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Verfahren und Vorrichtung zum Aufrollen von Halsetiketten auf kegelstumpfformige
Oberflächenteile von zylindrische Unterteile aufweisenden Gefäßen, wie Flaschen,
Dosen, Kannen und dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und die dazugehörigen
Vorrichtungen zum Aufbringen von Halsetiketten auf kegelstumpfformige Oberflächenteile
von Gefäßen, wie Flaschen} Dosen, Kannen und dgl., die zylindrische Unterteile aufweisen.
Die zylindrischen Unterteile solcher GefäBe können auch fehlen, in welchem Falle
die Gefäßträger mit den sich darauf befindlichen Gefäßen durch Abwälzen in entsprechende
Rotation um die eigene Achse gebracht werden.
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Zum Aufbringen von Halsetiketten auf die kegeligen Teile von Flaschen
und dgl. sind Vorrichtungen bekannt geworden, die die klebenden Etiketten auf den
kegeligen Behalterteilen durch Anpressen, Anklatschen oder Anheften und anschließendes
AnbSirsten oder dgl. endgültig befestigen. Bei solchen Vorrichtungen rotiert das
Gefäß nicht um seine eigene Achse, sondern wird ohne Eigenrotation mit auf einer
geraden oder allenfalls kreisförmigen Förderbahn, zum Beispiel durch eine als Rundläufermaschine
ausgebaute Vorrichtung, hindurchgeführt.
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Die Übergabe kann auch anstatt durch bewegte Ubergabeelemente durch
Blasluft oder dgl. erfolgen. Auch soweit das Durchlaufverfahren, also eine geradlinige
Förderung der Flaschen durch die Etikettiermaschine angewendet wird, ist es bekannt,
die Eigenrotation der Gefäße um ihre eigene Achse während der
Ubergabe
der Etiketten zu unterbinden und die über Aussparungen im Etikettenzylinder gespannten
Etiketten durch Kantenpressung der Seitenbegrenzung der Aussparung mit der Flaschenoberfläche
auf die Flaschen exakt überzugeben und dort anzuheften. Als Gegenlager dienen bei
diesem Verfahren sowohl bei der Etikettierung zylindrischer Oberflächen wie bei
der 'Etikettierung kegeliger Oberflächen an der Gegenseite der Etikettierstelle
am Gefäß angreifende Gegenhalterollen, durch deren synchrone Mitbewegung mit dem
Etikettierzylinder eine rotationsfreie Durchschleusung der Flaschen an der Etikettierungsstelle
hervorgerufen wird (DBP 1 256 579, 1 152 353, l 258 783).
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Trotzdem es sich bei diesen Vorrichtungen und Verfahren wenigstens
teilweise um einen Durchlauf der Flaschen auf einer geraden Bahn handelt, erfolgt
die Ubergabe der Etiketten, insbesondere diejenigen der Halsetiketten (kegelige
Oberflächenteile), nicht im AbwAlzverfahren mit rotierender Flasche, wie dies beim
Aufbringen von Bauchetiketten auf die zylindrischen Flaschenteile vielfach üblich
ist. Beim gleichzeitigen Aufbringen von Bauch-und Halsetiketten ist nämlich noch
als zusätzliches Erschwernis eine Ausrichtung beider Etiketten nötig, die im Abwälzverfahren
nicht ohne weiteres beherrschbar ist. Es ist auch bereits bekannt geworden (gedruckte
Patentanmeldung J 620 XII/81b), oberhalb des Etikettierzylinders für Bauchetiketten
zur Durchführung des Abwälzverfahrens einen zylindrischen Kopf anzuordnen, an dessen
Außenseite um eine Unterkante schräg nach außen anstellbare und kippbare Segmente
für Halsetiketten vorgesehen sind. Diese Segmente lassen sich an die Neigung der
kegeligen
Oberflachenteile der Gefäße anpassen, so daß die Ubergabe
während der Berührung der Etikettensegmente mit den Halsteilen der Gefäße möglich
ist. Die Übergabe der Etiketten aus dem Stapel kann dann bei lotrecht eingeschwenkten
zurückgeholten Etikettensegmenten erfolgen, so daB jeweils nur im Augenblick des
Aufrollens der Halsetiketten bei schief nach außen Eti-' angestelltem kettensegment
ein der kegeligen Oberfläche des Gefäßes angepaßtes Segment zur Anlage an diesen
kegeligen Teil des Gefäßes kommt. Es ist weiter bekannt (DBP 1 143 438), die Neigung
der Achse der Auf-rollvorrichtungen für die auf die kegeligen Oberflächenteile der
Gefäße aufzubringenden Halsetiketten verstellbar zu machen, damit jede Neigung der
Flaschen erfa#t werden kann. Es ist (in dieser patentschrift) auch bereits ein Kegelstumpf
als Abrollelement vorgesehen, dessen gedachte Kegelspitze sich mit der gedachten
Kegelspitze der kegeligen Oberflächenteile des zu etikettierenden Gefäßes trifft.
Dieses kegelige Aufrollelement weist Segmentteile auf, die über die Kegeloberfläche
nach außen verschiebbar sind und in der ausgerückten Stellung fluchtend übereinander
liegen, wodurch die Übergabe der Etiketten aus dem Vorratsbehälter erleichtert wird.
