DE19829244B4 - Kraftfahrzeugtür in Modulbauweise - Google Patents

Kraftfahrzeugtür in Modulbauweise Download PDF

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Abstract

Kraftfahrzeugtür, bestehend aus einem kastenförmigen Türgrundkörper (10) mit Fensterschacht (12) und einem Modul (14), an dem die Fensterscheibe (16) und der Fensterheber (18) befestigt sind, wobei das Modul (14) als Einsteckrahmen (20) ausgebildet und zur Verbindung mit dem Türgrundkörper (10) durch den Fensterschacht (12) des Türgrundkörpers (10) in diesen eingesteckt ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsteckrahmen (20) aus zwei im wesentlichen vertikalen, die Fensterscheibe (16) führenden Trägern (34, 36) und einem unteren horizontalen und mit den beiden vertikalen Trägern (34, 36) verbundenen Träger (38) gebildet ist, wobei insbesondere die tragenden Teile von Modul (14) und/oder Türgrundkörper (10) im wesentlichen aus Magnesium bestehen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugtür bestehend aus einem kastenförmigen Türgrundkörper mit Fensterschacht und einem Modul, an dem die Fensterscheibe und der Fensterheber befestigt sind.
  • Eine derartige Kraftfahrzeugtür ist beispielsweise aus der EP 0 286 923 A2 bekannt. Bei dieser bekannten Kraftfahrzeugtür besteht das Modul aus einer Platte, an der die Fensterscheibe über Mitnehmer und Führungsschienen sowie ein Motor zur Betätigung des Fensterhebers befestigt sind. Die Platte des Moduls besteht aus galvanisiertem Stahl. Dieses Modul wird durch eine in der Türinnenwand des Grundkörpers vorgesehene große Öffnung in den Türgrundkörper eingesetzt. Diese Kraftfahrzeugtür soll ermöglichen, daß die Lackierung der zu lackierenden Teile im Rahmen der konventionellen, kontinuierlichen Montage des Kraftfahrzeuges durchgeführt werden kann. Allerdings ist die Montage dieser bekannten Kraftfahrzeugtür recht arbeitsaufwendig und kompliziert, da das Modul durch die in der Innenwand vorgesehene Öffnung in den Türgrundkörper eingebracht werden und befestigt werden muß. Insbesondere aufgrund der räumlich beengten Verhältnisse ist die Verbindung des Moduls mit dem Türgrundkörper zeitaufwendig. Auch ist das Gewicht der bekannten Kraftfahrzeugtür aufgrund der massiven Ausgestaltung des Moduls wie auch des Türgrundkörpers recht hoch und entspricht somit nicht den heute an Kraftfahrzeug zu stellenden Anforderungen. Weiterhin treten Probleme hinsichtlich der Toleranzen an den Schnittstellen von Modul und Türgrundkörper, beispielsweise im Hinblick auf die Abdichtung gegen Feuchtigkeit und dgl. auf.
  • Die EP 0 199 970 A1 offenbart eine Fahrzeugtür mit einer Trägerstruktur, an der eine in Führungen verschiebbare Fensterscheibe und weitere Zubehörteile der Tür, wie zum Beispiel Fensterheber und Schloss, in bekannter Weise außerhalb der Produktionslinie vormontiert werden können. Mit der Trägerstruktur ist eine einstückig ausgebildete Verkleidungsstruktur, nachdem die vorbezeichneten Bauteile vormontiert wurden, fest verbunden. Die Trägerstruktur verfügt über einen oberen Rahmen, der eine Fensteröffnung in der Tür definiert. Die Trägerstruktur weist ferner einen unteren Teil auf, der mit der Verkleidungsstruktur verbindbar ist und die Fensterscheibe sowie die anderen Zubehörteile trägt.
  • Die DE 296 13 472 U1 offenbart eine Fahrzeugtür mit einem Rahmen zur Aufnahme einer Außen- und einer Innenverkleidung, wobei der Rahmen eine Traverse aufweist, die als Aggregateträger für Türkomponenten dient. Der Rahmen mit der Traverse ist hierbei aus einer Leichtmetall-Legierung im Gussverfahren herstellbar.
  • Weiterhin ist aus der GB 2 299 825 A eine Fahrzeugtür mit einem Türgrundkörper bekannt, der aus einer Verbindung zwischen einer inneren Platte und einer Türplatte sowie einem an der inneren Platte befestigten Türfutter besteht. Die innere Platte verfügt über Aussparungen zur Aufnahme verschiedener Ausstattungen der Fahrzeugtür und weist einen vorspringenden Ablage-Grundrahmen zur Befestigung eines Unterteils einer Ablage auf, die abnehmbar an einer Armlehne des Türfutters befestigt ist.
  • Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Kraftfahrzeugtür der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß diese einfach zu montieren ist, ein geringes Gewicht und hohe Maßhaltigkeit beziehungsweise geringe Toleranzen aufweist.
  • Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei der Kraftfahrzeugtür mit den eingangs genannten Merkmalen im wesentlichen dadurch gelöst, daß das Modul als Einsteckrahmen ausgebildet und zur Verbindung mit dem Türgrundkörper durch den Fensterschacht des Türgrundkörpers in diesen eingesteckt ist, wobei insbesondere die tragenden Teile von Modul und/oder Türgrundkörper im wesentlichen aus Magnesium bestehen und dass der Einsteckrahmen aus zwei im Wesentlichen vertikalen, die Fensterscheibe führenden Trägern und einem unteren horizontalen und mit den beiden vertikalen Trägern verbundenen Träger gebildet ist. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, insbesondere die tragenden Teile von Modul und Türgrundkörper im wesentlichen aus Magnesium herzustellen. Aber auch die Maßnahme, den Türkasten aus Magnesium und den Modul aus Stahl und/oder Aluminium herzustellen, ist in verschiedenen Anwendungsfällen von Vorteil, ebenso wie auch die Kombination, den Türkasten aus Stahl beziehungsweise Aluminium und den Modul im wesentlichen aus Magnesium herzustellen.
  • Der erfindungsgemäße Türgrundkörper besitzt eine hohe Steifigkeit und läßt sich äußerst einfach mit dem Modul verbinden, so daß die Montage der Kraftfahrzeugtür hinsichtlich des Zeitaufwandes erheblich verkürzt wird. Desweiteren weisen die Bauteile Türgrundkörper und Modul geringe Toleranzen an den Schnittstellen zueinander auf, wodurch das Spaltmaß reduziert und die Dichtfunktion verbessert wird. Auch besitzen der Türgrundkörper und/oder das Modul ein geringes Gewicht. Insgesamt weist die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtür wenige einzelne während der Montage zu verbindende Bauteile auf, da der Grundkörper wie auch das Modul mit verschiedenen Anbauteilen modifiziert werden können. Das erfindungsgemäße Modul besitzt einen hohen Integrationsgrad, wodurch eine weitgehende, individuelle Gestaltungsmöglichkeit gegeben ist. Dadurch, daß das Modul aufgrund der geringen Toleranzen mit dem Türgrundkörper wasserdicht verbunden werden kann, ist eine einwandfreie Trennung von Naß- und Trockenraum gegeben. Desweiteren besteht die Möglichkeit, die Verbindung zwischen Türgrundkörper und Modul derart zu gestalten, daß die Verbindungsmittel von außen nicht sichtbar sind. Auch kann der Kabelbaum für die in der Kraftfahrzeugtür befindlichen elektronischen oder elektrischen Komponenten einfach verlegt werden, da entsprechende Kabelöffnungen vorgesehen sind. Schließlich lassen sich mit der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtür auch die Anforderungen im Crash-Test ohne weiteres erfüllen. Neben der besonderen konstruktiven Ausgestaltung des Moduls und Türgrundkörpers und den damit verbundenen Vorteilen hat sich überraschenderweise herausgestellt, daß die Auswahl von Magnesium als Material für wenigstens die tragenden Teile von Modul und/oder Türgrundkörper eine verbesserte Steifigkeit der Kraftfahrzeugtür gegeben ist, wobei zusätzlich das Gewicht wie auch die Toleranzen verringert sind. Auch zeigt sich, daß die Kontaktkorrosion zwischen Modul und Türgrundkörper mit diesem Konzept beherrschbar ist.
  • Nach einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Innenwand des Türgrundkörpers, vorzugsweise im oberen Bereich gegenüber der Außenwand verkürzt. Hierdurch wird eine große, von oben wie auch seitlich zugängliche Öffnung im Türgrundkörper geschaffen, so daß das Modul äußerst einfach mit dem Türgrundkörper verbindbar ist und auch die elektrisch leitenden Verbindungen zwischen den ggf. in der Kraftfahrzeugtür vorhandenen elektrischen beziehungsweise elektronischen Komponenten sehr leicht herstellbar sind.
