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Verfahren und Werkzeug zum Umsetzen einer Kerneinheit eines Kernreaktors
In dem Patent ......... (Patentanmeldung ......... "Kernreaktor mit modulaufgebauten
Kern" vom gleichen Tag) ist vorgeschlagen, den Kern in einem Kernreaktor aus parallelen
Kerneinheiten aufzubauen, von denen jede eine Brennstoffkassette und einen Steuerstab
enthält. Die Brennstoffkassette enthält eine Ansahl Brennelemente und mindestens
ein Leitrohr für einen Steuerstab, der länger ist als die Brennelemente.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Werkzeug zum Umsetzen
einer solchen Kerneinheit. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Werkzeug
zu der Kerneinheit geführt und zum Eingriff um ein am Steuerstab befindliches und
wenigstens während des Umsetzens aus den Brennelementen herausragendes Teil gebracth
wird, die Kerneinheit aus ihrer Ausgangsposition gezegen und zu einer anderen Position
geführt wird, während die Brennstoffkessette auf den Steuerstab ruht und daß dann
der Eingriff gelöst wird. Dieses Verfahren hat mehrere Vorteile, von
denen
die folgenden besonders wesentlich sind.
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Es besteht keine Gefahr, daß eine Brennstoffkassette in den Kern eingeführt
wird, ohne daß der dazugehörige Steuerstab gleichzeitg eingeführt wird, weshalb
auch beim Einführen einer Kerneinheit in den Kern keine Gefahr für eine unkiontrollierbare
Reaktivitätssteigerung besteht. Dadurch, daß Steuerstab und Brennstoffkassette einer
Kerneinhiet gleichzeitig aus dem Kern gezogen werden, kann auch die Brennstoffkassette
bedeutend größer als normal sein, ohne daß die Reaktivität in ihr beim Herausziehen
aus dem Kern zu groß wird. Der Steuerstab steht also niemals frei im Kern, was,
besonders wenn der Steuerstab ein Fingersteuerstab ist, zu schwer zu meisternden
Einfädelungsproblemen beim Einführen einer neuen Brennstoffkassette führen könnte.
Die Brennstoffkassette braucht auch keine besonderen Anschlußorgane für ein Kassettenaustauschwerkzeug
zu ahben, die ein Auswechseln von einzelnen Brennstäban in beliebigen Brennstabpositionen
der Brennstoffkassette verhindern können.
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Das Werkzeug zum Umsetzen von Kerneinheiten zur Durchführung des Verfahrens
ist gekennzeichnet durch wnigstens eine, zumindestens teilweise von der Kerneinheit
abgewandte Schulter, die eine gewisse Strecke zumindestens entlang einer Linie parallel
oder zusammenfallend mit der Längenachse der Kerneinheit bewglich ist, sowie außerdem
zwischen einer Greiflage, in der die Schulter oder Schultern in Kontakt mit mindestens
einer, zumindestens teilweise
den Brennelementen zugewandten Schulter
steht, die anf mindestens einem us den Brennelementen zumindestens während des Umsetzens
herausragenden Teil des Steuerstabs angeordnet ist, und einer Nicht-Greiflage, in
der diese Schulter oder Schultern an den entsprechenden Schultern des Steuerstabs
vorbeigeführt werden können. Ein solches Werkezug hat dieselben Vorteile wie das
obengenannte Verfahren.
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Weiter ist in dem obengeannten gleichzeitig eingereichten Patent vorgeschlagen,
daß der Steuerstab eine axial bewegliche Stange enthält, die ein Endteil hat, das
einen Halsteil und einen Kopf aufzeigt, wobei die genannte Schulter an dem Steuerstab
im Übergang zwischen Halsteil und Kopf liegt. In einer bevorzugten Ausfüghrungsform
hat das Werkzeug dabei ein entlang der Längsachse der Kerneinheit beegliches Trägerorgan
mit einer querliegenden und in seitlicher Richtung festen Platte mit einem zentralen
Loch, ein gleichzeitig mit dem Trägerorgan bewegliches Sicherungsorgan, das ebenfalls
eine querliegende Platte mit einem zentralen Loch hat, wobei die genannte Schulter
an dem Werkzeug im Übergang zwischen dem Loch in der querliegenden Platte des Sicherungsorgans
und der von der Kerneinheit abgewandten Seite dieser Platte liegt, wobei die letztgenannte
Platte beweglich ist zwischen einer Lage, in der die Lächer auf solche Weise zusammenfallen,
daß der Kopf passieren kann, und einer Lage, in der die Löcher so zusammenfallen,
daß der Kopf nicht passieren kann, sowie ein Organ zum Verschieben der beweglichen
Platte zwischen diesen
Lagen, wodurch die Schulter an der beweglichen
Platte zum und vom Kam steil des Endteils der zentralen Stange bewegt werden kann.
Das andere Endteil der zentralen Stange dient als Sicherungsorgan für eine lösbare
Kupplung zum Zusammenkuppeln des Steuerstabs und einer Antriebsanordnung. Die zentrale
Stange ist außerdem gegen eine Sicherungslage federbelastet, von der sie zu. Freigeben
der Kupplung axial beweglich ist. Dadurch erhält man ein einfaches Werkzeug, das
zu der Kerneinheit und an den Kopf der zentralen Stange vorbei gefuhrt werden, deren
Halsteil greifen, die lösbare Kupplung durch ein gewisses Ziehen an der zentralen
Stange freimachen und die Kerneinheit durch weiteres Ziehen an der zentralen Stange
herausziehen kann. Beim Einsetzen einer Kerneinheit wird die Kerneinheit am Werkzeug
und an der zentralen Stange hängend zu dem vorgesehenen Platz geführt, wonach ein
weiteres Verschieben des Werkzeuges in Richtung auf den Kern bewirkt, daß die zentrale
Stange in Sicherungslage gefahrt wird und die Kupplung zwischen Steuerstab und Antriebsancrdmma
blockiert.
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Weiter ist in dem genannten Patent vorgeschlagen, daß der Steuerstab
ein Fingersteuerstab mit einer Anzahl paralleler, vertikaler Absorberfinger ist,
die oben mit oberen Endteilen versehen sind, von denen zumindestens einige mit einem
Halsteil und einem Kopf versehen sind.
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Vorzugsweise sind dabei sowohl die feste als auch die bewegliche Platte
des Werkzeuges mit weiteren Löchern versehen, und zwar eines für jeden Kopf an den
oberen Endteilen der Absorberfinger.
