DE1658112B2 - Verfahren und anlage zur biologischen abwasserreinigung nach dem belebungsverfahren, insbesondere zur biologischen vollreinigung - Google Patents

Verfahren und anlage zur biologischen abwasserreinigung nach dem belebungsverfahren, insbesondere zur biologischen vollreinigung

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DE1658112B2 DE19671658112 DE1658112A DE1658112B2 DE 1658112 B2 DE1658112 B2 DE 1658112B2 DE 19671658112 DE19671658112 DE 19671658112 DE 1658112 A DE1658112 A DE 1658112A DE 1658112 B2 DE1658112 B2 DE 1658112B2
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Description

sern. „,äRHer Erfin-
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemao «*» dung das Verfahren der genannten Art in °f' . durchgeführt, daß mindestens ein Teil des j*m-iu Schlamms vor dem Einleiten in die Phase *"" .. mindestens einem Teil des Ablaufs der rnase g
X Anspruch 27, dadurch ge-
kennzeichnet, daß das zweite Belebungsbecken (2) und das Nachklärbecken (4) einen gemeinsamen Schlammsumpf (19) aufweisen, an den der Rucklaufschlammkana! (6) angeschlossen ist. 29. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis
28 dadurch gekennzeichnet, daß das Nachklärbecken (4) mit Ablaufrinnen (20) mit horizontal oder vertikal angeordneten Einlaufschlitzen versehen ist, wobei die Einlaufschlitze in der Weise angeordnet und dimensioniert sind, daß sich die Eintauchtiefe der Belüftungsrotoren (15, 16) selbsttätig proportional zur abfließenden Wassermenge regelt
30 Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis
29 dadurch gekennzeichnet, daß in das zweite Belebungsbecken (2) und gegebenenfalls in das Nachklärbecken (4), insbesondere im unteren Bereich, Querwände (29) senkrecht zur horizontalen E^rd^iso bei diesem Verfahren außer dem vorhandenen Kreislauf Phase I -^ PhasetU - &&**
*° falls Nachklärbecken-Phase Ibzw. lle'nz"Sd^~ T Kreislauf Phase I - Rücklaufschlammleitung-*?asei geschaffen. Dies hat den Vorteil, dalJ der "υ""* schlamm beim Eintritt in die Phase 1 mn acm s. sauerstoffhaltigen Ablauf der Phase ι innig S«=""»
"5 ist und deshalb sofort seine Aktivität entfalten,rann, noch ehe er in den Bereich der Beluftu"Ssvor™;niung in die Phase I gelangt. Außerdem werden durcn α en genannten zusätzlichen Kreislauf die vernaiirru» der Phase I stabilisiert «nd «^^"β.S°nner
3<> plötzliche Änderungen der Zulaurvernaiimssc um halb der Phase I aufgefangen werden und die Phase II davon kaum betroffen wird. Ein weUerer vortei besteht darin, daß in die Phase I ein V*enSr" ,, großflockigem Rücklaufschlamm aus ae _r^ '
bzw. dem Nachklärbecken und aus kleinfWem Schlamm aus der Phase I eintn" £in S°
Use Erfindung betrifft ein Verfahren zur biologischen Abwasserreinigung nach dem Belebungsverfahren, insbesondere zur biologischen Vollreinigung, mil Aufspaltung der Belebungsstufe, in der das Wasser umgewälzt, mit Rücklaufschlamm beschickt und belüftet wird, in eine hochbelastete Belebungsphase (Phase I) und eine dieser nachgeschalteten schwachbelastete Belebungsphase (Phase II), wobei der aus dem Schlamm-Wasser-Gemisch der Phase II ausgeschiedene Rücklaufschlamm teilweise in die Phase I und teilweise in die Phase II eingeleitet wird.
Eine solche Aufspaltung der Belebungsstufe hat den Sinn, daß in der Phase 1 bei hoher Schmutzbelastung sehr kurze Reinigungszeiten, allerdings bei nicht sehr weitgehender Reinigung und schlechter Sedimentierbarkeit des Schlamms, erzielt werden, wobei die notwendige weitere Reinigung bis zur Vollreinigung und die Flockulation des Schlamms dann in der zweiten Stufe erfolgen können. Dabei werden bei eiwirksam und auch besonders gut sedi Diese Vorteile tragen insgesamt zu der angestrebten verbesserten Anpassungsfähigkeit und Reimgungsleistung des Verfahrens bei.