  • Insbesondere hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß die Innenwand des Türgrundkörpers im oberen Bereich einen Ausschnitt aufweist, der sich bevorzugt über etwa die gesamte oder einen großen Teil der horizontalen Länge des Türgrundkörpers erstreckt.
  • Bevorzugt ist der Ausschnitt so gestaltet, daß der obere Randbereich der Innenwand einen profilierten beziehungsweise gekrümmten Verlauf aufweist. Durch diese Maßnahme kann den individuellen Erfordernissen zur Erleichterung der Montage Rechnung getragen werden.
  • Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an dem Modul ein Wandstück angeordnet, welches nach dem Verbinden von Modul und Türgrundkörper die Innenwand der Kraftfahrzeugtür beziehungsweise des Türgrundkörpers im wesentlichen komplettiert oder welches im wesentlichen die Form des Ausschnittes der Innenwand aufweist. Somit ist nach dem Verbinden von Modul und Türgrundkörper eine im wesentlichen flächige oder geschlossene Innenwand der Kraftfahrzeugtür gegeben, wobei unter Umständen das Wandstück des Moduls auch die Innenwand des Türgrundkörpers teilweise oder gänzlich überlappen kann. Insoweit ist die Innenwand des Türgrundkörpers beziehungsweise der Kraftfahrzeugtür nach Montage des Moduls in sich im wesentlichen geschlossen, was der erforderlichen Stabilität beziehungsweise der Dichtfunktion bzgl. Feuchtigkeit oder auch der Geräuschdämmung Rechnung trägt.
  • Die Kraftfahrzeugtür wird nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung dadurch komplettiert, daß an der Innenwand von Türgrundkörper und verbundenem Modul eine Innenverkleidung befestigt ist. Dabei ist eine Integration von Anbauteilen an der Türinnenverkleidung möglich, wodurch die Anzahl der am Band zu montierenden Bauteile weiter reduziert wird.
  • Nach einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Einsteckrahmen wenigstens zwei im wesentlichen vertikale Träger und wenigstens ein, bevorzugt zwei im wesentlichen horizontale Träger auf. Hierdurch wird trotz geringem Gewichts ein bzgl. der Steifigkeit optimiertes Modul bereitgestellt.
  • Von Vorteil kann der Türgrundkörper mit einem oder mehreren der folgenden Bauteile versehen sein, nämlich Seitenschutzpolster, Türgriff, Schloß, Scharniere, Prallträger, bevorzugt aus Aluminiumprofil, Schachtverstärkung, bevorzugt aus Aluminium, Schachtdichtung, bevorzugt außenliegend.
  • Das Modul kann je nach den individuellen Bedürfnissen ebenfalls mit einem oder mehreren der folgenden Anbauteile ausgestattet sein, nämlich Fensterheberantrieb, Fensterheberschiene, bevorzugt in den vertikalen Trägern des Moduls integriert, Türinnenbetätigung beziehungsweise Betätigungszüge, Kabelbaum, Spiegel, Sicherheitsschild, Schachtverstärkung, bevorzugt aus Aluminium.
  • Die Innenverkleidung der Fahrzeugtür kann von Vorteil mit einen oder mehreren der folgenden Aufbauteile ausgestattet sein, nämlich Seitenschutzpolster, Schalterblock zur Betätigung von Spiegel, Fensterheber oder dergleichen, Türzuziehgriff, Lautsprecher, Kartentasche, Verkleidung, Türinnenbetätigung, bevorzugt aus Kunststoff, Schachtdichtung, bevorzugt innenliegend.
  • Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer Kraftfahrzeugtür, wobei man das Modul im wesentlichen vertikal von oben in den Fensterschacht des Türgrundkörpers einsteckt und mit dem Türgrundkörper verbindet, insbesondere verschraubt, und anschließend die Innenverkleidung an dem Verbund Türgrundkörper/Modul befestigt.
  • Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung.
  • Es zeigen:
  • 1 ein Ausführungsbeispiel des Moduls in schematischer Darstellung und Seitenansicht,
  • 2 ein Ausführungsbeispiel des Türgrundkörpers in Seitenansicht und schematischer Darstellung und
  • 3 ein Ausführungsbeispiel der Innenverkleidung in schematischer Darstellung und Seitenansicht.
