DE191760C - - Google Patents

Info

Publication number
DE191760C
DE191760C DENDAT191760D DE191760DA DE191760C DE 191760 C DE191760 C DE 191760C DE NDAT191760 D DENDAT191760 D DE NDAT191760D DE 191760D A DE191760D A DE 191760DA DE 191760 C DE191760 C DE 191760C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shot
shaft
disc
fired
disks
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT191760D
Other languages
English (en)
Publication of DE191760C publication Critical patent/DE191760C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/64Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
.ι«
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 191760 KLASSE 42 o. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zur Bestimmung der Anfangsgeschwindigkeit abgefeuerter Geschosse, die sich vor allem durch die große Einfachheit ihrer Bauart auszeichnet.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand, und zwar zeigt
Fig. ι eine solche Vorrichtung für die Bestimmung eines Kugelschusses, und
ίο Fig. 2 eine solche für die Bestimmung eines Schrotschusses.
Auf einer Welle i, die in geeigneter Weise in Lagern 2 ruht, sind in bestimmtem Abstand von einander zwei Pappscheiben 3 und 4 leicht auswechselbar, beispielsweise nach Art der Schmirgelscheibenbefestigung, angebracht. Die Welle 1 steht mit einem hiernach beschriebenen Handantrieb oder irgend einer anderen , Antriebsquelle in Verbindung, um dieselbe in bestimmte, schnelle Umdrehung zu versetzen.
Feuert man nun vor der Scheibe 3 parallel zu der Welle einen Schuß ab, während die Scheiben rotieren, so erhält man auf diesen zwei Schußlöcher 5 und 6, welche einen bestimmten Verdrehungswinkel aufweisen, der leicht mittels eines zu diesem Zwecke konstruierten Anlegewinkels gemessen werden kann.
Aus dem Abstande der beiden Scheiben, der Umdrehungszahl der Welle und dem erhaltenen Verdrehungswinkel kann man nun leicht die Geschwindigkeit des Geschosses berechnen.
Damit das Geschoß beim Durchschlagen der ersten Scheibe 3. keine Ablenkung aus der Flugbahn oder Verzögerung seiner Geschwindigkeit erfährt, darf das zu durchbohrende Material keinen erheblichen Widerstand bieten. Deshalb, wird die erste Scheibe 3 vorteilhaft mit Öffnungen 7 versehen, die mit dünnem Papier, am besten Seidenpapier, überklebt werden. Sollte nun einmal ein Schuß anstatt des Seidenpapieres die zwischen den Öffnungen 7 befindliche Pappe durchschlagen, so wird einfach eine nochmalige Schußprobe vorgenommen. Die hintere Scheibe 4 bedarf selbstverständlich dieser Vorrichtung nicht.
Um die Vorrichtung auch zur Bestimmung der Anfangsgeschwindigkeit von Schrot-Schüssen verwenden zu können, müssen beide Scheiben mit einer Schutzvorrichtung 8 versehen werden, die bezweckt, daß von dem ganzen Schrotschuß nur einige Körner aus der Mitte des Streukreises durchgelassen werden. Diese Schutzvorrichtung besteht aus einer, mit Eisen hinterkleideten Holzplatte, in der sich ein rundes oder besser sektorförmiges Loch 9 befindet. Diese sogenannten Schrotblenden werden dicht vor den Scheiben so aufgestellt, daß die Löcher 9 genau senkrecht über der Welle des Apparates stehen. Wird nun vor der Scheibe 3 ein Schrotschuß abgegeben, so können nur solche Schrote die zweite Scheibe 4 durchschlagen, welche parallel zur Welle geflogen sind. Man kann alsdann, genau wie bei einem Kugelschuß, den Verdrehungswinkel und daraus die Geschwindigkeit der Schrote bestimmen.
. Die Schrotblenden können auch noch einem anderen Zwecke dienen, nämlich als Hilfs-
70
mittel bei der Bestimmung der Geschwindigkeit eines Geschosses (selbstverständlich eines Kugelschusses) auf größere Entfernungen. Will man beispielsweise die Geschwindigkeit eines Infanteriegeschosses auf 300 m bestimmen, so stellt man den Apparat in dieser Entfernung so auf, daß die beiden Löcher 9 in den Schrotblenden vom Schützen aus gesehen in einer Linie liegen. Das Loch in der ersten Schrotblende wird in seiner Lage durch eine entsprechend aufgeklebte weiße Scheibe mit rundem Schwarz besser sichtbar gemacht. Darauf wird so lange auf die Scheibe geschossen, bis eine Kugel durch die beiden Löcher 9 in den Schrotblenden •gegangen ist.
Alle Schüsse, sowohl mit der Kugel wie mit Schrot, werden so abgegeben, daß die Geschosse die Scheiben senkrecht über der Welle treffen, und zwar deshalb, damit man von der Höhenstreuung der Gewehre unabhängig wird; denn dadurch, daß ein Geschoß hoch oder tief in die Scheibe einschlägt, ändert sich an dem Verdrehungswinkel nichts, wenn eben nur die Einschlagsstelle senkrecht· über der Welle war.
Auf ganz einfache Weise- kann man sich auch von der Breitenstreuung einer Büchse (selbstverständlich sind hier nur Kugelschüsse gemeint) unabhängig machen, so daß man dann mathematisch genaue Resultate erhält. Um dies zu erreichen, wird vor der zweiten Scheibe 4 die Schrotblende 8 angebracht, das Loch in derselben mit Papier überklebt und auf diesem die Senkrechte zur Welle des Apparates aufgezeichnet. Darauf wird die Büchse auf den Strich gerichtet, die Welle in Rotation versetzt und der Schuß abgegeben. Sollte nun das Kugelloch nicht genau auf dem Strich sitzen, so geht man um das Stück, um welches das Loch nach rechts oder links von dem Strich abweicht, auch von dem Kugelloch in der zweiten Scheibe nach rechts oder links. Auf diese Weise erhält man alsdann ganz genau den wahren Verdrehungswinkel.
Sehr wesentlich für die Genauigkeit ist ferner, daß die wirkliche Anzahl der Umdrehungen genau gleich der gewünschten ist.
Nun geben aber die gebräuchlichen Tachymeter und Gyrometer keine ganz genauen Angaben. Aus diesem Grund wird vorteilhaft der in folgendem beschriebene Handantrieb für den Apparat benutzt.
Eine Zahnrad- oder Riemenwellenübertragung hat eine solche Übersetzung, daß beim einmaligen Umdrehen einer Kurbel sich die Scheiben beispielsweise genau fünfzigmal herumdrehen. Die Umdrehungszahl der Scheiben ist dann genau 50 Sekunden, wenn zum Umdrehen der Kurbel genau 1 Sekunde gebraucht wird. Um dies zu bewerkstelligen, diene folgende einfache Vorrichtung: An der hier nicht gezeichneten Kurbelwelle sind zwei Vorsprünge angebracht, über welche eine Schnappfeder gleitet, so daß nach einer halben Umdrehung jedesmal das Schnappen der Feder zu hören ist. Dieses nach jeder halben Sekunde zu hörende Schnappen muß mit dem Ticken eines Halbsekundenpendels, das in der Nähe aufgestellt wird, in Einklang gebracht werden. Erst wenn dies genau zusammenklappt, wird der Schuß abgegeben.

