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Gebrauchsmusteranmeldung
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| Walter Bayer, Gersthofen b. Augsburg, Flurstrasse 14 |
| Abschlussorgan für Entfeuchtungsbohrungen in Mauer- |
werk Die Neuerung betrifft ein Abschlussorgan für Entfeachtungsbohrungen in Mauerwerk.
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Es sind schon mehrere Vorrichtungen bekannt geworden, die zum, äusseren
Abschliessen von Entfeuchtungsbohrungen in Mauerwerk dienen.
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So kennt man ein fest in eine die Mauerwerkbohrung abschliessende
Zementschicht eingelassenes Abschlußgitter, wobei übrigens die Bohrung selbst mehrere
Auskleidungen aus hygroskopisch wirkender Masse besitzt.
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Diese Einrichtung (deutsche Patentschrift 809 482) besitzt zunächst
den schwerwiegenden Nachteil, dass nach einmal erfolgter Anbringung des Abschlussgitters
das Innere der Bohrung von aussen unzugänglich ist.
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Ein weiterer Nachteil ergibt sich aus der Wirkungweise des hygroskopischen
Materials, welches nämlich dann, wenn die Aussenluft sehr feucht ist, diese Luftfeuchtigkeit
in ungewollter Weise in das Mauerwerk einleitet, anstatt das Mauerwerk zu entfeuchten
; Entfeuchtungswirkung im Sinne eines Herausziehens von Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk
findet hier nur dann statt, wenn die Aussenluft relativ trocken ist. Diese Einrichtung
ist praktisch also nur bei relativ selten gegebenen Voraussetzungen brauchbar.
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Eine andere Vorrichtung (Gm 1 782 919) sieht eine die urapzünglich
nackte Mauerwerksbohrung teilweise abdeckende und in die Bohrung fest eingesetzte
rohrartige und teilweise durchbrochene Hülse vor, deren Stirn-oder Aussenende durch
einen Zierring verblendet ist. Die genannte rohrförmige Hülse trägt in fester Anordnung
einen Quersteg, der die richtige Luftzirkulation im Bohrungsinneren bewirken oder
unterstützen soll.
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Da nun dieser Quersteg fest an der in eingebautem Zustande ebenfalls
festen rohrförmigen Hülse sitzt, besteht der Mißstand, dass eine Reinigung des Inneren
der Bohrung bzw. auch der Hülse nicht möglich ist, selbst wenn der abschliessende
Zierring leicht entfernbar wäre. Ausserdem ist noch der Nachteil festzustellen,
dass die Durchbrechungen der in die Bohrung eingesetzten Hülse im Lauf der Zeit
sich durch Abbröckeln zusetzen, wobei dieses Abbröckeln aus des die Bohrung umgebenden
Mauerwerk verschiedene Ursachen haben kann, beispielsweise mechanische Beanspruchungen
z.
B. durch Erschütterungen, Zerstörungen durch Ausfrieren, Zersprungen durch Korrosionserscheinungen,
also beispielsweise durch in der Luft in Spuren enthaltene Ammonsalze und salpetrige
Salze, also korrodierende chemische Salze.
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Eine andere Abschlusskappe für Entfeuchtungsbohrungen (um 1 772 219)
geht in gedanklich richtiger Weise von einer grësstenteils nackten Mauerwerksbohrung
aus, verschliesst diese Bohrung aussen jedoch durch eine fest eingesetzte, nämlich
eingeputzte Abschluß-
| kappe, welche als kurzes rohrförmiges und mit Stirn- |
| flansch versehenes Stück ausgebildet ist, in welchem |
| fest |
| eine Mehrzahl von strömungsregelnden Querstegen ; ange- |
| ordnet ist. Eine solche Abschlußkappe lässt sich will- |
| kürlich bzw. von Zeit zu Zeit aus der Bohrung nicht |
entnehmen, so dass die Möglichkeit einer Reinigung der Bohrung von aussen überhaupt
nicht besteht.
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, Die Möglichkeit der Reinigung des vornehmlich mindestens grösstenteils
nackten Bohrungsinneren wird neuerungsgemäss als nicht abdingbare Voraussetzung
für eine gute Funktion solcher Entfeuchtungsbohrungen gefordert ; ausserdem soll
dafür Sorge getragen werden, dass das Abnehmen und Wiedereinsetzen von Abdeck-oder
Verschlussorganen nicht zu Beschädigungen der Bohrungswandung führt ; schliesslich
soll für viele Fälle die Möglichkeit bestehen, die an sich bekannten und wirkungszässig
vorteilhaften Querstege in Ein-oder Mehrzahl beizxubehalten.
