DE1817115B2 - Synchronisier-verfahren fuer programmgesteuerte traegerumtastung - Google Patents
Synchronisier-verfahren fuer programmgesteuerte traegerumtastungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur möglichst raschen und störungssicheren Herstellung eines Synchronlaufes
des sende- und des empfangsseitigen Trägerfrequenzwechsels bei adreßcodierten Fernsprechsystemen
mit Verwendung von sendeseitigen Frequenzumtastprogrammen, die gleichzeitig Adreßmerkmale
enthalten, wobei die Umtastung sprungweise und in gleichbleibenden Zeitabschnitten erfolgt, so daß
aufeinanderfolgenden Zeitintervallen (Zeitnummern) zunehmende Frequenznummern entsprechen und jeder
Frequenznummer eine durch das Umtastprogramm vorgegebene Sende-Trägerfrequenz zugeordnet ist, die
sich von der der vorhergehenden Frequenznummer entsprechenden Sendefrequenz erheblich unterscheidet
Bei Übertragungssystemen mit veränderlicher Trägerfrequenz ist grundsätzlich eine stetige oder
sprungweise Frequenzvariation denkbar. Die stetige Variation führt bereits bei kleinen Gleichlaufabweichungen
oder Laufzeitverzerrungen zu unerwünschten Frequenzfehlern, welche sich sowohl bei Einseitenbandwie
auch bei FM-Übertragung sehr störend auswirken können. Aus diesem Grunde und im Hinbiick auf die
Frequenzaufbereitung sowie Probleme der passiven und aktiven Gegenmaßnahmen werden nachstehend nur
Systeme mit sprungweise wechselnder Sendefrequenz in Betracht gezogen. Dabei wird ein Wechsel in
gleichbleibenden Zeitabständen angenommen, obschon veränderliche Intervalle an sich im Hinblick auf
Gegenmaßnahmen gewisse Vorteile bieten könnten.
An ein derartiges System sind grundsätzlich folgende Forderungen zu stellen:
60
— Die Umtastfrequenz soll der Abtastfrequenz entsprechen
(schnelle Umtastung) oder erheblich kleiner sein (langsame Umtastung)
— Möglichst viele Übsrtragungsfrequenzen sollen zur
Anwendung kommen und womöglich mit gleicher Wahrscheinlichkeit auftreten
— Der Aufruf und die Synchronisierung des gewünschten Empfängers sollen jederzeit (d.h. auch nach
unterbrochener Übertragung) möglichst rasch und ohne zeitlich beschränkte Aufrufphase gewährleistet
sein.
Weiter soli auf Übertragung einer separaten Adresse
verzichtet werdea
— Das empfangssekige Umtastprogramm für die Suchphase soll derart beschaffen sein, daß eine
bequeme automatische Auswertung möglich ist
— Das Sende-Umtastprogramm soll leicht einstellbar sein und eine möglichst lange Gesamtperiode
aufweisen.
— Eine ständig betriebene Taktimpulsquelle zur Grobsynchronisierung ist möglichst zu vermeiden.
