DE19948632B4 - Aktoreinheit mit einem Grundaktor, einem Zusatzaktor und einer Ansteuereinheit - Google Patents
Aktoreinheit mit einem Grundaktor, einem Zusatzaktor und einer Ansteuereinheit Download PDFInfo
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Abstract
Aktoreinheit
mit einem Grundaktor (1), einem Zusatzaktor (2) und einer Ansteuereinheit
(3),
– wobei mittels der Aktoren (1, 2) ein Nutzkreis (4) öffen- und schließbar ist und der Nutzkreis (4) geöffnet wird, sobald mindestens einer der Aktoren (1, 2) deaktiviert wird,
– wobei der Grundaktor (1) bei ordnungsgemäßem Funktionieren durch Zufuhr elektrischer Energie aktivierbar und durch Nichtzufuhr elektrischer Energie deaktivierbar ist,
– wobei der Ansteuereinheit (3) ein Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) zugeführt wird und
– wobei die Ansteuereinheit (3) den Zusatzaktor (2) deaktiviert, wenn der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) von einem Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) abweicht,
– wobei der Zusatzaktor (2) durch Zufuhr elektrischer Energie deaktivierbar ist und die Ansteuereinheit (3) den Zusatzaktor (2) nur dann deaktiviert, wenn der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) vom Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) abweicht,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzaktor (2) durch Zufuhr elektrischer Energie aktivierbar ist und der Ansteuereinheit...
– wobei mittels der Aktoren (1, 2) ein Nutzkreis (4) öffen- und schließbar ist und der Nutzkreis (4) geöffnet wird, sobald mindestens einer der Aktoren (1, 2) deaktiviert wird,
– wobei der Grundaktor (1) bei ordnungsgemäßem Funktionieren durch Zufuhr elektrischer Energie aktivierbar und durch Nichtzufuhr elektrischer Energie deaktivierbar ist,
– wobei der Ansteuereinheit (3) ein Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) zugeführt wird und
– wobei die Ansteuereinheit (3) den Zusatzaktor (2) deaktiviert, wenn der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) von einem Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) abweicht,
– wobei der Zusatzaktor (2) durch Zufuhr elektrischer Energie deaktivierbar ist und die Ansteuereinheit (3) den Zusatzaktor (2) nur dann deaktiviert, wenn der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) vom Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors (1) abweicht,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzaktor (2) durch Zufuhr elektrischer Energie aktivierbar ist und der Ansteuereinheit...
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aktoreinheit mit einem Grundaktor, einem Zusatzaktor und einer Ansteuereinheit,
- – wobei mittels der Aktoren ein Nutzkreis öffen- und schließbar ist und der Nutzkreis geöffnet wird, sobald mindestens einer der Aktoren deaktiviert wird,
- – wobei der Grundaktor bei ordnungsgemäßem Funktionieren durch Zufuhr elektrischer Energie aktivierbar und durch Nichtzufuhr elektrischer Energie deaktivierbar ist,
- – wobei der Ansteuereinheit ein Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors zugeführt wird,
- – wobei die Ansteuereinheit den Zusatzaktor deaktiviert, wenn der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors von einem Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors abweicht,
- – wobei der Zusatzaktor durch Zufuhr elektrischer Energie deaktivierbar ist und die Ansteuereinheit den Zusatzaktor nur dann deaktiviert, wenn der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors vom Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors abweicht.
- Eine derartige Aktoreinheit ist z. B. aus der
DE 29 20 188 B1 bekannt. - Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Aktoreinheit derart auszugestalten, dass auch der Zusatzaktor auf ordnungsgemäßes Funktionieren überprüfbar ist.
- Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Zusatzaktor durch Zufuhr elektrischer Energie aktivierbar ist und der Ansteuereinheit ein Ist-Aktivierungszustand des Zusatzaktors zugeführt wird.
- Vorzugsweise wird der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors, und/oder der Ist-Aktivierungszustand des Zusatzaktors, an eine der Ansteuereinheit übergeordnete Einheit gemeldet.
- Der Grundaktor kann über die Ansteuereinheit aktiviert und deaktiviert werden. Alternativ ist auch eine direkte Ansteuerung des Grundaktors über eine übergeordnete Einheit möglich.
