
jeweils mit der Wahrscheinlichkeit 1I2
eine logische »Ö« oder mit der Wahrscheinlichkeit 1Z2
eine logische »1« in das binare Schieberegisters,
und zwar mit hinreichender Genauigkeit statistisch unabhängig in der Aufeinanderfolge. Die i\T Stufen
des Schieberegisters 3 haben also in jedem Taktintervail
N zufällige Bit gespeichert. Beim nächsten Taktimpuls
werden diese Bit in die jeweils nächste Stufe übertragen, wobei das letzte Bit verlorengeht und in
die erste Stufe vom Zufallsgenerator2 ein neues Bit
eingegeben wird.
Jede Stufe des Schieberegisters 3 hat eine elektrische
Ausgangsklemme, deren Spannung gegen Masse vom eingespeicherten Bit abhängt. Zwischen die Ausgangsklemmen
und einer Klemme eines Widerstandes R0, dessen andere Klemme an Masse liegt, sind Wider-
ständeR1, R2 ... Rn geschalte^ die zusammen mit
dem Widerstand R0 als N Spannungsteiler wirken.
5 Ohne Einschränkung der Allgemeinheit kann angenommen
werden, daß alle Stufen des Schieberegisters 3 gleich aufgebaut sind und daß bei eingespeicherter
»0« jede Stufe an ihrer Aüsgangsklemme die Spannung Null abgibt. Ferner wird angenommen,
daß alle Stufen den gleichen inneren Widerstand Ri
haben, gleichgültig ob »0« oder »1« eingespeichert ist; dies kann beispielsweise mit Trennverstärkern erreicht
werden.
Die Widerstände R1, R2 ... Rn sind unterschiedlieh
und werden so bemessen, daß die Teilspannungen, die die einzelnen Stufen bei eingespeicherter logischer
»1<< aiii WiderstandR0 erzeugen, sich wie \\2~x:i~'i
zu · · ■: 2"-^+1 verhalten. Ist also beispielsweise in der
ersten Stufe »1« eingespeichert, in allen anderen Stufen
hingegen »0«, so ist die am Widerstand i?0 auftretende
Spannung U1 = U. Ist in der zweiten Stufe»!« eingespeichert,
in allen anderen aber »0«, so ist die
Spannung M1 = -=- usw. Die letzte Stuf e erzeugt am
Widerstand R0 die Spannung U1 = U · 2~N+K Im
Betrieb nimmt demnach die Spannung uv deren
Große durch eine Binärzähl mit zufälligen Ziffern ausgedruckt Werden kann, zufallig und mit gleicher
Wahrscheinlichkeit 2"N einen von 2N möglichen Wert
zwischen U1 = 0 und U1 = 1/(2—2~ü) an, sie besitzt
eine äquidistänte diskrete Gleich verteilung. Zeitlich aufeinanderfolgende Werte der Spannung % sind
zwar statistisch abhängig voneinander, doch nach N
^ mehf ^^ ^* a. Schieberegister zur Gänze
mit neuen zufälligen Bit gefüllt ist, ist diese Abhängige
keit wieder Verschwunden.
um die Beiträge der einzelnen Stufen des
Schieberegisters^ zur Spannung % im Verhältnis
1: 2"1 : · · · 2""*+1 zu bemessen, muß für die um
den inneren Widerstand Ri der Stufen vermehrten
Widerstände R1, R2... Rngelten
(R1+KiYi(RxJ-&$: ·· ■i(RN+R{) = 1:2: · · -ι!**-1..
Dies ergibt sich, unabhängig von der Größe des
Widerstandes R0, wenn man jede Stufe zusammen
mit dem zugehörigen Widerstand Rn (mit η = 1,
2 ... iV) als aktiven Zweipol mit der für alle Stufen
gleichen Leerlauf spännung Ul (bei eingespeicherter »1«) und dem inneren Widerstand Rn' = Ri+Rn
auffaßt. Ersetzt man diese aktiven Zweipole durch
gleichwertige Parallelschaltungen von eingeprägten
Kurzschlußströmen lKn = UlIRu mit den Widerständen Rn', so liegen alle Rn miteinander und mit
dem Widerstand R0 parallel und bilden einen für alle
Stufen gemeinsamen Widerstand R0, in den die einzelnen Stufen üffl Potenzen von 2 unterschiedliche
Ströme UlIRu schicken.