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Dadurch kann die Belastung der zentralen Stange bedeutend verringert
werden. Während einer Umsetzoperation, bei der die Kerneinheit von den Werkzeug
herunterhängt, wird nialich das Gewicht der Kerneinheit ii wesentlichen gleichmäßig
auf die tragenden Bingsr im Fingersteuerstab verteilt werden.
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Es ist auch vorgeschlagen, daß die Brennstoffkassette ein Mantelrohr
enthält, das axial aus den Brennelementen herausragt. Gemäß einer vorteilhaften
Ausführungsform des Werkzeuges hat sein Trägerorgan einen axialen, hohlen Schaft,
der unten zu einem Gehäuseteil mit Führungsflächen zur Führung gegen den herausragenden
Teil des Mantelrohres erweitert ist, wobei die feste Platte des Trägerorgans an
dem Gehäuseteil befestigt ist. Das Sicherungsorgan des Werkzeuges ruht zumindestens
indirekt auf der festen Plate und aht einen von der beweglichen Platte axial herausragenden
Zapfen, und das Organ zum Verschieben der beweglichen Platte in zeitlicher Richtung
enthält eine ind em hohlen Schaft angeordnete drehbare Welle mit einer exzentrischen
Aussparung für den Zapfen. Damit wird erreicht, daß das Hantierungswerkzeug trotz
seines wirklich einfachen und billigen Aufbaues besonders zuverlässig ist.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben,
in dieser zeigen: Fig. 1 in teilweisem Vertikalschnitt das Auswechseln einer Kerneinheit
in einem Leichtwassersiedereaktor, Fig. 2 in teilweisem Längsschnitt das auf dem
oberen Winde einer Brennstoffkassette abgesetzte Werkzeug, Pig. 3 einen Querschnitt
gemäß der Linie III-III in Pig. 2, Fig. 4 in teilweisem Längsschnitt ein federndes
oberes Endteil für einen Absorberfinger, Fig. 5a - d einen teilweisen Längsschnitt
durch eine in einem unteren Steuerstableitrhr stehende Kerneinheit und Fig. 6 einen
Querschnitt durch eine Brennstoffkassette der Kerneinheit nach Linie VI-VI in Fig.
5b.
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Der in Fig. 1 schematisch gezeigte Reaktor 3 ist ein Leichtwassersiedereaktor
mit Zwangsunwälzung und interner Dampfabcheidung.
Der Reaktor 3
ist von einem primären Sicherheitsbehälter 5 au Beton umgeben. Der Sicherheitsbehälter
5 ist als ein Teil der Baukonstruktion ausgeführt, die auch einen über dem Reaktor
3 angeordneten Schacht 6 und ein Brennstoffbecken 7 enthält, das normalerweise von
dem Schacht durch bei 61 liegende Tore getrennt ist.
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Der Kern 1 des Reaktors 3 ist von einem Moderatorgefäß 2 umgeben,
an dem wie üblich ein Kernüberbau mit Dampf- und Feuchtigkeitsabscheider betestigt
ist. Der Kernüberbau kann mit Vorteil so ausgeführt sein, wie es in der französischen
Patentschrift 1 554 253 gezeigt ist.
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Das Moderatorgefäß 2 wiederum ist von einem Reaktordruckgefäß 8 mit
Bodenteil 9 umgeben. Von dem Oberteil des Reaktordruckgefäßes 8 gehen mehrere Dampfleitungen
10 aus. Zwischen dem Moderatorgefäß 2 und dem Reaktrodruckgefäß 8 ist ein Rückstromraum,
von dem das Umwälzwasser durch mehrere Stutzen 11 zu nicht gezeigten Umwälzpumpen
abgeleitet wird. Von diesen Pumpen wird das Wasser durch mehrere Stutzen 12 zurückgeführt.
Wenn man es wünscht, können auch die reaktorinternen Umwälzpumpen angewendet werden,
die in diesem Fall vorzugsweise so ageordnet werden, wie es in der deutschen Patentanmeldung
P 19 47 752.2 vom 20.9.1969 beschrieben sit. Durch das Bodenteil 9 hindurch gehen
eine Menge paralleler und vertikal liegender Rohre, und zwar Durchführungsrohre
13 für nicht gezeigte Antriebsanordnungen für Steuerstäbe und nicht gezeigte
Durchführungsrohre
für ebenfalls nicht gezeigte Neutronenflußmeßsonden. Die oberen Enden der Durchftihrungsrohre
oder Steuerantriebsstutzen 13 liegen auf demselben Niveau und tragen gleich lange
Steuerstableitrohre 17. Jede Antriebsanordnung hat einen elektrischen Motor, Schraube
und Mutter für die normale Betätigung des zugehörigen Steuerstabs und ist mit einer
Schnellabschaltfunktion versehen. Vorzugsweise wird eine Antriebsanordnung verwendet,
die wie gn der schwedischen Offenlegungsschrift 314 749 beschrieben, ausgeftihrt
ist.
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Der Kern 1 ist aus vertikalen Kerneinheiten 18 aufgeabt, zahlenmäßig
gleich Bit der Anzahl der Steuerstableitrohres 17. Jede Kerneinheit 18 enthält,
wie in Pig. 5a-d und 6 näher gezeigt ist, eine Brennstoffkassette 19 mit im wesentlichen
hexagonalem Querschnitt und einen Fingersteuerstab 20, der zum Arbeiten innerhalb
der Kassette 19 durch Einfahren nach oben und Kerausfahren nach unten angeordnet
ist. Die Brennstoffkassetten 19 sind so dicht angeordnet, daß nur ein unbedeutender
Spalt zwischen ihnen ist.
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Nach Abschalten zwechs Brennstoffwechsel wird der Reaktor 3 geküht,
z.B. auf unter 60°C, und der Druck wird dabei auf Atmosphärendrick gesenkrt. Das
Öffnen des Reaktors wird damit begonnen, das Strahlungsabschirmungsblöcke im Schacht
6 über dem Reaktor 3 abgehoben und ein halbsphärischer Deckel, der den oberen Teil
des Schutzgefäßes 5 bildet, gelöst und wie di. Strahlenabschirmungsblöcke
auf
einen vorbereiteten Platz in der Reaktorhalle gestellt wird.
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Der Deckel des Reaktordruckefäßes 8 hat nur einen Rohranschluß, nämlich
für die Zuführung von Kühlwasser in den Druckgefäßdeckel beim NotkUhlen. Dieses
Rohr wird abmontiert, wonach die Durchführungen in einer permanentmontierten Dichtung
zwischen dem Flansch des Reaktordruckgefäßes 8 und dem Sicherheitsbehälter 5 abgedichtet
werden.
