DE193268C - - Google Patents

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DE193268C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B9/00Stoves for heating the blast in blast furnaces
    • C21B9/16Cooling or drying the hot-blast

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trocknen von Luft, insbesondere von Gebläseluft für Hochöfen, Bessemerbirnen usw., und bezweckt, eine Verbesserung solcher schon bekannter Verfahren (D. R. P. 133383) anzugeben, welche im wesentlichen darin bestehen, daß man die Luft künstlich bis auf o° abkühlt und dadurch ihre Feuchtigkeit bis auf einen praktisch gleichförmigen Prozentsatz herabdrückt, worauf die getrocknete Luft unter Druck in den Hochofen oder in die Birne übergeleitet wird. Bisher wurde nach diesen bekannten Verfahren entweder die Luft vor ihrer Abkühlung zusammengedrückt oder es wurde die Luft im verdünnten Zustande durch die Kühlkammern geführt. ■ '
Gegenüber diesen bekannten Verfahren stellt die Erfindung ein Verfahren dar, nach dem die Luft durch Kühlkammern geführt wird, welche, wie auch die dazugehörigen Leitungen, solche Gestaltung und Abmessungen besitzen, daß die Luft von ihrem Eintritt in die Kühlkammern bis zum Eintritt in die Gebläsemaschine Atmosphärenspannung besitzt. Die Trocknung der Luft wird somit nach vorliegender Erfindung bei Atmosphärendruck vorgenommen. Der Erfinder hat gefunden, daß sich hierbei wesentliche Vorteile ergeben; denn wenn nach dem ersten der oben erwähnten Verfahren die Luft in zusammengepreßtem Zustande und mit dem in der Gebläsemaschine erzeugten Druck durch die Kühlvorrichtungen geführt wird, so tritt sie in diese mit der durch die Verdichtung erhöhten Temperatur ein. Wenn beispielsweise die Luft bei gewöhnlichem Atmosphärendruck eine Temperatur von 15,5° C. besitzt, so erhöht sich deren Temperatur beim Zusammenpressen auf einen Überdruck von 0,7 bis 0,75 Atmosphären auf etwa 65 ° C. Solche gepreßte Luft von hoher Temperatur hält die Feuchtigkeit viel hartnäckiger zurück als Luft bei Atmosphärendruck von gewöhnlicher Temperatur; letztere erfordert demgemäß zu ihrer Entfeuchtung einen viel geringeren Aufwand an Kühlvorrichtungen und Kühlmaterial. Außerdem streicht die gepreßte Luft viel rascher durch die Kühlräume hindurch, so daß auch aus diesem Grunde, die Feuchtigkeitsabgabe verringert wird.
Erfolgt andererseits die Abkühlung der Luft bei einem unter dem Atmosphärendruck liegenden Druck, so tritt hierbei der Nachteil ein, daß die Leistung der Gebläsemaschine wesentlich dadurch verringert wird, daß die verdünnte Luft zunächst wieder auf Atmosphärendruck gebracht werden muß, ehe sie
weiter verdichtet wird, um dem Hochofen zugeführt zu werden.
Die oben geschilderten Nachteile werden in erfolgreicher Weise bei Ausführung1 des den Gegenstand "der Erfindung bildenden Verfahrens vermieden, bei dem die Luft bis zu ihrem Eintritt in die Gebläsemaschine weder eine: Ausdehnung noch Zusammenpressung erfährt, sondern bei gewöhnlichem Atmo-
ίο Sphärendruck abgekühlt wird.
In den Zeichnungen stellt
Fig. ι eine in Ansicht und teilweisem Schnitt gezeichnete Anlage zur Ausführung des Ver- . fahrens dar.
Fig. 2 ist ein Grundriß der Kühlvorrichtungen, in vergrößertem Maßstabe gezeichnet, wobei eine der Kammern im Schnitt dargestellt ist.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Vbrrichtung, ebenfalls im Schnitt gezeichnet..
