DE172829C - - Google Patents
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- DE172829C DE172829C DENDAT172829D DE172829DA DE172829C DE 172829 C DE172829 C DE 172829C DE NDAT172829 D DENDAT172829 D DE NDAT172829D DE 172829D A DE172829D A DE 172829DA DE 172829 C DE172829 C DE 172829C
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Description
XW '"bo:. Ί
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 17/. GRUPPE
MASCHINENBAU-ANSTALT HUMBOLDT in KALK β. CÖLN.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Kühlen bzw. Trocknen
größerer Luftmengen, z. B. zur Speisung von Hochofengebläsen, und bezweckt das für mittlere oder kleinere Anlagen, wie
Schlachthöfe usw., bewährte Trockenrohrkühlsystem auch für den Hochofenbetrieb geeignet zu machen. Bei den hier zu bewältigenden
großen Luftmengen verschiedenen, oft sehr starken Feuchtigkeitsgehaltes ist die Frage der Befreiung der Kühlschlangen
von dem niedergeschlagenen Reif von großer Wichtigkeit. Da der Hochofenbetrieb
keinesfalls unterbrochen werden darf, ist ein Abtauen dieser Rohre nur derart möglich,
daß man die Rohrsysteme des Kühlraumes in verschiedene· Gruppen einteilt und dieselben
so reichlich bemißt, daß bei Außerbetriebsetzung der abzutauenden Kühlkammer
der volle Betrieb des Hochofens mit den übrigen Kammern aufrecht erhalten werden
kann. Dies bedingt jedoch unverhältnismäßig hohe Anlagekosten, was die Wirtschaftlichkeit
solcher Trocknungsanlagen für den Hochofenbetrieb in manchen Fällen in Frage stellt.
Die vorliegende Erfindung will nun die Wirtschaftlichkeit derartiger Anlagen dadurch
erhöhen, daß die zum Abtauen der bereiften Kühlrohrsysteme erforderliche Zeit abgekürzt
wird, indem die zum Abtauen verwendete warme Außenluft die abzutauenden Kammern
mit höherer Geschwindigkeit durchströmt als die im Betriebe befindlichen Kühlkammern.
Eine zur Ausführung des vorliegenden Erfindungsgedankens geeignete Konstruktion
ist in der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 im Grundriß, Fig. 2 im Längsschnitt dargestellt;
Fig. 3 ist ebenfalls ein Grundriß bei geänderter Klappenstellung und Fig. 4 ein
Schnitt durch den Zuleitungskanal.
Die Luft wird durch ein Sauggebläse angesaugt und durch die verschiedenen Kühlkammern
getrieben, wobei bei geeigneten Klappenstellungen der Luft stets ein geeigneter Weg vorgeschrieben wird. Der Zuleitungskanal
A enthält drei mit Klappen verschließbare öffnungen O1, O2, O3 zu den
beispielsweise gewählten drei Kühlkammern K1, K2, K3, die ihrerseits vermittels der durch
die Klappen B1, B2, B3 verschließbaren öffnungen
mit der Abführungsleitung B in Verbindung gebracht' werden können. Von den
Zuleitungsklappen O1, O2, O3 sind stets zwei
geschlossen, so daß die Luft durch die eine Klappe in die eine abzutauende Kammer,
z. B. in der Fig. 1 in Kammer K%, einströmt,
dieselbe abtaut, um sich dann beim Austritt aus dieser Kammer zwischen den beiden anderen,
im Betriebe befindlichen Kammern K1, K3 zu verteilen, wobei die durch das ·
Abtauen der ersten Kammer angefeuchtete Luft getrocknet wird. Hierbei sind die
Ausströmungsklappen B1, B3 dieser beiden
im Betriebe befindlichen Kammern geöffnet, während die Klappe B2 der abzutauenden
Kammer geschlossen ist. Bei gleichen Kammerquerschnitten wird nun offenbar die Geschwindigkeit
des Luftstromes in den Kammern K1, K3 genau halb so groß sein, wie
' in der ersten abzutauenden Kammer K2.
Diese Kammer wird somit ziemlich rasch abgetaut, während in den beiden anderen im
ίο Betriebe befindlichen Kammern der Luft genügend
Zeit gelassen wird, sich durch einen intensiven Wärmeaustausch gründlich abzukühlen
und dadurch zu trocknen. Ist die Kammer K2 bereits abgetaut, so kann sie
eventuell wieder in Betrieb gestellt werden, um zum Vorkühlen der in den beiden anderen
Kammern zu trocknenden Luft zu dienen. Es kommt nun der Reihenfolge
nach die Kammer K1 oder K3 zum Abtauen,
wobei dann stets die abzutauende Kammer mit der Zuleitung verbunden und
vom Ableitungskanal abgeschlossen wird, während die beiden im Betriebe befindlichen
Kühlkammern ihre Luft von der abzutauenden Kammer erhalten und mit dem Ableitungskanal
in Verbindung stehen.
Selbstredend kann die Anzahl der Kammern beliebig gewählt werden; Voraussetzung
ist nur, daß durch entsprechende Bemessung der Querschnitte die Geschwindigkeit der
Luft in der oder in den abzutauenden Kammern eine größere ist als in den im Betriebe befindlichen Kühlkammern. In dem
Zuleitungskanal sind zwei Klappen ,R1 und R2
angeordnet, welche die Luft stets der geöffneten Zuleitungsklappe O1 bzw. O2 oder O3
zuführen, um schädliche Luftwirbel zu verhindern.
Claims (2)
1. Verfahren zum Kühlen bzw. Trocknen größerer Luftmengen (z. B. für den
Hochofenbetrieb) nach dem System der Trockenrohrkühlung mit mehreren Kammern,
bei welchen die bereiften Kühlkammern vermittels der durch die wirksamen Kammern der Anlage zu trocknenden
warmen Außenluft abgetaut werden, dadurch gekennzeichnet, -daß die
Luft die abzutauenden Kühlkammern bzw. Kammern mit höherer Geschwindigkeit durchströmt als die im Betrieb befindlichen
Kühlkammern, indem man den gesamten Luftdurchlaßquerschnitt der jeweils
abzutauenden Kammern geringer wählt, als denjenigen der im Betrieb befindlichen
Kammern, zum Zweck, einerseits die Abtauzeit abzukürzen und andererseits eine intensivere Kühlung und
dadurch gute Trocknung der Luft zu erzielen.
2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 eine Kühlanlage s gekennzeichnet
durch die Anordnung von drei Kühlkammern derart, daß die Luft zuerst die abzutauende Kammer durchströmt,
um sich dann auf die beiden im Betrieb befindlichen Kühlkammern zu verteilen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE172829C true DE172829C (de) |
Family
ID=437690
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT172829D Active DE172829C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE172829C (de) |
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0
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