DE19528024C2 - Gerät zum Trainieren von Muskeln oder Muskelpartien des menschlichen Körpers - Google Patents
Gerät zum Trainieren von Muskeln oder Muskelpartien des menschlichen KörpersInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Trainieren von Muskeln oder Muskelpartien
des menschlichen Körpers, das über einen drehrichtungsänderbaren Motor angetrieben ist,
dessen Antriebswelle mittel- oder unmittelbar mit einem dem jeweils Trainierenden als
Widerlager dienenden Trainingselement, wie einem Trainingsarm, einer Trainingskurbel,
einem Trainingsschlitten od. dgl. in Triebverbindung steht, wobei die Winkel- oder
Linearbewegung veränderbar bzw. einstellbar ist, und das Gerät eine Sicherungsvorrichtung
aufweist, welche beim Erreichen des jeweils gewollten bzw. eingestellten
Bewegungsbereiches des Trainingselementes den Motor abschaltet.
Geräte der eingangs erwähnten Art, also motorisch angetriebene Geräte, gewinnen neben
den Geräten, bei denen mit Belastungsgewichten gearbeitet wird, immer mehr an
Bedeutung. Allerdings müssen bei motorgetriebenen Geräten erhöhte Gefahrenmomente
hingenommen werden, da ein Motor in allen Phasen der Bewegung voll wirksam bleibt,
während man ein zu stark belastendes Gewicht, bildlich gesprochen, ganz einfach fallen
lassen kann. Die erwähnte gleichbleibende Leistung eines Motors wirkt sich besonders dann
gefährlich aus, wenn die Endphasen der jeweils eingestellten Bewegungen überschritten
werden. So können z. B. beim Strecken der Beine schwere Verletzungen der Knie auftreten,
die in extremen Fällen irreparabel sind.
In der DE 35 32 444 A1 ist eine Steuerung für ein Trainingsgerät beschrieben, die eine
Sicherungsvorrichtung aufweist, die bewirkt, daß der Motor abgeschaltet wird, wenn das
Trainingselement in Bereiche kommt, in denen Verletzungsgefahren für den Trainierenden
bestehen. Die Sicherheitsvorrichtung besteht dabei aus einer Sicherheitslogikschaltung, die
mit verschiedenen Signalgebern verbunden ist. Dies hat zum Nachteil, daß bei
Schwierigkeiten oder Ausfällen in der Sicherheitslogikschaltung oder in den Signalgebern
die Funktion der Sicherheitsvorrichtung nicht gewährleistet ist und Gefahren für den
Trainierenden bestehen.
Demgegenüber ist die Aufgabe der Erfindung darin zu sehen, ein Gerät der eingangs
erwähnten Art so zu verbessern, daß für den Trainierenden absolute Sicherheit
gewährleistet, also es ausgeschlossen ist, daß irreparable Schäden beim Trainieren
auftreten. Außerdem soll dies mit robusten Mitteln und tragbaren Kosten erreichbar sein.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Sicherungsvorrichtung von einem Getriebe
gebildet ist, das auf drei in einem Getriebegehäuse gelagerten Wellen je ein Zahnrad
aufweist, wobei zwei der drei Zahnräder durch Axialverschiebungen unabhängig
voneinander mit dem dritten, axial unverschiebbaren Zahnrad in Triebverbindung bringbar
sind und die Welle des axial unverschiebbaren Zahnrades ihrerseits mittel- oder unmittelbar
mit dem jeweiligen motorgetriebenen Trainingselement in Triebverbindung steht und die
zwei axial verschiebbaren Zahnräder im mit dem dritten Zahnrad kämmenden Zustand in
ihren Winkelbewegungen vorwählbar eingeschränkt sind, wobei die Einschränkungen den
Endstufen der gewollten Bewegung des Trainingselementes entsprechen. Durch diese, die
Antriebskraft abschaltende Sicherungsvorrichtung, die auf Grund ihres mechanischen
Aufbaues robust ist und von vornherein eine hohe Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit
hat, wird erreicht, daß die Endstufen der jeweils eingestellten bzw. gewollten
Bewegungsbereiche, ganz gleich, ob es sich um Winkel- oder Linearbewegungen handelt,
nicht überfahren werden, also Überlastschäden vermieden sind. Der einfache und daher
kostengünstige Aufbau dieser Sicherungsvorrichtung läßt es ohne weiteres zu, daß man das
Getriebe selbst überdimensionieren kann, ohne daß wesentliche Mehrkosten anfallen, dafür
aber eine Vorrichtung zur Verfügung steht, die selbst rauhester Behandlung gewachsen ist
und Gefahrenmomente vermeidet.
