DE2016166C - Druck oder Spntzgußdauerform - Google Patents
Druck oder SpntzgußdauerformInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Druck- oder Spritzgußdauerform zur Herstellung eines aus einem Stück bestehenden
Metall- oder Kunststoffkörpers umfassend zumindest zwei in parallelen Ebenen im Axialabstand
zueinander verlaufende Scheiben, deren Dicke gerinaer als der lichte Srheibenabstand ist, sowie ein die
Scheiben verbindendes, senkrecht zu deren Ebenen verlaufendes Zwischenstück mit einer gegenüber den
Scheiben an jeder Stelle der axialen Längserstreckung geringeren Querschnittsfläche, welches einen axialen
Symmetriemittelpunkt aufweist und von dort ausgehend über den gesamten Umfang keinen größeren Radiusvektor
ais zumindest eine der beiden Scheiben aufweist, mit zwei in einer Axialebene des Zwischenstückes
zusammenstoßenden Formhauptteilen.
ίο Es sind bereits Druck- oder Spritzgußdauerformen
der erwähnten Art bekannt, bei denen jedes der
Formhauptteile sektorartig in eine Vielzahl von Abschnitten unterteilt ist, welche nach dem Erstarren
des Gußstückes radial gegenüber diesem zurückgezo-
gen werden können. Das Gußstück bleibt hierbei axial in cdner Lage.
Ein derartiger komplizierter Aufbau der Formhauptteile mit einer Yiel/-ah! radial auslenkbarer Sei
mente wurde bisher gemäß dem Stand der Technik
?" für notwendig gehalten, weil bei lediglich zwei ai;
einem Stück bestehenden Formhauptteilen, in welche beispielsu _■ Zähne eines Zahnrades eingeforms
sind, ein radiales Zurückziehen gegenüber dem Guiä stück ohne das Abbrechen oder Ausreißen von Zäh
nen auf einem Teil de? Zahnradumfangcs nicht mög
lieh ist. Diese Überlegungen gelten analog auch für exzentrische Nockenscheiben mit winklig gegeneinan
der versetztem mayimalen Radiusvektor.
Bei Herstellung eines mit einer Welle verbundenen einzigen Nockens oder Zahnrades ist es möglich, was
ebenfalls bekannt ist. eine aus einem Stück beste hende Form zu verwenden, aus welcher das GuB
stück. z.B. Zahnrad, nach dem Erstarren axial her ausgedrückt wird, bei einem schräg verzahnten Zahn
rad sogar unter gleichzeitiger Übertragung einer Schraubbewegung. Diese Möglichkeit einer einfachen
Gestaltung der Form besteht jedoch nicht in dem Fall, wenn ein Körper zumindest zwei in parallelen
Ebenen im Axialabstand zueinander verlaufende
•»o Scheiben umfaßt, wobei die Scheiben entweder radiale
Vorsprünge, z. B. Zähne, aufweisen oder als exzentrische Nocken ausgebildet sind. Zur Herstellung
derartiger Körper konnten gemäß dem Stand der Technik bisher ausschließlich die bereits eingangs ab-5
gehandelten, verhältnismäßig komplizierten Formhauptteile mit sektorartig ausgebildeten, radial zurückziehbaren
Teilen verwendt /erden.
Die Aufgabe de vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung eir^r gegenüber dem 3tand der Technik
wesentlich vereinfachten Druck- oder Spritzgußdauerform, mit welcher die Herstellung eines Metalloder
Kunststoffkörpers umfassend zwei in parallelen Ebenen im Axialabstand zueinander verlaufende
Scheiben in Form von Zahnrädern, Nocken und dergleichen ohne Schwierigkeit und ohne Beschädigung
des Gußstückes ermöglicht wird. Erreicht wird dies dadurch, daß jedes der beiden Formhauptteile parallel
zu den Scheibenebenen in zumindest drei plattenartige Formnebenteile unterteilt ist, welche an ihren einander
zugewendeten Stirnflächen den Umfang der beiden Scheiben bzw. des Zwischenstückes festlegen,
und daß zumindest die beiden den Umfang des Zwischenstückes festlegenden mittleren Formnebenteile
beider Formhauptteile unabhängig von den anderen axial äußeren Formnebenteilen gegenüber dem Umfang
des Zwischenstückes zurückziehbar sind.