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Nachdem eine Verbolzung zwischen dem Reaktordruckgefäß 8 und seinem
Deckel gelöst worden ist, kann der Deckel von einem Reaktor hallenlaufkran aagehoben
und hinter die bereits abgehobenen Strahlenabschirmungsblöcke gestzt werden.
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Der Schacht 6 über dem Reaktordruckgefäß 8 wird mit Wasser gefüllt,
die Tore (bei 16) zum Brennstoffbecken 7 werden geöffnet. Der Kernüberbau 4 wird
von dem Moderatorgefäß 2 gelöst und unter Wasser zu einem Lagerplatz in dem wassergefüllten
Raum gegenüber dem Brennstoffbecken 7 transportiert.
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Das Herausnahmen und Einsetzen von Brennstoff kann danach beginnen.
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Die Operationen werden von Hand von einer Bedienungsplattform aus
gesteuert, die vis einer Laufbrücke 62 und Laufkatze 65 besteht, die in gewünschte
Positionen über dem Reaktorkern 1 und dem Brennstoffbecken
7 gebracht
werden können.
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Auf der Laufkatze 63 befindet sich eine Teleskopzylinderanordnung
64 mit Aufzumaschinrie. Die Teleskopzylinderanordnung 64. die drehbar sein kann,
ist an ihres unteren Ende mit dem Werkzeug 67 gemäß der Erfindung zum Irantieren
der Kerneinheiten 18 versehen. Das Werkseug 67 kann mit Druckluft betätigt und mit
einem Sicherheitsverschluß vasehen sein, der ein unbeabsichtigtes Offenen während
des fransportes verhindert. Die Aufzumaschinerie ist zwechmäßigerweise mit einer
belastungsabtastenden Anordnung ausgerüstet, die das Heben abbricht, wenn die Hubkraft
zu groß wird, z.B. wenn sich eine Kerneinheit verklemmt. Genauso wird das Einsetzen
unterbrochen, wenn das Absetzeb zu früh erfolgt, d.h. wenn eine Kerneinheit nicht
wie vorgesehen heruntergeht.
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Damit das Personal nicht unbeabsichtigt zu hoher Bestrahlungsdosis
ausgesetzt wird, wird das Heben unterbrochen, wenn der Bedienende eine Kerneinheit
im Waserbecken zu hohc anhebt.
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Alle Funktionen werden von einem Steuerpult auf der Laufkatze 63 gesteuert,
und der Bedienende kann die Bewegungen des Werkezuges direkt überwachen, einmal
durch Beobachtungsluken im Boden und zum anderen mittels einer Fernsehausrüstung.
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Die Kerneinheiten 18 werden von dem Reaktor 3 aus so hoch gehoben,
daß sie frei über die Schwelle 65 im Transportkanal 66
zum Brennstoffbecken
7 gehen. Danach transportiert die Laufkatze 63 die unter ihr im Wasser hängende
Kerneinheit 18 zu dem genannten Becken. Die Wasserschicht Uber der Spitze der Kerneinheit
18 muß dabei über ca. 3 m sein, um einen ausreichenden Strahlungsschutz zu geben.
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Das Brennstoffbecken 7 ist mit nichtrostendem Blech verkleidet, in
dem Becken befindet sich außedem eine Ausrüstung zum Auswechseln von Brennstäben,
sowohl einzeln als auch gruppenweise.
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Um die Funktion des Werkezeuges 76 besser verstehen zu können, wird
erst die Kerneinheit 18 beschrieben, die wie erwähnt, eine Brennstoffkassette 19
und einen Fingersteuerstab 20 enthält.
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Wie in Fig. 5b näher gezeigt ist jede Brennstoffkassette 19 mit einem
nach unten axial herausragenden, langgestreckten unteren Endteil 22 versehen, das
nach Herabsenkung der Brennstoffkassette 19 in die vorgesehene Lage im Kern 1 mit
einem an dem oberen Ende jedes Steuerstableitrohres 17 angeordneten oberen Endteil
23 auf solche Art zusammenatbeitet, daß die Brennnstoffkassetten 19 nur in den Steuerstableitrohren
17 stehen und seitlich nur von diesen Steuerstableitrohren 17 und zumindestens bei
arbeitendem Reaktor, voneinader gestützt werden, mit Ausnahme der dem Moderatorgefäß
2 nahemliegenden Brennstoffkassetten 19, die zumindestens bei arbeitendem Reaktor
außerdem zumindestens indirekt von dem Moderatorgefäß 2 gestützt werden. Eine für
die Führung der oberen
Enden der Brennstoffkassetten angeordnete
Gitterplatte ißt also bei diesem Reaktoraufbau nicht vorhanden, wodurch es möglich
wird, die Spalten zwischen den Brennstoffkassetten minimal schmal zu halten.
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Schmale Konstruktionselemente wie Brennstoffkassetten sind wie bekannt
niemals vollständig gerade, sondern eine gewisse von der Herstellung herstammende
Abweichung von vollständiger Geradheit ist immer vorhanden. Die bereits unbedeutende
Spalte zwischen den Brennstoffkassetten 19 werben daher stellenweise so reduziert,
daß die Brennstoffkassetten 29 zumindestens bei arbeitendem Reaktor gegeneinander
liegen und einader stützen. Das Moderatorgefäß 2 hat zwechmäßigerweise, aber nicht
unbedint, einen runden Querschnitt, um unter minimaler Deformierung die Druckdifferenz
zwischen seinem Inneren und dem umgebenden Rückstromraum aufnehmen zu können. Um
zulusen ru können, daß sich die äußeren Brennstoffkassetten 19 des Kerns 1 zumindestens
bei arbeitendem Reaktor gegen die Innenwand des runden Moderaturgefäßes 2 stützen
können, wird dieses mit einem den Brennstoffkassetten 19 entgegenragenden Stützorgan
vershen, z.B. in Form eines Ringes 103, dessen Innenkante der Querschnittskontur
des Kerns 1 angepaßt ist, oder in Fomr von nicht gezeigten, nach innen ragenden
Blechen, die in wesentlichen axial oder in einem schrägen Winkel ru den Brennstoffkassetten
19 laufen. Diese Formen von Stützorganen können auch kombiniert werden. Die Breite
der Spalten ist zweckmäßigerweise
kleiner als oa. 2 mm, vorzugsweise
ca. 0,5 mm.
