DE2000867B2 - Datenspeichereinrichtung mit einem bandfoermigen aufzeich nungstraeger - Google Patents
Datenspeichereinrichtung mit einem bandfoermigen aufzeich nungstraegerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Datenspeichereinrichtung mit einem bandförmigen Aufzeichnungsträger
und einem, zwei Vakuumsäulen zur Aufnahme von Bandvorratsschleifen enthaltenden Vakuumsystem,
bei welcher eine auswechselbare Bandkassette an das Vakuumsystem anschließbar und das Band unter der
Wirkung der Vakuumkräfte aus der Bandkassette herausziehbar, mit einer zwischen den Vakuumsäulen
angeordneten, steuerbaren Transportrolle in Eingriff bringbar und an einem Schreib-/Lesekopf vorbeiführbar
ist.
Speichereinrichtungen der genannten Art sind insbesondere als Magnetbandspeicher bekannt. Bei
einem bekannten Magnetbandspeicher besteht der Bandvorrat aus einer Reihe von endlosen Bandschleifen,
die jeweils in gefaltetem Zustand in einer am Umfang des Vakuumraumes angeordneten, länglichen
Kassette untergebracht sind. Nach Ansteuerung einer bestimmten Kassette wird die in ihr enthaltene
Bandschleife durch Vakuumkräfte in den Vakuumraum hineingezogen und mit einer Transportrolle und
dem Schreib-/Lesekopf in Eingriff gebracht. Das Zurückziehen der Bandschleife in die Bandkassette nach
Gebrauch erfolgt ebenfalls durch Vakuumkräfte, die am äußeren Ende der Bandkassette angreifen.
Wesentlich für die Wirkungsweise dieser Speicheranordnung ist das Zusammenspiel der endlosen Bandschleifen
mit den in bestimmter Weise angeordneten Vakuumöffnungen der Vakuumkammer. Auch können
die Bandschleifen nur eine begrenzte Länge haben, da sonst die Bandkassetten unhandlich werden.
Die Speicherkapazität-der einzelnen Bandkassetten ist daher bei dieser Speicheranordnung sehr begrenzt.
Bei einem anderen1 bekannten Magnetbandspeicher dieser Art enthält eine Bandkassette zwei Vorratsspulen, zwischen denen ein Band endlicher Länge
unter Ausbildung von Schleifen in zwei Vakuumsäulen hin und her gewickelt werden kann. Bei diesem
Magnetbandspeicher sind für beide Vorratsspulen kuppelbare Antriebe und Bremsen erforderlich,
die, um das Abwickeln und Aufwickeln des Bandes vorzunehmen, ,von einer Servosteuerung geschaltet werden. Diese Speichereinrichtung unterscheidet
sich von den sonst üblichen, zwei Vorratsspulen verwendenden Speichereinrichtungen somit
im wesentlichen nur dadurch, daß die Bandspulen mit dem Bandvorrat in einer Kassette untergebracht
sind. Dadurch wird zwar das Auswechseln der Bandspulen erleichtert, doch sind auch in diesem Falle die
relativ aufwendigen Antriebs- und Bremsvorrichtungen für die Bandspulen erforderlich.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Speichereinrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, bei welcher
die Speicherkapazität der einzelnen Bandkassetten wesentlich erhöht ist, trotzdem aber die rasche
Ausbildung der Bandschleifen in der Vakuumkammer in solcher Form gewährleistet ist, wie sie für ein einwandfreies
Transportieren des Bandes mit stetigem Anliegen am Magnetkopf erforderlich sind. Gleichzeitig
sollen die Bandkassetten möglichst klein und handlich ausgebildet und auch zum maschinellen
Transport und Einsetzen in das Gerät geeignet sein. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß die Bandkassette, in welcher das Band auf einer frei drehbaren Rolle aufgewickelt und mit seinen
Enden am Kassettendeckel und an der Rolle befestkigt ist, oberhalb einer der Vakuumsäulen einsetzbar
ist, wobei durch den unter Federkraft gegen die Außenwand aufgeklappten Kassettendeckel die Rolle
in Drehung versetzbar und mittels eines verbreiterten Bereichs in der darunter befindlichen Vakuumsäule
zunächst eine Bandschleife bestimmter Länge in dieser Vakuumsäule ausbildbar ist.
