DE184459C - - Google Patents

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DE184459C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G15/00Devices or methods for influencing weather conditions

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Atmospheric Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Generation Of Surge Voltage And Current (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 184459 KLASSE 45/. GRUPPE
Verfahren zur Verhinderung der Hagelbildung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1905 ab.
• Die Erfindung bezweckt die Verhinderung der Bildung und des Niederfallens von Hagel, insbesondere von trockenen, Hagelschlossen durch Anwendung elektrischer Wellen.
Zu diesem Zwecke werden auf freiem, möglichst ebenem Felde, auf dem es in einer Umgebung von wenigstens 50 m keine hohen Bäume gibt, eine Reihe an sich bekannter Apparate zur Erzeugung elektrischer Wellen aufgestellt.
Ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar ist Fig. ι das Schaltungsschema und
Fig. 2 eine schaubildliche Ansicht einer solchen Einrichtung.
Zu der Einrichtung gehört eine Strom-.quelle, eine Transformatorvorrichtung, ferner Leitungsdrähte und verschiedene Zubehörteile.
Die Stromquelle 1, die beispielsweise aus einer Akkumulatorenbatterie oder einer Dynamomaschine bestehen kann, ist an die Klemmen des Primärkreises einer Transformatorvorrichtung· angeschlossen.
Zur Transformation des Primärstromes kann ein Induktorium, das zwischen Spitze und Scheibe eine Funkenstrecke von 50 cm erzeugen kann, oder ein Transformators, dessen primärer und sekundärer Stromkreis mit 2* bezw. 2** bezeichnet ist, verwendet werden. In dem Primärstromkreis ist ferner ein Anschalter 6, ein selbsttätiger Unterbrecher 3 und parallel zu letzterem ein Kondensator 4 eingeschaltet.
Ist der Unterbrecher ein elektrolytischer, so ist der Kondensator 4 überflüssig, da dessen Wirkung alsdann durch den Unterbrecher selbst ausgeübt wird. In dem Sekundärstromkreis ist in bekannter Weise durch Gegenüberstellung zweier vernickelter Metallkugeln eine Funkenstrecke eingeschaltet. Von den Enden dieser Funkenstrecke aus gehen Leitungen 14 und 15 zu dem auf dem Felde auf gespannten Verteildrähten 7, 7* bezw. 8, 8*. Statt des Transformators kann auch eine Ruhmkorffsche Spule zur Anwendung gelangen.
Die Stromquelle der Transformatoren und die übrigen Apparate sind in einer Hütte 9 untergebracht, die im allgemeinen aus nichtmetallischen und nicht unmittelbar auf der Erde aufliegendem Material gebaut ist. Zweckmäßig ist es, den Fußboden ganz aus Holz herzustellen und die Grundbalken auf kleinen gemauerten Pfosten 10 aufruhen zu lassen.
In dieser Hütte sind in entsprechender Höhe über dem Boden 4 Öffnungen 11 symmetrisch zueinander vorgesehen, durch' die die Verteilleitungen aus dem Innern der Hütte in das Freie führen. An den hölzernen Pfosten 12 sind in entsprechender Höhe über dem Boden die Verteilleitungen mittels Glockenisolatoren 13 für hohe Spannungen befestigt.
Diese Leitungen werden in einer wagerechten Ebene derart angeordnet, daß sie gegeneinander Winkel von 900 bilden. Da die Verteilleitungen auch im Innern der Hütte an Isolatoren befestigt sind, so sind sie vollständig gegen die Erde isoliert. Je zwei unter 900 gegeneinander geneigte Leiter 7 und
7* bezw. 8 und 8* sind einerseits im Innern der Hütte miteinander elektrisch, andererseits durch die Drähte 14 und 15 mit dem Sekundärstromkreis des Transformators bei 16 und 17 verbunden. Die Stromquelle und der Transformator sind in der Hütte sorgfältig gegen die Erde isoliert.
Um den Hagelabieiter in Tätigkeit zu setzen, bringt man die Kugeln 5 in entsprechenden Abstand voneinander, schließt durch den Schalter 6 den Primärstromkreis und stellt den Unterbrecher 3 so ein, bis man genügend starke Funken zwischen den beiden Kugeln 5 erhält. Wenn infolge regnerischen Wetters die Isolierung der Verteildrähte leidet und die Funken demgemäß schwächer sind, kann dem durch Vergrößerung der Stromstärke in dem primären Kreise abgeholfen werden. Bei jedem Stromstoß im
primären Kreise werden bei dem Überspringen eines Funkens zwischen den Kugeln 5 in der Sekundärleitung elektrische Wellen erzeugt, die auf die Verteilleitungen übertragen und von diesen aus in den Luftraum gesandt werden, wo sie den elektrischen Zustand der Wolken beeinflussen und die Bildung des Hagels verhindern.
Um die Wirkung des Apparates wirksamer zu machen, ist es zweckmäßig, die Einrichtung vor dem Unwetter derart zu stellen, daß einer der Verteildrähte in Richtung der Fortbewegung des Unwetters zu liegen kommt. Um weiter eine gute Wirkung zu sichern, ist der Apparat in Tätigkeit zu setzen, bevor das Hagelwetter nahe rückt, und ihn so lange in Tätigkeit zu halten, bis es vollständig beendet ist.
Die Länge der Leitungsdrähte wie die Zahl der Pfosten mit ihren Isolatoren kann beliebig sein.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Verhinderung der Hagelbildung, dadurch gekennzeichnet, daß elektrische Wellen in die Wolken hineingesandt werden.
2. Vorrichtung zur Erzeugung elektrischer Wellen zur Verhinderung der Hagelbildung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sekundärstromkreis des an sich bekannten Wellenerzeugers gegen Erde isoliert und mit zwei untereinander und gegen Erde isolierten Luftleitern verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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