DE192206C - - Google Patents

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DE192206C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D1/00Garments
    • A41D1/22Clothing specially adapted for women, not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Professional, Industrial, Or Sporting Protective Garments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
- JVi 192206 -KLASSE 3 b. GRUPPE
Kleid für Pflegerinnen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. März 1907 ab.
Fast alle Krankheiten werden durch Bazillen übertragen; diese, sowie Reste von ekelerregenden Krankheitserzeugnissen bleiben an den Kleidern der Krankenpflegerin hängen und schädigen durch ihre Übertragung Kranke und Gesunde.
Um die Gefahr dieser Bazillenübertragung zu vermeiden, wird bisher die sog. Ärmelschürze von den Pflegerinnen angewendet,
ίο welche über dem gewöhnlichen Kleid getragen wird. Diese übergestreifte Ärmelschürze hat jedoch den sehr wesentlichen Nachteil, daß sie die Kleidung der Pflegerin noch schwerer und wärmer macht, trotzdem gerade zu der anstrengenden und erhitzenden Arbeit der Krankenpflege und der Operationsbeihilfe im Gegenteil die Kleidun-g leichter sein müßte. Die vorliegende Erfindung stellt ein Pflegekleid dar, welches diesen Nachteil dadurch beseitigt, daß sein Oberstoff auswechselbar ist. Nicht über, sondern anstatt der oberen Stoffschicht des Kleides wird eine Art Ärmelschürze getragen, was durch eine neuartige Ausbildung des gesamten Kleides ermöglicht wird.
Das neue Pflegekleid besteht aus zwei für sich abgeschlossenen Kleidungsstücken, nämlich dem Unterkleid und dem Oberkleid. Das erstere entspricht dem gewöhnlichen Kleiderfutter und das andere dem Oberstoff eines Kleides; Futter und Oberstoff sind also gewissermaßen als zwei voneinander trennbare Teile gearbeitet. Dabei ist das Unterkleid eng anschließend, das Oberkleid dagegen wird lose übergeworfen. Es ist blusenartig gearbeitet und wird in der Hauptsache nur durch einen Gürtel zusammengehalten. Hierdurch wird es ermöglicht, besonders aber durch einen sicheren festen Verschluß des eng anschließenden Unterkleides, daß die Auswechselung des Oberkleides, also der oberen Stoffschicht, welche mit dem Schmutz und den Krankheitserregern behaftet ist, außerordentlich schnell vor sich geht, ohne daß dadurch die Lage des Unterkleides irgendwie beeinträchtigt würde.
Natürlich ist das Unterkleid so eingerichtet, daß seine Bloßlegung während des Oberstoffwechsels sehr gut im Krankenzimmer, im Operationssaal ο. dgl. in Gegenwart der Ärzte, der Patienten usw. vorgenommen werden kann. Die Pflegerin ist gezwungen, stets das Überkleid zu tragen, da das Unterkleid nur aus Futterstoff besteht, wogegen sie eine gewöhnliche Ärmelschürze sehr wohl fortlassen kann, da unter dieser ja ein vollständiges Oberkleid liegt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des neuen Pflegekleides dargestellt, und zwar in Fig. 1 der obere Teil des Unterkleides, in Fig. 2 und 3 das ganze Unterkleid von vorn und hinten gesehen und in Fig. 4 und 5 das Oberkleid von vorn und hinten gesehen.
Das Unterkleid besteht. aus der Taille 1 und dem Rock 2. Die Taille hat ein sehr festes Futter 3 bis zur Brusthöhe und ist fest und sorgfältig dem Körper angepaßt, jedoch ohne zu drücken. Diese Taille ersetzt vollständig das Korsett sowohl als jede Art von Büstenhalter, Leibchen, Taillenschoner o. dgl.
Der Rock 2 ist fußfrei und ersetzt den sog. Unterrock. Taille und Rock sind aneinandergenäht, und zwar liegt die Verbindungsnaht zweckmäßig etwas unterhalb der Körpertaille, damit das Oberkleid besser sitzt. Entsprechend dem festen Anschluß der Futtertaille an den Körper ist die Taille dicht mit Knöpfen besetzt, so daß eine feste Eii> knüpfung des Oberkörpers erfolgt. Hierdurch aber wird der große Vorteil erzielt, daß der ganze Oberkörper die Röcke trägt und nicht, wie bei dem sog. Reformkleid, nur die Schultern.
