DE19829583C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Durchbruchspannung bei der Zündung einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Durchbruchspannung bei der Zündung einer BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung der Durchbruchspannung bei einer Zündung. Erfindungsgemäß wird der Durchbruchzeitpunkt detektiert und mit dem Durchbruchzeitpunkt die Durchbruchspannung bestimmt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß den gattungsbilden
den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung gemäß den
gattungsbildenden Merkmalen des Anspruchs 3.
Die DE 27 52 244 A1 beschreibt beispielsweise ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Prüfen elektrischer Zündungen. Zur schnel
len Prüfung der Bauelemente in ihrer betriebsmäßigen Lage wird
der zeitliche Verlauf der Spannung auf der Primärseite und/oder
auf der Sekundärseite gemessen. Aufgrund des zeitlichen Verlau
fes der Spannung wird beispielsweise auf den Elektrodenabstand
oder auf Feuchtigkeit im Verteiler geschlossen. Ein zu schnel
ler Stromabfall zeigt einen zu großen Abstand der Elektroden
entsprechend einem Elektrodenabbrand. Ein zu langsamer Stromab
fall zeigt dagegen einen zu kleinen Elektrodenabstand an. Der
Spannungsverlauf in der Sekundärwicklung kann auch durch das
Abklingen der Spannung in der Primärwicklung gemessen werden.
In der DE 30 41 498 A1 und der DE 40 37 071 A1 wird vorgeschla
gen, bei der Zündung den Durchbruchzeitpunkt zu detektieren und
abhängig davon auf den Zustand der Zündanlage zu schließen. In
der DE 30 41 498 A1 wird zum Zeitpunkt der Zündung eine negati
ve Flanke erzeugt, die über einen Koppelkondensator und einen
Komparator ein Flip-Flop zurücksetzt. Der Komparator dient zur
Erkennung dieses negativen Impulses. Die Auskopplung des Zünd
signals erfolgt auf der Primärseite. In der DE 40 37 071 A1
wird aus der Zeitspanne, die zwischen dem Anstieg der Primär
spannung der Zündspule und dem Absinken des Stromes in einer
Begrenzerschaltung vergeht, auf die Güte der Zündanlage ge
schlossen. Hierzu werden der Zeitpunkt des Anstiegs der Primär
spannung der Zündspule, der durch das Abschalten des Schalt
transistors im Bereich des Zündzeitpunktes bedingt ist, und der
Zeitpunkt des Absinkens des Stromes in der Begrenzerschaltung,
das durch den Funkenüberschlag im Zündzeitpunkt bedingt ist,
ermittelt. Die DE 43 03 030 A2 offenbart ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Überwachen des Zündverhaltens bei Kapazi
tätsentladungs-Zündsystemen. Hierbei wird die zum Zünden einer
Zündkerze erforderliche Zündspannung aus der Dauer des Strom
flusses durch die Zündspulen-Primärwicklung bestimmt.
Da die Spulenkopplung bei Wechselspannungszündungen gering ist,
ist aber ein qualitatives Messen der Strom- und/oder Span
nungsänderung auf der Primärseite der Zündung nicht möglich.
Bei Wechselspannungszündungen wird deshalb zur direkten Messung
der Durchbruchspannung auf der Sekundärseite ein Hochspan
nungstastkopf verwendet. Ein Hochspannungstastkopf ist aber
teuer.
