DE160890C - - Google Patents

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DE160890C
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strip
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/20Uniting glass pieces by fusing without substantial reshaping
    • C03B23/207Uniting glass rods, glass tubes, or hollow glassware

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Securing Of Glass Panes Or The Like (AREA)

Description

wäia m §um hvh.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Jig 160890 KLASSE 32«.
Es kommt oft vor, daß Glashohlkörper aus zwei Teilen zusammengesetzt werden müssen, z. B. Lampengläser, die oben aus Milchglas und unten aus Klarglas bestehen sollen, ferner Hohlkörper aus geblasenem Glase, die vollständig geschlossen sein sollen, oder die einen Körper aufnehmen sollen, der sich nicht durch die Blasöffnung einbringen läßt. In allen diesen Fällen, in denen es
ίο doch meist nicht darauf ankommt, daß die Verbindung dicht sei, hat man bisher die beiden Teile zusammengeschmolzen. Die auf diese Weise zusammengesetzten Glashohlkörper sind aber verhältnismäßig teuer, weil das Zusammenschmelzen gewisse Schwierigkeiten bietet und für eine ungefähre Übereinstimmung der Wärmeausdehnungskoeffizienten beider Teile gesorgt werden muß. Die hier zu erläuternde neue Verbindung der beiden Teile vermeidet das Zusammenschmelzen, ist also leichter auszuführen. Sie läßt sich überall anwenden, wo die Zusammenschlußstelle nicht dicht zu sein braucht, und besteht darin, daß von den Randstreifen, durch die beide Teile zusammenhängen, der eine den -anderen umschließt, und daß der eine Randstreifen Vertiefungen besitzt, in die der andere mit Erhöhungen eingreift, wodurch beide Teile unlösbar verbunden sind.
In einer entwickelteren Form der neuen Verbindung sind die Vertiefungen des einen Randstreifens zu einer ringsum laufenden Nut vereinigt, in die die Erhöhungen des anderen Randstreifens eingreifen, die auch wieder miteinander vereinigt sein können, so daß sie eine ununterbrochene Leiste bilden.
In Fig. ι ist als Ausführungsbeispiel des neuen zweiteiligen Glashohlkörpers eine zylinderförmige Lampenglocke dargestellt, deren Oberteil α aus Milchglas und deren Unterteil b aus Klarglas bestehen mag. Der Oberteil umfaßt mit seinem Randstreifen c den Randstreifen d des Unterteils, wobei der äußere Randstreifen c mit Erhöhungen e in Vertiefungen / des inneren Randstreifens d eingreift. Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Vertiefungen / zu einer Nut g vereinigt und bei derjenigen nach Fig. 3 außerdem ebenso die Erhöhungen e zu einer Leiste h. Bei dem Beispiel, das Fig. 4 veranschaulicht, hat der Eingriff die umgekehrte Richtung. Der dem Unterteil b angehörige Randstreifen d ist zu einer Leiste i ausgebildet, auf der der Randstreifen c des Oberteils α als eine Nut k sitzt.
Zur Herstellung eines zweiteiligen Hohlglases, dessen Teile wie in Fig. 1 mit ihren einander umschließenden Randstreifen stellenweise ineinandergreifen, werden auf dem einen Randstreifen d (der bei dem Beispiel in Fig. ι der innere ist) Vertiefungen / angebracht. Der andere Randstreifen c wird — vor oder nach dem Ineinanderstecken der Teile α und b — an den den Vertiefungen/ des ersten entsprechenden Stellen e bis zum Erweichen erhitzt. Die erweichten Stellen e werden dann in die Vertiefungen/ des ersten Randstreifens eingedrückt, wodurch die beiden Hohlglasteile untrennbar verbunden sind.
Anstatt Vertiefungen/ kann man in dem ersten Randstreifen d auch, wie in Fig. 2
dargestellt, eine ringsum laufende Nut g anbringen. Man kann dann beliebige Stellen e des zweiten Randstreifens c erweichen und in die Nut g eindrücken. Schließlich kann man zu der durch Fig. 3 veranschaulichten Verbindung gelangen, indem man den zweiten Randstreifen c ringsum erweicht und eine Zone desselben als Leiste h in die Nut g des ersten eindrückt.
Versieht man den ersten Randstreifen d entsprechend Fig. 4 nur mit einer Leiste i, die in diesem Beispiel nach außen tritt, weil der Streifen d der innere ist, so hat man vor dem Ineinanderstecken der Teile α und b den zweiten Randstreifen c zu erweitern (oder einzuziehen, wenn er der innere ist und die Leiste i nach innen tritt), so daß der so gebildete Absatz beim Ineinanderstecken der Teile sich gegen die Leiste i des ersten Rand-Streifens d legt. Biegt man dann nach Erweichen des zweiten Randstreifens c dessen Randzone um die Leiste i des ersten Randstreifens d herum, so ist ebenfalls zwischen beiden Hohlglasteilen α und b eine Verbindung durch Nut und Leiste k und i geschaffen.
Wird, wie in den Beispielen Fig. 3 und 4, die Verbindung durch Nut und Leiste bei kreisrunden Randstreifen angewendet, so verfährt man zur Herstellung der eigentlichen Verbindung zweckmäßig wie folgt. Nachdem die beiden Hohlglasteile α und b mit ihren als Umdrehungskörper gestalteten Randstreifen c und d ineinandergesteckt sind, werden sie um die gemeinsame Achse der Randstreifen gedreht. Während dieser Drehung wird der zweite Randstreifen c erweicht und dann in einer oder mehreren Zonen derart gegen den ersten Randstreifen d gedrückt, daß die Nut- und Leistenverbindung geschlossen wird. Geschieht das Drücken nach außen, weil der zweite Randstreifen der innere ist, so kann man sich statt eines mechanischen Werkzeugs der Fliehkraft bedienen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Glashohlkörper aus zwei Teilen, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußrandstreifen des einen Teils von dem des anderen Teils umschlossen ist und der eine Randstreifen mit Erhöhungen . in Vertiefungen des anderen greift, so daß beide Teile untrennbar verbunden sind.
    ■2. Glashohlkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Randstreifen mit Nut und Leiste ineinandergreifen.
    3. Verfahren zur Herstellung des Glashohlkörpers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Randstreifen des einen Teils mit Vertiefungen ausgestattet wird, der andere Randstreifen vor oder nach dem Ineinanderstecken der Teile an den Stellen, die den Vertiefungen des ersten entsprechen, durch Erhitzen erweicht wird und schließlich die erweichten Teile in die Vertiefungen des ersten Streifens gedrückt werden.
    4. Verfahren zur Herstellung des Glashohlkörpers nach Anspruch 2 mit kreisrunden Randstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Randstreifen mit einer ringsum laufenden Nut oder einer ebensolchen Leiste ausgestattet wird, die Teile nach dem Ineinanderstecken um die' gemeinsame Achse der Randstreifen gedreht werden und während der Drehung zuerst der andere Randstreifen erhitzt und darauf eine oder mehrere Zonen desselben behufs Schließens der Nut- und Leistenverbindung gegen den ersten Randstreifen gedrückt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767132C (de) * 1938-09-30 1951-11-08 Glasfabrik Sophienhuette Richa Verfahren zum Einsetzen von Filterplatten oder anderen plattenfoermigen Teilen in Glas- oder Quarzgefaesse

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767132C (de) * 1938-09-30 1951-11-08 Glasfabrik Sophienhuette Richa Verfahren zum Einsetzen von Filterplatten oder anderen plattenfoermigen Teilen in Glas- oder Quarzgefaesse

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