DE1907359B2 - Flockungsmittellösungen und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Flockungsmittellösungen und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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- C02F1/52—Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
- C02F1/5236—Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using inorganic agents
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Description
50
Die Erfindung betrifft Flockungsmittellösungen für die Wasseraufbereitung.
Für die Aufbereitung von industriellen und kommunalen Abwässern, insbesondere von Abwässern in der
chemischen Industrie, Hüttenindustrie, Färberei, Stärkeindustrie, und die Behandlung von Grundwasser,
Kanalisationswasser und dergleichen werden die verschiedensten Flockungsmittel verwendet Zu den
üblichen Flockungsmitteln zählen beispielsweise Aluminiumsulfat, Eisen(II)-sulfat, Eisen(III)-sulfat, Eisen(II)-chlorid,
Eisen(III)-chlond und Aluminiumchlorid. Als
Hilfsstoffe für die Koagulierung werden außerdem gewöhnlich gelöschter Kalk, aktiviertes Siücium-dioxid,
Natriumsilicat und Bentonit verwendet
Die bekannten Flockungsmittel bewirken die Koagulierung von feinen Stoffen, die in dem zu behandelnden
Wasser suspendiert oder gelöst sind und in annehmba-
bO rer Zeit nicht durch natürliche Sedimentation abgesetzt werden können. Sie bewirken ferner ihre Zusammenballung
zu großen koagulieren Flocken, die sich leichter abfiltrieren und von der Flüssigphase abtrennen lassen.
Diese Koagulantien können jedoch nicht für alle Zwecke verwendet werden, sondern haben auf Grund
ihres eigenen Koagulierungsmechanismus eine begrenzte Wirkung.
Mit der Entwicklung der Chemie der basischen Metallsalze wurden in den letzten Jahren Vorschläge
gemacht, diese Metallsalze auf verschiedenen Gebieten als neue anorganische Koagulantien zu verwenden.
Beispielsweise wird die Verwendung von basischem Aluminium-, Chrom- oder Eisenchlorid für die Behandlung
von Abwasserschlämmen oder industriellem Abwasser in der US-PS 28 58 269 und in der GB-PS
10 45 731 vorgeschlagen. Die Verwendung der gleichen Salze wird auch in »The Effluent and Water Treatment
Journal«, Juli 1964, und »Waste Engineering«, Juli 1969,
beschrieben. Die in diesen Literaturstellen beschriebenen Untersuchungen haben ergeben, daß basisches
Aluminium-, Chrom- und Eisenchlorid gewisse vorteilhafte Eigenschaften gegenüber Aluminiumsulfat und
Eisensulfaten, die bisher für diese Zwecke verwendet wurden, aufweist In der US-PS 32 70001 werden
basische Metallsalze der Formel
in der M ein Aluminium- oder dreiwertiges Eisenatom, η
eine Zahl zwischen 1 und 20, X ein einwertiges Anion und 3n größer als m ist und MJX zwischen 1,5 und 200
liegt, beschrieben, die als Fällungs- und Flockungsmittel eine vorteilhafte Wirkung bei der Behandlung insbesondere
der in der Papierindustrie anfallenden Abwässer zeigen.
Es ist somit bekannt, daß basische Eisen- und Aluminiumsaize eine bessere Flockungswirkung haben
als beispielsweise Eisen- oder Aluminiumsulfat In gewissen Fällen haben z. B. die basischen Aluminiumsalze
die mehrfache Wirkung von Aluminiumsulfat, bezogen auf Al2O3. Insbesondere ist der pH-Bereich der
Koagulierung bei den basischen Aluminiumsalzen größer, die Flocken bilden sich rascher, die gebildeten
Flocken sind größer und setzen sich schneller ab, und die Verminderung der Trübung nach der Behandlung ist
stärker.
Es wurde nun überraschend gefunden, daß sich die Flockungswirkung noch wesentlich steigern läßt, wenn
man statt der bekannten basischen Metallsalze Flokkungsmittellösungen
der erfindungsgemäßen Art einsetzt
Gegenstand der Erfindung ist eine Flockungsmittellösung für die Wasseraufbereitung, welche sich von einem
basischen Metallsalz der Formel
Mn(OH)nX3n-,
ableitet, in der M ein dreiwertiges Eisen- oder Aluminiumion ist, X für ein Anion aus der Gruppe Cl,
NO3 und CH3COO steht und 3n größer ist als /n, die
dadurch gekennzeichnet ist, daß die Basizität des Metallsalzes (w/3n χ 100) im Bereich von 30 bis 83%
liegt und ein mehrwertiges Anion Y in das basische Salz chemisch in einer solchen Menge eingeführt worden ist,
daß das Molverhältnis Y/M einen Wert von 0,015 bis 0,4 hat
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung dieser Flockungsmittellösungen, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß man in wäßriger Lösung
ein mehrwertiges Anion Y zu einem basischen Metallsalz der oben angegebenen Formel (I) in einer
solchen Menge zugibt, daß das Molverhältnis Y/M in der Lösung zwischen 0,015 und 0,4 beträgt und das
Gemisch altern läßt
Die erfindungsgemäßen Flockungsmittellösungen sind preiswert herzustellen, sehr wirksam und sparsam
im Gebrauch und einfach zu handhaben, so daß keine teuren Apparaturen bei ihrer Anwendung erforderlich
sind.
