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Hiedurch wird nicht allein die auch bei Achsialturbinen auftretende Wirkung erreicht, dass der expandierende Dampf stossfrei durch die Leitvorrichtungen strömen kann, sondern auch noch die weitere, bei den entsprechenden AcMturbinen nicht auftretende Wirkung, dass der aus den nicht beaufschlagten Schaufolradzellen nach aussen abgeschlenderte und in schneller Drehung befindliche Dampf nicht an die Stirwandungen der Leitvorrichtungen anprallen und zurückprallen kann ; hiedurch werden Ge8hwindigkeitsverluste dieses Dampfes sowie auch ein infolge des Zurückprallens auftretender Rückstoss gegen die Schaufelräder vermieden.
Falls bei einer Turbine gemäss dieser Erfindung zwei oder mehrere Kammern vorhanden sind, welche durch einen Überströmkanal miteinander verbunden sind, der den aus den Schaufelrädern der einen Kammer austretenden Dampf zu den Leitvorrichtungen der nächsten Kammer überleitet, so kann dieser Kanal vorteilhaft in der Drehungsrichtung der Schaufel- räder gekrümmt sein, um möglichst wenig von der Austrittsgeschwindigkeit des Dampfes durch Stoss zu verlieren.
Auf beifolgender Zeichnung ist eine mehrstufige Dampfturbine schematisch dargestellt, welche gemäss dieser Erfindung gebaut ist. Fig. 1 ist ein Längsschnitt, Fig. 2 ein Schnitt
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Die Turbine enthalt zwei Kammern, in welchen je ein Schaufelrad 81 und 82 mit je vier Schaufelkränzen angeordnet ist. Der in der Pfeilrichtung 1 einströmende Dampf gelangt in den Verteilungsraum a, strömt in der Pfeilrichtung 2 in die Düsen (Leitvorrichtungen) b1 und expandiert in diesen; der ausströmende Dampf beaufschlagt im ersten Schaufelkranze c1, strömt sodann durch die einen Sektor bildende Leitvorrichtung dl, sodann durch die Zellen des Schaufelkranzes c2 usf.
Der aus den Zellen des Kranzes c4
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zweiten Kammer übergeleitet, expandiert in deren Leitvorrichtungen und Scbaufciradzellen weiter, strömt in der Pfeilrichtung 5 aus den Zellen des letzten Schaufelrades und in der Pfeilrichtung 6 aus der Turbine zur anderweitigen Verwendung oder zum Kondensator ab.
Bei der dargestellten Turbine bilden die Leitvorrichtungen nicht volle Kreise, sondern nur Sektoren, um die vorstehend gekennzeichneten Wirkungen zu erreichen ; die Leit-
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strömungsrichtunggekrümmtangeordnet.
Die Breiten der Schaufelradkränze sowie die Breiten der Leitvorrichtungen b .. und d..
(in achsiider Richtung) sind entsprechend der Verminderung der Dampfgeschwindigkeit oder
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denselbenGründenfortgesetztvergrössert.
Die Dampfströmungsrichtungen durch die Radzellen der Turbine sind in der ersten Kammer von innen nach aussen, in der zweiten Kammer von aussen nach innen ; selbstverständlich könnte die Dampfströmung durch entsprechend angeordnete Kanäle in beiden Kammern die gleiche oder die umgekehrte Richtung haben.
Bei der dargestellten Turbine sind die Düsen bezw. Leitvorrichtungen einer jeden
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kleinere Gruppen von Düsen bezw. Leitvorrichtungen angeordnet werden. In vielen Fällen ist es vorteilhaft, die Schaufelräder der letzten (Niederdruck-) Stufen nicht partiell, sondern
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. mehrstufige, teilweise beaufschlagte Radial-Dampf- (bezw. Gas-) Turbine mit mehreren konzentrisch ineinander angeordneten Leitvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitvorrichtungen nicht volle Kreise, sondern nur Sektoren bilden, zum Zwecke, dem aus
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Geschwindigkeitsverlustüberzuführen.