DE2005707B2 - Hartstoffpulver zur herstellung von metallgebundenen hartstofflegierungen - Google Patents
Hartstoffpulver zur herstellung von metallgebundenen hartstofflegierungenInfo
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Description
gegenüber dem zuerst erwähnten bekannten Verfahren.
Besonders wichtig ist die Tatsache, daß, wenn es sich um die bekannte Technik des Metallzi'.satzes zur Bindephase
handelt und das Hartmaterialpulver aus Bonden und Nitriden besteht, auf dessen Oberfläche keine
Karbide gebildet werden, wie oben diskutiert, sondern stattde-sen Mischboride bzw. -nitride, was schlechte
Netzeiueiischaft.cn und einen spröden gesinterten
Hartnveuillkörper zur Folge hat.
Es h;:i sich gezeigt und ist teilweise aus Veröffentbekannt,
daß ein kubisches Karbid vom Typ in Me ein Metall der Giuppen IVa und Va
ischen Systems bedeutet, d. h. TiC, ZrC, NbC und TaC, von flüssigen Metallen der
uppe, u. h., Fe, Co und Ni, schlecht genetzt
.is Netzen der Karbide MeC und damit die
..; mit E; onmetallen können aber erheblich ver.-,erden,
wenn der Kohlenstoffgehalt im Homo-Bereich reduziert wird, dessen untere Grenze
eineinen um MeC11-75 liegt. Karbide vom Typ
.'orin Me ein Metall der Gruppe Va bedeutet,
..icmgegenüber bessL. als die angegebenen
e -.orn Typ MeC genetzt. Karbide der Metalle
ppe VIa werden ebenfalls von den Metallen tier \;ppe genetzt. Es zeigte sich ferner, daß Karbide
'jeneizi werden als beispielsweise Boride und
MeC. des Per
HfC. \
HfC. \
Eisengr
ivml.
flitKRi·.
besse:;
geniu'-im ai^
Met .
werde··
Karb'--:
tier ( n
Eiser .'
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Eiser .'
E- 1 al sich f«,nier gezeigt, daß die Härte in sehr
eigciuriiger Weise als eir.c Fun! .ion des Kohlenstoffgehalt^
der Karbide der Metalle der Gruppen IVa und Va aiii'ii'itt. So wird die Härte bei ,ermindertem Kohlenstoffgehalt
in Karbiden der Gruppe IVa. d. h. für TiC. /K' und HfC sowie für VC. kräftig erniedrigt,
wohingegen sie bei zunehmend geringerem Kohlenstoffgehalt i'ür NbC und TaC erhöht wird. Die Änderung
der 1 kiile mit dem Kohlenstoffgehalt ist bei allen Karbiden
sehr ausgeprägt. In der folgenden Tabelle werden die Härten angegeben, die als Vickershärte (HV) mit
50 g Gewicht gemessen sind.
HV
TaC1.,, 1400 kp mm-
I aC„,8 3000 kp, mm-
NbC1-0 1400kp'mm-
NbCn-7- 3200 kp,mm'-
VC0.,, 3000 kp/mm-
VC11-75 2000 kp/mm'-
TiC1-n 3000 kp/mm2
TiC0-6 1800 kp'/mm-
Aufgabe der Erfindung i:>t es, ein zur Herstellung
von Hartstofflegicrungen auf dem Sinterwegc verwendbares
Hartstoffpulver anzugeben, das zu sehr harten Hartmetailkörpern mit großer Dauerfestigkeit und
Elastizität führt,
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß die angegebene Aufgabe in besonders
vorteilhafter Weise dadurch lösbar ist, daß ein Hartstoffpulver geschaffen wird, dessen einzelne Pulverkörner
aus einem Kern genau definierter Zusammen-Setzung und einer an den Kern fest gebundenen
Außenschicht genau definierter Zusammensetzung bestehen.
