Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Steckkarte für
elektronische Geräte nach der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Gattung und der Ausgestaltung des Gegenstandes nach Patent
DE 198 15 549 C2.
Derartige Steckkarten werden beispielsweise als PC-Karten nach
den Standards der "Personal Computer Memory Card Industry
Association" (PCMCIA) in tragbaren Computern (Laptop,
Notebook) eingesetzt, bei denen durch eine Chipkarte wie
beispielsweise eine SIM-Karte, die Identifizierung des
Benutzers für die Verwendung bzw. den Zugriff auf einen Dienst
erforderlich ist. Bei solchen Diensten kann es sich z. B. um
Kreditkarten, Online-Dienste oder das Mobiltelefonnetz
handeln.
Für derartige Steckkarten, die mit einer Aufnahme für eine
Chipkarte versehen sind, muß die notwendige geringe Bauhöhe
der beispielsweise PC-Karte von etwa 5 mm berücksichtigt
werden, ferner soll die PC-Karte für den Austausch der
Chipkarte (SIM-Karte) geschlossen bleiben und die Schirmung muß
nach wie vor aufrechterhalten bleiben. Außerdem sollte die
Stabilität der PC-Karte nicht beeinträchtigt und das Einlegen
und Herausnehmen der Chipkarte möglichst einfach zu
bewerkstelligen sein.
Bekannt ist beispielsweise eine Steckkarte, bei der die
Aufnahme für die Chipkarte ein separates in die Steckkarte
einsetzbares Bauteil ist, in dessen schwenkbaren Deckel die Chipkarte
eingesteckt wird (ITT Cannon Broschüre "CCM Steckverbinder für
Chipkarten" 12/95). Bei dieser bekannten Aufnahme ist einerseits die
Bauhöhe problematisch und andererseits ergeben sich hinsichtlich des
Kunststoffdeckels Probleme bei der Abschirmung.
Bei einer weiteren aus der WO 97/39418 bekannten Steckkarte ist die
Aufnahme derart gestaltet, dass die Chipkarte von der Schmalseite der
Steckkarte her eingeschoben wird. Diese Art der schmalseitigen
Aufnahme für die Chipkarte in der Steckkarte beeinflußt die
Stabilität der Steckkarte, da an der Schmalseite, die
wesentlich für die Steifigkeit verantwortlich ist, ein
Ausschnitt vorzusehen ist. Eine derartige Aufnahme erfordert
deshalb in den meisten Fällen eine rahmenlose Steckkarte, da
sonst der tragende Rahmen unterbrochen werden muß.
Bei der Steckkarte für elektronische Geräte nach dem
Hauptpatent DE 198 15 549 C2 ist der einzige Rahmen der
Chipkartenaufnahme an seinen beiden Längsschenkeln innenseitig
mit jeweils einer Nut versehen, in welchen Nuten der
metallische Schieber geführt ist. Aufgrund der geringen
Bauhöhe dieses Rahmens sind die die Nuten begrenzenden
Rahmenschenkelbereiche relativ dünn und bei häufigen
Bewegungen des metallischen Schiebers erheblichen Belastungen
ausgesetzt.
Mit der vorliegenden weiteren Ausgestaltung der Erfindung des
Hauptpatentes soll eine Steckkarte für elektronische Geräte
der eingangs genannten Art geschaffen werden, bei der die
Stabilität der Chipkartenaufnahme bzw. Steckkarte weiter
erhöht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einer Steckkarte für
elektronische Geräte die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale
vorgesehen.
Durch die genannten Maßnahmen ist erreicht, dass, da die Nuten
entfallen, der metallische Schieber sicherer und stabiler am
Rahmen geführt werden kann und dabei gleichzeitig die
Anordnung unempfindlicher gegen häufige Bewegungen und äußere
Belastungen ist. Durch den Wegfall der Nuten kann die Bauhöhe
des Rahmens und damit der Steckkarte noch weiter verringert
werden. Außerdem tragen die Verlängerungen der Längsränder des
ersten Rahmens zu einer weiteren Stabilisierung und
Aussteifung der Steckkarte bei.