Als Anion Y, das in das basische Salz der Formel (I) chemisch eingeführt wird, kommen anorganische und
organische mehrwertige Anionen in Frage, beispielsweise Anionen von Schwefelsäure, Phosphorsäure,
kondensierter Phosphorsäure (oder Polyphosphorsäuren Kieselsäure, Carbonsäuren (Citronensäure, Oxalsäure,
Fumarsäure, Bernsteinsäure, Malonsäure usw.) und Sulfonsäuren (z.B. Alkylarylsulfonsäuren). Bevorzugt
werden Schwefelsäure- oder Phosphorsäureionen als mehrwertige Anionen eingesetzt
Das mehrwertige Anion Y kann in Form der Säure oder ihres löslichen Salzes (z. B. Natrium- und
Ammoniumsalze) eingeführt werden.
In der folgenden Beschreibung werden der Einfachheit halber Koagulantien beschrieben, bei denen M in
der Formel (I) für das basische Metallsalz für Al und X für Cl steht, d.h. Koagulantien, die das bekannte
basische Aluminiumchlorid als basisches Metallsalz enthalten. Dieses bekannte basische Aluminiumchlorid
wird nachstehend als »BAC« und das neue basische Aluminiumchlorid, das gemäß der Erfindung ein
mehrwertiges Anion Y enthält, als »BACS« bezeichnet.
In wäßrigen Lösungen von Aluminiumsulfat reagieren bekanntlich die AJuminiumionen oberhalb eines
bestimmten pH-Wertes unter Bildung einer unlöslichen Verbindung (Fällung von basischem Aluminiumsulfat), s.
beispielsweise »Journal of Pharmacological Science« (japanisch »Yakugaku Zasshi«), 74, Seite 253 bis 258.
Dagegen wurde gefunden, daß das BACS gemäß der Erfindung, das erhalten worden ist, indem ein mehrwertiges
Anion Y in BAC eingeführt worden ist, unter den obengenannten Bedingungen keine unlösliche Verbindung
bildet Vielmehr bleibt seine Lösung in Wasser lange Zeit stabil und transparent. Ferner wurde
gefunden, daß BACS bei Verwendung als Flockungsmittel beispielsweise für Abwasserschlämme eine Fällungsund
Flockungswirkung ausübt, die derjenigen von BAC weit überlegen ist
Beispielsweise wird für die Behandlung von Abwasserschlämmen in der vorstehend genannten Schrifttumsstelle
»Effluent and Water Treatment Journal« ein Salz empfohlen, das aus einem einwertigen Anion und
einem mehrwertigen Kation besteht (beispielsweise Eisenchlorid), während die koagulierende Wirkung
eines entsprechenden Salzes, das ein mehrwertiges Anion, ζ. B. ein Schwefelsäureion, enthält, verneint wird.
Es hat sich jedoch überraschenderweise gezeigt, daß die erfindungsgemäßen Flockungsmittel, die z. B. aus
basischem Aluminiumsalz mit eingeführtem mehrwertigem Anion in bestimmtem Molverhältnis Y/M erhalten
worden sind, dem basischen Aluminiumchlorid in bezug auf den weiten pH-Bereich, in dem die Koagulierung
stattfindet, die große Flockungsgeschwindigkeit, das Absetzvermögen und die Größe der Flocken, die
restliche Trübung und die Einsparung an alkalischem Hilfsstoff allgemein überlegen sind.