Claims (3)

Pate nt-An Sprüche:
1. Vorrichtung zur Bestimmung der Anfangsgeschwindigkeit abgefeuerter Geschosse, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Welle (1), die z. B. mittels Handantriebs in bestimmte, schnelle Drehung versetzt wird, zwei Pappscheiben (3, 4) in bestimmtem Abstand voneinander auswechselbar angebracht sind, welche das abgefeuerte Geschoß durchbohrt, so daß mit Hilfe des Verdrehungswinkels der beiden Durchschlagslöcher in den Scheiben die Anfangsgeschwindigkeit berechnet werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Scheibe (3) zwecks Verminderung des Durchschlagswiderstandes mit Löchern versehen ist, die mit dünnem Seidenpapier überklebt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch-1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor jeder Scheibe in geeigneter Weise je eine abnehmbare Schutzplatte (8) angebracht wird, welche genau senkrecht über der Welle (1) ein Loch (9) enthält, zum Zwecke, auch Schrotschüsse auf ihre Anfangsgeschwindigkeit berechnen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT191760D Active DE191760C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE191760C true DE191760C (de)

Family

ID=455139

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT191760D Active DE191760C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE191760C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE191760C (de)
DE2841059C2 (de)
DE453015C (de) Geschicklichkeitsspiel mit vor einer umlaufenden Scheibe festgelegter Schussvorrichtung
AT299756B (de) Zielscheibe zum selbsttätigen Anzeigen der Einschußstelle eines Geschosses
DE4106040A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum bestimmen der geschwindigkeit und des treffpunktes von geschossen
DE2346588C2 (de) Vorrichtung zur Markierung und Sichtbarmachung von Geschoßeinschlägen
DE364623C (de) Einrichtung zum Ermitteln der Schussentfernungen und der Brennlaengen fuer die Bekaempfung bewegter Ziele
DE102011115012A1 (de) Zielscheibenanordnung
DE293564C (de)
DE548720C (de) Kugellager fuer empfindliche Mechanismen, z. B. die Anzeigevorrichtungen von Waagen
DE562445C (de) Einrichtung zum Bestimmen der Geschossgeschwindigkeit in Schusswaffen
DE306656C (de)
DE459226C (de) Geschwindigkeitsmesser mit umlaufender Trommel und darin sich bildendem Fluessigkeitsring
AT147950B (de) Visierverfahren nebst Vorrichtung zu seiner Ausführung.
DE225531C (de)
DE521178C (de) Einrichtung an Geschuetzen fuer das UEbungsschiessen
DE424524C (de) Verfahren zur Beurteilung der Leistung von Schrotflinten auf bewegliche Ziele
DE2328687C3 (de) Einrichtung zur Schrotschußanzeige bei beweglichen Zielen
DE344101C (de) Umlaufendes Schlagwerk
DE747459C (de) Verfahren zur Zielfehlerermittlung bei Schiessuebungen gegen bewegte Ziele, insbesondere Luftfahrzeuge
DE624820C (de) Bewegliche Schiessscheibe
DE664146C (de) Schiessspiel mit beweglichem Ziele
DE655877C (de) Schiessvorrichtung
DE405624C (de) Schiessscheibe mit selbsttaetiger Zeigervorrichtung
DE599722C (de) Visier fuer Handfeuerwaffen