Vorzugsweise wird die TTgesamt f e.J^"g Rücklauf_ Phase I und der Phase II zügeffhrten f^™. Schlammes mit dem Ge»mtabbu^ der Ph ase I ge mischt. Dies schließ jedoch "'^^',„Xhlammes Zufuhr einer z-^ fp e^^ zu Phase 1 und/oder Phase 11 ™*°J}™*·\ obengenannten Mischvorgang sta finden
In weiterer voiteüh^Ausge«^8^ .
dung werden die der Phase I und der rna g
führten Teilmengen des Gemisches in inre g
unabhängig voneinander fe«f "j "^s dner der schlamm kann aus Phase ITund /oder a« ener der Phase II nachgeschalteten Nachklarstute rege
gezogen werden. Es ^J™ ^^3" vor. Schlammbelastung .n Phase Ib szu^ehnmalvo
zugsweise bis zu fünfmal un^ ~°"XW1^. zweimal großer a s - Phase ι emg^rege
In Phase II sollen Deren i iui günstige Bedingungen ^f
die Phase II enthaltende Belebungsbecken und der zeugt wird, deren
einem
5 b 6
Null oder nahezu Null beträgt. Die Fließgeschwindig- 3) wird ständig ein Teil des Belebtschlammgemisches
keit an der Oberfläche beträgt zweckmäßigerweise 20 aus dem Belebungsbecken 1 abgezogen. Es gelangt
bis 50 cm/sec. in einen senkrecht nach oben führenden Mischka-
Eine Schlammbelebungsanlage zur Durchführung min 3. Diesem Mischkamin 3 wird durch einen Rück-
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, 5 laufschlammkanal 6 Rücklaufschlamm aus dem ge-
mit einem ersten mit Belüftungseinrichtungen verse- meinsamen Schlammsumpf 19 des Belebungsbek-
henen Belebungsbecken und einem zweiten mit Be- kens 2 und des Nachklärbeckens 4 zugeführt. Dieser
lüftungseinrichtungen versehenen Belebungsbecken, Schlammsumpf 19 ist tiefer angelegt als die Sohle des
die durch eine Fördereinrichtung verbunden sind, ist Belebungsbeckens 1, und die Aufwärtsförderung
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der 10 durch den Rücklaufschlammkanal 6 erfolgt durch den
Zufluß der Fördereinrichtung an das erste Belebungs- hydrostatischen Druck des Wassers im Nachklärbek-
becken sowie einen Rücklaufschlammkanal und deren ken 4 auf den abgesetzten Schlamm, der durch die
Abfluß an das erste Belebungsbecken und an das mit ihm entwickelnden Gase spezifisch leichter wird
zweite Belebungsbecken angeschlossen sind. als das für ihn drückende Wasser. Diese hydrosta-
In besonders vorteilhafter Weise erzielt man eine X5 tische Förderwirkung wird durch das nach unten spitz
innige Vermischung des Ablaufes von Phase I mit dem zulaufende Profil des Schlammsumpfes 19 verstärkt.
Rücklaufschiamm in der Weise, daß die Förderein- Eine zusätzliche Förderwirkung findet in dem
richtung als lotrecht und/oder schräg nach oben füh- Rücklaufschlammkanal 6 und in dem Mischkamin 3
render Mischkamin ausgebildet ist. statt durch die Zufuhr von Druckluft, die durch eine
Zur Regelung der Schlammbelastung in der Phase I ao Sammelleitung 9 und Einzelleitungen 8 zugeführt
ist der Mischkamin, vorzugsweise dessen Ablauf, mit wird und durch direkt an der Beckenwand angeord-
einer Überschußschlammabzugsvorrichtung verse- nete, nach unten offene Belüftungskästen, bei denen
hen, die zweckmäßigerweise am oberen Ende des mindestens ein Teil einer Seitenwand eine Kammform
Mischkamins, vorzugsweise auf der Seite des ersten mit nach unten offenen Zwischenräumen hat, austritt.