Rohrwasser, das durch Koagulierung zu behandeln ist, kann in gewissen Fällen bereits mehrwertige
Anionen, z.B. Schwefelsäureionen, in verschiedenen Formen enthalten. Nimmt man jedoch das Schwefelsäureion
bei der Erläuterung der Erfindung als Beispiel, so muß ein klarer Unterschied zwischen dem Schwefelsäureion
im Rohwasser und dem Schwefelsäureion im BACS gemäß der Erfindung gemacht werden. Um den
Unterschied zu veranschaulichen, wurden 100 mg gereinigtes Kaolin einer Korngröße von 1 bis 10 μ in 11
Leitungswasser suspendiert. Die Suspension wurde gerührt und hatte folgende Eigenschaften und Kennzahlen,
wobei Γ Trübung 1 mg Kaolin/Liter destilliertem Wasser und 1° Färbung der Farbtiefe von 2,49 g
K2(PtCl6) mit 2,02 g CoCl2 · 6 H2O und 36%iger HCl,
gelöst in und auf 11 aufgefüllt mit destilliertem Wasser, entsprechen:
| Trübung | 100° |
| Grad der Färbung | 4° |
| pH-Wert | 7,40 |
| Gesamthärte | |
| (berechnet als CaCO3) | 6132 ppm |
| SO4 | 26,68 ppm |
| Cl | 3930 ppm |
| SiO2 | 22,70 ppm |
| Alkali | 47,55 ppm |
Je 4 ppm (gerechnet als Al2O3) BAC (Basizitct 50%)
und BACS (Basizität 50%, Molverhältnis SO4ZAl
=0,128) wurden als Flockungsmittel zur Durchführung
jo von Laboratoriumsversuchen der obengenannten Suspension zugesetzt Die Versuche wurden gemäß ASTM
durchgeführt, d.h. die Suspension wurde 1 Minute schnell mit 120 UpM und 20 Minuten langsam gerührt
und dann 15 Minuten stehengelassen. Die Ergebnisse
J5 sind in der folgenden Tabelle angegeben.
| pH-Wert | des Rohwassers | 8,0 | 9,0 | |
| 6,5 | 7,0 | 2,0 5,0 |
2,0 4,5 |
|
| Flockengröße, mm BAC BACS |
0,1 4,0 |
0,2 4,5 |
6 0,5 |
6 0,5 |
| Zum Absetzen der Flocken erforderliche Zeit, Min. BAC BACS |
4 | >10 0,5 |
1,0 | 0,8 |
| Restliche Trübung BAC BACS |
50 0,7 |
12,5 0,5 |
Wie die vorstehenden Werte zeigen, ist BACS in seiner Wirkung dem BAC in jeder Hinsicht überlegen.
Die Tatsache, daß die Flocken größer, die zum Absetzen erforderliche Zeit kürzer und der für die Koagulierung
und Flockung geeignete pH-Bereich weiter ist, ergeben
bo sich große Vorteile im großtechnischen Betrieb, da
beispielsweise die Kapazität der Koagulierungsanlage erhöht werden kann und bei gegebener Kapazität die
Anlagen kleiner gehalten werden können.
Es ist zu bemerken, daß das obengenannte Rohwasser 26,8 ppm SO4 enthielt, während die vom BACS
zugeführte SO4-Menge nur 0,96 ppm betrug, also
praktisch vernachlässigbar war. Daß die Ergebnisse der Behandlungen des gleichen Rohwassers mit BAC und
BACS die obengenannten großen Unterschiede aufweisen, kann nur der Tatsache zugeschrieben werden, daß
das vorher in das BAC (unter Bildung von BACS) eingeführte SO«— eine besondere Wirkung auf die
Koagulierung hat Mit anderen "iVorten, es ist notwendig, daß das SO4 vor dem Gebrauch in das
Koagulans eingeführt wird.
Der Wirkungsmechanismus des mehrwertigen Anions (Y), z. B. des Schwefelsäureions, im Rahmen der
Erfindung ist noch nicht vollständig geklärt worden, jedoch wird folgendes angenommen: Die Aluminiumionen
liegen in BAC in Form von stabilen mehrkernigen Komplexionen durch Koordination von 6 Wassermolekülen
vor. Die Schwefelsäureionen, die in das BAC eingeführt worden sind, werden in diese mehrkernigen
Komplexionen aufgenommen und können in Form einer stabilen Lösung gehalten werden, während sie das
Aluminium als M —SO4 mit —OH-Gruppen vernetzen.
Diese besondere Form des Koagulans erhöht die Flockungsgeschwindigkeit, die Adsorption und die
Koagulierung von Schwebstoffen durch die schnelle Hydrolyse, die durch die Anwesenheit der Schwefelsäureionen
stattfindet
Zum Mengenbereich der mehrwertigen Säureionen (Y), die im BACS gemäß der Erfindung enthalten sein
sollen, ist folgendes zu bemerken: Um das BACS stabil zu halten, muß der Säureionengehalt (d.h. das
Molverhältnis von Y/M) in Abhängigkeit vom Anstieg der Basizität des BACS verringert werden. Ferner muß
der Gehalt an Säureionen (Y) so bemessen werden, daß während der Herstellung oder Lagerung des Koagulans
oder bei der Einstellung seiner Konzentration zum Zeitpunkt des Gebrauchs das Koagulans nicht geliert.
Im einzelnen muß der Gehalt an mehrwertigen Säureionen so gewählt werden, daß das Molverhältnis
Y/M etwa 0,015 bis 0,4, vorzugsweise 0,05 bis 0,3 je nach der Basizität des BAC beträgt Wenn beispielsweise das
BACS eine Basizität von 50,66 oder 80% hat kann der Gehalt an Schwefelsäureionen so gewählt werden, daß
das Molverhältnis SO4/Al unter etwa 0,35, 0,3 bzw. 0,16
liegt Natürlich steht der Gehalt an mehrwertigen Säureionen nicht nur mit der Stabilität des BACS,
sondern auch mit seiner Koagulierungswirkung in enger Beziehung.