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Es hat sich jedoch ergeben, daß mit Hilfe von zylindrischen Abrollelementen,
auch dann wenn sie schräg gegen die kegeligen Teile der Gefäße angestellt sind,
Etiketten auf diese kegeligen Gefäßteile im Abrollverfahren nicht exakt aufgebracht
werden können. Gleiches gilt für kegelige Abrollelemente, soweit die gedachten Kegelspitzen
der Aufrollelemente sich nicht mit den gedachten Kegelspitzen der kegeligen Gef§ßteile
treffen. Die Etiketten können aus geometrischen
Gründen beim Abrollen
grundsätzlich in all diesen Fällen nicht ohne Gleiten zwischen Teilen der Aufrollvorrichtung
und der Oberfläche des kegeligen Gefä#teiles aufgebracht werden, weshalb kein eindeutiges,
gleitungsloses Aufrollen der Etiketten auf die kegeligen Teile möglich ist. Die
Folge davon ist, da# die aufgebrachten Etiketten schief sitzen und selbst dann,
wenn dieser schiefe Sitz zuvor durch entsprechende schiefe Einstellung der Aufrollelemente
kompensiert wird, ist die Ubergabe unexakt und wegen der auftretenden Gleitwegungen
mit unexakten Reibungsverhältnissen ungenau und störanfällig. Die Etiketten sitzen
also o häufig nicht nur schief ; sie sind häufig auch zerrissen oder zerdrückt und
selten exakt zu den Bauchetiketten ausgerichtet.
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Nur Kegel, die sich mit den Spitzen treffen, gewährleisten eine einwandfreie
Abwdlzung der Oberflächen aufeinander und solche Kegelflächen gewährleisten eine
genaue Aufrollung von Etiketten. Solche Vorrichtungen sind bereits bekannt geworden
(Patent 1 192 578) und 1 143 438). Die bisher bekannten Vorrichtungen, bei denen
sich die gedachten Kegelspitzen von Aufrollelementen und kegeligem Gefäßteil in
einem Punkt treffen, arbeiten jedoch schrittweise und nicht im Durchlauf-Anrollverfahren.
Die Gefäße werden schrittweise der Aufrollstation zugeführt, dort angehalten, die
Etiketten aufgerollt, worauf die Gefäße weiterbefdrdert werden (Patent 1 192 578).
Hierbei müssen die Gefäße im Stillstand um ihre eigene Achse drehbar sein. Sie müssen
auch drehbar gehalten und angetrieben sein oder. der antrieb muß. leicht durch die
Aufrollvorrichtung selbst erfolgen können.
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Um jedes Gleiten zu vermeiden, wird man wohl sowohl die
Flaschen
selbst antreiben, als auch das Aufrollelement ; eine genaue Synchronisierung der
beiden Geschwindigkeiten ist hierbei jedoch unumgänglich, weil sonst wiederum ein
-Gleiten eintritt. Diese Forderung ist jedoch nur schwer und mit erheblichem Aufwand
zu erfUllen. Die beim Aufrollvorgang vorhandene LinienberUhrung bedingt den schrittweisen
Betrieb mit Unterbrechung der Förderwegung während des Etikettiervorganges.
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Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine
Möglichkeit zur Etikettierung der Gefäße im Durchlaufverfahren mit exakter Aufrollung
der Halsetiketten auf die kegeligenOberflächenteile der Gef§Be zu schaffen.
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Zur Losung dieser Aufgabe wird ein Verfahren zum Aufrollen von Halsetiketten
auf kegelstumpRfUrmlge OberflSchenteile von zylindrische Unterteile aufweisenden
Gefäßen wie Flaschen, Dosen, Kannen und dgl. mittels kegelstumpfrörmigen, neigungsgerecht
gegen die kegeligen Gefäßteile anstehenden Etikettenträgern, deren gedachte kegelspitzen
sich jeweils zu den gedachten Kegelspitzen der kegeligen Gefä#-teile treffen, gem§ß
der Erfindung vorgeschlagen, daß in bekannter Weise die Weiterförderung der Gefäße
während des Aufrollens der Halsetiketten durch Abwälzen des zylindrischen Gefäßteiles
zwischen einem Abwälzgeländer und einem mit einer konstanten Drehzahl umlaufenden
Abwälzzylinder erfolgt, und daß die Halsetiketten beim Aufrollen zusätzlich zur
Aufrollbewegung mit von der Fördergeschwindigkeit der Flaschen bestimmter Winkelgeschwindigkeit
um die Achse des AbwSlzzylinders herumbewegt werden.
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Durch dieses Verfahren werden die Etiketten beim Aufrollen nicht nur
ohne jede Gleitung auf die kegeligen Gefäßteile aufgebracht, sondern beim Aufrollen
werden sie zusätzlich mit der Fördergeschwindigkeit der Flaschen mitbewegt, so daB
für den Aufrollvorgang ohne Anhalten der GefäBe genügend Zeit zur VerfUgung bleibt
und trotzdem die gedachten Kegelspitzen sich während des ganzen Aufrollvorganges
treffen.
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Gemäß der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, daß in an sich bekannter
Weise jeweils gleichzeitig mit einem Halsetikett ein Bauchetikett auf den zylindrischen
Teil der Gefä#e aufgerollt wird.
