DE1598537C - Rotor fur eine Zentrifuge - Google Patents
Rotor fur eine ZentrifugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rotor für eine Zentrifuge
mit einem in eine Aufnahmevorrichtung austauschbar eingesetzten Gemischbehälter für das zu
zentrifugierende Gemisch und einer Einrichtung zum Fixieren des mit Fixiergliedern versehenen Gemischbehälters.
Ein derartiger Rotor ist durch die deutsche Auslegeschrift 1150 534 vorbekannt. Dabei wird die
Fixierung des Gemischbehälters mittels eines Schraubr Verschlusses vorgenommen.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Zentrifuge, in der der Gemischbehälter in seiner Lage
gehalten wird, solange der Rotor umläuft. Dabei soll diese Stellung des Gemischbehälters im Rotor während
des gesamten Umlaufs aufrechterhalten bleiben.
Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung dieser Art zu schaffen, welche
aus einfachen und billigen Einzelteilen in kosten- und zeitsparender Weise montierbar ist und im Betrieb
zwangläufig arbeitet. Dabei soll die Bedienungsperson keine Schwierigkeiten dabei zu überwinden
brauchen, den Gemischbehälter im Rotorkörper anzubringen oder ihn auf diesen abzustellen und ihn
dann, wenn die Zentrifuge in Ruhestellung ist, wieder abzunehmen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Fixiereinrichtung durch Fliehkraftwirkung
betätigbar ist. Der Gemischbehälter wird also nur während der Rotation fixiert.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Rotoranordnung
nach der Erfindung,
F i g. 2 einen Schnitt gemäß der Linie 2-2 in F i g. 1 und
F i g. 3 einen Schnitt durch gewisse in F i g. 2 dargestellte Teile, jedoch in der Stellung, die sie während
des Umlaufens einnehmen.
Der Rotorkörper 5 ist schalenförmig ausgebildet, um eine entsprechend konstruierte Membran 6 aufnehmen
zu können, welche zweckmäßigerweise aus Gummi gebildet ist. Oberhalb dieser ist ein Gemischbehälter
7 angeordnet, welcher aus Kunststoff geformt ist und an seinem Außenumfang einen
Flansch 8 aufweist, welcher an einem ähnlichen Flansch 9 der Membran 6 anliegt.
Ein Deckel 10 des Gemischbehälters 7 ist gleichfalls aus Kunststoffmaterial geformt und ist mit einem
zur Achse des Gemischbehälters konzentrischen, sich vom Behälterinneren weg, d. h. nach oben erstreckenden
stutzenförmigen Teil 11 versehen. Ein sich nach außen erstreckender Flansch 13 ist am Umfang dieses
Deckels vorgesehen und liegt am Flansch 8 an. Ein wie eine umgestülpte Schale ausgebildetes Teil
14 kann vorgesehen und so angeordnet sein, daß es den Deckel 10 überdeckt; dabei weist dieses Teil 14
eine zentrale Öffnung 15 in seinem Bodenteil auf.
Eine Einrichtung zur Fixierung des Gemischbehälters 7 in seiner Lage am Rotorkörper 5 weist kurze
Hebelarme 16 von in der Nähe der Peripherie des Rotors schwenkbar gelagerten Hebeln auf. Der
Lagerungspunkt ist in der Nähe und wenig oberhalb des Flanschs 13 vorgesehen. Dadurch wird, wie beispielsweise
auch in F i g. 3 gezeigt, der lange Hebelarm 17 nach außen geschwenkt. Der kurze Hebelarm
16 gelangt mit seiner Unterkante zur Anlage an der oberen Fläche des Flanschs des Gemischbehälterdeckels
und drückt gegen diese, wodurch die gewünschte Stellung des Gemischbehälters relativ zum
Rotorkörper erreicht und aufrechterhalten wird.
Die Hebelarme 17 sind dabei mit einer größeren Masse behaftet als die Hebelarme 16. Wenn die
Rotationsbewegung des Rotors aufhört, kann der Gemischbehälter 7 einfach vom Rotorkörper 5 abgehoben
werden. Während zumindest zwei· Schwenkhebel zur Anwendung kommen sollten, ist es günstiger,
vier Schwenkhebel mehr vorzusehen.