Für die Einführung des mehrwertigen Säureions in BAC können beliebige geeignete Verfahren angewandt
werden. Beispielsweise kann das BACS hergestellt werden, indem eine Verbindung aus der obengenannten
Gruppe von mehrwertigen Säuren und ihren löslichen Salzen, z. B. Natriumsulfat, Kaliumsulfat, Natriumphosphat,
Phosphorsäure und Schwefelsäure, in einer solchen Menge zu einer in bekannter Weise (z. B. nach
dem Verfahren des US-Patents 21 96 016) hergestellten wäßrigen BAC-Lösung gegeben wird, dpß das Molverhältnis
Y/M im obengenannten Bereich liegt Ferner kann BACS im Rahmen des in der US-Patentschrift
21 96 016 beschriebenen Verfahrens hergestellt werden, indem die dort beschriebene Reaktion in Gegenwart
einer vorher bestimmten Menge des mehrwertigen Säureions in einer Zersetzungslösung von Al beispielsweise
in Salzsäure durchgeführt wird.
Ferner kann BACS bei der Abtrennung von unlöslichem Sulfat erhalten werden, das gebildet
worden ist, indem ein Hydroxyd, Oxyd oder Carbonat von Calcium oder Barium zu einer Lösung eines
normalen Aluminiumsalzes gegeben wird, die Salzsäure- und Schwefelsäureionen enthält. In diesem Fall wird das
vorstehend genannte Verfahren so durchgeführt, daß Schwefelsäureionen in einer Menge im obengenannten
Bereich in der Mutterlauge bleiben.
Das vorstehend genannte Verfahren zur Herstellung von BACS wird nachstehend ausführlicher beschrieben.
Wenn beispielsweise Al das mehrwertige Kation und Sulfat das mehrwertige Anion ist, wird zunächst eine
Lösung hergestellt, die Aluminiumionen, Chlorionen (als einwertiges Anion) und Sulfationen enthält, wobei das
Äquivalentverhältnis AI/CI + SO4 etwa 1 beträgt In
diesem Fall enthält die Lösung vorzugsweise etwa 5 bis 13% als AI2O3 und etwa 2,6 bis 18,1% als Cl. Diese
Lösung kann beispielsweise wie folgt hergestellt werden: Aluminiumsulfat und Aluminiumchlorid können
im geeigneten Mengenverhältnis einfach gemischt werden. Ein vorteilhafteres und wirtschaftlicheres
Verfahren ist die Zersetzung von Aluminiumhydroxyd (das in Form eines Tonminerals wie Bauxit und Kaolin
eingesetzt werden kann, wenn Eisen im Produkt vorhanden sein darf) mit einem Gemisch von Salzsäure
und Schwefelsäure. In diesem Fall wird das Säuregemisch in einer Menge verwendet, die dem Al2O3 im
Aluminiumoxyd ungefähr äquivalent ist, wobei das Äquivalentverhältnis SO4/CI etwa 0,5 bis 3 beträgt Die
Zersetzungsreaktion wird zweckmäßig bei erhöhter Temperatur von beispielsweise 8O0C oder darüber
durchgeführt Gegebenenfalls kann jedoch die Zersetzung zuerst mit einer Säure und dann mit der anderen
Säure durchgeführt werden, anstatt das Säuregemisch zu verwenden. Die bei der Zersetzung erhaltene
Lösung, die sowohl einwertige Cl-Anionen als auch Sulfationen enthält, wird einer Behandlung unterworfen,
durch die die Basizität (w/3n χ 100) erhöht wird. Dies
wird erreicht, indem das Sulfatradikal im gewünschten Umfange aus der Lösung entfernt wird. Insbesondere
wird eine Verbindung eines Erdalkalimetalls (z. B. Ca, Ba), z. B. ein Carbonat, Hydroxyd, Oxyd oder Bicarbonat,
der Lösung zugesetzt wodurch das Sulfat in eine unlösliche Fällung umgewandelt wird In diesem Fall
beträgt die Menge der zuzusetzenden Verbindung etwa
70 bis 100 Äquivalent-%, bezogen auf das Sulfat Auch
wenn die Menge 100 Äquivalent-% beträgt bleibt eine geringe Sulfatmenge infolge der Löslichkeit der
Erdalkalimetallverbindung zurück. Die Reaktion kann bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur durchgeführt
werden. Die Fällung wird beispielsweise durch Filtration abgetrennt und verworfen. Das Filtrat ist eine
transparente Lösung, die gewöhnlich etwa 5 bis 15% Al2O3, etwa 2,6 bis 21% Cl, etwa 1,5 bis 4%
(m/3n χ 100 = 33,3-75%) A!/C1(N) und etwa 1 bis 4%
SO4 enthält und eignet sich als Flockungsmittel gemäß der Erfindung.