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Eine untere Grenze wird ia der Praxis von der Abweichung der Brennstoffkassetten
von vollständiger Geradheit gesetzt, da die Anlagekräfte zwischen einander naheliegenden
Brennstoffkassetten bei abgestelltem Reaktor nicht so groß sein dürfen, daß beim
Anheben einer Kerneinheit die Gefahr besteht, daß eine naheliegende Kerneinheit
mit herausgezogen wird.
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Die Brennstoffkassette 19 besteht aus einem Mantelrohr 24 mit eines
im wesentlichen hexagonalen Querschnitt, einem Brennstabbtindel 25 mit einer Menge
paralleler, vertikaler Brennstäbe 26, die in einem gleichseitigen, dreieckigen Gitter
angeordnet sind, einem Leitrohr 27 fur die Absorberfinger 31 des Steuerstabs 20,
einer knsahl Abstandhalter 28 auf verschiedenen Niveaus, einer querliegenden perforieren
Bodenplatte 29, einem Übergangsteil 30 für den Übergang von hexagonalem zu rundem
Querschnitt sowie dem obengenannten, langgestreckten unteren Endteil 22.
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Das Manterohr 24, das auch entbehrlich sein kann, kann eine Länge
von ca. 4 m und eine Wandstärke von ca. 0,5 - 2 mm haben, vorzugsweise ca. 0,6 -
0,7 mm, und besteht aus einer Zirkoniumlegierung. Sein oberes Ende ist über das
obere Ende des Brennstabbündels 25 gezogen, um die Einführung des Werkzeuges 67
beim Auwechseln der Kerneinheit iu erleichtern. Die Seiten des Xantelrohres 42 sind
wellenförmig und folgenden Konturen der Brennstäbe 26. Diese Wellenform erhöht die
Biegefestigkeit des Mantelrohres
24 in Längsrichtung. Die Biegefestigkeit
in seitlicher Richtung nimmt ab, weshalb ein ueberdruck in der Brennstoffkassette
19 im Vergleich mit dem umgebenden Spalt leichter als vorher das Mantelrohr 24 elastisch
deformiert, so daß der bereits unbedeutende Spalt so gut wie verschwindet. Ein Druckunterschied
von einigen Zehnteln Bar genügt, um die Mantelrohre bis zur Anlage aneinander "aufzubalsen".
Weiter greift die Wellenform einer Mantelrohrseite in die Wellenform der angrenzenden
Mantelrohrseite, so daß sich die Brennstoffkassetten 19 teilweise gegenseitig absichern
und die mechanische Stabilität des Kerns 1 nimmt zu. fliesen ist von besonderes
Wert, da wie erwähnt eine Gitterplatte bei diesem Kernaufbau nicht vorhanden ist.
Die Steuerstableitrohre 17 haben einen runden Querschnitt, der sich dem heiagonalen
Querschnitt des Mantelrohres 24 gut anpaßt, was eine gute Verteilung der Aboorbertinger
31 tor den Kassettenquerschnitt ermöglicht. Natürlich kann auch ein Mantelrohr mit
einem hauptsächlich quadratischen Querschnitt angewandt werden, wobei es zweckmäßig
ist, daß auch die Steuerstableitrohre 17 einen ähnlichen Querschnitt haben.
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Das Brennstoffkassettengitter umfaßt in dci gezeigten Pall dreihundertfünfunddreißig
mögliche Brennstabpositionen. Von diesen enthalten dreihundertfünf Brennstäbe, fünfundreißig
Leitrohre für die Absorberfinger und eine die Neutronenflußmeßsonde 16. Die Brennstäbe
26 bestehen ans angereicherten
Urandioxydtabletten mit eines Durchmesser
von ca. 10,5 mm, die in einen Hüllrohr aus einer Zirkoniumlegierung mit einer Wandstärke
von ca. 0,8n gestapelt sind. Die Hüllrohre sind an den Enden alt unteren und oberen
Endpfropfen 32 bzw. 39 verschlossen.
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Die oberen Endpfropfen 33 haben einen Halsteil 34 und einen Kopfteil
35 mit einer nach unten gerichteten Schulter 36, die einem Hebewerkzeug einen Angriffspunkt
zum Heruassiehen des Brennstabs 26 aus dem Brennstabbündel gibt. Es ist selbstverständlich,
daß viele verschiedene Typen von Endpfropfen Eingriffsmöglichkeiten geben können.
Die Brennstäbe 26 sind durch die Abstandhalter 28 bis zum Kontakt mit der Oberseite
der perforierten Bodenplatte 29 hineingeschoben. Diese Plate 29 hat nur eine tragende
Funktion und ist daher zum Unterschied von üblichen Endplatten nicht mit genau lagebestimmten
Löchern fünf die unteren Endpfropfen 32 der Brennstäbe 26 versehen, da die positionsbestimmende
Punktion von den untaten der Abstandhalter 28 übernommen worden ist. Die Leitrohre
27 fUr die Absorberfinger sind an dem perforierten Boden 29 befestigt un derstrecken
sich von dort nach oben, während an der Unterseite der Bodenplatte 29 sich mit den
Leitrohren 27 koaxiale Einlaufdrosselungen in Pora von Rohrstümpfen 37 mit kleinerem
Innendurchmesser als die Leitrohre 27 befinden. Diese Einlaufdrosselungen geben
eine so großen Strömmungswiderstand, daß man eine im wesentlichen konstante Kühlmediumdurchströmung
in den Leitrohren 27 erhält, unabhängig davon, wieweit der Steuerstab 20 aus dem
Brennstabbündel 25 herausgezogen ist.
