DE199601C - - Google Patents
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01T—SPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Zündkerze, wie sie z. B. für die
elektrische Zündung von Maschinen mit innerer Verbrennung verwendet werden kann.
Die Elektroden einer elektrischen Zündkerze können im Gebrauch leicht mit fremden Bestandteilen oder mit Ablagerungen, wie Ölkohle, Ruß ο. dgl., besetzt werden, welche sich aus den Verbrennungsprodukten ausscheiden,
Die Elektroden einer elektrischen Zündkerze können im Gebrauch leicht mit fremden Bestandteilen oder mit Ablagerungen, wie Ölkohle, Ruß ο. dgl., besetzt werden, welche sich aus den Verbrennungsprodukten ausscheiden,
ίο eine den Funkenübergäng unterdrückende Stromleiterbrücke bilden und somit Kurzschluß
herbeiführen können.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, durch Abbrennen der Kurzschlußmasse
auf dem Isolator z. B. in der Nähe der Zentralelektrode infolge der normalen Entladung
des elektrischen Stromes eine Unterbrecherstelle zu schaffen und somit etwaige Anhäufungen unschädlich zu machen.
Das Wesen der Erfindung besteht daher darin, daß in einer elektrischen Zündkerze die
frei liegende Fläche einer oder beider Elektroden so verringert wird, daß die benachbarte
oder mit ihr in Berührung kommende Fläche einer Kurzschlußmasse von geringerer Leitungsfähigkeit
den elektrischen Strom nicht zu leiten vermag, ohne eine Zersetzung der genannten
Kurzschlußmasse infolge der hohen Temperatur herbeizuführen.
Der gewöhnliche Funkenstrom vermag Kurzschlußmasse zu durchziehen, wenn diese
Masse in größerer Anhäufung vorhanden ist. Ist die Masse jedoch nur in feiner Verteilung
oder in geringer Menge vorhanden, so wird sie bis zum Zersetzungspunkt erhitzt, so daß
die gebildete Leitungsbrücke zerstört wird. Dieser Zweck kann auf zwei verschiedenen
Wegen erreicht werden.
1. Die eine Elektrode des Stromkreises reicht durch einen Isolierkörper in der Weise, daß
für die elektrische Entladung nur eine geringe Fläche vorhanden ist. Dieser freie Teil muß
so klein sein, daß die mit ihm in Berührung kommenden Partikel der Kurzschlußmasse
nicht genügen, um der beim Durchziehen des elektrischen Stromes entwickelten Wärme zu
widerstehen. Diese Wirkung tritt auch ein, wenn die Kurzschlußmasse in größerer Anhäufung
vorhanden ist, denn der Strom wirkt zunächst auf die kleinen Teilchen in unmittelbarer
Nähe ein, so daß diese Teilchen zerstört werden und zwischen der Elektrode und der
benachbarten Kurzschlußmasse sich eine kleine Unterbrechungsstelle auf dem Isolator ergibt.
Bei den weiteren Funken wird die Kante der umliegenden Masse weiter zerstört, so daß
eine freie Bahn auf dem Isolator rings um die Elektrode gebildet wird, deren Widerstand
größer ist als die Funkenstrecke zwischen den beiden Elektroden der Zündkerze.
2. Dieselbe Wirkung bezüglich der Zerlegung der Kurzschlußmasse in kleinePartikel-.chen
kann auch dadurch erzielt werden, daß die Abmessungen der Funkenstrecke verringert
werden. Dies wird dadurch erreicht, daß die Elektrode nicht ganz bis zur Abschlußfläche
des Isolierkörpers hindurchreicht, so daß im Isolierkörper nur eine kleine kapillare Öffnung
zwischen dem Ende der Elektrode und der gegenüberliegenden Elektrode verbleibt, welche
nahe bis zu dieser Öffnung heranreicht, ohne die Fläche des Isolierkörpers selbst zu berühren.
Offenbar ist die Menge der Kurzschlußmasse, welche sich in einer derartigen Öffnung ansammeln kann, zu gering, um den
elektrischen Strom zu leiten, ohne selbst zerstört zu werden. Hieraus ergibt sich, daß die
ίο Wirkung dieselbe istwie in dem erstbesprochenen
Fall. Die Versuche haben ergeben, daß Zündkerzen dieser Art, auch selbst wenn sie
noch so sehr mit Ablagerungen behaftet sind, niemals im Betriebe versagen, denn jedes
Schließen des Stromkreises hat stets einen Funken zwischen den Elektroden oder zwischen
einer Elektrode und der umgebenden Kurzschlußmasse ergeben. Der Funken hat stets genügt, um die Ladung in dem Zylinder
zur Entzündung zu bringen. Die Versuche haben weiter ergeben, daß gleichgültig, wie
schwach der elektrische Strom auch ist (so lange er nur genügt, um überhaupt zwischen
den Elektroden zur Entladung zu kommen), stets das gewünschte Ergebnis erzielt wird,
wobei die erforderliche Zeit im Verhältnis zur Stromstärke steht.
