DE2000206C3 - Molekularsieb-Trennverfahren - Google Patents
Molekularsieb-TrennverfahrenInfo
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- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G25/00—Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with solid sorbents
- C10G25/02—Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with solid sorbents with ion-exchange material
- C10G25/03—Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with solid sorbents with ion-exchange material with crystalline alumino-silicates, e.g. molecular sieves
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Description
a) das Ausgangsmaterial als solches oder in Form einer Mischung mit dem Verdrängungsmittel
mit einer geringeren Geschwindigkeit als der endgültigen Beschickungsgeschwindigkeit einführt
und die Geschwindigkeit bis auf die endgültige Beschickungsgeschwindigkeit steigertoder
b) eine Mischung aus dem Ausgangsmaterial und dem Verdrängungsmittel einführt, wobei das
Ausgangsmaterial mit einer im wesentlichen konstanten Geschwindigkeit eingeführt wird,
während das Verdrängungsmittel anfänglich mit einer hohen Geschwindigkeit eingeführt
wird, die dann erniedrigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ausgangsmaterial zunächst
mit einer Geschwindigkeit von 0 bis 65% der endgültigen Beschickungsgeschwindigkeit in die mit
dem Verdrängungsmittel beladene Molekularsieb-Trennzone einführt, die Einführungsgeschwindigkeit J5
des Ausgangsmaterials mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 35% der endgültigen Beschickungsgeschwindigkeit
pro Minute steigert, bis die endgültige Beschickungsgeschwindigkeit 0,1 bis 100 Gewichtsteile des Ausgangsmaterials pro Gewichtsteil des
Molekularsiebs und Stunde beträgt, und den Durchsatz des Ausgangsmaterials mit der endgültigen
Beschickungsgeschwindigkeit fortsetzt, bis ein wesentlicher Anteil des Verdrängungsmittels aus der
Molekularsieb-Trennzone entfernt ist. <ir>
Die Erfindung betrifft ein Molekularsieb-Trennverfahren,
gemäß dem ein Kohlenwasserstoffausgangsmaterial zur Adsorption mindestens eines Teils der
adsorbierbaren Komponente an dem Molekularsieb und dann ein Verdrängungsmittel zur wesentlichen Sättigung
des Molekularsiebs mit dem Verdrängungsmiltel unter Desorption der adsorbierbaren Komponente von
dem Molekularsieb in eine Molekularsieb-Trennzone eingeführt werden.
Es ist bekannt, daß gewisse natürlich vorkommende oder synthetische Zeolithe bzw. Molekularsiebe zur
Abtrennung von normalen oder unverzweigten Paraffinen aus isomeren, verzweigtkettigen Paraffinen und
Olefinen und auch von Cycloparaffinen und aromatischen Mischungen verwendet werden können.
Die wissenschaftliche und die Patentliteratur enthalten zahlreiche Hinweise auf die adsorbierende Wirkung
von natürlichen und synthetischen Zeolithen sowie auf die Herstellung von vielen synthetischen Zeolithen
M) (siehe z. b.: »Molecular Sieve Separation of Solids«
[Quarterly Reviews, Vol.3 (1949) 293 bis 330], veröffentlicht von The Chemical Society [London]).
Die Erfindung ist in gleicher Weise auf sämtliche Molekularsiebe der Typen A, X, Y etc. anwendbar.
