DE19829892C2 - System zur Minderung des Schadstoffausstoßes bei On-Board erfassten Defekten im Abgasnachbehandlungssystem von Kraftfahrzeugen - Google Patents
System zur Minderung des Schadstoffausstoßes bei On-Board erfassten Defekten im Abgasnachbehandlungssystem von KraftfahrzeugenInfo
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Abstract
Im Falle erhöhten Emission in Kraftfahrzeugen hinter dem Katalysator, erfasst durch ein OBD- oder ein OBM-System, wird für die Minderung des Schadstoffausstoßes ein Adsorptionssystem vorgeschlagen. DOLLAR A Dieses System wird im Falle erhöhter Konzentrationswerte an Schadstoffen, hervorgerufen durch abgasnachbehandlungstechnische Fehler im Katalysator, in den Abgasweg eingeschaltet. In solchen Fällen strömt das Abgas durch ein adsorptives Schüttgut, das aus mindestens zwei Substanzen zusammengestellt wird. In dieser Adsorptionsmasse werden die wichtigstens abgasrelevanten Schadstoffe zurückgehalten. DOLLAR A Die herannahende Erschöpfung der Adsorptionsmasse wird durch die meßtechnische Erfassung des Durchbruchsverhaltens der Schadgase durch ein am Ausgang des Adsorptionsbehälters platziertes Messgerät gemeldet. In diesem Falle wird das Abgas in einen weiteren Adsorptionsbehälter umgeleitet. Die erschöpfte Adsorptionsmasse im ersten Behälter wird mit Hilfe von erhöhter Temperatur und/oder Unterdruck regeneriert. Die desorbierten Abgasbestandteile werden in den Verbrennungsraum zurückgeführt und hier zu den entsprechenden Endprodukten umgewandelt. DOLLAR A Die Adsorptionsbehälter können sowohl im Otto- als auch im Dieselkraftfahrzeug eingesetzt werden, s. Fig.2. Die erschöpften und nicht mehr regenerierbaren Adsorptionsmassen müssen an geeigneten Orten, so an Tankstellen gesammelt und der weiteren Verwertung zugeleitet werden.
Description
Die Zulassung von Kraftfahrzeugen erfolgt nach eingehender Prüfung aller
wichtigen verkehrs- und abgasrelevanten Kenngrößen in einem umfangreichen
Verfahren. So werden Kraftfahrzeuge auf Rollenprüfständen unter definierten
Bedingungen getestet. Dabei wird u. a. die Emission von limitierten Schadstoffen
gemessen. Eine Zulassung erfolgt dann, wenn die gemessenen Werte unterhalb
der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte liegen.
Zwar versuchen die einzelnen, in den verschiedenen Ländern, nach den jeweiligen
Gegebenheiten und Verhalten ausgerichteten Fahrtzyklen, die für die
Zulassungsverfahren auf den Rollenprüfständen vorgeschrieben sind, die spätere
tägliche Praxis zu modellieren, jedoch weichen die Fahrten im Alltag mehr oder
weniger stark von den modellhaften Fahrtzyklen auf dem Rollenprüfstand ab.
Für die Bestimmung des Zustandes sowohl des Verbrennungs- als auch des
Abgasnachbehandlungssystems werden in den modernen Kraftfahrzeugen
diagnostische Kontrollsysteme verwendet. Bei diesen diagnostischen Prüfmethoden
wird mit Hilfe einer Vielzahl von Messwertaufnehmern der Zustand des
Kraftfahrzeuges erfasst. Werden dabei Anomalien zwischen den gemessenen
Daten und den gespeicherten Kennfeldern mit Grenzwerten festgestellt, so erfolgt
eine Warnmeldung. Der/die Fahrer/-in wird aufgefordert, eine Werkstatt
aufzusuchen und den gemeldeten und gespeicherten Fehler beheben zu lassen.
Die Warnmeldung erlischt nur bei der Behebung des Fehlers, meist beim
Austausch des defekten Bauteils /1/. Bei einer Fehlermeldung muss der/die
Fahrer/-in versuchen, eine Fachwerkstatt aufzusuchen. Durch die örtlichen
objektiven Gegebenheiten und auch durch subjektive Bedingungen kann es jedoch
zu Verzögerungen kommen, die zu einer bedeutenden Belastung der Umwelt
führen können.