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An sich wird der mit konstanter Drehzahl umlaufende Abwälzzylinder
beim vorliegenden Verfahren zum Aufrollen von Halsetiketten vor allem zum Antriet
der Gefäße benötigt. Jedoch kann auch eine doppelte Etikettierung im Durchlauf-AbwSlzverfahren
erreicht werden. Der umlaufende AbwSlzzylinder greift namlich ohnehin an den zylindrisehen
Gefäßteilen an, wodurch das Gef§B an dem Abwälzgeländer ohne zu gleiten abgerollt
wird. Hierbei wird gleichzeitig sowohl eine Drehung um die eigene Achse des Gefäßes
als auch eine Weiterfdrderung erzielt. Das sind die Voraussetzungen für die doppelte
Abwälz-Durchlauf-Etikettierung.
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Zur DurchfUhrung der erfindungsgemäßen Verfahren wird vorgeschlagen,
da# zwischen einem oberhalb des Abwälzzylinders angeordneten und mit diesem symmetrisch
umlaufenden Kegelradzahnkranz Ubereinstimmender Außenabmessung und einem über diesem
spiegelbildlich angeordneten, gleichen aber feststehenden Kegelradzahnkranz ein
mit beiden Zahnkrknzen kSmmendes und um die Mittellinie des Abwälzzylinders schwenkbar
angeordnetes
Umlauf-Kegelrad vorgesehen ist, wobei die Kegelspitzen
dieser drei Kegelzahnräder sich in einem Punkt auf der Mittellinie-des Abwälzzylinders
treffen, und daß jeweils das Umlaufkegelrad und der kegelfbrmige Etikettenträger
mit gemeinsamer Basisfläche so zueinander angeordnet sind, da# sich die gemeinsame
Achse je des kegelförmigen Etikettenträgers und des zugehörigen Umlaufkegelrades
einerseits und die Achse des jeweiligen kegeligen GefäBteiles andererseits rechtwinkelig
treffen.
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Zwischen einem oberen, feststehenden Kegiradzahnkranz und einem unteren,
mit dem AbwSlzzylinder umlaufenden Kegelradkranz ist ein Umlaufkegelrad vorgesehen,
das entsprechend den gewählten Abmessungen der Kegelradkränze und deren Au#endurchmesser,
die sich-mit dem Außendurchmesser des Abwälzzylinders decken und daher mit der halben
Geschwindigkeit des Abwälzzylinders umläuft. Auf diesem Umlaufkegelrad ist im Sinne
eines Doppelkegels ein ebenfalls kegeliger Etikettenträger angebracht, dessen gedachte
Spitze sich mit der gedachten Spitze des kegeligen Gefäßteiles trifft und zwar bei
rechtwinkelig zueinander verlaufenden Kegelachsen.
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Dieser kegelige Etikettenträger läuft mit der halben Umfangsgeschwindigkeit
des Abwälzzylinders um dessen Zentrum und bewegt sich damit genau mit der Fordergeschwindigkeit
der Flaschen, die wegen des Abwälzvorganges insgesamt nur halb so gro# ist, wie
die Umfangsgeschwindigkeit des Abwälzzylinders.
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Der Etikettenträger wältz sich also nicht nur ohne zu gleiten auf
den kegeligen Gefäßteilen ab, sondern wird auch noch, wenigstens stückweise und
während der Abrollung des Halsetikettes, genau mit der Fordergeschwindigkeit der
Flasche, das
ist halbe Umfangsgeschwindigkeit des Abwälzzylinders,
mit der Flasche mitgefUhrt. Das Halsetikett wird also nicht nur aufgerollt, sondern
es wird während der Aufrollbewegung auch noch mit einer, von der Fördergeschwindigkeit
der Flasche bestimmten Winkelgeschwindigkeit, wenigstens, stückweise um die Achse
des Abwälzzylinders herumbewegt. Zum Abrollen steht also wegen der Nachführung des
Etikettes samt seinen Etikettenträgern ohne Unterbrechung des Weitertransportes
ausreichend Zeit zur VerfUgung, weshalb dasHalteetikettohne Verkantung, Verzug und
Beschädigung exakt aufgebracht werden kann.
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Gemäß der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, da# die kegelformigen
EtikettentrKger und die Kegelräder durch Sätzweises Umstecken austauschbar ausgebildet
sind.
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Eine andere Möglichkeit, Halsetiketten gemäß dem erfindungsgemä#en
Verfahren auf die kegelstumpfförmigen Teile von Gefäßen aufzubringen, besteht darin,
daß in n Höhe der kUgeligen Oberflächenteile über dem Abwälzzylinder jeweils Etikettenabrollkegel
mit nach außen zur Flasche hin neigbarer und in die Ausgangsstellung zurückholbarer
Schwenkachse angeordnet sind, daB jeweils zwischen Flasche und Etikettenabrollkegel
und lotrecht über der Mantelfläche des Abwälzzylinders ein entsprechend gekrümmtes
und kailissenartig ausgebildete DurchbrUche aufwelsendes,umeineJnterkanfe"nach au#en
zur Flasche ausschwenkbares und in die Ausgangsstellung zurüokholbares Etikettensegment
vorgesehen ist, wobei jeweils in der ausgeschwenkten Stellung beider Elemente wenigstens
Teile des Etikettenäbrollkegels durch die kulissenartigen Durchbruche des Etikettensegmentes
bis zur Anlage an der
Oberfläche der kegeligen Gefäßteile derart
hindurchschwenkbar sind, daß beim Ausschwenken der Etikettenabrollkegel dem Etikettensegment
und beim ZurUckholen das Etikettensegment dem Etikettenabrollkegel nachfolgt, und
daß sowohl Etikettenabrollkegel wie auch Etikettensegment mit der halben Winkelgeschwindigkeit
des Abwälzzylinders um dessen Achse umlaufen.
