DE2000828B2 - Justiereinrichtung fuer ein elektrooptisches nivellier instrument - Google Patents
Justiereinrichtung fuer ein elektrooptisches nivellier instrumentInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Justiereinrichtung für ein elektrooptisches Nivellierinstrument,
in dem ein Laserstrahl auf mindestens eine Fotozelle oder eine Gruppe von Fotozellen in einem Detektor
gerichtet wird, der die Lage des Laserstrahls anzeigt und in dem ein Richtstrahler den Laserstrahl in zwei
Teilstrahlen teilt.
Es ist bereits ein geodätisches Instrument beschrieben
worden, bei welchem der Strahl eines optischen Masers mittels einer Strahlteilvorrichtung in zwei
divergierende Teilstrahlen geteilt wird. Der Winkel, unter dem die Teilstrahlen divergieren, ist eingestellt
und somit bekannt. Wenn eine Meßlatte in einer Entfernung vom Maser so quer zu den Bahnen der
beiden Teüstrahlen angeordnet wird, daß beide
Teilsirahlen auf Jie Meßlatte an zwei voneinander
beabstandeten Punkten auftreffen, dann kann aus der Messung des Abstands der Auftreffpunkte der
beiden Lichtstrahlen bei Kenntnis des Divergenzweges der beiden Lichtstrahler, die Entfernung der
Meßlatte von dem Maser auf einfache Weise trigonometrisch berechnet werden. Aus der Beschreibung
dieses Maser-Entfernungsmeßgeräts geht nicht hervor, wie die Strahlteihorrichtung zur Erzeugung
zweier divergierender Teilstrahlen ausgebildet ist. Es geht auch nicht hervor, wie ein konstanter Divcrgenzwinkel
eingehalten und eine Richtungsstabilität der Teilstrahlen erzeugt werdet, soll, sobald bei diesem
Maser-Entfernungsmesser Riihfungs'nstabilitätcn der
Tcilstrahlen auftreten oder Richtungsschwankungen des Maserstrahls auftreten, können sich hieraus große
Meßungcnauigkeiten ergeben.
Es ist bereits bekannt, zum Nivellieren einen Laserstrahl zu verwenden, der auf eine lageanzeigende
Fotozelle, einen sogenannten Lagedetcktor, gerichtet
wird. Der in einem derartigen Instrument verwendete Detektor kann entweder von zwei nebeneinander
ungeordneten Fotozellen oder von einer einzigen Gleichrichter-Fotozelle gebildet werden, die in zwei
voneinander getrennte Teile unterteilt ist, weiche mit je einem Zeigerinstrument verbunden sind, z. B. einer
Meßbrücke. Wenn der Laserstrahl genau auf der Linie in der Mitte zwischen den beiden Teilen vorhandenen
Trcnnungslinie auftrifTt, beeinflußt er das Instrument nicht. Wenn jedoch die eine oder andere
J^eIIc eine größere Lichtmenge erhält, schlägt das
i^eigerinstrumcnt aus, so daß die Lage des Strahls
luif der Trcnnungslinie bestimmt werden kann. Das
Instrument kann auch mit Fotozellen versehen sein, die in vier Quadranten unterteilt und so geschaltet
lind, daß das Instrument die .v- und y-Koordinatcn
ilirckt anzeigen kann. An Stelle \on Glcichrichtert'otozellcn
kann man natürlich auch zwei oder vier !•"otodiodcn verwenden. Als Lichtquelle für Nivellierinstrumente
dient im allgemeinen ein Gaslaser.
Eine derartige Einrichtung hat jedoch verschiedene
Nachteile, welche die Meßgenauigkeit stark beeinträchtigen.
Besonders einfache und billige Laser erzeugen Laserstrahlen, die nur eine geringe Richtungsstabiütät
besitzen, d. h., daß sie hin- und herschwanken. Selbst bei einem richtungsstabilen Strahl
wird jedoch das Schutzrohr des Lasers thermisch verformt, da eine gewisse Erwärmung der Vorrichtung
im Gebrauch unvermeidlich ist. Das Schutzrohr muß genau gefluchtet und festgelegt sein. Diese
Forderung ist unter Umständen sehr schwer erfüllbar, da v!;r Laser eine Länge von 500 mm oder mehr
haben kann.
