DE188917C - - Google Patents

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DE188917C
DE188917C DENDAT188917D DE188917DA DE188917C DE 188917 C DE188917 C DE 188917C DE NDAT188917 D DENDAT188917 D DE NDAT188917D DE 188917D A DE188917D A DE 188917DA DE 188917 C DE188917 C DE 188917C
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DE
Germany
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heating
air
greenhouse
floor
temperature
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DENDAT188917D
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Publication of DE188917C publication Critical patent/DE188917C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G9/00Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
    • A01G9/24Devices or systems for heating, ventilating, regulating temperature, illuminating, or watering, in greenhouses, forcing-frames, or the like
    • A01G9/246Air-conditioning systems
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/25Greenhouse technology, e.g. cooling systems therefor

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Greenhouses (AREA)

Description

tiiaiAndicfitfii
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45/. GRUPPE
geleitet wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. August 1906 ab.
Für die Beheizung des Bodens zur Förderung des Pflanzenwuchses bedarf es verhältnismäßig geringer Heiztemperatur. Die Steigerung der Temperatur des zur Beheizung dienenden Wärmeträgers über ein gewisses Maß hinaus ist sogar überaus bedenklich, da hierdurch leicht eine Schädigung des Pflanzenwuchses eintreten kann, wenn die Heizleitungen, wie es zum Zweck einer möglichst
ίο zweckentsprechenden Ausnutzung der Wärme nötig ist, in sehr geringer Tiefe verlegt sind. Dieses gilt insbesondere für solche Bodenheizsysteme, bei welchen warme Luft aus den zur Bodenbeheizung dienenden Röhrensystemen durch Öffnungen in den Boden hineingeführt wird.
Hierdurch wird eine zweckentsprechende Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Heizmittel erschwert, da diese bei ihrer Verbrennung hohe Temperaturen für die von ihnen beheizten Heizkörper ergeben, so daß die durch die Heizkörper erwärmte Luft gleichfalls eine verhältnismäßig hohe Temperatur erhält, wenn dieselbe nicht mit verhältnismäßig großer Geschwindigkeit durch die Heizkörper hindurch bewegt wird. Es bedarf ferner auch einer dauernden aufmerksamen Wartung, um in diesem Falle ein zeitweises Überhitzen der zur Bodenerwärmung bestimmten Luft zu verhüten. Ähnliche Umstände ergeben sich auch, wenn die durch Verbrennung von Brennstoff erzeugte Wärme zunächst zur Entwicklung von Dampf benutzt wird, da auch die Dampftemperatur weit über 40
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dasjenige Maß hinausgeht, das für die Bodenbeheizung in Frage kommt. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, wird gemäß vorliegender Erfindung die zur Bodenbeheizung erforderliche warme Luft in Treibhäusern oder ähnlichen Räumen erzeugt und für die Bodenbeheizung" aus denselben entnommen. Der hierdurch dem Treibhaus zugefügte Wärmeverlust wird in diesem Falle durch entsprechende stärkere Beheizung der Heizkörper ausgeglichen. Diese Anordnung ergibt zugleich den Vorteil, daß derselbe in der Anlage immer kostspielige Heizkörper infolge eines volleren Betriebes zu gleicher Zeit geeignet wird, der Beheizung eines Treibhauses oder dergl. zu dienen und die Wärme für die zur Bodenbeheizung erforderliche Luft zu liefern. Außerdem wird der Heizkörper gleichmäßiger beansprucht, da zur Zeit der Höchstbeanspruchung· der Heizfläche für das Treibhaus (im Januar und Februar) die Bodenbeheizung wegfällt.
Es bedarf in diesem Falle nur der Wartung der Heizungsanlage für das Treibhaus, während jede besondere Heizungsanlage und demgemäß auch jede Wartung für eine solche für die Freiland- bezw. Kastenbeetbeheizung fortfällt.
Die Möglichkeit eines solchen Betriebes beruht darauf, daß die Heizlufttemperaturen für den Boden außerordentlich niedrig sind. Beispielsweise liegt die Junitemperatur des Bodens in dem größten Teil von Deutschland etwa bei 150 C. Eine solche Bodentemperatur
kommt daher auch praktisch für eine Bodenbeheizung zu früherer Jahreszeit nur in Betracht, und diese Temperatur ist im Hinblick auf die Empfindlichkeit der Pflanzenwurzeln zu erreichen unter Benutzung von Heizluft, die praktisch kaum über 300 besitzen darf, wenn die Heizrohren in einer Tiefe liegen sollen, die sie in unmittelbare Nachbarschaft der Pflanzenwurzeln bringt.
