DE1936495C - l,l-Bis-(p-äthoxyphenyl)-2nitroalkane, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese Verbindungen enthaltende Insektizide - Google Patents
l,l-Bis-(p-äthoxyphenyl)-2nitroalkane, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese Verbindungen enthaltende InsektizideInfo
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Description
worin einer der Reste R1 und R2 Wasserstoff und
der andere Rest Wasserstoff oder Methyl ist
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1 durch die an sich bekannte Reaktionsfolge:
a) Kondensation von p-Äthoxybenzaldehyd mit
einer Verbindung der allgemeinen Formel
R2 —CH2-CH-NO2
worin R! und R2 die in Anspruch 1 angegebene
Bedeutung haben, in Gegenwart eines basisehen Katalysators in einem Lösungsmittel
und
b) Umsetzung des in der Stufe a) erhaltenen Carbinols mit Phenetol in Gegenwart eines
sauren Katalysators, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stufe a) als Lösungsmittel Dimethylsulfoxyd
und als Katalysator !,5-Diazabicyclo-[4,3,0]-non-5-en einsetzt.
3. Insektizid, gekennzeichnet durch einen Gehalt einer Verbindung nach Anspruch 1 neben üblichen
inerten Zusatzstoffen.
45
Die Erfindung betrifft l,l-Bis-(p-äthoxyphenyl)-2-nitro-alkane
der allgemeinen Formel I
CH3CH2O ~\ OJ- CH —ςθ y— OCH2CH3
R1 —C-NO2
R2 —CH,
R1 —C-NO2
R2 —CH,
(D
55
worin einer der Reste R1 und R2 Wasserstoff und der
andere Rest Wasserstoff oder Methyl ist, ein Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen und
neue Insektizide, welche diese Verbindungen enthalten.
In der gesamten Beschreibung wird das Wort »Insekt«, wenn es der Inhalt zuläßt, in seiner breiten
allgemeinen Verwendung gebraucht und umfaßt Spinnen, Milben, Würmer und andere Schädlinge, die
nicht im strengen biologischen Sinn als Insekten klassifiziert werden. So umfaßt der Ausdruck nicht nur
diejenigen kleinen wirbellosen Tiere, die hauptsächlich zur Klasse der Insekten gehören, wie sechsbeinige,
gewöhnlich geflügelte Formen, wie Käfer, Wanzen, Fliegen o. dgL, sondern auch andere verwandte Klassen
von Gliederfüßlern, deren Mitglieder flügellos sind und gewöhnlich mehr als sechs Beine aufweisen,
wie Spinnen, Hundertfüßler, HoIzEuse u. dgL Der Ausdruck
bezieht sich insbesondere auch auf die Art Acaridae, welche die Milben und Zecken umfaßt
Die Wörter »insektizid« und »Insektizid« werden in ähnlicher Weise verwendet.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind die folgenden:
fla) ab)
l,l-Bis-(p-äthoxyphenyl)-2-nittopropan
l,l-Bis-(p-äthoxyphenyl>2-nitro-n-butan
l,l-Bis-(p-äthoxyphenyI)-2-methyl-2-nitropropan (Ic)
l,l-Bis-(p-äthoxyphenyl>2-nitro-n-butan
l,l-Bis-(p-äthoxyphenyI)-2-methyl-2-nitropropan (Ic)
Die Verbindungen I und insbesondere die Verbindungen Ia und Ib besitzen eine beträchtliche insektizide
Aktivität. Gegen DDT-empfindliche Stämme der Hausfliege (Musca domestica) ist ihre Aktivität mit
deiienigen von DDT und verwandten Insektiziden vergleichbar. Die Verbindungen Ia und Ib können
auch auf eine hohe Aktivität potenziert werden, und zwar sogar gegen resistente Insektenstämme. Es wird
darauf hingewiesen, daß die Verbindungen I kein Halogen enthalten. Deshalb ist ihre insektizide Aktivität
von besonderer Bedeutung: 1. weil die Verbindungen keinerlei Rückstandsprobkme ergeben und
2. weil die normale Detoxifikation von halogenierten Insektiziden (beispielsweise DDT) durch Dehydrochlorierung
nicht eintreten kann. Die Verbindungen sind gegen Insekten aktiv, die gegen DDT hoch resistent
sind. Weiterhin wurde gefunden, daß die Verbindungen eine niedrige Toxiatät gegen Sauger
besit/xn.