Der Erfindung liegt die /i/fgabe zugrunde, eine
Justiereinrichtung der eingangs erläuterten Art für ein elektrooptisches Nivellierinstrument zu schaffen,
in welchem ein Laser als Lichtquelle verwendet wird, das richtungsstabil ist und das gegenüber Pichtungsschwankunaen
des Laserstrahls unempfindlich ist und eine von Richtungsschwankungen des Laserstrahls
unabhängige hohe Meßgenauigkeit gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, "daß das optische System des Richtstrahlers,
das mindestens eine Reflexionsfläche eines Prismas aufweist, so ausgebildet ist, daß der eine
Teilstrahl einmal mehr reflektiert wird als der andere Teilstrahl und daß bei einer Veränderung des Einfallswinkels
des Laserstrahls auf dem Richtstrahler die beiden auf dem Lagedetektor auftreffenden Teilstrahlen
um gegengleiche Winkel ausgelenkt werden.
Der erfindungsgemäße Richtstrahler sendet daher zwei Laserstrahfen aus, so daß auf die optische Achse
des Systems bezogen das Instrument nicht beeinflußt wird.
Die Erfindung wkd in der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 schematisch im Querschnitt ein erfindungsgemäßes
Nivellierinstrument mit Lichtquelle, Richtstrahler und Lagedetektor,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform eines Lagedetektors.
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform eines Lagedetektors,
Fie. 4 eine andere Ausführungsform eines Richtstrahlers,
F i g. 5 eine weitere Ausführunvsrorm eines Richtstrahlers
und
Fig. Γι ein Schema eines vollständigen Systems
einer weiteren Ausführungsform eines Instrument= mit Lichtquelle, Richtstrahler und Lagedetektor.
Das Instrument nach Fig. I besitzt eine Lichtquelle
1, die einen Laserstrahl aussendet, einen Richtstrahler 7 und einen Lagedetektor 6 mit Z" ί Fotozellen
4 und 5. Der von der Lichtquelle 1 ausgesendete Laserstrahl wird von zwei Flächen eines in dem
Richtstrahler 7 angeordneten Hilfsprismas 2 reflektiert und trifft dann auf ein Teillingsprisma 3 auf.
welches den Strahl in zwei Teilstrahlen teilt, die auf den Fotozellen 4, 5 des Lagcdetcktors 6 anftrcffcn.
Wie aus der Fig. I hervorgeht, wird der auf der
Fotozelle 4 auftretende Teilstralil einmal mehr reflektiert als der Teilstralil, der auf der unteren
Fotozelle 5 auftrifTt. Wenn der Einfallswinkel des Lascr-Hauptstrahls infolge von thermischen, mechanischen
oder elektrischen Einflüssen, z. B. um einen Betrag α verändert wird, führt dies zu einer Auslenkung
des oberen Teilstrahls um den Betrag α nach oben und zu einer Auslenkung des unteren Teilstrahls
um denselben Betrage nach unten. Infolgedessen erhält
der obere Teil der oberen Fotozelle 4 eine größere Lichtmengc. Dasselbe gilt für den unteren Teil
der unteren Fotozelle 5. In einer nachgcschaltetcn Meßbrücke erfolgt keine Veränderung, so daß ζ Β.
ein Zeigerinstrument keine Auslenkung erfährt. Erst bei einer Verschiebung des Lagedetektors 6 nach
oben oder unten wird die Brücke verstimmt, weil das Instrument eine dieser Lageveränderung entsprechende
Auslenkung erfährt. Diese kann direkt in Millimetern abgelesen werden. Der Richtstrahler 7
bestimmt die Richtungen der beiden ausgesendeten
Teilsirahlen. Diese Richtung kann mit Schrauben la od. dgl. eingestellt werden. Der Einfallswinke! und
Veränderungen dieses Winkels sind innerhalb bestimmter Grenzen ohne Bedeutung.
Man braucht jedorh nicht wie in Fin. I zwei
Fotozellen oder Gruppen von Fotozellen^ zu verwenden.