In vorteilhafter Weise erfolgt der Rücktransport
des in Verarbeitung befindlichen Bandes dadurch, daß auf der Achse der in der Bandkassette gelagerten
Rolle eine mit einem Rückspulantrieb in Eingriff
ίο bringbare Kupplungsscheibe angeordnet ist.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ist in vorteilhafter Weise so ausgebildet, daß in der Rückwand der
Vakuumkammer innerhalb des von der beim Öffnen des Kassettendeckels gebildeten Bandschleife begrenzten
Bereichs eine mit dem Außenraum in Verbindung stehende Öffnung angeordnet ist. Das einmal
aus der Kassette herausgezogene Band wird mit seinen Endbereichen gegen die Außenwände der Vakuumkammer
gelegt. Erfindungsgemäß sind hierzu auf beiden Seiten der Aufnahme für die Bandkassette
steuerbare Vakuumöffnungen angeordnet, durch welche die Endbereiche des aus der Bandkassette
herausgezogenen Bandes fest mit der Außenwand der Vakuumkammer verbindbar sind. Zur Steuerung des Verarbeitungsbetriebes, bei
welchem abwechselnd die Vorratsschleifen in den Vakuumsäulen vergrößert und verkleinert werden, ist
es vorteilhaft, daß in der Nähe der Bandenden Mar-, kierungen auf dem Band angeordnet sind, durch
welche in Verbindung mit Abtasteinrichtungen der Vorschub des Bandes beim Erreichen einer Mindestschleif
enlänge unterbrechbar ist.
Eine vorteilhafte Ausbildung der Einrichtung besteht ferner darin, daß die Vakuumsäulen an ihren
unteren, der sie verbindenden Vakuumkammer gegenüberliegenden Enden über eine gemeinsame, einen
Druckausgleich zwischen den Vakuumsäulen ermöglichende, zugleich das zur Entlüftung dienende Ventil
aufnehmende Vakuumkammer mit der Vakuumpumpe verbunden sind.
Da bei der erfindungsgemäßen Einrichtung keinerlei Vorratsspulen verwendet werden, ist der Antrieb
des Bandes sehr einfach, und es besteht kein Unterschied zwischen Vorwärtstransport und Rücktransport.
Diese Verhältnisse können in vorteilhafter Weise dadurch ausgenutzt werden, daß das Band eine
Reihe von nebeneinanderliegenden Aufzeichnungsspulen aufweist und daß bei dem durch einen Schrittmotor
quer zum Band verschiebbaren Mehrfach-Schreib-/Lesekopf in einer Anzahl von Spuren der
Schreibkopf vor dem Lesekopf und in anderen Spuren der Lesekopf vor dem Schreibkopf angeordnet ist.
Die Erfindung wird in einem durch die Zeichnungen erläuterten Ausführungsbeispiel an Hand eines
Magnetbandspeichers beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 die als Ausführungsbeispiel dienende Magnetbandspeichereinrichtung
in schaubildlicher Ansicht, ......
Fig: 2 einen Schnitt entlang der Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 eine Bandkassette in schaubildlicher Ansicht,
teilweise geschnitten,
Fig. 4 die in Fig. 3 dargestellte Bandkassette im Querschnitt,
F i g. 5 bis 8 in Seitenansicht das Vakuumsystem der Speichereinrichtung während des Herausziehens
des Bandes aus der Bandkassette unter Bildung der Vorratsschleifen und
F i g. 9 die zur Begrenzung des Bandvorschubs dienenden Abtasteinrichtungen im Schnitt entlang der
Linie 9-9 in F i g. 7.
In F i g. 1 ist die als Ausführungsbeispiel dienende Magnetspeichereinrichtung schaubildlich dargestellt.
