DE2014209C3 - Vorrichtung zur Richtungssteuerung für Hubschrauber mit wenigstens zwei lasttragenden koaxialen gegenläufigen Rotoren - Google Patents
Vorrichtung zur Richtungssteuerung für Hubschrauber mit wenigstens zwei lasttragenden koaxialen gegenläufigen RotorenInfo
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Description
60
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Richtungssteuerung für Hubschrauber mit wenigstens zwei
lasttragenden koaxialen gegenläufigen Rotoren durch gegensinnige kollektive Blattverstellung beider Rotoren.
Bekanntlich werden zur Richtungssteuerung eines Hubschraubers mit z. B. zwei koaxialen gegenläufigen
Rotoren die Blätter mittels der Seitensteuerpedale rotorweise unterschiedlich kollektiv verstellt wobei
unterschiedliche Reaktionsdrehmomente an den Rotoren auftreten, die zur Seiten- oder Richtungssteuerung
der Hubschrauberzelle ausgenutzt werden. Um auch im Autorotationszustand eine Richtungssteuerung des
Hubschraubers zu ermöglichen, ist es bekannt, den den
kleineren Lastanteil tragenden Rotorkopf gegenüber der das Bremsmoment aufnehmenden Hubschrauberzelle
abzubremsen (DE-AS 12 82 470). Diese Richtungssteuerung ist hinsichtlich des für eine hydraulische oder
elektrische Bremseinrichtung erforderlichen baulichen Aufwandes und der Kontinuität der Steuerwirkung im
Übergang vom normalen in den Autorationszustand nicht zufriedenstellend.
Weiterhin ist es aus der DE-AS 10 34 036 bekannt, aerodynamische Bremsen an den Spitzen der Rotorblätter
mit einer Vorrichtung für deren wahlweise Betätigung vorzusehen, die für eine Steuerung des
Hubschraubers um die Hochachse dienen und auch für eine Richtungssteuerung im Autorotationszustand benutzt
werden können, sofern sie eine hierfür ausreichende Anströmung erhalten, was jedoch nicht immer
gewährleistet ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Hubschrauber mit wenigstens zwei lasttragenden
gegenläufigen Rotoren eine Vorrichtung zur Richtungssteuerung im Autorotationszustand zu schaffen, die
ohne nennenswerten zusätzlichen Bauaufwand und ohne Unterbrechung der Steuerwirkung eine optimale
Richtungssteuerung in allen Flugzuständen unter Vereinfachung der Bedienung und Erhöhung der
Sicherheit gewährleistet
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst daß die Richtungssteuerung in Abhängigkeit
vom Übergang zwischen dem motorbetriebenen Flugzustand in die Autorotation umkehrbar ausgebildet ist
wobei das System der Richtungssteuerung mit dem Blattverstellhebel gekoppelt und in Abhängigkeit von
dessen Stellung im motorbetriebenen Flugzustand bzw. in der Autorotation bei gleichbleibender Betätigungsrichtung der Seitensteuerpedale umkehrbar ausgebildet
ist
Es wird davon ausgegangen, daß die Steuerverhältnisse im Autorotationszustand bezüglich der Seiten- oder
Richtungssteuerung umgekehrt zu denen im normalen motorbetriebenen Flugzustand sind. Hierbei wird zur
Umkehr der Steuerwirkung die Änderung der Belastung der Rotorblätter beim Übergang vom normalen
Flugzustand in den Autorotationszustand ausgenützt, d. h. daß mit der Änderung der Leistung an den Rotoren
gleichzeitig die Betätigungsrichtung der Richtungssteuerung selbsttätig umgekehrt wird. Damit wird genau
in Abhängigkeit vom jeweiligen Flugzustand die Umkehrung der Steuerwirkung unter Beibehaltung
eines kontinuierlichen Übergangs bewirkt, wobei mit einfachen Mitteln eine optimale Steuerung in allen
