DE1951130C - Verfahren zur quer oder längs und quer zur Folienlaufrichtung erfolgenden Verstreckung von Folienbahnen aus partiellkristallinen Polymeren - Google Patents
Verfahren zur quer oder längs und quer zur Folienlaufrichtung erfolgenden Verstreckung von Folienbahnen aus partiellkristallinen PolymerenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur quer oder gleichmäßigkeit verwendet wird, wodurch extrem
längs und quer zur Folienlaufrichtung erfolgenden hohe Anforderungen an die Folienextrusion gestellt
Verstreckung von Folienbahnen aus partiell-kristal- werden müssen.
linen Polymeren bei dem die Festigkeit der zu ver- Aus der britischen Patentschrift 1 044 772 ist ein
streckenden Folienbehiien in wenigstens einem 5 Verfahren zum Querverstrecken von thermoplasti-
schmalen längs zur FoJienbahn verlaufenden Bereich sehen partiell-kristallinen Polymerfilivien bekannt,
geschwächt und die Folienbahn danach in ihrer bei dem zur Erzielung besserer mechanischer Eigen-
Querrichtung verstreckt wird. schaftsv/erte gleichmäßig über die gesamte Filmbahn
Es ist bekannt, Folienbahnen aus thermoplaste durch Erzeugung eines oder mehrerer Reckansätze
sehen Polymeren durch Verstrecken oder Auswalzen io mittels Hitzeeinstrahlung die Fümbahn vor der
in einer oder zwei Richtungen in ihren Eigenschaften Querverstreckung in einem schmalen Bereich längs
zu verbessern. Die Verfahren, die die Herstellung zur Filmbahn geschwächt wird. Um den jeweils ereiner
kontinuierlichen biaxial orientierten Folienbahn forderlichen, richtigen Schwächungsgrad zu bewirken,
zum Ziel haben, können in zwei Gruppen gegliedert muß dein Film örtlich eine bestimmte Wärmemenge
werden, nämlich in Verfahren, bei denen die Ver- 15 zugeführt werden. Bei Filmen unterschiedlicher
Streckung in den beiden Hauptrichtungen (längs und Dicke und Laufgeschwindigkeit benötigt man eine
quer zur FGi'lenlaufrichtung) in einem Arbeitsgang technisch aufwendige, komplizierte Strahlungsvorsimultan
erfolgt, und in Verfahren, bei denen durch richtung mit regelbarer Strahlungsintensität Außerzwei
aufeinander folgende jeweils monoaxiale Streck- dem führt das Verfahren im Bereich der erhitzten,
prozesse ebenfalls eine biaxiale Verstreckung er- ao streifenförmigen Zone zu einer Erhöhung des Krireicht
wird. Die letztere Verfahrensweise, auch als stallisationsgrades erkennbar an einer Eintrübung
zweistufige Verstreckung bekannt, hat sich in der und Erhöhung der für die nachfolgende Querreckung
Technik stärker durchgesetzt, da sie mit den einge- schädlichen Sphißanfälligkeit.
führten monoaxialen Reckanlagen betrieben werden Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kann und kaum zusätzlichen Aufwands bedarf. 35 einfaches Reckverfahren für Folienbahnen aus par-
führten monoaxialen Reckanlagen betrieben werden Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kann und kaum zusätzlichen Aufwands bedarf. 35 einfaches Reckverfahren für Folienbahnen aus par-
Diese bekannten Verfahren besitzen gleicher- tiell-kristallisierendem thermoplastischem Polymermaßen
den Nachteil, daß bei der Verstreckung von material zu finden, wobei die Schwächung der
kristallisierenden thermoplastischen Folien, insbe- Folienbahn längs zur Laufrichtung durch einen oder
sondere bei der Querve/Streckung von bereits längs- mehrere Reckansätze örtlich definiert erfolgen kann
orientierten Folien bevot/ugt, e>ne zonenweise Ver- 30 und nach dem auch Dickeschwankungen aufweisende
Streckung auftritt. Der Effekt der zonenweisen Ver- Folien störungsfrei und ohne Bildung von Oberstreckung
ist besonders auffällig und ausgeprägt bei flächenstrukturen verstreckt werden können,
der Verstreckung von Polyamiden, die auf Grund Die Aufgabe wird bei dem eingangs geschilderten dieser Erscheinung zumeist nicht biaxial verstreckt Verfahren dadurch gelöst, daß zur Schwächung eine werden können. Mit steigender Kristallinität und zu- 35 Kerbe angebracht wird, die tteier als ein Zehntel der nehmender Dickenschwankung der Folie wächst die Toleranz der Dickeschwankung der Folienbahn ist.
Tendenz, daß sich die Folien ungleichmäßig unter Nach dem Verfahren der Erfindung, mit dem Ausbildung nebeneinanderliegender Stellen geringe- Dickeschwankungen aufweisende Folienbahnen aus rer und höherer Orientierung verstrecken. Diese Ten- partiell-kristallinen Polymeren ohne Bildung von denz wird bei verschiedenen Polymeren, wie z. B. 40 Oberflächenstrukturen verstreckt werden können, bei Polypropylen durch Anwendung hoher Verstrek- wird die Ausgangsfolie oder die bereits längsverkungsgrade bei sehr exakter Temperaturführung kurz streckte Folie innerhalb des Streckbereichs mit einer unterhalb des Kristallitschmelzpunktes bekämpft. Bei vorzugsweise in Folienlaufrichtung verlaufenden Polyamidfolien wird die zonenweise Verstreckung Kerbe versehen. Die Reckkräfte bilden einen Reckstark von der Art der vorliegenden kristallinen 45 ansatz, der sich entlang der Kerbe fortsetzt. Man Struktur beeinflußt. Die blockierende, die zonenweise erhält dadurch für jede Kerbe nur einen einzigen Verstreckung verursachende Kristallstruktur bildet Reckansatz. Damit wird die Bildung von Obersich hier besonders auffallend aus, wenn vorher be- flächenstrukturen vermieden. Die partiell-kristallinen reits eine Verstreckung senkrecht zur Streckrichtung Folienbahnen werden bei diesem Verfahren mit den der Folienbahn erfolgt ist. 50 üblichen Mitteln biaxial verstreckt.