Es wird bemerkt, daß es sich bei der Verwendung eines Magnetbandes als Speichermedium lediglich
um ein Ausführungsbeispiel handelt und daß die Einrichtung ebensogut mit anderen Arten von bandförmigen
Aufzeichnungsträgern, beispielsweise solchen mit optischer Aufzeichnung oder mit Aufzeichnung
durch Oberflächendeformation ausgerüstet sein kann. ' In F i g. 1 ist mit 10 das Gehäuse bezeichnet, das
das Vakuumsystem 12 aufnimmt. Das in Form eines nach unten offenen U ausgebildete Vakuumsystem 12
besteht aus den Vakuumsäulen 14 und 16, die oben durch die Vakuumkammer 18 verbunden sind. Das
Vakuumsystem wird durch die Seitenwände 20 und 22, die Deckfläche 24 und die Bodehfläche 26, die
Rückwand 28 und die als Tür ausgebildete Frontwand 30 abgeschlossen. Die inneren Trennwände der
Vakuumsäulen 14 und 16 sind mit 32 bezeichnet. Beide Vakuumsäulen 14 und 16 sind an ihren unteren Enden über die Öffnungen aufweisenden Platten
36 mit der Vakuumkammer 34 verbunden (Fig. 8). Der Zweck dieser Vakuumkammer wird später erläutert
werden.
An den oberen Enden der Trennwände 32 ist die zylindrische, über die ganze Tiefe des Vakuumsystems
12 von der Frontwand 30 bis zur Rückwand 28 sich erstreckende Transportrolle 38 angeordnet.
Die Transportrolle 38 ist in dem auf den Stirnseiten der Trennwände 32 befestigten Bügel 39 gelagert, der
sich durch die Rückwand 28 über das Gehäuse hinaus erstreckt und den Antriebsmotor 40 aufnimmt.
Der Durchmesser der Transportrolle ist mindestens gleich groß, vorzugsweise etwas größer als der Abstand
zwischen den Vakuumsäulen 14 und 16. Unterhalb der Transportrolle ist der Schreib-/Lesekopf 41
auf einer der Trennwände 32 derart befestigt, daß seine Lauffläche mit der Trennwand der Vakuumsäule
14 fluchtet oder etwas in diese Vakuumsäule hineinragt.
Zur Aufnahme des Magnetbandes 42 (F i g. 3), im folgenden kurz Band genannt, ist in der Deckfläche
24 auf der linken Seite die Öffnung 44 angeordnet. Das Band selbst ist in der Bandkassette 46 enthalten,
die über die Öffnung 44 an das Vakuumsystem angeschlossen werden kann. Die Bandkassette 46 und die
Art und Weise, in welcher das Band in ihr enthalten ist, können verschiedenartig ausgebildet sein, auf
jeden Fall sind jedoch die beiden Enden des Bandes mit der Bandkassette verbunden, und der zwischen
diesen Enden .liegende Bandabschnitt kann durch die Öffnung 44 in das Vakuumsystem hinein- und wieder
herausgezogen werden. Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Bandkassette hat die Form eines Kästchens mit einer drehbar gelagerten Rolle 48, auf
welche das Band aufgewickelt ist. Eine Seite des Kästchens bildet einen aufklappbaren Kassettendeckel
50, an dessen Außenkante ein Ende des Bandes befestigt ist, während das andere Ende des Bandes mit der Rolle 48 verbunden ist. Nach dem Einsetzen
der Bandkassette über der Öffnung 44 wird der Kassettendeckel 50 geöffnet, so daß das Band in
die Vakuumkammer 18 hineingezogen werden kann. Der auf der Rolle 48 vorhandene Bandvorrat ist groß
genug, um über die Transportrolle 38 bewegte Vorratsschleifen in den Vakuumsäulen 14'und 16 zu bilden.
Wenn das Band vollständig von der Rolle 48 abgezogen ist, wird das mit der Rolle verbundene
Ende in die rechte obere Ecke der Vakuumkammer
.5 18 gezogen und von der Transportrolle abgehalten.