Fig. ι zeigt den Längsschnitt einer nach der Erfindung hergestellten Zündkerze, und Fig. 2
zeigt den Längsschnitt einer abgeänderten Ausführungsform.
Die Zündkerze besteht aus einem Isolationskörper A, welcher zweckmäßig aus Porzellan
oder einem anderen glasartigen Material besteht und eine Verdickung besitzt, die sich
gegen einen ringförmigen Ansatz in dem Gehäuse 2 stützt. Der Isolationskörper wird
durch eine Buchse 4 gehalten, die in das Gehäuse hinter der Verdickung des Isolators eingeschraubt
ist. Der Isolationskörper dient dazu, die Elektrode 6 von der Elektrode 3 zu isolieren, die von dem Gehäuse 2 getragen
. wird.
Die Elektrode 6 muß aus einem möglichst unverbrennbaren Material von guter Leitungsfähigkeit bestehen, wie z. B. Platin, Iridium
oder einer geeigneten Legierung. Zweckmäßig wird der dünne Draht 6 in das Porzellan eingeführt,
ehe dieses in den Brennofen gelangt, wodurch die Anwendung eines Kernes · bei Herstellung des Isolators und auch das spätere
Einkitten des Drahtes vermieden wird. Der Leiter 5 besteht aus einem billigeren Metall,
wie z.B. Kupfer, und reicht zwischen der Elektrode 6 und der Kontaktkappe an dem Kopf
des Isolators bis dicht an diese Teile heran. Der Leiter 5 dient dazu, die Wärme von der
Elektrode 6 abzuführen, und vermindert die Gefahr, den dünnen Leiter 6 zu zerbrechen,
wenn die Vorrichtung zusammengesetzt wird. Die Elektrode 6 kann um ein Geringes vor
dem Isolationskörper vorragen, jedoch ist es zweckmäßig, sie dicht, an der Fläche des Körpers
abzuschneiden, da in diesem Falle die frei liegende Fläche der Elektrode bis auf den
Querschnitt des Drahtes verringert ist. Auch ergeben sich andere Vorteile bei dem glatten
Abschneiden des Drahtes an der vorderen Fläche des Isolationskörpers, selbst wenn der
Querschnitt ein größerer ist, die nicht erzielt werden können, wenn der Draht vorragt. Gewünschtenfalls
können auch beide Elektroden 6 und 3 im Isoliermaterial eingebettet sein.
Die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der erstbeseliriebenen
im wesentlichen nur dadurch, daß die kleine Öffnung 6' an Stelle der Elektrode 6 tritt. Das
Ende der Leitung 5' wird dem inneren Ende der Öffnung und somit dem Funken dargeboten,
welcher über die Lücke oder Funkenstrecke 7 durch die Öffnung hindurchspringen soll. Das Ergebnis ist in beiden Konstruktionen
im wesentlichen dasselbe.
Wegen der hypothetischen Natur der Wissenschaft über Elektrizität kann nicht ver- ,
sucht werden, die sich bei der Entladung des elektrischen Funkens bei dieser Ausführungsform des Funkengebers ergebende Wirkung
technisch oder wissenschaftlich zu analysieren. Unter den denkbar schwierigsten Verhältnissen
sind Versuche angestellt worden, um sichtbare Wirkungen zu erzielen, wobei tatsächliche
Resultate sich ergaben, die am besten durch ähnliche dynamische Erscheinungen erklärt
werden können. So sind Photographien genommen worden quer zur Mündung von Geschützen
in dem Augenblick der Entlädung. Diese Photographien zeigen die Verbrennungsgase, wie sie sich in der Atmosphäre seitlich
ausdehnen; Man erkennt die Umrisse eines Teiles einer Kugel, die an den Polen beim Heraustreten
aus der Mündung abgeflacht ist. Wird die Mündung des Geschützes in der
Nähe der Bohrung mit Staub, Pulver oder Ruß besetzt, so werden diese Substanzen durch das
seitliche Ausdehnen der Gase durch Reibung, ■ Abreißen oder sonstwie auf mechanischem
Wege und infolge der Hitze entfernt.
