DE1645641C - Vorrichtung zur Durchfuhrung von Polydondensationsreaktionen - Google Patents
Vorrichtung zur Durchfuhrung von PolydondensationsreaktionenInfo
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Description
Ί>
Die Herstellung vpn film- und fadenbildenden gende große ProduktoberflHche, aber Infolge des
Polyestern hat bekanntlich Anfang der 40er Jahre unterbreohungslos Über die Reaktorlänge ''".VCb.-init einer Erfindung begonnen, die z. B. in der deut- gehenden Strömungswoges Is die Einhaltung eines
schon Patentschrift 972 503 beschrieben 1st, Hiernach engen Verweilzeitspektrums nicht möglich, da es zu
,worden hochpolymere Polyester durch Umsetzung β unerwünschten RUckvermischungen in Axialrichtung
eines Glykole der allgemeinen Formel HQ(CHj,)nQH des Reaktors kommen kann. Breite VerWeilZeitspekmit Terephthalsäure oder einem niedrigen alipha- tren schließen jedoch einen möglichst einheitlichen
tischen Ester der Terephthalsäure und anschließende Polymerisationsgrad der einzelnen Polymerteilchen
Polykondensation des entstandenen Zwischenpro- üno damit ein homogenes Qualitätsprodukt aus.
duktes erhalten, Besondere wirtschaftliche Bedeutung io Schädlich für die Produktqualität wirkt sich ferner
hat das aus Äthylenglykol und Dimethylterephthalat aus, daß unmittelbar auf den Oberflächen der sich
über das UmesterungszwischenproduktBis-Z-hydroxy- notwendigerweise nicht berührenden Scheiben sehr
lUhyl-terephthalat hergestellte Polyethylenterephthalat große Verweilzeiten entstehen, die zu einem Cracken
erlangt. der Reaktionsmasse an diesen Stellen und damit zu
WUhrend die chargenweise Herstellung von Poly- jj Produktschädigungen führen können. Als nachteilig
estern im großtechnischen Maßstab heute im wesent« bei diesem bekannten Reaktor ist auch die fehlende
liehen beherrscht wird und daher die weithin bevor- Zwangsförderung der Reaktionsmasse im Reaktor
zugte Methode ist, hat die wegen der offensichtlichen selbst anzusehen, weil dadurch bei der vorhandenen
Nachteile des Chargenbetriebes an sich wünschens- hohen Zähigkeit der Reaktionsmasse keine definierten
werte Überführung des Verfahrens in eine kontinuier- ao Verweilzeiten erhalten werden,
liehe Arbeitsweise sehr erhebliche Schwierigkeiten Mit der z. B. aus unserer französischen Patentbereitet. Erst in jüngster Zeit finden sich Ansätze schrift 1 351 484 bekannten Polymerisationsvorrichzur Benutzung kontinuierlicher Verfahren im tech- tung, bei welcher mehrere gleichsinnig angetriebene
nischen Maßstab. Als ursächlich hierfür ist das Schneckenwellen horizontal und parallel zueinander
Erfordernis anzusehen, eine Reihe von Reaktions- as in einem Gehäuse angeordnet sind und dicht ineinparametern, die zum Teil sogar — wie z. B. Druck andergreifen, werden zwar die Übelstände der vor-
und Temperatur — mit fortschreitendem Polykon- stehend beschriebenen Vorrichtung vermieden, weil
densationsgrad nach einem bestimmten Programm die dicht ineinandergreifenden Schnecken axiale
zu ändern sind, über eine lange Zeit exakt einzu- RUckvermischungen verhindern, die vorhandene
halten, um ein Produkt von gleichbleibend hoher 30 Flanken- und Gehäuseselbstreinigung durch die
Qualität zu erzielen. Schwierigkeiten ergeben sich Schnecken Produktvercrackungen ausschließen und
insbesondere auch durch die Notwendigkeit, mög- die Reaktionsmasse zwangsweise durch den Reaktorlichst konstante Verweilzeiten bei engem Verweil- raum fördern. Diese bekannte Vorrichtung, die inzeitspektrum einzuhalten, das Ausdampfen frei soweit für die Erzielung homogener Produkte sehr
werdender Reaktionsprodukte in kurzer Zeit zu er- 35 zufriedenstellend arbeitet, ist jedoch eine sehr aufmöglichen, eine gute Durchmischung der Reaktions- wendige und mechanisch komplizierte Maschine. Die
masse unter ständiger Oberflächenerneuerung, vor- beträchtlichen Fertigungsschwierigkeiten für Großnehmlich während der Polykondensation, vorzusehen schnecken und die dadurch verursachten hohen Ent-
und eine gleichbleibende Reaktanten- und Kataly- stehunp.skosten schließen die Fertigung derartiger
satorkonzentration aufrechtzuerhalten. 40 Schneckenreaktoren für große Durchsätze praktisch
Verfahren zur Polyester-Herstellung (z. b. US«.- Der Erfindung liegt nun nie Aufgabe zugrunde,
Patentschriften 2 ΊΊΊ WH'. " .'■ \ l Ί5Ϊ776, unter \cnneidung der Nacni·/".- c'nsi'i'g'g hekann-
_ ._.;,.; -:,:■_: »:. -_. .\cgci mehrstufig ausgebildet. tor Vorrichtungen einen kontinuierlich arbeitende·'!