Flugzuständen möglich ist
Vorteilhafterweise wird der Mechanismus oder das hydraulische System der Richtungssteuerung mit dem
Blattverstellhebel (Hebel für die Höhensteuerung) gekoppelt und in Abhängigkeit von dessen Stellung bei
gleichbleibender Betätigungsrichtung der Seitensteuerpedale in die entgegengesetzte Wirkrichtung umkehrbar
ausgebildet. Damit wird erreicht, daß automatisch beim Übergang vom normalen motorbetriebenen
Flugzustand in den Autorotationszustand, wenn der Blattverstellhebel in die dem Autorotationszustand
entsprechende Stellung niedergedrückt wird,.' die
Steuerwirkung der Richtungssteuerung umgekehrt wird, ohne daß der Pilot in diesem kritischen
Fmgzustand umzudenken braucht, da der Hubschrauber,
was die Seitensteuerpedale betrifft, im Autorotationszustand
ebenso zu steuern ist wie im normalen Flugzüstand. Dadurch wird die Bedienung der Richtungssteuerung
erheblich vereinfacht, was wiederum zur Erhöhung der Flugsicherheit beiträgt
In besonders einfacher Weise wird diese Koppelung des Blattverstellhebels mit der Richtungssteuerung
dadurch bewirkt, daß der Blattverstellhebel über ein
Verbindungsgestänge an einen Umschalthebel angeschlossen ist, der einen Teil des Betätigungsgestänges
der Richtungssteuerung bildet Auf diese Weise kann eine Umkehrung der Steuerwirkung mit einfachen
baulichen Mitteln erreicht werden. Vorteilhafterweise wird hierzu an einer für beide Seitensteuerpedale
gemeinsamen Steuerwelle ein Umschalthebel mit zu deren Achse im wesentlichen senkrechter Drehachse
angelenkt, der die Drehbewegung der Steuerwelle in eine Hin- und Herbewegung einer Steuerstange des
Gestänges umsetzt und über das Verbindungsgestänge in Abhängigkeit von der Stellung des Blattverstellhebels
von der einen Seite der durch die beiden senkrecht zueinanderliegenden Drehachsen definierten Ebene auf
deren andere Seite verschwenkbar ist Damit wird im wesentlichen durch einen einfachen, schwenkbar gelagerten
Hebel die Umschaltung der Richtungssteuerung bewerkstelligt, der eine erhebliche Anzahl von Flugstunden
störungs- und wartungsfrei arbeitet
Um einerseits eine günstige Umsetzung der Drehbewegung in eine lineare Bewegung und andererseits
einen günstigen Schwenkbereich des Umschalthebels zu erreichen, ist dieser in seinen Betriebsstellungen mit
einer Neigung von vorzugsweise ca. 45° zu dieser Ebene, in der diese beiden Drehachsen liegen,
angeordnet und insgesamt um etwa 90° verschwenkbar.
Damit beim Übergang vom normalen in den Autorotationszustand ein zufälliges Anhalten des
Umschalthebels in der Neutral- oder Nullstellung verhindert wird, ist vorteilhafterweise eine Einrichtung
vorgesehen, die im Bereich der Nullstellung des Umschalthebels diesen selbsttätig in eine der beiden
Betriebsstellungen beiderseits dieser durch die Drehachsen definierten Ebene drückt Zweckmäßigerweise
wird hierzu am Umschalthebel eine Feder so befestigt daß sie in dessen Nullstellung eine erhöhte Kraft in
Schwenkrichtung des Umschalthebels ausübt Damit wird einerseits verhindert, daß der Umschalthebel im
Bereich der Nullstellung, in der keine Drehmomente wirksam sind und auch keine Steuerwirkung erreicht
werden kann, zufällig angehalten wird, und andererseits wird damit erreicht daß für den Piloten der Übergang
vom normalen in den Autorotationszustand aufgrund der Schnappwirkung dieser Vorrichtung fühlbar gemacht
wird.