Die in der beschriebenen Weise hergestellte BACS-Lösung wird vorzugsweise gealtert Beispielsweise wird
sie bei Raumtemperatur mehr als 2 Stunden stehengelassen, weil BACS, das durch Einführung eines
mehrwertigen Säureions in BAC in der beschriebenen Weise hergestellt worden ist nur im wesentlichen die
gleiche Koagulierungswirkung hat wie BAC
Wenn die Basizität von BACS der obengenannten
bo allgemeinen Formel von dem vorstehend genannten
Bereich von 30 bis 83% wesentlich abweicht, wird keine gute Wirkung erzielt Das BACS kann in Form einer
wäßrigen Lösung einer Konzentration von etwa 5 bis 20 3ew.-% (gerechnet als AI2O3) in den Handel gebracht
werden, jedoch sind auch andere Konzentrationsbereiche möglich. In gewissen Fällen kann das BACS in Form
einer Lösung, deren Konzentration niedriger ist als oben angegeben, oder in Form eines trockenen Pulvers
hergestellt werden.
Das Flockungsmittel gemäß der Erfindung (BACS) kann in Fällen verwendet werden, in denen es
notwendig oder erwünscht ist, die Koagulierung und Flockung von Teilchen, die in einem wäßrigen Medium
suspendiert sind, zu beschleunigen und die Teilchen von der Flüssigkeit schnell abzutrennen. Es kann wirksam
eingesetzt werden, um beispielsweise Flußwasser, Grundwasser, Abwasserschlamm, Industriewasser oder
Abwasser der chemischen Industrie, Hüttenindustrie, Färberei, Stärkeindustrie usw. zu behandeln.
Die zugesetzte Gebrauchsmenge von BACS im Rahmen der Erfindung ist unterschiedlich in Abhängigkeit
von den Eigenschaften (z. B. der Konzentration, Größe und elektrischen Ladung der Schwebstoffteilchen)
der zu behandelnden Flüssigkeit. Im allgemeinen genügt es, etwa 1 bis 10 000 ppm (als Al2O3) BACS
zuzusetzen, wenn die behandelnde Flüssigkeit eine Suspension von feinen Teilchen ist. Wenn die Konzentration
der Schwebeteilchen hoch ist, wie dies bei Abwasserschlamm der Fall ist, wird BACS vorzugsweise
in einer Menge von etwa 10 bis 10 000 ppm (als AbOj) verwendet. Wenn Rohwasser mit verhältnismäßig
geringer Trübung, z. B. Grundwasser oder Flußwasser, behandelt werden soll, wird BACS vorzugsweise in
einer Menge von etwa 1 bis 100 ppm (als AI2O3) dem
Rohwasser zugesetzt.
Der pH-Wert des mit dem Flockungsmittel gemäß der Erfindung zu behandelnden Wassers oder wäßrigen
Mediums kann innerhalb eines weiteren Bereichs schwanken als bei einem üblichen Flockungsmittel, z. B.
Aluminiumsulfat, jedoch wird ein pH-Wert im Bereich von 4 bis 10, insbesondere zwischen 5 und 9, bevorzugt.
Da beispielsweise der pH-Wert von gewöhnlichem Abwasserschlamm etwa 7,0 beträgt, ist es möglich, den
Schlamm ohne Zusatz von Alkali, wie gelöschtem Kalk, zu behandeln.
Die wäßrigen Medien, die mit den Flockungsmitteln gemäß der Erfindung behandelt werden, sind beispielsweise
primäre, gefaulte und aktivierte Schlämme von Abwasser (aus Abwasser der Industrie und von
Wohngebieten). Das Hauptbestreben auf diesen technischen Gebieten ist auf eine Verringerung der zu
verwendenden Menge des Flockungsmittels, die schnelle Erreichung der Koagulierung und die Erleichterung
der Filtration und Entwässerung der koagulierten Schlämme konzentriert.
Bei der Reinigung von Abwasser wird das in eine Reinigungsanlage eingeführte Abwasser zunächst einer
Vorbehandlung zur Abtrennung grober Stoffe (z. B. Sand, Kies, Holz, Bambus und Lumpen) und dann einer
Entwässerung zur Umwandlung in einen leicht zu handhabenden Zustand unterworfen. Zur Beschleunigung
der Koagulierung, Flockung und des Absetzens des Schlamms und zur Verbesserung der Entwässerung
wird ein Flockungsmittel (Konditioniermittel) verwendet. An Stelle des üblichen Eisenchlorids oder der
sonstigen üblichen Flockungsmittel wird BACS gemäß der Erfindung in dieser Stufe zugesetzt, um die
Flockenbildung unter Rühren zu bewirken und die Flocken zum Absetzen zu bringen. Die Behandlung mit
BACS gemäß der Erfindung kann in üblicher Weise durchgeführt werden, so daß keine Spezialapparaturen
erforderlich sind.