- Die Ansteuereinheit kann permanent mit elektrischer Energie versorgt werden. Alternativ ist es auch möglich, daß die Ansteuereinheit nur dann mit elektrischer Energie versorgt wird, wenn der Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors einem aktivierten Grundaktor entspricht. In diesem Fall muß die Ansteuereinheit bei einer Deaktivierung des Grundaktors über einen Energiepuffer kurzfristig weiter mit Energie versorgt werden. Der Energiepuffer muß dabei selbstverständlich derart ausgelegt sein, daß bei einer Deaktivierung des Grundaktors noch eine Überprüfung des Grundaktors auf Deaktivierung und gegebenenfalls eine Deaktivierung des Zusatzaktors möglich ist.
- Die Aktoreinheit ist besonders kompakt aufgebaut, wenn der Grundaktor, der Zusatzaktor und die Ansteuereinheit in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind.
- Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Dabei zeigt in Prinzipdarstellung die einzige
-
1 eine Aktoreinheit. - Gemäß
1 weist eine Aktoreinheit einen Grundaktor1 , einen Zusatzaktor2 und eine fehlersichere Ansteuereinheit3 auf. Mittels der Aktoren1 ,2 ist ein Nutzkreis4 öffen- und schließbar. Der Nutzkreis4 wird geöffnet, sobald mindestens einer der Aktoren1 ,2 deaktiviert wird. - Der Grundaktor
1 ist von einer fehlersicheren Steuerung5 aus über Relais6 und Versorgungsleitungen7 mit elektrischer Energie versorgbar. Bei ordnungsgemäßem Funktionieren des Grundaktors1 ist dieser durch Zufuhr elektrischer Energie aktivierbar und durch Nichtzufuhr elektrischer Energie deaktivierbar. Der Grundaktor1 kann z. B. als Schütz bzw. Relais ausgebildet sein. - Der Zusatzaktor
2 hingegen ist durch Zufuhr elektrischer Energie deaktivierbar. Z. B. kann der Zusatzaktor2 als elektrischer Leistungsschalter ausgebildet sein. In diesem Fall ist der Zusatzaktor2 nur durch manuelle Betätigung wieder aktivierbar. Alternativ wäre es aber auch möglich, den Zusatzaktor2 derart auszubilden, daß er durch Zufuhr elektrischer Energie auch wieder aktivierbar ist. In diesem Fall wäre er als bistabiles Element, sozusagen als bistabiler elektrischer Leistungsschalter, ausgebildet. - Gemäß
1 ist der Nutzkreis4 ein elektrischer Nutzkreis. Alternativ könnte der Nutzkreis4 aber auch ein hydraulischer oder pneumatischer Nutzkreis sein. In diesem Fall wären die Aktoren1 ,2 als als hydraulische bzw. pneumatische Magnetventile ausgebildet. - Eine an den Versorgungsleitungen
7 anstehende Versorgungsspannung U wird von der Ansteuereinheit3 abgegriffen. Der Grundaktor1 wird dadurch auf Zufuhr elektrischer Energie überwacht. Wenn die Versorgungsspannung U eine Grenzspannung überschreitet, ermittelt die Ansteuereinheit3 als Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors1 , daß dieser aktiviert werden soll. Anderenfalls ermittelt die Ansteuereinheit3 als Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors1 einen deaktivierten Grundaktor1 . Die Ansteuereinheit3 ermittelt also aus der Zufuhr elektrischer Energie zum Grundaktor1 den Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors1 . - Der Ansteuereinheit
3 wird ferner ein Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors1 zugeführt. Dies kann beispielsweise, wie in1 dargestellt, dadurch geschehen, daß dem Grundaktor1 ein zwangsgeführter Schalter8 zugeordnet ist, der zusammen mit der Betätigung des Grundaktors1 geschaltet wird. Alter nativ könnte beispielsweise auch der Schaltzustand des Nutzkreises4 überwacht werden. - Die Ansteuereinheit
3 vergleicht den Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors1 mit dem Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors1 . Weichen die Aktivierungszustände voneinander ab, deaktiviert die Ansteuereinheit3 den Zusatzaktor2 . Erfindungsgemäß bleibt der Zusatzaktor2 aber aktiviert, wenn der Grundaktor1 ordnungsgemäß deaktiviert wird. Der Zusatzaktor2 wird also nur dann deaktiviert, wenn der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors1 vom Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors1 abweicht. - Gemäß
1 ist dem Zusatzaktor2 analog zum Grundaktor1 ein Zusatzschalter9 zugeordnet, der zusammen mit dem Zusatzaktor2 geschaltet wird. Der Schaltzustand des Zusatzschalters9 und damit der Ist-Aktivierungszustand des Zusatzaktors2 wird ebenfalls der Ansteuereinheit3 zugeführt. Die Ist-Aktivierungszustände des Grundaktors1 und des Zusatzaktors2 können somit, wie in1 gestrichelt angedeutet, an die fehlersichere Steuerung5 oder eine andere übergeordnete Einheit10 gemeldet werden. - Gemäß