Bekannte Verbindungen, die den Verbindungen I verwandt sind, sind z. B. die p-Chloroanalogen von
Ia und Ib. Diese Verbindungen sind handelsübliche Insektizide (Hass und Blicken st äff. USA-Patentschrift
2 516 186). Das p-Methoxyanalogon von I a ist ebenfalls bekannt, wie auch das unsymmetrische
Isomere von Ia, d.h. 1-o-Äthoxyphenyl-l-p-äthoxyphenyl-2-nitropropan
(Jacob, Bachman und Hass. J. Org. Chem., 16, 1572 [1951]; Hass. Neha r und Blickenstaff, Ind. Eng. Chem., 43.
2875 [1951]). Obwohl für die p-Methoxy- und die o,p-Äthoxyverbindungen eine insektizide Wirkung
angegeben wird (H a s s et al. loc. cit.), wurde gefunden, daß keine dieser Verbindungen eine wesentliche Aktivität
zeigt. Die Aktivität dieser Verbindungen steht im Gegensatz zu derjenigen von DDT und seinem
p-Methoxyanalogon (»Methoxychlor«) und seinem p-Äthoxyanalogon, die alle eine vergleichbare Aktivität
aufweisen (siehe die weiter unten stehende Tabelle I).
Wegen der zahlreichen Veränderungen der Testverfahren und der Arten und der Stämme von Insekten,
die zur Erzielung der in älteren Literaturstellen angegebenen Aktivitätszahlen verwendet wurden, und weil
eine allgemeine Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von vielen Insektenarten gegenüber DDT und verwandten
Insektiziden stattgefunden hat, seit die älteren Versuchsdaten angegeben wurden, ist es
schwierig, einen brauchbaren Vergleich der Aktivität von neuen Insektiziden Verbindungen mit denen des
Standes der Technik zu ziehen. Demgemäß wurden die Aktivitäten einer Anzahl bekannter Insektizide
nochmals für einen gegebenen Insektenstamm durch
die Verfahren bestimmt, die in den Beispielen für die
Bestimmung der Aktivitäten der neuen Verbindungen angegeben sind.
Die Tabelle I vergleicht die so bestimmten Aktivitäten einer Anzahl bekannter Insektizide mit denen dor Verbindungen I gegen Haasfliege (Musca domestica) und Gelbfiebermoskitolarve (Aedes aegypti) (beide sprechen auf DDT an).
Die Tabelle I vergleicht die so bestimmten Aktivitäten einer Anzahl bekannter Insektizide mit denen dor Verbindungen I gegen Haasfliege (Musca domestica) und Gelbfiebermoskitolarve (Aedes aegypti) (beide sprechen auf DDT an).
l,l-Bis-(p-chlorphenyl>-2Ä2-trichloroäthan (»DDT«).
l,l-Bis-(p-methoxyphenyl)-2r2^-trichloräthan
(»Methoxychlor«)
(»Methoxychlor«)
l,l-Bis-(p-äthoxyphenyl)-2,2>trichloroäthan
l,l-Bis-(p-chlorphenyl)-2-nitropropan ,
lJ-Bis-ip-chiörphenylJ-l'nitro-n-butan
l,l-Bis-(p-methoxypllienyl)-2-nitropropan
1 -(p-Äthoxyphen yl)-1 -<o-äthoxyphenyl)-2-nitropropan
Verbindung Ia
Verbindung Ib
Verbindung Ic
• ι Geschätzte Zahlen. Die Aktivitäten wurden nicht durch die Anmelderin bestimmt, aber es heißt, daß die Verbindungen gegen M.domestica
0.2- bis OJmal so aktiv wie DDT sind (s. »Organic Insecticides«,!*. L. M e t ca 1 f, Imerscience Publishers. New York.1955. S. 139).