Gegenstand der Erfindung ist ein aus Karbid, Nitrid und/oder Borid bestehendes Hartstoffpulver zur Vcr-Wendung
als Ausgangsmaterial für die Herstellung von mctallgcbundenen Hartstofflegierungen auf dem Sinbei
dem das einzelne Pulverkorn aus einem Kern und einer diesen Kern umhüllenden Schicht aus
Karbiden der Metalle Vanadium, Niob,Tantal, Chrom, Molybdän und Wolfram besteht, das durch gekennzeichnet
ist, daß der Kern aus Karbiden eines oder mehrerer der Metalle Titan, Zirkonium, Hafnium.
Vanadium. Niob, Tantal und/oder aus Nitriden oder Bonden eines oder mehrerer der Metalle Titan. Zirkonium,
Hafnium, Vanadium, Niob, Tantal, Chrom. Molybdän und Wolfram besteht und daß die Karbide
der den Kern umhüllenden Schicht nach der Formel Me2C oder MeC.r(mi! .v
< 1) zusammengesetzt sind und die Karbide der Formel MeCj- eine kubische Struktur
besitzen, mit der Maßgabe, daß Schicht und Kern eine voneinander verschiedene Zusammensetzung haben.
.ν variiert dabei vorzugsweise zwischen 0,85 als oberer Grenze bis zu dem unteren Zahlenwert, der von der
Phasengrenze des kubischen Karbids mit dem geringsten Kohlenstoffgehalt bestimmt wird. In besonders
bevorzugter Ausbildung liegt .v bei 0,70 bis 0,85. speziell bei 0.75.
Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung des Hartstoffpulsers, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man ein Pulver, dessen einzelne Körner aus einem Karbid eines oder mehrerer der
Metalle Titan, Zirkonium, Hafnium, Vanadium, Niob, Tantal und oder aus Nitriden oder Bonden eines oder
mehrerer der Metalle Titan. Zirkonium, Hafnium. Vanadium. Niob. Tantal, Chrom, Molybdän und
Wolfram bestehen, in Kontakt mit einem oder mehreren Halogeniden der Metalle Vanadium. Niob, Tantal,
Chrom, Molybdän und Wolfram bringt, mit der Maßgabe, daß das oder die Halogenide so ausgewählt
werden, daß die auf den Pulverkörnern durch Umsetzung mit dem Halogenid bzw. den Halogeniden
erzeugte Karbidschicht eine arx'ere Zusammensetzung hat als die Pulverkorner.
Das erfindungsgemäße Harvstoffpulver eignet sich zur Herstellung von metallgebundenen Harlstofflegierungen.
wobei vorzugsweise Eisen. Kobalt und oder Nickel als Bindemetalle dienen.
Nach dem Verfahren der Erfindung wird ein Kern, de;" aus sehr harten, in der Regel fest gebundenen
Metallverbindungen besteht, mit einer dünnen Schicht belegt, die am Kern fest gebunden ist und die leicht
mit Hilfe der Metalle der Eisengruppe gebunden werden kann. Diese Schicht darf innerhalb eines großen
Temperaturbereichs mit der den Kern aufbauenden Verbindung oder mit der verwendeten Bindemittelphase,
die in der Regel aus einem Metall der Eisengruppe (Fe. Co, Ni) besteht, nicht in nachteiliger
Weise reagieren.
Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung >vird zur Abscheidung von Metallkarbid auf den Partikeln
des Kernmaterials ein Pulver des Kernmaterials mit der gewünschten Partikelgröße in einer Atmosphäre,
die gegebenenfalls Kohlenwasserstoffe oder W'asserstoffgas
enthält, in Kontakt gebracht mit einem oder mehreren, ggf. gasförmigen Halogeniden des angegebenen
Typs. Diese Pulverherstellung kann auch in zwei Stufen durchgeführt werden, wobei im wesentlichen
reines Metall in der ersten Stufe gefällt und das gefällte Metall in der zweiten Stufe karburicrt wird.
Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung wird das Metallhalogenid in flüssiger Form oder Gasform
mit dem Kern des Hartstoffpulvers unter solchen Bedingungen in Kontakt gebracht, daß das Metallkarbid
eine Schicht auf dem Kern bildet. Werden Karbidkerne verwendet, so kann dieser Kontakt mit
2
dem Halogenid in solcher Weise hergestellt werden, daß eine Austauschreaktion eintritt, z. B. nach der
Gleichung
5 TiC+ 4 WCl5^ 5 TiCl, r 4 WC -f C
Falls die Hartmaterialkerne aus Bonden und Nitriden bestehen, muß eine Atmosphäre, die Kohlenwasserstoff
und vorzugsweise Wasserstoff enthält, verwendet werden. Die Dicke der Schicht kann von einigen
Zehntel μίτι bis auf mehrere μΐη dadurch variiert
werden, daß die Temperatur, das Verhältnis zwischen Halogenid und gegebenenfalls verwendetem Reduktionsmittel,
z. B. Kohlenwasserstoff, beispielsweise Methan, die Korngröße des Kerns und die Reaktionszeit
variiert werden.
Nach dem Verfahren der Erfindung ist es z. B. möglich, Titankarbidkörner (TiC) mit ein m Durchmesser
von rund I μηι mit einer 0.01—0,1 μίτι dicken Schicht
von reinem WC zu belegen. Alle geeigneten Typen von Schichten, z. B. WC, Mo2C, Cr3C2, Ta^Cx, Nb^Cx und
VyCj-, worin ν — 1 oder 2 und χ — 1 ist, können
Vorteilhafterweise dadurch erreicht werden, daß das entsprechende Metallhalogenid gegebenenfalls zusammen
mit Wasserstoff und/oder einem geeigneten Kohlenwasserstoff verwendet wird. Wie bereits erwähnt,
ist es auch möglich, die Abscheidung der Schicht auf dem Kern in zwei Stufen durchzuführen, wobei die in
der zweiten Stufe durchgeführte Karburierung vorzugsweise mit Kohlenwasserstoffen ausgeführt wird
Und wobei die Temperatur z. B. etwa 1000° C betragen
kann. Diese stufenweise Behandlung erweist sich insbesondere dann als geeignet, wenn eine unterstöchiornetrische
Karbidschicht gewünscht wird.
Die cinterung der mit der angegebenen Schicht versehenen
Hartstoffpulverkörner mit einem Bindemittel wird bei erhöhter Temperatur und Atmosphärendruck,
vorzugsweise jedoch bei erhöhtem Druck, durchgeführt. Die Sintertemperatur wird so gewählt, daß das
Bindemetall oder sein Eulektikum mit dem angrenzenden hartmetall in flüssiger Phase vorliegt. Es liegt im
Können des Fachmannes, diese Sinterung durchzuführen und die richtige Temperatur sowie Druckverliältnisse
zu erwählen.
Vorteilhafte Ausiührungsformen der Erfindung werden im folgenden näher beschrieben.
Ein sehr harter, in der Regel fest gebundener Kern eus TiC ist mit einer dünnen Schicht aus Karbiden der
Gruppe Va, beispielsweise NbC.r oder TaCx verschen,
wobei .v < 1,0, optimal ^0,75 bis 0,85 ist. Ein derartiges
FlartrtoffpuKerkorn ist sehr hart und weist eine
Vickershärte von HV >3000 kp/mm2 auf. Es kann auch leicht mit Hilfe von Co, Ni oder Fe gebunden
Werden. Die Hartmetallphase liegt in diesem System nach der Sinterung in Form von kantigen Körnern vor.
Das Schichtmaterial kann ferner auch aus V2C, Nb2C
oder Ta2C bestehen.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist der sehr harte Kern aus TiC mit einer Schicht
von Wolfram-, Molybdän- oder Chromkarbid, also Karbiden von Metallen der Gruppe VIa, belegt. Das
Hartstoffpulverkorn ist auch in diesem Falle sehr hart, obgleich Wolfram-, Molybdän- bzw. Chromkarbid
etwas weniger hart als TiC sind. Das Korn kann leicht mit Co, Ni oder Fe gebunden werden. Die Hartmetallphase
liegt in diesem System nach der Sinterung in Form von etwa abgerundeten Körnern vor.
