DE1593595B - Substituierte N (Trifluormethyl phenathyl) carbaminsaureathylester und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Substituierte N (Trifluormethyl phenathyl) carbaminsaureathylester und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE1593595B
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carbamic acid
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ethyl ester
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Inventor
Karl Heinz Dipl Chem Dr 5060 Bensberg Lorenz Dietrich Dr 5060 Immekeppel Bensberg Boltze
Original Assignee
Troponwerke Dinklage & Co, 5000 Köln Mulheim

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Description

in der die Trifluormethylgruppe in m- oder p-Stellung steht, R1 Wasserstoff oder den Methylrest und R2 Wasserstoff oder den Äthylrest bedeutet 2. Verfahren zur Herstellung von substituierten N-tTrifluormethylphenäthyty-carbarninsäureäthylestern der allgemeinen Formel I, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise* Verbindungen der allgemeinen Formel
/~\- CH2-C-NH-R2
CF3 CH3
in der die Trifluormethylgruppe in m- oder p-Stellung steht und R1 und R2 die oben angeführte Bedeutung haben, · - τ
a) mit dem Chlorameisensäureäthylester der Formel ClCOOC2H5 umsetzt oder
b) mit dem Kohlensäurediäthylester der Formel
C2H5O-CO-OC2H5
umsetzt oder
c) mit Phosgen in Carbaminsäurechloride der allgemeinen Formel
ι* f2
/ V-CH2-C-N-C-Cl
CH3 O
verwandelt und diese mit dem Äthylalkohol umsetzt oder
d) im Falle von R2 = H, die Carbaminsäurechloride der allgemeinen Formel III unter Chlorwasserstoffabspaltung in die entsprechenden Isocyanate der allgemeinen Formel
ι*
f "V-CH,-C—N=C=O
IV
CF3 CH3
verwandelt und diese mit Äthylalkohol umsetzt.
Gegenstand der Erfindung sind substituierte N-(Tnfluormethylphenäthyl) - carbaminsäureäthylester · der
Ri R
ι Γ
CH2-^C-N-C-O-C2H5 I
CH,
in der die Trifluormethylgruppe in m- oder p-Stellung am Phenylring steht, R1 Wasserstoff oder eine Methylgruppe und R2 Wasserstoff oder eine Äthylgruppe bedeutet. Die Erfindung betrifft weiterhin das Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen im Tierexperiment eine sehr gute appetithemmende Wirksamkeit, die derjenigen der zur Zeit für diese Indikation in der Humanmedizin verwendeten Verbindungen etwa entspricht. Im Gegensatz zu einem Teil der auf dem Markt gängigen Verbindungen zeigen sie selbst in subletalen Dosen keine erregende und motilitätssteigernde Wirkung und zeichnen sich insbesondere durch eine außerordentlich gute Verträglichkeit und niedere Toxizität aus. So wurde z. B. bei N-Äthyl-N - [1 - (m - trifluormethylphenyl) - propyl - (2)] - carbaminsäureäthylester bei der einmaligen oralen Applikation an der Ratte eine LD50 von 1100 mg/kg ermittelt, während die chemisch am nächsten stehende, in der Humanmedizin verwendete Verbindung N-Äthyl-1 -(m-trifluormethylphenyl)-propylamin-(2) unter gleichen Bedingungen eine solche von 170 mg/kg hat (D. Lorenz, Mitt. Arch. Pharmaz., 36, Heft 12 [1966]; vgl. auch J. C. Le Douarec, H. Schmitt undM.Laubic,Arch.int. Pharmacodyn., 161,S.211 [1966]).
Auch N - [2 - Methyl - 1 - (p - trifluormethylphenyl)-propyl-(2)] - carbaminsäureäthylester besitzt eine LD50 von nur etwa 2000 mg/kg. Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind demzufolge etwa fünf- bis zehnmal weniger toxisch als N-Äthyl-l-(m-trifluorrhethylphenyl)-propylamin-(2). Ihre appetithemmende Wirkung ist jedoch nur etwa zwei- bis dreimal geringer, so daß die therapeutische Breite zwei- bis dreimal größer ist. Sie lassen daher eine wesentlich sichere Handhabung in der Humanmedizin erwarten als die bisher verwendeten Präparate.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I kann nach an sich bekannten Verfahren aus Aminen der allgemeinen Formel
CF3
CH2-C-NH-R2
CH3
II
in der R1 und R2 die oben angeführte Bedeutung .. haben, erfolgen, indem man diese
a) mit Chlorameisensäureäthylester der Formel
ClCOOC2H5
umsetzt oder
