DE1908503C - Verfahren zur Entzinnung von verzinntem Eisenblech - Google Patents

Verfahren zur Entzinnung von verzinntem Eisenblech

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DE1908503C
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Germany
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Erich Dipl.-Chem. Dr. 4300 Essen Ruf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
TH Goldschmidt AG
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entzin- schüssiger Mengen Natronlauge und Natriumchlorit «"»? y°- ^w^m Eisenblech (Weißblech) mit die Entzinnung mit nur einer Entzinnungslösung
Hilfe von Natronlauge in Gegenwart eines Oxydationsmittels,
• Neben der Verarbeitung von Zinnerzen spielt für die Herstellung des Metalls die Wiedergewinnung des Zinns aus Abfällen von verzinntem Eisenblech eine wichtige Rolle.
Für die Wiedergewinnung des Zinns aus Weißdurchzuführen. Hierbei wird bereits — dank der wirkungsvollen Entzinnung in Gegenwart von Natriumchlorit — eine weitgehende Entzinnung des verzinnten Eisenbleches durchgeführt.
Da bei dem erfindungsgemäßen Ve fahren geringe Laugenkonzentrationen gewählt werden können, können entsprechend der relativ guten Löslichkeit vonZinn
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blech sind bis heute im wesentlichen drei technische io in verdünnter Natronlauge relativ große Zinnmengen Vrfh bkd d d
Verfahren bekanntgeworden:
a) das ChJorentzinnungsverfahren,
b) das elektrolytische Verfahren in alkalischem Medium und
c) das Ablösen des Zinns mit Hilfe von Natronlauge in Gegenwart eines geeigneten Oxydationsmittels und anschließende elektrolytische Abscheidung des Zinns.
abgelöst warden — insbesondere dann, wenn entsprechend dem Verbrauch für eine laufende Aufrechterhaltung der Natronlauge- und Natriumcblorit-Konzentrationen Sorge getragen wird. Allerdings sollte die Konzentration an Natronlauge immer so gewählt werden, daß überschüssige Mengen gegenüber der für die Komplexbildung des Zinns als Natriumhydroxostannat erforderlichen Laugenkonzentration vorliegen.
Da die Entzinnung von verzinntem Eisenblech mit Natronlauge in Gegenwart von Natriumchlorit besonders wirkungsvoll ist, kann der Entzinnung bei gleichen Arbeits- und Konzentrationsbedingungen in kürzeren Zeiten als mit bisher eingesetzten Oxydations
Für das Ablösen des Zinns mit HiUe, von Natron- ao lauge in Gegenwart eines Oxydationsmittels — dieses Verfahren bietet sich namentlich bei relativ hohen Weißblecbdurchsatzmengen an — sind als Oxydationsmittel verschiedene Verbindungen, wie z.B.
Alkallnitrite, Alkalinitrate, Alkalihypochlorite, Alkali- aj mitteln durchgeführt werden, thiosulfate, Alkalipolysulfide, bekanntgeworden. Lackiertes Weißblech sollte zweckmäßigerweise
Bei der Einwirkung von Natronlauge auf Weiß- vor der Entzinnung mit Natriumchlorit enthaltender blech in Gegenwart eines der eben genannten Oxy- Natronlauge in an sich bekannter Weise entlackt werdationsmittel wird im wesentlichen lediglich das Zinn den, damit die natriumchlorithaltige Natronlauge abgelöst, das auf galvanischem bzw. feuerverzinntem 30 voll wirksam werden kann.
Wege als Auflage auf das Eisen zuvor beim Verzin- Es empfiehlt sich, entweder das zu entzinnende
nen aufgebracht wurde — nicht aber Zinn, das ge- Weißblech in einem geeigneten Gefäß während der gebenenfalls in Form einer Eisenzinnlegierung vor- Entzinnung in Drehbewegung zu versetzen oder aber liegt. die Laugenflüssigkeit zu rühren bzw. umzupumpen.
Es wurde gefunden, daß man Zinn von verzinntem 3s Hierdurch wird eine innige Berührung der Entzin-Eisenblech in besonders wirkungsvoller und schneller nungslauge mit dem Weißblech sichergestellt; gege-Weise durch oxydationsmittelhaltige Natronlauge benenfalls kann auch noch zusätzlich Luft durch die dann ablösen kann, wenn man als Oxydationsmittel Lauge unterhalb des zu entsinnenden Weißbleches Natriumchlorit verwendet. durchgeleitet werden.
Beim Ablösen des Zinns mit Natronlauge in Ge- 40 Da bei der Entzinnung von Weißblech mit natrium· genwart von Natriumchlorit wird bei Vorliegen min- chlorithaltiger Natronlauge Natriumchlorid als Redestens äquimolarer Mengen Natriumchlorit Zinn duktionsprodukt anfallt, empfiehlt es sich, das in der vom nullwertigen Zustand über die zweiwertige zur Lauge enthaltene Zinn durch einen nachgeschalteten vierwertigen Stufe aufoxydiert, während Natrium- Fällungsprozeß in Form von Zinnsäure bzw. Zinnchlorit hierbei zu Natriumchlorid (NaCI) reduziert 43 oxidhydrat abzuscheiden. Die abgeschiedene Zinnwird. Dabei bildet sich ein löslicher Natriumhydroxo- päure kann nach dem Waschen und Lösen in Natron-