Das in diesen Ausführungsformen den Kern der Hartstoffpulverkörner bildende TiC kann auch durch
andere harte Metallverbindungen, z. B. TiB2, WB oder TiN, ersetzt werden.
Besteht die Schicht aus TaC0t8, so reagiert diese
nicht mit den Kernen aus TiC, und die Diffusion isi ebenfalls mäßig. Die Schicht aus TaC0,8, die von TiC
an der Oberfläche gut gebunden wird, wird auch gut von Nickelmetall genetzt, und nach der Sinterung be
145ܰC wird eine feinkörnige Hartstofflegierung erhalten. Der erhaltene gesinterte Körper weist eine Vickershärte
HV3 bis zu 1600 kg/mm2 auf, wenn das Bindemittelmetall weniger als 30 Gewichtsprozent ausmacht
Die Biegefestigkeit liegt über 250 kg/mm2 und ist dem zufolge sehr gut im Vergleich zu klassischem, sehr
elastischem, aber weniger hartem zementiertem Karbic aus WC-Co, das eine Biegefestigkeit von ungefäh:
250 kp/mm2 und eine \..kershärte HV3 von run;
1300 kp/mm2 aufweist.
Es hat sich ferner gezeigt, daß Schichten aus NU
mit Kernen aus TiC nicht in nachteiliger Weise reagieren und daß auch die Diffusion verhältnismäßig gering
ist, weshalb eine derartige Schicht aus WC auch bei hohen Temperaturen, z. B. bei etwa 1200'C, dünn
und wohl definiert ist. Solche Temperaturen können beispielsweise beim Drehen "rhalten werden, wie mit
Hilfe einer Mikrosonde näher studiert worden ist. Die Schicht aus WC wird auch sehr gut an den Oberflächen
des Titankarbidkerns gebunden und kann von einer elastischen Kobaltphase durch Sinterung bei
ungefähr 1400 C leicht gebunden werden. Die erhaltene Hartstofflegierung zeichnet sich durch große
Härtt, große Biegefestigkeit und große Dauerfestigkeit aus. In einem Hartmetallkörper mit der Zusammensetzung
60 Gewichtsprozent TiC. 10 Gewichtsprozent WC und 30 Gewichtsprozent Co wurden eine Vickershärte
HV3 von s-1600 kp/mm2 und eine Biegefestigkeit
von beinahe 300 kg/mm- erhalten. Das Titankarbid liegt hierbei in Form von etwas abgerundeten
Körnern vor. Werden diese Werte mit denen des bekannten Systems aus 87 Gewichtsprozent WC und
13 Gewichtsprozent Co verglichen, das eine Vickershärte HV3 von ungefähr 1200 kp,mm2 und eine Biegefestigkeit
von ungefähr 250 kp/mm2 aufweist, so sind die erfindungsgemäß erzielbaren Vorteile offensichtlich.
Die Karbidkorngroße beträgt dabei in beiden Systemen weniger als 3 am.
In den aus dem Hartstoffpulver nach der Erfindung hergestellten gesinterten Körpern kann die Bindephase
auch aus Legierungen bestehen, welch'; andere Elemente
enthalten als solche der Viii. Gruppe des Periodensystems.
So können z. B. Bindephasen aus legiertem oder unlegiertem Stahl verwendet werden, wenn das
Netzen urj die Bindung gegenüber dem Kernmaterial auch in diesen Fällen von der aufgetragenen Schicht
verbessert werden. Derartige stahlgebundene, gesinterte Körper sind z. B. als Verschleißteile verwendbar.
Ferner kann ein Teil des Hartmetalls des gesinterten Körpers z. B. aus WC, Mo2C, Cr3C2 oder einem
gemischten Karbid des Types WC/TiC bestehen.