Die Aufgabe der Erfindung ist daher ein billiges und einfaches
Verfahren zur Bestimmung der Durchbruchspannung und damit zur
Motordiagnose sowie zur Prüfung der Zündanlage bereitzustellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale der Ansprü
che 1 und 3 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen des
Erfindungsgegenstandes sind durch die Merkmale der Unteransprü
che gekennzeichnet.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Ausgestaltungen liegt darin,
daß eine Spannungsmessung nur qualitativ durchgeführt wird. Der
Wert der Durchbruchspannung wird nicht direkt gemessen, sondern
aufgrund der Spannungsmessung wird nur der Durchbruchzeitpunkt
bestimmt. Durch das Detektieren der Durchbruchzeit wird die
Durchbruchspannung einfacher und genauer bestimmt. Dies verein
facht jegliche Art des Prüfens der Zündanlage oder der Motor
diagnose, bei welcher die Durchbruchspannung als Indikator be
nutzt wird. Aufgrund ihrer Genauigkeit ist eine qualitative
Messung der Spannung oder des Stromes von Vorteil. Daher wird
die Durchbruchszeit bis zum Durchbruch bestimmt. Da am Zünd
zeitpunkt die Spannung an den Elektroden der Zündkerze durch
bricht und ein großer Strom fließt, kommt es am Zündzeitpunkt
zu einem starkem Abfall der Spannung an der Zündkerze. Da der
Spannungsabfall zum Zündzeitpunkt sehr stark und damit genau
bestimmt werden kann, ist insbesondere bei Wechselspannungszün
dungen von Vorteil, daß primärseitig eine Spannungsmessung ei
nen aussagekräftigen Wert der Durchbruchzeit und damit der
Durchbruchspannung liefert. Bei Wechselspannungszündungen kann
aufgrund der geringen Spulenkopplung die Durchbruchspannung auf
der Primärseite quantitativ nicht gemessen werden. Es ist aber
möglich den abrupten Spannungsabfall zum Zündzeitpunkt mit Hil
fe einer Spannungsmessung auf der Primärseite zu erkennen. Der
Durchbruchzeitpunkt wird über den Spannungsabfall detektiert.
Eine direkte Messung der Durchbruchspannung aus einer Span
nungsmessung ist aber nicht möglich. Durch den Vergleich des
detektierten Durchbruchzeitpunkts mit einem zuvor empirisch
oder theoretisch ermittelten zeitabhängigen Spannungs-Kennfeld
wird die Durchbruchspannung sehr genau bestimmt. Mit Hilfe der
Durchbruchspannung können alle anderen Faktoren die von der
Durchbruchspannung abhängen bestimmt werden. Hierzu gehören
insbesondere die Prüfung der Zündanlage als auch die direkte
Motordiagnose. Durch die Bestimmung der Durchbruchspannung ist
sowohl eine Zündkerzendiagnose im Kalttest als auch im Betrieb
des Motors möglich. Weiterhin kann die Motordichtigkeit im
Kalttest geprüft werden. Außerdem kann der Brennraumdruck wäh
rend des Kalttests und im Betrieb des Motors bestimmt werden.
Die Bestimmung der Elektrodenabstände und die Prüfung der Zünd
kerzen auf Isolatorbruch sind mit der Bestimmung der Durch
bruchspannung auch möglich.
Die Erfindung wird anhand eines von Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild einer Zündung;
Fig. 2 ein Schaltbild einer Meßeinrichtung und
Fig. 3 eine Kennlinie der Zündkerze mit und ohne Durchbruch.
In Fig. 1 ist ein Schaltbild einer Wechselspannungszündung ge
zeigt. Die Erfindung ist aber auch für andere Zündungen geeig
net, wie beispielsweise eine Gleichspannungszündung. Die Span
nung wird auf der Sekundärseite 2 mit Hilfe des Transformators
4 auf die Durchbruchspannung Uz der Zündkerze 3 hochtransfor
miert. Bei Erreichen der Durchbruchspannung Uz bricht die Zünd
kerze 3 durch und es fließt der Zündstrom Iz (siehe auch
Fig. 3). Zur Bestimmung der Durchbruchspannung Uz wird die Zeit
t0 vom Nulldurchgang der Spannung bis zum Erreichen der Durch
bruchzeit t1 detektiert. Dies kann mit Hilfe einer Strom- oder
Spannungs-Meßeinrichtung 5 niederspannungsseitig auf der Sekun
därseite 2 der Zündung erfolgen. Eine andere Möglichkeit ist
beispielsweise eine Strom- oder Spannungsmessung an Meßpunkt
MPC auf der Primärseite 1. Zum Zeitpunkt des Durchbruchs kommt
es zu einer abrupten Spannungsänderung. Diese Spannungsänderung
und damit der Zeitpunkt t1 ist eindeutig detektierbar. Die
Spannungsmessung liefert dagegen nicht die genaue Durchbruch
spannung Uz.