Um bei der beschriebenen Anordnung die Möglichkeit zu haben, innerhalb -gewisser-Grenzen die Temperaturen der zur Bodenbeheizung dienenden Luft zu ändern, kann man die zur Beheizung der Treibhäuser und dergl. dienenden Heizkörper teilweise mit einem Mantel umgeben und die Hei'zluft für den Boden dem Zwischenraum zwischen Heizkörpern und Mantel entnehmen, oder die aus dem allgemeinen Treibhausraum abgesaugte Luft durch diesen Zwischenraum hindurchleiten. Der Mantel wird dabei zweckmäßig als die Heizkörper überdeckende bewegliche Haube ausgebildet.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, welche die Verbindung eines Treibhauses mit einer Freiland- und Kastenbeetbeheizung schematisch darstellt. .
Das Treibhaus ist mit 1 bezeichnet; das Heizröhrensystem des Treibhauses trägt die Bezeichnung 2. 3 ist ein Mantel, welcher das Heizröhrensystem an einer Stelle umschließt und bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel aus gegeneinander verschiebbaren, einander mehr oder weniger überdeckenden Ringen besteht! 4 ist ein Ventilator, welcher Luft aus dem Raum zwischen dem Mantel 3 und dem Heizröhrensystem durch ein Rohr 5 ansaugt und durch das Rohr 6 in einen Verteilungsschacht 7 preßt. Von dem Verteilungsschacht 7 gehen die Hauptleitungen 8 des Drainagesystems aus, von welchen Nebenleitungen 9 für Freiland und 10 für Kasten- ■ beete na und ii6 abzweigen. Die Leitungen 9 und 10 besitzen in ihrer ganzen Ausdehnung Auslässe für das Heizmittel. Diese Auslässe sind auf der Zeichnung für die Freilandleitungen 9 als Lücken 12 zwischen den einzelnen Rohrabschnitten, und für die Kastenbeetleitungen 10 als Öffnungen 13 angenommen.
Bei dem Kastenbeet ii6 ist angenommen, daß die Heizluft lediglich in einen Hohlraum 14 unterhalb der Beetfläche eingeleitet wird. Dieser Hohlraum ist durch einen Rost oder ein Sieb 15 abgedeckt, welcher mit einer Lage Schilf, Stroh oder dergl. 16 bedeckt ist und auf dieser die Erdschicht 17 des Beetes trägt.
Beim Betriebe des Ventilators wird aus dem durch die Heizrohren 2 erwärmten Treibhause ι warme Luft durch das Rohr 5 abge-. saugt und durch das Rohr 6, den Verteilungsschacht 7, die Hauptleitungen 8, die Nebenleitungen 9, 10 und die Auslässe 12, 13 bezw. die Öffnungen des Rostes oder Siebes 15 in das Erdreich des freien Landes bezw. der Kastenbeete ΐΐα, ΐΐδ gepreßt und dieses auf diese Weise beheizt.
Der Mantel 3 um einen Teil des Heizrohrsystems 2 ist vorgesehen, um der Heizluft für das Erdreich eine etwas über dem Durchschnitt der Treibhausluft liegende Temperatur zu geben. Durch Fortnehmen des Mantels 3 oder Veränderung desselben kann die Temperatur der Heizluft für die Bodenbeheizung dem jeweiligen Bedürfnis entsprechend geregelt werden. Der Feuchtigkeitsgehalt der dem Treibhause entnommenen Luft kann selbstverständlich durch geeignete Zusatzeinrichtungen dem Bedarf entsprechend geregelt, beispielsweise durch Zumischung von Dampf, erhöht werden.
Die Anordnung eines Hohlraumes unter der zu beheizenden Erdschicht, \vie sie bei dem Kastenbeet ΐΐδ vorgesehen ist, bietet in Gegenden mit großen Temperaturschwankungen den Vorteil, daß man den Änderungen der Außentemperatur sehr rasch mit verstärkter oder verminderter Heizung folgen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Bodenbeheizung, bei dem wärme Luft durch in den Boden verlegte Röhren geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche warme Luft in Treibhäusern oder ähnlichen Räumen erzeugt und aus denselben entnommen· wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT188917D Expired DE188917C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE188917C true DE188917C (de) 1907-08-02

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ID=452501

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT188917D Expired DE188917C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE188917C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4057933A (en) * 1976-05-05 1977-11-15 Enyeart Lyle F Apparatus for aerating comminuted matter such as soil
WO2000064253A3 (en) * 1999-04-23 2001-10-04 Greentech Inc Plant growth improvement for modular plant systems

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4057933A (en) * 1976-05-05 1977-11-15 Enyeart Lyle F Apparatus for aerating comminuted matter such as soil
WO2000064253A3 (en) * 1999-04-23 2001-10-04 Greentech Inc Plant growth improvement for modular plant systems

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