Die erfindungsgemäß erzielbaren Vorteile können ferner auch erhalten werden, wenn ein Teil der beschichteten
Kerne oder Partikeln durch feuerfeste Metallkarbidkörner oder -partikeln ersetzt werden, die
durch Metalle der Eisengruppe und deren Liegerungen genetzt werden können. Beispiele für derartige netzbare
Karbide sind z. B. WC, Mo2C, Cr3C2, gemischte
Kristall: von mindestens zwei derartigen Karbiden
sowie gemischte Kristalle (ζ. B. eine feste Lösung) des Systems WC-TiC. Die Menge der netzbaren feuerfesten
Metallkarbide, die im Gemisch verwendbar sind, liegt beim 0 bis 10-fachen der Menge der vorhandenen,
beschichteten Körner des angegebenen Typs.
In der gesinterten Hartstofflegierung kann die Gesamtmenge an harten Metallpartikeln des angegebenen
Typs im Bereich von etwa 30 bis 96 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 50 bis 95 Gewichtsprozent, vorliegen,
wobei das Bindemetall der Eisengruppe etwa 70 bis 4 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 50 bis
5 Gewichtsprozent, beträgt.
Das mit dem erfindungsgemäßen Hartstoffpulver verwendbare Bindemetall beispielsweise besteht aus
Eisen, Nickel und Kobalt sowie Eisenbasis-, Nickelbasis- und Kobaltbasis-Legierungen. Ein Beispiel für
eine Eisen-Basis-Legierung ist ein Stahl, der 5% Cr, 5% Mo, 0,5% C und der Rest im wesentlichen Eisen
enthält. Eine Nickelbasis-Legierung ist eine, die aus 5% Cr, 5% Mo, 0,1 % C und deren Rest im wesentlichen
aus Nickel besteht. Ein Beispiel für eine Kobaltbasis-Legierung ist eine Verbindung mit hohem Chromgehalt,
die aus 20% Cr, 5% W, 1 % C besteht, wobei der Rest im wesentlichen Kobalt ist. Es ist zu erkennen,
daß eine große Vielfalt von Legierungen auf der Grundlage von Eisen, Nickel und/oder Kobalt als Bindemetall
verwendet werden kann.
Auf 1 kg TiC-Pulver, Korngröße < 3 μπι, ließ man
WCl6 in Gasform bei 9500C während einer Stunde
einwirken. Die Analyse zeigte, daß das TiC-Pulver etwas mehr als 9 Gewichtsprozent W enthielt. Das
Pulver wurde in reinem Wasserstoffgas bei 1350'C
während einer halben Stunde behandelt, und danach wurde das Pulver wieder analysiert. Nur TiC und
WC-Phasen konnten in den Röntgenmessungen nach dem Guinier-Hägg-Verfahren entdeckt werden. Das
belegte TiC-Pulver wurde danach während 40 Stunden in einer Trommelmühle zusammen mit 30 Gewichtsprozent
Co und 2 Gewichtsprozent Wachs gemischt. Nach dem Pressen wurden eine Versinterung bei 900° C
während einer Stunde in Wasserstoffgas und die Endsinterung bei 1420 C während einer und einer halben
Stunde unter Vakuum ausgeführt. Bei den gesintert Körpern (zwanzig) wurden die Biegefestigkeit gemäß
schwedischem Standard schwedische Informationsschrift 112 618 (nach dem Stäbe einer Länge von
20 mm. einer Dicke von 5.25 - 0.25 mm und einer Breite von 6.50 ± 0,25 mm auf Stützglieder bei einer
Stützweite von 15.0 :- 0.5 mm aufgebracht und zwischen
den Stützgliedern bis zum Bruch belastet werden), die Porosität gemäß ASTM B 276-54 (wonach
man in 3 Porositätst;-pen A. B und C unterteilt [A für
eine Porengröße unter 10 μ; B für eine Porengröße zwischen 10 und 40 μ und C für Poren in Gegenwart
von freiem Kohlenstoff] und jeden Typ nochmals in
6 Klassen unterteilt, wobei die Klasse 1 dem kleinsten und di. Klasse 6 dem größten Porositätsgrad entspricht),
die Vickershärte unter Anwendung einer Last von 3 kp und die MikroStruktur bei 1500-facher Vergrößerung
geprüft.