Unter den hinsichtlich des herzustellenden Körpers eingangs gemachten einschränkenden Voraussetzun-
gen läßt sich mit einer derartigen Dauerform die erfindungsgemäße Problemstellung leicht lösen. Zu diesem
Zweck werden von den beiden Formhauptteilen nach Erstarren des Gußstückes lediglich die beiden den
Umfang des Zwischenstückes festlegenden mittleren Formnebenteile bis zu einem lichten Abstand auseinanderbewegt,
welcher den doppelten maximalen Radiusvektor zumindest einer der beiden Scheiben übersteigt,
wonach das Gußstück in Axialrichtung verschoben wird, bis diejenige der beiden Scheiben,
deren doppelter maximaler Radiusvektor kleiner als der lichte Abstand der mittleren Formnebenteile ist.
in den hierdurch begrenzten Raum voll eingetreten ist. Abschließend können dann die axial äußeren
Formnebenteile und/oder die beiden Hauptteile auseinande.rbewegt
werden, da die axial äußeren Formnebenteile sich mit den beiden Scheiben nicht mehr in
Berührung befinden und daher mit diesen auch keinen Formschluß mehr aufweisen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung scwie das
zugehörige Betriebsverfahren sind besonders günstig in Verbindung mit der Herstellung eines Metall- oder
Kunststoffkörpers anwendbar, welcher zwei oder men rere auf einem gemeinsamen, als Welle ausgebildeten
Zwischenstück sitzende Zahnräder aufweist. Derartige Körper erlangen, insbesondere in der Feinmechanik
und bei der Uhrenherstellungsindustrie eine stetig steigende Bedeutung, so daß deren rationelle Herstellung
in verhältnismäßig einfachen Vorrichtungen eine wesentliche Bereicherung des Standes der Technik
darstellt.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
F i g. 1 ein Ausführungsbeispiel eines mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung herstellbaren Metall- ^ oder Kunststoffkörpers umfassend drei in parallelen
Ebenen im Axialabstand zueinander verlaufende Zahnri-Jer, wobei eines der Zahnräder exzentrisch
ist. in Seitenansicht senkrecht zur Achse,
Fig. 2 den Körper gemäß Fig. 1 in Stirnansicht parallel zur Achse,
F i g. 3 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Druck- oder Spritzgußdauerform zur Herstellung
des Körpers gemäß Fig. 1, 2 im Axialschnitt sowie in einer Spritzgußstellung,
F i g. 4 die Form gemäß F i g. 3 in einer ersten Betriebsstellung
nach dem Spritzgußvorgang in einer Darstellung ähnlich Fig. 3,
F i g. 5, 6 eine zweite und dritte Betriebsstellung der Form, welche auf die Betriebsstellung gemäß so
Fig. 4 folgen, in einer Darstellung ähnlich Fig. 3, 4,
Fig. 7 das Ausstoßen des Gußstückes aus der
Form, während diese sich in der Betriebsstellung gemäß Fig. 6 befindet, in einer Darstellung ähnlich
Fig. 3, 6.
Ein mit der erfindungsgemäßen Druck- oder Spritzgußdauerform herzustellender Körper A umfaßt
gemäß Fig. 1 zwei zentrische Zahnräder \a, \b sowie ein mittleres exzentrisches Zahnrad Xb, wobei
alle Zahnräder in einem Stück zusammen mit einer Welle 1 ausgebildet sind.
Gemäß F i g. 3 bis 7 umfaßt die dargestellte Druck- oder Spritzgußdauerform zwei Formhaupttei
Ie. von denen jedes parallel zu den Ebenen der Zahn räder lc, Ib, Ic in fünf plattenartige Formnebenteile
4a, Sab, 40, 5bc, 4c unterteilt ist. Diese Formnebenteile
legen an ihren einander zugewandten Stirnflächen, welche senkrecht zur Zeichnungsebene verlaufend
zu denken sind, den Umfang der Zahnräder Ic, Ib, Ic bzw. der Welle 1 fest. Die beiden den Umfang
der Welle 1 festlegenden mittleren Formnebenteile 5ab, 5bc sind hierbei unabhängig von den anderen
axial äußeren Formnebenteiloi Aa, 4c sowie dem mitt
leren Formnebenteil 4b gegenüber dem Umfang der Welle 1 zurückziehbar, wenn sich dies besonder·;
deutlich aus Fig. 4. 5 ergi' ·:. Zusätzlich umfaßt die Dauerform noch ein Bodens-ück 3 sowie ein Kopt
stück 2. welche jeweils den Außenumfang je eines Endabschnittes der Welle 1 begrenzen. Die Einfüh
rung des flüssigen Metalles oder Kunststoffes — nichi dargestellt — erfolgt beispielsweise über einen Einlauf
kanal an der Unterseite des Bodenstückes 3. in welchem auch ein mit der Welle 1 in einem Stück verbundener
Anguß 6 gebildet wird.