Von da aus läuft das Band in die Vakuumsäule 16 unter Bildung einer Schleife und sodann über die
Transportrolle 38 und den Schreib-/Lesekopf 41 in die Vakuumsäule 14 unter Bildung einer zweiten
ίο Schleife und schließlich der linken Wand der Vakuumkammer
18 entlang zum Kassettendeckel 50, an welchem das andere Ende befestigt ist.
Das Band 42 wird innerhalb des Väkuumsystems
durch Betätigung der Transportrolle 38 zwischen den Vakuumsäulen 14 und 16 hin und her bewegt, so daß
der als Speichermedium ausnutzbare Teil des Bandes am Schreib-/Lesekopf 41 vorbeigeführt wird. Wie
aus Fig. 8, in welcher die möglichen Extremstellungen der Bandschleifen in ausgezogenen und ge-
strichelten Linien dargestellt sind, zu ersehen ist, ist hierbei nur ein relativ kleiner Teil des Bandes für die
Aufzeichnung von Informationen nicht verwendbar.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Bandkassette
46 besteht, wie bereits erwähnt, aus einem, rechteckigen Kästchen mit dem um mindestens 90°
schwenkbaren Kassettendeckel 50, der eine vollständige.Öffnung der Bandkassette ermöglicht. Ein durch
den Stößel 54 betätigbarer Verriegelungsmechanismus hält den Kassettendeckel in der geschlossenen Stellung,
in welcher er unter der Spannung der Feder 52 steht. Wenn der Stößel 54 niedergedrückt wird, wird
der Kassettendeckel freigegeben und schnappt unter dem Einfluß der Feder 52 in die geöffnete Stellung.
Die Achse 56 der frei drehbaren Rolle 48 trägt an
35; einem, durch eine Seitenwand der Bandkassette heräusragenden
Ende die Kupplungsscheibe 58, die dazu benutzt wird, das Band auf die Rolle 48 zurückzuwickeln.
Die oberhalb der Öffnung 44 zum Anschluß der Bandkassette 46 angeordnete Aufnahme ist in den
F i g. 2 und 5 dargestellt. Diese Aufnahme besteht aus dem rahmenförmigen Bügel 60, der oberhalb der
Öffnung 44 angeordnet ist. Der Bügel 60 weist an einer Stirnseite die Öffnung 62 auf, durch welche die
Bandkassette eingesetzt werden kann und besitzt eine schwenkbare Deckplatte 64, durch welche die eingesetzte
Bandkassette gesichert wird. Die Bandkassette wird mit dem Kassettendeckel 50 nach unten
über die Öffnung 44 eingesetzt. Der Bügel 60 enthält
5-O ferner eine aus dem Stößel 66 und dem Magneten 68
bestehende Steuereinrichtung zum Öffnen der Kassetendeckelverriegelung.
Bei Betätigung des Magneten 68 wird der Stößel 66 durch eine Öffnung in der .Deckfläche des Rahmens 60 nach unten getrieben, so
daß der Stößel 54 der Kassettendeckelverriegelung betätigt wird und den Kassettendeckel 50 freigibt.
Daraufhin schwingt der Kassettendeckel unter dem Einfluß der Feder 52 schnell nach unten, bis er an
der Seitenwand 20 der Vakuumkammer 18 anliegt.
6p Dabei wird ein kleiner Abschnitt des Bandes von der
Rolle abgewickelt und in die Vakuumkammer hineingezogen. Durch die Trägheit der Rolle setzt sich diese
Drehbewegung auch nach dem Zur-Ruhe-Kommen des Kassettendeckels fort, so daß eine größere Band-
65. schleife, wieT in F i g. 5 dargestellt, in die Vakuumkammer
hineinragt.
Etwa gleichzeitig mit dem Öffnen des Kassetten-· deckeis wird der Druck in der Vakuumkammer 34,
die über die Rohrleitung 71 mit der Vakuumpumpe 70 verbunden ist, und damit auch in den Vakuumsäulen
14 und 16 und der sie verbindenden Vakuumkammer 18 erniedrigt. Wie aus F i g. 2 ersichtlich, ist
die Breite des Bandes 42 gleich der Tiefe des Vakuumsystems. Das Band bildet somit einen durch die
Öffnung 44 begrenzten Abschluß des Vakuumsystems, und der sich ausbildende Druckunterschied bewirkt,
daß die in den Verarbeitungsraum hineinragende Bandschleife immer größer wird, währenddem das
Band von der Rolle 48 abgewickelt wird. Zur Sicherstellung dieses Ablaufs ist in der Rückwand 28 unterhalb
der Öffnung 44 die Öffnung 72 angeordnet, durch welche atmosphärischer Druck oberhalb der
Bandschleife aufrechterhalten wird.