1 wird der Grundaktor1 über die Ansteuereinheit3 aktiviert und deaktiviert. Alternativ könnte der Grundaktor1 aber auch direkt von der sicheren Steuerung5 aus aktiviert und deaktiviert werden. - Gemäß
1 wird die Ansteuereinheit3 nur dann mit elektrischer Energie versorgt, wenn der Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors1 einem aktivierten Grundaktor1 entspricht. Daher ist der Ansteuereinheit3 ein Energiepuffer12 zugeordnet, z. B. ein Speicherkondensator12 . Mittels des Energiepuffers12 ist bei einer Deaktivierung des Grundaktors1 die Ansteuereinheit3 kurzfristig weiter mit Energie versorgbar. Der Energiepuffer12 ist dabei derart dimensioniert, daß die Ansteuereinheit3 bei einer Soll-Deaktivierung des Grundaktors1 eine Abweichung des Ist-Aktivierungszustands des Grundaktors1 noch feststellen und den Zusatzaktor2 deaktivieren kann. Alternativ wäre es aber auch möglich, die Ansteuereinheit3 über Hilfsanschlüsse permanent mit elektrischer Energie zu versorgen. - Wie aus
1 ferner ersichtlich ist, sind die Aktoren1 ,2 und die Ansteuereinheit3 in einem gemeinsamen Gehäuse11 angeordnet. Dadurch ist die Aktoreinheit als Einheit montier- und demontierbar. - Aufgrund der Eigenüberwachung der Aktoreinheit ist es möglich, die Ansteuerung des Grundaktors
1 durch die Steuerung5 einkanalig auszugestalten. Dennoch kann die höchste Sicherheitskategorie 4 der Europäischen Norm EN 954-1 eingehalten werden.
Claims (7)
- Aktoreinheit mit einem Grundaktor (
1 ), einem Zusatzaktor (2 ) und einer Ansteuereinheit (3 ), – wobei mittels der Aktoren (1 ,2 ) ein Nutzkreis (4 ) öffen- und schließbar ist und der Nutzkreis (4 ) geöffnet wird, sobald mindestens einer der Aktoren (1 ,2 ) deaktiviert wird, – wobei der Grundaktor (1 ) bei ordnungsgemäßem Funktionieren durch Zufuhr elektrischer Energie aktivierbar und durch Nichtzufuhr elektrischer Energie deaktivierbar ist, – wobei der Ansteuereinheit (3 ) ein Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (1 ) zugeführt wird und – wobei die Ansteuereinheit (3 ) den Zusatzaktor (2 ) deaktiviert, wenn der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (1 ) von einem Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors (1 ) abweicht, – wobei der Zusatzaktor (2 ) durch Zufuhr elektrischer Energie deaktivierbar ist und die Ansteuereinheit (3 ) den Zusatzaktor (2 ) nur dann deaktiviert, wenn der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (1 ) vom Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors (1 ) abweicht, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzaktor (2 ) durch Zufuhr elektrischer Energie aktivierbar ist und der Ansteuereinheit (3 ) ein Ist-Aktivierungszustand des Zusatzaktors (2 ) zugeführt wird. - Aktoreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Aktivierungszustand des Grundaktors (
1 ), und/oder der Ist-Aktivierungszustand des Zusatzaktors (2 ), an eine der Ansteuereinheit (3 ) übergeordnete Einheit (5 ,10 ) gemeldet wird. - Aktoreinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundaktor (
1 ) über die Ansteuereinheit (3 ) aktiviert und deaktiviert wird. - Aktoreinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuereinheit (
3 ) permanent mit elektrischer Energie versorgt wird. - Aktoreinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuereinheit (
3 ) nur dann mit elektrischer Energie versorgt wird, wenn der Soll-Aktivierungszustand des Grundaktors (1 ) einem aktivierten Grundaktor (1 ) entspricht, und dass die Ansteuereinheit (3 ) bei einer Deaktivierung des Grundaktors (1 ) über einen Energiepuffer (12 ) kurzfristig weiter mit Energie versorgt wird. - Aktoreinheit nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundaktor (
1 ) als Schütz oder Relais und der Zusatzaktor (2 ) als Leistungsschalter ausgebildet ist. - Aktoreinheit nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundaktor (
1 ), der Zusatzaktor (2 ) und die Ansteuereinheit (3 ) in einem gemeinsamen Gehäuse (11 ) angeordnet sind.
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