  • Die Kraftfahrzeugtür gemäß den Figuren besteht aus einem kastenförmigen Türgrundkörper 10 mit Fensterschacht 12 und einem Modul 14, an dem die Fensterscheibe 16 und der Fensterheber 18 befestigt sind. Das Modul 14 ist als Einsteckrahmen 20 ausgebildet und wird zur Verbindung mit dem Türgrundkörper 10 durch den Fensterschacht 12 des Türgrundkörpers 10 in diesen eingesteckt. Wenigstens die tragenden Teile des Moduls 14 und/oder des Türgrundkörpers 10 bestehen im wesentlichen aus Magnesium, wobei die Anbringung zusätzlicher Teile bestehend aus einem anderen Material denkbar ist. So können beispielsweise Verstärkungen aus Aluminium, Stahlblech oder dergleichen an den Komponenten der Fahrzeugtür angebracht sein. Wie insbesondere aus 2 ersichtlich, ist die Innenwand 22 des Türgrundkörpers 10 im oberen Bereich gegenüber der Außenwand 24 verkürzt, so daß sich eine recht große Zugangsöffnung zu dem Türgrundkörper ergibt, durch welche die Montage der Kraftfahrzeugtür erheblich erleichtert wird. Die Innenwand 22 des Türgrundkörpers 10 ist im oberen Bereich insbesondere mit einem Ausschnitt 26 beziehungsweise einer Ausnehmung oder dergleichen versehen, der/die sich bevorzugt über etwa die gesamte oder einen großen Teil der horizontalen Länge des Türgrundkörpers 10 erstreckt. Dabei kann der obere Randbereich 28 der Innenwand 22 einen profilierten beziehungsweise gekrümmten Verlauf aufweisen.
  • Am Modul 14 ist ein Wandstück 30 angeordnet und befestigt, welches nach dem Verbinden von Modul 14 und Türgrundkörper 10 die Innenwand 22 im wesentlichen komplimentiert. Dabei weist dieses Wandstück 30 im wesentlichen die Form des Ausschnittes 26 der Innenwand 22 auf. An der Innenwand 22 von Türgrundkörper 10 und verbundenem Modul 14 ist desweiteren eine Innenverkleidung 32 befestigt. Die Innenverkleidung 32 der Fahrzeugtür ist mit einem oder mehreren der folgenden Anbauteile versehen: Seitenschutzpolster 56, Schalterblock 58 zur Betätigung von Spiegel, Fensterheber 18 oder dergleichen, Türzuziehgriff 60, Lautsprecher 62, Kartentasche 64, Verkleidung Türinnenbetätigung, bevorzugt aus Kunststoff, Schachtdichtung, bevorzugt innenliegend.
  • Der Einsteckrahmen 20 weist wenigstens zwei im wesentlichen vertikale Träger 34, 36 auf, an denen die Fensterscheibe 16 mittels bevorzugt integrierter Fensterheberschienen 54 geführt ist. Desweiteren ist wenigstens ein im wesentlichen horizontaler Träger im oberen Bereich des Einsteckrahmens 20 vorgesehen, der in etwa dem oberen Rand der Scheibe angepaßt ist. Die Steifigkeit des Einsteckrahmens 20 wird durch einen zweiten, unteren horizontalen Träger 38 weiter erhöht, der mit den beiden vertikalen Trägern 34, 36, insbesondere einstückig, verbunden ist.
  • Das Modul 14 kann mit einem oder mehreren der folgenden Anbauteile versehen sein: Fensterheberantrieb, Fensterheberschiene 54, bevorzugt im Träger 34, 36 des Moduls 14 integriert, Türinnenbetätigung beziehungsweise Betätigungszüge, Kabelbaum, Spiegel, Sicherheitsschild, Schachtverstärkung, bevorzugt aus Aluminium.
  • Der Türgrundkörper 10 ist mit einem oder mehreren der folgenden Anbauteile ausgestattet: Seitenschutzpolster 42, Türgriff 44, Schloß 46, Scharnier 48, Prallträger 50, bevorzugt aus Aluminiumprofil, Schachtverstärkung, bevorzugt aus Aluminium, Schachtdichtung, bevorzugt außenliegend.