Angesichts der vorerwähnten Anforderungen an ein 45 Polykondensationsreaktor so auszubilden, datt er
kontinuierliches Herstellungsverfahren ist es klar, enge Verweilzeitspektren und eine ständige Reinidaß der Ausgestaltung der für die verschiedenen gung der wesentlichen produktberührten Oberflächen
Stufen zum Einsatz gelangenden Reaktoren für eine und damit eine hohe Produkthomogenität mit Hilfe
erfolgreiche technische Durchführung eines kontinu- einer konstruktiv einfachen und preisgünstigen Vorierlichen Verfahrens eine erhebliche Bedeutung zu- 50 richtung ermöglicht.
kommt. Das gilt ganz besonders für den letzten Mit der vorliegenden Erfindung wird nun zur
Polykondensationsreaktor, mit dessen Hilfe bei der Durchführung von Polykondensationsreaktionen bei
abschließenden Polykondensationsreaktion letztmalig der kontinuierlichen Herstellung von linearen Hochauf die Produktqualität F.influß genommen werden polymeren, insbesondere für die abschließende PoIykann. 55 kondensationsreaktion bei der Herstellung von PoIy-
Einc bekannte Vorrichtung (USA.-Patentschrift estern ein Polykondensationsreaktor vorgeschlagen,
758 915) zur Durchführung der abschließenden der zur Lösung der vorstehenden Aufgabe gekenn-Polykondensationsreaktion
besteht aus einem Ge- zeichnet ist durch einen mit seiner Hauptachse senkhäuse mit zwei darin horizontal und parallel zuein- recht orientierten, mit einem Wärmetauschmantel
ander angeordneten, gegenläufig angetriebenen 60 (H), einem Zuführungsstutzen (14) im Decke! und
Wellen, auf denen jeweils eine Vielzahl konzentrischer einem Entnahmestutzen (IS) im Boden versehenen
flacher Voll- oder Siebscheiben derart angeordnet Behälter (I, Γ, 2) und eine in diesem Behälter drehist,
daß die Scheiben der beiden zusammenwirkenden bar gelagerte senkrechte Welle (3), auf welcher ko-Wellen
unter Bildung eines labyrinthartigen Strö- axial und waagerecht Kreisringscheiben (4) und kreismungswegcs
ineinandergreifen. Bei dieser bekannten 65 förmige Vollscheiben (5) jeweils einander abwech-Vorrichtung
sorgen die Scheiben zwar für eine fort- selnd drehfest angeordnet sind, wobei die Volls'cheilaulende
Oberlläeheneineiieriing der Reaktionsniasse ben (5) mindestens den Kreisaussehnittsdiirchmesser
und für cine clic Kcstglykolausdampfung begünsli- der Kreisringscheiben (4) aufweisen und den Scheiben
(4, 5) ortsfeste Abstreifer(2I1, 32) derart aufliegen, fuhrung8 und eine zugehörige Lagerung» vorgodaß die Reaktionsmasee bei dnn Kreisringscheiben sehen. Der Antrieb der Welle erfolgt über em weh·
, (4) über den inneren Scheibenirand und bei den Voll· zahlregelbares Antriebsaggregat 10. Der Behälter im
scheiben (5) Über den ttußeitn Scheibenrand gefördert allseits von dem Warmetauschmantel 11 umgeucn,
wird. 5 der einen Eintrlttsstutzen 12 und einen Austrit s-
