DE1607757C - Filtertasche für Filter zum Abscheiden von Staub aus heißen Abgasen - Google Patents
Filtertasche für Filter zum Abscheiden von Staub aus heißen AbgasenInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Filtertasche für Filter zum Abscheiden von Staub aus heißen Abgasen, deren
Filtermatten aus beiderseits durch Drahtgewebe abgedecktem, hitzebeständigem Mineral- oder Glaswollevlies
bestehen. Zur Bildung der Filtertaschen werden diese Filtermatten an einem einseitig offenen
Rahmen mittels Klemmleisten eingespannt. Die zu filternden Gase strömen durch die Filterinatten der
Tasche normalerweise von außen nach innen und treten dann durch die öffnung des Rahmens aus.
Die Fasern der aus Mineral- oder Glaswolle bestehenden Vliese sind sehr druckempfindlich, so daß in
den Einspannbereichen die Drähte des Drahtgewebes oftmals die Fasern überbeanspruchen. Nach einer gewissen
Zeit tritt dann ein Bruch der Fasern unterhalb der Drähte ein, besonders entlang den Klemmleistenrändern,
wo die Filtermatten in den Einspannbereich eintreten, weil dort ein plötzlicher Übergang vom
nicht unter Druck stehenden Zustand in den Druckzustand vorliegt. Dadurch entstehen Undichtigkeiten
in den Filtermatten in den Einspannbereichen, durch die die Filtertaschen unbrauchbar werden.
Man hat schon,versucht, diesen Mangel dadurch zu beheben, daß man die Ränder der mit Drahtgewebe
überzogenen Vliese mit einem selbsthärtenden, wärmebeständigen Kitt in U-förmige Randbleche eingekittet
hat. Diese Befestigungsart hat sich in der Praxis jedoch nicht bewährt, weil diese Kitte mit der Zeit
sehr hart und brüchig werden, so daß an dem Übergang von der Einspannung und festen Verkittung zur
freien Filterfläche ebenfalls sehr leicht Bruchstellen auftreten, an denen die Filtermatten undicht werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Mangel abzustellen und eine Verbindung zwischen den Filtermatten
und dem Filterrahmen zu schaffen, die die Gefahr des Durchbruchs und des Undichtwerdens vermeidet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Filtermatten in den Einspannbereichen zwischen dem
Vlies und den Drahtgeweben eine Folie aus wärmefestem Material, vorzugsweise aus Aluminium, aufweisen.
Durch diese Folie werden örtliche Überbeanspruchungen der Fasern des Vlieses vermieden, indem
eine gleichmäßige Verteilung des beim Einspannen der Filtermatten von den Drähten auf das Vlies
ausgeübten Druckes sowie ein sanfter Übergang in den druckfreien Bereich der Filtermatten erzielt wird.
Es ist vorteilhaft, wenn die Folie auf der den Drahtgeweben zugewandten Fläche mit einer selbstklebenden
Schicht versehen wird, da sie dann in einfacher Weise an dem Drahtgewebe befestigt werden
und sich beim Einspannen der Filtermatten nicht verschieben kann. Diese Ausbildung hat noch den weiteren
Vorteil, daß eine zwischen den Filtermatten und dem Rahmen einzulegende, z. B. aus Asbest bestehende
Dichtungsschnur in ebenfalls einfacher Weise auf den Filtermatten festgelegt werden kann, indem,
man sie gegen das Drahtgewebe drückt, so daß sie in die Maschen des Gewebes eindringt und dadurch die
selbstklebende Schicht der Folie berührt und infolgedessen von der Folie an den Filte'rmatten gehalten
wird.
Zur Erzielung eines besonders guten Haltes der Filtermatten in den Einspannbereichen sind die
Klemmleisten in bekannter Weise U-profilförmig ausgebildet, so daß sie den Rahmen winkelig umgreifen,
wobei die eingesparinten Ränder der Filtermatten am Profilsteg der Klemmleisten einwärts abgebogen werden.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Dichtungsschnur in dem nicht abgebogenen Teil der Einspannbereiche
angeordnet ist.
Die beiden U-Profilschenkel der Klemmleisten haben zweckmäßigerweise eine divergierende Winkelstellung,
so daß der Spalt zwischen ihnen und dem Rahmen in dem nicht abgebogenen Teil des Einspannbereiches
sich zur freien Filterfläche hin allmählich erweitert, und zwar vorzugsweise bis auf ein
Maß, das der Dicke der Filtermatten in nicht zusammengedrücktem Zustand entspricht. Dadurch wird
sichergestellt, daß das Filtervlies an der Eintrittsstelle des Einspannbereiches, an der es bereits von der Folie
überdeckt ist, keiner Druckbeanspruchung ausgesetzt ist und daher auf jeden Fall bis in die Überdekkung
hinein völlig unbeschädigt bleibt. Es ist nützlich, wenn die Folie etwas über die Eintrittsstelle der
Filtermatten in den Einspannspalt aus diesem herausragt.