Nachdem das Molekularsieb für die Adsorption einer gegebenen Komponente angewandt worden ist, muß
das Sieb desorbiert werden. Es wurde bereits eine Vielzahl von Verfahren für die Desorption von
Molekularsieben vorgeschlagen, die die Anwendung von Vakuum, von erhöhter Temperatur und/oder eines
Verdrängungsmittels zur Desorption des Molekulursiebes
umfassen. Im allgemeinen ist es bevorzugt, ein Verdrängungsmittel zur Desorption des Molekularsiebes
zu verwenden. Für die Zwecke der Erfindung geeignete Verdrängungsmittel umfassen SO2, Ammoniak,
Kohlendioxid, Alkohole mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Methanol und Propanol,
Glykole, zum Beispiel Äthylenglykol und Propylenglykol, halogenierte Verbindungen, zum Beispiel Methylchlorid,
Äthylchlorid oder Methylfluorid und nitrierte Verbindungen, beispielsweise Nitromethan. Vorzugsweise
werden die Verdrängungsmittel in gasförmigem Zustand verwendet. Das bei weitem erfolgreichste
Verdrängungsmittel entspricht der folgenden allgemeinen Formel
R1
N R2
R·1
R·1
in der R1, R2 und R1 für Wasserstoffatome und/oder
Alkylgruppen mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen stehen, und umfaßt somit vorzugsweise Ammoniak und primäre,
sekundäre und tertiäre Amine mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, wie Älhylamin, Melhylamir, Butylamin.
Nachdem das Verdrängungsmittel zur Desorption der adsorbierten Komponente verwendet worden ist,
wird anschließend ein neuer Zyklus begonnen. Er beginnt mit der Einführung eines zu adsorbierenden
Mittels in die Molekularsieb-Trennzone. Diese Wiedereinführung von Ausgangsmaterialien hat zu beträchtlichen
Problemen geführt. Sobald das Ausgangsmaterial wieder in die Molekularsieb-Trennzone eingeführt wird,
erfolgt nahezu sofort ein Durchbruch der Eingangskomponenten. Mit diesem Vorgang verbunden ist das
Problem des Bettaushubs, bei dem das Molekularsiebbett einer sehr raschen Durchmischung unterworfen
und angehoben wird. Verlagerungen des Bettmaterials führen zu einer ausgesprochen schlechten Verteilung
der Beschickung und einer schlechten Ausnützung des Adsorbers. Das Adsorptionsmittel reibt und nützt sich
zu kleineren Partikeln ab, die aus dem Behälter ausgetragen werden und die Leitungen oder Pumpen
verstopfen.
In der US-PS 34 18 235 ist nun ein Molekularsieb-Trennverfahren zur Abtrennung von Normalparaffinen
aus dieses Produkt enthaltenden Mischungen beschrie ben, bei dem das Anheben des Adsorberbettes bei der
Desorption dadurch verhindert werden soll, daß man die Mischung aus dem Kohlenwasserstoffausgangsmaterial
in gleicher Richtung wie das Verdrängungsmittel in die Molekularsieb-Trennzone einführt und diese auf
einer kritischen Temperatur von 371 bis 427°C hält. Dieses Verfahren vermag nun insofern nicht vollständig
zu befriedigen, als einerseits kritische Temperaturen
angewandt werden müssen, andererseits das zu adsorbierende Material und das Verdrängungsmittel
stets in gleicher Richtung durch die Trennzone geführt werden müssen und schließlich aufgrund der angewandten
Beschickungsgeschwindigkeiten ein Abheben des Adsorberbetles und ein Durchbruch von Komponenten
des Aufgabegutes beim Einsetzen der Adsorption nicht in dem gewünschten Maße verhindert werden können.
Es wurde nun unerwarteterweise gefunden, daß eine Einführung der Ausgangsmaterialien in eine Molekularsieb-Trennzone,
die ein Verdrängungsmittel enthält, mit ansteigender Geschwindigkeit den Durchbruch der in
der Beschickung enthaltenen Komponenten zu Beginn der Adsorption verhindert und gleichfalls den Druckunterschied
über dem Bett erniedrigt und einen Aushub des Bettes verhindert.