In den F i g. 1 und 2 der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels dargestellt welches nachstehend im einzelnen
näher erläutert ist; es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung für die Richtungssteuerung eines mit einem rein
mechanischen Steuersystem ausgerüsteten Hubschraubers;
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, ist der Steuerknüppel 1 in an sich bekannter Weise an das Gestänge für die Längsund
Quersteuerung angeschlossen. Mit Hilfe des Blattverstellhebels 2 für die Höhensteuerung wird die
zellenfest gelagerte BlattverstellhebelweUe 3 verdreht Die Drehbewegung der Blattverstellhebelwelle 3 wird
über Wippenlenker 4 auf eine Wippe 5 fibertragen, die
dadurch um ihre Drehachse 6 verscßwenkt wird. Auf dieser Wippe 5 sind Doppelhebel 7 und 8 für die Längsbzw.
Quersteuerung und ein Winkelhebel 9 für die Richtungs- bzw. Seitensteuerung befestigt, so daß in an
sich bekannter Weise eine Überlagerung der Höhen-ο steuerung mit den übrigen Steuervorgängen möglich ist
zwei Seitensteuerpedale 10 und 11 vorgesehen, wobei das linke Pedal 11 (in Blickrichtung des Piloten gesehen)
auf einer Welle 12 und das rechte Pedal 10 auf einer
is Welle 13 befestigt ist Diese beiden Wellen sind unabhängig voneinander drehbar gelagert und über
einen Hebel 14 zwangsläufig gekoppelt, so daß eine Verdrehung der Welle 12 eine entgegengesetzte
Verdrehung der Welle 13 zur Folge hat Eine Steuerbewegung durch Betätigen eines der Seitensteuerpedale
10 oder U wird von der Welle 13 über ein Gestänge 15 auf eine gemeinsame Steuerwelle 16
übertragen, die an in der Hubschrauberzelle sitzenden Lagern drehbar gelagert ist Bei den bekannten
Steuervorrichtungen wird eine Drehbewegung dieser gemeinsamen Steuerwelle 16 mittels eines daran starr
befestigten Hebels in eine Hin- und Herbewegung der Steuerstange 21 umgesetzt wodurch je nach Betätigung
de? Seitensteuerpedals 10 oder 11 durch rotorweise unterschiedliche kollektive Verstellung der Rotorblätter
z. B. über Taumelscheiben ein unterschiedliches Drehmoment an den Rotoren erzeugt wird, das zur
Richtungssteuerung der Hubschrauberzelle dient
Zwischen der Steuerwelle 16 und der Steuerstange 21 ist ein Umschalthebel 19 angeordnet der einerseits an der Steuerwelle 16 um eine Drehachse 18 verschwenkbar ist die im wesentlichen rechtwinklig zur Achse 17 der Steuerwelle 16 liegt und andererseits an die Steuerstange 21 angelenkt ist, wobei die Drehachse 20 dieses Gelenkpunktes wiederum etwa rechtwinklig zur Drehachse 18 liegt An dem Umschalthebel 19 befindet sich ein Vorsprung 22, an dem eine Verbindungsstange 23 angelenkt ist die über einen zellenfest gelagerten Umlenkhebel 24 und eine weitere Verbindungsstange 25 bei 26 mit dem Blattverstellhebel 2 bzw. der BlattverstellhebelweUe 3 in Verbindung steht Mit diesem Betätigungsgestänge kann der Umschalthebel 19 um seine Drehachse 18 in Abhängigkeit von der Stellung des Blattverstellhebels verschwenkt werden.