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Der Etikettenabrollkegel wird also beim Abrollen mit der Flaschengeschwindigkeit
mitgefuhrt ; seine Achse ist jedoch verstellbar und trifft nur während des Abrollvorganges
die gedachte Achse der kegeligen Gefäßteile. In den Ubrigen Positionen und beim
Umlauf wird der Etikettenabrollkegel hinter ein kulissenformige Ausschnitte aufweisendes
Etikettenhaltesegment zurUckverschwenkt, wobei das Etikettenhaltesegment in aufgerichteter
Stellung zur Aufnahme und Halterung des Etiketts dient. Auf eine solche, im wesentlichen
zylindrische Fläche kann das Etikett mit einfachen Mitteln in bekannter Weise abgegeben
und gegebenenfalls auf ihr beleimt oder sonstwie aktiviert werden. Erst kurz vor
dem Aufrollen wird das Etikettensegment entsprechend der Neigung der kegeligen Flaschenteile
schräg nach außen gestellt, jedoch erst durch den dann ebenfalls nach außen geschwenkten
Etikettenabrollkegel auf die kegeligen Flächen des Gefäßes aufgerollt.
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Gute Ubernahme und Abgabe sowie Beleimung und Aktivierung der Etiketten
wird dadurch ebenso ermöglicht wie eine exakte Aufrollung durch einen Etikettenabrollkegel,
dessen gedachte Spitze sich mit der gedachten Spitze des kegeligen Gefäßteiles trifft.
Auch hier erfolgt das Aufrollen ohne Gleitbewegungen
und es bleibt
auch ohne Zwisehenhalt genUgend Zeit zum Aufrollen, weil der Kettenabrollkegel wenigstens
stockweise mit der Flaschenfördergeschwindigkeit mitgeführt wird.
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Gemäß der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, daß-der Etikettenabrollkegel
in wenigstens zwei scheibenförmige senkrecht zur Kegelachse verlaufende Scheibenteile
aufgelöst ist, die als lose Räder unabhängig voneinander auf der schwenkbaren Kegelachse
gelagert sind und das Etikettensegment DurchbrUche fUr den Durchtritt der scheibenförmigen
Kegelteile aufweist.
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Dadurch kann auf einen eigenen, synchronisierten Etikettenantrieb
des Etikettenabrollkegels verzichtet werden. Die einzelnen Scheibenteile können
unterschiedlich schnell umlaufen und zwar mit einer Geschwindigkeit, die zwischen
der Fördergeschwindigkeit der Flaschen und der Umfangsgeschwindigkeit der Mantelfläche
des AbwSlzzylinders liegt. Dadurch können auch Abweichungen von der Kegelform, wie
sie immer vorkommen durch lmgleiche Winkelgeschwindigkeit der einzelnen Scheiben,
kompensiert werden. Durch die Aufteilung in einzelne Scheiben kann das Etikettensegment
auch als DurchbrUche einzelne Schlitze aufweisen, durch die die einzelnen Scheibenteile
beim Aufrollen des Etikettes leicht hindurchgreifen. Um die Etikettensegmente und
die Etikettenabrollkegel gemäß der Erfindung ohne großen Aufwand mit den Flaschen
mitbewegen zu können, wird gemUS der Erfindung vorgeschlagen, daß die Etikettensegmente
und die Etikettenabrollkegel teilungsgerecht an einer gemeinsamen ringförmigen Haltescheibe
aufgehängt sind, die über die Mittelwelle und entsprechende Zwischenräder derart
angetrieben ist, daß die
Ntikettensegmente mit der halben Umfangsgeschwindigkeit
des Abwälzzylinders umlaufen. gemma der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, daß
die Luft-und Vakuumzufuhr fUr die Etikettensegmente durch die ringförmige Haltescheibe
hindurchgeführt ist.
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Weiter gehbrt es zur Erfindung, daß jeweils ein kurvengesteuerter
Schieber in Wirkungsverbindung mit den Drehachsen eines Etikettensegmentes und des
zugehörigen Etikettenabrollkegels stehle wobei die Ausschwenkbewegung durch Einwirkung
einer Federkraft und die RUckholbewegung-durch Einwirkung einer gemeinsamen Kürvehbahn
auf den jeweiligen Schieber erfolgt.
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Die Etikettensegmente berühren hierbei die kegeligen Obernicht' flächenteile
der Gefäße. Entsprechende Stell-und Begrenzungsschrauben sind vorgesehen. Die Bewegung
in Richtung zu den Flaschen erfolgt unter Einwirkung einer Federkraft, so daß die
mittelbar Uber die Etiketten an den kegelförmigen Teilen der Gefäße zur Anlage kommenden
Etikettenabrollkegel bei Ungenauigkeiten im Flaschenmaterial oder Abweichung von
der Kegelform entgegen der Federkraft ausweichen können. Das ZurUckholen erfolgt
dagegen zwangsläufig.
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Gemäß der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, daB der AbwElzzyllnder
in bekannter Weise als Etikettenzylinder fUr Bauchetiketten ausgebildet ist und
auf seinem Umfang Etikettensegmente fUr Bauchetiketten aufweist, daß die Anzahl
der Etikettensegmente für auf die kegeligen GefRßteile aufzubringenden Etiketten
doppelt so grole ist wie die Anzahl Etikettensegmente fUr die Bauchetiketten und
daß die Umfangsgeschwindigkeit bzw. Drehzahl des Etikettenzylinders fUr
Bauchetiketten
doppelt so groß ist wie Umfangsgeschwindigkeit bzw. die Drehzahl der Etikettensegmente
fUr die Etiketten der kegeligen Gefäßteile.