Die Widerständen» müssen nicht in wachsender
Reihenfolge angeordnet werden, sondern können
beliebig vertauscht werden, ohne daß dadurch die
diskrete Gleichverteilung der Spannung U1 geändert
wird. Es ist beispielsweise auch möglich, an Stelle von
Spannungsteilern eine Keftenleiteranordnung gemäß F i g. 5 a zu verwenden.
Führt man den WiderstandR0 nach Fig. 5 als
Spannungsteiler 4 aus, so kann der Ämplitudenbereich
der diskreten Spannungskomponente beliebig
verkleinert werden. Diese Spannung M2 kann zusammen
mit einer: Gleichspannung M3, die von der
Gleichspannungsquelle 5 mittels eines Spannungsteilers 6 abgegriffen wird, so bemessen werden, daß
die in F i g. 3 gezeichnete Amplitudenverteilung mit vorgegebenen Spannungsgrenzen U0 und Ua erzielt
wird. Zu dieser Summenspannung wird erfindungsgemäß eine Rauschspannung M4 hinzugefügt, die
einem Rauschgenerator 7 über einen Spannungsteiler 8 entnommen und nach den obengenannten Richtlinien
bemessen wird. Die Summenspannung u nach
pulsen T2 ein monostabiler Multivibrator 16 angestoßen,
der für kurze Zeit die Taktimpulse T1 sperrt. Die Abtastimpulse T2 werden erst nach Verzögerung
mit einem Verzögerungsglied 17, das beispielsweise als Laufzeitglied ausgeführt ist oder mittels Multivibratoren
zeitverschobene Impulse erzeugt, der Abtastschaltung 18 zugeführt. Diese Verzögerung muß
groß genug sein, damit alle binären Schaltelemente im Zeitpunkt der Abtastung des vom Summationsnetz-
F i g. 5 hat eine statistische Amplitudenverteilung, io werk 11 gelieferten Signals sicher ihre jeweilige Ruhedie
im Sinne von F i g. 4 eine kontinuierliche Gleich- stellung erreicht haben und damit keine Korrelation
verteilung annähert.
Der binäre Zufallsgenerator 2 in F i g. 5 kann in bekannter Weise (Broadhurst und Harmston)
derart aufgebaut sein, daß eine primäre Rauschquelle benutzt wird, um in zufälligen Zeitpunkten
im Flip-Flop anzustoßen, dessen Zustand im Takt T1 für kurze Zeit festgehalten wird. Entsprechend
diesem Zustand wird entweder eine logische »0« oder eine logische »1« ausgegeben. In einer anderen bekannten
Ausführung (Korner, Linsbauer, Schaffer und Wehrmann) wird die binäre
Zufallsentscheidung durch das Kriterium herbei-
zwischen der letzten binären Entscheidung und dem Abtastwert des über das Summationsnetzwerk zum
Ausgang geleiteten Rauschsignals mehr besteht.
Hierfür gilt, daß zwei Abtastwerte eines Rauschsignals praktisch statistisch unabhängig voneinander sind,
wenn für die Zeitspanne zwischen den beiden Abtastungen die Autokorrelationsfunktion des Rauschsignals
vernachlässigbar klein ist. Auch hier muß das Band des Rauschsignals breit sein, um kurze Verzögerungen
zu erzielen.
