DE1614552B2 - Vorratskathode, insbesondere Metallkapillarkathode - Google Patents

Vorratskathode, insbesondere Metallkapillarkathode

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DE1614552B2
DE1614552B2 DE19671614552 DE1614552A DE1614552B2 DE 1614552 B2 DE1614552 B2 DE 1614552B2 DE 19671614552 DE19671614552 DE 19671614552 DE 1614552 A DE1614552 A DE 1614552A DE 1614552 B2 DE1614552 B2 DE 1614552B2
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Horst 80OO München Hofmann
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/02Manufacture of electrodes or electrode systems
    • H01J9/04Manufacture of electrodes or electrode systems of thermionic cathodes
    • H01J9/042Manufacture, activation of the emissive part
    • HELECTRICITY
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    • H01J1/00Details of electrodes, of magnetic control means, of screens, or of the mounting or spacing thereof, common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
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    • H01J1/20Cathodes heated indirectly by an electric current; Cathodes heated by electron or ion bombardment
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorratskathode, insbesondere MK-Kathode für elektrische Entladungsgefäße, mit einem den Vorrat abdeckenden porösen Körper als Emissionsstoffträger, dessen Porosität auch bei hoher Betriebstemperatur erhalten bleibt und der an seiner Gesamtoberfläche mit einem Überzug aus hochschmelzendem Metall versehen ist, das durch die bei der Zersetzung von emissionsfördernden Vorratssubstanzen entstehenden Reaktionsprodukte oder durch die Unterlage nicht verändert wird sowie ein Verfahren zur Herstellung des Metallüberzuges auf dem porösen Körper.
Bei dem beschriebenen Kathodentyp werden im Betrieb emissionsfördernde Substanzen durch thermische Zersetzung aus einem Emissionsstoffvorrat frei gemacht, um durch feine Öffnungen eines diesen Vorratsbehälter bedeckenden porösen Emissionsstoffträgers zur Kathodenoberfläche hinzuwandern, um dort die Austrittsarbeit herabzusetzen. Die Yorratssubstanz besteht dabei, wie allgemein üblich, entweder aus Bariumoxid oder aber auch aus Bariumkarbonat. Im letzteren Fall treten bei der thermischen Zersetzung außer Barium und Bariumoxid als weitere Reaktionsprodukte CO, CO2 und H2O auf, die in mehr oder weniger störender Weise für den Funktionsmechanismus mit dem porösen Körper (Scheibe) reagieren.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, für den Überzug eines aus Wolfram porös gesinterten Körpers chemisch abgeschiedene und zwar stromlos abgeschiedene Platinmetalle, wie z. B. Osmium, zu verwenden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß diese Metalle den porösen Wolframkörper bei chemischer Abscheidung als Schutz vor Reaktionen kaum in genügend dichter Schicht bedecken.
Bei Verwendung eines porösen Kohlekörpers hat sich zusätzlich gezeigt, daß Kohle mit Barium unter Bildung von Barium-Karbid reagiert, so daß ein wesentlicher Teil des geförderten Bariums zweckentfremdend verbraucht und nur eine geringere Emissionshöhe erreicht wird. Aber auch die für die porösen Wolframkörper vorgeschlagenen Platinmetalle neigen mit Kohle zu einer gewissen Karbidbildung und benetzen außerdem diese nicht, so daß sie nicht unmittelbar als Überzug verwendet werden können.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht deshalb darin, bei einer Vorratskathode, insbesondere einer mit Barium betriebenen MK-Kathode, bei der der Emissionsstoffträger aus Wolfram oder Kohle besteht, die vorher geschilderten Nachteile und Schwierigkeiten zu vermeiden und dafür einen leicht herzustellenden, für die Förderung des Emissionsvorgangs geeigneten Metallüberzug zu schaffen.
Erreicht wird dies bei einer im ersten Absatz beschriebenen Vorratskathode, insbesondere einer mit Barium betriebenen MK-Kathode, für elektrische Entladungsgefäße nach der Erfindung dadurch, daß der Überzug aus Rhenium oder Technetium besteht. Die genannten Metalle, insbesondere das Rhenium, haben den Vorteil, daß sie mit Kohle kein Karbid bilden und Kohle außerdem ohne weiteres benetzen. Im Falle eines Wolframkörpers lassen sich Rhenium und Technetium mit Vorteil in genügender Dicke abschneiden, so daß keine störenden Reaktionen mit dem Grundkörper bei der Zersetzung, insbesondere des Vorrates, eintreten können. Die Schichtdicke wird deshalb bis zu 5 um stark gewählt, um mit Sicherheit Reaktionen mit insbesondere CO2 oder Kohle zu vermeiden.