| LD» | LQ00 |
| (M-domestica) | (A-aegypti) |
| 0,26 | 0,15 |
| 0,33 | .0,25 |
| 031 | 0,08 |
| 0,87 bis U*) | |
| keine Aktivität bei | |
| 12 μ§/Ιη8β1α | |
| keine Aktivität bei | |
| 50 μg/Insekt | |
| 0,48 | 0,15 |
| 0,55 | — |
| 1,01 |
Das Fehlen einer Insektiziden Aktivität, die mit der von l,l-Bis-(p-chlorphenyI)-2-nitro-propan vergleichbar
ist, bei der Verbindung U-Bis-(p-methoxyphenyl)-2-nitropropan
würde vermuten lassen, daß das p-Äth-■ ixyderivat (Verbindung I a) ähnlich inaktiv ist. Die
Aktivität der neuen Verbindungen, insbesondere der Verbindungen I a und I b ist daher überraschend und
kann nicht aus den gegenwärtig anerkannten Theorien bezüglich der Beziehungen zwischen der Struktur
eines Insektizides und der Aktivität des Insektizids vorhergesagt werden.
Weiterhin können die äthoxysubstituierten Verbindungen, ungleich ihren Analogen mit Halogensubstituenten
in den aromatischen Ringen, gegen insektizidempfindliche und insektizidbeständige Arten
von Insekten bis zu einem Grad potenziert werden, der bisher bei den allgemeinen Typen von Insektiziden
nicht beobachtet wurde. Diese Potenzierung kann die Aktivität der neuen Verbindungen gegen einige der
hauptsächlichen widerstandsfähigen Arten von Insekten wirtschaftlich steigern.
Die Erfindung betrifft auch Verfahren zur Synthese der Verbindungen I. Das Verfahren umfaßt die Umsetzung
des entsprechenden Nitroalkans mit p-Äthoxybenzaldehyd in einem geeigneten Lösungsmittel
unter basischer Katalyse, um ein Carbinol herzustellen, das weiter in Gegenwart eines Säurekatalysators mit
Phenetol umgesetzt wird, um das Endprodukt herzustellen.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I durch die an sich
bekannte Reaktionsfolge
a) Kondensation von p-Äthoxybenzaldehyd mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
R2
R1
CH2-CH-NO2
worin R1 und R2 die obige Bedeutung haben, in
Gegenwart eines basischen Katalysators in einem Lösungsmittel und
b) Umsetzung des in der Stufe a) erhaltenen Carbinols mit Phenetol (Äthoxybenzol) in Gegenwart
eines sauren Katalysators ist dadurch gekennzeichnet, daß man in der Stufe a) als Lösungsmittel
Dimethylsulfoxyd und als Katalysator 1.5-Diazabicyclo-[4,3,0]-non-5-en einsetzt.
Es werden im allgemeinen äquimolekulare Mengen der Reaktionsteilnehmer verwendet, aber es kann sich
ein Vorteil ergeben, wenn man bis zu einem molaren Überschuß der Nitroverbindung und des Phenetols
einsetzt.
Es hat sich gezeigt, daß der an und für sich bekannte Reaktionsmechanismus für die Herstellung der erfindungsgemäßen
Verbindungen (Henry-Reaktion) außerordentlich schlecht verläuft. Der beim erfindungsgemäßen
Verfahren zu verwendende Reaktionsteilnehmer p-Äthoxybenzaldehyd reagiert unter den
üblichen Bedingungen praktisch überhaupt nicht mit der Nitroverbindung. Der Grund dürfte in einer Resonanzstabilisation
von p-Äthoxybenzaldehyd liegen. Dies ergibt sich beispielsweise daraus, daß diese
Verbindung in wäßrigen Lösungen kein stabiles Bisulfitaddukt bilden kann. Beispielsweise erhält man
nur verschwindend geringe Ausbeuten, wenn man als Lösungsmittel Wasser oder Äthanol und als basischen
Katalysator Triäthylamin, Ammoniumacetat oder Natriummethylat verwendet.
