DE164615C - - Google Patents
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- steam
- cells
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- Expired - Lifetime
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- 230000035939 shock Effects 0.000 claims 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D25/00—Component parts, details, or accessories, not provided for in, or of interest apart from, other groups
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft mehrstufige Dampf- bezw. Gasturbinen mit teilweiser
Beaufschlagung.
Bei mehrstufigen Dampfturbinen mit teilweiser Beaufschlagung hat sich der Ubelstand
herausgestellt, daß große Arbeitsverluste durch das Ansaugen, Zentrifugieren und Auswerfen von Dampf in denjenigen
Schaufelradzellen entstehen, welche nicht beaufschlagt sind (sog. Ventilationsverluste).
Diese Verluste treten sowohl bei Turbinen mit achsialer Durchströmung des Dampfes
(Achsialturbinen) als auch bei solchen mit radialer Dampfdurchströmung (Radialturbinen)
auf.
Die genannten Verluste sind unter sonst gleichen Bedingungen der Gesamtbreite der
Schaufelkränze (in achsialer Richtung) annähernd und proportional. Da bei mehrstufigen
Achsialturbinen die Schaufelradkränze achsial nebeneinander liegen, so ergibt sich
für diese Turbinen eine bedeutende Gesamtschaufelbreite; dagegen können bei mehrstufigen
Radialturbinen mehrere Schaufelkränze konzentrisch ineinander angeordnet
werden, so daß bei diesen Turbinen die Gesamtschaufelbreite (in achsialer Richtung) und
damit auch die von diesen abhängigen Ventilationsverluste (unter sonst gleichen Verhältnissen)
bei weitem geringer sind, als bei Achsialturbinen.
Es sind nun teihveis beaufschlagte mehrstufige Radialturbinen bekannt, bei welchen
mehrere Leitvorrichtungen konzentrisch ineinander angeordnet sind, die volle Kreise
bilden. Auch bei diesen Radialturbinen entstehen noch wesentliche Ventilationsverluste;
es kann nämlich der in die nicht beaufschlagten Zellen aufgesaugte, in Drehung versetzte
und dadurch im geringen Maße kornprimierte Dampf nicht frei nach außen aus den Radzellen abströmen, sondern dieser
Dampf muß durch den den Schaufelkranz umgebenden Leitschaufelring gepreßt werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine mehrstufige, teilweis beaufschlagte
Radialturbine mit mehreren konzentrisch ineinander angeordneten Leitvorrichtungen, bei
welcher die vorstehend genannten bei den bisherigen Radialturbinen auftretenden Ventilationsverluste
möglichst vermindert sind. Die Turbine gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Leitvorrichtungen
die Schaufelradkränze nicht auf ihren ganzen Umfangen, sondern" nur auf Teilen
der Umfange umgeben, so daß also die Leitvorrichtung nur Sektoren bilden. Hierdurch
wird gegenüber einer Radialturbine mit teilweiser Anfangs-Beaufschlagung und mit vollkreisförmigen Leitvorrichtungen erreicht, daß
der in die nichtbeaufschlagten Schaufelradzellen angesaugte und in Drehung versetzte
Dampf frei aus den Radzellen abgeschleudert werden kann, ferner,, daß dieser aus einem
Schaufelrad ausgeschleuderte Dampf ohne Geschwindigkeitsverlust in die Zellen des nächsten
größeren Schaufelradkranzes eintreten kann. Für eine Turbine gemäß dieser Erfindung ergeben
sich daher bei weitem geringere Ventilations- und dergleichen Verluste, als bei
den bisher bekannten teilweis beaufschlagten Radialturbinen mit vollkreisförmigen Leitvorrichtungen;
die Verluste der letzteren Turbine sind, wie bereits oben erwähnt, bei weitem geringer, als die einer entsprechenden
ίο Achsialturbine.
Die Düsen bezw. die sektorförmigen Leitvorrichtungen der einzelnen Stufen einer Turbine
gemäß dieser Erfindung folgen einander vorteilhaft nicht in radialer Richtung, sondern
in einer im Sinne der Drehung der Schaufelräder fortlaufend versetzten Richtung. Hierdurch
wird nicht allein die auch bei Achsialturbinen auftretende Wirkung erreicht, daß
der expandierende Dampf stoßfrei durch die Leitvorrichtungen strömen kann, sondern
auch noch die weitere bei den entsprechenden Achsialturbinen nicht auftretende Wirkung,
daß der aus den nichtbeaufschlagten Schaufelradzellen nach außen abgeschleuderte und in
schneller Drehung befindliche Dampf nicht an die Stirnwandungen der Leitvorrichtungen
anprallen und zurückprallen kann; hierdurch werden Geschwindigkeitsverluste dieses
Dampfes, sowie auch ein infolge des Zurückprallens auftretender Rückstau gegen die
Schaufelräder vermieden.
Falls bei einer Turbine gemäß dieser Erfindung zwei oder mehrere Kammern vorhanden
sind, welche durch einen Uberströmkanal miteinander verbunden sind, der den aus den Schaufelrädern der einen Kammer
austretenden Dampf zu den Leitvorrichtungen der nächsten Kammer überleitet, so kann
dieser Kanal vorteilhaft in der Drehungsrichtung der Schaufelräder gekrümmt sein,
um möglichst wenig von der Austrittsgegeschwindigkeit des Dampfes durch Stoß zu verlieren.