Mit den Merkmalen nach Anspruch 2 ist eine weitere
Stabilisierung des aus erstem und zweitem Rahmen bestehenden
Rahmenbauteils erreicht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Führung des metallischen
Schiebers am ersten bzw. zweiten Rahmen ergeben sich aus den
Merkmalen der Ansprüche 3 und/oder 4 bzw. 5 und/oder 6.
Dadurch ist der vordere Bereich, der unter die Öffnung im
Gehäuse gelangt, in Querrichtung und einer Richtung senkrecht
dazu geführt, während der hintere Bereich des metallischen
Schiebers zur Wahrung der geringen Bauhöhe lediglich in
Querrichtung geführt ist, was ausreicht, da dieser hintere
Bereich stets unterhalb des betreffenden Gehäusebauteils
liegt.
Mit den Merkmalen des Anspruchs 6 ist zusätzlich ebenso wie
mit den Merkmalen des Anspruchs 7 erreicht, dass Anfangs- und
Endpunkt der Bewegung des metallischen Schiebers am
Rahmenbauteil genau bestimmt sind.
Mit den Merkmalen gemäß Anspruch 8 und/oder 9 ist eine
zusätzliche Stabilisierung der Leiterplatte im eingebauten
Zustand erreicht. In bestimmten Fällen kann es zweckmäßig
sein, die Merkmale nach Anspruch 10 vorzusehen, und zwar dann,
wenn die Leiterplatte aufgrund bestimmter etwas höherer
elektronischer Bauelemente innerhalb des Gehäuses geneigt
angeordnet ist.
In vorteilhafter Weise ist gemäß den Merkmalen des Anspruch 11
das Rahmenbauteil metallisiert, so dass sich eine optimale
Schirmung aufgrund der elektrischen Verbindung zwischen den
Gehäuseteilen, metallischem Schieber und über das
Rahmenbauteil mit der Leiterplatte ergibt.
Mit den Merkmalen nach Anspruch 12 ist eine einfache
Verbindung bzw. Fixierung des Rahmenbauteils auf der
Leiterplatte erreicht.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden
Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand des in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:
Fig. 1 in auseinandergezogener perspektivischer Darstellung
eine Steckkarte für elektronische Geräte gemäß einem
Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung,
Fig. 2 in vergrößerter perspektivischer Darstellung die für
die Chipkarten-Aufnahme maßgeblichen Bauelemente und
Fig. 3 in perspektivischer Darstellung die zusammengebaute
Steckkarte nach Fig. 1.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, besitzt die für die Verwendung
bei elektronischen Geräten geeignete Steckkarte 310 gemäß dem
dargestellten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung ein
länglich rechteckiges und sehr flaches rahmenloses Gehäuse
311, das aus einem unteren metallischen Gehäuseteil 312 und
einem damit längsrandseitig verrastend verbindbaren bzw.
verbundenen oberen metallischen Gehäuseteil 313
zusammengesetzt ist. Zwischen den beiden Gehäuseteilen 312 und
313 ist eine Einheit 314 angeordnet und fixiert gehalten, die
eine mit elektronischen Bauteilen (hier nicht gezeigt)
bestückte Leiterplatte 316 und einem an mindestens einem
Querende der Leiterplatte 316 verbundenen, hier nicht
dargestellten Steckverbinder umfasst. Desweiteren besitzt die
Steckkarte 310 eine Vorrichtung 321 zum Aufnehmen und Halten
einer Chipkarte 320, beispielsweise in Form einer SIM-Karte,
wie sie bei als PC-Karten nach den Standards der "Personal
Computer Memory Card Industry Association (PCMCIA)"
ausgebildeten Steckkarten 310 in tragbaren Computern (Laptop,
Notebook) verwendet wird.
