DE19854079A1 - Walze - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Walze, bestehend aus einem Walzenmantel (1), der an den Enden rotierbar auf je einem, von einem Ständer (2) getragenen Walzenzapfen (3) gelagert und angetrieben ist. DOLLAR A Neben einer platz- und kostensparenden Konstruktion für den Antrieb der Walze soll auch die Montage erleichtert werden. DOLLAR A Erreicht wird dies dadurch, daß zumindest ein Walzenzapfen (3) hohl ausgebildet ist und sich in dem Walzenzapfen (3) eine geschlossene Antriebseinheit (4) mit einer Antriebswelle (5) befindet, die mit dem Walzenmantel (1) gekoppelt ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Walze bestehend aus einem Walzenmantel, der an den
Enden rotierbar auf je einem, von einem Ständer getragenen Walzenzapfen gelagert
und angetrieben ist.
Bei derartigen Walzen besteht oft, insbesondere beim Einsatz in Maschinen zur
Herstellung und/oder Veredlung von Materialbahnen, vorzugsweise Faserstoffbahnen,
wie Papier-, Tissue- oder Kartonbahnen ein Platzproblem hinsichtlich der Unterbringung
des Antriebes.
Zu diesem Zweck wird im DE-Gbm 87 03 410 vorgeschlagen, im Lagergehäuse für den
Walzenzapfen einen Motor vorzusehen, dessen Ständer im Lagergehäuse angeordnet
und dessen Läufer auf den Walzenzapfen gesteckt ist. Diese Lösung bereitet jedoch
wegen der speziellen Ausführung des Motors noch Probleme bezüglich der Kosten
sowie der Montage bzw. Demontage.
Die Aufgabe der Erfindung ist es daher eine angetriebene Walze zu entwickeln, die
kostengünstiger ist und möglichst auch eine einfache Montage zuläßt.
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, daß zumindest ein Walzenzapfen
hohl ausgebildet ist und sich in dem Walzenzapfen eine geschlossene Antriebseinheit
mit einer Antriebswelle befindet, die mit dem Walzenmantel gekoppelt ist.
Durch die geschlossene Ausführung der Antriebseinheit wird der Einsatz einfacher und
damit auch billiger Antriebe in Form von Standard-Motoren möglich. Außerdem spart
die Unterbringung der Antriebseinheit im Walzenzapfen nicht nur Platz, sondern
erleichtert auch die Montage bzw. Demontage, da hierzu die Walze nicht auseinander
gebaut werden muß. Diese Arbeiten erfolgen einfach über die endseitige Öffnung des
Walzenzapfens.
Die vorzugsweise als Elektromotor ausgebildete Antriebseinheit sollte dabei mit dem
entsprechenden Walzenzapfen verbunden sein, was zu einer sicheren Fixierung führt.
Um die Montage bzw. Demontage noch weiter zu vereinfachen sollte der Ständer im
Bereich des hohen Walzenzapfens eine Aussparung besitzen, durch die die
Antriebseinheit geführt werden kann.
Des weiteren sollte der Walzenmantel im Bereich der Antriebswelle einen Stützring
besitzen, der auf dem Walzenzapfen gelagert und/oder mit der Antriebswelle gekoppelt
ist.
Die Kopplung kann auf einfache Weise zum Beispiel über eine Lamellenkupplung oder
ein Zahnrad der Antriebswelle erfolgen, welches in die Zähne des Stützringes eingreift.
Insbesondere wenn zumindest ein Ende der Walze eine Saugzone zur verbesserten
Führung der Materialbahn, insbesondere einer Faserstoffbahn oder eines Streifens
davon bilden soll, ist es von Vorteil, wenn der Walzenmantel an wenigstens einem Ende
mit einer Antriebseinheit gegenüber dem Walzenzapfen abgedichtet ist und von dieser
Dichtung und dem Stützring eine Ringkammer gebildet wird, die mit einer Vakuumquelle
verbunden ist, wobei der Walzenmantel zumindest im Bereich dieser Ringkammer
perforiert ausgeführt ist.