Es ist im vorliegenden Zusammenhang unerheblich, ob das Abtastnetzwerk 18 verstärkt oder passiv ausgeführt
ist, ob es mit einem Halteglied versehen ist
geführt, ob der Augenblickswert der Spannung einer
primären Rauschquelle in den vom Takt T1 bestimm- 25 oder kurze Impulse liefert,
ten Zeitpunkten einen kritischen Wert über- oder Um zu höheren Abtastfrequenzen
unterschreitet. In allen diesen Fällen kann erfindungsgemäß die primäre Rauschquelle nach F i g. 6 zugleich
als Quelle desjenigen Rauschsignals benutzt
zu kommen,
kann man das Schieberegister auch mit geringeren Stufenzahlen, aber dafür mehrfach und mit mehrfacher
Ansteuerung ausbilden. In F i g. 7 ist beispiels-
werden, das der diskreten Spannungskomponente 30 weise eine Anordnung mit zwei Schieberegistern und
superponiert wird. zwei unabhängigen binären Zufallsgeneratoren ge-
Jedes
zeichnet. Jedes der beiden Diskriminationsnetzwerke wird von einer eigenen Rauschquelle gespeist. Die
Rauschkomponente des Ausgangssignals kann einer weiteren Rauschquelle entnommen werden. Die
statistische Gleichverteilung bleibt auch erhalten, wenn die einzelnen Schieberegister mit hinsichtlich
Phase oder Frequenz unterschiedlichen Taktimpulsen gesteuert werden.
Es ist ferner möglich, eine einigermaßen genaue Gleichverteilung auch mit wenigen Amplitudenstufen
der diskreten Signalkomponente zu erzielen, wenn das erfindungsgemäß erzielte Signal durch ein nichtlineares Formnetzwerk 15 gemäß F i g. 6 verzerrt
Gemäß F i g. 6 steuert die primäre Rauschquelle 9
das Diskriminationsnetzwerk 10, welches in Takt T1
die zufälligen Binärentscheidungen an das binäre
Schieberegisters liefert. In Abhängigkeit von den 35
Zuständen der einzelnen Stufen des Schieberegisters
liefern die Einstellglieder E1, E2 ... En die oben beschriebenen unterschiedlichen Spannungen an das
lineare Summationsglied 11, das diese Spannungen
mit einer Gleichspannung, die über ein Einstellglied 12 40
einer Gleichspannungsquelle 5 entnommen wird, und
mit einer Rauschspannung, die der primären Rauschquelle 9 gegebenenfalls über ein Filter 13 und über ein
Einstellglied 14 entnommen wird, superponiert. Beispielsweise wird das Summensignal nach dem Sum- 45 wird. Bildet man das Formnetzwerk als eine Art mationsglied 11 mit einen Amplitudenbegrenzer 15 Amplitudenbegrenzer aus, der freilich die Amplitude geformt. nicht knickartig begrenzt, sondern eine Kennlinie
das Diskriminationsnetzwerk 10, welches in Takt T1
die zufälligen Binärentscheidungen an das binäre
Schieberegisters liefert. In Abhängigkeit von den 35
Zuständen der einzelnen Stufen des Schieberegisters
liefern die Einstellglieder E1, E2 ... En die oben beschriebenen unterschiedlichen Spannungen an das
lineare Summationsglied 11, das diese Spannungen
mit einer Gleichspannung, die über ein Einstellglied 12 40
einer Gleichspannungsquelle 5 entnommen wird, und
mit einer Rauschspannung, die der primären Rauschquelle 9 gegebenenfalls über ein Filter 13 und über ein
Einstellglied 14 entnommen wird, superponiert. Beispielsweise wird das Summensignal nach dem Sum- 45 wird. Bildet man das Formnetzwerk als eine Art mationsglied 11 mit einen Amplitudenbegrenzer 15 Amplitudenbegrenzer aus, der freilich die Amplitude geformt. nicht knickartig begrenzt, sondern eine Kennlinie
In verschiedenen Anwendungsfällen erwächst die besitzt, die die Verteilungsfunktion F (u) an den
Aufgabe, in diskreten Zeitpunkten durch Abtastung Rändern ungefähr in die Verteilungsfunktion F (ü)
eines stochastischen Signals zufällige Signalampli- 50 von F i g. 2 übergehen läßt, so kann beispielsweise
tuden zu erzeugen, die eine kontinuierliche statistische gemäß F i g. 8 auch schon mit einer einzigen Stufe
Gleichverteilung aufweisen und in ihrer zeitlichen des Schieberegisters, N=I gemäß F i g. 6, das
Aufeinanderfolge statistisch unabhängig voneinander Verhältnis der Breite der Übergangsbereiche an den
sind. Die Bit, die in das Schieberegister 3 eingegeben Flanken der Dichtefunktion zur Breite des Bereiches
werden, können als statistisch unabhängig angesehen 55 mit etwa konstantem Wert der Dichtefunktion gegenwerden,
wenn die Frequenz des Taktes T1 unterhalb über einer Rauschspannung allein erheblich verringert
einer vor allem durch die Bandbreite der primären werden.