— Die Realisierung soll mit integrierten Schaltkreisen ohne Kernspeicher möglich sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen und
anderen Forderungen gerecht zu werden und verbesserte Synchronisiersysteme für die programmgesteuerte
Träger-Umtastung zu schaffen.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß auf der Emp/angsseite die Abstimmung des Empfängers in
einer »Suchphase« nach einem besonderen Selektions-(Such-)Programm umgetastet wird, daß die dabei
auftretenden »Treffer«, d. h. die Koinzidenzen zwischen Sendefrequenz und Selektionsfrequenz, festgestellt
werden, daß bei Erzielung einer auch bei Vorliegen von durch gestörte Übertragung verursachten zusätzlichen
Treffern und Treffer-Ausfällen zur Erkennung des
sendeseitigen Umtastprogramms ausreichenden Anzahl (m) von Nutztreffern« — wobei diese m Nutztreffer als
Einzelimpulse eines die Adresse der gerufenen Station kennzeichnenden »Wortes« betrachtet werden — die
Synchronisierung der empfangsseitigen Umtastung entsprechend dem Sendeprogramm vorgenommen wird
und daß bei Darstellung der Frequenznummern und der Zeitnummern in einer Zeit-Frequenz-Ebene die Frequenznummern
der Selektions-(Such-)Frequenzen längs einer geraden Linie (»Suchspur«, z.B. A, Au As)
angeordnet sind.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden zwecks Verkürzung der beim Suchprozeß
auftretenden Wortlänge die Frequenznummern des sendeseitigen Umtastprogramms so gewählt, daß sie in
der Zeit-Frequenz-Ebene in der Nähe einer geraden Linie (»Leitlinie«) liegen, so daß sich eine Häufung der
empfangsseitigen Nutztreffer ergibt, sobald die »Suchspur« des Selektionsprogramms in der Nähe der
Leitlinie und parallel zu dieser verläuft
Gemäß einer anderen, ebenfalls der Verkürzung der beim Suchprozeß auftretenden Wortlänge dienenden
Ausgestaltung der Erfindung sind die Frequenznummern des sendeseitigen Umtastprogramms in der
Zeit-Frequenz-Ebene längs mehrerer Geraden (»Leitspuren«)
verteilt, so daß eine Anhäufung von empfangsseitigen Nutztreffern auftritt, sobald die »Suchspur« mit
einer solchen Leitspur zusammenfällt
Die Erfindung sei anhand der F i g. 1 bis 3 näher erläutert: Diese Figuren sind schematische Diagramme
zur Veranschaulichung der Frequenz-Umtastvorgänge in der Zeit-Frequenz-Ebene nach bestimmten Umtastprogrammen.
Es empfiehlt sich dabei die Kennzeichnung der wechselnden Übertragungsfrequenz / durch
entsprechende »Frequenznummern« g. Die Zuordnung zwischen / und g kann nach einem vereinbarten
Schlüssel erfolgen (Grundprogramm).
| Es sei: | Beispiel 1 | 18 1 | 7 | 115 | ) 6 | Beispiel 1 | Beispiel 2 | |
| 5 | schnelle | schnelle | langsame | |||||
| Umtastung | Umtastung | Umtastung | ||||||
| 0,1 m see | ||||||||
| 10000/sec | Beispiel 2 | 5 | ||||||
| langsame | Programm der | |||||||
| T0 = Umtastintervall | Umtastung | B = | Sende-Frequenz- | |||||
| w = ΐ/τ0 = Taktfre quenz der |
nummern | |||||||
| Umta | 5 m see | Suchspuren mit Frequenz |
||||||
| stung | 200/sec | IO | A1, A2 = | nummern der | ||||
| ζ = t/T0 = Zeit- nummer |
ca. 80 | Selektions- | 1/80 | 1/100 | ||||
| g(z) = Frequenznummer | umtastung in der Suchphase |
|||||||
| f{g) = Sendefrequenz | '5 | l/n = Treffer wahrscheinlich |
||||||
| η = Zahl der Fre- | P = | keit in der | 16 | 10 | ||||
| quenznummern | Suchphase | |||||||
| (kann größer | ca. 100 | Zahl der Nutz- | ||||||
| oder kleiner sein | 20 | m = | treffer einer | 1260 | 1000 | |||
| als die Zahl der | Adresse | |||||||
| möglichen Sende frequenzen) |
mn = mittlere | |||||||
| m/P = | Zahl der nötigen Slichschritte -zur |
|||||||
Die Frequenznummern der übertragenen Signale können z. B. nach F i g. 1 unregelmäßig wechseln. Zur
Aufnahme der Verbindung ist eine Synchronisierung der empfangsseitigen Umtastung entsprechend dem
Sendeprogramm B erforderlich. Zur Synchronisierung
könnten probeweise empfangsseitige Umtastungen mit verschiedenen Startphasen erfolgen, was aber bei
längerem Programm umständlich und zeitraubend ist Erfindungsgemäß wird zunächst in einer »Suchphase«
die Empfängerabstimmung nach einem besonderen Suchprogramm umgetastet, und die dabei auftretenden
»Treffer«, dh. die Koinzidenzen zwischen Sendefrequenz
und Selektionsfrequenz, werden festgestellt Bei konstanter Empfängerabstimmung liegen die Frequenznummern
der Selektionsfrequenz z. B. auf der Suchspur A\ (Fig. \\ und es erscheinen Treffer bei K\ und K2.