Der Vorgang der Schleifbildung im Verarbeitungsraum unter dem Einfluß der durch die Vakuumkammer
34 zugeführten Vakuumkräfte ist in den F i g. 6 und 7 dargestellt. Da die Ausbildung der Bandschleifen in erster Linie durch das von der Rolle 48 ablaufende
Band begünstigt wird, besteht die Tendenz, daß sich die Bandschleife zunächst in der Vakuumsäule
16 ausbildet. Um diesem Umstand entgegenzutreten und um eine gleichmäßige Ausbildung der
Bandschleifen zu erreichen, ist die Vakuumsäule 14 in der Nähe ihres oberen Endes etwas verbreitert.
Wie dargestellt, erstreckt sich diese Verbreiterung etwa von der Höhe des Schreib-/Lesekopfs nach
oben. Da die auf die Vakuumsäulen ausgeübte Zugkraft dem Querschnitt dieser Säulen proportional ist,
wird auf die Vakuumsäule 14 ein vergrößerter Sog ausgeübt, so lange, bis die Vorratsschleife in dieser
Vakuumsäule den verbreiterten Raum ausfüllt (Fig. 6). Danach bildet sich auch die Vorratsschleife
in der Vakuumsäule 16 aus (Fi g. 7), da hier der Zuführung des Bandes nur ein sehr geringer Widerstand
entgegensteht. Am unteren Ende des verbreiterten Bereichs der Vakuumsäule 14 ist in der Seitenwand
20 die Vakuumöffnung 74 angeordnet, durch welche das mit dem Eassettendeckel verbundene Ende des
Bandes während seiner Verarbeitung fest an die Wand 20 angelegt wird. Die Vakuumöffnung 74 ist
über die Rohrleitung 76 mit der Vakuumkammer 34 verbunden, so daß die Vakuumöffnung 74 während
der ganzen Betriebszeit unter Unterdruck steht.
Nach dem das Band 42 in den Verarbeitungsraum übergeführt worden ist, wird sein mit der nunmehr
leeren Rolle 48 verbundenes Ende in der rechten oberen Ecke der Vakuumkammer 18 fixiert. Dies geschieht
dadurch, daß die am oberen Ende der Seitenwand 22 angeordnete Vakuumöffnung 78 über die
Leitung79 und das Ventil 80 (Fig. 1) mit der Vakuumquelle
verbunden wird. Das Ventil 80 wird entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt nach dem
Öffnen der Bandkassette oder unter dem Einfluß einer Abtasteinrichtung, die anzeigt, daß das gesamte
Band von der Rolle 48 abgelaufen ist, geöffnet.
Das auf die beschriebene Weise in das Vakuumsystem übergeführte und mit seinen Enden an den
Wänden der Vakuumkammer 18 fixierte Band 42 kann nunmehr unter der Wirkung der Antriebsrolle
38 unter abwechselnder Vergrößerung und Verkleinerung der Vorratsschleifen zur Verarbeitung hin
und her bewegt werden.
Die Transportrolle 38 steht dabei mit dem Band 42 lediglich in Reibungskontakt, obwohl auch andere
Transportrollenanordnungen, beispielsweise Saugrollen, verwendet werden können. Wegen des großen
Umschlingswinkels des Bandes ist ein guter Reibungsschluß gewährleistet.
Während der Verschiebung der Bandschleifen könnte in den Vakuumsäulen eine Druckdifferenz
auftreten. Diese wird dadurch vermieden, daß die beiden Vakuumsäulen an ihren unteren Enden in die
ihnen gemeinsame Vakuumkammer 34 einmünden, durch welche jederzeit ein Druckausgleich zwischen
den Vakuumsäulen hergestellt wird.