Die bevorzugte Reaktionstemperatur für dieses Verfahren ist ungefähr 15 bis ungefähr 25° C.
Die Verbindungen I besitzen eine insektizide Aktivität gegen Hausfliegen, Moskitos und andere Insekten,
wie Schafschmeißfliegen und die Queensland-Rinderzecke, die beide in Australien ernst zu nehmende
(II) Schädlinge darstellen. Die Verbindungen I können
in ein geeignetes inertes Lösungsmittel oder Lösungs-
mittelgemisch oder in ein festes Gemisch eingearbeitet
werden, wobei auch andere Substanzen, z. B. Netzmittel,
Dispergiermittel und Klebemittel einverleibt werden. Die Verbindungen können in solche» Zusammensetzungen
entweder als einziges toxisches Mittel oder in Kombination mit anderen Iacktiziden, wie z,B.
Pyrethrum, Rotenone oder Schwermetallsalzen, oder
mit fungiziden oder bakteriziden Mitteln verwendet werden, um Zusammensetzungen herzustell τι, die
für Haushelts- und landwirtschaftliche Stäubepulver
und Sprays sowie für Textilbeschichtung- und -imprägnierung
u. dgl. brauchbar sind. Die Verbindungen
können in geeigneten organischen Lösungsmitteln aufgelöst werden, um Lösungen mit einer verbesserten
Wirkung herzustellen. Die neuen Verbindungen können auch dadurch in wäßrige Suspensionen eingearbeitet
werden, daß in organischen Lösungsmitteln gelöste Verbindungen in Wasser dispergiert werden.
Die neuen Verbindungen können aucn mit einem inerten, feinzerteilten, festen Verdünnungsmittel oder
Träger, wie Bentonit, Siegelerde, Talkum, Holzkohle,
Bimsstein Calciumcarhonat gemischt werden. Die
Insektiziden Verbindungen können in ihrer ursprünglichen Form oder in Lösung gemischt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in vorteilhafter Weise mit anderen Substanzen kombiniert
werden, die eine synergistische oder potenzierende Wirkung aufweisen. Im allgemeinen verhindern
solche Substanzen die Detoxifizierung von Insektiziden in Insekten, die durch die Wirkung von oxydativen
Enzymen hervorgerufen wird.
Die Erfindung wird in -den folgenden Beispielen näher erläutert.
Herstellung von l.l-Bis-(p-äthoxyphenyi)-2-nitropropan
(Verbindung Ia)
a) 15.0 g p-Äthoxybenzaldehyd und 15.0 g Nitroäthan
wurden in 350 ml Dimethylsulfoxyd, welches 5 Tropfen 1.5-Diazabicyclo-[4,3,0J-non-5-en enthielt,
aufgelöst, und das Gemisch wurde dann 15 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Gemisch wurde auf
Eis gegossen und ergab nach einer Ätherextraktion 19,3 g eines Öls. das l-p-Äthoxyphenyl-2-nitro-l-propanol
gemeinsam mit kleineren Mengen des Aldehydausgangsmaterhls enthielt. Das Produkt wurde für die
nächste Stufe ohne weitere Reinigung verwendet.
b) 6.75 g des vorstehend erhaltenen unreinen Produkts wurden während l'/2 Stunden zu einem Reaktionsgemisch
zugegeben, das aus 7.32 g Phenetol in 24 ml 85%iger Schwefelsäure bei - 10 C bestand.
Nach weiteren 2 Stunden wurde das Gemisch in Eis abgeschreckt und mit Äther extrahiert. Der
Ätherextrakt ergab bei Abdampfung einen Rückstand, der unter vermindertem Druck destilliert wurde, um
l,l-Bis-(p-äthoxyphenyl)-2-nitro-propan (Verbindung I a) als braunes viskoses öl herzustellen. Kp. 150° C bei
10"4 Torr; Ausbeute 6,2 g. Das Produkt wird wie
folgt charakterisiert:
Molekulargewicht Berechnet Tür C19H23NO4:329;
gefunden: 346 (bestimmt unter Verwendung eines »Mechrolab«-Osmometers und Methyläthylketon
als Lösungsmittel).