Um mit Sicherheit zu erreichen, daß die Endstufen der vorgewählten Bewegungsbereiche
nicht überschritten werden, empfiehlt es sich, nach den Ansprüchen 2 und 3 vorzugehen.
Auch hier besticht die Einfachheit und die dadurch gegebene hohe Funktionsfähigkeit.
Um zu vermeiden, daß trotz der als Getriebe ausgeführten Sicherungsvorrichtung durch
Fehlverhalten des Trainierenden selbst oder eines Trainingsleiters Unfälle befürchtet wer
den müssen, wird vorgeschlagen, die Maßnahme nach Anspruch 4 zu ergreifen.
Wenn man einen besonders übersichtlichen und gewissermaßen vorprogrammierbaren
Aufbau eines Gerätes anstrebt, der mit mehr oder weniger handelsüblichen
Einzelvorrichtungen bzw. Einzelteilen erzielbar ist, bieten sich die Maßnahmen nach den
Ansprüchen 5 und 6 an.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht; es zeigen:
Fig. 1 ein vereinfacht dargestelltes Gerät, das mit einer von einem Getriebe
gebildeten Sicherungsvorrichtung ausgestattet ist;
Fig. 2 die von einem Getriebe gebildete Sicherungsvorrichtung in Stirnansicht;
Fig. 3 die Sicherungsvorrichtung in Seitenansicht mit entkuppelten
Zahnrädern, und
Fig. 4 eine Seitenansicht der Sicherungsvorrichtung bei mit einander in Eingriff
stehenden Zahnrädern.
Bei dem aus Fig. 1 ersichtlichen Gerät 1 sind nur diejenigen Teile vereinfacht dargestellt, die
für die Funktion und für das Verständnis der Erfindung von Bedeutung erscheinen. Dem
zufolge ist die von einem Getriebe gebildete Sicherheitsvorrichtung mit 2 bezeichnet, welche
die eigentliche Erfindung darstellt und auf die noch näher eingegangen wird.
Die Sicherheitsvorrichtung 2 steht mit einem drehrichtungs
änderbaren Getriebemotor 3 in Verbindung, dessen Antriebs
welle 4 unter Zwischenschaltung eines Drehmomentmessers 5
und eines Winkelmessers 6 mit einem Trainingsarm 7 verbun
den ist, der ein lageveränderbares Polster 8 aufweist, so
daß man ihn auch als Trainingskurbel bezeichnen kann. Der
Sitz für den jeweils Trainierenden ist mit 9 bezeichnet.
Das Bezugszeichen 10 steht für einen Computer, zu dem eine
Regelelektronik gehört, wie dies durch Pfeile angegeben ist
und über die der Getriebemotor 3 entsprechend der Computer
eingabe gesteuert wird.
Die das Wesen der Erfindung darstellende und von einem Ge
triebe gebildete Sicherungsvorrichtung 2 und ihre Wirkung
ergibt sich besonders gut aus den Fig. 2, 3 und 4. Dort
erkennt man, daß das die Sicherungsvorrichtung 2 bildende
Getriebe in einem Getriebegehäuse 11 drei Wellen 12, 13
und 14 aufweist, die je ein Zahnrad 15, 16 und 17 tragen.