Rauschquelle 9 bestimmte Schranke bleibt. Nach Je mehr Stufen das Schieberegister enthält, desto
mehr als N Perioden des Taktes T1 ist die Spannung kleiner ist der Bereich an den Rändern, der durch das
der diskreten Signalkomponente dann auch statistisch 60 nichtlineare Formnetzwerk zu korrigieren ist, und
unabhängig von dem vorhergegangenen Wert, sie desto geringere Anforderungen müssen an die Ge
liefert daher statistisch unabhängige Abtastwerte, wenn die Zeitspannen zwischen zwei von einem zweiten
Takt T2 gesteuerten Abtastungen größer als das JV-fache der Taktperiode von T1 sind. Zur Erhöhung
.der Genauigkeit der Wahrscheinlichkeit, mit der im Diskriminationsnetzwerk 10 die binären Entscheidungen
getroffen werden, wird von den Abtastim-
nauigkeit des Formnetzwerkes gestellt werden.
An Stelle der erzeugten und gespeicherten binären Zufallsereignisse können auch ternäre oder mehrwertige
Zufallsereignisse benutzt werden, wobei die vom Schieberegister gesteuerten Spannungen in Verhältnissen
zueinander stehen, die auf Potenzen der Basis 3 oder größerer Zahlen aufgebaut sind.
Der Erfindungsgedanke findet auch Anwendung bei der Realisierung von Zufallsereignissen, die einen
vorgegebenen, von der Gleichverteilung abweichenden Verlauf der Wahrscheinlichkeitsdichte haben. An
Stelle der gleichverteilten diskreten Zufallsereignisse wird nicht gleichverteilten diskreten Zufallsereignissen,
die in bekannter Weise (Korner, Linsbauer
...) erzeugt werden, eine Rauschspannung zugesetzt. Der Effektivwert der zugesetzten Rauschspannung
kann auch mit Hilfe an sich bekannter Modulationsschaltungen von der Amplitude des
jeweiligen diskreten Zufallsereignisses gesteuert werden.
Bei größeren Unterschieden in den Amplituden benachbarter diskreter Zufallsereignisse ist ein entsprechend
größerer Effektivwert der zugesetzten Rauschspannung zweckmäßig.
Es können beispielsweise auch diskreten Zufallsereignissen an Stelle einer Rauschspannung erfindungsgemäß
erzeugte stochastische Signale zwecks Annäherung der Verteilungsdichte der Amplitude an
einen vorgegebenen Verlauf zugesetzt werden.
Im übrigen ist die Anwendung des Erfindungsgedankens nicht allein auf elektronische Schaltungen
beschränkt, sondern umfaßt sinngemäß auch mechanische, pneumatische oder andere Systeme.