BeI dieser Anordnung wird die Reaktionsmasse stutzen 13 für das Heizmerilum besitzt, m peckei ι
durch die Abstreifer zwangsweise von Scheibe zu 1st der ZufUhrungsstutzen 14 für die Reuktionsrnasse,
Scheibe von oben nach unten durch den Reaktor und im Boden lHst der Entnahmestutzen 15 tür aas
geführt, wobei sich abhängig von der Wellendrehzahl Produkt vorgesehen. Der Entnahmestutzen 15 ist so
und der Schichtdicke auf den Scheiben einstellbare io ausgebildet, daß daran eine an sich bekannte ausdefinierte Vetweilzeiten und wegen der Vielzahl der tragsschnecke zum Abziehen des gebildeten ProScheiben enge Verweilzeitspektren ergeben. Die Re- duktes angeschlossen werden kann. Die bei der Reaktion läuft günstig in dünnen Schichten bei großer aktion freigesetzten Dämpfe werden aus dem Behälter
Oberfläche der Reaktionsmasse ab, wodurch die über einen Dampfentnahmestutzen 16, der mit einer
Ausdampfung des restlichen Glykole und der Reak- 13 Vakuumquelle in Verbindung steht, abgeführt,
tionsablauf vorteilhaft beschleunigt werden. Unkon- Im gezeigten Beispiel ist jeder Kreisringscheibe %
trollierbar lange Verweilzeiten der Reaktionsmasse wie Fig. 2 veranschaulicht, eine Mehrzahl von
auf den Scheiben und Produktschädigungen durch Mischkämmen 17 zugeordnet. Weiterhin sind aut
Cratken sind völlig ausgeschlossen, weil die Scheiben jeder Ringscheibe 4 in Nähe ihrer Ränder ortsfeste
bei jeder Umdrehung einmal von den Abstreifern ao Produktführungsringe 18 und 19 vorgesehen. Die
gereinigt werden, bevor von der jeweils darüber- Mischkämme 17 sind mit diesen Produktführungs-Iiegenden Scheibe erneut Reaktionsmasse auf die ringen fest verbunden. Außerdem sind an den Ringen
Scheibe gegeben wird. Der am Aufbau einfache und tin Verteiler 20 und der Abstreifer 21 befestigt. An
im Betrieb zuverlässig arbeitende erfindungsgemäße dem Außenring 18 sind drei Abstandshalter 23, ta
Reaktor ergibt homogene Polykondensatprodukte as und 25 angebracht, welche die aus den Ringen I»
hoher Qualität und zeichnet sich gegenüber vergleich- und 19, den Mischkämmen 17, dem Abstreifer Zl
baren Vorrichtungen durch wesentlich geringere Ent- und dem Verteiler 20 bestehende Ringkonstruküon
stehungskosten aus. zentrieren und an der Behälterinnenwand abstutzen.
Zur Einstellung der Schichtdicke der Reaktions- Der Abstandshalter 25 ist in einer senkrechten
masse auf den Scheiben können vorteilhaft in der 30 Schiene 26 an der Behäjterinnenwand gefuhrt, so dan
Nähe der Abstreifer und in Drehrichtung hinter die- ein Verdrehen der Ringkonstruktion ausgeschlossen parallel und mit geringem Abstand zu den obe- sen ist.
ren Flächen der Scheiben angeordnete ortsfeste Ver- Die Aufgabe der Reaktionsmasse auf die King-
teiler vorgesehen sein, die für eine gleichmäßige scheibe 4 erfolgt an der mit 22 bezeichneten Meile.
