DE2000867C - Datenspeichereinrichtung mit einem bandförmigen Aufzeichnungsträger - Google Patents
Datenspeichereinrichtung mit einem bandförmigen AufzeichnungsträgerInfo
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Description
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Die Erfindung hetrilTl eine Datenspeicherehneh- Außenwand aufgeklappten Kassettendeckel die Rolle
lung mit einem bandförmigen Aufzeichnungsträger in Drehung versetzbar und mittels eines verbreiterten
und einem, zwei Vakuuinsäulen zur Aufnahme von Bereichs in der darunter befindlichen Vakuumsäule
Bandvorratsschleifen enthaltenden Vakuumsystem, zunächst eine Bandschleife bestimmter Lange in die-
hei welcher eine auswechselbare Bandkassette an das 5 ser Vakuumsäule ausbildbar ist.
Vakuumsystem anschließbar und das Band unter der In vorteilhafter Weise erfolgt der Rücktransport
Wirkung der Vakuunikräfte aus der Bandkassette des in Verarbeitung befindlichen Bandes dadurch,
herausziehbar, mit einer zwischen den Vakuumsäulen daß auf der Achse der in der Bandkassette gelagerten
angeordneten, steuerbaren Transportrolle in Eingriff Rolle eine mit einem Riiekspulantrieb in Eingriff
bringhar und an einem Schreib-./Lesekopf vorbei- io bringbare Kupplungsscheibe angeordnet ist.
führhar isl nie erfindungsgemäße Einrichtung ist in vorteil-
Speichereinrichtungen der genannten Art sind ins- hafter Weise so ausgebilder, daß in der Rückwand der
besondere als Magnetbandspeicher bekannt. Bei Vakuumkammer innerhalb des von der beim öffnen
einem bekannten Magnetbandspeicher besteht der des Kassettendeckels gebildeten Bandschleife bc-
Bandvorrat aus einer Reihe von endlosen Bandschlei- 15 grenzten Bereichs eine mit dem Außenraum in Ver-
fen, die jeweils :r, gefaltetem Zustand in einer am bindung stehende öffnung angeordnet ist. Das einmal
Umfang des Vakuumraumes angeordneten, läng- aus der Kassette herausgezogene Band wird mit sei-
lichen Kassette untergebracht sind. Nach Ansteuerung nen Endbereichen gegen die Außenwände der Va-
ciner bestimmten Kassette wird die in ihr enthaltene kuumkammer gelegt. Erfindungsgemäß sind hierzu
Bandschleife durch Vakuumkräfte in den Vakuum- 20 auf beiden Seiten der Aufnahme für die Bandkassette
raum hineingezogen und mit einer Transportrolle und steuerbare Vakuumöffnungen angeordnet, durch
dem Schreib-ZLesekopf in Eingriff gebracht. Das Zu- welche die Endbereiche des aus der Bandkassette
rückziehen der Bandschleife in die Bandkassette nach herausgezogenen Ba:ides fest mit der Außenwand
Gebrauch erfolgt ebenfalls durch Vakuumkräfte, die der Vakuumkammer verbindbar sind,
am äußeren Ende der Bandkassette angreifen, as Zur Steuerung des Veraibeitungsbetriebes, bei
Wesentlich für die Wirkungsweise dieser Speicher- welchem abwechselnd die Vorratsschleifen in den
anordnung ist das Zusammenspiel der endlosen Band- Vakuumsäulen vergrößert und verkleinert werden, ist
schleifen mit den in bestimmter W ise angeordneten es vorteilhaft, daß in der Nähe der Bandenden Mar-
Vakuumöffnungen der Vakuumkammer. Auch kön- kierungen auf dem Band angeordnet sind, durch
non die Band^ehleifen nur eine begr. .izte Länge ha- 30 welche in Verbindung mit Abtasteinrichtungen der
ben. da sonst die Bandkassetten unhandlich werden. Vorschub des Bandes beim Erreichen einer Mindcst-
Dic Speicherkapazität der einzelnen Bandkassetten schleifenlänge unterbrechbar ist.