Belebungsbeckens, angeordnet und als Kanal ausge- a5 Die Luft tritt somit gleichmäßig auf den gesamten
bildet ist. Umfang verteilt aus, wobei durch die Wahl von Breite
Zur Belüftung der Belebungsbecken können an sich und Abstand der Zwischenräume die gewünschte bekannte Belüftungsrotoren vorgesehen sein, wobei Luftmenge und Blasengröße beeinflußbar ist. Diese die im ersten Belebungsbecken und im zweiten BeIe- Art des Lufteintrags gewährleistet im Gegensatz etwa bungsbecken angeordneten Belüftungsrotoren eine 3o zu gelochten Rohren und anderen geschlossenen Beunterschiedliche Belüftungsleistung aufweisen. lüftern größtmögliche Verstopfungsfreiheit, da even-
Eine Ausführungsform einer Schlammbelebungs- tuell an in den Zwischenräumen hängenbleibenden
anlage nach der Erfindung ist in der Zeichnung darge- Fasern, Textilien. Haare od. dgl., durch die Luft nach
stellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigt unten verdrängt wird. Im übrigen wird durch die An-
Fig. 1 den Grundriß, 35 Ordnung der Einzelleitungen 8 als Aussparungen in
F i g. 2 einen Schnitt etwa längs der Linie II-II von der äußeren Beckenwand des Belebungsbeckens 1
Fig. 1 und jede Behinderung der freien Strömung bzw. des freien
Fig. 3 eine geschnittene perspektivische Ansicht. Auftriebs im Mischkamin 3 vermieden.
Die Schlammbelebungsanlage besteht aus einem Durch die Luftzufuhr wird der Rücklaufschlamm
ersten, rechteckigen, ringförmig geschlossenen BeIe- 4° nach oben gefördert und gleichzeitig mit dem durch
bungsbecken 1, einem Belebungsbecken 2, welches die Öffnungen 5 zufließenden Ablauf des Belebungs-
das Belebungsbecken 1 rechteckig-ringförmig um- beckens 1 innig gemischt und belüftet. Dies stellt ei-
gibt, und einem Nachklärbecken 4, welches das BeIe- nen zweiten wirksamen Mischkreis dar. Durch Zufuhr
bungsbecken 2 ebenfalls in Form eines Rechteckrin- von mehr oder weniger Druckluft durch die Samme!-
ges umgibt. Auf diese Weise ergibt sich eine kompakte 45 leitung 9 ist eine Regelung der durch den Mischka-
Anordnungder Becken. Jedoch ist auch jede andere, min 3 geförderten Mengen an Rücklaufschlamm und
ringförmig geschlossene Anordnung der Becken mög- Abwasser möglich.
Hch. Aus dem Mischkamin 3 wird das Gemisch teilweise
Das zu reinigende Abwasser wird aus dem Abwas- über eine Überfallkante 10 in das Belebungsbecken 1
serzulauf 23 über eine Dükerleitung 17 und eine 5o und über eine Überfallkante 11 in das Belebungsbek-
Querrinne 18 dem Belebungsbecken 1 zugeführt, und ken 2 gefördert. Das Verhältnis der in das Belebungs-
zwar in Strömungsrichtung unmittelbar vor einem Be- becken 1 und das Belebungsbecken 2 fließenden
lüftungsrotor 15. Es wird daher sofort von den Schau- Mengen kann geregelt werden durch entsprechende
fein des Belüftungsrotors 15 erfaßt und mit dem im Verstellung der Überlaufkanten 10 und 11, der Länge
Belebungsbecken 1 umlaufenden Schlamm-Wasser- 55 und/oder der Höhe nach.
Gemisch gründlich gemischt. Diese Anordnung stellt Es wird somit sowohl dem Belebungsbecken 1 als
daher einen wirksamen ersten Mischkreis dar. auch dem Belebungsbecken 2 Rücklaufschlamm und
Wie Fig. 1 zeigt, ist das Belebungsbecken 1 auch ein entsprechender Teil des aus dem Belebungsbekbezüglich der Quermittellinie symmetrisch ausgebil- ken I konstant ablaufenden Gemisches zugeführt, det, so daß an beiden Enden des Belebungsbeckens 1 &» Zur Regelung des Schlammgehaltes im Belebungsein Wasserzulauf stattfindet. Weitere Belüftungsroto- becken 1 wird von dem in das Belebungsbecken 1 ren können je nach Bedarf an weiteren Stellen des überfließenden Belebtschlammgemisch durch ent-Bekbur.gsbeckens 1 angeordnet sein. Das belüftete sprechend angeordnete Öffnungen 12 entlang der BeleHschlammgemisch kreist in dem Belebungsbek- Überfallkante 10 Überschußschlamm in einen Kanal ken 1 mit einer je nach den Erfordernissen einstellba- 65 13 abgeleitet, wobei die abzugebende Überschußren γπιπΚ'κτ. Verweilzeit. schlammenge durch Schieber 14 dosierbar ist. Der
Durch längs des Umfangs des Belebungsbeckens 1 Rest der über die Überfallkante 10 in das Belebungs-
verteilte bodenseitige Öffnungen 5 (vgl. Fig. 2 und becken 1 zurückfließenden Teilmenge wird durch die
Belüftungsrotoren 15 wieder mit dem Beckeninhalt vermischt.