ίο Während des Betriebes ist es erforderlich, die
Größe der Bandschleifen zu überwachen und den notwendigen Umschlingungswinkel um die Transportrolle 38 aufrechtzuerhalten. Die Übertragung des
Bandes von der Vakuumsäule 16 in die Vakuumsäule 14 muß beendet werden, wenn eine Bandschleife von
einer bestimmten Mindestlänge in der Vakuumsäule 16 erreicht ist. Entsprechend muß auch die Übertragung
des Bandes von der Vakuumsäule 14 in die Vakuumsäule 16 beendet werden, solange die Bandschleife
noch im Bereich des Schreib-/Lesekopfs 14 bleibt. Die beiden Extremstellungen sind in der
Fig. 8 mit ausgezogenen und mit gestrichelten Linien dargestellt. Diese Begrenzung der Bandbewegung
geschieht durch Markierungen 82 und 84, die in Form
«5 von kleinen durchlässigen Bereichen in der Nähe des
hinteren Randes auf dem Band angebracht sind.
Zur Abtastung der Markierung 82 ist in der Vakuumsäule 14 dicht unterhalb des Schreib-/Lesekopfs
41 eine aus der Photozelle 86 und der Lichtquelle 88 gebildete Abtasteinrichtung angeordnet, deren Signal
anzeigt, daß die Schleife in der Säule 14 eine maximal zulässige Höhe erreicht hat, und bewirkt, daß die
weitere Übertragung des Bandes in die Vakuumsäule 16 gestoppt wird. Wie in Fig. 9 dargestellt, ist die
Photozelle 86 in der Trennwand 32 und die Lichtquelle 88 in der Rückwand 28 angeordnet, derart,
daß das Licht der Lichtquelle 88 durch die Markierung 82 des Bandes 42 auf die Photozelle 86 fällt.
Entsprechend sind die Lichtquelle 90 und die Photozelle 92 bezüglich der Vakuumsäule 16 zur Erkennung
der Markierung 84 beim Erreichen der maximal zulässigen Höhe der Vorratsschleife in dieser Säule
angeordnet.
Die Signale der Photozellen 86 und 92 werden der (nicht dargestellten) Steuerschaltung für den Antriebsmotor 40 der Transportrolle 38 zugeführt.
Die Signale der Photozellen 86 und 92 werden der (nicht dargestellten) Steuerschaltung für den Antriebsmotor 40 der Transportrolle 38 zugeführt.
Das in der als Ausführungsbeispiel dienenden Einrichtung
verwendete Magnetband ist breiter als die gewöhnlich für derartige Zwecke verwendeten Bänder,
um eine möglichst große Informationsmenge in einer Bandkassette 46 unterzubringen. Es wird ein
Magnetband von 68,6 mm Breite verwendet, auf welchem die Informationen in 128 parallelen Spuren
untergebracht sind. Der Schreib-/Lesekopf 41 ist als Vielfachmagnetkopf mit acht Spuren ausgebildet und
ist quer zu der Bandlaufrichtung in 16 verschiedene Stellungen verschiebbar, um alle Spuren des Bandes
42 zu erfassen. Der in F i g. 2 vereinfacht dargestellte
Antrieb des Magnetkopfs besteht aus der Führung 94, die auf den Trennwänden 32 befestigt ist und den
Schreib-/Lesekopf 41 bei seiner seitlichen Verschiebung aufnimmt. Der Antrieb zu dieser Bewegung erfolgt
durch den hinter der Rückwand 28 angeordneten Schrittmotor 96. Um dem SchreibVLesekopf 41
die nötige Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, ist die Frontwand 30 in dem Bereich 98 ausgeweitet, und die
Rückwand 28 weist eine Ausnehmung 100 auf.