Mindern kann ohne weiteres die beiden Teilstrahlen mit Hilfe von optischen Elementen dera.-t
vereinigen, daß sie auf einer einzigen Fotozelle aufhellen, wie dies in F i g. 2 und 3 gezeigt ist. Der
jn Fig. 2 dargestellte Lagedetektor besitzt'eine laueanzeigende
Fotozelle 10 und vor dieser ein Doppel-Jteilglas 8 Mit Hilfe des weiteren Keilglases 9 kann
dann tier Lagedetektor auf Null eingestellt werden. JUan kann das Doppelkeilglas 8 natürlich durch eine
Linse oder ein Prisma 11 (Fig. 3) ersetzen.
An Stelle der in Fi g. 1 gezeigten Anordnung kann man auch andere Prismen verwenden, in denen der
Laserstrahl in der vorstehend beschriebenen Weise derart geteilt wird, daß bei einer Veränderung des
Einfallswinkels des Hauptstrahls um den tfetraü a
die beiden Teilstrahlen gegenüber der Symmetrieachse um die Winkel —a bzw. —a ausgelenkt werden.
Diese beiden Teilstrahlen brauchen nicht wie in Fig. 1 in der Höhe voneinander getrennt zu sein.
D,ι■■ ist in Fig. 4 dargestellt. Der Hauptstrahl 1 des
L;:v:s trifft auf dem optischen System 12 des Richtstrahlers auf, der ein geteiltes Pentagonprisma besitzt.
Die Teilstrahlen werden von der unter einem Winkel v:i 45 angeordneten, teildnrchlässigen, metalli-■■:
-ten Hypotenuse des Prisma« gegen die Außenli.^hen
des Pentagonprismas reflektiert. Wenn die [■■'.ifaH-richtung des Hauptstrahls von der Normalen
.;-: die Eintrittsfläche abweicht, werden die reflekü.rien
Teilstrahlcn gegenüber der Normalen auf die riiiiriUsflächc um denselben Betrag in cnt»eecn-
^c-.i/ten Richtungen ausgclenkt.
l-'ig. 5 zeigt eine Anordnung, in welcher der
I !"-erstiahl nicht wie bisher beschrieben physikalisch,
suidem geometrisch geteilt wird, z.B. auf einer teilreilektiorendcn
Fläche eines teildurchlässigen Spic-[.Is.
Da der Laserstrahl einen Durchmesser von nur etwa 1 mm hat, muß der Strahl in an sich bekannter
W.re mit Hilfe eines Fernrohres gespreizt werden,
ehe er geteilt werten kann. Der von dem Laser 1
kommende Strahl tritt erst durch das Fernrohr 14. I-in Teil des in dem Fernrohr gespreizten Strahls
trilit auf einem Prisma 13 auf, in dem er einmal reflektiert wird.
Fs v.:b{ zwar zahlreiche verschiedene technische
1 ösimgcn für die der Erfindung zugrundeliegende
Aufgabe, doch haben alle Lösungen die Tatsache femeinsam, daß einer der geteilter. Laser-TciKtrah'cn
einmal öfter reflektiert wird als de andere TeiKirahl.
Natürlich kann eine unbeabsichtigte Auslenkung des Laserstrahls in allen Richtungen crfoleen, nicht nur
in der Zcichcnebcne, wie dies vorstehend beschrieben wurde. Eine derartige Auslenkung kann in derselben
Weise angezeigt werden. Beispielsweise kann man den Lagcdctcktor mit einer lageanzeigenden Foto-/eile
versehen, die in vier Quadranten geteilt ist. Dic^e Quadranten können mit zwei Zeigerinstrumenten
verbunden sein, weicht· die Auslenkung in je einer
Koordinatcnriclitung der Ebene anzeigen. Das
optische System des Richtstrahlers kann mit einem Prisma versehen sein, das eine sogenannte Dachkantfläche
besitzt, so dai3 der durch die Dachkantflächc
hindurchtrelendc Teil des Laserstrahls in zwei Teilstrahlen in einer zur Zeichenebene senkrechten Hbene
und der andere Teil des Laserstrahls in zwei Teilstrahlen in der Zeichenebene geteilt wird.