ist daher bei dieser Speicheranordnung sehr begrenz». Eine vorteilhafte Ausbildung der Einrichtung be-
Bei einem anderen bekannten Magnetbandspeicher steht ferner darin, daß die Vakuumsäulen an ihren
dieser Art enthält eine Bandkassette zwei Vorrats- 35 unteren, der sie verbindenden Vakuumkammer gegenspulen,
zwischen denen ein Band endlicher Länge überliegenden Enden über eine gemeinsame, einen
unter Ausbildung von Schleifen in zwei Vakuum- Druckausgleich zwischen den Vakuumsäulen ermögsäulen
hin und her gewickelt werden kann. Bei die- lichende, zugleich das /ur Entlüftung dienende Vensem
Magnetbandspeicher sind für beide Vorrats- til aufnehmende Vakuumkammer mit der Vakuumspulen
kuppelbare Antriebe und Bremsen erfordcr- 40 pumpe verbunden sind.
lieh, die, um das Abwickeln und Aufwickeln des Da bei der erfindungsgemäßen Einrichtung k?iner-Batules
vorzunehmen, von einer Servosteuerung ge- lei Vorratsspulen verwendet werden, ist der Antrieb
schaltet werden. Diese Speichereinrichtung unter- des Bandes sehr einfach, und c, besteht kein Unterscheidet
sich von den sonst üblichen, zwei Vorrats- schied zwischen Vorwärts'.ransport und Rücktransspulen
verwendenden Speichercinrichtungen somit 45 port. Diese Veihältnisse können in vorteilhafter
im wesentlichen nur dadurch, daß die Bandspulen Weise dadurch ausgenutzt werden, daß das Band eine
mit dem Bandvorrat in einer Kassette untergebracht Reihe von nebeneinandcrliegenden Aufzeichnungsind.
Dadurch wird zwar das Auswechseln der Band- spulen aufweist und daß bei dem durch einen Schrittspulen
erleichtert, doch sind auch in diesem Falle die motor i|uer zum Band verschiebbaren Mehrfachrelativ aufwendigen An.riebs- und Brcmsvorrichtun- 50 Schreib- I.esekopf in einer Anzahl von Spuren dei
gen für die Bandspulen erforderlich. Schreibkopf vor dem Lesekopf und in anderen Spu-
Aufgabe der 1 Hindun g ist es. eine Speichercinriih- rcn der I esekopf vor dem Schreibkopf angeordnet ist
Hing eier eingangs genannten Art anzugeben, bei wel- Die F rfindung wird in cin»*m durch die Zeichnun
eher die Speicherkapazität der einzelnen Bandkasset- gen erläuterten Ausführungsbeispiel an Hand eine
k'ii wesentlich erhöht ist, trotzdem über die rasche 55 Magnetbandspeichers beschrieben. Ils zeigt
Ausbildung der Bandschleifen in der Vakuumkammer F i g. 1 die als Ausführimgsbeispiel dienende Ma
in solcher Form gewährleistet isl, wie sie für ein ein- gnetbandspeichcreinrichtung in schaubildlicher An
wnndfreics Transportieren des Bandes mit stetigem sieht,
Anliegen am Magnetkopf erforderlich sind. Gleich- Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie 2-2 ii
/eilig sollen die Bandkassette!! möglichst klein und 6o Fig. I,
handlich ausgebildet und auch zum niüschiiielicn Fig. 3 eine Bandkassette in schnuhikllichcr An
Transport und F.inset/en in das Gerät geeignet sein. sieht, teilweise geschnitten,
Frl'uulungsgemäH wird diese Aufgabe dadurch ge- F i g. 4 die in F i g. 3 dargestellte Bandkassette ir
löst. (|,ih die Bandkassette, in weither this Hand auf Querschnitt.
i.mcr frei drehbaren Rolle aufgewickelt und mit sei- f>5 F i g. 5 bis H in Seitenansicht das Vakuumsystem
ii'pn Luden ,im Kassettendecke! und an der Rolle he- der .SpeicliercinridiMini·. während des Heraus/icher
ft -.ii τ.Ι ist, oberhalb einer der Vakuimi-iulcn einset/- des Bandes aus der Bandkassette unter Bildung dt
'> " "-' 1HiIi 1I iliirih den unter Federkraft liegen die Vorratsschlrifcn und
F i g.9 die zur Begrenzung des Bandvorschubs dienenden
Abtasteinrichtungen im Schnitt entlang der Linie 9-9 in F i g. 7.