Analyse für C19H23NO4:
Berechnet ... C 69,3, H 7,0, N 4,3%;
gefunden .... C 71.2, H 7,2, N 4,3%.
gefunden .... C 71.2, H 7,2, N 4,3%.
^2(9Η, Multiple«; 3,92(4H, Quartet);
iSo, Doublet); 5.13 (IH, Multiplet); 6,98 (8H,
Multiple!).
^Äe^Ab bei 1525 cm"1, die der
NOiorpp ist Keine Aldehydabsorption bei 1690 cm"1 oder OH-Absorption bei
3350 cm"1.
Herstellung von l,l-Bis-(p-äthoxyphenyl)-2-nitro-n-butan
(Verbindung Ib)
Nach dem Verfahren von Beispiel 1 wurde 1-p-Äthoxyphenyl-2-nitro-l-butanolausl5gp-Äthoxybenzaldehyd
und 15 g 1-Nitropropan hergestellt. Das erhaltene öl wurde ohne weitere Reinigung mit 15 g
Phenetol wie oben umgesetzt Das Produkt (Verbindung ib siedete bei 96"CW 4· 10- Tor, Die
Ausbeute betrug 80% der Theorie, und das Produkt wurde wie folgt charakterisiert:
Molekulargewicht:
Berechnet für C20H25NO4: 343;
Gefunden: 343.
NMR Spektrum:
NMR Spektrum:
Λ (ppm) = 0.87 (3H, Triplet); 1.32 (6H. Triplet);
1 70 (2H, Multiplet); 3,92 (4H, Quartet); 4,20 (IH,
Doublet); 4,91 (IH, Multiplet); 6,5 bis 7,25 (8H,
Multiplet);
IR-Spektrum:
Starke Absorption bei 1525 cm '(NO2). Keine
Aldehyd- oder Hydroxylabsorption.
Herstellung von U-Bis-(p-äthoxyphenyl)-2-methyl-2-nitropropan
(Verbindung I c)
a) 45 g 4-Äthoxybenzaldehyd und 54 g 2-Nitropropan wurden in 90 ml trockenem Dimethylsulfoxyd
aufgelöst, und 0,2 ml l,5-Diazabicyclo[4,3,0]non-5-en wurden unter Rühren zugegeben. Das Rühren wurde
16 Stunden fortgesetzt, und dann wurde eine Lösung von 35 g Natrium-metabisulfit in 80 ml Wasser unter
Schütteln zugegeben. Nach 30 Minuten wurde das Gemisch in 21 Wasser eingebracht, und es wurde
weitere 30 Minuten gerührt. Das öl wurde abgetrennt und mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat
getrocknet. Restliches Nitropropan und Dimethylsulfoxyd wurden unter vermindertem Druck entfernt.
Das Produkt, l-(4-Äthoxyphenyl)-2-methyl-2-nitropropanol, wurde aus Petroläther (40 bis 6O0C) umkristallisiert.
Der Schmelzpunkt betrug 74 bis 75° C. Die Ausbeute betrug 50 g.
Analyse für C12H17NO4:
Berechnet ... C 60,2, H 7,2, N 5,9%;
gefunden .... C 60,2, H 7,2, N 5,7%.
gefunden .... C 60,2, H 7,2, N 5,7%.
b) 12g l-(4-Äthoxyphenyl)-2-methyl-2-nitropropanol
wurden in 20 ml Dichlormethan aufgelöst und während 5 Minuten zu einem gerührten Gemisch
von 12,2 g Phenetol, 43,8 g Schwefelsäure und 6,2 g Wasser, das auf -10° C gehalten wurde, zugegeben.