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Die Neuerung löst diese Probleme durch ein Abschlussorgan für Entfeuchtungsbohrungen
in Mauerwerk, welches sich dadurch auszeichnet, dass es mindestens zweiteilig ist,
wobei ein Teil als einzuputzendes oder sonst dauernd in der Bohrung zu befestigende
Futter ausgebildet ist, während das andere Teil als willkürlich in das Futter einzusetzendes
und aus diesem herausnehmbares Abschlussteil ausgestaltet ist, wobei des letztere
ein oder mehrere Querstege bekannter Bauart besitzen kann.
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In Weiterbildung der Neuerung ist vorgesehen, dass das genannte zweite,
also in das Futter lösbar einsetzbare Teil selbst wiederum zweiteilig ausgeataltet
ist, nämlich mit einem seine lichte Öffnung verschliessenden Gitter od. dgl* versehen
ist, welches für sich abnehmbar ist.
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Ein solches Gitter soll beispielsweise so engmaschig sein, dass gewissen
Mauerwerksschädllagen wie beispielsweise Wespen der Zutritt verwehrt ist. Der Begriff
Schädlinge ist hier im weiteren Sinne zu verstehen ; es soll beispielsweise verhindert
werden, dass Insektennester od. dgl. sich im Inneren der Bohrung ansiedeln.
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Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung ist auf der Zeichnung dargestellt
; es zeigen : Fig. 1 ein Mauerwerk mit Entfeuchtungsbohrungen in Ansicht,
| Fig. 2 einen Schnitt 11-11 gemäss Fig. 1, |
| e |
Fig. 3 eine Draufsicht auf das abnehmbare Teil des neuen Verschlussorgans, Fig.
4 einen Schnitt A-B gemäss Fig. 3, Fig. 5 eine teilweise geschnittene Ansicht (gemäss
E-F der Fig. 3) des Futters, Fig. 6 einen Axialschnitt des Futters gemäss C-D der
Fig. 5.
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Das Mauerwerk besitzt gemäss Fig. 1 nackte und vorteilhaft leicht
ansteigende Entfeuchtungsbohrungen 1.
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Diese Entfeuchtungsbohrungen 1 sind, insbesondere gemäss Fig. 2, jeweils
mit einem Ahschluss-und Abdeckorgan 2 versehen, wobei das Abschlussorgan 2 in einem
z. B. waagerechten vorderen Teil 3 der Entfeuchtungsbohrung 1 sitzen kann.
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Das Abschlussorgan 2 als Ganzes besteht aus mindestens zwei Teilen,
von denen das entfernbare Teil in Fig. 3 und 4 und das fest einzusetzende Teil in
Fig. 5 und 6 dargestellt sind.
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Gemäss Fig. 3 und 4 besteht das willkürlich entfernbare Stück aus
einer Einsetzhülse 4 ; diese Einsetzhülse 4 besitzt zweckmässig vorne einen Flansch
5 und am anderen Ende eine, zwei oder mehrere Verriegelungs-oder Eingriffsnasen
6. Zweokmässig ist ein Quersteg 7 an sich bekannter Art fest mit der Einsetzhülse
4 verbunden oder vereinigt (einteilig). Im Vorderbereich kann
ein
einsetzbares und herausnehmbares, durch geeignete Mittel zu befestigendes Gitter
8 vorgesehen sein. Dieses Gitter 8 kann aber auch fest mit der Einsetzhülse 4 verbunden
sein, gegebenenfalls sogar mit der Einsetzhülse 4 einteilig gestaltet sein, z. B.
als Kunststoffpressteil.
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Bei Vereinigung des Gitters 8 mit der Einsetzhülse 4 zu einem einzigen
Stück besteht der Vorteil einer erhöhten Stabilität dieses Bauteils.
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Diese in den Fig. 3 und 4 gezeigte Einsetzhülse 4 ist einsetzbar
in das Futter 9 gemäss Fig. 5 und 6.