In F i g. 1 ist die als Ausführungsbeispiel dienende
Magnetspeichereinrichtiing schaubildlich dargestellt.
Es wird bemeikt, daß es sich bei der Verwendung fines Magnetbandes als Speichermedium lediglich
um ein Ausführungsheispiel handelt und daß die Einrichtung
ebensogut mit anderen Arten von bandförmigen Aufzeichnungsträgern, beispielsweise solchen
fnit optischer Aufzeichnung oder mit Aufzeichnung durch Oberflächendeformation ausgerüstet sein kann.
In Fig. 1 ist mit 10 das Gehäuse bezeichnet, das das Vakuumsystem 12 aufnimmt. Das in Form eines
nach unten offenen U ausgebildete Vakuumsystem 12 besteht aus den Vakuumsäulen 14 und 16, die oben
durch die Vakuumkammer 18 verbunden sind. Das Vakuumsystem wird durch die Seitenwä-.de 20 und
22, die Deckfläche 24 und die Bodenfläche 26, die Rückwand 28 und die als Tür ausgebildete Frontwand
30 abgeschlossen. Die inneren Trennwände der Vakuumsäulen 14 und 16 sind mit 32 bezeichnet.
Beide Vakuumsäulen 14 und 16 sind an ihren unteren Enden über die öffnungen aufweisenden Platten
36 mit der Vakuumkammer34 verbunden (Fig. 8).
Der Zweck dieser Vakuumkammer wird später erläutert werden.
An den oberen Enden der Trennwände 32 ist die zylindrische, über die ganze Tiefe des Vakuumsystems
12 von der Frontwand 30 bis zur Rückwand 28 sich erstreckende Transportrolle 38 angeordnet.
Die Transportrolle 38 ist in dem auf den Stirnseiten der Trennwände 32 befestigten Bügel 39 gelagert, der
sich durch die Rückwand 28 über dac Gehäuse hinaus
erstrecl '. und den Antriebsmotor 40 aufnimmt. Der Durchmesser der Transportrolle ist mindestens
gleich groß, vorzugsweise etwas größer ais der Abstand zwischen den Vakuumsäulen 14 und 16. Unterhalb
der Transportrolle ist der Schreib-/Lesekopf 41 auf einer der Trennwände 32 derart befestigt, daß
seine Lauffläche mit der Trennwand der Vakuumsäule 14 fluchtet oder etwas in diese Vakuumsäule
hineinragt.
Zur Aufnahme des Magnetbandes 42 (Fig. 3), im
folgenden kurz Band genannt, ist in der Deckfläche 24 auf der linken Seite die öffnung 44 angeordnet.
Das Band selbst ist in der Bandkassette 46 enthalten, die über die öiinung 44 an das Vakuumsystem angeschlossen
werden kann. Die Bandkassette 46 und die Art und Weise, in welcher das Band in ihr enthalten
ist. Können verschiedenartig ausgebildet sein, auf jeden Fall sind jedoch die beiden F.nden des Bandes
mit der Bandkassette verbunden, und der zwischen diesen Finden hegende Bandabschnitt kann du'ch die
Öffnung 44 in 'las Vakuumsystem hinein- und wieder herausgezogen werden. Die in den Fig. 3 und 4
dargestellte Handkassette hat die Form eines Kästchens mit einer drehbar gelagerten Rolle 48, auf
welche das Band aufgewickelt ist. Eine Seite des
Kästchens bildet einen aufklappbaren Kassettendecke! 50, an dessen Ai ßcnkantc ein Ende des Bandes
befestigt ist, während das andere Ende des Bandes mit der Rolle 48 verbunden ist Nach dem Einsetzen
der Bandkassettt über der Öffnung 44 wird der Kassettendecke! 50 geöffnet, so d.iß das Band in
'lic Vakuumkammer 18 hineingezogen werden kann. ) )cr auf der Rolle 48 vorhandene Bandvorrat ist groß
iM.ruu!, um über die Transportrolle 38 bewegte Vorratsschleifen
in den Vakuumsäulen 14 und lii zu bilden. Wenn das Band vollständig von der Rolle 48
abgezogen ist, wird das mit der Rolle verbundene Ende in die rechte obere Ecke der Vakuumkammer
18 gezogen und von der Transportrolle abgehalten. Von da aus läuft das Eand in die Vakuumsäule 16
unter Bildung einer Schleife und sodann über die Transportrolle 38 und den Schreilv/Lesekopf 41 in
die Vakuumsäule 14 unter Bildung einer zweiten in Schleife und Schließlich der linken Wand der Vakuumkammer
18 entlang zum Kassettendeckel 50. an welchem das andere Ende befestigt ist.