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Da die Etikettensegmente fUr die Bauchetiketten gleichzeitig die Abwälzung
der Flaschen bewirken und somit mit der vollen Umfangsgeschwindigkeit des AbwKlzzylinders
gegen die zylindrischen Teile der Refuse gelangen die Etikettensegmente fUr die
Halsetiketten jedoch nur mit der F8rdergeschwindigkeit der Flaschen also mit der
halben Umfangsgeschwindigkeit der Etikettensegmente für die Bauchetiketten bewegt
werden, ist es erforderlich, die Anzahl der Etikettensegmente fUr die Halsetiketten
gegenüber der Anzahl der Etikettensegmente fUr die Bauchetiketten zu verdoppeln.
Alle Etikettensegmente sowohl diejenigen fUr die Bauchetiketten als auch diejenigen
für die Halsetiketten, sind auf ihrem Teilkreis teilungsgerecht angeordnet. Die
Umlaufgeschwindigkeit der Etikettenf x' segmente für die Bauchetiketten und der
Etikettensegmente fUr die Halsetiketten verhalten sich wie 2 : 1. Dementsprechend
verhglt sich die Anzahl dieser Segmente wie 1 : 2.
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Gem§ß der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, daß das Zwischengetriebe
samt Halteplatte und Kurvenbahn als auf die verlängerte Mittelwelle des AbwKlzzyllnders
aufsetz-und auf StUtzen höhenverstellbare Einheit ausgebildet ist.
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FUr versehiedene Flasohensorten können dann leicht ausweQhselbare
Einheiten vorgesehen und ausgetauscht werden. Auch bereits vorhandene, nur fUr Bauchetiketten
vorgesehene Etikettiermaschinen können leicht mit den Einrichtungen zum Aufbringen
der Halsetiketten versehen werden. Die Bevorratung sowie die Abgabe der Etiketten
kann auf eine herkömmliche Weise erfolgen,
z. B. entsprechend DBP
1 084 737. Entsprechend kann auch in bekannter Weise die Beleimung, zum Beispiel
Streifenbeleimung, beim Vorbeilauf der auf den Etikettensegmenten festgehaltenen
Etiketten an einem Leimwerk erfolgen.
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Anhand der beispielsweisen und schematischen Zeichnung werden die
erfindungsgemäßen Verfahren und Vorrichtungen erläutert.
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Die Figuren 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemä#e MUglichkeit zur DurchfUhrung
des Verfahrens nach der Erfindung und die Figuren 3 und 4 zeigen eine andere erfindungsgemäße
l3e Ldsung zur DurchfUhrung des Verfahrens. Die Figuren la und 3a zeigen Geschwindigkeitsdiagramme.
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Die Flasche 1 weist ein zylindrisches Unterteil la und ein kegelförmiges
Oberteil Ib auf. Die Flasche 1 ist bei der Etikettenübergabe zwischen einem elastischen
Abwälzglander 2 und einem um die angetriebene Welle 3 mit der Drehzahl n umlaufenden
Abwälzzylinder 4 eingeklemmt.
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Infolge des umlaufenden Abwälzzylinders 4 rollt die Flasche 1 am elastischen
Abwälzgeländer 2 ohne zu gleiten ab. Abgesehen von der AbwSlzbewegung befindet sich
somit die Flasche am kbwdlzgeldnder in Ruhe, wghrend an der BerUhrungsstelle der
Flasche 1 mit dem Abwälzzylinder 4 die Umfangsgeschwindigkeit vu auftritt (Fig.
la). Die Grö#e der F6rdergeschwindigkeit der Flasche vpl-ist dann gerade halb so
groß wie vu. WShrend die nahe am zylindrischen Teil la gelegenen Teile der Kegeloberfläche
1b auf der Seite des Abwälzzylinders 4 mit nur wenig geringerer Geschwindigkeit
als
Vu bewegt werden, bewegen sich die mUndungsnahen Teile -des kegeligen Oberteiles
lb mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit, die jedoch größer, höchstens gleieh
der Flaschenfördergeschwindigkeit vFl = vu ist. Um die beim Ab-2 wglzen der Flasche
auf dem kegeligen Teil lb der Flasche 1 auftretenden unterschiedlichen Geschwindigkeiten
beherrschen zu können, ist ein kegelförmiger Etikettenträger 5 vorgesehen, dessen
gedachte Spitze sich in Punkt 5a mit der gedachten Spitze des Kegels des Flaschenoberteiles
lb trifft.
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Der Kegelstumpf 5 und der Kegelstumpf lb können sich aufeinander abwälzen
ohne zu Gleiten. Ein zwischen beiden Kegelstümpfen vorgesehenes und gefördertes
Etikett kann also ohne Gleitbewegungen glatt aufgerollt und auf den Kegel lb Ubertragen
werden. Gemä# der Erfindung erleidet das Halsetikett 6 jedoch nicht nur die Aufrollbewegung,
sondern wird noch der Bewegung der Flasche 1 nachgefUhrt und zwar mit einer von
der Flaschengeschwindigkeit vrl bestimmten Winkelgeschwindigkeit um die Drehachse
7 des Abwilzzylinders 4.