Bei wechselnder Selektionsfrequenz, z. B. entsprechend
dem durch die Spur A2 gekennzeichneten Programm,
erscheinen ebenfalls Treffer, wie z. B. durch K\", K2"
angedeutet Die mit diesen Suchspuren erzielten Treffer sind normalerweise unregelmäßig und über einen
weiteren Bereich verteilt Zur Synchronisierung ist natürlich eine ausreichende Zahl solcher Nutztreffer
erforderlich, namentlich in Fällen, wo bei gestörter
Übertragung zusätzliche Störtreffer und Treffer-Ausfälle auftreten.
Die Nutztreffer sind als Einzel-Impulse eines »Wortes« zu betrachten, welches auch bei Berücksichtigung der Störtreffer und Ausfälle zur Erkennung des
Umtastprogramms P genügen muß. Die mittlere Dauer dieses Wortes ist gegeben durch die Zahl der zur
Auswertung erforderlichen Nutztreffer. Nachteilig ist nicht nur die durch die Dauer des Trefferwortes
bedingte erhebliche Störanfälligkeit, sondern auch die erforderliche große Kapazität des Auswerte-Spetchers.
Da das Sende-Umtastprogramm entsprechend der gerufenen Station festgelegt ist, sou das von diesem
Programm abhängige Trefferwort im weiteren als »Adresse« bezeichnet werden.
Folgende Beziehungen und Zusammenhänge sind von Interesse:
Adreßerkennung
t0 = m ■ n/w = mittlere Suchzeit
t0 = m ■ n/w = mittlere Suchzeit
0,126 see 5 see
Eine Verkürzung der beim Suchprozeß auftretenden Wortlänge ist möglich durch zweckmäßige Disposition
des senderseitigen Umtastprogramms: Bei Anordnung aller Frequenznummern dieses Programms B in der
Nähe einer Leitlinie B0 ergibt sich eine Häufung der
empfangsseitigen Treffer, sobald die Leitlinie A des Suchprogramms in der Nähe von B0 und parallel dazu
verläuft
Gemäß Fig.2 können die Frequenznummern der
übertragenen Signale aber auch auf mehrere Spuren Bi,
B2,... verteilt sein, so daß eine Anhäufung von Treffern
auftritt, sobald die Suchspur A mit einer solchen Leitspur (z. B. B3) zusammenfällt Die gezeigten Treffer
K\, K2,... ergeben dann eine relativ kurze Adresse.
Die erste Lösung (Frequenznummern in der Nähe einer Leitspur) hat den Nachteil, daß einzelne
Frequenzen auch bei veränderlicher Feinstruktur des Programms immer wieder in bevorzugten Zeitbereichen
erscheinen.
so Die zweite Lösung (Frequenznummern auf mehreren
Spuren) scheint dagegen zunächst den Nachteil einer schwierigen Auswertung aufzuweisen.
Die in Umgebung einer Leitlinie B0 oder auf mehreren
Spuren Bt, B* ... verteilten Sende-Frequenzmimmern
entsprechen dem B-Programm, dessen zugehörige Frequenzen wenigstens teilweise auch durch unbefugte
Empfänger registriert und ausgeweitet werden können. Bei diesem Programm empfehlen sich deshalb zusätzliche Vorkehrungen (veränderliche Feinstruktur nach
einstellbarem Unterprogramm) zur Erschwerung emer
seitigen Suchprozeß wechselnden Selektionsfrequenzen
and dagegen durch eine gleichbleibende Leitspur A gegeben; dh, das Suchprogramm ist unveränderlich
und kommt im allgemeinen bei mehreren Stationen zur Anwendung.