Das Band 42 wird innerhalb des Vakuumsystems durch Betätigung der Transportrolle 38 zwischen den
Vakuumsäulen 14 und 16 hin und her bewegt, so daß der als Speichermedium ausnut/hare Teil des Bandes
am Schreib-/Lesekopf 41 vorm.'geführt wird. Wie aus Fig. 8, in welcher die möglichen Extremstellungen
der Bandschleifen in ausgezogenen und gestrichelten Linien dargestellt sind, zu ersehen ist, ist
hierbei nur ein relativ kleiner Teil des Bandes für die Aufzeichnung von Informationen nicht verwendbar.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Bandkassette
46 besteht, wie bereits erwähnt, aus einem rechteckigen Kästchen mit dem un; mindestens 90'
schwenkbaren Kassettendeckel 50, der eine vollständige öffnung der Bandkassette ermöglicht. Ein durch
den Stößel 54 betätigbarer Verriegelungsniechanismus hält den Kassettendeckel in der geschlossenen Stellung,
in welcher er unter der Spannung der Feder 52 steht. Wenn der Stößel 54 niedergedrückt wird, wird
der Kassettendeckel freigegeben und schnappt unter dem Einfluß der Feder 52 in die geöffnete Stellung.
Die Achse 56 der frei drehbaren Rolle 48 trägt an einem, durch eine Seitenwand der Bandkassette herausragenden
Ende die Kupplungsscheibe 58, die dazu benutzt wird, das Band auf die Rolle 48 zurüekzuwickeln.
Die oberhalb der öffnung 44 zum Anschluß der Bandkassette 46 angeordnete Aufnahme ist in den
F i g. 2 und 5 dargestellt. Diese Aufnahme besteht aus dem rahmenförmigen Bügel 60, der oberhalb der
öffnung 44 angeordnet ist. Der Bügel 60 weist an einer Stirnseite die öffnung 62 auf, durch welche die
Bandkassette eingesetzt werden kann und besitzt eine schwenkbare Deckplatte 64, durch welche die eingesetzte
Bandkasset'e gesichert wird. Die Bandkas. ette wird mit dem Kassettendeckel 50 nach unten
über die öffnung 44 eingesetzt. Der Bügel 60 enthält ferner eine aus uem Stößel 66 und dem Magneten 68
bestehende Steuereinrichtung zum öffnen der Kassetendeckelverriegelung.
Bei Betätigung des Magneten 68 wird der Stößel 66 durch eine öffnung in der
Deckfläche des Rahmens 60 nach unten getrieben, so daß der Stößel 54 der Kassettendcckclverricgelung
betätigt wird und den Kassettendecke' 50 freigibt. Daraufhin schwingt der Kassettendecke! unter dein
Einfluß der Feder 52 schnell nach unten, bis er an der Seitenwand 15* der Vakuumkammer 18 anliegt.
Dabei wird ein kleiner Abschnitt des Bandes von der Rolle abgewickelt und in die Vakuumkammer hineingezogen.