Auf beifolgender Zeichnung ist eine mehrstufige Dampfturbine schematisch dargestellt,
welche gemäß dieser Erfindung gebaut ist. Fig. ι ist ein Längsschnitt, Fig. 2 ein -Schnitt
nach Linie A1 -B1, Fig. 3 ein Schnitt durch
einen Teil der Turbine nach Linie A2-B2.
Die Turbine enthält zwei Kammern, in welchen je ein Schaufelrad S1 bezw. S2 mit
je vier Schaufelkränzen angeordnet ist. Der in der Pfeilrichtung 1 einströmende Dampf
gelangt in den Verteilungsraum a, strömt in der Pfeilrichtung 2 in die Düsen (Leitvorrichtungen)
g-j und expandiert in diesen;
der ausströmende Dampf beaufschlagt im ersten Schaufelkranz C1, strömt sodann durch
die einen Sektor bildende Leitvorrichtung d1, sodann durch die Zellen des Schaufelkranzes C2
u. s. f. Der aus den Zellen des Kranzes C4
ausströmende Dampf wird durch den Überströmkanal i in der Pfeilrichtung 3 zu der
zweiten Kammer übergeleitet, expandiert in deren Leitvorrichtungen und Schaufelradzellen
weiter, strömt in der Pfeilrichtung 5 aus den Zellen des letzten Schaufelrades, und in
der Pfeilrichtung 6 aus der Turbine zur anderweiten Verwendung oder zum Kondensator
ab.
Bei der dargestellten Turbine bilden die Leitvorrichtungen nicht volle Kreise, sondern
nur Sektoren, um die vorstehend gekennzeichneten Wirkungen zu erreichen; die Leitvorrichtungen
der einzelnen Stufen folgen einander nicht radial, ^sondern sind in der
Drehungsrichtung der Schaufelräder versetzt angeordnet; endlich ist der Überströmkanal
von der einen Kammer zu den Leitvorrichtungen der nächsten Kammer in der Dampf-Strömungsrichtung
gekrümmt angeordnet.
Die Breiten der Schaufelradkränze sowie die Breiten der Leitvorrichtungen b .. und d...
(in achsialer Richtung) sind entsprechend der Verminderung der Dampfgeschwindigkeit
oder des verminderten Dampfdruckes oder beider Faktoren fortgesetzt vergrößert; auch
die Längen der Leitvorrichtungen bezw. die von diesen eingenommenen Zentriwinkel sind
aus denselben Gründen fortgesetzt vergrößert.
Die Dampfströmungsrichtungen durch die Radzellen der Turbine ist in der ersten Kammer
von innen . nach außen, in der zweiten Kammer von außen nach innen; selbstverständlich
könnte die Dampfströmung durch entsprechend angeordnete Kanäle in beiden
Kammern die gleiche oder die umgekehrte Richtung haben.
Bei der dargestellten Turbine sind die Düsen bezw. Leitvorrichtungen einer jeden
Stufe zu einer Gruppe vereinigt; selbstverständlich können auch mehrere größere und
kleinere Gruppen von Düsen bezw. Leitvorrichtungen angeordnet werden. In vielen Fällen ist es vorteilhaft, die Schaufelräder
der letzten (Niederdruck-) Stufen nicht partiell, sondern auf ihren ganzen Umfangen beaufschlagen
zu lassen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Mehrstufige, teilweis beaufschlagte Radial-Dampf- (bezw. Gas-) Turbine mit mehreren konzentrisch ineinander angeordneten Leitvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitvorrichtungen nicht volle Kreise, sondern nur Sektoren bilden, zum Zwecke, dem aus den nicht beaufschlagten Radzellen nach außen abgeschleuderten Dampfe ein freies Abströmenzu ermöglichen und diesen Dampf in die Zellen des nächsten Schaufelrades ohne Geschwindigkeitsverlust überzuführen.
- 2. Mehrstufige Dampfturbine nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitvorrichtungen der einzelnen Stufen nicht radial, sondern in der Drehungsrichtung der Schaufelräder fortlaufend versetzt angeordnet sind, zum Zwecke, geringere Stoßverluste sowohl des durchströmenden treibenden Dampfes als auch des in den Schaufelradzellen in Drehung versetzten nicht treibenden Dampfes zu erreichen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT24410D AT24410B (de) | 1903-11-28 | 1905-12-06 | Mehrstufige Dampfturbine. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE164615C true DE164615C (de) |
Family
ID=430194
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1903164615D Expired - Lifetime DE164615C (de) | 1903-11-28 | 1903-11-28 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE164615C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1144738B (de) * | 1952-12-22 | 1963-03-07 | Gustav Koehler Dipl Ing | Radial einwaerts durchstroemtes Gleichdruck-Turbinenrad mit zwei Geschwindigkeitsstufen |
-
1903
- 1903-11-28 DE DE1903164615D patent/DE164615C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1144738B (de) * | 1952-12-22 | 1963-03-07 | Gustav Koehler Dipl Ing | Radial einwaerts durchstroemtes Gleichdruck-Turbinenrad mit zwei Geschwindigkeitsstufen |
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