In gewissen Fallen wäre allerdings zeitweise Tastung
der Sendefrequenz nach diesem Α-Programm er-
wünscht, ζ. B. um nachträglich als Dritter in eine
bestehende Verbindung einzudringen. Da ein solches unveränderliches Programm allgemeine Bedeutung hat
und unbefugten Empfängern zur Erkennung von einzelnen daraus abgeleiteten Sendeprogrammen dienen
kann, sollte diese Vertauschung jedoch vermieden werden; d. h, das A-Programm soll für die empfangssei-
tige Selektions-Umtastung in der Bereitschafts- bzw. Suchphase reserviert bleiben.
In Weiterbildung der Erfindung wird eine besonders kurze Wortlänge der beim Suchvorgang auftretenden
Treffer dadurch erzielt, daß die Frequenznummern des Ä-Programms paketweise auf benachbarten Etnzelspuren
B\, B2,... verteilt sind, welche parallel zur Suchspur
A verlaufen (F i g. 3). Die Treffer K0, Ku..- bilden dann
eine Adresse mit m unmittelbar benachbarten Impulsen. Dabei genügt ein Auswertespeicher mit dem minimalen
Umfang von m Stufen zur Erkennung der Adresse und Synchronisierung. Alle anderen Suchspuren, welche
ebenfalls mit einer Einzelspur des B-Programms zusammenfallen, ergeben gleiche Adressen in entsprechender
zeitlicher Verschiebung.
Die Gesamtzahl η der bei der Umtastung vorkommenden
Frequenznummern wird vorteilhaft teilerfremd gegenüber der Trefferzahl m einer Adresse gewählt, um
zu erreichen, daß die Dauer des resultierenden Umtastprogramms den Maximalwert von m ■ η Schritten
erreicht. Beim Suchen ist der Zeitpunkt der an sich kurzen Adresse nicht bekannt, und die mittlere Suchzeit
beträgt nun tm = m · n/2 w.
Bei einer Verbindungsaufnahme nach dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren besteht zunächst
eine willkürliche Phasenbeziehung zwischen der sende- und empfangsseitigen Umtastung. Das Sendesignal
kann aus verschiedenen Gründen beim Frequenzwechsel Unterbrechungen aufweisen, so daß der
Suchvorgang bei ungünstiger Phasenlage der empfangsseitigen Umtastung versagt Es sind deshalb besondere
Maßnahmen erforderlich, damit auch in solchen Fällen eine erfolgreiche Adreß-Erkennung zustande kommt
Nach der Schwebungs-Methode kann die Taktfrequenz der Suchumtastung gegenüber der senderseitigen
Umtastfrequenz derart verschoben werden, daß bis zum Ablauf der ersten Suchperiode ein Phasenunterschied
von '/2 Periode zwischen den beiden Umtastvorgängen aufläuft Damit besteht Gewähr dafür, daß mindestens
jeder zweite Durchlauf des Suchprogramms gegenüber dem getasteten Empfangssignal eine günstige Phasenlage
aufweist. Gleiche Ergebnisse lassen sich auch mit periodischem Phasenwechsel der Suchumtastung erzielen. Bei Anwendung dieser Maßnahmen ist eine
Gewährleistung des Prioritätsanfrüfes in allen vorkom
menden Betriebsfällen besonders zu beachten. Eine brauchbare Lösung ergibt sich bei Verwendung der
Taktfrequenzen f\ bzw. £ nach folgendem Schema:
Prioritäts-Aufruf
Normaler Betrieb
Prioritätsbetrieb
Einseitiger Betrieb mit einer
isolierten Außenstation
Normaler Betrieb
Prioritätsbetrieb
Einseitiger Betrieb mit einer
isolierten Außenstation
h
/i
h
Normale Warte- bzw.