Gegenstand de:· Erfindung ist daher ein Molekularsieb-Trennverfahren,
gemäß dem ein Kohlenwasserstoffausgangsmaterial zur Adsorption mindestens eines Teils der adsorbierbaren Komponente an dem Molekularsieb
und dann ein Verdrängungsmittel zur wesentlichen Sättigung des Molekularsiebs mit dem Verdrängungsmittel
unter Desorption der adsorbierbaren Komponente von dem Molekularsieb in eine Molekularsieb-Trennzone
eingeführt werden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in die mit dem Verdrängungsmittel beladene Molekularsieb-Trennzone entweder
a) das Ausgangsmaterial als solches oder in Form einer Mischung mit dem Verdrängungsmittel mit
einer geringeren Geschwindigkeit als der endgülti- J0 gen Besckickungsgeschwindigkeit einführt und die
Geschwindigkeit bis auf die endgültige Beschikkungsgeschwindigkeit steigert oder
b) eine Mischung aus dem Ausgangsmaterial und dem Verdrängungsmittel einführt, wobei das Ausgangs- 3:>
material mit einer im wesentlichen konstanten Geschwindigkeit eingeführt wird, während das
Verdrängungsmittel anfänglich mit einer hohen Geschwindigkeit eingeführt wird, die dann ernied
rigt wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird somit das Material zunächst mit einer stark verminderten
Anfangsgeschwindigkeit in die Molekularsieb-Trennzone eingeführt und anschließend wird die Einführungsge- 4-,
schwindigkeit zunehmend im Verlaufe der Zeit gesteigert, bis ein im wesentlichen stetiger Zustand erreicht
ist, der der endgültigen Beschickungsgeschwindigkeit entspricht. Der Verlauf der Geschwindigkeitszunahme
erfolgt bequemerweise linear mit der Zeit, obwohl dies to nicht wesentlich ist.
Gemäß einer Variante des beanspruchten Verfahrens wird das Kohlenwasserstoffausgangsmaterial mit im
wesentlichen konstanter Geschwindigkeit zusammen mit dem Verdrängungsmittel in die Molekularsieb-Trennzone
eingeführt, worauf die Zuführungsgeschwindigkeit des Verdrängungsmittcls nach und nach bis zur
endgültigen Beschickungsgeschwindigkeit vermindert wird.
Bei der Einführung des Ausgangsmaterials mit mi
ansteigender Geschwindigkeit kann gleichzeitig ein Verdrängungsmittel eingeführt werden. Wenn diese
beiden Materialien gleichzeitig zugesetzt werden, so können sie jeweils mit zunehmender Geschwindigkeit
eingebracht werden, wodurch ein konstantes Molverhältnis zwischen den beiden Materialien aufrechterhalten
wird. Gemäß einer weiteren Ausführungsform beginnt man den Adsorptionszyklus durch Einführen
■U) lediglich des Verdrängungsmittels, worauf das Ausgangsmaterial
mit wachsender Geschwindigkeit eingeführt wird, während das Verdrängungsmittel mit
konstanter Geschwindigkeit zugeführt wird. Es ist auch möglich, das zusammen mit der Beschickung eingeführte
Verdrängungsmittel am Anfang mit hoher Geschwindigkeit und dann allmählich abnehmend mit langsamerer
Geschwindigkeit einzuführen. Die Verminderung der Einführungsgeschwindigkeit des Verdrängungsmittels
kann bis auf einen Wert von Null abgesenkt werden, falls kein Verdrängungsmittel in der Beschickung
erwünscht ist
Falls das Verdrängungsmittel mit abnehmender Geschwindigkeit und die Ausgangsmaterialien mit im
wesentlichen konstanter Geschwindigkeit eingeführt werden, müssen die folgenden Bedingungen angewandt
werden. Das Molverhältnis von Verdrängungsmittel zu Ausgangsmaterial zur Zeit der anfänglichen Einleitung