Durch die Trägheit der Rolle setzt sich diese Drehbewegung auch nach dem Zur-Ruhe-Kommcn
des Kassettcndeckcls fort, so daß eine größere Bandes schleife, wie in Fig. 5 dargestellt, in die Vakuumkammer
hineinragt.
Etwa gleichzeitig mit dem öffnen des Kasscttendeckels
wild der Druck in der Vakuumkammer 34,
die über die Rohrleitung 71 mit der Vakuumpumpe Umschlingswinkels des Bandes ist ein guter Reibungs-
70 verbunden ist, und damit auch in den Vakuum- Schluß gewährleistet.
säulen 14 und 16 und der sie verbindenden Vakuum- Während der Verschiebung der Bandschleifen
kammer 18 erniedrigt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist könnte in den Vakinimsäulen eine Druckdifferenz
die Breite des Bandes 42 gleich der Tiefe des Va- 5 auftreten. Diese wird dadurch vermieden, daß die
kuumsystcms. Das Band bildet somit einen durch die beiden Vakuumsäulen an ihren unteren Enden in die
öffnung 44 begrenzten Abschluß des Vakuumsystems, ihnen gemeinsame Vakuumkammer 34 einmünden,
und der sich ausbildende Druckunterschied bewirkt. durch welche jederzeit ein Druckausgleich zwischen
daß die in den Verarbeitungsraum hineinragende den Vakuumsäulen hergestellt wird.
Bandschleife immer größer wird, währenddem das io Während des Betriebes ist es erforderlich, die
Band von der Rolle 48 abgewickelt wird. Zur Sicher- Größe der Bandschleifen zu überwachen und den
stellung dieses Ablaufs ist in der Rückwand 28 unter- notwendigen Umschlingungswinkel um die Transporthalb der öffnung 44 die öffnung 72 angeordnet. rolle 38 aufrechtzuerhalten. Die Übertragung des
durch weiche atmosphärischer Druck oberhalb der Bandes von der Vakuumsäule 16 in die Vakuumsäule
Bandschleife aufrechterhalten wird. 15 14 muß beendet werden, wenn eine Bandschleife von
Der Vorgang der Schleifbildung im Verarbeitungs- einer bestimmten Mindestlänge m der Vakuumsäule
raum unter dem Einfluß der durch die Vakuumkam- 16 erreicht ist. Entsprechend muß auch die Übertramer
34 zugeführten Vakuumkräfte ist in den F i g. 6 gung des Bandes von der Vakuumsäule 14 in die
und 7 dargestellt. Da die Ausbildung der Bandschlei- Vakuumsäule 16 beendet werden, solange die Bandfen
in erster Linie durch das von der Rolle 48 ab- ao schleife noch im Bereich des Schreib-/Lesekopfs 14
laufende Band begünstigt wird, besteht die Tendenz, bleibt. Die beiden Extremstellungen sind in der
daß sich die Bandschleife zunächst in der Vakuum- F i g. 8 mit ausgezogenen und mit gestrichelten Lisäule
16 ausbildet. Um diesem Umstand entgegen- nien dargestellt. Diese Begrenzung der Bandbewegung
zutreten und um eine gleichmäßige Ausbildung der geschieht durch Markierungen 82 und 84, die in Form
Bandschleifen zu erreichen, ist die Vakuumsäule 14 as von kleKien durchlässigen Bereichen in der Nähe des
in der Nähe ihres oberen Endes etwas verbreitert. hinteren Randes auf dem Band angebracht sind.
