DE191760C - - Google Patents
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- DE191760C DE191760C DENDAT191760D DE191760DA DE191760C DE 191760 C DE191760 C DE 191760C DE NDAT191760 D DENDAT191760 D DE NDAT191760D DE 191760D A DE191760D A DE 191760DA DE 191760 C DE191760 C DE 191760C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/64—Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
.ι«
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 191760 KLASSE 42 o. GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zur Bestimmung der Anfangsgeschwindigkeit abgefeuerter Geschosse, die sich vor allem
durch die große Einfachheit ihrer Bauart auszeichnet.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand,
und zwar zeigt
Fig. ι eine solche Vorrichtung für die Bestimmung
eines Kugelschusses, und
ίο Fig. 2 eine solche für die Bestimmung eines Schrotschusses.
Auf einer Welle i, die in geeigneter Weise in Lagern 2 ruht, sind in bestimmtem Abstand
von einander zwei Pappscheiben 3 und 4 leicht auswechselbar, beispielsweise nach Art
der Schmirgelscheibenbefestigung, angebracht. Die Welle 1 steht mit einem hiernach beschriebenen
Handantrieb oder irgend einer anderen , Antriebsquelle in Verbindung, um
dieselbe in bestimmte, schnelle Umdrehung zu versetzen.
Feuert man nun vor der Scheibe 3 parallel zu der Welle einen Schuß ab, während die
Scheiben rotieren, so erhält man auf diesen zwei Schußlöcher 5 und 6, welche einen bestimmten
Verdrehungswinkel aufweisen, der leicht mittels eines zu diesem Zwecke konstruierten
Anlegewinkels gemessen werden kann.
Aus dem Abstande der beiden Scheiben, der Umdrehungszahl der Welle und dem erhaltenen
Verdrehungswinkel kann man nun leicht die Geschwindigkeit des Geschosses berechnen.
Damit das Geschoß beim Durchschlagen der ersten Scheibe 3. keine Ablenkung aus der
Flugbahn oder Verzögerung seiner Geschwindigkeit erfährt, darf das zu durchbohrende
Material keinen erheblichen Widerstand bieten. Deshalb, wird die erste Scheibe 3
vorteilhaft mit Öffnungen 7 versehen, die mit dünnem Papier, am besten Seidenpapier, überklebt
werden. Sollte nun einmal ein Schuß anstatt des Seidenpapieres die zwischen den
Öffnungen 7 befindliche Pappe durchschlagen, so wird einfach eine nochmalige Schußprobe
vorgenommen. Die hintere Scheibe 4 bedarf selbstverständlich dieser Vorrichtung nicht.
Um die Vorrichtung auch zur Bestimmung der Anfangsgeschwindigkeit von Schrot-Schüssen
verwenden zu können, müssen beide Scheiben mit einer Schutzvorrichtung 8 versehen
werden, die bezweckt, daß von dem ganzen Schrotschuß nur einige Körner aus der Mitte des Streukreises durchgelassen
werden. Diese Schutzvorrichtung besteht aus einer, mit Eisen hinterkleideten Holzplatte,
in der sich ein rundes oder besser sektorförmiges Loch 9 befindet. Diese sogenannten
Schrotblenden werden dicht vor den Scheiben so aufgestellt, daß die Löcher 9 genau senkrecht über der Welle des Apparates
stehen. Wird nun vor der Scheibe 3 ein Schrotschuß abgegeben, so können nur
solche Schrote die zweite Scheibe 4 durchschlagen, welche parallel zur Welle geflogen
sind. Man kann alsdann, genau wie bei einem Kugelschuß, den Verdrehungswinkel
und daraus die Geschwindigkeit der Schrote bestimmen.
. Die Schrotblenden können auch noch einem anderen Zwecke dienen, nämlich als Hilfs-
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mittel bei der Bestimmung der Geschwindigkeit eines Geschosses (selbstverständlich eines
Kugelschusses) auf größere Entfernungen. Will man beispielsweise die Geschwindigkeit
eines Infanteriegeschosses auf 300 m bestimmen, so stellt man den Apparat in dieser
Entfernung so auf, daß die beiden Löcher 9 in den Schrotblenden vom Schützen aus gesehen
in einer Linie liegen. Das Loch in der ersten Schrotblende wird in seiner Lage durch eine entsprechend aufgeklebte weiße
Scheibe mit rundem Schwarz besser sichtbar gemacht. Darauf wird so lange auf die
Scheibe geschossen, bis eine Kugel durch die beiden Löcher 9 in den Schrotblenden
•gegangen ist.