beträgt zumindest 0,3. Die Geschwindigkeit, mit der das Ausgangsmaterial eingeführt wird, bleibt im wesentlichen
konstant, während die Geschwindigkeit der Einführung des Verdrängungsmittels abnimmt. Das
endgültige Molverhältnis von Verdrängungsmittel zu Ausgangsrraterialien ist nicht größer als 80% des
Verhältnisses zur Zeit der Einführung. Es liegt im Rahmen der Erfindung, die Einführung des Vcrdrängungsmittels
bir auf einen Wert zu vermindern, bei dem kein Verdrängungsmittel mehr zusammen mit dem
Ausgangsmaterial eingeführt wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Beschickung anfänglich mit einer
Geschwindigkeit von 0 bis 65% der Endgeschwindigkeit eingeleitet. Die Einleitungsgeschwindigkeit der Ausgangsmaterialien
wird mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 35% der durchschnittlichen Beschickungsgeschwindigkeit
pro Minute gesteigert. Nach Ablauf dieses Zeitabschnitts laufen die Ausgangsmaterialien mit der
endgültigen Beschickungsgeschwindigkeit durch das Bett. Dies ist die maximal angewandte Geschwindigkeit,
die so lange aufrechterhalten wird, bis das Bett im wesentlichen mit dem adsorbierbaren Kohlenwasserstoff
gesättigi ist und dieser Kohlenwasserstoff in wesentlichen Konzentrationen im Ablauf auftritt. Zu
diesem Zeitpunkt wird das Bett wiederum mit eir.em
Verdrängungsmittel, vorzugsweise Ammoniak, desorbiert.
Erfindungsgemäß können sämtliche Ausgangsmaterialien, die von einem Molekularsiebbett adsorbiert
werden, behandelt werden. Demzufolge können Trennungen von normalen bzw. unverzweigten Olefinen und
Paraffinen, insbesondere von unverzweigten Paraffinen mit 4 bis 40 Kohlenstoffatomen, auf einem Typ
A-Molekularsiebbett und insbesondere auf einem Typ 5Ä-Molekularsiebbett bewirkt werden. Zusätzlich kann
die Abtrennung von Aromaten unter Verwendung eines Typ X-Molekularsiebbettes, das Porenöffnungen von
zumindest 5 A aufweist, insbesondere auf einem 10 X- oder 13 XBett, verbessert werden.
Die Adsorptionstemperaturen sollten innerhalb eines Bereiches von 93,3° C bis 538° C, vorzugsweise von
2600C bis 454°C und insbesondere von 2600C bis 427°C,
gehalten werden. Der Druck während der Adsorption kann innerhalb von weiten Bereichen variieren, jedoch
sollte er zwischen 0,07 und 7,03 kg/cm2 (die Druckangabert
sind stets Absolutwerte), vorzugsweise zwischen OJO bis 3,52 kg/cm2 und insbesondere zwischen 1,05 bis
3,52 kg/cm2, liegen. Die pro Zyklus einzuführende Beschickungsmenge sollte zwischen 0,01 und 10,
vorzugsweise zwischen 0,1 bis 5 und insbesondere zwischen 0,15 bis 1,0 Gew.-Teilen des Ausgangsmaterials
pro Gewichtsteil des Molekularsiebe liegen. Die Beschickung wird mit ansteigender Geschwindigkeit
eingeführt
Die schließlich erreichte endgültige Beschickungsgeschwindigkeit wird in Abhängigkeit davon, ob ein
Molekularsieb vom Typ A oder vom Typ X verwendet worden ist, variieren. Für ein Molekularsieb vom Typ A,
das zur Abtrennung von normalen Paraffinen aus Mischungen verwendet wird, kann die Endgeschwindigkeit
zwischen 0,i bis 10 Gcv.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde,
vorzugsweise zwischen 0,5 bis 4,0 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde,
variieren. Im Falle einer Aromatentrennung unter Verwendung eines Siebes vom Typ X kann
die endgültige Geschwindigkeit zwischen 0,1 und 100 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde, vorzugsweise zwischen
1 bis 20 Gew.-Teilen/Gew.-TeU'Stunde, variieren.