Wie dargestellt, erstreckt sich diese Verbreiterung Zur Abtastung der Markierung 82 ist in der Vaetwa
von der Höhe des Schreib-ALesekopfs nach kuumsäule 14 dicht unterhalb des Schreib-/Lesekopfs
oben. Da die auf die Vakuumsäulen ausgeübte Zug- 41 eine aus der Photozelle 86 und der Lichtquelle 88
kraft dem Querschnitt dieser Säulen proportional ist, 30 gebildete Abtasteinrichtung angeordnet, deren Signal
wird auf die Vakuumsäule 14 ein vergrößerter Sog anzeigt, daß die Schleife in der Säule 14 eine maximal
ausgeübt, so lange, bis die Vorratsschleife in dieser zulässige Höhe erreicht hat, und bewirkt, daß die
Vakuumsäule den verbreiterten Raum ausfüllt weitere Übertragung des Bandes in die Vakuumsäule
(Fig. 6). Danach bildet sich auch die Vorratsschleife 16 gestoppt wird. Wie in Fig. 9 dargestellt ist die
in der Vakuumsäule 16 aus (Fig. 7), da hier der Zu- 35 Photozelle 86 in der Trennwand 32 und die Lichtführung
des Bandes nur ein sehr geringer Widerstand quelle 88 in der Rückwand 28 angeordnet, derart,
entgegensteht. Am unteren Ende des verbreiterten daß das Licht der Lichtquelle 88 durch die Markie-Bereichs
der Vakuumsäule 14 ist in der Seitenwand rung 82 des Bandes 42 auf die Photozelle 86 fällt.
20 die Vakuumöffnung 74 angeordnet, durch welche Entsprechend sind die Lichtquelle 90 und die Photodas
mit dem Kassettendeckel verbundene Ende des 40 zelle 92 bezüglich der Vakuumsäule 16 zur Erken-Bandes
während seiner Verarbeitung fest an die nung der Markierung 84 beim Erreichen der maximal
Wand 20 angelegt wird. Die Vakuumöffnung 74 ist zulässigen Höhe der Vorratsschleife in dieser Säule
über die Rohrleitung 76 mit der Vakuumkammer 34 angeordnet.
verbunden, so daß die Vakuumöffnung 74 während Die Signale der Photozellen 86 und 92 werden der
der ganzen Betriebsfest untrr Unterdruck steht. 45 (nicht dargestellten) Steuerschaltung f«r Hf η An-
Nach dem das Band 42 in den Verarbeitungsraum triebsmotor 40 der Transportrolle 38 zugeführ*
übergeführt worden ist, wird sein mit der nunmehr Das in der als Ausführungsbeispiel dienenden Einleeren
Rolle 48 verbundenes Ende in der rechten richtung verwendete Magnetband ist breiter als die
oberen Ecke der Vakuumkammer 18 fixiert. Dies ge- gewöhnlich für derartige Zwecke verwendeten Bänschient
dadurch, daß die am oberen Ende der Seiten- 50 der, um eine möglichst große Informationsmenee ir
wand 22 angeordnete Vakuumöffnung 78 über die einer Bandkassette 46 unterzubringen Es wird eir
Leitung79 und das Ventil 80 (Fig. 1) mit der Va- Magnetband von 68.6mm Breite verwendet auf wel
kuumquelle verbunden wird. Das Ventil 80 wird ent- chem die Informationen in 128 parallelen Spurer
weder zu einem bestimmten Zeitpunkt nach dem untergebracht sind. Der Schreib-/Lesekopf 41 ist al·
öffnen der Bandkassette oder unter dem Einfluß 55 Vielfachmagnetkopf mit acht Spuren ausgebildet um
einer Abtasteinrichtung, die anzeigt, daß das gesamte ist quer zu der Bandlaufrichtung in 16 verschieden«
Band von der Rolle 48 abgelaufen ist, geöffnet. Stellungen verschiebbar, um alle Spuren des Bande·
Das auf die beschriebene Weise in das Vakuum- 42 zu erfassen. Der in F i g. 2 vereinfacht dargestellt«
system übergeführte und mit seinen Enden an den Antrieb des Magnetkopfs besteht aus der Führung 94
Wänden der Vakuumkammer 18 fixierte Band 42 60 die auf den Trennwänden 32 befestigt ist und dei
kann nunmehr unter der Wirkung der Antriebsrolle Schreib-/Lesekopf 41 bei seiner seitlichen Verschie
38 unter abwechselnder Vergrößerung und Verklei- bung aufnimmt. Der Antrieb zu dieser Bewegung er
nerung der Vorratsschleifen zur Verarbeitung hin folgt durch den hinter der Rückwand 28 aneeordne
und her bewegt werden. ten Schrittmotor 96. Um dem Schreib-/Lesekopf 4
Die Transportrolle 38 steht dabei mit dem Band 42 65 die nötige Bewegungsfreiheit zu ermöglichen ist di
lediglich in Reibungskontakt, obwohl auch andere Frontwand 30 in dem Bereich 98 ausgeweitet Wd di
Transportrollenanordnungen, beispielsweise Saug- Rückwand 28 weist eine Ausnehmung 100 auf
rollen, verwendet werden können. Wegen des großen Bei der Einrichtung werden beide Bandlaufrich
lungen zur Verarbeitung von Daten ausgenutzt. Dadurch
werden die Zugriffszeitcn bei der Aufzeichnung •nd der Wiedergabe wesentlich verkürzt. Zu diesem
fcwe,:■■< sind vier der einzelnen Spuren zugeordneten
Schreib-/ Leseköpfe des Vielfachmagnctkopfs so an-
t;ordnet, daß ihre Schreibköpfe 102 unterhalb der eseköpfe 104 liegen, und die anderen vier Schreib-/
leseköpfe sind so angeordnet, daß ihre Schreibköpfe 106 oberhalb der Leseköpfe 108 liegen.