  • Dieses Konzept ermöglicht es, die komplette Fahrzeugtür grundsätzlich aus drei Komponenten aufzubauen, nämlich dem Türgrundkörper 10, dem Modul 14 und der Innenverkleidung 32, wobei diese drei Komponenten als Träger weiterer Anbauteile dienen. Die Anbauteile können den individuellen, beispielsweise den typen- oder ausstattungsbedingten Anforderungen des jeweiligen Kraftfahrzeuges beziehungsweise der jeweiligen Kraftfahrzeugtür angepaßt sein. Die Anbauteile werden individuell den Komponenten zugeordnet, wobei die derart individualisierten Komponenten an den Kraftfahrzeughersteller angeliefert werden, so daß zur Montage dort lediglich die drei unter Umständen individualisierten Komponenten zusammenzufügen sind. Weiterhin kann durch dieses Konzept erreicht werden, daß bereits der Verbund Türgrundkörper/Modul den Naßraum gegenüber dem Trockentraum trennt. Desweiteren kann der Türgrundkörper mit einer hohen Steifigkeit ausgestattet sein. Dadurch, daß der Fensterheber auf dem Modul komplett vormontiert ist, kann die Funktion des Fensterhebers vor der Montage, beispielsweise bereits beim Zulieferer getestet werden. Allgemein ist durch dieses Konzept ein hoher Integrationsgrad des Moduls gegeben.
  • Ein Verfahren zur Montage der Kraftfahrzeugtür besteht darin, das Modul 14 in den Türgrundkörper 10 durch den Fensterschacht 12 von oben einzustecken und Modul 14 sowie Türgrundkörper 10, beispielsweise durch Verschraubung miteinander zu verbinden. Vor der Verschraubung können die erforderlichen elektrischen Kabel und mechanische Betätigungszüge, beispielsweise für das Schloß 46 angeschlossen werden. Nach dem Verbinden von Modul 14 und Türgrundkörper 10 wird die Innenverkleidung 32 auf der Innenwand 22 des Verbundes Türgrundkörper 10/Modul 14 befestigt, wobei vorher die elektrischen Kabel, beispielsweise des Lautsprechers 62 und des Schalterblocks 58 angeschlossen werden.
  • Gemäß einem speziellen Ausführungsbeispiel ist innen auf der Außenwand 24 des Türgrundkörpers 10 das Seitenschutzpolster 42 angeordnet. Für den Türgriff 44 ergibt sich eine einfache Montage, da der Türgrundkörper 10 aufgrund des Ausschnittes 26 eine große Zugangsöffnung aufweist. Auch das Schloß 46 läßt sich äußerst einfach montieren, wobei der Betätigungszug und das elektrische Kabel zur Verbindung mit dem Kabelbaum vormontiert werden und aus dem Türgrundkörper 10 herausgeführt sind. Der Türgrundkörper 10 wird zum Lackieren mittels der Scharniere 48 an dem Kraftfahrzeug montiert. Weiterhin kann ein Prallträger 50, bevorzugt aus einem Aluminium-Profil, an dem Türgrundkörper 10 montiert sein, wobei der Prallträger 50 unter Umständen mit einer oder mehreren Krallen ausgestattet ist. Auch besteht die Möglichkeit, am Türgrundkörper 10, bevorzugt im Bereich der Außenwand 24, eine Schachtverstärkung bestehend aus einem Aluminiumteil anzubringen oder anzuschrauben. Die Schachtdichtung ist bevorzugt im Bereich der Außenwand 24 angebracht.
  • Das Modul 14 ist mit dem kompletten Fensterheber 18 ausgestattet, wobei der Fensterheberantrieb 52 im Trockenraum angeordnet ist. Die Fensterheberschiene 54 sind bevorzugt im Einsteckrahmen 20 des Moduls 14 integriert. Der Betätigungszug für die Türinnenbetätigung ist an dem Schloß 46 vormontiert, so daß der Betätigungszug nach Einstecken des Moduls 14 in den Türgrundkörper 10 angehängt werden kann. Der Kabelbaum ist ebenfalls an dem Modul 14 beziehungsweise Einsteckrahmen 20 im Bereich des Trockenraums angeordnet, wobei die Steckverbindungen einfach zugänglich sind. Insbesondere können die Verbindungen vom Schloß auch nach Einbau des Einsteckrahmens 20 angeschlossen werden. Auch der Spiegel ist vormontiert, so daß die Anzahl der während der Endmontage zu montierenden Bauteile gering ist. Auch der Spiegel kann lackiert werden, da der Abstand zum nächsten zu lackierenden Bauteil groß ist. Schließlich kann das Modul 14 auch ein Sicherheitsschild beziehungsweise eine innere Schachtverstärkung aufweisen, die bevorzugt als angeschraubtes Aluminium-Anbauteil ausgebildet ist. Die Innenverkleidung 32 kann mit einem Seitenschutzpolster 56 und einem Schalterblock 58 zur Betätigung von Spiegel, Fensterheber 18 oder dergleichen ausgestattet sein. Die Verbindung zwischen Schalterblock 58 und Kabelbaum wird vor der Montage der Innenverkleidung 32 hergestellt. Gleiches gilt auch für die Verbindung des Lautsprecher 62 mit dem Kabelbaum. Es bleibt zu erwähnen, daß die Innenverkleidung 32 auch bevorzugt innenliegende Schachtdichtungen aufweist.