Suchstellung
Normaler Aufruf
Damit besteht Gewähr dafür, daß alle wartender oder im Normalgespräch befindlichen Stationen nich
ίο nur den Prioritätsruf, sondern gegebenenfalls auch
nachträglich das Prioritätsgespräch mit entsprechendei Adresse stets erkennen. Bei einer ausschließlich
empfangenen »isolierten Außenstation« empfiehlt sich sowohl bei Aufruf wie auch bei Übertragung analog zurr
Prioritätsgespräch Betrieb mit der Taktfrequenz /2 (d. h
/3=^2)· Damit ist diese Station allerdings für einer
nachträglichen Prioritätsaufruf nicht mehr erreichbar Als Kompromiß kommt deshalb Verwendung einei
getrennten Taktfrequenz Z3(Z. B. Mittelwert zwischen f
und /2) in Betracht
Wie weiter oben schon ausgeführt, ist eine Vertäu schung der B- und A -Programme zu vermeiden. Au«
diesem Grunde ist der Prioritäts-Aufruf einer Statior nicht ohne weiteres möglich, falls diese bereits auf da;
Programm einer Gegenstation synchronisiert ist. Mar könnte sich mit einem zusätzlichen Hilfsempfängei
behelfen. Zweckmäßigerweise ist ein Empfangssystem bei dem im Empfänger die Frequenznummern de:
ß-Programms einer synchronisierten Übertragung mil den Frequenznummern eines A -Suchprogramms abwechseln.
Das für eine Frequenznummer verfugbare Tastinter
vall ist dabei auf höchstens 7i/2 reduziert und auch die
Sendesignale der normalen Übertragung entsprecher einem solchen Intervall. Bei solchen Sendesignalen mil
halbierter Impulsdauer ist gleichzeitig die Impulsleistung zu verdoppeln, so daß auch bei angepaßter
Bandbreite des Empfängers keine Verschlechterung des Geräuschabstandes zu erwarten ist. Die mit Prioritäi
aufrufende Station sollte jedoch mit normaler Dauer T(
arbeiten, damit die Prioritätsadresse unabhängig von der jeweiligen Phasenlage der Such-Umtastung ohne
Verlängerung der Suchzeit erkannt wird. Die resultierende Verdopplung der Sendeleistung ist bei entsprechender
Verlängerung der Suchzeit unter Anwendung der Schwebungsmethode nötigenfalls zu vermeiden
durch Beibehaltung der Sendeimpuls-Dauer To/2.
Bei diesem verschachtelten Programm kann die Adressenzahl, die bei Betrieb mit ICurzadressen unter
Umständen nicht ausreichend ist, dadurch wirksam vergrößert werden, daß gemäß F i g. 4 eine zusätzliche
Lageverschiebung {Zeitmodulation) der einzelnen Informationsimpulse (Tastintervalle) gegenüber einem
Normairaster um Beträge (<Q vorgesehen wird, die
einem zusätzfichen Unterprogramm (^entsprechen.