Zwischen der Steuerwelle 16 und der Steuerstange 21 ist ein Umschalthebel 19 angeordnet der einerseits an der Steuerwelle 16 um eine Drehachse 18 verschwenkbar ist die im wesentlichen rechtwinklig zur Achse 17 der Steuerwelle 16 liegt und andererseits an die Steuerstange 21 angelenkt ist, wobei die Drehachse 20 dieses Gelenkpunktes wiederum etwa rechtwinklig zur Drehachse 18 liegt An dem Umschalthebel 19 befindet sich ein Vorsprung 22, an dem eine Verbindungsstange 23 angelenkt ist die über einen zellenfest gelagerten Umlenkhebel 24 und eine weitere Verbindungsstange 25 bei 26 mit dem Blattverstellhebel 2 bzw. der BlattverstellhebelweUe 3 in Verbindung steht Mit diesem Betätigungsgestänge kann der Umschalthebel 19 um seine Drehachse 18 in Abhängigkeit von der Stellung des Blattverstellhebels verschwenkt werden.
so In Fig.2 ist der Umschalthebel 19 in einer
Betriebsstellung mit einer Neigung von etwa 45° zu der durch die Drehachsen 17 und 18 definierten Ebene
dargestellt In der anderen Betriebsstellung liegt er ebenfalls etwa 45° geneigt zu dieser Ebene. Dabei
entspricht die obere Betriebsstellung des Umschalthebels 19 beispielsweise dem normalen Flugzustand,
während die untere Betriebsstellung für den Autorotationszustand vorgesehen ist Gleichzeitig ist der
Umschalthebel 19 in den beiden Betriebssteilungen um die Achse 17 der Steuerwelle 16 verdrehbar, so daß in
diesen beiden Betriebsstellungen die Steuerstange 21 vor- und zurückgeschoben werden kann.
Damit der Umschalthebel 19 in der Nullstellung, d. h.
in der Stellung der durch die Drehachsen 17 und 18 definierten Ebene, nicht zufällig angehalten werden
kann und bei Überschreiten der Nullstellung sofort in die neue Betriebsstellung einrastet, ist einerseits am
Umschalthebel 19 und andererseits an der Steuerwelle
16 beispielsweise eine Zugfeder 27 so befestigt, daß ihre Einspannlänge in den beiden Betriebsstellungen am
geringsten ist Dadurch muß beim Niederdrücken des Blattverstellhebels 2 in die Autorotationsstellung
zunächst ein durch die Feder 27 bedingter, geringer Widerstand während des Verschwenken des Umschalthebeis
19 von der oberen Betriebsstellung in die Nullstellung überwunden werden, worauf die Zugfeder
27 den Umschalthebel selbsttätig in die untere Betriebsstellung zieht Diese Ausgestaltung ist auch ι ο
insofern vorteilhaft als für den Piloten der Umschaltpunkt fühlbar gemacht wird. Zweckmäßigerweise wird
der Umschalthebel 19 für die Umkehr der Steuerwirkung über einen Winkelbereich von insgesamt 90°
verschwenkt wodurch einerseits ein kurzer Umschaltweg und damit eine sehr kurze Umschaltzeit erreicht
wird und andererseits in Abhängigkeit von dem Abstand der Drehachse 20 von der Drehachse 18 des
Umschalthebels ein günstiger Hebelarm beim Verdrehen der Steuerwelle 16 vorhanden ist
Die beschriebene Steuervorrichtung arbeitet wie folgt: Im normalen motorbetriebenen Flugzustand
befindet sich der Umschalthebel 19 in der oberen Betriebsstellung, wodurch beispielsweise eine Drehbewegung
der Steuerwelle 16 in der in F i g. 1 angegebenen Pfeilrichtung in eine auf die Wippe 5 gerichtete
Verschiebebewegung der Steuerstange 21 umgesetzt wird. In dieser Stellung des Umschalthebels entspricht
die Steuervorrichtung in der Wirkungsweise den bekannten Ausführungsformen. Beim Übergang vom