Es ist außerdem von Vorteil, wenn die Antriebseinheit vorzugsweise im axial mittleren
Bereich zumindest einen die Lage der Antriebseinheit innerhalb der Walzenzapfen bei
der Montage bzw. Demontage der Antriebseinheit stabilisierenden Gleitring aufweist.
Anwendung findet die Walze insbesondere in Form einer Leit- oder Anpreßwalze
vorzugsweise in Maschinen zur Herstellung und/oder Veredlung von Materialbahnen,
besonders Faserstoffbahnen.
Je nach erforderlicher Antriebsleistung kann dabei auch an beiden Enden der Walze
eine Antriebseinheit zum Einsatz kommen.
Zur Abbremsung der Walze kann die Antriebseinheit selbst oder eine vorzugsweise an
einem freien Ende der Walze angebrachte Bremsvorrichtung verwendet werden.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In
der beigefügten Zeichnung zeigt die Figur einen Querschnitt durch ein Ende der Walze.
Die Walze besteht dabei aus einem Walzenmantel 1, der an seinen Enden rotierbar auf
je einem, von einem Ständer 2 getragenen Walzenzapfen 3 gelagert ist. Zumindest ein
Walzenzapfen 3 ist hierbei zur Aufnahme einer geschlossenen, als Elektromotor
ausgebildeten Antriebseinheit 4 hohl ausgebildet. Die über einen Flansch am
Walzenzapfen 3 befestigte Antriebseinheit 4 besitzt eine rotierende Antriebswelle 5, die
mit dem Walzenmantel 1 zur Übergabe der Antriebsleistung gekoppelt ist. Dies
gewährleistet eine platzsparende Unterbringung der Antriebseinheit 4.
Um die Montage bzw. Demontage der Antriebseinheit 4 zu erleichtern, besitzt der
Ständer 2 im Bereich des hohlen Walzenzapfens 3 eine runde Aussparung 6. Dies
ermöglicht den Austausch der Antriebseinheit 4 ohne Demontage von Teilen der Walze.
Zur Stabilisierung der Lage der Antriebseinheit 4 während des Hinein- bzw.
Hinausschiebens aus dem rohrförmigen Walzenzapfen 3 weist die Antriebseinheit 4 im
axial mittleren Bereich einen Gleitring 11, der bis zur Innenwandung des
Walzenzapfens 3 reicht.
Des weiteren ist der Walzenmantel 1 im Bereich der Antriebwelle 5 über einen am
Walzenmantel 1 befestigten Stützring 7 auf dem Walzenzapfen 3 gelagert. Die
Kopplung zwischen Walzenmantel 1 und Antriebswelle 5 kann dadurch über ein
Zahnrad 8 der Antriebswelle 5, welche in entsprechend Zähne des Stützringes 7
eingreift, erfolgen.
Es ist jedoch auch möglich, den Stützring 7 nur mit der Antriebswelle 5 zu verbinden. In
diesem Fall dient die Antriebseinheit 4 wegen ihrer Befestigung am Walzenzapfen 3 als
Trageelement für den Walzenmantel 1, was jedoch nur bei leichtgewichtigen
Wälzenmänteln 1 sinnvoll ist.
Zur Stabilisierung des Laufs der Materialbahn 12, oder eines Streifens davon, kann es
erforderlich sein, zumindest den Randbereich der Walze zu besaugen. Sollte dieses
Ende eine Antriebseinheit 4 besitzen, so ist eine Konstruktion gemäß der Figur
besonders vorteilhaft.
Dabei ist der Walzenmantel 1 am Ende gegenüber dem Walzenzapfen 3 abgedichtet.
Von dieser Dichtung 9 und dem Stützring 7 wird eine Ringkammer 10 gebildet, die mit
einer Vakuumquelle verbunden ist. Durch die Perforation des Walzenmantels 1 in dem
Bereich der Ringkammer 10 wird somit ein Ansaugen der Materialbahn 12 oder eines
Teiles von ihr ermöglicht.