Bei der Verwendung von BACS zur Flockung von Abwasserschlamm werden gegenüber der Verwendung
von üblichem BAC zahlreiche Vorteile erzielt, von denen einige nachstehend genannt seien:
1) Die erforderliche Menge des Flockungsmittels wird
stark verringert, so daß sich ein großer wirtschaftlicher Vorteil ergibt.
2) Die gebildete Kuchenmenge und Filtratmenge, die ein Gradmesser für die Flockungs- und Filtergeschwindigkeiten
sind, werden größer.
3) Die Schälbarkeit des Schlamms ist gut.
4) Die Trübung nach der Behandlung ist geringer.
5) Die Verwendung eines alkalischen Hilfsstoffs wird
unnötig oder die erforderliche Menge geringer.
Beispiele für die Herstellung von BACS und die Behandlung verschiedener Wässer mit BACS werden
nachstehend gegeben. Die Erfindung ist auf die Behandlung beliebiger wäßriger Suspensionen oder
Schlämme anwendbar.
Herstellungsbeispiel 1
520 g 2 η-Salzsäure wurden in einen aus Glas hergestellten und mit einem Rückflußkühler versehenen
Reaktor gegeben und auf 6O0C vorgewärmt. Dann wurden 80 g Natriumsulfatdecahydral zugesetzt und
aufgelöst. Nach langsamer Zugabe von 27 g Aluminiumpulver (Reinheit 99,98%) ließ man 3 Stunden bei 90 bis
1000C reagieren, wobei eine durchsichtige Lösung von BACS der folgenden Zusammensetzung erhalten
wurde:
| AhO3 | 8,13% |
| Cl | 2,82% |
| Basizität | 67% |
| SO4/Al-Molverhältnis | 0,25% |
Zum Vergleich wurde BAC unter den gleichen Bedingungen ohne Verwendung von Natriumsulfatdecahydrat
hergestellt. Das erhaltene BAC hatte folgende Zusammensetzung:
Al2O3
Cl
Basizität
9,33%
3,24%
67%
3,24%
67%
Herstellungsbeispiel 2
90 g eines technischen Aluminiumhydroxydpulvers (58,5% Al2O3) wurden in 290 g Wasser suspendiert. Die
Suspension wurde allmählich unter Rühren in eine Lösung eines Säuregemisches von 77 g konzentrierter
Schwefelsäure (95,6% H2SO4) und 148 g 37,2%iger
Salzsäure in einem offenen Glasgefäß gegossen, das mit einem Rührer versehen war. Das Gemisch wurde bei 90
bis 95°C 2 Stunden der Reaktion überlassen, wobei sich eine transparente Lösung bildete. Eine Suspension von
55 g Calciumcarbonal in 55 g Wasser wurde allmählich zur Lösung gegeben und 40 Minuten bei 75 bis 80°C
damit umgesetzt. Hierbei schied sich kristallines Calciumsulfatdihydrat ab. Die Kristalle wurden abfiltriert
und verworfen. Die Lösung (Mutterlauge) hatte folgende Zusammensetzung:
| AI2O1 | 11,17% |
| Cl | 11,63% |
| SO4 | 5,26% |
| Al/Cl | 2,01% |
| Basizität | 50,2% |
| SOi/AI-Molverhältnis | 0,25% |
Hersteilungsbeispiel 3
Eine Lösung aus 32,2 g Natriumsulfatdecahydrat, 50 g
Wasser und 260 g 2 η-Salzsäure wurde hergestellt. Zu dieser Lösung wurden 27 g Aluminiumpulver gegeben.
Das Gemisch wurde 3 Stunden unter Rühren der Reaktion bei 900C überlassen, bis das gesamte
Aluminium gelöst war. Hierbei wurde BACS gebildet, das die folgende Zusammensetzung hatte:
| Al2Oi | 13,80% |
| Cl | 4,88% |
| Basizität | 83% |
| SC/Al-Molverhältnis | 0,1% |
| Ausbeute (als Aluminium) | 95% |
In den folgenden Beispielen war das zum Vergleich genannte BAC mit dem im gleichen Beispiel verwendeten
BACS identisch, enthielt jedoch kein eingeführtes _·<
> mehrwertiges Anion.