Alle Prüfungen wurden zum Vergleich auch an einem Standardkörper von TiC-30% Co durchgeführt,
welcher auch gemäß dem oben erwähnten Schema behandelt worden war. Die Verbreitung der WC-Schicht
wurde im einzelnen in einer Mikrosonde studiert und die Schicht erwies sich als wohl abgegrenzt
und dünn.
Ergebnisse normales TiC belegtes TiC
TiC-30%Co TiC (10% WC)-
-30% Co
Biegefestigkeit 129kp/mm 284 ± 19 kp/mm
Porosität große Poren A 2
B4
Härte HV schwer zu messen 1598 kp/mm2
MikroStruktur grobeTiC-Körner feinkörniges TiC
»5 oft mehr als 15 μ weniger als 4 μ
1 kg von TiC-Pulver, Größe durchschnittlich 3 μ, ao wurde mit 9% W-Pulver, 30% Co-Pulver und 2%
Wachs gemischt, und dann in einer Trommelmühle während 50 Stunden gemischt. Pressen, Vorsinterung
und Sinterung wurden gemäß Beispiel 1 ausgeführt. Die WC-Schicht wird während der Sinterung gebildet
und erscheint ganz diffus im Vergleich zu Beispiel 1, wo die WC-Schicht direkt auf dem Korn vor der
Siniefüfig gebildet wird. Nur eine unbedeutende Verbesserung
der Eigenschaften wurde im Vergleich zum TiC-30%-System erhalten. Die erhaltenen Ergebnisse
sind folgende:
160 ± 21 kp/mm2
A3
1315 kp/mm2
TiC, 6-7 μ
Biegefestigkeit
Porosität
Härte
Porosität
Härte
Mikrostruktur
1500 · Vergrößerung
Wenn man das gemäß dem Stand der Technik ausgeführte Beispiel 2 mit dem gemäß der Erfindung
ausgeführten Beispiel 1 vergleicht, sieht man, daß in Beispiel 1 die Biegefestigkeit um 124 kp/r^m2 höher,
d. h. 1,7 mal besser ist, die Härte um 283 Härtecinheiten
größer und die äußerste Korngröße viel kleiner (mindestens 38% kleiner) ist.
Auf 1 kg WB-Pulver, Korngröße durchschnittlich 3 μπι, ließ man gasförmiges TaQ5 und CH4 bei 95O0C
während ungefähr einer Stunde einwirken. Die Analyse zeigte, daß das WB-Pulver ungefähr 6% Ta enthielt
Das Pulver wurde bei ungefähr 13500C in Wasserstofl
während einer halben Stunde behandelt, wonach WE und TaC-Phasen durch Anwendung von Röntgen
und Mikrosondenanalysen entdeckt wurden. Das be legte WB-Pulver wurde während 50 Stunden in einei
Trommelmühle mit 10% Ni und 2% Wachs gemischt Ein Körper wurde wie im Beispiel 1 hergestellt, um
der Körper wurde dann bei 9000C in Wasserstof während ungefähr einer Stunde vorgesintert um
schließlich bei ungefähr 1450° C während ungefäh 1 bis 1 Vi Stunden ;r» Vakuum gesintert. Der gesintert
Körper wurde im Vergleich zu einem Standardkörpei der WB-10% Ni enthielt, wie im Beispiel 1 geprüf
309522«/
Die erliallcncn Ergebnisse sind folgende:
nicht belegtes WB belegtes WB
Zusammen- WB - 10% Ni WB (TaC 6%)
Setzung —10% Ni
Biegefestigkeit 114 ± 34 kp/mm2 24.5 ± 18 kp/mm2
(Grobe Körner) Härte
Mikrosturktur
bei 1500 .v
bei 1500 .v
10 ^
schwer zu messen
schwer zu messen
Grobe WB-Körner. im allgemeinen mehr als
15 μ
15 μ
1670 kp/mm2
Feinkörniges WB im allgemeinen weniger als 4 μ
Der TaC-Belag auf dem WB-Kern entsprach der Formel MeC3; mit .v kleiner als 1, und zwar ungefähr
ίο 0,75 bis 0,85.