Das Ziel dieser Anmeldung ist, ein Verfahren zu beschreiben, das es erlaubt, in
Fällen erhöhter Emissionswerte hinter dem Katalysator im Abgas Maßnahmen zu
ergreifen, die dazu führen, dass der Schadstoffausstoß bis zum Beheben des
Fehlers auf ein Mindestmaß reduziert wird. Bei der ständigen Zunahme der Anzahl
von Kraftfahrzeugen auf der ganzen Welt scheint dieser Weg einen richtigen
Lösungsansatz darzustellen, um die Umwelt von den schweren Auswirkungen der
Schadstoffanreicherung zu schützen.
Für die Minderung der Kaltstartphase sind bereits Methoden bekannt, die es
ermöglichen, die in dieser Phase auftretenden hohen Konzentrationswerte zu
mindern. Dazu zählen u. a. Adsorptionsfallen, die mit Aktivkohle gefüllt sind /2/.
Das Abgas wird während der Kaltstartphase durch diese Falle geführt. Hier werden
die hohen Kohlenwasserstoffspitzen (T-HC) durch Adsorption aufgefangen.
Nachdem der Motor und auch der Katalysator warm geworden sind, führt man die
durch Desorption freigesetzten Schadstoffe in den Verbrennungsraum zurück, wo
sie wieder zu Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf (H2O) verbrannt werden. Diese
Methode ist allerdings nur beim Otto-Motor verwendbar /3/.
Beim Diesel-Kraftfahrzeug gibt es eine ähnliche Methode. Bei der "Selektiven NOx-
Rückführung mit innermotorischer, nicht katalytischer NOx-Reduktion" (NSR)
benutzt man eine aus Zeolithen bestehende Adsorptionsmasse, um die hohe
Konzentration an Stickstoffmonoxid (NO) hier zurückzuhalten /4/. Der Mechanismus
ist ähnlich wie beim Otto-Motor. Durch eine Desorptionsphase werden die
adsorbierten NO-Molekühle zu einem späteren Zeitpunkt erneut in den
Verbrennungsraum eingebracht und hier zu den Endprodukten, wie Stickstoff (N2)
umgewandelt /5/.
In Gebrauchsmuster G 90 03 204.7 wird eine Vorrichtung zur katalytischen
Behandlung von Fahrzeugmotoren beschrieben, die aus einem Konverter sowie
einem, dem Konverter vorgeschalteten Emissionspuffer besteht.
In Patentschrift DE 43 19 294 C1 wird ein Verfahren zur Reduzierung der
Stickoxide in den Abgasen einer Brennkraftmaschine durch Adsorption der
Stickoxide in einem Adsorber sowie zeitlich nachfolgender Desorption mittels eines
heißen Gases und Reagieren der Stickoxide zu Stickstoff und Sauerstoff
dargestellt. Um hierbei auf Reduktionsmittel verzichten zu können, werden die
Stickoxide in die Ansaugluft der Brennkraftmaschine zurückgeführt, mit der sie in
die Brennräume gelangen, wo sie aufgrund der herrschenden
Reaktionsbedingungen zu Stickstoff und Sauerstoff reagieren.
In Patentschrift 1 DE 195 39 728 A1 wird ein Abgassystem für einen
Verbrennungsmotor beschrieben. Dieses System besteht aus einem
Hauptkatalysatorumwandler und einem Kohlenwasserstoffadsorber mit einer
Zeolithbeschichtung zur Kohlenwasserstoffadsorption.
In der Patentschrift DE 43 28 125 A1 wird eine Abgasreinigungsvorrichtung
dargestellt, die durch Adsorptionsschichten Kohlenwasserstoffe aus dem Abgas
filtert.
Es scheint zur Zeit kein Verfahren zu geben, das es ermöglicht, die
Schadstoffkonzentration im Abgas nicht nur in der Kaltstartphase, sondern auch in
Krisensituationen, also wenn das OBD/OBM-Abgasmesssystem einen Fehler im r
Abgasnachbehandlungssystem meldet, zu mindern. In solchen Fällen können keine
sofortigen Maßnahmen getroffen werden, weil dem Fahrer nicht signalisiert wird,
dass der Wagen hohe Konzentrationen an Schadstoffen ausstößt. In solchen
Fällen ist es dem Fahrer und den äußeren Umständen überlassen, wie schnell er
eine entsprechende Fachwerkstatt aufsuchen kann. So lange, bis diese Maßnahme
nicht durchgeführt wird, stößt der Wagen hohe Konzentrationen an Schadstoffen in
die Umwelt aus.