Die Ringkammer 10 kann auch über axial verlaufende Dichtleisten in mehrere
Ringkammersektionen unterteilt werden. Diese in Umfangsrichtung nebeneinander
angeordneten Ringkammersektionen können dabei je nach Bedarf ohne Anschluß oder
mit einer Über- oder Unterdruckleitung versehen sein. Während eine
Ringkammersektion ohne Anschluß den Anteil von Falschluft verringert, sorgt ein
Überdruck dafür, daß die Materialbahn 12 oder ein Teil von ihr in diesem
Umfangsbereich von der Walze weggeführt wird.
Mit Vorteil ist diese Walze als Anpreßwalze beim Aufwickeln oder als Leitwalze in
Maschinen zur Herstellung von Faserstoffbahnen einsetzbar.
Infolge der Aussparung 6 im Ständer 2 ist ebenfalls auf einfache Weise eine Belüftung
der Antriebseinheit 4 möglich.
Claims (8)
1. Walze bestehend aus einem Walzenmantel (1), der an den Enden rotierbar auf je
einem, von einem Ständer (2) getragenen Walzenzapfen (3) gelagert und
angetrieben ist, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest ein Walzenzapfen (3) hohl ausgebildet ist und sich in dem Walzenzapfen
(3) eine geschlossene Antriebseinheit (4) mit einer Antriebswelle (5) befindet, die mit
dem Walzenmantel (1) gekoppelt ist.
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorzugsweise als Elektromotor ausgebildete Antriebseinheit (4) mit dem
entsprechenden Walzenzapfen (3) verbunden ist.
3. Walze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ständer (2) im Bereich des hohlen Walzenzapfens (3) eine Aussparung (6) für
die Montage bzw. Demontage der Antriebseinheit (4) besitzt.
4. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Walzenmantel (1) im Bereich der Antriebswelle (5) einen Stützring (7) besitzt, der
auf den Walzenzapfen (3) gelagert und/oder mit der Antriebswelle (5) gekoppelt ist.
5. Walze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kopplung über ein Zahnrad (8) der Antriebswelle (5) erfolgt, welches in die Zähne
des Stützringes (7) eingreift.
6. Walze nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Walzenmantel (1) an wenigstens einem Ende mit einer Antriebseinheit (4)
gegenüber dem Walzenzapfen (3) abgedichtet ist und von dieser Dichtung (9) und
dem Stützring (7) eine Ringkammer (10) gebildet wird, die mit einer Vakuumquelle
verbunden ist, wobei der Walzenmantel (1) zumindest im Bereich dieser Ringkammer
(10) perforiert ausgeführt ist.
7. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebseinheit (4) vorzugsweise im axial mittleren Bereich zumindest einen die
Lage der Antriebseinheit (4) innerhalb der Walzenzapfen (3) bei der Montage bzw.
Demontage der Antriebseinheit (4) stabilisierenden Gleitring (11) aufweist.
8. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Walze insbesondere in Form einer Leit- oder Anpreßwalze in Maschinen zur
Herstellung und/oder Veredelung von Materialbahnen (12), vorzugsweise
Faserstoffbahnen Anwendung findet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19854079A DE19854079A1 (de) | 1998-11-24 | 1998-11-24 | Walze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19854079A DE19854079A1 (de) | 1998-11-24 | 1998-11-24 | Walze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19854079A1 true DE19854079A1 (de) | 2000-05-25 |
Family
ID=7888772
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19854079A Withdrawn DE19854079A1 (de) | 1998-11-24 | 1998-11-24 | Walze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19854079A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10159617A1 (de) * | 2001-12-05 | 2003-06-26 | Steyer Antriebstechnik Ag Arbo | Anordnung zum Lagern einer Walze in einem mit Flüssigkeit gefüllten Behälter |
| EP1331306A1 (de) * | 2002-01-28 | 2003-07-30 | Voith Paper Patent GmbH | Antriebseinheit |
| EP1835073A1 (de) * | 2006-03-14 | 2007-09-19 | Voith Patent GmbH | Drehbar gelagerte Walze |
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-
1998
- 1998-11-24 DE DE19854079A patent/DE19854079A1/de not_active Withdrawn
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| Date | Code | Title | Description |
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Owner name: VOITH PAPER PATENT GMBH, 89522 HEIDENHEIM, DE |
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