der Verstreckung von Polyamiden, die auf Grund Die Aufgabe wird bei dem eingangs geschilderten dieser Erscheinung zumeist nicht biaxial verstreckt Verfahren dadurch gelöst, daß zur Schwächung eine werden können. Mit steigender Kristallinität und zu- 35 Kerbe angebracht wird, die tteier als ein Zehntel der nehmender Dickenschwankung der Folie wächst die Toleranz der Dickeschwankung der Folienbahn ist.
Tendenz, daß sich die Folien ungleichmäßig unter Nach dem Verfahren der Erfindung, mit dem Ausbildung nebeneinanderliegender Stellen geringe- Dickeschwankungen aufweisende Folienbahnen aus rer und höherer Orientierung verstrecken. Diese Ten- partiell-kristallinen Polymeren ohne Bildung von denz wird bei verschiedenen Polymeren, wie z. B. 40 Oberflächenstrukturen verstreckt werden können, bei Polypropylen durch Anwendung hoher Verstrek- wird die Ausgangsfolie oder die bereits längsverkungsgrade bei sehr exakter Temperaturführung kurz streckte Folie innerhalb des Streckbereichs mit einer unterhalb des Kristallitschmelzpunktes bekämpft. Bei vorzugsweise in Folienlaufrichtung verlaufenden Polyamidfolien wird die zonenweise Verstreckung Kerbe versehen. Die Reckkräfte bilden einen Reckstark von der Art der vorliegenden kristallinen 45 ansatz, der sich entlang der Kerbe fortsetzt. Man Struktur beeinflußt. Die blockierende, die zonenweise erhält dadurch für jede Kerbe nur einen einzigen Verstreckung verursachende Kristallstruktur bildet Reckansatz. Damit wird die Bildung von Obersich hier besonders auffallend aus, wenn vorher be- flächenstrukturen vermieden. Die partiell-kristallinen reits eine Verstreckung senkrecht zur Streckrichtung Folienbahnen werden bei diesem Verfahren mit den der Folienbahn erfolgt ist. 50 üblichen Mitteln biaxial verstreckt.
Die Zeichnung zeigt eine zonenweise biaxial ver- In diesem Verfahren ist unter dem Ausdruck
streckt thermoplastische Folienbahn mit ihrer mar- Kerbe jede sich im wesentlichen in einer Dimension
kanten Oberflächenstruktur. erstreckende schroffe Vertiefung in der Folie zu ver-
Diese Nachteile lassen sich zwar teilweise durch stehen. Die Vertiefung kann einen beliebig geform-Anwendung
von Verfahren zur gleichzeitigen biaxia- 55 ten Querschnitt besitzen, sie kann z. B. halbkreislen
Verstreckung, wie z. B. in der französischen fönnig, rechteckig, U- oder V-förmig ausgebildet sein.
Patentschrift 1466715 für Folien aus Polyamiden Besonders bevorzugt wird die wirikelartige Form der
beschrieben, vermeiden. Ein solches Verfahren läßt Kerbe. Die Kerbe kann man durch Einritzen der
sich jedoch nur auf einer komplizierten Simultan- Folienbahn mit einem scharfen oder spitzen Gegenstreckmaschine
durchführen, deren beschränkte Ver· 6a stand oder durch Prägen der Folienbahn zwischen
wendbarkeit bei den Folienverarbeilern d&s Verfah- Quetschwalzen oder durch Kalandrieren erzeugen,
ren alls technisch zu aufwendig erscheinen läßt. Sie kann auch während des Extrudierens der Folien-Gegenüber
dem Zweistufen-Streckverfahren sind hier bahn durch entsprechende Ausbildung der Düse eindie
einen hohen Materialvcrlust bedeutenden unreget- gebracht werden. Man kann sie einseitig oder betdmäßig
oder nicht gereckten breiten Randzonen von 63 seitig auf der Folienbahn anbringen. Nicht nur auf
Nachteil. Dieses Verfahren läßt sich auch nur be- mechanischem, sondern auch auf thermischem Wege
friedigend durchführen, wenn eine streifen- und läßt sich die gewünschte Kerbe herstellen, z. B. durch
feuerfreie Ausgangsfolie mit sehr guter Dicken- örtliches Anschmelzen mit einer heißen Schneide
Claims (3)
1. Verfahren zur quer oder längs und quer zur Folienlaufrichtung erfolgenden Verstreckung von
Folienbahnen aus partiell-kristallinen Polymeren, bei dem die Festigkeit der zu verstreckenden
Folienbahn in wenigstens einem schmalen längs zur Folienbahn verlaufenden Bereich geschwächt
und die Folienbahn danach in ihrer Querrichtung verstreckt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Schwächung eine Kerbe angebracht wird, die tiefer als ein Zehntel der Toleranz der
Dickeschwankung der Folienbahn ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerbe im Streckbereich
nahe den Halteelementen angebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei zweistufiger Verstreckung
die Kerbe zeitlich nach der Längsverstreckung
so angebracht wird.
Hierzu 1 Dlatt Zeichnung« a
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1951130C true DE1951130C (de) | 1972-05-10 |
Family
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