Durch das Rohr ι wird die atmosphärische Luft der Kühlvorrichtung zugeführt. Durch dieses außen durch Wasser oder eine andere Flüssigkeit gekühlte Rohr I tritt die Luft in eine große Kammer 2 ein, in welcher Kühlrohre 3 eingesetzt sind. Die Rohre 3 durchziehen die Kammer von oben nach unten und münden in Räume 4 und 5. Das Kühlwasser öder die sonstige Kühlflüssigkeit für die Kammer 2 tritt durch ein Rohr 6 ein,.durchfließt den Raum 4 und die Rohre 3 und tritt zuletzt in das Rohr 7 über. Die Luft, welche unter beständiger Saugwirkung der Gebläsemaschine steht, dehnt sich bei ihrem Eintritt in die Kammer 2 nicht aus. Nach Durchziehen dieser Kammer tritt die Luft in eine zweite Kammer 8 über. Die Kammern 2 und 8 sind von gleicher Bauart und Anordnung; doch wird in letzterer zur Erzielung einer größeren Kühlwirkung" vorzugsweise Ammoniakanhydrid als Kühlmittel benutzt, welches bei seiner Verdunstung eine sehr niedrige Temperatur (etwa —70° C.) erzeugt. Selbstverständlich können auch andere Kühlmittel, wie Kohlensäureanhydrid, verwendet werden. Das Kühlmittel durchfließt die Kammer 8 in derselben Weise wie die Kammer 2 und wird durch Rohre 7 abgeleitet. Die Luft wirq in den Kammern bis unter den Gefrierpunkt des Wassers abgekühlt, so daß sich ihre Feuchtigkeit auf den Rohren 3 niederschlägt und sich am Boden der Kammer ansammelt, um durch geeignete Röhren fortgeführt zu werden. Bei Verwendung von Ammoniakanhydrid, bildet sich durch die von dem sich ausdehnenden Ammoniak erzeugte stärke Kälte Eis auf den Rohren. Es ist daher vorteilhaft, die Kammer 8 doppelt anzuordnen, wie aus Fig. 2 ersichtlich, so daß die eine ■ Kammer zur Luftkühlung gebraucht wird, während das Eis auf den Rohren der zweiten Kammer dazu benutzt wird, das durch diese Rohre zurückgeleitete Ammoniakgas wieder abzukühlen. Zur Regelung des Lufteintritts in die Kammer 8 sind Ventile 9 angeordnet. Desgleichen können auch in dem Abflußrohr 10 Ventile eingesetzt sein.
Zur Verhütung des Mitfortreißens der niedergeschlagenen Feuchtigkeit durch die gekühlte Luft empfiehlt sich die Anordnung einer Kammer 11 mit einer Anzahl eingesetzter schräger . Roste oder Gitter 12. Die Gitter 12 fangen die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit oder Wassermenge ab, welche dann durch geeignete Ableitungsröhren weggeführt wird.. Aus der Kammer 11 gelangt die Luft nach der Gebläsemaschine, von wo sie durch Rohre 13 nach den Winderhitzern und dem Hochofen oder durch ein Rohr 15 nach der Bessemerbirne übergeführt wird.
Es wird noch bemerkt, daß durch das vorliegende Verfahren außer den oben genannten Vorteilen noch der Vorteil erzielt wird, daß die Kühlkammern jederzeit, ohne den Betrieb unterbrechen zu müssen, zwecks Vornahme irgendwelcher Ausbesserungen oder Beaufsichtigungen der eigentlichen Kühlvorrichtung geöffnet werden können, was bei den bisher bekannten Kühlanlagen infolge des Über- oder Unterdrucks in den Kühlkammern nicht möglieh ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Trocknen von Luft für hüttentechnische oder andere Zwecke durch Abkühlung vor dem Eintritt in die Gebläsevorrichtung nach D. R. P. 133383, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft bei Atmosphärendruck durch die Kühlkammern geführt wird. '
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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