Bei der Desorption ist das bevorzugte Verdrängungsmittel Ammoniak, das bei einer Temperatur von 260 bis
427°C und einem Druck von 1,05 bis 3,52 kg/cm2 eingeführt wird. Ammoniak wird mit einer Geschwindigkeit
von 0,1 bis 10,0 Gew.-Einheiten Ammoniak pro Gew.-Einheit an Siebmaterial pro Stunde eingeführt.
Der Adsorptionszyklus variiert zwischen 3 und 30 Minuten, die Desorption zwischen 3 und 30 Minuten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein Normalparaffingemisch mit 11 bis 14
Kohlenstoffatomen von einer Mischung abgetrennt, die außerdem Isoparaffine, cyclische Paraffine, Aromaten
und anorgnische Bestandteile enthält. Das Bett, in dem ein 5 Ä-Molekularsieb angeordnet ist, wird vorher mit
einem Verdrängungsmittel, vorzugsweise Ammoniak, beladen. Die Beschickung wird mit einer Anfangsgeschwindigkeit
von 40 bis 60% der durchschnittlichen Beschickungsgeschwindigkeit auf das Bett aufgegeben.
Diese Geschwindigkeit wird dann mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 20% der endgültigen Beschickungsgeschwindigkeit
pro Minute gesteigert, bis ein Wert von 0,5 bis 4,0 Gew.-Teilen/Gew.-Teile/Stunde erreicht ist.
Die gesamte Adsorptionsphase erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 bis 30 Minuten. Während der
Adsorption wird das Bett auf einer Temperatur von 260 bis 427° C und einem Druck von 1,05 bis 3,52 kg/cm2
gehalten. Die Desorption erfolgt bei einer Temperatur von 260 bis 427" C und einem Druck von 1,05 bis
3,52 kg/cm'. Das angewandte Verdrängungsmittel ist Ammoniak und die Geschwindigkeit der Einführung
von Ammoniak beträgt 0,2 bis 1,0 Gew.-Teile/Gew,-Teil/Stunde.
Die Desorptionsphase erstreckt sich über 3 bis 30 Minuten.
Kerosin, das 15% Normalparaffine enthält, wird in eine Molekularsieb Trennzone eingeführt. Diese Zone
enthält ein 5 A-MoH:kularsieb in Form von Teilchen mit einem Durchmesser von etwa 1,59 mm und ist mit
Ammoniak als Vefdrängungsmittel beladen. Die Zone wird auf eine·" Temperatur von 351,5°C und einem
Druck von 1,4' Rg/<:m2 gehalten. Die Beschickung wird
anfänglich mit eiher Geschwindigkeit von 0,5 Gewichts-Teilen/Gew.-Teil/Slunde
eingeführt. Diese Geschwindigkeit wird mit einer Geschwindigkeit von 0,2 Gew.-Teilen/Gevv.-Teil/Stunde pro Minute gesteigert,
bis ein Wert Von 1,2 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde erreicht ist. Die Adsorptionsperiode dauert 20 Minuten.
Am Ende dieses Zeitraums ist das Bett im wesentlichen mit Normalparaffinen gesättigt und die Desorptionsphase
beginnt Das verwendete Verdrängungsmittel ist Ammoniak. Ammoniak wird bei einer Temperatur von
351,5°C während eines Zeitraumes von 20 Minuten mit einer Geschwindigkeit von 0,6 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/
Stunde über das Bett geleitet. Der Druck über dem Bett ändert sich während der Desorption nicht merklich. Die
Desorptionsperiode dauert 20 Minuten.
Der Zyklus ist nun vollendet und frische Ausgangsmaterialien können wiederum in die Molekularsieb-Trennzone
eingeführt werden. Während dieses Verfahrens wird hier kein Anheben des Bettes beobachtet und
es entsteht kein Durchbruch des Produkts beim Beginn der Adsorptionsstufe. Die Beschickung in diesem
η Beispiel wird mit ansteigender Geschwindigkeit eingeführt.