Nach der Verarbeitung wird das Band 42 auf die Holle 48 in der Bandkassette 46 zurückgewickelt, und
die Bandkassette wird entfernt. Zuvor wird die Vakuumpumpe abgeschaltet und durch öffnung der
Ventile 80 und 109 (Fig. 8) das Vakuumsystem mit 4er Außenluft verbunden. Gleichzeitig wird die »5
Transportrolle 38 gestoppt. Das Rückspulen des Bandes erfolgt durch den Motor 110 (Fig. 2), der ober-IaIb
des Verarbeitungsraumes hinter der Aufnahme ■ngeordnet ist. Die Motorwelle 112 ist unter Wirkung
des Magneten 114 in axialer Richtung verschiebbar, ao
Dabei kommt die auf ihr angeordnete Kupplungsscheibe 116 mit der Kupplungsscheibe 58 der Rolle
48 in Eingriff. Nach Beendigung des Aufwickelvorganges
wird der Kassettendeckel 50 wieder automaisch geschlossen. Nach Abschaltung des Motors 110 »5
In.iiii die Bandkassette entweder von Hand oder
durch eine mechanische Vorrichtung ausgewechselt »erden.
Der beschriebene Rückholmechanismus ist natürlich der jeweiligen Ausführungsform der Bandkassette
46 angepaßt.
Die beschriebene Einrichtung, bei der das Band 42 stets mit der Bandkassette verbunden bleibt und ausschließlich
durch mechanische Mittel der Einrichtung iuL'cführt, verarbeitet und wieder in die Bandkassette
Miniekgcbracht wird, ermöglicht eine sehr schnelle
Verarbeitung der Aufzeichnungsträger. Das Einsetzen der B;indkassetten kann in jeweils ungefähr 250 msec
erfolgen. Die Bandkassetten brauchen dabei außerhalb der Einrichtung nicht geöffnet zu werden, so daß
die Möglichkeit einer Verschmutzung oder Beschädigung des Bandes auf ein Minimum reduziert wird.
Zusätzliche Einrichtungen zur Entfernung von Se',,mutz und Staub von den Aufzeichnungsträgern
sind somit nicht erforderlich.
Trotzdem die in einer Bandkassette aufgenommene Bandlänge begrenzt ist, ergibt sich insgesamt eine
große Speicherfläche, da ein breites Band verwendet werden kann. In der beschriebenen Einrichtung wird
ein Band von 3,3 m Länge und 68,6 mm Breite verwendet. Eine Länge von 2,54 m des Bandes steht somit
als Speicherfläche zur Verfügung. Bei 128 Spuren und tiner Speicherdichte von ungefähr 1970 Bits/cm
in jeder Spur können in einer einzigen Bandkassette 46 64 Millionen Informationsbits oder 8 Millionen
Wörter gespeichert werden. Wenn das Band 42 zwischen den Vakuumsäulen 14 und 16 mit einer Geschwindigkeit
von 5,08 m/sec hin und her bewegt wird, wobei während jedem Übergang des Bandes
vier Spuren verarbeitet werden, ist eine Zugriffszeit von 4 Millionen Bits/scc oder 0.5 Millionen Wörtern
fro Sekunde erreichbar.