b) mit Kohlensäurediäthylester der Formel
C2H5O-CO-OC2H5
umsetzt oder
c) mit Phosgen in Carbaminsäurechlorid der allgemeinen Formel
CF,
,—C—N—C-
■ ι Ii
CH3 O
Cl
III
umwandlet und diese mit Äthylalkohol umsetzt oder
d) im Falle von R2 = H, die Carbaminsäurechloride III unter Chlorwasserstoffabspaltung in die
. entsprechenden Isocyanate der allgemeinen Formel
CF3
CH2-C-N=C=O
CH3
IV
umwandelt und diese mit Äthylalkohol umsetzt. Beispiel 1
a) 0,03 Mol 1 - (m - Trifluormethylphenyl) - propylamin-(2) werden in Eisessig gelöst und unter Kühlung mit einem 25%igen Überschuß an Acetanhydrid versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 30 Minuten auf 50° C gehalten, dann mit· Eis-Wasser zersetzt und in Äther aufgenommen. Die ätherische Lösung wird mit 1/lOn-Salzsäure ausgeschüttelt, mit Natriumsulfat getrocknet, abgedampft und der Rückstand in warmem Ligroin aufgenommen. Durch starkes Abkühlen kristallisiert N-[l-(m-Trifluormethylphenyl)-propyl-(2)]-acetamid vom Schmelzpunkt 59 bis 62° C aus. Die Ausbeute liegt bei 90% der Theorie.
b) 0,02MoI N-[I -(m-Trifluormethylphenyl)-propyl-(2)]-acetamid werden in wasserfreiem Äther gelöst und zu einer Suspension von 0,07 Mol Lithiumaluminiumhydrid in absolutem Äther unter Ausschluß von Sauerstoff und Feuchtigkeit zugetropft. Nach 5stündigem Erhitzen wird das Reaktionsgemisch mit Wasser und 20%iger Natronlauge zersetzt, nitriert, das Filtrat mit ätherischer Salzsäure versetzt und eingedampft. Man erhält N-Äthyl-l-(m-trifluormethylphenyl)-propylamin-(2)-hydrochlorid vom Schmelzpunkt 166° C. Durch Lösen in Wasser und Versetzen mit Natronlauge erhält man die Base, die durch Aufnahme in Äther abgetrennt und mit Natriumsulfat getrocknet wird. Nach Abdampfen des Äthers und Destillation des Rückstandes erhält man N-Äthyl-1 - (m - trifluormethylphenyl) - propylamin - (2) vom Siedepunkt 98 bis 100°C/10mm Hg und einem Brechungsindex von n!S 1,4545.
c) Zu einer Lösung von 1,1 Mol Chlorameisensäureäthylester in 96%igem Alkohol tropft man unter Rühren und Kühlen 1,0MoI N-Äthyl-l-(m-trifluormethylphenyl)-propylamin-(2) in 96%igem Alkohol bei etwa 00C zu und versetzt dann im Laufe von 20 Minuten mit einer wäßrigen gesättigten Kaliumhydrogenkarbonatlösung. Nach 3stündigem Rühren wird der Alkohol abdestilliert, der Rückstand in Äther aufgenommen, mit Natriumsulfat getrocknet und vom Äther befreit. Man erhält nach Destillation im Hochvakuum N-Äthyl-N-[ l-(m-trifluormethy lphenyl)-propyl-(2)]-carbaminsäureäthylester vom Siedepunkt 83 bis85°C/5-10-4mmHg.
Beispiel 2
Zu 1,1 Mol Chlorameisensäureäthylester in 96%igem Alkohol tropft man unter Rühren und Kühlen auf etwa O0C eine alkoholische Lösung von 1 Mol 1 - (m - Trifluormethylphenyl) - propylamin - (2). Man setzt eine gesättigte wäßrige Lösung von Kaliumhydrogenkarbonat zu und rührt mehrere Stunden. Nach Aufarbeitung wie im Beispiel 1 c) erhält man N - [1 - (m - Trifluormethylphenyl) - propyl - (2)] - carbaminsäureäthylester vom Siedepunkt 81 bis 82° C/ 10~4 mm Hg und einem Brechungsindex von n'S 1,4612.
Beispiel 3
6 g 2 - Methyl -1 - (p - trifluormethylphenyl) - propylamin-(2) werden in Äthylenchlorid gelöst und unter Kühlung mit einer Lösung von 3,1 g Chlorameisensäureäthylester in Äthylenchlorid versetzt. Anschließend wird eine wäßrige Lösung von 2,9 g Kaliumhydrogenkarbonat bei 4 bis 6° C zugetropft und das Reaktionsgemisch einige Stunden bei 200C gerührt. Die abgetrennte Äthylenchloridschicht wird mit Wasser gewaschen, filtriert und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit. Der Rückstand wird in Petroläther umkristallisiert. Man erhält N-[2-Methyl-l-(p-trifluormethylphenyl) - propyl - (2)] - carbaminsäureäthylester in einer Ausbeute von 90% der Theorie. Schmelzpunkt: 72 bis 73° C.

Claims (1)

Patentansprüche: allgemeinen Formel
1. Substituierte N - (Trifluormethylphenäthyl)-carbaminsäureäthylester der allgemeinen Formel
CH2-C-N-C-O-C2H5
CH,

Family

ID=

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