Die Vorrichtung 321 besitzt gemäß dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ein Rahmenbauteil 319, das auf der
Leiterplatte 316 befestigbar ist, und einen Kontaktblock bzw.
eine Kontaktiereinrichtung 323, der bzw. die elektrisch und
mechanisch mit der Leiterplatte 316 verbunden und in
zusammengebautem Zustand innerhalb eines ersten Rahmens 322
des Rahmenbauteils 319 angeordnet ist. In Längsrichtung ist
der erste Rahmen 322 des Rahmenbauteils 319 durch einen
zweiten Rahmen 325 in Richtung der Quererstreckung der
Leiterplatte 316 verlängert. Für die Vorrichtung 321 ist im
oberen Gehäuseteil 313 eine rechteckförmige Öffnung 324
vorgesehen, die mit Hilfe eines Schieberdeckels 326
verschließbar ist und die sich etwa in dessen Längsmitte und
mit einer Schmalkante nahe einem Längsrand des Gehäuses 311
befindet.
Das Rahmenbauteil 319, das einstückig und vorzugsweise aus
Kunststoff ist, besitzt im wesentlichen die beiden Rahmen 322
und 325, von denen der erste Rahmen 322 umlaufend geschlossen
aus den beiden parallelen Längsschenkeln 354 und 355 und den
beiden Querschenkeln 356 und 357 zusammengesetzt ist. Der
zweite Rahmen 325 setzt an den mittigen Querschenkel 357 mit
seinen parallelen Verlängerungsschenkeln 359 und 360 an, die
außenseitig über einen Querschenkel 358 miteinander verbunden
sind. Der erste Rahmen 322 ist mit beispielsweise vier nach
unten vorstehenden und im Abstand angeordneten Zapfen 327
angeformt versehen, die in entsprechende Bohrungen 318 der
Leiterplatte 316 fixiert einsteckbar sind. Der erste Rahmen
322 des Rahmenbauteils 319 ist an seinen Längsschenkeln 354
und 355 mit einer längsverlaufenden Hinterschneidung 361
versehen, in die ein U-förmiger Führungslappen 362 des
Schieberdeckels 326 greift. Die Führungslappen 362 sind
einander gegenüberliegend an einem vorderen Bereich des
Schieberdeckels 326 einstückig angeformt und übergreifen durch
ihre U-förmige Umbiegung den verbleibenden Stegbereich der
Längsschenkel 354, 355, so dass der metallische Schieberdeckel
326 in Richtung des Doppelpfeiles A längs der beiden
Längsschenkel 354 und 355 des ersten Rahmens 322 verschiebbar
ist. Die Hinterschneidungen 361 in den Längsschenkeln 354 und
355 enden in einem Bereich vor dem mittigen Querschenkel 357,
so dass für die Führungslappen 362 ein hinterer Endanschlag
363 in Öffnungsrichtung des Schieberdeckels 326 gebildet ist.
Entsprechendes gilt für die Schließrichtung, in der die
Führungslappen 362 am Flächenteil 364 des außenseitigen
Querschenkels 356 anschlagen. Der Schieberdeckel 326 besitzt
außerdem an seinem anderen Ende zwei rechtwinklig umgebogene
Führungslappen 366, die längs der äußeren Schmalseiten 367 der
beiden Verlängerungsschenkel 359 und 360 entlanggleiten
können. Während die beiden vorderen U-förmigen Führungslappen
362 den Schieberdeckel 326 sowohl in Querrichtung als auch in
Richtung der Dicke des Rahmenbauteils 319 an diesen fixiert
sind, bewirken die beiden hinteren Führungslappen 366
lediglich eine Fixierung des Schieberdeckels 326 in
Querrichtung. Die Führung des einen der hinteren
Führungslappen 366 am Verlängerungsschenkel 360 ist in einer
von der Oberseite des Rahmenbauteils 319 her offenen Nut 365
fortgesetzt, deren Ende ebenfalls einen Anschlag für den
Schieberdeckel 326 in Schließrichtung bildet. Der
Schieberdeckel 326 liegt flächig auf der Oberseite des
Rahmenbauteils 319 und gleitet auf dieser.