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Das wird gem§ß. Fig. 1 und 2 dadurch erreicht, daß der Etikettenträger
5 mit seiner Basisfläche an einem Umlaufkegelrad 8 angeordnet ist, das zwischen
einem feststehenden Zahnrad 8a und einem mit der Drehzahl n umlaufenden Zahnkranz
8b angeordnet ist. Da sich das Umlaufkegelrad 8 auf dem Kegelradkranz 8a abwAlzt
ohne zu gleiten und das mit der Drehzahl n umlaufende Kegelrad 8b ebenso wie Zahnrad
8a in seinen Außenabmessungen denen des Abwälzzylinders 4 entspricht, wird das Umlaufkegelrad
8 gerade mit der Geschwindigkeit vFl = vu bewegt. Das Umlaufkegelrad 8 samt dem
mit ihm an der Bas@sfläche verbundenen Etikettenträger 5 bewegt sich also mit der
selben Geschwindigkeit vFl wie die Mittel, r
linie 13 der Flasche
1 auf ihrer Transportrichtung. Während der Aufrollbewegung des Etikettes 6 wird
also der Etikettenträger 5 selbsttätig genau mit der Flasche 1 mitgeführt, unbeschadet
der AbwElzbewegung, wobei gleichzeitig, wie schon angegeben, die beiden Kegelstümpfe
5 und lb ohne zu Cleiten aufeinander abrollen. Der Abrollvorgang wird somit durch
das Mitführen des Etikettenträgers 5 nicht auf eine kurze LinienberUhrung beschränkt,
sondern die Abrollbewegung kann praktisch ohne Relativbewegung zwischen den beiden
Kegelflächeh erfolgen, ähnlich wie ein Aufrollen im Stillstand erfolgen würde. Die
Übertragung der im Behälter 9 bevorrateten Halsetiketten kann in bekannter Weise
durch ein bewegtes Ubertragungselement oder z. B. durch aberblasen auf den Etikettenträger
5 erfolgen. Dieser Etikettenträger 5 kann in bekannter Weise Etikettensegmente mit
Klammern oder Saugluftöffhungen und dgl. sowie Einrichtungen zur Steuerung dieser
Halte-und Abgabeeinrichtungen aufweisen (nicht gezeichnet). Soweit auf die Flasche
1 nicht nur ein Halsetikett 6 aufgebracht werden soll, kann mittels des Abwglzzylinders
4, der in diesem Falle Etikettensegmente 4a aufweist, auch zusätzlich ein Bauchetikett
10 aufgebracht werden. Auch hier sind die Steuer-, Halte-, Betätigungselemente ebenso
wie die Etikettenbevorratungs-, Übertragungs-, und Beleimeinrichtungen nicht gezeichnet.
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Wie Figur 2 ausweist, können zum Beispiel dann, wenn-der AbwKlzzyllnder
4 Etikettensegmente 4a aufweist, Umlaufkegerlräder 8 mit Etikettenträgern 5 vorgesehen
sein. Da die Etikettenträger 5 nur mit der halben Umfangsgeschwindigdes
Abwälzzylinders
4 umlaufen, musse die doppelte Anzahl von Etikettenträgern vorgesehen sein, um die
GefaBe teilungsgerecht im Durchlaufverfahren sowohl mit einem Bauch-als auch mit
einem Halsetikett auf demkegeligen Gefaßten versehen zu können.
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Zur Verarbeitung von unterschiedlichen Flaschen und Gefäßformen mit
t Kegelflächen ist es möglich, die kegelförmigen EtikettentrSger 5 sowie die Kegelräder
8 8a 8b durch satzweises Umstecken auszutauschen und anzupassen. Wichtig hierbei
ist vor allem, da# sich die Kegelspitzen der drei Kegelräder 8, 8a, 8b auf der Mittellinie
7 des Abwälzzylinders in einem Punkt 11 treffen und daß die gemeinsame Mittellinie
12 des Umlaufkegelrades 8 und des Etikettenträgers 5 rechtwinkelig zu der Mittellinie
13 der Flasche 1 verlEuft und sich die Kegelspitzen der Kegel lb und 5 sowie die
Mittellinien 13 und 12 in einem zweiten Punkt 5a treffen. Das Kegelrad 8a ist fest
angeordnet, wobei seine Lagerung zum Beispiel an einem festen, haubenartigen Kopfstück
15 ebenso erfolgen kann wie an einem festen, nicht gezeichneten Halter. Auch eine
Halterung an einem festen, gegebenenfalls hUhenverstellbaren Stab, der durch die
als Hohlwelle ausgebildete Antriebswelle verläuft, ist möglich.
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Die Flaschenbahn kann schließlich auch stückweise etwas gekrUmmt sein,
so daß die Flasche während des Abwälzens der Etiketten äquidistant zum Umfang des
Etikettenzylinders 4 geführt bzw. am entsprechend gekrümmten Geländer 2 abgewälzt
wird.
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Aus Figur la ist zu ersehen, da# die Fördergeschwindigkeit an derjenigen
Stelle, an der die Flasche 1 am Abwälzgeiänder
2 anliegt = 0 ist
und linear bis zur vollen Umfangsgeschwindigkeit vu des Abwälzzylinders 4 anwächst.
Die Flaschenmitte (Mittellinie 13) wird dementsprechend mit vFl weiterberfördert.