Zur Erkennung dieser kombinierten Adressen sind im Adreßauswerter die zusätzlichen ideinen Zeitverschiebungen gegenüber den durch die Umtastung gegebenen
großen Intervallen zusätzlich zu berücksichtigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (13)
1. Verfahren zur möglichst rasdien und störungssicheren Herstellung eines Synchronlaufs des sende-
und des empfangsseitigen Trägerfrequenzwechsels
bei adreßcodierten Fernsprectaystemen mit Verwendung von sendeseltigen Frequenzumtastprogrammen, die gleichzeitig Adreßmerkmale enthalten, wobei die Umtastung sprungweise und in to
gleichbleibenden Zeitabschnitten erfolgt, so daß aufeinanderfolgenden Zeitintervallen (Zeitnummern) zunehmende Frequenznummern entsprechen
und jeder Frequenznummer eine durch das Umtastprogramm vorgegebene Sende-Trägerfrequenz zu-
geordnet ist, die sich von der der vorhergehenden Frequenznumfiier entsprechenden Sendefrequenz
erheblich unterscheidet dadurch gekennzeichnet, daß auf der Empfangsseite die
Abstimmung des Empfängers in einer »Suchphase« nach einem besonderen Selektions-(Sucn-)Programtn umgetastet wird, daß die dabei auftretenden
»Treffer«, d. h. die Koinzidenzen zwischen Sendefrequenz und Selektionsfrequenz festgestellt werden,
daß bei Erzielung einer auch bei Vorliegen von durch gestörte Übertragung verursachten zusätzlichen Treffern und Treffer-Ausfällen zur Erkennung
des sendeseitigen Umtastprogramms ausreichenden Anzahl (m) von »Nutztreffern« — wobei diese m
Nutztreffer als Einzelimpulse eines die Adresse der gerufenen Station kennzeichnenden »Wortes« betrachtet werden — die Synchronisierung der
empfangsseitigen Umtastung entsprechend dem Sendeprogramm vorgenommen wird und daß bei
Darstellung der Frequenznummern (g) und der Zeitnummern (t) in einer Zeit-Frequenz-Ebene die
Frequenznummern der Selektiops-(Such-)Frequenzen längs einer geraden Linie (»Suchspur«, z. B. A,
A\, A2) angeordnet sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verkürzung der beim Suchprozeß auftretenden Wortlänge die Frequenznummern
(g) des sendeseitigen Umtastprogramms (B) so gewählt werden, daß sie in der Zeit-Frequenz-Ebene
in der Nähe einer geraden Linie (»Leitlinie« flb)
liegen, so daß sich eine Häufung der empfangsseitigen Nutztreffer ergibt, sobald die »Suchspur« (A)
des Selektionsprogramms in der Nähe der Leitlinie (B0) und parallel zu dieser verläuft.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verkürzung der beim Suchproze3 auftretenden Wortlänge die Frequenznummern
(g) des sendeseitigen Umtastprogramms in der Zeit-Frequenz-Ebene längs mehrerer Geraden
(»Leitspuren« fl„ B1 ...) verteilt sind, so daß eine
Anhäufung von empfangsseitigen Nutztreffern auftritt, sobald die »Suchspur« (A) mit einer solchen
Leitspur (z. B. B3, F i g. 2) zusammenfällt
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks weiterer, drastischer Verkür- to
zung der beim Suchprozeß auftretenden Wortlänge die Frequenznummern feldes sendeseitigen Umtastprogramms (ß-Programms) in der Zeit-Frequenz-Ebene paketweise längs benachbarter Einzelspuren
angeordnet sind (Bi, B2,..., Fi g. 3), die parallel zur
Suchspur verlaufen, so daß die Treffer (Ko, K\,...) eine Adresse mit einer bestimmten Anzahl (m)
unmittelbar benachbarter Impulse bilden und alle
anderen Suchspuren, welche ebenfalls mit einer
Einzelspur des sendeseitigen Umtastprogramms (B) zusammenfallen, gleiche Adressen in entsprechender zeitlicher Verschiebung ergeben.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtzahl (n) der bei der
Umtastung vorkommenden Frequenznummern teilerfremd gegenüber der Trefferzahl (m) einer
Adresse gewählt wird, womit eine maximale Dauer des resultierenden Umtastprogramms, nämlich m-n
Schritte, erzielt wird.