normalen Flugzustand in den Autorotationszustand wird der Blattverstellhebel 2 vom Piloten nach unten
gedrückt, wobei er die Nullstellung passiert in der keine Drehmomente an den Rotoren wirksam sind. Während
sich der Blattverstellhebel 2 dieser Stellung nähert, wird der Umschalthebel 19 aufgrund der Koppelung über das
Verbindungsgestänge 23, 25 gleichzeitig über die in F i g. 2 dargestellte Nullstellung in die untere Betriebsstellung verschwenkt In dieser dem Autorotationszustand
entsprechenden Stellung wird nunmehr eine Drehbewegung der Steuerwelle 16 in der in F i g. 1
angegebenen Pfeilrichtung in eine Verschiebebewegung der Steuerstange 21 vmgesetzt die von der Wippe 5
wegführt, d.h. in einer zur Betätigungsrichtung im
normalen Flugzustand entgegengesetzten Richtung. Damit bleibt die Seitensteuerung an den Pedalen 10 und
11 für den Piloten während des Obergangs vom normalen in den Autorotationszustand unbeeinflußt
und er kann im Autorotationszustand ebenso steuern wie im normalen Flugzustand. Dies ist insofern von
Bedeutung, als in dieser kritischen Obergangsphase für ein Umdenken des Piloten nur Bruchteile von Sekunden
zur Verfügung stehen würden.
Wird beispielsweise im normalen Flugzustand das linke Seitensteuerpedal 11 niedergedrückt und muß
gleichzeitig der Blattverstellhebel 2 in die Autorotationsstellung niedergedrückt werden, so kann
der Pilot die Einstellung für die Richtungssteuerung beibehalten, da durch die Verstellung des Blattverstellhebels
lediglich der Umschalthebel 19 so verschwenkt wird, daß die gleiche Steuereinstellung an der
Steuerstange 21 in der umgekehrten Richtung zur Wirkung kommt Diese für den Piloten unveränderliche
Steuerbarkeit kommt vor allem auch dann zur Geltung, wenn der Hubschrauber im Autorotationsflug abgefangen
werden muß. In diesem Flugzustand kehren sich die Steuerverhältnisse wieder um, was auf die Bewegungsenergie der Rotorblätter und den Einfluß des Bodeneffekts
zurückzuführen ist Während bei diesem kritischen Flugzustand ein nochmaliges Umdenken des Piloten
hinsichtlich der Betätigung der Seitensteuerung innerhalb kürzester Zeit erforderlich wäre, kann bei der
beschriebenen Ausgestaltung die Steuereinstellung beibehalten oder normal gesteuert werden. Hieraus ist
ersichtlich, daß mit der beschriebenen Steuervorrichtung aufgrund der Koppelung der Seitensteuerung
mit dem Belastungszustand der Rotorblätter erstmals eine in allen erdenklichen Flugsituationen vollkommene
Steuerbarkeit des Hubschraubers erreicht wird.
Die Kontinuität der Steuerwirkung wird vor allem dadurch erreicht daß im Augenblick des Wechsels des
Belastungszustandes der Rotorblätter auch die Seitensteuerung umgekehrt wird Damit ist in jedem
Augenblick, in dem Drehmomente an den Rotoren wirksam werden, gleichzeitig auch eine optimale
Steuerwirkung gegeben.
Die beschriebene Ausgestaltung ist sowohl bei einer hydraulischen, elektrischen oder auch mechanischen
Steuervorrichtung anwendbar, wobei im Falle einer hydraulischen Steuereinrichtung gleichfalls ein Umschalthebel
oder auch ein hydraulisches Umschaltelement vorgesehen werden kann. Weiterhin ist die
Einrichtung bei jedem Hubschrauber anwendbar, bei dem sich auf Grund seiner Ausgestaltung im Autorotationszustand
die Steuerverhältnisse umkehren. Durch die Einfachheit der Betätigung eignet sie sich vor allem
auch für eine automatische Steuerung des Hubschraubers.