Vergleichsbeispiel
In diesem Beispiel werden die gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 angewandt mit dem Unterschied, daß
die Ausgangsmaterialien sofort mit einer Geschwindigkeit von 1,2 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde eingeführt
werden. Dies ist die endgültig angewandte Geschwindigkeit nach Beispiel 1. Man beobachtet ein beträchtliches
Anheben des Bettes. Eine chromatographische Analyse zeigt an, daß augenblicklich eine wesentliche
Menge an Produkt durch das Siebbett durchgebrochen ist.
In diesem Beispiel werden die gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 angewandt mit dem Unterschied, daß
Ammoniak anfänglich mit einer reduzierten Geschwindigkeit von 0,011 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde zusammen
mit den Ausgangsmaterialien mit der reduzierten Geschwindigkeit eingeführt wird. Sowie die Beschikkungsgeschwindigkeit
erhöht wird, wird die NH3-Geschwindigkeit mit einer Geschwindigkeit von 0,006 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde pro Minute erhöht, so
daß das Verhältnis von NH3 zu der Beschickung im
wesentlichen konstant bleibt. Wiederum wird, wie in Beispiel 1, kein Anheben des Bettes beobachtet und es
ist kein Anzeichen von einem sofortigen Durchbruch von Kohlenwasserstoffen aus dem Bett zu erkennen. In
diesem Beispiel werden die Beschickung mit ansteigender Geschwindigkeit eingeführt und das Molverhältnis
von NH3 zur Beschickung konstant gehalten.
In diesem Beispiel werden die gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 angewandt mit dem Unterschied, daß
die Beschickung mit der konstanten Geschwindigkeit von 0,8 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde eingeführt und
auf dieser Geschwindigkeit gehalten wird. Ammoniak wird mit der Beschickung mit einer hohen Geschwindigkeit
von 0,08 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde eingeführt.
Die Ammoniak-Geschwindigkeit wird anschließend mit einer Geschwindigkeit von 0,01 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/
Stunde pro Minute vermindert, bis die endgültige Geschwindigkeit von 0,03 Gew.-Teilen/Gew.-Teil/Stunde
erreicht ist. Diese Geschwindigkeiten werden dann für den Rest der Adsorption aufrechterhalten. Hier wird
wiederum kein Anheben des Bettes oder ein anfängliches Durchbrechen von Produkt beobachtet. In diesem
Beispiel wird die Beschickung nicht mit ansteigender Geschwindigkeit eingeführt, jedoch wird das Molverhältnis
von N Hi zur Beschickung mit der Zeit erniedrigt.
Claims (1)
1. Molekularsieb-Trennverfahren, gemäß dem ein ICohlenwasserstoffausg; ngsmaterial zur Adsorption
mindestens eines Teils der adsorbierbaren Komponente an dem Molekularsieb und dann ein
Verdrängungsmittel zur wesentlichen Sättigung des Molekularsiebs mit dem Verdrängungsmittel unter
Desorption der adsorbierbaren Komponente von dem Molekularsieb in eine Molekularsieb-Trennzone
eingeführt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß man in die mit dem Verdrängungsmittel beladene Molekularsieb-Trennzone entweder
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702000206 DE2000206C3 (de) | 1970-01-02 | 1970-01-02 | Molekularsieb-Trennverfahren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702000206 DE2000206C3 (de) | 1970-01-02 | 1970-01-02 | Molekularsieb-Trennverfahren |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2000206A1 DE2000206A1 (de) | 1971-07-08 |
| DE2000206B2 DE2000206B2 (de) | 1979-07-05 |
| DE2000206C3 true DE2000206C3 (de) | 1980-02-28 |
Family
ID=5759030
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702000206 Expired DE2000206C3 (de) | 1970-01-02 | 1970-01-02 | Molekularsieb-Trennverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2000206C3 (de) |
-
1970
- 1970-01-02 DE DE19702000206 patent/DE2000206C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2000206A1 (de) | 1971-07-08 |
| DE2000206B2 (de) | 1979-07-05 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) |