Man stellt die Überfallkanten 10, 11 sowie die Schieber 14 so ein, daß im Belebungsbecken 1 eine verhältnismäßig niedrige Belebtschlammkonzentration und im Belebungsbecken 2 eine verhältnismäßig hohe Belebtschlammkonzentration aufrechterhalten wird. Im Belebungsbecken 1 ist daher die Belastung des Belebtschlammes mit abzubauenden Schmutzstoffen groß, was den Bedingungen eines raschen, aber nur bis zu einer Teilreinigung führenden biologischen Abbaues entspricht. Im Belebungsbecken 2 erfolgt dann bei geringer Belastung des in hoher Konzentration vorliegenden Belebtschlammes der Abbau bis zur biologischen Vollreinigung.
Die über Jie Überfallkante 11 ins Belebungsbekken 2 f!ic!3ende Teilmenge wird dort von einem Belüftungsrotor 16 mit dem Beckeninhalt vermischt und belüftet. Dies stellt den dritten Mischkreis dar. Die Belüftungsrotoren 16 im Belebungsbecken 2 können unabhängig von den Belüftungsrotoren 15 des Belebungsbeckens 1 umlaufen und auch an anderen Stellen angeordnet sein. Vorteilhaft ist aber die dargestellte Anordnung, bei der die Belüftungsrotoren 16 im Belebungsbecken 2 einfache Verlängerungen der Belüftungsrotoren 15 des Belebungsbeckens 1 darstellen. Im Belebungsbecken 2 soll der Sauerstoffeintrag und die Turbulenz geringer sein als im Belebungsbecken 1. Dies wird zweckmäßigerweise durch eine geringere Plattenbestückung des Belüftungsrotors 16 erzielt. Durch die Bestückung des Belüftungsrotors 16 und ferner durch den Einbau von Querwänden 29 im unteren Bereich des Belebungsbeckens 2, die sich im Nachklärbecken 4 fortsetzen können, wird die horizontale Umwälzung im Belebungsbecken 2 so gefördert, daß die horizontale Fließgeschwindigkeit von der Beckenoberfläche nach unten kontinuierlich abnimmt und im unteren Bereich nahezu Null erreicht. An der Oberfläche beträgt die Fließgeschwindigkeit zweckmäßig etwa 20 bis 50 crn/sec.
Die Strömung im Belebungsbecken 2 geht im unteren Bereich in eine praktisch ohne Komponente in Längsrichtung des Beckens erfolgende Strömung über, die zunächst nach unten durch die schräg nach unten gerichteten öffnungen 22 in das Nachklärbekken 4 fuhrt, wo sie in eine Aufwärtsströmung übergeht, die für die Sedimentation des Schlammes besonders günstig ist.
Um die Schlammkonzentration im Beiebungsbekken 2 hochzuhalten, wird normalerweise kein Überschußschlamm entnommen. Hierdurch werden für eine Zirkulation des Schlammes günstige Bedingungengeschaffen. Die gebildeten Belebtschlammflocken trennen sich im Nachklärbecken 4 vom biologisch gereinigten Abwasser und setzen sich ab.
Für den Ablauf des Wassers aus dem Nachklärbek ken 4 sind an der Oberfläche verteilte Ablaufrinner 20 vorgesehen, aus denen das Wasser über einen Sammelkanal 21 in einen Vorfluter abfließen kann. Dk Ablaufrinnen 20 weisen Einlaufschlitze auf, die se ausgebildet und dimensioniert sind, daß sie die Eintauchtiefe der Belüftungsrotoren 15 und 16 selbsttätif der Menge des ablaufenden Wassers anpaßt. Eine zusätzliche Anpassung der Lufteintragsleistung an den Bedarf kann selbstverständlich durch Ändern dei Drehzahl der Belüftungsrotoren 15, 16 oder vorzugsweise durch Zu- oder Abschalten einzelner Rotoreinheiten gesteuert werden.