In der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung werden verschiedene
Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es heißt in:
Fig. 1
Beispielhafter Ablaufplan einer Emissions-Minderungsmaßnahme, dargestellt
anhand des Kohlenwasserstoffausstoßes
Fig. 2 Unterbringung der Adsorptionsbehälter im Abgasweg
1 Motor
2 Unterboden des Kraftfahrzeuges
3 Kfz-Reifen
4 Motornaher Katalysator
5 Hauptkatalysator
6 Schalldämpfer
7 Umschaltventil
8 Adsorptionsbehälter Nr. 1
9 Adsorptionsbehälter Nr. 2
10 Auspuffrohr
11 Messstelle Nr. 1
12 Messstelle Nr. 2
13 Messstelle Nr. 3
Fig. 3 Beispiel für die Ausbildung des Adsorptionsbehälters
14 Mantelfläche des Behälters
15 Flansch mit Schnellverschluss
16 Trennwand
17 Adsorptionsmasse Nr. 1
18 Adsorptionsmasse Nr. 2
19 Adsorptionsmasse Nr. 3
Fig. 4 Funktionsprinzip des Adsorptionssystems
20 Abgasstrom
21 Messgasstrom zum Messinstrument vor dem Adsorptionssystem
22 Messgasstrom zum Messinstrument nach dem 1. Adsorptionsbehälter
23 Messgasstrom zum Messinstrument nach dem 2. Adsorptionsbehälter
24 Heizungselement
25 Vakuumpumpe
Fig. 5 Mögliche Konstruktion für Kraftfahrzeuge mit Diesel- oder Magermotor
26 Adsorptionsfalle für die geringe Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxid- Emission
27 Adsorptionsfalle für die anteilmäßig hohe Stickoxidemission
28 Behandeltes Abgas
Fig. 2 Unterbringung der Adsorptionsbehälter im Abgasweg
1 Motor
2 Unterboden des Kraftfahrzeuges
3 Kfz-Reifen
4 Motornaher Katalysator
5 Hauptkatalysator
6 Schalldämpfer
7 Umschaltventil
8 Adsorptionsbehälter Nr. 1
9 Adsorptionsbehälter Nr. 2
10 Auspuffrohr
11 Messstelle Nr. 1
12 Messstelle Nr. 2
13 Messstelle Nr. 3
Fig. 3 Beispiel für die Ausbildung des Adsorptionsbehälters
14 Mantelfläche des Behälters
15 Flansch mit Schnellverschluss
16 Trennwand
17 Adsorptionsmasse Nr. 1
18 Adsorptionsmasse Nr. 2
19 Adsorptionsmasse Nr. 3
Fig. 4 Funktionsprinzip des Adsorptionssystems
20 Abgasstrom
21 Messgasstrom zum Messinstrument vor dem Adsorptionssystem
22 Messgasstrom zum Messinstrument nach dem 1. Adsorptionsbehälter
23 Messgasstrom zum Messinstrument nach dem 2. Adsorptionsbehälter
24 Heizungselement
25 Vakuumpumpe
Fig. 5 Mögliche Konstruktion für Kraftfahrzeuge mit Diesel- oder Magermotor
26 Adsorptionsfalle für die geringe Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxid- Emission
27 Adsorptionsfalle für die anteilmäßig hohe Stickoxidemission
28 Behandeltes Abgas
Zur Minderung der Schadstoffkonzentration im Falle von Defekten im
Abgasnachbehandlungssystem des Kraftfahrzeuges muss ein Messgerät im
Abgasweg untergebracht sein, das in der Lage ist, die Konzentration an
Schadstoffen zu erfassen. Dieses System muss allerdings nicht ständig im Betrieb
sein, sondern vom Motormanagement aus soll es abschnittsweise, zu gewählten
Zeitpunkten ein- und wieder ausgeschaltet werden, s. Fig. 1.
Das Abgas strömt im normalen Betrieb ungehindert durch das Abgasrohr ins Freie.