Das Rühren wurde bei dieser Temperatur weitere 25 Minuten fortgesetzt, und dann wurde das Reaktionsgemisch
in 11 Eiswasser eingeschüttet. Das öl wurde abgetrennt, und die wäßrige Schicht wurde
mit Dichlormethan extrahiert. Die Extrakte wurden vereinigt, mit verdünnter Natriumbicarbonatlösung
gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Lösungsmittel und überschüssiges Phenetol
wurden unter vermindertem Druck entfernt, wobei 15,2 g eines Öls erhalten wurden, das sich verfestigte.
Das Produkt wurde aus Äthanol umkristallisiert. Der Schmelzpunkt betrug 70 bis 7 Γ C. Die Ausbeute
war 9,4 g.
Analyse für C20H25NO4:
Berechnet ... C 70,0, H 7,3, N 4,1%;
gefunden .... C 69,6, H 7,4, N 3,9%.
gefunden .... C 69,6, H 7,4, N 3,9%.
Prüfung der Verbindungen auf insektizide Aktivität a) Hausfliege
Das folgende Testverfahren wurde zur Bestimmung der Aktivitäten der Verbindungen I und auch der
Aktivitäten der anderen in Tabelle I aufgeführten Insektizide verwendet.
Hausfliegentests wurden mit einem gegen DDT empfindlichen Standardstamm (WHO/IN/Musca domestica/1)
ausgeführt. Wenn hervorgehoben, dann wurden die Tests mit gegen DDT beständigen Stämmen
(»Turramurra«) ausgeführt. Die Verbindungen wurden in einer Acetonlösung durch eine Mikroinjektionsnadel
auf den Rücken und die Brust von zwei Tage alten weiblichen Fliegen aufgebracht, die von
10
15 Puppen mit einem Durchschnittsgewicht von 2,2 bis
2,5 g/100 Puppen gezüchtet worden waren. Die ausgewachsenen Fliegen wurden mit Wasser und Zucker
gefüttert und bei 26° C und 70% relativer Feuchte gehalten. Die Mortalitäten wurden 48 Stunden nach
der Behandlung gezählt und mit acetonbehandelten Vergleichsfliegen verglichen. Fliegen, die nicht fähig
waren, sich zu bewegen oder normal zu stehen, wurden als tot angesehen. Die LD50-Werte wurden aus einem
Logit-Computer-Programm erhalten, bezogen auf drei Replikate bei 100 Fliegen mit jeder Dosis.
b) Gelbfiebermoskitolarven
Ein für DDT empfindlicher Stamm von Aedes aegypti wurde verwendet. Dieser Stamm wurde mehrere
Jahre außer Kontakt mit Insektiziden in einem Labor gezüchtet. Annähernd 10 bis 25 Larven in der
ersten Erscheinungsform wurden, gemeinsam mit 100 μΐ einer Lösung geeigneter Konzentration der
Verbindung in Aceton, in 10 ml Wasser eingebracht. Die niedrigste Konzentration, angegeben in ppm, im
Wasser, welche eine vollständige Mortalität nach 48 Stunden hervorrief, wurde als LCiOO-Wert genommen.
In Versuchen, bei denen nur Aceton verwendet wurde, gab es keine Mortalität.
Die Resultate für die Tests a) und b) sind in Tabelle II für die Verbindungen Ia und Ib gemeinsam
mit Vergleichszahlen für DDT angegeben.
| Insekt/Stamm | Einheiten | Ia | Ib | lc | DDT |
| M.domestica (für DDT empfindlich) M. domestica (Turramurra) A. aegypti |
LD50 fcg/Inseki) LD50 (Kg/Insekt) LQoo (PPm) |
0,48 0,80 0,15 |
0,55 | 1,01 | 0,26 400 0,15 |
c) BüffelSiege
Die Verbindung Ia wurde auf die Aktivität gegen die Büflelfliege (Lyperosia exigua) getestet.