Diese Geschwindigkeit ist fUr die Fordergeschwindigkeit insgesamt maßgebend. Wie
das Seitendiagramm in Figur 1 ausweist, werden auch die dem Flaschenzylinder nahen
Teile des Umlaufzahnrades 8 und des Etikettenträgers 5 mit vu bewegt. Diese Geschwindigkeit
vu fällt bis zum oberen Abwälzpunkt des Umlaufkegelrades 8 mit dem feststehenden
Kegelradzahnkranz 8a linear bis auf null ab. In Höhe des Schnittpunktes 5a der beiden
Kegelspitzen (5 und lb) beträgt die Geschwindigkeit gerade vFl, womit eine eindeutige
MitfUhrung des Etikettenträgers mit der Flasche während des Aufrollens der Halsetiketten
sichergestellt ist.
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In Figur 3 ist die elastische Abwälzbahn wiederum mit 2, der zylindrische
Teil der Flasche mit la, die Flasche mit 1, der Abwälzzylinder mit 4, die Antriebswelle
mit 3 und die Halsetiketten mit 6 bezeichnet. tuber dem Abwalzzylinder 4, der als
Etikettenzylinder mit Etikettensegmenten 4a für die Aufbringung von Bauchetiketten
10 auf den zylindrischen Teil la der Flasche 1 vorgesehen ist, ist als KopfstUck
an feststehenden StUtzen 20 mit Stellschraube 21 höhenverstellbar eine Kopfplatte
22 vorgesehen, die auch eine haubenartige Verkleidung 22a aufweisen kann. An dieser
Kopfplatte 22 ist mittels eines Flanches 23 eine ringförmige Haltescheibe 24 aufgehangt,
an der teilungsgerecht Halterohre 25 vorgesehen sind. In der ringförmigen Haltesaheibe
24 ist eine Ringnut 24a eingelassen, in die hinein ein Gleitelement 24b der Druck-bzw.
Saugluft2uRUhrung 24a hineinragt. Diese Druck-bzw.
Saugluftzuführung
24e ist jeweils teilungsgerecht in der Kopfplatte 22 fest eingelassen, während die
Scheibe 24 mit Hilfe von Zwischenrädern 26, 27 (auch Fig. 4) und Innenverzahnung
271 dadurch das auf der Antriebswelle 3 sitzende Ritzel 28 angetrieben wird. Die
Zwischenräder 26 und 27 dienen einmal zur Drehriohtungsänderung. Die Haltescheibe
24 und der Etikettenzylinder 4 musse nämlich gleichsinnig umlaufen-aber auch zur
Reduzierung (28/26, 26/27, 27/27t) der Umfangsgeschwindigkeit. Der äu#ere Umfang
der Haltescheibe 24 trägt zweckmäßigerweise zum Antrieb der nicht gezeichneten Ubergabe-und
Beleimungsstation eine AuBenverzahnung 24d und läuft mit der halben Umfangsgeschwindigkeit
des äußeren Umfanges des Etikettenzylinders 4 um. An der Kopfplatte 22 ist ein feststehender
Stab 29 vorgesehen, der sowohl BUchsen 30 als Lager fUr die Zwischenräder 26, 27
als auch eine Fortsetzung 31 als Halter fUr die feststehende Kurvenbahn 32 aufweist.
Die Zwischenräder 26, 27 können mehrfach (3-fach) angeordnet sein. An den Halterohren
25 ist jeweils ein Haltestück 33 mit einem Doppelgelenk vorgesehen. Das eine Gelenk
ist dem klappbaren Etikettensegment 34 der Schwenkachse 35 des aus z. B. zwei Teilscheiben
36a und 36b bestehenden Etikettenabrollkegels 36 zugeordnet. Sowohl das klappbare
Etikettensegment 34 wie auch die Sehwenkachse 35 des Etikettenabrollkegels 36 werden
durch eine Spannfeder 37 nacheinander nach Ma#gabe der Bewegung des Schiebers 38
in die verschwenkte Stellung 35a verbraoht und durch Auflaufen des Schiebers 38
bzw. dessen Rolle 38a auf der entsprechend ausgebildeten Kurvenbahn 32 wieder in
die aufrechte in Figur 3 voll ausgezeichnete Stellung zurückgeholt.
Wie
ersichtliche weist das Etikettensegment 34 Offnungen 34a auf, durch die hindurch
die Scheiben 36a, 36b des Abrollkegels 36 in der ausgeschwenkten Stellung hindurchgreifen.
Das Etikett 6, das zunSchst auf dem Etikettensegment 34 in lotrechter Stellung gehalten
ist, wird kurz vor dem Abrolhorgang nach außen in eine der kegeligen OberflRche
der Flasche 1 entsprechende Neigung verbracht, ohne daß das Etikett die Flasche
selbst berUhrt. Alsdann wird der Etikettenabrollkegel bzw. dessen Scheiben 36a und
36b durch die Offnungen 34a hindurchgefUhrt, so daß das Etikett von den Enden der
Scheiben 36a und 36b gegen die Oberfläche der Flasche angedrUckt wird und dabei
aufgerollt. Bei diesem Vorgang wird die Flasche selbst ganz entsprechend wie in
Figur 1 auf dem elastischen GelEnder 2 abgewälzt, so daß sich der zylindrische Teil
der Flasche mit der Geschwindigkeit vu und die Mittelachse 13 der Flasche 1 mit
der Geschwindigkeit vFl = vu/2 bewegen. Da sich die Mittelachsen 35 und 13 in Punkt
5a der gedachten Kegelspitzen des Abrollkegesl und des kegeligen Gefäßteiles lb
treffen, kann das Etikett ohne zu gleiten auf der Flasche aufgerollt werden, wobei
der Abrollkegel 36 im wesentlichen mit der Geschwindigkeit vFl mit der Flasche mitgefUhrt
wird. Etwaige Geschwindigkeitsdifferenzen, die sich aus verschiedenen UmstKnden
ergeben kdnnen (Ungenauigkeiten der Flaschen, unexakte Kegelform und dgl.), werden
dadurch ausgeglichen, daß die Scheiben 36a und 36b beim Abrollen der Etiketten 6
auf dem kegeligen Teil lb der Flasche oder des Gefäßes unterschiedliche Winkelgeschwindigkeiten
annehmen können. Die Umfangsgeschwindigkeiten sind ja ohnehin systemgemäß unterschiedlich,
denn die
Kegelspitzen treffen sich in einem Punkt 5a und die Kegel
lb und 36 wälzen sich ohne zu gleiten aufeinander ab. In Figur 4 ist ein Schnitt
mit Draufsicht auf die Haltescheibe 24 dargestellt. In der Nut 24-a, in der ein
Gleitstück 24b für Zufuhr und Steuerung vor Unterdruck gleitete können auch an sich
bekannte Steuerschlitze 25b vorgesehen sein.
