Für das Verfahren gemäß der Erfindung können
Patentanspruch: Fadenstränge aus organischen Cellulosederivaten, bei
spielsweise Celluloseestern oder -äthern, oder solche
Verfahren zur Herstellung eines aus Stapel- aus regenerierter Cellulose und chemisch modifizierfasern
bestehenden Noppengarns durch öffnen 5 ter oder vernetzter Cellulose verwendet werden. Darvon
gekräuselten Fadensträngen, anschließendes über hinaus ist es möglich, Fadenstränge aus therrao-Zerkleinem
der Stränge zu Stapelfasern und ab- plastischen oder in Lösungsmitteln löslichen oder disschließendes
Verspinnen dieser Stapelfasern zu pergierten Polymeren zu verwenden, und zwar beieinem
Garn, dadurch gekennzeichnet, spielsweise aus Polyamiden, Polyestern sowie den verdaß
die geöffneten Fadenstränge vor dem Zer- io schiedensten Copolymeren, unter anderem Copolykleinern
mit mindestens einem Fadenstrang, der meren des Acrylnitrils oder der Olefine,
höchstens teilweise geöffnet ist, vereinigt werden. Das Verfahren wird nachstehend in Zusammen
hang mit der Zeichnung näher erläutert.
Es werden insgesamt zwölf Spulen 1 in zwei Grup-
15 pen von je sechs Spulen, von denen in der Zeichnung
aber nur sechs zu erkennen sind, da sich die anderen sechs koaxial dahinter befinden, auf das Spulengestell
Es ist seit langem bekannt, daß sich aus Stapel- aufgesteckt. Die Fadenstränge auf den Spulen bestefasern
gesponnene Garne durch Wärme, hohe Deck- hen aus Polyäthylenterephthalat mit einem Einzelkraft
und ansprechendes Aussehen auszeichnen. Aus ao liter von 2,7 den/Faden, während der Gesamttiter
diesem Grunde strebte man auch beim Erscheinen 128000 beträgt. Mindestens eine Spule besteht aus
der synthetischen Fasern, die üblicherweise als End- einem höchstens teilweise geöffneten Fadenstrang,
losfäden in Kabel- oder Strangform, zuweilen auch Alle Stränge werden nun bei den vier Spannstäben 3,
als Fadenbündel hergestellt werden, Verarbeitungs- 3' zu Bändern .1, 2' von 768 000 den vereinigt. Das
verfahren dieser Fadenstränge oder -bündel zu as Band 2 wird anschließend unmittelbar über den
Stapelfasern an, um gesponnene synthetische Garne Spannstab 5 geführt, wo es mit dem Band T zuherstellen
zu können. Vor allem die Verfahren, die sammenläuft, das über den Spannstab 4 und dann
ein Verspinnen entsprechend den Naturfasern, wie über den Spannstab 5 geführt wird. Das vereinigte
Wolle und Baumwolle ermöglichen, haben sich hier- Band läuft nun zum Spannstab 6, wo es wieder in
bei als besonders wirtschaftlich und technisch flexibel 30 die Einzelbänder 2 und 2' von je 768 000 den aufgeerwiesen
und einen bedeutenden Aufschwung ge- teilt wird. Das Band 2 läuft zu den Spannstäben 7
nommen. und 8, das Band 2' dagegen zum Spannstab 9. An-
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung schließend werden die beiden Bänder in einen becines
aus Stapelfasern bestehendes Noppengarns, also kannten »Pazifikkonverter« C eingeführt,
eines gesponnenen Garns mit Verdickungen oder 35 Bei den Einführungswalzen 10 und 11, um die sie
einem unregelmäßigen Durchmesser, das sich für spe- geführt werden, werden die Bänder wieder vereinigt,
zielte Verwendungszwecke besonders eignet. Bei der Der hierbei gebildete Strang wird zwischen der
Herstellung dieses Garnes geht man von gekräuselten Schneidwalze Il und der Gegenwalze 13 durchge-Fadensträngen
aus, die zunächst zusammenhängende führt, die so eingestellt sind, daß eine durchschnitt-Fadengebilde
darstellen und beim Hindurchführen 40 liehe Stapellänge von 89 mm erhalten wird. Verdurch
Walzenpaare, von denen mindestens eine klebte oder zusammenhängende Fasern werden beim
Walze profiliert ist, in bekannter Weise geöffnet und Durchlaufen der Walzen 14 voneinander getrennt,
anschließend zu Stapelfasern zerkleinert werden, wo- Nach dem Abziehen der Stapelfasern von dem
rauf das Verspinnen dieser Stapelfasern zu einem Walzenpaar 15 durchlaufen sie zwei aus Zugwalzen
Garn erfolgt. Das öffnen der als Ausgangsprodukt 45 und Schiebewalzen bestehende Abschnitte. Einer dieverwendeten
gekräuselten Fadenstränge kann in der ser Abschnitte besteht aus den Schiebewalzen 16, den
in der kanadischen Patentschrift 671 101 beschrie· Zugwalzen 18, dem Antrieb 17 für das Zuführtuch
benen Weise erfolgen, worauf die geöffneten Faser- und dem Zuführtuch 19, das um die Walze 17 und
bänder dann mit einer Vorrichtung, wie sie in der zwischen den Walzenpaaren 16 und 18 hindurchläuft,
schweizerischen Patentschrift 223 522 beschrieben 50 Der andere Abschnitt besteht aus den Schiebewalzen
ist, geschnitten werden können. Das Zerkleinern der 20, den Zugwalzen 22, der Führungsrolle 21 für das
Faserbänder zu Stapelfasern kann jedoch auch durch Zuführtuch und dem Zuführtuch 23, das um die
Reißen oder Brechen in der Art und Weise erfolgen, Walze 21 und zwischen den Walzenpaaren 20 und 22
wie beispielsweise in der britischen Patentschrift hindurchläuft. Von diesen beiden Abschnitten aus
487 507 beschrieben ist. 55 gelangen die Stapelfasern zur Schrägwalze 24, die mit
Um nun ein Noppengarn aus derartigen Stapel- der aus Zuführtuch und Antriebswalzen bestehenden
fasern herzustellen, wobei die Noppen in vorteilhafter Einrichtung 25 zusammenarbeitet und das Stapel-Weise
ein erwünschtes einstellbares Ausmaß haben, faserband spiralförmig aufrollt. Das gerollte Stapelwerden
erfindungsgemäß die geöffneten Fadenstränge faserband wird dann in die Kräuselvorrichtung 26
vor dem Zerkleinern mit mindestens einem Faden- 60 eingeführt, die im wesentlichen aus einem Einzugsstrang, der höchstens teilweise geöffnet ist, vereinigt. walzenpaar und einer Stopfbüchse besteht. Das aus
Das anschließende Verspinnen der hieraus durch Zer- der Stopfbüchse austretende gekräuselte Band kann
kleinem erhaltenen Stapelfasern zu dem Noppengarn dann zwecks Lagerung im Behälter 27 abgelegt oder
erfolgt nach dem Fachmann bekannten Methoden. unmittelbar zu dem Noppengarn versponnen werden.