Nach Erstarren des Körpers A bzw. Gußstückes werden von den beiden Formhauptteilen lediglich die
beiden den Umfang der Welle 1 festlegenden Formnebenteile 5ab, Sbc bis zu einem lichten Abstand ausein
anderbewegt, welcher den doppelten maximalen Radiusvektor der Exzenterscheibe \b übersteigt. Hierbei
entstehen Zwischenräume X, Y, deren axiale Länge größer als die axiale Länge des Zahnrades Xb bzw.
Ic ist. Im Zusammenhang mit diesen Vorgängen wird auch das Kopfstück 2 nach oben eibgezogen.
In einem nächsten Arbeitsgang wird gemäß F i g. 5 der Körper A axial nach oben gedrückt, bis die
Zahnräder Ιό, Ic in den Zwischenraum X bzw. Y
eingetreten sind. Eine derartige Axialbewegung des Körpers A ist möglich, ohr>e in irgendeiner
Weise die Zähne der Zahnräder la, Ib, Ic zu beschädigen.
Selbst beim Vorliegen einer Schrägverzahnung von gleicher Steigung an sämtlichen Zahnrädern
la, Ib, Ic kann die Stellung gemäß Fig. 5 erreicht
werden, weil zusätzlich zu der Axialbewegung der Welle 1 zwangsläufig noch eine leichte Schraubbewegung
entsteht.
Ausgehend von der Stellung gemäß Fig. 5 werden
abschließend die axial äußeren Formnebenteile 4a, 4c sowie das mittlere Formnebenteil Ab und/oder zusätzlich
die beiden Formhauptteile auseinanderbewegt, wie dies in Fig. 6 veranschaulicht ist. Nach Erreichen
dieser Stellung steht einem vollständigen Ausstoßen des Körpers A, wie dies in Fig. 7 veranschaulicht
ist, nichts mehr im Wege.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Dauerform zur Herstellung eines aus einem Stück bestehenden Metall- oder Kunststoffkörpers
umfassend zumindest zwei in parallelen Ebenen im Axialabstand zueinander verlaufende Scheiben,
deren Dicke geringer als der lichte Scheibenabstand ist, sowie ein die Scheiben verbindendes, senkrecht
zu deren Ebenen verlaufendes Zwischenstück mit einer gegenüber den Scheiben an jeder
Stelle der axialen Längserstreckung geringeren Querschnittsfläche, welches einen axialen Symmetriemittelpunkt
aufweist und von dort ausgehend über den gesamten Umfang keinen größeren Radiusvektor
als zumindest eine der beiden Scheiben aufweist, mit zwei in einer Axialebene des Zwischenstückes
zusammenstoßenden Formhauptteilen, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der
beiden Formhauptteile parallel zu den Scheibenebe nen in zumindest drei plattenartige Formnebenteile
(4a. 5ab, 4b) unterteilt ist, welche an ihren einander zugewendeten Stirnflächen den Umfang der
beiden Scheiben (la, \b) bzw. des Zwischenstük
kes (1) festlegen, und daß zumindest die beiden den Umfang des ZwischenstücKes festlegenden
mittleren Formnebenteile (5ab) beider Formhaupt
teile unabhängig von den anderen axial äußeren Formnebenteilen (4a, Ab) gegenüber dem Umfang
des Zwischenstückes (I) zurückziehbar sind.
2. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach Anspruch I zwecks Herstellung eines an
sich bekannten Körpers mit zumindest einer gegen über der Achse des Zwischenstückes exzentrischen
Scheibe oder eines Körpers mit zumindest einer zumindest zwei im Winkelabstand befindliche Um
fangsvorsprünge aufweisenden Scheibe, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden Formhauptteilen
nach Erhärten des Formlings lediglich die beiden den Umfang des Zwischenstückes festlegenden
mittleren Formnebenteile bis zu einem lichten Abstand auseinanderbewegt werden, welcher den
doppelten maximalen Radiusvektor zumindest einer der beiden Scheiben übersteigt, daß danach
der Formling in Axialrichtung verschöben wird, bis diejenige der beiden Scheiben, deren doppelter
maximaler Radiusvektor kleiner als der lichte Abstand der mittleren Formnebenteile ist, in den hierdurch
begrenzten Raum voll eingetreten ist, und daß abschließend die axial äußeren Formnebenteile
und/oder die beiden Formhauptteile auseinander bewegt werden.
3. Anwendung einer Vorrichtung sowie eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1, 2 zur
Herstellung eines an sich bekannten Körpers mit zumindest zwei auf einem gemeinsamen, als Welle
ausgebildeten Zwischenstück sitzenden Zahnrädern.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2746869 | 1969-04-10 | ||
| JP44027468A JPS4931850B1 (de) | 1969-04-10 | 1969-04-10 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2016166A1 DE2016166A1 (de) | 1970-10-15 |
| DE2016166C true DE2016166C (de) | 1973-02-15 |
Family
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