Die Stellung des Detektors kann beispielsweise mit Hilfe von kalibrierten Zeigerinstrumenten gemessen
werden. Die Messung kann aber auch mechanisch oder optisch direkt auf dem Detektor selbst erfolgen.
In diesem Fail kann der Lagedetektor in einem Kreuztisch angeordnet sein, der mit Hilfe von zwei
Mikrometerschrauben derart betätigt wird, daß das Zeigerinstrument Null anzeigt. An Stelle einer Einstellung
des Lagedetektcrs kann man in an sich bekannter Weise mit Hilfe eines optischen Mikrometers
eine Bewegung des Laserstrahls vornehmen. Eine derartige Einrichtung besitzt ein oder zwei drehbare
KeiUlüser, eine oder zwei drehbare, planparallele Platten oder eventuell zwo: schwache Linsen, von
denen eine verstellbar ist.
Das vorstehend beschriebene, elektrooptisch^ Nivellierinstrument dient zur Festlegung eines Punktes,
der auf der Achse des Richtstrahlers liegt. Man kann dieses Instrument aber sehr gut auch zur Autokollimation
verwenden, z. B. zur Festlegung einer Ebene. Fig. 6 zeigt ein für diesen Zweck bestimmtes
Instrument gemäß der Erfindung. Dabei ist der Detektor 14 als kombinierter Lage- und Ebenendetektor
ausgebildet. Er besitzt eine lageanzeigende Fotozelle 15 und ein Prisma 19, das den darauf auftreffenden
Strahl in derselben Richtung zurückwirft. Der reflektierte Strahl trifft auf einer weiteren lagcempfindlichen
Fotozelle 16 auf, die in einem Träger montiert ist, der ferner einen Laser 1 und ein erfindungsgemäßes
optisches System 12 trägt. Der Träger ruht auf einer Bezugsebene 17. W'enn sich der Lagedetektor
14 auf dem richtigen Niveau befindet und die Ebene 18 zu der Ebene 17 parallel ist, gibt weder
die Fotozelle 15 noch die Fotozelle 16 ein Signal ab.
Claims (4)
1. Justiereinrichtung für ein elektrooptischen Nivellierinstrument, in dem ein Laserstrahl auf
mindestens eine Fotozelle oder eine Gruppe von Fotozellen in einem Detektor gerichtet wird, der
die Lage des Laserstrahls anzeigt und in dem ein Richtstrahler den Laserstrahl in zwei Teilstrahlcn
teilt, dadurch gekennzeichnet, daß das
optische System des Richtstrahlers (7), das mindestens eine Reflexionsfläche eines Prismas aufweist,
s" ausgebildet ist, daß der eine Teilstrahl einmal mehr reflektiert wird als der andere Tcilstrahl
und daß bei einer Veränderung des Einfallswinkels des Laserstrahls auf dem Richtstrahler
(7) die beiden auf dem Lagcdetcktor (6) auftrcffcndcn Teilstrahlcn um gcgengleichc
Winkel abgelenkt werden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Reflexionsfläche
des optischen Systems (2, 3: 12) von einer tcildurdilässigcn, metallisierten Fläche eines
Prisnicnsatzes (3, 13) gebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Richtstrahler (7)
ein I iriscnsystcm (14) zum Spreizen des darauf
aufvrcficndcn Laserstrahls besitzt und ein Prisma
(13) zur einmaligen Reflexion eines Teiles des gespreizten Laserstrahls vorgesehen ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Richtstrahler
(7) in bezug auf den darauf auftreffenden Laserstrahl verstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE37469A SE323223B (de) | 1969-01-13 | 1969-01-13 |
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Family
ID=20256467
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
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Families Citing this family (1)
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-
1969
- 1969-01-13 SE SE37469A patent/SE323223B/xx unknown
- 1969-12-30 GB GB1296070D patent/GB1296070A/en not_active Expired
-
1970
- 1970-01-09 DE DE19702000828 patent/DE2000828B2/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1296070A (de) | 1972-11-15 |
| DE2000828A1 (de) | 1970-07-16 |
| SE323223B (de) | 1970-04-27 |
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