Beschickung der einzelnen Scheiben sorgen und für 35 Die Ringscheibe dreht sich in der Richtung des in
dt λ Fall, daß sie höhenverstellbar eingerichtet sind, F i g. 2 eingezeichneten Pfeiles. Der Verteiler sorgt
tine F "Udiung der Schichtdicke ermöglichen. für eine g'.ichmäi%; V-- i -ig «V<
Produktes zwi-
In weiterer Ausbildung der Erfindung iiann für sehen dir. PrndukSfühiu^ii.flgen i» oii». 1·» ^
eine Durchmischung der Reaktionsmasse auf den karn ^iirch ^eeign » '"ι*! ^c fcn.stellba;iuiit αο
Scheiben dadurch gesorgt werden, _-ß den oberen 40 Schien?ö\·:'.*. höh- u Äar an der bescUnetwnen
Hächtn der Scheiben ortsfeste Mischkämme benacb- Ringkonrtru^w smg'··» xht sen. Die _Mischgarn,
fr'u W. ^!cse MischkäiTime reißen st?nd·? ^e 17 g„iLa »n die Ouernaoie >r Reakt:- ■ ■«nassen-O\yfm.' · der dünnen Schichten auf und SOt6.,.
srh-clü vin und rauen diese auf ί-u u.esem £wetK
mit auf den Scheiben für eine ständige Oberflächen- können die Kammzinken nach Maßgabe der viskoerneuerung 45 sität der zu behandelnden Reaktionsmasse in ge-
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nach- eigneter Weise ausgebildet sein. Nach etwa einem
folgend an Hand der ein Ausführungsbeispiel dar- Scheibenumlauf wird die Reakuonsmasse durch den
stellenden Zeichnungen näher beschrieben. In den Abstreifer 21 von der Ringscheibe 4 abgestrichen
Zeichnungen stellt dar und über den inneren Sche.benrand gefordert und
Fiel einen Längsschnitt durch den erfindungs- 50 fließt auf die darunter befindliche Vollscheibe9. /.u
gemäßen Reaktor diesem Zweck endet der Innennng 19 mit Abstand
Fig 2 einen Querschnitt durch den Reaktor ge- vor dem Abstreifer 21, während der Außenring
maß Linie H-H nach Fig. 1 und als geschlossener Ring ausgebildet ist.
sprechend der Linie HI-III in Fig. I. 55 einen Durchmesser, der wesentlich geringer is als
Der Reaktor besitzt einen Behälter, der im wesent- der Außendurchmesser der Ringscheiben 4, jtdoch
liehen von einem aufrecht stehenden Zylinder 2, gleich oder größer ist als der Durchmesser des· Kre -einem angeflanschten Deckel I und einem Boden 1' ausschnittes der Ringscheiben 4. Audi fur du^ Vollgebildet wird. Die zentral in der Hauptachse des scheiben S sind jeweils ein Verteiler 28, mehrere
Behälters angeordnete Welle 3 trügt eine Vielzahl 60 Mischkämme 29, ein geöffneter äußerer P oduk -von jeweils abwechselnd angeordneten Kreisring- führungsring30, eir,geschlossener innen^ Parkscheiben 4 und kreisförmigen Vollscheiben S, von führungsring 31 und der Abs refer 32 v°rg^hu,_
Vifh ii Shi Weiterhin smd dre, Abstands hai er33 34 und
scheiben 4 und kreisförmigen Vollscheiben S, von führungsring 31 und der Ab g^_
denen in F i g. 1 zur Vereinfachung nur einige Schei- Weiterhin smd dre, Abstands hai er_ 33 34 und
hen 4, 5 dargestellt sind. Die Welle 3 ist an ihrem vorhanden, von denen der Abstandshalter 35 wi der
unteren Ende beispielsweise· über eine Stopfbuchse 6 65 Abstandshalter 25 der Ringscheiben 4 in der senk-
mi in einem Lager 7 drehbar gelagert. Am oberen fest geführt ist. Die Produktfuhrungsrmge 30 und 31,
C/1
υ·* ι
teiler 28 bilden auch hier eine zusammengehörige Ringkonstruktion. Auch hier kann der Verteiler 28
höhenverstellbar sein. Die geschlossenen Produktführungsringe
18, 31 können auch auf den Scheiben 4 bzw. 5 beispielsweise durch Anschweißung befestigt sein und sich mit diesen drehen. In diesem
Fall besteht zwischen den Produktführungsringen 18, 31 und den zugehörigen Mischkämmen, Abstreifern,
Verteilern und — im Falle der Ringe 18 — Abstandshaltern keine feste Verbindung.
Die Vollscheibe dreht sich in derselben durch Pfeil angezeigten Richtung, wie die mit Bezug auf
F i g. 2 beschriebene Ringscheibe 4. Das Produkt wird an der mit 27 gekennzeichneten Stelle aufgegeben
und nach etwa einem Umlauf von dem Abstreifer 32 über den Außenrand der Vollscheibe 5
auf die darunter befindliche nächste Ringscheibe 4 gefördert.