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Anstelle von Unterdruck kann aber bei den Etikettensegmenten jedes
beliebige andere Haltemittel, zum Beispiel Klammern, Verwendung finden, die dann
in entsprechender Weise gesteuert werden müssen. In Figur 3a sind die auftretenden
Ges. chwindigkeiten angegeben. Flaschenfordergeschwindigkeit (Bewegung der Achse
13) vFl = vu. Die Segmente 34 werden der Bewegung der Flaschenachse 13 nachgeführt,
so daß für die Abwälzung der Etiketten 6 genügend Zeit zur Verfügung steht und die
Etiketten praktisch genauso sicher aufgerollt werden kdnnen, wie das onne Weiterbewegung
der Flaschen 1 mögliah wEre.
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Vornehmlich werden zuerst die Bauchetiketten 10 zur Hälfte aufgebracht
und dann, genau exakt mittig darüber die Halsetiketten 6 von ihrer Mitte aus nach
rückwärts aufgerollt.
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Die erste zunächst lose Hälfte der Etiketten 6 muS dann bei der Weiterverarbeitung
in bekannter Weise angebürstet werden, dadurch wird eine ganz exakte Ausrichtung
des Halsetikettes 6 zum Bauchetikett 10 erreicht und zwar im Durchlauf-Abrollverfahren.
Die Schwenkung der Etikettensegmente 34 und 36 kann in jeder beliebigen Weise, zum
Beispiel dadurch bewirkt werden, daß der Schieber 38 Zahnstangen aufweist, die in
Zahnsegmente der schwenkbaren Elemente eingreifen ; es kUnnen aber auch gelenkige
Hebelelemente (Lenker) einesteils mit dem Schieber 38 als auch mit dem Etikettensegment
34 und mit der
Trägerwelle 35b des Etikettenabrollkegels 36 verbunden
sein.
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Mit entsprechenden Stellschrauben und Anschlägen können Ausschlagweite
und Reihenfolge beim Verschwenken dieser Elemente einstellbar vorgesehen sein. Zunächst
muß das Etikettensegment 34 ausgeschwenkt und danach der Abrollkegel nachgeführt
werden. Nach Beendigung des Etikettiervorganges muß zuerst der Abrollkegel und danach
das Etikettensegment zurückgehlt werden. An der Haltescheibe 24 sind teilungsgerecht
wie Figur 4 ausweist, zum Beispiel 8 der Etikettensegmente 34, mit Haltestücken
33 und Abrollkegel 36 sowie Schieber 38 angeordnet, die mit halber Winkel-bzw. Umfangsgeschwindigkeit
des Abwälzzylinders 4 umlaufen. Dementsprechend weist der Abwälzzylinder 4 vier
Stück Etikettensegmente 4a auf, die aber mit der doppelten Geschwindigkeit der Etikettensegmente
34 umlaufen. Dafür sind nur vier Etikettensegmente 4a vorhanden. Soweit Flaschen
(Karaffen oder dgl.) etikettiert werden sollen, die nur kegelige Fla. chen aufweisen,
muß ein Flaschenträger vorgesehen sein, auf dem die Flaschen festgehalten werden.
Eine entsprechende Abwälzvorrichtung für diesen Flaschenträger muß dann bewirken,
daß jeweils der untere Rand der Kegelfläche mit Vu bewegt wird, wodurch praktisch
die gleichen Bewegungsverhältnissed auftreten, wie bei der Abwälzung einer Flasche
mit zylindrischem Unterteil. Hat die Flasche zwar ein solches zylindrisches Unterteile
soll dieses aber nicht etikettiert werden, so kann ein Abwalzzylinder 4 ohne Bauchetikettensegmente
4a vorgesehen sein.
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Die Kopfplatte 22 ist hohenverstellbar und mit ihr sämtliche an ihr
vorgesehenen Teile. Die Welle 3 kann zum Beispiel an der Stelle 39 teilbar und so
ausgebildet sein, so daß der
Kopf insgesamt in bekannter Weise
höhenverstellbar oder insgesamt austauschbar ist. Auch ein nachtragliches Anbringen
eines solchen Kopfes ist leicht möglich ; außer dem KopfstUck selbst sind dann nur
die Stützen 20 sowie ein Verlängerungs-oder Kupplungsstück 39 für die Welle 3 erforderlich.