K)
Mit einem gefaulten Schlamm, der 4,1% Trockenfeststoffe enthielt, wurden verschiedene Lösungen von
Behandlungsmitteln (5% M2O)) und gelöschter Kalk
(zur pH-Einstellung) in solchen Mengen gemischt, daß ein Anteil von 2,5% (M>O)) (0,025 ppm M2Oj, bezogen
auf die Gesamtmenge des Schlamms) und 5%, bezogen auf die Trockenfeststoffe, vorlag. Dann wurden die
Menge des Filtrats, das in den Kuchen enthaltene Wasser, die gebildete Kuchenmenge und die Schälbarkeit
der Kuchen nach dem Blattest bestimmt, der unter folgenden Bedingungen durchgeführt wurde:
Filterfläche
Tauchzeit
Entwässerungszeit
Angewendetes Vakuum
Tauchzeit
Entwässerungszeit
Angewendetes Vakuum
96,7 cm2
1,5 Minuten
3,5 Minuten
700 mm Hg
1,5 Minuten
3,5 Minuten
700 mm Hg
(Einzelheiten des Blatt-Tests sind in »Sewage Testing Methode«, 1964, herausgegeben von der Japan Water
Society, beschrieben.)
| Tabelle 1 | Kiltratmenge | pH-Wert lies | Wasser in den | liilduiii; von | - |
| Ergebnisse der Blatt-Tests | Filirats | Kuchen | Kuchen | Sehälharkeil der | |
| Flockungsmittel | ml | "A | kg/m'/Std. | Kuchen | |
| 91 | 7,1 | 79,4 | 2,9 | ||
| 94 | 6,7 | 79,5 | 3,2 | gilt | |
| l'isedlD-chlorid | 97 | 6,6 | 79,8 | 3,1 | ziemlich gut |
| [•!iscnUin-sullat | 142 | 7,8 | 79,5 | 4,8 | ziemlich gut |
| Aluminiumsulfat | 200 | 7,5 | 80,0 | 5,9 | ausgezeichnet |
| 13 Λ C | ausgezeichnet | ||||
| UACS | |||||
Das in der vorstehenden Tabelle genannte BACS und BAC waren die nach dem Herstellungsbeispiel 1
hergestellten Produkte.
Wie die Werte in der vorstehenden Tabelle zeigen, waren die Bildungsgeschwindigkeit der Kuchen und die
Filtratmengen, die ein Gradmesser für die Flockungsund Filteigeschwindigkeiten sind, bei BAC höher als bei
den anderen Flockungsmitteln und bei BACS gemäß der Erfindung am höchsten.
Die in der folgenden Tabelle genannten vier BACS-Verbindungen mit unterschiedlichem SO4/AI-Molverhältnis,
BAC und Aluminiumsulfat wurd;n hergestellt und in Laboratoriumsversuchen verwendet.
[•lockungsniillel
BACS-I
BACS-II
UACS-III
UACS-IV
| MjO, | Cl | SO1 | S()|MI- | Basi/ila |
| K, | % | 1A | Molvcrhiillnis | |
| 11,94 | 9,58 | 4,94 | 0,218 | 61,6 |
| 6,43 | 6,58 | 1,58 | 0,130 | 51,0 |
| 10,04 | 8,76 | 2,35 | 0,125 | 58,3 |
| 12,36 | 7,33 | 1,25 | 0,054 | 71,6 |
| 12,40 | 9,55 | - | 63,0 |
Aluminiumsulfat
lcehiiisehes JlS-l'rodukt
BACS-I wurde auf die in Hersteliungsbeispiel 1 beschriebene Weise, BACS-II und BACS-III auf die in
Herstellungsbeispiel 2 beschriebene Weise und BACS-IV auf die in Herstellungsbeispiel 3 beschriebene
Weise hergestellt.
Der Versuch wurde gemäß ASTM D 2035-64T durchgeführt. Zu 1 1 Probewasser wurde das Flockungsmittel
gegeben, worauf das Gemisch 1 Minute bei 120 UpM kräftig und dann 20 Minuten langsam gerührt
und anschließend 15 Minuten stehengelassen wurde. Die obenstehende Flüssigkeit wurde bis etwa 2 cm von der
Wasseroberfläche entnommen, worauf die Trübung und der pH-Wert gemessen wurde. Die Geschwindigkeit der
Flockenbildung wurde zum Zeitpunkt des Rührens des Wassers und die Absetzgeschwindigkeit nach dem
Tunelle 3
12
Stehenlassen der Flüssigkeit gemessen. Folgende Größenbezeichnungen der Flocken wurden verwendet:
groß
mittel
klein
sehr klein
mittel
klein
sehr klein
2 bis 5 mm 2 bis 3 mm etwa 1,0 mm kleiner als 0,5 mm
Zu Grundwasser, das eine Rohwassertrübung von 108° und einen pH-Wert von 7,3 hatte, wurden jeweils
ppm der obengenannten Flockungsmittel gegeben, worauf das Wasser dem oben beschriebenen Test
unterworfen wurde. Die Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle 3 genannt. Der pH-Wert des Rohwassers wurde
auf 8 bis 8,4 eingestellt.
llockungsniitte!
Hocken
liililuiigs- (iröl.ic
geschwindigkeit
geschwindigkeit
Sek. Ahset/-schwimligkcit.