Es ist auch möglich, am Blattverstellhebel zwei Begrenzungsschalter vorzusehen, über die beim Übergang
vom normalen in den Autorotationszustand der Umschalthebel durch einen entsprechenden Stellmotor
verschwenkt wird.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Richtungssteuerung für Hubschrauber
mit wenigstens zwei lasttragenden koaxialen gegenläufigen Rotoren durch gegensinnige
kollektive Blattverstellung beider Rotoren, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungssteuerung
in Abhängigkeit vom Obergang zwischen dem motorbetriebenen Flugzustand in die Autorotation
umkehrbar ausgebildet ist, wobei das System der Richtungssteuerung (Steuerwelle 16, Steuerstange
21) mit dem Blattverstellhebel (2) gekoppelt und in Abhängigkeit von dessen Stellung im motorbetriebenen
Rugzustand bzw. in der Autorotation bei gleichbleibender Betätigungsrichtung der Seiten-Steuerpedale
(10,11) umkehrbar ausgebildet ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der BlattverstellheDel (2) über ein Verbindungsgestänge (23, 25) mit einem Umschalthebel
(19) in Verbindung steht, der einen Teil des Betätigungsgestänges (Steuerwelle 16, Steuerstange
21) der Richtungssteuerung bildet
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einer für beide Seitensteuerpedale
(10, 11) gemeinsamen Steuerwelle (16) der Umschalthebel (19) mit zu deren Achse (17) im
wesentlichen senkrechter Drehachse (18) angelenkt ist, der die Drehbewegung der Steuerwelle in eine
Hin- und Herbewegung einer Steuerstange (21) umsetzt und aber das Verbindungsgestänge (23,25)
in Abhängigkeit von der Stellung des Blattverstellhebels (2) von der einen Seite der durch die beiden
senkrecht zueinanderliegenden Drehachsen (17,18) definierten Ebene auf deren andere Seite verschwenkbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet daß der Umschalthebel (19) mit einer
Neigung von vorzugsweise etwa 45° zu dieser Ebene in seinen Betriebsstellungen angeordnet und insgesamt
um etwa 90° verschwenkbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung
vorgesehen ist die im Bereich der Nullstellung des Umschalthebels diesen selbsttätig in eine der beiden
Betriebsstellungen drückt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß eine Feder (27) am Umschalthebel (19)
so angreift daß sie in dessen Nullstellung eine erhöhte Kraft in Schwenkrichtung des Umschalthebels
ausübt so
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet daß am Blattversteilhebel
(2) zwei BegrenzungSEchalter vorgesehen sind, die
über einen elektrischen oder hydraulischen Stellmotor die Umschaltung des Systems der Richtungssteuerung
bewirken.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2014209A DE2014209C3 (de) | 1970-03-24 | 1970-03-24 | Vorrichtung zur Richtungssteuerung für Hubschrauber mit wenigstens zwei lasttragenden koaxialen gegenläufigen Rotoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2014209A DE2014209C3 (de) | 1970-03-24 | 1970-03-24 | Vorrichtung zur Richtungssteuerung für Hubschrauber mit wenigstens zwei lasttragenden koaxialen gegenläufigen Rotoren |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2014209A1 DE2014209A1 (de) | 1971-10-14 |
| DE2014209B2 DE2014209B2 (de) | 1978-11-16 |
| DE2014209C3 true DE2014209C3 (de) | 1979-07-19 |
Family
ID=5766172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2014209A Expired DE2014209C3 (de) | 1970-03-24 | 1970-03-24 | Vorrichtung zur Richtungssteuerung für Hubschrauber mit wenigstens zwei lasttragenden koaxialen gegenläufigen Rotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2014209C3 (de) |
-
1970
- 1970-03-24 DE DE2014209A patent/DE2014209C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2014209B2 (de) | 1978-11-16 |
| DE2014209A1 (de) | 1971-10-14 |
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