Jeder Abstandhalter 28 wird
von einem Abstandhalterrahmen umgeben und enthält eine Menge Abstandhalterelemente
38, von denen jedes einen Brennstab 26 umgibt. Das Abstandhalterelement 38 besteht
aus zwei den Brennstab umgebenden kund auf Abstand voneinander angeordnenten indentischen
zwölfkantigen Ringen 39, die miteinander mittels vier gleichmäßig um den Brennstab
verteilter, langgestreckter, bandförmiger vertikaler Abstandhalterfedern 4Q mit
varjierender Bandbreite und dem Brennstab 26 rugewandten Ausbuchtungen 41 verbunden
sind. Der Abstandhalterrahmen hat eine trapezförmige Wellenform, so daß er drei
aufeinanderfolgenden Selten an Jedem der äußeren zwölfkantigen Abstandhalterelemente
38 folgt, mit Ausnahme der Eckenpositionen, in denen in einem hexagonalen Gitter
der Abstandhalterrahmen fünf aufeinanderfolgenden Seiten folgt und danach auf das
nächstliegende Abstandhalterelement 38 übergeht. Er kann mit Löchern versehen sein,
aber in der Ausführung, in der die Brennstoffkassette 19 kein Mantelrohrhat, ist
es zwevkmäßig, daß er ganz ist. Es ist dabei zweckmäßig, daß der Abstandhalterrahmen
höher ißdi als die Abstandhalterelemente 38 und daß seine oberen und unteren Kanten
dem Brennstabbündel entgegengebogen sind, so daß die Abstandhalterrahmen in einander
naheliegenden Brennstoffkassetten beii Anheben und Absenken einer Kerneinheit nicht
ineinaderhaken. Beim Fehlen e eins Mantelrohres ist es weiter zweckmäßig, die dic
obere Kante des obersten Abstandhalterrahmens bis zu einer Höhe über dem oberen
Ende des Brennstabbündels 25 gezogen wird, um die Einführung des Werkzeuges zu erleichtern,
oder
daß der Abstandhalterrahmen mit besonderen Teilen mit entsprechender Funktion versehen
ist. Ein hoher Abstandhalter rahmen dämpft auch eventuelle strömungsinduzierte Schwingungen
in den Brennstoffkassetten, vorausgesetzt, daß die Abstandhalter in eineader nahliegenden
Brennstoffkassetten auf gleicher tiöhe angeordnet sind. Wenn zwei Abstandhalterrahmen
auf gietoher Höhe zusammenngeführt werden, muß nämlich das Wasser in dem Spalt zwischen
den Rahmen verdrängt und wenn sie auseinadergeführt werden, Wasser eingesogen werden.
Die Dämpfwirkung wächst mit zunehmender Höhe der Abstandhalterrahmen oder zunehmellder
Fläche eines oder mehrerer auf dem Abstandhalterrahmen befestigten Bleche oder dergleichen.
Auch für den Füll, daß einige Kassetten kein Mantelrohr haben, ist es vorteilhaft,
einander naheliegende Brennstoffkassetten so anzuordnen, daß die Wellen form eines
Abstandhalterrahmens in die Wellenform eines naheliegenden Abstandhalterrahmens
oder Mantelrohrseite eingreift.
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Die Abstandhalter 28 sind an den Leitrohren 27 für die Absorberfinger
befestigt. Da dte Leitrohre 27 dünnwandig Sind, dLe Wandstärke ist ca. 0,5 mm, ist
es zweckmäßig, daß die Abstandhalter 28 über einem Verstärkungsrohr 42 befestigt
werden. Dieses kann aus einer oberen und einer unteren Hälfte, die verschieden hoch
sein können, bestehen oder mit Aussparungen versehen sein, damit die Abstandhalterfedern
40 aus den Brennstäben 26 heraus gegen das am Verstärkungsrohr 42 anliegende Abstandhalterelement
38 federn können. umdas gewünschte nachgiebe Festhalten der
Brennstäbe
ru erhalten, ist es notwendig, daß man bei dem Stapeln der Abstandhalterelemente
38 in seitlicher Richtwlg zu einem Abstandhalter darauf achtet, daß jede Abstandhalterfeder
40 aus ihrem Brennstab 26 herausfedern kann, ohne auf ein Hindernis zu treffen,
z.B. eine Abstandhalterfeder eines nahlliegenden Abstandhalterelements 38, ein Absorberfingerleitrohr
27 oder ein Verstärkungsrohr 42. Eine Art, Abstandhalterelemente 38 gleichmäßig
zu stapeln, was in Kontrollhinsicht vorzuziehen sit, ist in dem unteren linken Teil
der Fig. 6 gezeigt.
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Die Fingersteuerstäbe 20 enthalten fünfundzwanzig vertikale, parallele
Finger, von denen vierundzwanzig Absorberfinger 31 sind und einer ein eaxial etwas
bewegliche Zentralstange 13, die natürlich auch ein Absorberfinger sein kann, aber
vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl besteht. Alle Absorberfinger 31 sind gleich
lang und hauptsächlich auf zwei zu der zentralen Stange konzentrischen Kreisen und
auf solche Weise angeordnet, daß neun dem inneren und fünfzehn dem äußeren Kreis
zugehören.
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Die unteren Enden der Absorberfinger 31 sind in einer Befestigungsplatte
44 mit Fachwerkkonstruktion festgeschraubt. Die Befestigungsplatte 4 4ist in Fig.
50 gezeigt. Ein zentraler Schaft 45 ragt vertikal nach unten aus der Befestigungsplatte
44 heraus und ist an seinem unteren Ende mit einem ersten Kupplungsteil 46 zum Kuppeln
an ein zweites Kupplungsteil 47 verschen,
das von einer der Steuerstabantriebsanordnung
zugeförigen Antriebsstange 48 getragen wird. Der Steuerstabschaft 45 ist lang, dailt
die Antriebsstange 48 keiner allzu starken Bestrahlung ausgesetzt wird.
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In Pig. 5d ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der das Kupplungsteil
47 radial bewegliche Kupplungselemente in Form von auf horizontalen Wellen 49 schwenkbaren
Haken 50 mit einem oberen gezahnten Teil 51 trägt. Die Haken sind in Richtung Nicht-Greiflage
federbelastet (52>. Der Kupplungsteil 46 irt mit aegenelementen in Form von Nuten
53 für das Eingreifen des gezahnten Teils 51 der Haken 50 versehen. Ein aus dem
Kupplungsteil 46 herausragender Rohrkragen 54 liegt nach dem Herabsenken der Kerneinheit
in Richtung des Kupplungsteils 47 auf den an den Haken 5Q angeordneten Vorsprüngen
55, wobei die Haken von Nicht-Greiflagejin die in Fig. 5d gezeigte Greiflage schwenken,
wobei der gezahnte Teil 51 der Haken in die Nuten 53 greift. Die zentral4e Stange
43 ist von solcher Länge, daß ihr oberes Ende bei ganz eingefahrenem Steuerstab
axial aus dem oberen Ende des Brennstabbündels 25 herausragt. Eine Feder 56, die
aus Sicherheitsgründen doppelt sein sollte, preßt den unteren Teil der Stange, der
wie ein Sicherungskopf 57 geformt ist, nach unten in eine Absicherungslage, in der
die Haken 50 nicht aus der Greiflage gehen können.
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Ein auf der zentralen Stange 43 angeordneter Anschlag 58 liegt normalerweise
gegen die Befestigungsplate 44 und verhindert, daß die Stange 45 sich weiter nach
unten bewegt. Eine auf der Antriebsstange 48 angeordnete, mit Löchern vesehene Kupplungsführungsplate
59 führt die Antriebsstange in das Steuerstableitrohr 17 und trägt axial laufende
Scheiben 60 zur Führungs des Kupplungsteils 46 sum Kupplungsteil 47.