Alle Schüsse, sowohl mit der Kugel wie mit Schrot, werden so abgegeben, daß die
Geschosse die Scheiben senkrecht über der Welle treffen, und zwar deshalb, damit man
von der Höhenstreuung der Gewehre unabhängig wird; denn dadurch, daß ein Geschoß
hoch oder tief in die Scheibe einschlägt, ändert sich an dem Verdrehungswinkel nichts,
wenn eben nur die Einschlagsstelle senkrecht· über der Welle war.
Auf ganz einfache Weise- kann man sich auch von der Breitenstreuung einer Büchse
(selbstverständlich sind hier nur Kugelschüsse gemeint) unabhängig machen, so daß man
dann mathematisch genaue Resultate erhält. Um dies zu erreichen, wird vor der zweiten
Scheibe 4 die Schrotblende 8 angebracht, das Loch in derselben mit Papier überklebt und
auf diesem die Senkrechte zur Welle des Apparates aufgezeichnet. Darauf wird die
Büchse auf den Strich gerichtet, die Welle in Rotation versetzt und der Schuß abgegeben.
Sollte nun das Kugelloch nicht genau auf dem Strich sitzen, so geht man um das Stück, um welches das Loch nach rechts
oder links von dem Strich abweicht, auch von dem Kugelloch in der zweiten Scheibe
nach rechts oder links. Auf diese Weise erhält man alsdann ganz genau den wahren
Verdrehungswinkel.
Sehr wesentlich für die Genauigkeit ist ferner, daß die wirkliche Anzahl der Umdrehungen
genau gleich der gewünschten ist.
Nun geben aber die gebräuchlichen Tachymeter und Gyrometer keine ganz genauen
Angaben. Aus diesem Grund wird vorteilhaft der in folgendem beschriebene Handantrieb für den Apparat benutzt.
Eine Zahnrad- oder Riemenwellenübertragung hat eine solche Übersetzung, daß
beim einmaligen Umdrehen einer Kurbel sich die Scheiben beispielsweise genau fünfzigmal
herumdrehen. Die Umdrehungszahl der Scheiben ist dann genau 50 Sekunden, wenn zum Umdrehen der Kurbel genau 1 Sekunde
gebraucht wird. Um dies zu bewerkstelligen, diene folgende einfache Vorrichtung: An der
hier nicht gezeichneten Kurbelwelle sind zwei Vorsprünge angebracht, über welche
eine Schnappfeder gleitet, so daß nach einer halben Umdrehung jedesmal das Schnappen
der Feder zu hören ist. Dieses nach jeder halben Sekunde zu hörende Schnappen muß
mit dem Ticken eines Halbsekundenpendels, das in der Nähe aufgestellt wird, in Einklang
gebracht werden. Erst wenn dies genau zusammenklappt, wird der Schuß abgegeben.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Bestimmung der Anfangsgeschwindigkeit abgefeuerter Geschosse,
dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Welle (1), die z. B. mittels Handantriebs
in bestimmte, schnelle Drehung versetzt wird, zwei Pappscheiben (3, 4) in bestimmtem Abstand voneinander auswechselbar
angebracht sind, welche das abgefeuerte Geschoß durchbohrt, so daß mit Hilfe des Verdrehungswinkels der
beiden Durchschlagslöcher in den Scheiben die Anfangsgeschwindigkeit berechnet werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste
Scheibe (3) zwecks Verminderung des Durchschlagswiderstandes mit Löchern versehen ist, die mit dünnem Seidenpapier
überklebt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch-1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor jeder
Scheibe in geeigneter Weise je eine abnehmbare Schutzplatte (8) angebracht wird,
welche genau senkrecht über der Welle (1) ein Loch (9) enthält, zum Zwecke, auch
Schrotschüsse auf ihre Anfangsgeschwindigkeit berechnen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE191760C true DE191760C (de) |
Family
ID=455139
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT191760D Active DE191760C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE191760C (de) |
-
0
- DE DENDAT191760D patent/DE191760C/de active Active
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