Die Erfindung wird nachstehend an einem in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiel erläutert.
Fig. I zeigt eine Ansicht der Filtertasche,
F i g. 2 einen Querschnitt entlang der Linie a-a der F i g. 1 in größerem Maßstab.
Jede Filtermatte besteht aus einem Filtervlies 1 aus hitzebeständigen Fasern, welches auf seinen beiden
Oberflächen durch Drahtgewebe 2 abgedeckt ist. An den Rändern der so gestalteten Filtermatten, also im
Bereich ihrer Befestigung an dem sie tragenden Filtertaschenrahmen 3, ist zwischen den Drahtgeweben
2 und dem Filtervlies 1 je ein Streifen einer Folie 4 aus wärmefestem Material, vorzugsweise aus
Aluminium, eingelegt. Zweckmäßigerweise ist die Folie 4 mit einer selbstklebenden Schicht versehen, die
das Haften der Folie auf dem Drahtgewebe ermöglicht.
Zum Zwecke einer zuverlässigen Befestigung der Filtermatte, einschließlich ihrer beiden Drahtgewebe
2, werden ihre Ränder um etwa 90° einwärts umgebogen, so daß sie die äußeren Flächen des Rahmenrohres
3 umfassen. Die im Querschnittsprofil U-förmig gestalteten, nach ihrer offenen Profilseite
hin sich leicht konisch erweiternden Klemmleisten 5 überdecken die Ränder der Filtermatten samt ihren
Drahtgeweben, die durch den Druck der mittels Schrauben 6 gegen das Rahmenrohr 3 verspannten
Klemmleisten fest gegen eine Dichtungsschnur 7 gepreßt werden. Diese Dichtungseinlage ist vorzugsweise
eine Asbestschnur, deren Einbau dadurch erleichtert wird, daß sie durch die selbstklebende
Schicht der Folie 4 durch die Drahtgewebe 2 hindurch festgehalten wird. Auf diese Weise ist eine zuverlässige
Verbindung zwischen den Filtermatten und ihrem Rahmen geschaffen, ohne daß ein Eindrücken
oder ein Durchbruch der druckempfindlichen Mattenvliese zu befürchten ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Filtertasche für Friller zum Abscheiden von
Staub aus heißen Abgasen, deren Filtermatten aus beiderseits durch Drahtgewebe abgedecktem,
hitzebeständigem Mineral- oder Glaswollevlies bestehen und zwischen einem Rahmen und
Klemmleisten eingespannt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filtermatten (1,2) in den Einspannbereichen zwischen dem Vlies (1)
und den Drahtgeweben (2) eine Folie (4) aus wärmefestem Material, vorzugsweise aus Aluminium,
aufweisen.
2. Filtertasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (4) auf der den
Drahtgeweben (2) zugewandten Fläche mit einer selbstklebenden Schicht versehen ist.
3. Filtertasche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Filtermatten (1,
2) und dem Rahmen (3) eine Dichtungsschnur (7) eingelegt ist, die in die Maschen des Drahtgewebes
(2) eingedrückt und durch Berührung mit der selbstklebenden Schicht der Folie (4) an den Filtermatten
gehalten ist.
4. Filtertasche nach Anspruch 3, bei der die im Querschnitt U-profilförmig gestalteten Klemmleisten
den Rahmen winkelig umgreifen und die eingespannten Ränder der Filtermatten am Profilsteg
der Klemmleisten einwärts abgebogen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsschnur
(7) in dem nicht abgebogenen Teil der Einspannbereiche angeordnet ist.
5. Filtertasche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch divergierende Winkelstellung
der beiden U-Profilschenkel der Klemmleisten
(5) der Spalt zwischen dem Rahmen (3) und den U-Profilschenkeln der Klemmleisten (5)
sich zur freien Filterfläche hin allmählich erweitert.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST026307 | 1966-12-17 | ||
| DEST027381 | 1967-09-27 | ||
| DEST027381 | 1967-09-27 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1607757A1 DE1607757A1 (de) | 1971-11-18 |
| DE1607757C true DE1607757C (de) | 1973-03-08 |
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