; 6. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der
Ansprüche 2 bis 5, bei welchem zunächst eine willkürliche Phasenbeziehung zwischen der sende-
und der empfangsseitigen Umtastung besteht, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Vermeidung
eines durch Unterbrechungen des Sendesignals beim Frequenzwechsel verursachten Versagens des Suchvorganges bei ungünstiger Phasenlage der empfangsseitigen Umtastung und zwecks Sicherstellung
einer brauchbaren Adreß-Erkennung die Taktfrequenz der Suchumtastung im Sinne einer Schwebungs-Methode gegenüber der sendeseitigen Umtastfrequenz derart verschoben wird, daß bis zum
Ablauf der ersten Suchperiode ein Phasenunterschied von einer halben Periode zwischen den
beiden Umtastvorgängen aufläuft
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 bis 5, bei welchem zunächst eine willkürliche Phasenbeziehung zwischen der sende- und der empfangsseitigen
Umtastung besteht dadurch gekennzeichnet daß zwecks Vermeidung eines durch Unterbrechungen
des Sendesignals beim Krcquenzwechsel verursachten Versagens des Suchvorganges bei ungünstiger
Phasenlage der empfangsseitigen Umtastung und zwecks Sicherstellung einer brauchbaren Adreß-Erkennung die Suchumtastung einem periodischen
Phasenwechsel unterzogen wird, so daß die Adresse bei einer Wiederholung des Suchprogramm-Durchlaufs mit Sicherheit erkannt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 bis 7, gekennzeichnet durch einen verschachtelten Programmablauf in dem Sinne, daß zwecks Vermeidung
eines zusätzlichen Hilfsempfängers für den Prioritäts-Aufruf einer bereits auf das Programm einer
Gegenstation synchronisierten Station das sendeseitige Umtastprogramm (B) und das empfangsseitige
Suchprogramm (A) so ausgelegt werden, daß im Empfänger die Frequenznummern des sendeseitigen
Umtast-Programms (B) einer synchronisierten Übertragung mit den Frequenznummern eines
empfangsseitigen Suchprogramms fAJ abwechselt
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet daß das für eine Frequenznummer
verfügbare Tastintervall gegenüber dem Tastintervall (To) beim unverschachtelten Programmablauf
auf höchstens die halbe Dauer (7o/2) reduziert ist und auch die Sendesignale der normalen Übertragung einem solchen Intervall entsprechen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet daß bei den Sendesignalen mit halbierter
Impulsdauer die Impulsleistung verdoppelt wird, so daß auch bei angepaßter Impulsbreite des Empfängers keine Verschlechterung des Geräuschabstandes
eintritt
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit Priorität anrufende Station mit normaler Tastintervall-Dauer (To)
arbeitet, so daß die Prioritätsadresse unabhängig von der jeweiligen Phasenlage der Such-Umtastung
ohne Verlängerung der Suchzeit erkannt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß zwecks wirksamer Vergrößerung der Adressenzahl bei Betrieb mit
Kurzadressen eine zusätzliche Lageverschiebung (Zeitmodulation) der einzelnen Informationsimpulse
(Tastintervalle) gegenüber einem Normairaster um Be*räge (d„) vorgesehen ist, die einem zusätzlichen
Unterprogramm (D) entsprechen (F i g. 4).
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erkennung der kombinierten
Adressen im empfangsseitigen Adreßauswerter Mittel (zusätzliche Koinzidenzschaltungen) vorgese- 1,5
hen sind, durch welche die zusätzlichen, gegenüber den durch die Umtastung gegebenen großen
Intervallen kleinen Zeitverschiebungen erkannt und ausgewertet werden.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| CH198168 | 1968-02-12 | ||
| CH198168A CH488348A (de) | 1968-02-12 | 1968-02-12 | Synchronisier-Verfahren für programmgesteuerte Trägerumtastung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1817115A1 DE1817115A1 (de) | 1970-08-27 |
| DE1817115B2 true DE1817115B2 (de) | 1977-03-31 |
| DE1817115C3 DE1817115C3 (de) | 1977-11-10 |
Family
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2001770A1 (de) | 1969-10-03 |
| CH488348A (de) | 1970-03-31 |
| NL6900892A (de) | 1969-08-14 |
| BE728162A (de) | 1969-07-16 |
| SE344000B (de) | 1972-03-20 |
| AT299318B (de) | 1972-06-12 |
| GB1261771A (en) | 1972-01-26 |
| DE1817115A1 (de) | 1970-08-27 |
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EF | Willingness to grant licences | ||
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