Eine ähnliche Wirkung ergibt sich bei der no Entladungsstelle der Elektroden. Der anhaftende
Staub oder Ruß wird in derselben Weise und augenscheinlich durch dieselbe Kraft oder dieselben Kräfte entfernt. Die
elektrische Entladung zeigt dieselbe sichtbare Zone einer Kugel, abgeflacht an beiden Polen,
welche den Elektroden zunächst liegen. Diese Erscheinung tritt nur infolge der ebenen Isolatorfläche
und des glatten Abschnittes an dieser Fläche ein, wie es bei der Mündung einer Kanone auch der Fall ist. Wird der Isolatorkörper
von der Elektrode ab kegelförmig ge-
staltet oder ragt letztere vor der Fläche 'vor, so werden die besprochenen Ergebnisse nicht
oder nicht in demselben Maße eintreten. Die plötzliche Expansion der Gase im Falle eines
Geschützes und die plötzliche Expansion der elektrischen Entladungslinien und ihr plötzliches
Konvergieren beim Wiedereintritt in den Stromkreis an der anderen Elektrode verursacht
die Kugelzone, deren abgeflachte Pole
ίο in reibender Berührung mit der Isolatorfläche
sich befinden und eine genügende Geschwindigkeit und Kraft erzeugen, um die anhaftenden
Partikelchen zu entfernen. Hierbei können sowohl chemische, mechanische und auch
elektrische Kräfte mitwirken. Die Erscheinung der abgestumpften Kugel ist eine so bedeutende,
daß die Zündkerze zwischen den beiden Elektroden auch einen Funken ergibt, selbst wenn beide Elektroden in Wasser eintauchen.
.Die plötzliche seitliche Expansion der Linien der elektrischen Entladung ist so
kräftig, daß das Wasser von den Elektroden durch Zersetzung fortgetrieben wird und unter
dem Wasser sich eine abgestumpfte Kugel ergibt. Hieraus erkennt man die Zusammenwirkung
der glatt abgeschnittenen Elektrode und der ebenen Fläche des Isolators. Man hat
die Fläche des Isolators in der Nähe der Elektrode und auch über dieser mit Schmirgel, gepulvertcm
Glas, Speckstein und anderem Isoliermaterial besetzt oder bekleidet, jedoch sind
diese Materialien bei Entladung des Stromes stets bei Seite g'eworfen worden.
Die Bestandteile der Gase in einer Gasmaschine nach erfolgter Explosion sind im
wesentlichen Kohlendioxyd.. Kohlenmonoxyd, Feuchtigkeit, Ruß oder unverbrannte Kohle,
öl, karbonisiertes Öl, geringe Bestandteile von Metall usw. Einige oder alle dieser Bestandteile
oder auch Verbindungen derselben würden eine Kurzschlußmasse zwischen den Elektroden
des Funkengebers bilden. Die Gegenwart einer derartigen Masse muß jede Zündkerze
mit größerer frei liegender Fläche früher oder später unbrauchbar machen, während die neue
Zündkerze jedes Versagen ausschließt.
Claims (3)
1. Elektrische Zündkerze, dadurch gekennzeichnet, daß die freiliegende Fläche
einer Elektrode (6) auf ein so geringes Maß. beschränkt ist, daß durch Abbrennen
der sich auf dem Isolator absetzenden Kurzschlußmasse beispielsweise in der Nähe der
genannten Elektrode selbst unmittelbar um diese herum eine Unterbrecherstelle hergestellt
bzw. unterhalten wird.
2. Elektrische Zündkerze nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
auf ein geringes Maß beschränkte Endfläche der Elektrode (6) mit der Endfläche des sie umgebenden Isolierkörpers glatt
abschneidet.
3. Elektrische Zündkerze nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
eine Elektrode (5) nicht ganz bis zur Endfläche des sie umgebenden Isolierkörpers
reicht, wodurch ein kleines Röhrchen (6') gebildet wird, durch welches der Funken
durchschlägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Ergänzungsblatt zur Patentschrift 199601, Klasse 46c.
Das Patent 199601 ist durch Entscheidung des Kaiserlichen Patentamts vom
14. Oktober 1909, bestätigt durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 13. Mai 1911,
dadurch beschränkt, daß die Ansprüche 1 und 2 vernichtet sind.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE199601C true DE199601C (de) |
Family
ID=462301
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE199601C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0101547A3 (en) * | 1982-08-14 | 1984-08-22 | Robert Bosch Gmbh | High-tension spark plug |
-
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- DE DENDAT199601D patent/DE199601C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0101547A3 (en) * | 1982-08-14 | 1984-08-22 | Robert Bosch Gmbh | High-tension spark plug |
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