Treten jedoch erhöhte Konzentrationswerte an Schadstoffen hinter dem Katalysator
durch Probleme im Abgasnachbehandlungssystem auf, so meldet das On-Board-
Überwachungssystem (OBD und/oder OBM-System) /6/ nicht nur einen Fehler dem
Fahrer, sondern schaltet den Abgasstrom durch ein Magnetventil um. Nach dieser
Maßnahme strömt das Abgas nicht ungehindert ins Freie, sondern wird durch ein
Adsorptionssystem geleitet, s. Fig. 2.
Die Adsorptionsfalle besteht aus mindestens einer, aber vorteilhafterweise aus
mehreren chemischen Substanzen, die nicht nur die Kohlenwasserstoffe, sondern
auch die CO- und NO- Moleküle durch eine entsprechende Adsorption
zurückhalten. Solch eine Mischung kann z. B. aus Aktivkohle für die unverbrannten
Kohlenwasserstoffe, aus Braunerde, auch Hopkalit genannt, für Kohlenmonoxid,
und aus verschiedenen Zeolithmassen für Stickstoffmonoxid bestehen, s. Fig. 3.
Es ist wichtig, dass mindestens zwei Adsorptionsfallen im Abgasweg installiert
werden, weil sie im Wechselstromverfahren betrieben werden müssen, s. Fig. 4.
Wenn die erste Falle gesättigt ist, muss diese Falle aus dem Betrieb genommen
werden und das Abgas wird umgeschaltet. Nun strömt das Abgas durch die zweite
Falle und die erste Falle wird durch einen Desorptionsvorgang regeneriert. Diese
Regeneration kann durch Erhöhung der Temperatur und/oder durch Herabsetzung
des Druckes erreicht werden. Die erste Maßnahme kann z. B. durch ein
Heizungselement, die zweite durch eine Vakuumpumpe problemlos verwirklicht
werden. Es empfiehlt sich, die Ausgangskonzentration des behandelten Abgases
aus der Adsorptionsfalle mit einem Messgerät zu beobachten, um die
Durchbruchskurve aus dem Schüttgut zum rechtem Zeitpunkt bestimmen zu
können. Damit werden verspätete Umschaltmaßnahmen vermieden.
Die Adsorptionsfallen müssen nach dem jeweiligen Fahrzeugtyp entsprechend
ausgewählt und mengenmäßig strukturiert werden. Für den Ottomotor müssen die
Massenverhältnisse in Richtung mehr Aktivkohle und weniger Zeolithe verschoben
sein. Im Dieselmotor ist mehr Zeolithmasse als Aktivkohle oder Hopkalit
erforderlich, s. Fig. 5. In diesem Falle ist sogar die Kopplung von aktiven
Entstickungsmaßnahmen, wie bei der SCR-Technik (selektiver kathalytischer
Reduktion durch Einbringen von fremden Substanzen, z. B. Harnstoff in den
Abgasstrom), und des in dieser Anmeldung beschriebenen Adsorptionsverfahrens
vorteilhaft. Die SCR-Technik ist im Dieselkraftfahrzeug, Kennfeld gesteuert, ständig
im Betrieb. Die zusätzliche Entstickung durch Adsorption wird nur kurzzeitig, für den
Fall eines erhöhten Schadstoffausstoßes durch besondere Umstände, in Betrieb
genommen.
Das Wechseln bei verbrauchter und nicht mehr regenerierbarer Adsorptionsmasse
muss einfach und mit modularer Technik vorgenommen werden. Der Vorgang muss
vergleichbar zu dem heutigen Ölfilterwechseln erfolgen. Dazu eignen sich Bajonett-
oder ähnliche Schnellverschlüsse. Das Wechseln von Adsorptionspatronen muss
so einfach erfolgen, dass man diesen Vorgang an den Tankstellen auch allein, ohne
fachmännische Hilfe durchführen kann.
Die Aufbereitung der endgültig verbrauchten Adsorptionsmassen muss organisiert
erfolgen. Dazu müssen Sammelorte an den Tankstellen eingerichtet werden. Das
Adsorptionsschüttgut muss ähnlich entsorgt werden wie heute z. B. das Altöl, d. h.
in geschlossener Form. Die weitere Verwertung der gesammelten
Adsorptionsmassen kann nach dem jeweiligen Stand der Technik erfolgen.