Die Scheiben 4 und 5 sind an Tragarmen 36 bzw. 37 befestigt, welche ihrerseits an Naben 38 befestigt
sind. Diese Naben sind mit inneren Nuten 40 versehen, mit deren Hilfe sie drehfest auf die mit einer
entsprechenden Feder 39 ausgestattete Welle 3 aufgefädelt sind. Die Feder 39 kann in eine Nut der
Welle eingelegt sein. Der Zusammenbau und das Zerlegen des erfindungsgemäßen Reaktors bereitet
infolge der Fädelkonstruktionen sowohl für die Scheiben 4 und 5 als auch für die Ringkonstruktionen
keine Schwierigkeiten. Sämtliche Scheiben und Ringkonstruktionen werden von einem am unteren
Ende der Welle befestigten Flansch 41 getragen.
Für den Fall, daß eine direkte Beheizung der Scheiben 4 und/oder 5 gewünscht wird, können die
Scheiben an ihren unteren Flächen mit Wärmetauschkammern, beispielsweise mit aufgesetzten Halbrohren,
versehen sein, die mit Zu- und Abflußkanälen in Verbindung stehen. Diese Kanäle können an oder
in den Tragarmen 36 und 37 angeordnet sein und münden in die in diesem Fall als Hohlwelle ausgebildete
Welle 3.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Reaktors sei am Beispiel eines 3-tato-Reaktors für die abschließende
Polykondensation eines Vorpolykondensates zur Herstellung von Polyethylenterephthalat näher
erläutert. Das Vorkondensat wird durch den Zuführungsstutzen 14 wie beschrieben auf die obere Ringscheibe
4 kontinuierlich aufgegeben. Die Intrinsicviskosität des Vorkondensates kann je nach dem in
den vorgeschalteten Reaktoren erzielten Polymerisationsgrad zwischen 0,3 und 0.7 liegen. Die Temperatur
des Vorkondensates beträgt in der Regel zwischen 260 und 280 C. vornehmlich 270"C. Dem Heizmuntcl
11 wird über den Stutzen 12 ein Dampfgemisch aus 27 0O Diphenyl und 73 ° ο Diphenyloxyd
mit einer Sattdampftemperatur von 300 C zugegeben, das gebildete Kondensat verläßt den Hcizmantel
über den Stutzen 13. Die während der Reaktion freigesetzten
Glykoldämpfc werden über den Stutzen 16
abgezogen, welcher mit einem Dampfstrahluggrcgat
zur Aufrcchtcrhaltung eines Betriebsvakuums zwischen
0.1 und 2 Torr, vorzugsweise 0.5 Torr, verbunden ist. Die Welle 3 wird durch das Antriebsaggregat
mit einer nur geringen Drehzahl von 0.5 Umdrehungen pro Minute angetrieben. Bei Verwendung von
zehn Vollsehciben 5 und /elin Ringscheiben 4 und
einer Schichtdicke um 5 mm auf ilen Scheiben ergibt sich bei der genannten Drehzahl litt ilen in Heile
siehenileii .VtiiUt-Kcuklni eine mittleie Vctwcil/eit
von etwa einer Stunde. Nach dieser Zeit fördert der Abstreifer 32 der unteren Vollscheibe 5 das Produkt
in den Entnahmestutzen 15, von wo aus es von einer in der Zeichnung nicht gezeigten Austragsschnecke
kontinuierlich entnommen und der Direktverspinnung zu Fäden oder Filmen oder der Herstellung' von Polyesterschnitzeln
zugeführt wird. Je nach Betriebsbedingungen ergibt sich ein Viskositätsanstieg zwischen
der zugeführten Reaktionsmasse und dem abgezogenen Produkt zwischen 0,2 und 0,4 i/,n,r. Die Abmessungen
des beschriebenen 3-tato-Reaktors betragen für den Behältcrinnendurchmesser 1700 mm, für die
Behälterhöhe 4000 mm, für den Ringscheibenaußendurchmesser 1550 mm und für den Vollscheibenaußendurchmesser
1250 mm.