Claims (11)

  1. Kraftfahrzeugtür, bestehend aus einem kastenförmigen Türgrundkörper (10) mit Fensterschacht (12) und einem Modul (14), an dem die Fensterscheibe (16) und der Fensterheber (18) befestigt sind, wobei das Modul (14) als Einsteckrahmen (20) ausgebildet und zur Verbindung mit dem Türgrundkörper (10) durch den Fensterschacht (12) des Türgrundkörpers (10) in diesen eingesteckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsteckrahmen (20) aus zwei im wesentlichen vertikalen, die Fensterscheibe (16) führenden Trägern (34, 36) und einem unteren horizontalen und mit den beiden vertikalen Trägern (34, 36) verbundenen Träger (38) gebildet ist, wobei insbesondere die tragenden Teile von Modul (14) und/oder Türgrundkörper (10) im wesentlichen aus Magnesium bestehen.
  2. Kraftfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand (22) des Türgrundkörpers (10) gegenüber der Außenwand (24) verkürzt ist.
  3. Kraftfahrzeugtür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand (22) des Türgrundkörpers (10) im oberen Bereich einen Ausschnitt (26) aufweist, der sich bevorzugt über etwa die gesamte oder einen größeren Teil der horizontalen Länge des Türgrundkörpers (10) erstreckt.
  4. Kraftfahrzeugtür nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, das der obere Randbereich (28) der Innenwand (22) einen profilierten beziehungsweise gekrümmten Verlauf aufweist.
  5. Kraftfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Modul (14) ein Wandstück (30) angeordnet beziehungsweise befestigt ist, welches nach dem Verbinden von Modul (14) und Türgrundkörper (10) die Innenwand (22) im wesentlichen komplettiert beziehungsweise welches im wesentlichen die Form des Ausschnittes (26) der Innenwand (22) aufweist.
  6. Kraftfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenwand (22) von Türgrundkörper (10) und verbundenem Modul (14) eine Innenverkleidung (32) befestigt ist.
  7. Kraftfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteckrahmen (20) wenigstens zwei im wesentlichen vertikale Träger (34, 36) und wenigstens einen, bevorzugt zwei im wesentlichen horizontale Träger (38, 40) aufweist.
  8. Kraftfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Türgrundkörper (10) mit einem oder mehreren der folgenden Anbauteile versehen ist: Seitenschutzpolster (42), Türgriff (44), Schloß (46), Scharniere (48), Prallträger (50), bevorzugt aus Aluminiumprofil, Schachtverstärkung, bevorzugt aus Aluminium, Schachtdichtung, bevorzugt außenliegend.
  9. Kraftfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (14) mit einem oder mehreren der folgenden Anbauteile versehen ist: Fensterheberantrieb, Fensterheberschiene (54), bevorzugt im Träger (34, 36) des Moduls (14) integriert, Türinnenbetätigung beziehungsweise Betätigungszüge, Kabelbaum, Spiegel, Sicherheitsschild, Schachtverstärkung, bevorzugt aus Aluminium.
  10. Kraftfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverkleidung (32) mit einem oder mehreren der folgenden Aufbauteile versehen ist: Seitenschutzpolster (56), Schalterblock (58) zur Betätigung von Spiegel, Fensterheber (18) oder dergleichen, Türzuziehgriff (60), Lautsprecher (62), Kartentasche (64), Verkleidung, Türinnenbetätigung, bevorzugt aus Kunststoff, Schachtdichtung, bevorzugt innenliegend.
  11. Verfahren zur Herstellung einer Kraftfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (14) im wesentlichen vertikal von oben in den Fensterschacht (12) des Türgrundkörpers (10) eingesteckt und mit dem Türgrundkörper (10) verbunden wird, insbesondere verschraubt, und anschließend die Innenverkleidung (32) an dem Verbund Türgrundkörper/Modul befestigt wird.
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