/1/ Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Emissionen von
Kraftfahrzeugen und zur Änderung der Richtlinien
70
/
156
/EWG und 70/220/EWG des
Rates. Europäisches Parlament, Sitzungsdokumente. 24. März 1997
/2/ Schäfer, F., van Basshuysen, R.: Schadstoffreduzierung und Kraftstoffverbrauch von Pkw-Verbrennungsmotoren. Springer-Verlag, Wien, New York
/2/ Schäfer, F., van Basshuysen, R.: Schadstoffreduzierung und Kraftstoffverbrauch von Pkw-Verbrennungsmotoren. Springer-Verlag, Wien, New York
1993
.
ISBN 3-211-82485-5
/3/ Klingenberg, H.: Automobil-Messtechnik, Band C: Abgasmesstechnik. Springer- Verlag. Berlin-Heidelberg-New York
/3/ Klingenberg, H.: Automobil-Messtechnik, Band C: Abgasmesstechnik. Springer- Verlag. Berlin-Heidelberg-New York
1995
, ISBN 3-540-59108-7
/4/ Abgase entsticken: Daimler-Benz Umweltbericht
/4/ Abgase entsticken: Daimler-Benz Umweltbericht
1996
, S. 29
/5/ Lenz, H. P.: Gemischbildung bei Ottomotoren. Springer-Verlag, Wien, New York
/5/ Lenz, H. P.: Gemischbildung bei Ottomotoren. Springer-Verlag, Wien, New York
1990
. ISBN 3-211-82193-7
/6/ Patentanmeldung 198 26 179.9: Kontrolle des Verbrennungsvorganges und der Abgasnachbehandlung in Zero-Emission-Kraftfahrzeugen
/6/ Patentanmeldung 198 26 179.9: Kontrolle des Verbrennungsvorganges und der Abgasnachbehandlung in Zero-Emission-Kraftfahrzeugen
Claims (9)
1. System zur Minderung von erhöhten der Schadstoffkonzentrationswerten, welche
vom On-Board-Überwachungssystem entweder auf diagnostischem (OBD) oder
messtechnischem Wege (OBM) erfasst werden und die durch Defekte im
Abgasnachbehandlungssystem eines Kraftfahrzeuges entstehen, dadurch
gekennzeichnet, daß im Abgasweg sich eine Meßstelle für die Erfassung der
Konzentration von Schadstoffen hinter dem Katalysator befindet, sowie ein
Umschaltventil für die Lenkung des Gasstromes, zwei Adsorptionsbehälter für die
Zurückhaltung der Schadstoffe sowie je eine weitere Messtelle hinter den
Adsorptionsbehältern für die Bestimmung des Durchbruchverhaltens der einzelnen
Schadgaskomponenten im Abgasnachbehandlungssystem untergebracht werden
und die Konzentration von Schadstoffen an den Messstellen in gewissen
Zeitabschnitten erfasst und ausgewertet werden.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltung des
den Abgasstrom lenkenden Dreiwegeventils durch die analytisch erfassten
Konzentrationswerten an den Meßstellen hinter den Adsorptionsbehältern erfolgt.
3. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Regeneration der Adsorptionsmassen anhand der hinter den
Adsorptionsfallen analytisch gemessenen Schadstoffkonzentrationen durch die
Ermittlung des herannahenden Durchbruchs der gemessenen Schadgasen erfolgt.
4. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerung des Ad- und Desorptionsbetriebes durch die messtechnische
Erfassung der Kohlenwasserstoffkonzentration HC, der
Kohlenmonoxidkonzentration CO und der Stickstoffmonoxidkonzentration NO im
Abgasstrom hinter den Adsorptionsbehältern geschieht.
5. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterbringung der Adsorptionsbehälter im Abgasweg mit
Schnellschlussverbindungen erfolgt.
6. System einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Behälter an Tankstellen gewechselt werden
7. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Behälter von Fachpersonal an den Tankstellen oder vom Fahrer selbst
getauscht werden.
8. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die endgültig erschöpften Adsorbentien der weiteren Verwertung zugeführt
werden.
9. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die endgültig erschöpften Adsorbentien der endgültigen Entsorgung zugeführt
werden.