Der erfindungsgemäße Reaktor eignet sich neben dem vorstellend speziell hervorgehobenen Anwendungszweck
grundsätzlich für alle chemischen Reaktionen, bei denen eine zähflüssige Reaktionsmasse
vorliegt. Es ist aber auch eine Anwendung für körnige Güter, beispielsweise bei Trocknungsprozessen, denkbar.
Die Einstellbarkeit der Verweilzeit durch Drehzahl und Schichtdicke ist ein besonderer Vorzug der
erfindungsgemäßen Vorrichtung. Zusätzlich zu der
as Mantelbeheizung kann eine Wärmezufuhr durch Verwendung
eines gasförmigen Wärmeträgers vorgesehen sein, der von unten nach oben im Gegenstrom zum
Produktfluß geleitet wird.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Durchführung von Pol>kondensationsreaktionen
bei der kontinuierlichen Herstellung von linearen Hochpolymeren, insbesondere für die abschließende Polykondensationsreaktion
bei der Herstellung von Polyestern, gekennzeichnet durch einen mit seiner
Hauptachse senkrecht orientierten, mit einem Wärmetauschmantel (11), einem Zuführungsstutzen (14) im Deckel und einem Entnahme-
stutzen (15) im Boden versehenen Behälter (1, Γ, 2) und eine in diesem Behälter drehbar gelagerte
senkrechte Welle (3), auf welcher koaxial und waagerecht Kreisringscheiben (4) und kreisförmige
Vollscheiben (5) jeweils einander abwechselnd drehfest angeordnet sind, wobei die
Vollscheiben (5) mindestens den Kreisausschnitldurchmesser der Kreisringscheiben (4) aufweisen
und den Scheiben (4, 5) ortsfeste Abstreifer (21. ■ 32) derart aufliegen, daß die Reaktionsmasse bei
den Kreisringscheiben (4) über den inneren Scheibenrand und bei den Vollscheiben (5) über den
äußeren Scheibenrand gefördert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Nähe der Abstreifer (21.
22) und in Drehrichtung hinter diesen parallel und mit geringem Abstand zu den oberen Flächen
der Seheiben (4, 5) angeordnete ortsfeste Verteiler (20. 28) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen I und 2. dadurch gekennzeichnet, daß den oberen !'lachen
der Scheiben (4, 5) ortsfeste Mischkiimmc (17,
29) benachbart sind.
4. Vorrichtung nach den Anspiüchen 1 bis 3.
dadurch gekennzeichnet, daß den Scheiben (4. 5)
6s in Nähe ihier Ränder ortsleste Produktlühiungsringe
(IR. 19: 30, 31) aulliegen, von denen die
liiuetuinge (19) auf den Ringscheiben (4) und die
Aiillcmmpc (30) auf den Vollscheiben (5) in
1 ß.
Drehrichtung mit Abstand vor den Abstreifern (21 bzw. 32) enden, während die Außenringe (18)
auf den Ringscheiben (4) und die Innenringe (31) auf den Vollscheiben (5) geschlossene Ringe sind,
und daß die offenen Ringe (19, 30) unmittelbar in Drehrichtung hinter den Abstreifern (21, 32) und
an diese anschließend beginnen.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischkämme
(17, 29), die Verteiler (20; 28) und die Abstreifer (21,32) an den Produktführungsringen (18,19
bzw. 30, 31) unter gegenseitiger Zentrierung zusammengehöriger Ringpaare befestigt sind und
sich die so gebildeten Ringkonstruktionen (17, 20, 21, 18, 19; 29, 28, 32, 30, 31) mit Bezug auf die
Welle (3) zentriert über Abstandshalter (23, 24, 25; 33, 34, 35) an der Behälterinnenwand abstützen,
wobei ein Abstandshalter (25, 35) jeder Ringkonstruktion in einer senkrechten Schiene
(26) an der Behälterinnenwand drehfest geführt ist. . ,.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis Λ
dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (4, j) auf Tragarmen (36, 37) befestigt sind, welche
ihrerseits an Naben (38) befestigt sind, mit denen die Scheiben (4, 5) drehfest (39, 40) auf die
Welle (3) aufgefädelt sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheiben (4, 5) an ihren unteren Flächen mit Wärmetauschkammern versehen
sind, die mit Zu- und Abflußkanälen in Verbindung stehen, welche durch die hohl ausgebildete
Welle (3) geführt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
UN M(I
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