Die Testtiere bestanden aus einer isolierten Herde von 45 gemischten Rindern, die stark durch die Büffelfliege
(schätzungsweise 2000 bis 3000 Fliegen je Tier) befallen waren. Jedes Tier wurde entlang des Rückens
mit annähernd 140 ml einer Emulsion bespritzt, die aus Wasser und Xylol bestand und die 1% der Verbindung
Ia enthielt Die Emulsion war mit einem
handelsüblichen Natrium-laurylsulfat-EDaulgator stabilisiert.
Nach einem Ablauf von I1Z2 Stunden trug
jedes Rind nur ungefähr 3 Fliegen und höchstens 10 Fliegen. Die Rinder blieben eine Woche nach dem
Bespritzen weitgehend von Fliegen frei. Eine allmähliche Vermehrung der Fliegen wurde am 7. und
9. Tag nach dem Bespritzen beobachtet. Am 9. Tag wurde sie auf 15 bis 20 je Tier geschätzt
Die Standardbehandlung für Büffelfliegen besteht
so gewöhnlich in einem Bespritzen mit 1120 ml Spritzmittel,
das 2% Methoxychlor enthält Es wird angegeben, daß dies einen Schutz für 11 bis 12 Tage ergibt
d) Schafschmeißfliege
Die Verbindung Ia wurde auf ihre Aktivität bei Schafschmeißfliegen (Lucilia cuprina) getestet.
Die Tests wurden unter Verwendung eines gegen Dieldrin empfindlichen Stamms (LBB) and eines gegen
Dieldrin residenten Stamms (TDR) ausgeführt LBS wurde vor der Dieldrinverwendang im freien Feld
eingefengen, während TDR, 1966 eingefangen, lange
Zeit nachdem die Schmeißfliegenbevölkerung dem Dieldrin ausgesetzt worden war. TDR ist reinerbig
für ein Gen im Chromosom 5, welches eine sehr hohe Resistenz gegen Dieldrin verleiht
Die Verbindung Ia wurde in einer Acetonlösung
angewendet. 0,5 MikroUter wurden mit einer Drummond-Mikropipette
auf den Rücken und die Brust von 2 bis 3 Tage alten weiblichen Fliegen aufgebracht
Die erwachsenen Fliegen wurden nur mit Wasser und Zucker gefüttert und bei 25°C und 60 bis 70%
relativer Feuchte gehalten. Die Mortalitäten wurden nach 24 Stunden bestimmt Totkranke Fliegen wurden
als tot angesehen. Die LD50-WeHe, ausgedrückt als
Konzentration, wurden aus einer graphischen Darstellung Probit/log-Dosis unter Verwendung eines
Computer-Programms interpoliert Sie sind in Tabelle Hi in μς umgewandelt
9
In der Tabelle III sind auch Vergleichszahlen für DDT und Dieldrin angegeben.
Schafschmeißfliege gegen Dieldrin empfindlich..
Schafschmeißfliege gegen Dieldrin resistent
Dieldrin
8,5
35,0
0,!7 0,25
0,025
10
<o
Toxizitätstest
Die Verbindung Ia wurde auf akute Säugertoxizität
bei weiblichen Schweizer weißen Mäusen getestet. Die Verbindung wurde intraperitoneal in Olivenöl
(50%ige Lösung) injiziert. Eine Analyse der Mortalitätszahlen ergab LD50 bei 1150 mg/kg Körpergewicht.
Unter den gleichen Testbedingungen war der LD50-Wert
bei der Verbindung Ib 900 mg/kg Körpergewicht.
Claims (1)
- Patentansprüche:t 14-Bis-(p-SÜioxyphenyl)-2-nitro-alkane der allgemeinen Formel SCH3CH2O -\Oy>- CH -^O^- OCH2CH3CH2(DIO
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AU4074568 | 1968-07-17 | ||
| AU40745/68A AU424073B2 (en) | 1968-07-17 | 1968-07-17 | Insecticidal compounds and methods for preparing thesame |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1936495A1 DE1936495A1 (de) | 1970-01-22 |
| DE1936495C true DE1936495C (de) | 1973-03-22 |
Family
ID=
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