Die Welle 13 ist mit ihrem Zahnrad 16 axial unverschiebbar
und sie stellt die Triebverbindung zu dem Getriebemotor 3
her, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist. Die Wellen 12, 14
mit ihren Zahnrädern 15, 17 sind axial verschiebbar, so daß
sie aus der Stellung nach Fig. 3 in die Stellung gemäß Fig. 4
gebracht werden können. Im Gehäuse 11 sind ortsfeste An
schläge 18, 19 vorgesehen, die bei miteinander kämmenden
Zahnrädern 15, 16, 17 mit Anschlägen 20, 21 zusammenwirken
und die Winkelbewegungen einschränken. Dabei ist die Anord
nung so getroffen, daß der Anschlag 20 des Zahnrades 15
gegen den Uhrzeigersinn, und der Anschlag 21 des Zahnrades
17 im Uhrzeigersinn wirksam ist. Wenn man von dem Anschlag
20 in den Fig. 2 und 3 ausgeht, könnte das Zahnrad 15 eine
Winkelbewegung ausführen, die bei etwa 350° liegt. Dies ist
aber nicht möglich, da der Anschlag 21 des Zahnrades 17 zur
Anlage an den ortsfesten Anschlag 19 kommt und das ganze
Getriebe blockiert, wodurch über die computergesteuerte
Elektronik der Motor 3 abgeschaltet wird. Es ist daher un
möglich, daß eine Muskelpartie beim Erreichen der einen
Endstufe gefährlich überlastet wird. Für die zweite End
stufe gilt das gleiche, da bei einer vorgenommenen Dreh
richtungsänderung des Motors 3 der Anschlag 20 an den An
schlag 18 des Gehäuses anläuft.
Damit man die Winkelbewegungen der Zahnräder 15, 17 bequem
verändern kann, sind die Wellen 12, 14 mit Handrädern 22, 23
ausgestattet, die ihrerseits Winkelskalen 24, 25 aufweisen.
Daß die Einstellung der Winkelbewegungen in Abhängigkeit
von der Computereingabe und der Anzeige an dem Winkelmes
ser 6 erfolgt, bedarf keiner näheren Erläuterung. Auf jeden
Fall müssen die Einstellungen so wirksam sein, daß die End
stufen der Bewegungen nicht überfahren werden können.
Um zu gewährleisten, daß die von einem Getriebe gebildete
Sicherungsvorrichtung 2 stets wirksam ist, d. h. daß Winkel-
oder Linearbewegungen des jeweiligen Trainingselementes erst
dann anlaufen können, wenn die Anschläge 18, 20 bzw. 19, 21
sich in einer Ebene befinden, sind an den verschiebbaren
Wellen 12, 14 nur angedeutete Endschalter 26, 27 vorgesehen,
die erst in der Stellung gemäß Fig. 4 die Energiezufuhr zum
Gerät 1 bzw. zu dem Antriebsmotor 3 freigeben.
Zu erwähnen ist noch, daß für den Antrieb eines Trainings
schlittens od. dgl. die Drehbewegung der Antriebswelle 4
des Motors 3 in eine Linearbewegung umgesetzt werden muß,
was z. B. dadurch zu erreichen ist, daß der Trainingsarm 7
durch ein auf der Antriebswelle 4 fest sitzendes Zahnrad
ersetzt wird, das mit einer Zahnstange des geführten Trai
ningsschlittens od. dgl. zusammenwirkt.