Min.
Trübung ilcr
ohcnstehiMulcn
Flüssigkeit
| BACS-I | 8,75 | 30 |
| BACS-II | 8,42 | 30 |
| BACS-III | 8,75 | 10 |
| BACS-IV | 8,73 | 60 |
| BAC | 8,88 | 120 |
| Aluminiumsulfat | 8,5') | 150 |
groß
ziemlich groß
/iemlieh groß
mittel
klein
sehr klein
/iemlieh groß
mittel
klein
sehr klein
6 2,1
6 1,7
8 1,2
10 IJ
ΊΟ ?,}
nicht abgeset/161,0
Die Werte in der vorstehenden Tabelle /eigen, das IiACS nicht nur dem Aluminiumsulfat, sondern auch der
BAC-Verbindung in den lügenschalten und im Verhalten der Hocken überlegen ist, die den (iradmesser der
Flockenwirkung und der Trübung der obenstehenden Flüssigkeit darstellen.
Claims (5)
1. Flockungsmittellösunj für die Wasseraufbereitung,
welche sich von einem basischen Metallsalz der Formel
Mn(OHLX3n. „ (D
ableitet, in der M ein dreiwertiges Fe- oder Al-Ion
ist, X für ein Anion aus der Gruppe Cl-, NO3- und CH3COO- steht und 3n größer ist als m, d a d u r c h
gekennzeichnet, daß die Basizität des Metallsalzes (m/3n χ 100) im Bereich von 30 bis 83% liegt
und ein mehrwertiges Anion Y in das basische Salz chemisch in einer solchen Menge eingeführt worden
ist, daß das Molverhältnis Y/M einen Wert von 0,015
bis 0,4 hat
2. Flockungsmittellösung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Y ein Schwefelsäureion
ist
3. Flockungsmittellösung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Y ein Phosphorsäureion
ist
4. Verfahren zur Herstellung von Flockungsmittellösungen
gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in wäßriger Lösung ein mehrwertiges
Anion Y zu einem basischen Metallsalz der allgemeinen Formel
Mn(OH)An -,.
(I)
30
wobei M ein dreiwertiges Fe- oder Al-Ion ist X für ein Anion aus der Gruppe Cl-, NO3- und CH3COO-steht,
3/1 größer als m ist und die Basizität
(m/3n χ 100) zwischen 30 und 83% liegt, in einer
solchen Menge zugibt, daß das Molverhältnis Y/M in der Lösung zwischen 0,015 und 0,4 beträgt und das
Gemisch altern läßt
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Anion Y ein Schwefelsäureanion
einsetzt und zu der wäßrigen Lösung, die die Schwefelsäureanionen und das basische Metallsalz
enthält, eine solche Menge eines Calcium- und/oder Bariumhydroxids, -oxids oder -carbonate zusetzt,
daß nach der Fällung und Abtrennung des Calcium- und/oder Bariumsulfats in der Mutterlauge noch
Schwefelsäureionen in einem SO^M-Molverhältnis
von etwa 0,015 bis 0,4 verbleiben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691907359 DE1907359B2 (de) | 1969-02-14 | 1969-02-14 | Flockungsmittellösungen und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691907359 DE1907359B2 (de) | 1969-02-14 | 1969-02-14 | Flockungsmittellösungen und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1907359A1 DE1907359A1 (de) | 1970-08-27 |
| DE1907359B2 true DE1907359B2 (de) | 1978-09-14 |
Family
ID=5725211
Family Applications (1)
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| DE19691907359 Withdrawn DE1907359B2 (de) | 1969-02-14 | 1969-02-14 | Flockungsmittellösungen und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1907359B2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0062016A1 (de) * | 1981-03-23 | 1982-10-06 | Boliden Aktiebolag | Aluminiumchloridzusammensetzung und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| DE3417106A1 (de) * | 1984-05-09 | 1985-11-14 | Giulini Chemie Gmbh, 6700 Ludwigshafen | Neue, chlorid- und sulfationen enthaltende aluminiumsalzloesung zur wasser- und abwasseraufbereitung |
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| DE2947932A1 (de) * | 1979-11-28 | 1981-06-04 | Feldmann Chemie Kg, 8034 Germering | Fluessiges, waessriges anorganisches flockungsmittel |
| SU994445A1 (ru) * | 1980-12-12 | 1983-02-07 | Управление Водопроводно-Канализационного Хозяйства "Водоканал" Ленгорисполкома | Способ обработки осадков сточных вод |
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| PL401689A1 (pl) | 2012-11-20 | 2014-05-26 | Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny W Szczecinie | Środek do oczyszczania wody z rozpuszczonych związków fosforu |
-
1969
- 1969-02-14 DE DE19691907359 patent/DE1907359B2/de not_active Withdrawn
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|---|---|
| DE1907359A1 (de) | 1970-08-27 |
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