stannatkomplex, während Eisen hierbei nicht angegriffen wird und nach der Entzinnung als sogenanntes »Schwarzbletii« der Stahlindustrie als wertvoller Schrott zugeführt werden kann. Dabei ist von besonderer Bedeutung! dal) bei Verwendung von Natriumchlorit als OxydaÜOQimlttel der Restzinngehalt des Schwarzbleches niedrig ist
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auge entweder im Hinblick auf eine Metallgewinnung η Form der hierbei anfallenden Stannatlösung einer Elektrolyse unterworfen oder im Hinblick auf die Gevinnung von festem Natriumstannat als Natriumtannatlöfung für die Gewinnung dieses festen Prohiktes eingesetzt werden.
Prinzipiell können die bei dei Entzinnung von VeiflWech mit natriumcnloflthaltJief Natronlauge ittUÜendenUugen iwh uflflüttelbar der Elektrolyse «geflJhrt werden, jedoch muB hierbei durch die ta· afnedittr erfolgende anodische Bildung: von Chlor j nach Temperatur durch unmittelbare Folge-
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Im illgiffleineo genügt ei, bei Anwendung über- Hllre von Natronlauge in Gegenwart von Natrium
1 908 50;
chlorit — im Vergleich zu einigen bisher bekannten Oxydationsmitteln — soll an Hand nachstehender Beispiele näher erläutert werden.
Beispiel 1
In eine zylindrische Eisenlochtiommel (etwa 700 cm* Inhalt), die in einer Eisenwanne; von etwa 41 Inhalt drehbar angebracht ist, werden etwa 150 g verzinntes Eisenblech mit 0,79Vo Sn gegeben. (Das Verhältnis Lochfläche zu Metallfläche der zylindrischen Eisentrommel beträgt 1:6,8.)
Die Lagerung der Eisenlochtitommel ist so gehalten, daß etwa zwei Drittel der Fläche beim Drehen der Kugel (4,5 U/min) in die in der Eisenwanne befindliche Lauge (etwa 3200 ml) eintauchen.
Die Lauge, die 3 g NaOH/1 'und 0,32 g NaClOj/1 enthält, wird bei Drehung der mit Weißblech gefüllten Eisenlochtrommel auf etwa 80° C erwärmt Nach etwa 20 Minuten Entzinnungszeit bei einer Laugentemperatur von 80° C ist die Enlzinnung beendet.
Das hierbei entzinnte Eisenblech (Schwarzblech) weist einen Restzinngehalt von 0,012Vo Sn auf.
Vergleichsversuche
a) In der in: Beispiel 1 genannten Apparatur werden 150 g Weißblech mit 0,79 V. Sn innerhalb 20 Minuten bei 80° C mit einet Lauge, die 3 g NaOH/1 und 0,53 g NaOCl/1 ewthäl·. entzinnt
Das hierbei entzinnte Eisenblech (Schwarzblech) weist einen Restzinngehalt von 0,51 V« Sn auf.
b) In der im Beispiel 1 genannten Apparatur werden 150 g Weißblech mit 0,79 ·/· Sn innerhalb 20 Minuten bei 100° C mit einer Lauge, die 5 g NaOH/1 und 2,0 g NaNCyi enthält, entzinnt.
Das hierbei entzinnte Eisenblech (Schwarzblech) weist einen Restzinngehalt von 0,30Vo Sn aui.
c) In der im Beispiel 1 genannten Apparatur werden
150 g Weißblech mit 0,79 Vo Sn innerhalb 20 Minuten bei 100° C mit einer Lauge, die 5 g NaOH/1 und 5 g NaClOj/l enthält, entzinnt.
Das hierbei entzinnte Eisenblech (S^hwarzblech) S weist einen Restzinngehalt von 0,40Vo Sn auf.
Beispiel 2 ,
In eine sechskantige Eisenlochtrommel (etwa 1,5 m3 Inhalt), die in einer Eisenwanne (etwa 4ma Inhalt) gelagert ist, werden etwa 200 kg Weißblech mit 0,74Vo Sn gegeben. (Das Verhältnis Lochfläche zu Metalifläche der Sechskantigen Eisenlochtrommel beträgt 1:8,5.)
Die Lauge, die 3,4 g NaOH/l und 0,32 g NaClOyi enthält, wird bei Drehung der mit Weißblech gefüllten Eisenlochtrommel (1 U/min) auf 85° C erwärmt. Während der Drehbewegung taucht die sechskantige Eisenlochtrommel etwa zur Hälfte in die Laugenflüssigkeit ein.
ao Unter gleichzeitigem Einleiten von Luft unterhalb der Trommel wird die Entzinnung des in der Eisenlochtrommel befindlichen Weißbleches innerhalb von 2 Stunden bei 85° C vorgenommen.
Das hierbei entzinnte Eisenblech (Schwarzblech) as weist einen Restzinngehalt von 0,048 Vo Sn auf.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Entzinnung von verzinntem Eisenblech mit Hilfe von Natronlauge in Gegenwart eines Oxydationsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxydationsmittel Natriumchlorit verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entzinnung innerhalb eines Temperaturbereiches von 50 bis 1000C — gegebenenfalls unter Durchleiten von Luft durch die Laugenflüssigkeit — durchgeführt wird.

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