Das Herstellen einer solchen Schicht erfolgt mit besonderem Vorteil durch stromlose chemische Abscheidung aus entsprechenden Verbindungen in Lösungsform, insbesondere aus wäßrigen Lösungen. Hierfür geeignete Verbindungen sind insbesondere Sauerstoffverbindungen von Rhenium, nämlich Ammoniumperrhenat oder Rheniumoxid. Bei Verwendung von Ammoniumperrhenat wird mit besonderem Vorteil die wäßrige Lösung auf etwa 80° C erwärmt und soviel Reduktionsmittel zugegeben, bis ein Abscheiden eines bräunlich schimmernden kolloidalen Rhenium-Niederschlages erfolgt. Die Anwendung von erhöhter Temperatur und Reduktionsmitteln bewirkt die feine Struktur des Rhenium-Niederschlages, wie er allein geeignet ist, wirklich die Gesamtoberfläche, also auch die Wandungsteile in den Poren zu bedecken. Als Reduktionsmittel haben sich mit Vorteil bewährt außer Hydraziniumhydroxid, Hydrazin, Formaldehyd, Benzidin, Chinosol od. dgl. Unterstützt wird dieser Vorgang an dem in die Lösung getauchten porösen Körper durch die Anwesenheit in einer Unterdruckkammer. Nach dem Trocknen an Luft in üblicher Weise in einem Trockenschrank bei etwa 10O0C erfolgt dann das Aufsintern im Vakuum oder einer H2-Atmosphäre etwa 5 Min. lang bei etwa 10000C, wobei sich ein kristalliner Metallüberzug ausbildet.
Selbstverständlich kann ein derart an seiner Gesamtoberfläche mit einem Rhenium- oder Technetiumüberzug versehener poröser Körper zur Herabsetzung der Austrittsarbeit zusätzlich auch noch mit einer Platin-Metall-Schicht, z. B. Osmiumschicht, als Emissionsunterlage versehen werden.
Durch die beschriebene Maßnahme ist es praktisch erstmals möglich, poröse Kohlekörper mit dem gleichen Erfolg hinsichtlich des Emissions-Funktionsmechanismus für MK-Kathoden zu verwenden und besondere Vorteile bei der Verwendung von Barium-Karbonat als Vorrat zu erzielen. Poröse Kohlekörper haben jedoch gegenüber entsprechenden Wolframkörpern mehrere sehr wesentliche Vorteile, z. B. ein wesentlich geringeres spezifisches Gewicht im Hinblick auf eventuelle Beschleunigungskräfte bei stark zu beschleunigenden elektrischen Entladungsgefäßen sowie die leichte Formbarkeit bei komplizierten Oberflächen z. B. auch im Hinblick auf Kathoden mit zylindermantelförmigen Emissionsstoffträger.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Vorratskathode, insbesondere MK-Kathode, mit einem den Vorrat abdeckenden porösen Körper als Emissionsstoffträger, dessen Porosität auch bei hoher Betriebstemperatur erhalten bleibt und der an seiner Gesamtoberfläche mit einem Überzug aus hochschmelzendem Metall versehen ist, das durch die bei der Zersetzung von emissionsfördernden Vorratssubstanzen entstehenden Reaktionsprodukte oder durch die Unterlage nicht verändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus Rhenium oder Technetium besteht.
2. Vorratskathode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichtdicke des Überzugs bis zu 5 um beträet.
3. Vorratskathode nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Überzug tragende poröse Körper aus Wolfram besteht.
4. Vorratskathode nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Überzug tragende poröse Körper aus Kohle besteht.
5. Vorratskathode nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Emissionsunterlage eine zusätzliche Oberflächen-Metallschicht aus einem Platinmetall, insbesondere aus Osmium vorgesehen ist.
6. Verfahren zum Herstellen eines Überzugs auf einem porösen Körper einer MK-Kathode nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Lösung einer Re- oder Tc-Verbindung, insbesondere einer Sauerstoffverbindung, unter Zusatz eines Reduktionsmittels beim Tauchen des porösen Körpers durch strom» loses chemisches Abscheiden von etwa kolloidalem Rhenium oder Technetium und anschließendes Einwirken eines Unterdrucks ein Belegen der gesamten Oberfläche mit einem Re- oder Tc-Überzug erfolgt, der dann nach üblichem Trocknen in einem Trockenschrank im Vakuum oder einer H2-Atmosphäre 5 Min. lang bei 10000C geglüht wird.
7. Verfahren zum Herstellen eines Überzugs auf einem porösen Körper einer MK-Kathode nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Rhenium-Abscheidung Lösungen, insbesondere wäßrige Lösungen von Ammonium-Perrhenat, Rheniumoxid od. dgl. verwendet werden.
8. Verfahren zum Herstellen eines Überzugs auf einem porösen Körper einer MK-Kathode nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Abscheidung aus einer Ammonium-Perrhenat-Lösung die Lösung auf etwa 8O0C erwärmt wird.
9. Verfahren zum Herstellen eines Überzugs auf einem porösen Körper einer MK-Kathode nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rhenium-Salzlösung als Reduktionsmittel Hydraziniumhydroxid, Hydrazin, Benzidin, Chinosol, Formaldehyd od. dgl. bis zum Einsetzen einer kolloidalen Rhenium-Abscheidung zugegeben wird. «
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