Claims (6)
1. Aus Karbid, Nitrid und/oder Borid bestehendes Hartstoffpulver zur Verwendung als Ausgangsmaterial
für die Herstellung von metallgebundenen Hartstoff legierungen auf dem Sinterwege, bei dem
das einzelne Pulverkorn aus einem Kern und einer diesen Kern umhüllenden Schicht aus Karbiden der
Metalle Vanadium, Niob, Tantal, Chrom. Molybdän und Wolfram besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern aus Karbiden eines oder mehrerer der Metalle Titan, Zirkonium, Hafnium,
Vanadium. Niob, Tantal und/oder aus Nitriden oder Bonden eines oder mehrerer der Metalle
Titan. Zirkonium. Hafnium, Vanadium. Niob. Tantal. Chrom. Molybdän und Wolfram besteht
und daß die Karbide der den Kern umhüllenden Schicht nach der formel MeX oder MeCj- (mit
χ · 1) zusammengesetzt sind und die Karbide der
Formel MeC., eine kubische Struktur besitzen, mit der Maßgabe, daß Schicht und Kern eine voneinander
verschiedene Zusammensetzung haben.
2. HartstoffpuKer nach Anspruch I, dadurch
gekennzeichnet, daß .v in der Formel MeC, einen
Zahlenwert \on 0.85 bis zu dem unteren Zahlenwert hat, der von der Phasengrenze des kubischen
Karbids bestimmt wird, das den geringsten Kohlenstoffgehalt
hat.
3. Hartpul\cr nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß ν in der Formel MeCr einen
Zahlenwert von 0,70 bis 0,85. vorzugsweise von etwa 0,75, besitzt.
4. Verfahren zur Herstellung eines Hartstoffpul\crs nach Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Pulver, dessen einzelne Körner aus einem Karbid eines oder mehrerer der
Metalle Titan. Zirkonium, Hafnium, Vanadium, Niob, Tantal und/oder aus Nitriden oder Boriden
eines oder mehrerer der Metalle Titan, Zirkonium. Hafnium, Vanadium, Niob, Tantal, Chrom. Molybdän
und Wolfram bestehen, in Kontakt mit einem oder mehreren Halogeniden der Metalle Vanadium.
Niob. Tantal, Chrom. Molybdän und Wolfram bringt, mit der Maßgabe, daß das oder die Halogenide
so ausgewählt werden, daß die auf den Pulveik^rnern durch Umsetzung mit dem Halogenid
bzw. den Halogeniden erzeugte Karbidschicht eine andere Zusammensetzung hat als die Pulverkörner
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man das zur Herstellung des Hartstoffpulvcrs verwendete Ausgangspulver in einer
reduzierenden Atmosphäre mit einem in gasförmigem Zustand vorliegenden Halogenid in Kontakt
bringt.
6. Verfahren nach Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das zur Herstellung des
Hartstoffpulvers verwendete Ausgangspulver zunächst in einer ersten Stufe in einer reduzierenden
Atmosphäre und danach in einer zweiten Stufe in einer kohlenwasserstoffhaltigen Atmosphäre mit
einem in gasförmigem Zustand vorliegenden Halogenid in Kontakt bringt.