In diesem Unterkleid ist die Schwester so vollständig angezogen, daß sie das Oberkleid auch in Gegenwart der Ärzte und Patienten jederzeit wechseln kann. Das Unterkleid hat zwei Taschen und sind Chemisett, Stehkragen, Brosche, Kreuz, Uhr, Zwicker usw. an ihm befestigt. Alles dies wird vom Wechsel des Oberkleides gar nicht berührt, sondern bleibt fest an dem Unterkleide und kann sich deshalb dieser Wechsel außerordentlich schnell vollziehen.
Das Unterkleid ist waschbar, vermeidet also die Unsauberkeit des bisherigen Korsetts, des sog. oberen Unterrocks und der Taschen der wollenen Kleider. Rechts und links kann innen noch eine kleine Stoffpatte angebracht sein, an welcher die Beinkleider, Röckchen, Strumpfhalter usw. angeknöpft werden können. Die Ärmel sind am besten halblang, damit die Schwester nur die Oberkleidärmel aufzuschlagen braucht, wenn sie mit bloßen Armen arbeiten muß.
Die Fig. 1 zeigt die Taille 1 ein Stück vom Rock 2 abgetrennt, damit das Futter 3 und überhaupt der Schnitt des ganzen Unterkleides besser veranschaulicht wird. Der Verschluß der Taille wird durch Knöpfe 4, Haken o. dgl. hergestellt, welche in dichter Aneinanderreihung vorn an der Taille angebracht sind, damit der Verschluß sehr sicher ist gegen selbsttätiges Lösen. Ebenso ist der Rock nur kurz geschlitzt und dieser Schlitz ebenfalls mit sicheren Verschlüssen versehen. In den Fig. 2 und 3 ist durch eine Pfeillinie der Fußboden unter den Kleidern 1-2 angedeutet, so daß ersichtlich ist, daß diese Unterkleider fuß frei sind. Ebenso ist über der Verbindungsnaht zwischen Taille und Rock eine Pfeillinie gezeichnet, welche die Körpertaille andeutet, da die Verbindungsnaht unterhalb der Körpertaille liegt. Dieses Unterkleid enthält, wie die Zeichnung ebenfalls zeigt, die Taschen, welche sonst allgemein im Oberkleid angebracht sind, ferner die besonderen Abzeichen der Schwester, wie Kreuz, Brosche usw.0 An dieser gesamten Kleidung wird nichts geändert, wenn das Oberkleid ausgewechselt wird.
Das Oberkleid (Fig. 4 und 5) ist ungefüttert. Es liegen mit dem Unter- und Oberkleid zusammen also nicht mehr Stoffschichten auf dem Körper als bei der bisherigen Kleidung. In Schulter und Armen hat die bisherige Kleidung zwei Stoffschichten, nämlich den Futter- und Oberstoff; beide entsprechen dem Unter- und Oberkleid der Erfindung. Am unteren Teil der Taille hat die bisherige Kleidung drei Stofflagen, nämlich das Korsett, den Futter- und den Oberstoff des Kleides. Nach der Erfindung sind genau entsprechend vorhanden der Futter- und Oberstoff des Unterkleides und das Oberkleid; da das Oberkleid leicht auswechselbar sein soll, so ist es vorn in der Taille offen, und zwar braucht dieser Vorderschluß — außer oben am Kragen — nicht noch mit Knöpfen o. dgl. versehen zu sein. Der Rock ist mit Schlitzen 6 und 7 versehen, von welchen der eine bis zur Taille durchgeht und die Verengung bzw. den engen Anschluß des Rockes an die Körpertaille, sowie gleichzeitig den Durchgriff in eine der Unterkleidtaschen ermöglicht. Der andere Schlitz dient nur zum Durchgriff in die entsprechende Unterkleidtasche. Ein Gürtel 5 hält in der Körpertaille das Oberkleid, leicht blusenartig gerafft,- zusammen. Durch punktierte Linien ist angedeutet, in welcher Höhe die Unterkleidtaille liegt, ebenso die unteren Säume der kurzen Ärmel und des kurzen Rockes des Unterkleides. Es ist noch zweckmäßig, an den Unterärmeln des Oberkleides Knopflöcher o.dgl. 8 anzubringen, womit die Ärmel des Oberkleides 8 unter Zuhilfenahme des Knopfes 9 o. dgl. aufgeschlagen festgehalten werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Kleid für Pflegerinnen, dadurch gekennzeichnet, daß sein Unter- und Oberstoff zu zwei voneinander getrennten vollständigen Kleidungsstücken ausgebildet ist, so daß man den Oberstoff, an dem die Krankheitserreger usw. am meisten haften bleiben, leicht und schnell auswechseln kann, ohne den Sitz des Unterkleides zu verändern und ohne die Kleidung der Pflegeschwester schwerer und wärmer zu· machen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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