Priority Applications (23)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129892 DE19829892C2 (de) | 1998-07-05 | 1998-07-05 | System zur Minderung des Schadstoffausstoßes bei On-Board erfassten Defekten im Abgasnachbehandlungssystem von Kraftfahrzeugen |
| HK00106738.4A HK1029825B (en) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Method for a recognition of defects in an internal combustion engine and the exhaust gas after-treatment system by measurement of contaminant components in exhaust gas during cold start and while driving |
| TJ20000624A TJ326B (en) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Measurement of contaminant components in exhaust gas and reduction of excessive contaminant emissions during cold starts and while driving |
| CA002350036A CA2350036A1 (en) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Measurement of contaminant components in exhaust gas and reduction of excessive contaminant emissions during cold starts and while driving |
| DE19881838T DE19881838D2 (de) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Messung von Schadstoffkomponenten im Abgas und Minderung zu hoher Schadstoffemissionen während Kaltstart und Fahrt |
| EP98961077A EP1002186B1 (de) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Verfahren zur Erkennung von Defekten in einer Brennkraftmaschine und im Abgasnachbehandlungssystem durch Messung der Schadstoffkomponenten im Abgas während Kaltstart und Fahrt |
| AT98961077T ATE201084T1 (de) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Verfahren zur erkennung von defekten in einer brennkraftmaschine und im abgasnachbehandlungssystem durch messung der schadstoffkomponenten im abgas während kaltstart und fahrt |
| ES98961077T ES2156448T3 (es) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Procedimiento para el reconocimiento de anomalias en un motor de combustion interna y en el sistema de post-tratamiento de los gases de escape por medio de la medicion de componentes contaminantes contenidos en los gases de escape durante el arranque en frio y durante la marcha. |
| PT78101167T PT1002186E (pt) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Metedo para reconhecer defeitos num motor de combustao interna e no sistema de pos-tratamento dos gases de escape mediante a medicao dos componentes contaminantes nos gases de escape durante o arranque a frio e durante a conducao |
| NZ506493A NZ506493A (en) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Measurement of contaminant components in exhaust gas and reduction of excessive contaminant emissions during cold starts and while driving |
| PCT/DE1998/003305 WO1999028603A2 (de) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Messung von schadstoffkomponenten im abgas und minderung zu hoher schadstoffemissionen während kaltstart und fahrt |
| AU16628/99A AU755619B2 (en) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Measurement of contaminant components in exhaust gas and reduction of excessive contaminant emissions during cold starts and while driving |
| DE59800700T DE59800700D1 (de) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Verfahren zur Erkennung von Defekten in einer Brennkraftmaschine und im Abgasnachbehandlungssystem durch Messung der Schadstoffkomponenten im Abgas während Kaltstart und Fahrt |
| EA200000966A EA003168B1 (ru) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Измерение уровня выброса загрязняющих веществ и снижение их концентрации при запуске двигателя из холодного состояния и во время ездового цикла |
| DK98961077T DK1002186T3 (da) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Fremgangsmåde til erkendelse af defekter i motoren og i udstødningsgas efterbehandlingssystemet ved hjælp af måling af komponenterne af forurenende stoffer i udstødningsgassen under koldstart og kørsel |
| TR2000/02521T TR200002521T2 (tr) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | Egzostaki zaralı madde mürekkipleri ölçülmesi ve motör soğukken işletme ve seyir esnasında çok yüksek zararlı madde emisyonlarının azaltılması. |
| SI9830043T SI1002186T1 (de) | 1997-11-30 | 1998-11-04 | |
| IL13812498A IL138124A0 (en) | 1997-11-30 | 1998-11-14 | Measurement of contaminant components in exhaust gas and reduction of excessive contaminant emissions during cold starts and while driving |
| MYPI9805425 MY133176A (en) | 1997-11-30 | 1998-11-30 | Method for a recognition of defects in an internal combustion engine and the exhaust gas after-treatment system by measurement of contaminant components in exhaust gas during cold start and while driving |
| TW087119770A TW455680B (en) | 1997-11-30 | 1998-11-30 | Measurement of contaminant components in exhaust gas and reduction of excessive contaminant emissions during cold starts and while driving |
| ARP980106049 AR014047A1 (es) | 1997-11-30 | 1998-11-30 | Procedimiento para la medicion de la emision de contaminantes en el gas de escape y disminucion de la emision de demasiada contaminacion durante elarranque en frio y la marcha, dispositivo de vigilancia y sistema de adsorcion de contaminantes. |
| US09/647,313 US6532793B1 (en) | 1997-11-30 | 2000-09-27 | Measurement of contaminant components in exhaust gas and reduction of excessive contaminant emissions during cold starts and while driving |
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