Die Schwenkhebel können derart gelagert sein, daß sie einfach und schnell entfernt werden können, und
dürfen keine Behinderung des Gemischbehälters und seiner Teile darstellen. Zu diesem Zwecke kann ein
Aufsatzring 18 vorgesehen sein, welcher durch eine Schraubverbindung am Rotor gehalten ist. Sein
oberer Teil ist mit einer sich radial nach innen öffnenden Ringnut 19 versehen. Diese nimmt einen
Draht 20 auf, welcher die Tendenz hat, den Umfang des von ihm gebildeten Kreises zu vergrößern und
dadurch einen Sitz innerhalb der Ringnut einzunehmen. Der, Draht erstreckt sich durch Öffnungen in
den Schwenkhebeln und bildet dadurch eine Schwenklagerung für diese. Wie insbesondere in F i g. 1 dargestellt,
wird der die Ringnut aufweisende Teil des Aufsatzringes an den Stellen durch Schlitze 21 unterbrochen,
an denen die' Schwenkhebel angeordnet sind. Die Breite dieser Schlitze ist größer als die der
Schwenkhebel. Entsprechend sind diese in der Lage, frei aus der in F i g. 2 dargestellten Lage nach außen
in die in F i g. 3 dargestellte Lage zu schwingen und wieder in ihre Ausgangslage zurückzukehren. Vorzugsweise weist der Aufsatzring einen sich radial
nach innen erstreckenden Flansch 22 auf, welcher zwischen den Flanschen 8 und 9 angeordnet ist, um
so eine feste Anordnung zu bilden.
Auf diese Art ist der Rotor mit Rotorkörper und Gemischbehälter gegenüber dem Aufsatzring und
den von diesem getragenen Teilen ortsfest. Der Gemischbehälter 7 kann in seine Lage auf dem Rotorkörper
5 gebracht und unmittelbar danach die Betätigung der Zentrifuge eingeleitet werden. Sobald die
Rotationsbewegung beginnt, schwingen die Hebelarme 16 nach innen und halten den Gemischbehälter
fest. Nachdem die Rotationsbewegung zum Ende gekommen ist, kann der Deckel abgenommen werden.
Claims (8)
1. Rotor für eine Zentrifuge mit einem in eine Aufnahmevorrichtung austauschbar eingesetzten
Gemischbehälter für das zu zentrifugierende Gemisch und einer Einrichtung zum Fixieren des
mit Fixiergliedern versehenen Gemischbehälters, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixiereinrichtung (16,17) durch Fliehkraftwirkung
betätigbar ist.
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotorkörper (5) eine Anlagefläche
(22) für die Fixierglieder (13) des Gemischbehälters (7, 10) und daß die Fixiereinrichtung
(16, 17) Klemmglieder (16) aufweist, welche bei Rotation des Rotors über die Fixierglieder (13)
des Gemischbehälters (7, 10) greifen und sie gegen die Anlagefläche (22) drücken.
3. Rotor nach einem der vorhergehenden An-
Sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierglieder (13) des Gemischbehälters (7,10) als sich
um die Außenoberfläche des Gemischbehälters erstreckender durchgehender Flansch (13) ausgebildet
sind.
4. Rotor nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmglieder
(16) nahe der Anlagefläche (22) des Rotorkörpers (5) angeordnet sind.
5. Rotor nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmglieder
als Schwenkhebel (16,17) ausgebildet sind, dessen Arm (16) als Klemmglied wirkt, das von dem
durch Fliehkraftwirkung verschwenkbaren Hebelarm (17) auf den Flansch des Gemischbehälters
gedrückt wird.
6. Rotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Fixierglied (13) des
Gemischbehälters (7,10) in Wirkverbindung tretende Hebelarm (16) des Schwenkhebels (16,17)
kürzer ist als dessen freier Hebelarm (17).
7. Rotor nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Schwenkachse
für die Schwenkhebel (16,17) ein Draht (20) vorgesehen
ist, welcher in einer am Rotorkörper (5) vorgesehenen, zu dessen Drehachse konzentrischen
Ringnut (19) angeordnet ist und sich jeweils durch eine Querbohrung in den Schwenkhebeln
(16,17) erstreckt.
8. Rotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Rotorkörper (5) ein Aufsatzring
(18) angeordnet ist, welcher eine sich von einer Innenoberfläche radial nach außen erstrekkende
Ringnut (19) aufweist, in welcher der Draht (20) angeordnet ist, und daß der Aufsatzring
(18) Durchtrittsschlitze (21) für die Schwenkhebel (16,17) aufweist, in denen diese um den
Draht (20) herum verschwenkbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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