Claims (7)
1. Einrichtung zur Erzeugung stochastischer Signale, enthaltend wenigstens eine Rausch- oder
andere Zufallsquelle, einen von der Rauschquelle angesteuerten oder von anderen Zufallsquellen
gespeisten Generator für diskrete, insbesondere statistisch gleichverteilte Zufallsereignisse, gegebenenfalls
einen Speicher, der eine bestimmte Anzahl der zuletzt getroffenen diskreten Zufallsereignisse
fortlaufend speichert, und gegebenenfalls eine Quelle eines konstanten Signals, von dem
den jeweils gespeicherten Zufallsereignissen entsprechende Teilsignale gebildet und summiert
werden, dadurch gekennzeic h η e t, daß die summierten Teilsignale (M1+M3) mit einem
einer weiteren Rauschquelle (7) entnommenen Rauschsignal (M4) genügender Größe zu einem
stochastischen Signal (m) zusammengesetzt sind, dessen zeitliche Verteilungsdichte der Augenblickswerte
in einem vorgegebenen Amplitudenbereich (Uc-Ud in Fig. 4) einen glatten, vorzugsweise
etwa konstanten Verlauf hat.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signale elektrische Spannungen
oder Ströme sind, Rauschsignal und diskrete Zufallsereignisse elektronisch (1,2) erzeugt
werden, der Speicher für die diskreten Zufallsereignisse als elektronisches Schieberegister (3)
ausgebildet ist, von einer konstanten elektrischen Spannung (5, M3) Teilspannungen gebildet werden,
die entsprechend den Zuständen der einzelnen Stufen des Schieberegisters elektronisch gesteuert
werden, und daß die Summationen durch elektrische Netzwerke (4), die auch elektronische Teile
enthalten können, vorgenommen werden.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die diskreten Zufallsereignisse
binär sind, jedes der beiden möglichen Ereignisse mit der gleichen Wahrscheinlichkeit 0,5 auftritt,
das Schieberegister (3) binär ist, die Spannungsdifferenzen zwischen den Teilspannungen bei
gesetztem und gelöschtem Zustand der entsprechenden steuernden Speicherstufe (S1, S2 ■ ■ ■)
im Verhältnis der Potenzen von 2 zu einander stehen und der Effektivwert des zugesetzten
Rauschsignals (M4) mindestens etwa die halbe Größe der kleinsten Spannungsdifferenz hat.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schieberegister aus zwei
oder mehr Teilen besteht, in die statistisch unabhängig voneinander diskrete Zufallsereignisse
eingegeben werden (F i g. 7).
5. Einrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zusammengesetzte
stochastische Signal (ua) einem nichtlinearen Formnetzwerk (15), das vorwiegend an den Rändern
des Amplitudenbereiches verzerrt, zugeführt ist (Fig. 6).
6. Einrichtung nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das stochastische
Ausgangssignal (üb) einer Tastschaltung (18) zugeführt ist, die es in diskreten, vorwiegend äquidistanten,
Taktzeitpunkten abtastet (F i g. 6).
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die diskreten Zufallsereignisse
voneinander statistisch unabhängig sind und die zeitlichen Abstände der Abtastungen so groß sind,
daß die Abtastwerte des diskreten Teilsignals und des Rauschsignals in der zeitlichen Abfolge voneinander
statistisch unabhängig sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 514/347
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT364069A AT293478B (de) | 1969-04-15 | 1969-04-15 | Einrichtung zur Erzeugung stochastischer Signale |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2017693A1 DE2017693A1 (de) | 1970-10-29 |
| DE2017693B2 true DE2017693B2 (de) | 1971-04-01 |
Family
ID=3553309
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702017693 Withdrawn DE2017693B2 (de) | 1969-04-15 | 1970-04-14 | Einrichtung zur erzeugung stochastischer signale mit vor gegebener statistischer amplitudenverteilung insbesondere mit statistisch gleichverteilter amplitude stochastischer generator |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT293478B (de) |
| DE (1) | DE2017693B2 (de) |
-
1969
- 1969-04-15 AT AT364069A patent/AT293478B/de active
-
1970
- 1970-04-14 DE DE19702017693 patent/DE2017693B2/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2017693A1 (de) | 1970-10-29 |
| AT293478B (de) | 1971-10-11 |
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