In Fig. 2 ist das Schaltbild einer möglichen Ausführung der
Meßeinrichtung 5 dargestellt. Am Meßpunkt MPA kann der Span
nungsabfall am Widerstand R1 gemessen werden. Eine andere Art
zur Detektierung der Durchbruchzeit t1 ist die Messung während
des Durchbruchs an Meßpunkt MPB. Während des Durchbruchs fließt
ein großer Strom, der am Meßpunkt MPB gemessen werden kann. So
bald die Spannung die Zenerdurchbruchspannung erreicht, bricht
die Zenerdiode Z1 und Z2 durch und es fließt ein Strom durch
den Widerstand R2. Es wird der Spannungsabfall am Widerstand R2
gemessen. Da das Ausführungsbeispiel eine Wechselspannungszün
dung ist, wird der Spannungsabfall am Widerstand R2 durch zwei
Zenerdioden Z1 für die positive und Z2 für die negative Halb
welle der Wechselspannung begrenzt. Bei Gleichspannungszündun
gen genügt eine Zenerdiode zur Spannungsbegrenzung an einem Wi
derstand und damit zur Detektierung des Durchbruchzeitpunkts t1
während der Zündung.
Fig. 3 zeigt die Kennlinien der Zündkerze 3 mit und ohne Durch
bruch, wobei vereinfachend nur die positive Halbwelle darge
stellt ist. Bei Wechselspannungszündungen ist ein Durchbruch
auch in der negativen Halbwelle möglich. Das obere Schaubild
zeigt die zeitabhängige Spannungs-Kennlinie. Das untere Schau
bild zeigt die zeitabhängige Strom-Kennlinie. Das obere Schau
bild zeigt gestrichelt die Kennlinie ohne Durchbruch. Die Kenn
linie ohne Durchbruch wird empirisch durch Messung oder theore
tisch durch Berechnung ohne Zündkerze erhalten. Diese Kennlinie
dient zur Funktionswertbestimmung der Zündspannung Uz. Der
Nulldurchgang der Spannung U wird als Funktionswert U0/t0 defi
niert, der Durchbruch wird als Funktionswert Uz/t1 definiert.
Die dunkel gestrichelte Linie zeigt im oberen Schaubild den
Spannungsverlauf und im unteren Schaubild den Stromverlauf an
der Zündkerze mit Durchbruch. Die Spannung steigt ab t0 stetig
an bis die Zündkerze 3 am Durchbruchzeitpunkt t1 durchbricht.
Am Durchbruchzeitpunkt t1 fließt der Zündstrom Iz. Durch Bestim
men von t1 kann durch Vergleich mit der zeitabhängigen Span
nungskennlinie ohne Durchbruch die Durchbruchspannung Uz be
stimmt werden.
Claims (6)
1. Verfahren zur Bestimmung der Durchbruchspannung bei der Zün
dung einer Brennkraftmaschine,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchbruchzeitpunkt (t1) detektiert wird und mit dem
Durchbruchzeitpunkt (t1) die Durchbruchspannung (Uz) bestimmt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine ohne Durchbruch bestimmte zeitabhängige Spannungs-
Kennlinie als Referenz dient, mit welcher der detektierte
Durchbruchzeitpunkt (t1) verglichen wird und die dazugehörige
Durchbruchspannung (Uz) bestimmt wird.
3. Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach den Ansprüchen
1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Detektion des Durchbruchzeitpunktes (t1) durch eine
zeitabhängige Strom- oder Spannungsmessung entweder auf der
Primärseite (1) der Zündanlage an einem Meßpunkt (MPC') er
folgt, der an dem nicht mit der Versorgungsspannung verbundenen
Anschluß der Zündspulenprimärwicklung liegt, oder auf der Se
kundärseite der Zündanlage niederspannungsseitig an Meßpunkten
(MPA, MPB) erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Detektion des Durchbruchzeitpunktes (t1) auf der Sekun
därseite (2) der Zündanlage der Spannungsabfall an einem Wider
stand (R1) gemessen wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Detektion des Durchbruchzeitpunktes (t1) auf der Sekun
därseite (2) der Zündanlage während der Zündung der Spannungs
abfall über einem mittels Zenerdiode (Z) geschütztem Widerstand
(R) gemessen wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Wechselspannungszündung zur Detektion des Durch
bruchzeitpunktes (t1) auf der Sekundärseite (2) während der
Zündung der Spannungsabfall an einem mittels zweier Zenerdioden
(Z1 und Z2) begrenztem Widerstand (R2) gemessen wird.
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