Im Falle der Verwendung einer Transportrollenanordnung,
bei welcher beispielsweise mittels einer Süiigeinriclilung oder einer Friktionscinrichtung ein
Anpressen des Bandes ohne Zuhilfenahme der Kräfte iler Vakuumsäulen möglich ist, kann das Vakuum
in den Vakuumsäulcn 14 und 16 während der Verarbeitung
des Bandes abgeschaltet werden. Beim Einlegen des Bandes werden diese Vakuumkräfte auf
jeden Fall verwendet.
Claims (7)
1. Datenspeichereinrichtung mit einem bandförmigen Aufzeichnungsträger und einem, zwei
Vakuumsäulen zur Aufnahme von Bandvorratsschleifen enthaltenden Vakuumsystem, bei welcher
eine auswechselbare Bandkassette an das Vakuumsystem anschließbar und das Band unter
der Wirkung der Vakuumkräfte aus der Bandkassette herausziehbar, mit einer zwischen den
Vakuumsäulen angeordneten, steuerbaren Transportrolle in Eingriff bringbar und an einem
Schreib- Lesekopf vorbeiführbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bandkassette(46), in welcher das Band (42) auf einer frei drehbaren
Rolle (48) aufgewickelt und mit seinen Enden am Kassettendeckel (50) und an der Rolle (48) befestigt
ist, oberhalb einer der Vakuumsäulen (14) einsetzbar ist. wobei durch den unter Federkraft
(52) gegen die Außenwand (20) aufgeklappten Kassettendeckel die Rolle in Drehung versetzbar
und mittels eines verbreiterten Bereichs in der darunter befindlichen Vakuumsäule (14) zunächst
eine Bandschleife bestimmter Länge in dieser Vakuumsäule ausbildbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse (56) der in der
Bandkassette (46) gelagerten Rolle (48) eine mit einem Rückspulantrieb (110, 114,116) in Eingriff
bringbare Kupplungsscheibe (58) angeordnet ist.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rückwand
(28) der Vakuumkammer (18) innerhalb des von der beim öffnen des Kassettendeckels (50) gebildeten
Bandschleife begrenzten Bereichs eine mit dem Außenraum in Verbindung stehende öffnung
(72) angeordnet ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten
der Aufnahme für die Bandkassette (46) steuerbare Vakuumöffnungen (74, 78) angeordnet sind,
durch welche die Endbereiche des aus der Bandkassette herausgezogenen Bandes (42) fest
mit den Wänden (20 bzw. 24) der Vakuumkammer (18) verbindbar sind.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, da3 in der Nähe der
Bandenden Markierungen (82, 84) auf dem Band (42) angeordnet sind, durch welche in Verbindung
mit Abtasteinrichtungen (86, 88 bzw. 90, 92) der Vorschub des Bandes beim Erreichen
einer Mindestschleifenlänge unterbrechbar ist.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumsäulen
(14, 16) an ihren unteren, der sie verbindenden Vakuumkammer (18) gegenüberliegenden Enden
über eine gemeinsame, einen Druckausgleich zwischen den Vakuumsäuien ermöglichende, zugleich
das zur Entlüftung dicr.cr.de Ventil (109)
aufnehmende Vakuumkammer (34) mit der Vakuumpumpe (70) verbindbar sind.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen I Iiis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Band (42) eine Reihe von ncbeneinandcrliegcndcn Aufzeichnungsspuren
aufweist und daß bei dem durch
einen Schrittmotor (96) quer zum Band verschiebbaren Mehrfach-Schreib-/Lesekopf (41) in einer
Anzahl von Spuren der Schreibkopf (102) vor dem Lep^kopf (104) und in anderen Spuren der
Lesekopf (108) vor dem Schreibkopf (106) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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