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Dieses Futter 9 wird also in den schon genannten vorderen Bereich
3 (Fig. 2> der Bohrung 1 eingeputzt, also auf jeden Fall fest (unlösbar) im äusseren
Bohrungsende eingesetzt. Zwecks Lagesicherung der einzusetzenden Einsetzhülse 4
besitzt das Futter 9 eine innere Ringnut 10, etwa gebildet durch entsprechend ausspringende
ringförmige Ausbildung des Teiles 11 der Wandung des Futters 9. In der Nut 10 werden
also die schon genannten Nasen 6 der einzusetzenden Einsetzhülse 4 festgehalten,
wobei zum Einstecken und Herausziehen der Einsetzhülse 4 in und aus dem Futter 9
axialparallele Nuten 12 im Futter 9 für den Durchgang der Nasen 6 vorgesehen sind.
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Auch diese Nuten 12 werden durch entsprechend ausspringende Wandbereiche
der Wandung des Futters 9 gebildet.
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Diese Bereiche 11 und/oder 13 sind also Aussprünge, durch die neben
der Funktion, die in etwa bajonettartige Halterung und Lagerung der Einsetzhülse
4 besteht, ein besonders
zuverlässiger und fester Sitz des Futters
9 in dem Mauerwerk gewährleistet ist. Das Futter 9 wird axial zweckmässig nur eine
relativ geringe Länge besitzen, damit ein möglichst grosser Teil der Bohrungs-Innenwandung
nackt, d. h. von irgendwelchen Einbauten oder Abdeckungen frei bleibt.
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Die Funktion ist so, dass normalerweise die' Bohrung 1 verschlossen
ist, weil in dem fest in der Bohrung befindlichen Futter 9 die Einsetzhülse 4 eingesetzt
ist. Durch entsprechendes Drehen und alsdann erfolgendes Herausziehen kann die Elnsetzhülse
4 aus dem Futter 9 entfernt werden, wobei die Nasen 6 durch die Nuten 12 austreten
können, während sie sich in fester ruhestellung bei entsprechender Verdrehung der
Einsetzhülse 4 in der Ringnut 10 festgehalten befinden.
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Wenn die Einsetzhülse 4 aus dem Futter 9 entnommen ist, dann ist
der Innenraum des Futters 9 frei von störenden Elementen ; der ganze lichte querschnitt
des Futters 9 steht nunmehr zur Verfügung für ein Ausputzen oder sonstiges Reinigen
der Bohrung 1, z. B. zum Ausblasen der Bohrung 1, aber auch dafür, dass beispielsweise
irgendwelche flüssigen Stoffe wie beispielsweise Chemikalien in die Bohrung 1 eingesprüht
werden ; es kann sich hierbei beispielsweise auch um solche Flüssigkeiten wie Lösungen
od. dgl. handeln, die der Sanierung des Mauerwerksdienen, oder auch um solche Mittel,
welche die Entfeuchtung beschleunigen oder begünstigen.
Schon diese
Möglichkeit erweist die Wichtigkeit der eingangs erwähnten Forderung, eine an sich
nackte Entfeuchtungsbohrung so abzuschliessen, dass willkürlich ein voller Zugang
zu dem Inneren der Bohrung hergestellt werden kann.
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Die durch die Neuerung ebenfalls gelöste Aufgabe, dem stets in der
Bohrung bzw. im Bohrungsende verbleibenden Bauten. B. dem Futter 9, einen unbedingt
sicheren und auch gegen mechanische Einwirkung widerstandsfähigen Sitz zu verleihen,
ist schon deshalb wichtig, weil die zum Einführen oder Einsprühen von Lösungen dienenden
Mittel wie beispielsweise Mundstück von Blasdüsen, aber auch die Mittel zum Ausblasen
oder sonstigen Reinigen der Bohrung notwendigerweise in nicht besonders sanfte Berührung
mit dem genannten Futter 9 od. dgl. kommen müssen.
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Da es sich bei den einsusprfihenden Stoffen um chemisch mitunter
sehr aktive, beispielsweise ätzende oder lösende Mittel handeln kann, schlägt die
Neuerung zusätzlich vor, mindestens das genannte Futter 9, vorzugsweise aber auch
die Einsetzhülse 4 aus korrosionsfestem Werkstoff und insbesondere aus einem entsprechend
widerstandsfähigen Kunststoff herzustellen ; insbesondere kommt der unter der geschütztend
Bezeichnung"Hostalen"handelsübliche Werkstoff in Frage ; dieser Kunststoff ist vor
allem sehr widerstandsfähig gegen Säuren und Alkalien, wobei als zusätzliche erwünschte
Eigenschaft auch eine erhebliehe
Bruchsicherheit hinzukommt, und
wobei die ebenfalls vorhandene Elastizität eine im Sinne der Neuerung durchaus nicht
störende. sondern oft erwünschte Eigenschaft ist.