Die lichten Innenabmessungen des ersten Rahmens 322 des
Rahmenbauteils 319 entsprechen den Außenabmessungen der
Chipkarte 320, so dass diese ohne wesentliches Spiel
aufgenommen ist. Chipkarte 320 und erster Rahmen 322 sind in
einer Ecke mit einer Codierung 331 in Form einer
Eckabschrägung versehen, so dass die Chipkarte 320 nur in
einer ganz bestimmten Lage in den Rahmen 322 eingelegt werden
kann. Die Lage der (eingesetzten) Chipkarte 320 innerhalb des
ersten Rahmens 322 ist derart, dass der Schieberdeckel 326
über die Oberseite der Chipkarte 320 gleiten kann.
In zusammengesetztem Zustand der Steckkarte 310 gemäß Fig. 3
befindet sich der Schieberdeckel 326 unterhalb der Unterseite
bzw. Innenseite des oberen Gehäuseteils 313, und zwar in einem
sehr geringen Abstand. Ist der metallische Schieberdeckel 326
in seiner die Öffnung 324 im oberen Gehäuseteil 313 zumindest
teilweise freigebenden Öffnungsstellung, kann die Chipkarte
320 in den Rahmen 322 eingesetzt bzw. aus dem Rahmen 322
herausgenommen werden. Dies bedeutet, dass die lichte Weite
der Öffnung des Rahmens 322 mit der lichten Weite der Öffnung
324 des Gehäuseteils 313 identisch ist und mit dieser
fluchtet. Der Schieberdeckel 326 besitzt an seinem einen
innerhalb der Öffnung 324 des oberen Gehäuseteils 313 stets
sichtbaren Ende eine Erhebung 332, über die der Schieberdeckel
326 in Richtung des Doppelpfeiles A bewegt werden kann.
Innerhalb des ersten Rahmens 322 und unterhalb der Unterseite
der eingesetzten Chipkarte 320 befindet sich der Kontaktblock
323, der unterseitig mit der Leiterplatte 316 elektrisch und
mechanisch verbunden und oberseitig Kontaktzungen 336 trägt,
auf denen die Chipkarte 320 in eingesetztem Zustand elektrisch
kontaktierend aufliegt. Beim Schließen des Schieberdeckels 326
wird die eingesetzte Chipkarte 320 gegen die Federzungen 336
zur sicheren Kontaktierung gedrückt. Beim Öffnen des
Schieberdeckels 326 drücken die Kontaktzungen 336 die
Chipkarte nach oben, so dass diese in einfacher Weise von Hand
ergriffen werden kann.
Um die elektrische Schirmung der Steckkarte 310 durch das
Gehäuse 311 trotz der Vorrichtung 321 bzw. der
Gehäuseteilöffnung 324 zu erhalten, ist das Rahmenbauteil 319
entweder an den betreffenden Flächen oder insgesamt mit einer
elektrisch leitenden Beschichtung versehen oder insgesamt aus
einem leitfähigen Kunststoff hergestellt. Desweiteren ist der
Schieberdeckel 326 mit der Unterseite des oberen metallischen
Gehäuseteils 313 elektrisch kontaktierend verbunden. Dies kann
beispielsweise dadurch erfolgen, dass der Schieberdeckel 326
mit zur Unterseite des metallischen Gehäuseteils 313
hinweisenden Ausformungen versehen ist. Dadurch ist die
elektrische Schirmung zwischen dem oberen Gehäuseteil 313 und
der Leiterplatte 316 über den Schieberdeckel 326 nicht
unterbrochen.
An den beiden äußeren Querschenkeln 356 und 358 des
Rahmenbauteils 319 sind parallele Holme 368 und 369 angeformt,
die dünner sind als die genannten Querschenkel und deren
Unterseite in einer Ebene mit der Unterseite der Querschenkel
liegt. Die beiden Holme 368, 369 sind länger als die
betreffenden Querschenkel 356, 358. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel sind die Holme 368, 369 in Seitenansicht
gesehen keilförmig, und zwar dann, wenn wie hier die
Literplatte 316 leicht geneigt innerhalb des Gehäuses 311
angeordnet ist. Durch die Holme 368, 369 wird sowohl das
Rahmenbauteil 319 als auch die Leiterplatte 316 in eingebautem
Zustand im Gehäuse 311 zusätzlich fixiert, insbesondere dann,
wenn auf der gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte 316
leitfähige Elastomere eingesetzt werden.