Die ganze Anlage wird vorzugsweise aus Betonfertigteilen zusammengesetzt. Die verwendeten Beluftungskästen 7 können aus einem unempfindlichen Werkstoff, wie Beton, Asbest, Zement, Kunststofl
a° oder Stahl, hergestellt sein.
Das Verfahren zur Abwasserreinigung kann auf einer solchen Anlage beispielsweise entsprechend den folgenden Zahlenangaben durchgeführt werden. Bei Anfall von mittelerem bis dünnem häuslichen Ahwas-
»5 serwird durch entsprechende Einstellung der entsprechenden Regelorgane im Belebungsbecken 1 eine Schlammkonzentration von 1 bis 1,5 kg Trockensubstanz pro m3 aufrechterhalten, entsprechend einer Schlammbelastung von 2 bis 3 kg BSBj pro KiIo-
gramm Trockensubstanz. Durch die verhältnismäßig geringe Schlammkonzentration ergibt sich ein kleiner Energiebedarf für die Umwälzung und Turbulenz. Durch die hohe Schlammbelastung ergibt sich eine hohe Abbauaktivität und damit ein rascher Abbau des
Schlammes bis zu einem biologischen Abbaugrad von 75 bis 85 %. Die durch die Belüftungsrotoren in Gang gehaltene horizontale Umwälzung im Belebungsbekken 1 erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 50 cm see. Bei einer Beckenlänge von beispielsweise
4= ju m und einer mittleren Verweilzeit im Becken von einer Stunde kreist das Gemisch etwa 15mal.
Im Belebungsbecken 2 wird durch entsprechende Regelung der Rücklaufschlammförderung, insbesondere durch Einstellen der Förderleistung der Druck-
luftpumpe, eine hohe Schlammkonzentration von 5 bis 8 Kilogramm Trockensubstanz pro m' erzeugt und aufrechterhalten. Die horizontale Strömungsgeschwindigkeit beträgt an der Oberfläche 20 bis 25cm/sec und nimmt nach unten rasch ab. In diesem
Becken findet dann bei kleiner Schlammbelastung ein Abbau des ReSt-BSB5 des Ablaufes aus dem Belebungsbecken 1 bis zur biologischen Vollreinigung
Statt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309517/432

Claims (27)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur biologischen Abwasserreinigung nach dem Belebungsverfahren, insbesondere zur biologischen Vollreinigung, mit Aufspaltung der Belebungsstufe, in der das Wasser umgewälzt, mit Rücklaufschlamm beschickt und belüftet wird, in eine hochbelastete Belebungsphase (Phase I) und eine dieser nachgeschalteten schwachbelastete Belebungsphase (Phase Π), wobei der aus dem Schlamm-Wasser-Gemisch der Phase Π ausgeschiedene Rücklaufschlamm teilweise in der Phase 1 und teilweise in der Phase Π eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß mindestecs ein Teil des Rücklaufschlammes vor dem Einleiten in die Phase I und II mit mindestens einem Teil des Ablaufs der Phase I innig gemischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- ao kennzeichnet, daß die Gesamtmenge des der Phase I und der Phase II zugeführten Rücklaufschlammes mit dem Gesamtablauf der Phase I gemischt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- a5 kennzeichnet, daß die der Phase I und der Phase II zugeführten Teilmengen des Gemisches in ihrer Menge unabhängig voneinander geregelt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rücklaufschlamm der Phase II und/oder aus einer der Phase II nachgeschalteten Nachklärstufe regelbar abgezogen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoffeintrag in Phase I unabhängig von dem Sauerstoffeintrag in Phase II geregelt wird
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß in den Phasen I und II Umwälzungen mit unabhängig voneinander regelbarer Fließgeschwindigkeit erzeugt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in Phase II eine Umwälzung mit einer Fließgeschwindigkeit erzeugt wird, deren horizontale Komponente von einem Maximalwert im Bereich der Wasseroberfläche nach unten abnimmt und im unteren Bereich vorzugsweise Null oder nahezu Null beträgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fließgeschwindigkeit in 5< > Phase I im Bereich der Wasseroberfläche 20 bis 50 cm/see beträgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlammbelastung in Phase I bis zu -zehnmal, vorzugsweise bis zu fünfmal und insbesondere bis zu zweimal größer als in Phase II eingeregelt wird. ·
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlammbelastung in Phase I über 1,5 kg BSB5, insbesondere über 2 kg BSB5 pro Kilogramm Trockensubstanz bei Einhaltung der biologischen Vollreinigungsbedingungen in Phase II eingeregelt wird.
11. Schlammbelebungsanlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit einem ersten mit Belüftungseinrichtungen versehenen Belebungsbecken und einem zweiten mit Belüftupgseinrichtungen versehenen Belebungsbecken, die durch eine Fördereinrichtung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufluß der Fördereinrichtung an das erste Belebungsbecken (1) sowie einen Rücklaufschlammkanal (6) und deren Abfluß an das erste Belebungsbecken (1) und an das zweite Belebungsbecken (2) angeschlossen sind.
12. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung als lotrecht und/oder schräg nach oben führender Mischkamin (3) ausgebildet ist.
13. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischkamin (3), vorzugsweise dessen Ablauf, mit einer Überschußschlammabzugsvorrichtung versehen ist.
14. Anlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Überschußschlammabzugsvorrichtung am oberen Ende des Mischkamins (3), vorzugsweise auf der Seite des ersten Belebungsbeckens (1), angeordnet und als Kanal (13) ausgebildet ist.
15. Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (13) für den Uberschußschlamm an mindestens einem Ende einen regelbaren Ablauf besitzt, der vorzugsweise durch einen Schieber (14) absperrbar ist.
16. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Ablauf oder den Abläufen der Fördereinrichtung verstellbare Überfallkanten (10,11) angeordnet sind.
17. Anlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Überfallkanten (10, 11) in der Höhe oder in der Länge verstellbar sind.
18. Anlage nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (13) für den Überschußschlamm gleichzeitig eine Überfallkante (10) für den Ablauf des Mischkamins (3) bildet.
19. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung in an sich bekannter Weise eine Mammutpumpe aufweist.
20. Anlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Mammutpumpe einen nach unten offenen Belüftungskasten (7) aufweist, bei dem mindestens ein Teil einer Seitenwand eine Kammform mit nach unten offenen Zwischenräumen hat.
21. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß zur Belüftung der Belebungsbecken (1, 2) an sich bekannte Belüftungsrotoren (15, 16) vorgesehen sind.
22. Anlage nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungsrotoren (15,16) im ersten Belebungsbecken (1) und im zweiten Belebungsbecken (2) eine unterschiedliche Belüftungsleistung aufweisen.
23. Anlage nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere der vorhandenen Belüftungsrotoren (15,16) mit einem Abschnitt in das erste Belebungsbecken (1) und mit einem anderen Abschnitt in das zweite Belebungsbecken (2) eintaucht, wobei die Abschnitte verschiedene Plattenbeistückung aufweisen.
24. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Belebungsbecken (1,2) jeweils ringförmig in sich geschlossen sind.
25. Anlage nach Anspruch 24, dadurch ge-
3 T 4
kennzeichnet, daß das zweite Belebungsbecken Phase I und Π enthaltenden Belebungsbecken einge
kWif *^g^E%£&Sä
26. Anlage nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablauf aus dem ersten Belebungsbecken (1), das Mischen mit dem Rücklaufschlamm und der Zulauf des Gemisches zum ersten Belebungsbecken (1) und zum zweiten Belebungsbecken (2) gleichmäßig verteilt, längs mindestens eines Teiles des Außenumfanges des eisten Belebungsbeckens (1) bzw. des Innenumfanges des zweiten Belebungsbeckens (2), vorzugsweise längs des gesamten Umfanges, erfolgt.
27. Anlage nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß ein Nachklärbecken (4) das zweite Belebungsbecken (2) ringteade Belastungsschwan^angen relativ wemg^anpas sungsfähig, weshalb ui diesen Fallen cue äcuuS b
leistung dieses Verfahrens relativ geringjw.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zug*™™· ._
Verfahren der genannten Art "!^™™c" *"
passungsfähigkeit an «n^sdne<?l5f " und hinsichtlich seiner Reimgungsleistung
DE1658112A 1967-08-11 1967-08-11 Verfahren und Anlage zur biologi sehen Abwasserreinigung nach dem Belebungs verfahren, insbesondere zur biologischen Vollreinigung Expired DE1658112C3 (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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DE1658112A1 (de) 1972-01-05
DE1658112C3 (de) 1973-11-08

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