Claims (6)
1. Gerät zum Trainieren von Muskeln oder Muskelpartien des menschlichen Körpers, das
über einen drehrichtungsänderbaren Motor angetrieben ist, dessen Antriebswelle
mittel- oder unmittelbar mit einem dem jeweils Trainierenden als Widerlager
dienenden Trainingselement, wie einem Trainingsarm, einer Trainingskurbel, einem
Trainingsschlitten od. dgl. in Triebverbindung steht, wobei die Winkel- oder
Linearbewegung veränderbar bzw. einstellbar ist, und das Gerät eine
Sicherungsvorrichtung aufweist, welche beim Erreichen des jeweils gewollten bzw.
eingestellten Bewegungsbereiches des Trainingselementes den Motor abschaltet,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsvorrichtung (2) von einem Getriebe
gebildet ist, das auf drei in einem Getriebegehäuse (11) gelagerten Wellen (12, 13, 14)
je ein Zahnrad (15, 16, 17) aufweist, wobei zwei (15, 17) der drei Zahnräder (15, 16,
17) durch Axialverschiebungen unabhängig voneinander mit dem dritten, axial
unverschiebbaren Zahnrad (16) in Triebverbindung bringbar sind und die Welle (13)
des axial unverschiebbaren Zahnrades (16) ihrerseits mittel- oder unmittelbar mit dem
jeweiligen motorgetriebenen Trainingselement (7) in Triebverbindung steht und die
zwei axial verschiebbaren Zahnräder (15, 17) im mit dem dritten Zahnrad (16)
kämmenden Zustand in ihren Winkelbewegungen vorwählbar eingeschränkt sind,
wobei die Einschränkungen den Endstufen der gewollten Bewegung des Trai
ningselementes (7) entsprechen.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der axial verschiebbaren
Zahnräder (15, 17) einen auf die Gehäusewandung weisenden Anschlag (20, 21)
aufweist, die im kämmenden Zustand der Zahnräder (15, 16, 17) mit Gehäuse
anschlägen (18, 19) winkelsperrend zusammenwirken, wobei die Anordnung derart
getroffen ist, daß der eine Anschlag (20) gegen den Uhrzeigersinn und der andere
Anschlag (21) im Uhrzeigersinn wirksam ist.
3. Gerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der
axial verschiebbaren Zahnräder (15, 17) fest auf einer Schiebewelle (12, 14) sitzt und
beide Wellen (12, 14) an ihren aus dem Getriebegehäuse (11) herausragenden Enden
je ein Handrad (22, 23) mit einer Winkelskala (24, 25) tragen.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
verschiebbaren Wellen (12, 14) oder die auf ihnen sitzenden Zahnräder (15, 17) derart
mit Schaltern (26, 27) zusammenwirken, daß bei entkuppeltem Zustand des
Getriebes der gesamte Antrieb des Gerätes (1) abgeschaltet ist.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle des
axial unverschiebbaren Zahnrades (16) achsgleich an die Welle (vgl. 4) eines
Getriebemotors (3) angeschlossen ist, wobei in der mechanischen Kraftübertragung
zwischen Antriebsmotor (3) und Trainingselement (7) ein Drehmomentmesser (5) und
ein Winkelmesser (6) vorgesehen sind.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (3), die
Drehmomentmesser (5) und der Winkelmesser (6) über eine computergesteuerte
Regeltechnik (vgl. 10) aktivierbar sind.
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| DE1995128024 DE19528024C2 (de) | 1995-07-31 | 1995-07-31 | Gerät zum Trainieren von Muskeln oder Muskelpartien des menschlichen Körpers |
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Publications (2)
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Citations (3)
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| DE3532444A1 (de) * | 1985-09-11 | 1987-03-19 | Josef Schnell | Steuerung fuer ein trainingsgeraet |
| DE3244023C2 (de) * | 1982-11-27 | 1987-09-10 | Josef 8899 Gachenbach De Schnell | |
| DE9313109U1 (de) * | 1993-09-01 | 1993-11-18 | Schnell, Achim, Dipl.-Ing. (FH), 86565 Gachenbach | Gerät zum Trainieren der Beine |
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1995
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Patent Citations (3)
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| DE9313109U1 (de) * | 1993-09-01 | 1993-11-18 | Schnell, Achim, Dipl.-Ing. (FH), 86565 Gachenbach | Gerät zum Trainieren der Beine |
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| Publication number | Publication date |
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| DE19528024A1 (de) | 1997-02-06 |
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