Die Erfindung betrifft ein aus Karbid, Nitrid und/ oder Borid bestehendes Hartstoffpulver zur Verwendung
als Ausgangsmaterial für die Herstellung von metallgebundenen Hartstofflegierungen auf dem Sinterwege,
bei dem das einzelne Pulverkorn aus einem Kern und einer diesen Kern umhüllenden Schicht aus
Karbiden der Metalle Vanadium, Niob, Tantal, Chrom, Molybdän und Wolfram besteht, und sie
betrifft ferner ein Verfahren zu dessen Herstellung.
ίο Die immer größeren Ansprüche an Konstruktionsund
Hochtemperaturmaterialien in der modernen Technologie erfordern indirekt neue Hartstofflegierungen
zur Bearbeitung dieser Materialtypen. Die Entwicklung geht in Richtung härterer Hartstofflegierungen
wobei jedoch deren vergleichswe.. e geringe Elastizität ein Problem ist. Ferner sind auch härtere
Verschleißteile als die gegenwärtig verwendeten erwünscht.
Es ist schon lange bekannt, daß zahlreiche, in Hart-Stofflegierungen
verwendbare, sehr harte Metallverbindungen, z. B. Titankarbid, Titanoorid und WoIframborid,
nur unter sehr großen Schwierigkeiten von einer elastischen Metallphase gebunden werden können.
Hartstofflegierungen, die diese sehr harten Metallverbindungen enthalten, haben sich daher als sehr
spröde erwiesen und keine industrielle Anwendung gefunden. Da andererseits diese harten Metallverbindungen
in der Regel sehr billig sind, ist es \on großer Bedeutung, sie und zahlreiche Verbindungen vergleichbaren
Typs als Bestandteile in Hartstofflegierungen verwenden zu können. Für Werkstoffe mit verbesserten
Eigenschaften in bezug auf z. B. Schneidhaltigkeit und Rotgluthärte von Schneidlegierungen oder Warmfestigkeit.
Zunder- und Dauerstandsverhalten \on Hochtcmppraturlegierungen sind auch bereits schmelzmetallurgi->ch
herstellbare Hartmetalle bekannt, die z. B. aus 9 bis 70 Volumprozent eines Gemenges aus
20 bis 60 Volumprozent Vanadiumkarbid und 40 bis 80 Volumprozent Titanknrbid, Rest Bindemctailegierung
auf der Basis von Eisen, Cobalt und/oder Nickel mit weiteren Legierungskomponenten, bestehen.
Aus der österreichischen Patentschrift 261 920 ist auch bereits ein unter anderem aus Karbid. Nitrid
und/oder Borid bestehendes Hartstoffpulver des angegebenen Typs bekannt, bei dem das einzelne Pulverkorn
aus einem Kern und einer diesen Kern umhüllenden Schicht, die Karbide der Metalle Vanadium, Tantal,
Chrom, Molybdän oder Wolfram enthält, besteht. Es sind große Anstrengungen gemacht worden, um
das Netzen und die Bindung der obenerwähnten harten Verbindungen durch Zusatz von Metallen des verschiedensten
Typs zur Bindephase zu verbessern. Das zugesetzte Nietall kann unter gewissen Bedingungen
eine Mischkarbidschicht auf den festen Hartmaterialien während der Sinterung bilden. Dieses bekannte
Verfahren ergibt jedoch eine zu diffuse Oberflächenschicht auf dem Hartmaterial, und die Bindung wird
nicht nennenswert verbessert. Als einziges erfolgreiches derartiges System ist das System TiC-Ni(Mo) bekanntgeworden,
vobci Molybdän oder Molybdänkarbide zum Nickelmetall vor der Sinterung zugesetzt werden
und das TiC-Pulver völlig frei von Molybdän ist. Es ist ferner bekannt, Molybdänmetall zu einem Hartiriwtallsystem,
das TiC enthält, in der Weise zuzusetzen, daß das Mo-Mctall vor der Sinterung auf den TiC-Kernen
abgesetzt wird, was zu einer verbesserten Verteilung von Mo im System führt. Dieses Verfahren
ergibt jedoch nur eine unbedeutende Verbesserung
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