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Natürlich können Ysrisnten der in Pig. 5d gezeigten Kupplung angewandt
werden, z.B. können die schwenkbaren Haken 50 zu dem Kupplungsteil 46 gehörigen,
die Nuten 53 zu dem Kupplungsteil 47 und ein zentraler Zapfen 61 auf dem Kupplungsteil
47 kann des aus dem Kupplungsteil 46 herausragenden Rohrkragen 54 ersetzen.
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Bei einer weiteren Kupplungsvariante können die schwenkabaren Haken
50 gegen Kugeln ausgetauscht werden, die in durchgehenden, nach innen und unten
geneigten Löchern in dem rohrförmigen unteren Teil des Kupplungsteil 46 beweglich
sind. Aucg der obere Teil des Kupplungsteil 47 ist rohrförmig und mit einer inneren
runden Nute 53 versehen. Die Kugeln werden daran gehindert, die Löcher in Richtung
nach innen zu verlassen, indem die Bewegung des Sicherungskopfes 57 nach oben durch
völlig zusamme drückte Feder 56 oder einen Anschlag begrentz wird, der be
gehobenem
Sicherungskopf gregen das Kupplungsteil 46 liegt. Daß die Kugeln die Löcher in Richtung
nach außen verlassen, wird durch einen in das Kupplungsteil 46 eingesetzten Ring
mit einer Lippe verhindert, der die Fläche der Löcher begrenzt. Die Endfläche am
rohrförmigen Teil des Kupplungsteils 46 ist abgeschrägt und dient teils als Führungsfläche
bei der Zusammenführung der Kupplungsteile 46 und 47 und teils als Anlagefläche
zum Kupplungsteil 47, un dem Kupplungsteilen im Einkupplungsmoment die richtige
Höhenlage im Verhältnis zueinander zu geben.
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Die Absorberfinger 31, die in Fig. 5 gezeigt sind, sind solide und.
bestehen aus Rohren mit einer Füllung 68 aus Borkatbid.
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Sie werden durch einen Wasserstrom in einem ringförmigen Spalt zwischen
ihnen und dem umgebenden Leitrohr 47 gekühlt und der Spalt muß deshalb ein gewisses
Mindestmaß haben, z.B. 2 mm.
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Die Absorberfinger 31 werden dadurch so schmal, daß sie geknickt werden
können. Um die Knickungseingung zu veringern, kann jeder Absorberfinger rohrförmig
ausgeführt werden, wobei der Borkarbid zwischen konzentrischen Rohren angeordnet
und der Zwischenraum zwischen den Rohren durch hohe Endpfropfen mit einer rohrförmigen
Verlängerung verschlossen sit. Die rohrförmige Verlängserung des unteren Endpropfens
ist unten mit einem Gewinde zum Festschrauben an die Befestigungsplatte 44 versehen.
Ein großer Teil des Fühlwassers kann nun durch die Absorberfinger 31 geleitet werden,
die auf eine geraden Ablauf oder z.B. mindestens zwei Seitenabläufe haben, wodurch
die Kühlspalten zu den umgebenden Leitrohren
27 verkleinert werden
können, was wiederum mit sich führt, daß der Durchmesser der Absorberfinger vergrößert
werden kann und die Absorberfinger stabiler werden. Auch andere Ausführungen der
Absorberfinger 31 und anderes Absorbermaterial als Borkarbid ist denkbar.
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Die zentrale Stange 43 und die Absorberfinger 31 haben Je ein oberes
Endteil 79, da einen Halsteil 80 und einen Kopfteil 81 mit einer nach unten gerichteten
Schulter 82 hat. Die zentrale Stange 43 und die Absorberfinger 31 sind von solcher
Länge, daß die Endteile 79 bei ganz eingefahrenem Steuerstab 20 aus dem oberen Ende
des Brennstabbündels 25 herausragen. Die Schulter 82 auf der zentralen Stange 43
gibt den Hantierungswerkzeug 67 eine Greifmöglichkeit zum Freigeben der Kupplung,
und die Schultern 82 auf den Absorberfingern 31 sind Angriffspunkte für das Werkzeug
67 zum Heben der ganzen Kerneinheit 18. Es ist zweckmäßig, daß die Schluter 82 auf
dem oberen Endteil 79 der zentralen Stange 43 auf einem Niveau und die Schultern
82 auf den Endteilen 79 der Absorberfinger 31 auf einem anderen, höheren Niveau
angeordnet sind der dazwischenliegende Abstand größer ist als die für das Freigeben
der Kuppung notwendige Hubstrecke für die zentrale Stange 43, aber kleiner als die
der zentralen Stange 43 zugängliche Hubstrecke zwischen der unteren Sicherungslage
und der oberen Endlage. Dies ermöglicht die Anwendung eines einfachen Werkzeuges
zum Heben der Kerneinheit, wobei diese
Werkzeug alle Greiforgane
auf derselben Ebene haben kann. Bei einem auf ein Herabsenken des Werkzeuges 67
folgenden Anheben folgt zuerst nur die Zentralstange 43 mit nach oben, aber wenn
deren Schulter zu dem Niveau der Schulter 82 der Absorberfinger 31 kommt, hebt das
Werkzeug an sämtlichen Endteilen 79.
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Es ist selbsverständlich, daß viele verschiedene Arten von Endteilen
Eingreiffmöglichkeiten bieten können. Um bei einem Heben der Kerneinheit 18 an den
Absorberfingern 31 sicherzustellen, daß die Belastung auf den Absorberfingern 31
giorch-@ßig ist, kann man deren oberen Endteile 79 die Ausführung @alen, die in
Fig. 4 gezeigt ist. Dabei kann die Schulter 82 abwärts federn, dadurchm daß das
Endteil 79 einen Rogrkragen 85 mit einem oberen einwärts ragenden Flansch 86 sowie
eine Feder 87 hat, die zwischen dem Flansch 86 und einer unten am Halsteil 80 angeordneten
kolbenähnlichen Erweiterung 88 angeordnet ist.
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Wie erwähnt, sind die Absorberfinger 31 im Verhältnis zu ihrer Lange
so schmal daß sie bei einem schnellen Einfahren der Fingersteuertähe 20 Gefahr laufen,
geknickt zu werden. Us gegen solches Knicken hinreichende Sicherheit zu erhalten,
müßten die Absorberfinger 31 in gewissen Fällen einen solchen Durchmesser haben,
daß sie in einer Brennstabposition keinen Platz hätten. Indem man in dem Steuerstableitrogr
17 mindestens eine axial bewegliche Führung, z.B. eine Führungsplate 89, für die
Absorberfinger
31 anordnet, kann deren Durchmesser im wesentlichen beliebig gewählt werden, ohne
ein Knicken zu riskieren. Die in Fig. 5c gezeigte bewegliche Führung 89 besteht
aus einer Führungsplatte mit Fachwerkkonstruktion und ähnelt der Befestigungsplatte
44, kann aber eine kleinere Anzahl Querriegel sowie eine größere Höhe als diese
haben. Die bewegliche Führungsplate 89 ist genau wie die Befestigungsplate 4 und
die Kupplungsführungsplatte 59 der Antriebsstange 48 mittels drei innenseitig in
dem Steuerstableitrohr 17 laufenden Führungsleistrom 90 und deren Forsetzung auf
dem unteren runden, langgestrckten Endteil 22 auf der Innenseite der Brennstoffkassette
19 undrehbar geführt. Wenn ein einzige bewegliche Führungsplatte 89 erforderlich
ist, wird diese in einer unteren Endlage ungeführ auf halabr Höhe der Steuerstabhublänge
unter der Brennstoffkassette 19 angeordnet, und wenn mehrere bewegliche Führungsplatten
benötigt werden, werden diese so vorteilt, daß maximale Knicksicherheit errreicht
wird. Bei der Anwendung einer beweglichen Führungsplate 89 liegt diese auf der Befestigungsplatte
44 und folgt deren Bewegungen, wenn der Steuerstab 20 über die halbe Hublänge eingefahren
ist. Anderenfalls wird die bewegliche Führungsplatte 89 von ihrem eigenen Gewicht
in ihrer unterem Endalge gehalten. Um sicherzustellen, daß die bewegliche Führungsplatte
89 in ihre untere Endlage zurückgeführt wird, kann man die zentrale Stange 43 und/oder
die Absorberfinger mit Anschlägen oder ähnlichen Mitteln versehen, die in die Führungsplatte
89 einhaken und sich herunterziehen. Die Hubkraft aufgrund des Druckabfalls des
durch das Steuerstableitrohr strömenden Kühlwasser ist bei zweckmäßiger
Konstruktion
der Führungsplatte 89 wesentlich kleiner als das Gewicht der Führungsplate 89. In
Fig. 50 liegt die bewegliche Führungsplatte 89 in ihrer unteren Endlage auf Absätzen
92 der Führungsleisten 90, aber es ist selbsverständich, daß solche ibsätse direkt
an der Innenwand des Steuerstableitrohres 17 angeordnet werden können. Die bewegliche
Führungsplatte 89 kann ach rxti Beinen stehen, die sich gegen den unteren Teil des
Steuerstableitrohres 17 stütuzen, oder an Führungsstangen von der Brennstoffkassette
herunterhängen. Alle diese Anordnungen werden natürlich so ausgeführt, daß die Befestigungsplatte
44 fortwährend entlang der ganzen Hublänge beweglich ist. Um die Stoßkraft zu vermindern,
wenn die Befestigungsplatte 44 bei schnellem Einfahren mit voller Geschwindigkeit
die bewegliche Führungsplatte 89 trifft, können die Befestigungsplatte 44 und die
bewegliche Führungsplatte 89 mit zusammenwirkenden Organen versehen werden, die
gemeinsam eine hydraulische Bremse bilden. auch Federn können für diesen Zweck angewendet
werden.
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Das Steuerstableitrohr 17 hat einen unteren Übergangsteil 98 für den
Anschluß an Steuerantriebsstutzen 13. Der Übergangsteil 98 ist mit Einlauflöchern
99 für das Kühlwasser versehen, das der Brennstoffkassette zugeführt werden soll.
Eingeschlitzter Spannring 100 ist in zwei entgegengestzten Nuten 101 und 102 in
dem Steuerantriebsstutzen 13 bzw. dem Übergangsteil 98 angeordent, um eine ferngesteuerte,
lösbare Verbindung zwischen diesen Komponenten (13 und 98) zu erhalten. Die Nute
101 hat eine der
der halben Breite des Sapnnrings entsprechende
Tiefe und die Nute 102 eine doppelt so große Tiefe. Nachdem die Kerneinheit abgehoben
worden ist und die Kupplungsführungsplatte 59 der Antriebsstange 48 abmontiert,
kann man mit einem ferngesteuerten Werkzeug den Spannring 100 in die Nute 102 pressen,
so daß das Steuerstableitrohr 17 von dem Steuerantriebsstutzen 13 freigeht.
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Die Neutronenflußmeßsonden 16 sind langgesteckt und so schmal, daß
sie auf einer Brennstabposition im Gitter Platz finden, und sie sind in den Eckenstabpositionen
auf solche Eeise in der Brennstoffkassette 19 angeordnet, daß alle im Verhältnis
zu der entsprechenden Brennstoffkassette gleich gelegen sind, so daß sie sich gleichmäßig
über den Kern 1 vorteilen. Die Sonde 16 verläßt die Brennstoffkassette 19 an dem
unteren Ende des Mantelrohres 24 und läuft dann parallel mit dem Steuerstableitrohr
17 in dem Durchführungsrohr 15, das hier die Sonde 16 führt. Die Sonde 16 verläßt
dann das Reaktordruckgefäß 8 durch den Bodenteil 9. Die Sonden 16 sind axial beweglich.
Beim Auswechseln einer Kerneinheit 18 werden die Sonden 16 erst nach unten aus der
Brennstoffkassette 19 herausgezogen, wonach das Auswechseln erfolgen kann.
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Danach wird die Sonde wieder auf ihren Platz in der neuen Brennstoffkassette
19 zurückgesetzt.
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Das Werkzeug 76, das in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist, besteht aus
zwei Hauptteilen, nämlich einem Trägerorgan 69 mit einer querliegenden und in seitlicher
Richtung festen Platte 70 und
einem Sicherungsorgan 71 mit einer
beweglichen Platte 72. Das Trägerorgan 69 hat einen hohlen axialen Schart 73, der
sich nach unten zu einem Gehäuseteil 74 erweitert, das den Querschnitt der Brennstoffkassette
deckt6 und mit Führungsflächen 75 zur Führung gegen den herausragenden Teil des
Mantelrohres 24 versehen ist. Die erste Platte 70 ist mit mehreren Schrauben 76,
von denen eine gezeigt ist, an dem Gehäuseteil 74 befestigt. Die Abstandhülsen 75
verhindern, daß die feste Plate 70 beim Anziehen der Schrauben 76 in der Mitte nach
oben gebogen wird. Die erste Plate 70 ist teils mit einen zentralen Loch 78 und
teils @@ weiteren Löchern 83, und zwar eins für jeden Kopf 81 der Aboberfinger,
versehen. Die Löcher 78 und 83 sind rund und haben einen etwas größeren Durchmesser
als die Kopf 81 der zentralen Stange 43 und der Absorberfinger 31 und @@@ an der
Oberkannte abgeschrägt, und die Einführung der Köpfe 81 in die Zeher zu enleichtern.
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In dem hohlen haft 73 ist eine drehbare Welle 84 mit einer exzentrischen
Aussparung 93 für einen von der beweglichen Platte 72 axial nach den herausragenden
Zapfen 94 angeordnert. Die bewegliche Platte 72 ruht direkt auf der Oberseite der
festen Platte 70, kann aber auch so gelagert sein, daß eie leicht seitlich verschoben
werden kann. Die bewegliche Platte 72 ist mit einem zentralem Loch 95 sowie weiteren
Löchern 96, und zwar eine für jeden Kopf 81 der Absorberfinger, versehen. Die Schultern
des
Werkezeuges, die das Umsetzen der Kerneinheit ermöglichen, bestehen aus einer zentralen
Schulter 14, die im Übergang zwischen dem zentralen Loch 95 und der Oberseite der
beweglichen Platte 72 liegt, und weiteren Schultern 21, die im Übergang zwischen
den Löchern 96 und der Oberseite der beweglichen Platte 72 liegen.
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Die Löcher 95 und 96 können rund sein und ungefähr denselben Durchmesser
haben wie die Löcher 78 und 83 in der festen Plate 70.
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Vorzugsweise haben aber die Löcher 95 und 96, wie aus Fig. 3 hervorgeht,
die Form eines Schlüsselloches, dessen Längsachse kreisbogenförmig ist mit einem
Krümmungsradius entsprechend der Exzentrizität der Aussparung 83 zu der drehbaren
Welle 84. Jedes Schlüsselloch hat eine runde Öffnung mit einem etwas größeren Durchmesser
als die köpfe 81 une einem gebogenen Schlitz, dessen Breite geringfügig größer ist
als der Durchmesser des Halses 80, und alle Schlüssellöcher sind identisch orientiert.
Es sit zweckmäßig, daß auch die runden Öffnungen der Löcher 95 und 96 eine etwas
abgeschrägte UNterkante haben, um die Einführung der Köpfe 81 in die Löcher zu erleichtern.
Der Zapfen 94 ist munten rohrförmig, um zu ermöglichen, daß der Kopf 81 der zentralen
Stange druch die Platten 70 und 72 eingeführt werden und sich im Verhältnis zu dem
Zapfen 94 etwas in seitlicher Richtung bewegen kann.
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Die bewegliche Platte 72 ist auch mit weiteren Lächern versehen, nämlich
einem Loch 97 für jede Abstandhülse 77. Ist der Außendurchmesser der Abstandhülse
77 kleiner als die doppelte Exzentrizität, besteht das Loch 97 zwechmäßigerweise
aus einem kreisbogenfömigen
Schlitz mit einem Krümmungsradius
entsprechend der Exzentrizität und mit einer Breite, die den Außendurchmesser der
Abstandhülse 77 geringfügig überschreitet. Dadurch bilden die Abstandshülsen 77
mit den daagehörigen Löchern 97 Führungen, die Be Drehung der beweglichen Platte
72 unmöglich aachen.
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Ist jedoch der außendruchmesser der Abstandshülsen 77 größer als die
doppelte Exzentrizität, kann man auf diese Weise keine genaue Führung erhalten.
Es ist in diesem Fall zweckmäßig, die feste Platte 70 mit einer anzahl nach oben
herausragenden, schmalen Zapfen und die bewegliche Platte mit weiteren kreisbogenförmigen
schmalen Schlitzen zu versehen, in denen die Zapfen laufen sollen, damit die bewegliche
Platte 72 eine gute Führung erhält. Diese Führungen, d.h. die Abstandshülsen 77
mit den dazugehörigen Löchern 97 oder die schmalen Zapfen mit den dazugehörigen
schmalen Schlitzen werden am besten mit genau definierten Endlagen ausgeführt und
bilden dann eine Umdrehnungssperre für die drehbare Welle 84. Dadurch werden die
Löcher 96 in der beweglichen Platte 72 in der einen Endlage dieser Platte automatisch
koaxial mit den Löchern 83 in der festen Platte 70 gestellt und die Köpfe 81 können
ohne Schwierigkeit die Löcher passieren. Die Drehsperre für die andere Endlage der
Platte 72 verhindert, daß die zentrale Stange 43 und die Absorberfinger 31 bei der
Drehnung der Welle 84 und der damit verbundenen Verschienung der Platte 72 Biegebeanspruchungen
ausgesetzt werden.
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Das Werkzeug 67 arbeitet auf folgende Weise. Beim Herausnehmen einer
Kerneinheit 18 aus dem Reaktor 3 wird das Werkzeug 67 zu der Kerneinheit 18 herabgesenkt
und in das hochgezogene Mantelrohr 24 eingeführt. Die Köpfe 81 der Finger (31 und
43) des Fingersteuetstabs 20 kommen durch die zusammenfallenden Löcher 83 und 96
bzw. 78 und 95 nach oben. Die Welle 84 wird gedreht und schiebt die bewegliche Platte
72 entlang einer kreisbogenförmigen Linie, deren Krümmungsradius der Exzentrizität
der Aussparung 93 in Relation zu der Welle 84 entspricht, in eine Sicherungslage,
in der Köpfe 81 nicht die Löcher 95 und 96 in der beweglichen Platte 72 passieren
können. Wenn das Werkzeug 67 an dem Schaft 73 angehoben wird, folgt zuerst nur die
zentralen Stange 43 mit nach oben, wobei die Kupplung 46, 47 zwischen dem Fingersteuerstab
20 und der Antriebsstange 48 freigegeben wird. Wenn der Kopf 81 der zentralen Stange
43 bis zu dem Niveau der Köpfe 81 der Absorberfinger 31 angehoben worden ist, hebt
das Werkzeug an sämtlichen Fingern des Fingersteuerstabes 20 und die Kerneinheit
18 folgt mit nach oben.