Bei der Einrichtung werden beide Bandlauf rieh-
Bei der Einrichtung werden beide Bandlauf rieh-
Claims (7)
1. Datenspeicnereinrichtung nut-einem bandförmigen
Aufzeichnungsträger und einem, zwei Vakuumsäulen zur Aufnahme von Bandvorrats-
.,·.' 'schleifen enthaltenden Vakuumsystem, bei weleher
eine auswechselbare Bandkassette an das Vakuumsystem anschließbar und das Band unter
der Wirkung der Vakuumkrafte aus der Bandkassette herausziehbar, ""mit einer zwischen den
Vakuumsäulen angeordneten, steuerbaren Transportrolle in Eingriff bringbar und an einem
Schreib-/Lesekopf vorbeiführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandkassette(46),
in welcher das Band (42) auf einer frei drehbaren Rolle (48) aufgewickelt und mit seinen Enden am
Kassettendeckel (50) und an der Rolle (48) befestigt ist, oberhalb einer der Vakuumsäulen (14)
einsetzbar ist, wobei durch den unter Federkraft (52) gegen die Außenwand (20) aufgeklappten
Kassettendeckel die Rolle in Drehung versetzbar und mittels eines verbreiterten Bereichs in der
darunter befindlichen Vakuumsäule (14) zunächst eine Bandschleife bestimmter Länge in dieser
Vakuumsäule ausbildbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse (56) der in der
Bandkassette (46) gelagerten Rolle (48) eine mit einem Rückspulantrieb (110,114,116) in Eingriff
bringbare Kupplungsscheibe (58) angeordnet ist.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rückwand
(28) der Vakuumkammer (18) innerhalb des von der beim Öffnen des Kassettendeckels (50) gebildeten
Bandschleife begrenzten Bereichs eine mit dem Außenraum in Verbindung stehende Öffnung
(72) angeordnet ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten
der Aufnahme für die Bandkassette (46) steuerbare Vakuumöffnungen (74, 78) angeordnet sind,
durch welche die Endbereiche des aus der Bandkassette herausgezogenen Bandes (42) fest
mit den Wänden (20 bzw. 24) der Vakuumkammer (18) verbindbar sind.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe der
Bandenden Markierungen (82, 84) auf dem Band
(42) angeordnet sind, durch welche in Verbindung mit Abtasteinrichtungen (86, 88 bzw. 90,
92) der Vorschub des Bandes beim Erreichen einer Mindestschleifenlänge unterbrechbar ist.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumsäulen
(14, 16) an ihren unteren, der sie verbindenden Vakuumkammer (18) gegenüberliegenden Enden
über eine gemeinsame, einen Druckausgleich zwischen den Vakuumsäulen ermöglichende, zugleich
das zur Entlüftung dienende Ventil (109) aufnehmende Vakuumkammer (34) mit der Vakuumpumpe
(70) verbindbar sind.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Band (42) eine Reihe von nebeneinanderliegenden Aufzeichnungsspuren
aufweist und daß bei dem durch
109 531/308
2ΌΌ0 867
einen Schrittmotor (96) quer zum B and verschiebbaren
Mehrfäch-Schreib-ZLeseköpf (41) in einer
Anzahl von Spuren der Schreibkopf (102) vor dem Lesekopf (104) und in anderen Spuren der
Lesekopf (108) vor dem Schreibkopf (106) angeordnet ist. :-: ■:'-■' ··■'.:■-: '■■ :'^.\-' ■>·-'■ ■ ■■ ■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| DE2000867A1 DE2000867A1 (de) | 1970-08-20 |
| DE2000867B2 true DE2000867B2 (de) | 1971-07-29 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19702000867 Withdrawn DE2000867B2 (de) | 1969-01-13 | 1970-01-09 | Datenspeichereinrichtung mit einem bandfoermigen aufzeich nungstraeger |
Country Status (12)
| Country | Link |
|---|---|
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Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1969
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- 1969-12-30 NL NL6919528A patent/NL6919528A/xx unknown
- 1969-12-30 BE BE743847D patent/BE743847A/xx unknown
-
1970
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- 1970-01-12 SE SE00291/70A patent/SE363182B/xx unknown
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- 1970-01-13 BR BR215993/70A patent/BR7015993D0/pt unknown
Also Published As
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |