DE158545C - - Google Patents
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Classifications
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Description
Sia&nfcuwi
S'^naefiiat bet SaA\v\\\,\n\tWa
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den bis jetzt bekannt gewordenen elektrothermischen Verfahren der Zinkdestillation
haften nach Ansicht der Erfinder Mängel an, welche den Betrieb unwirtschaftlich gestalten,
und zwar zum großen Teil deshalb, weil das Zink fast ausschließlich in Staubform mit
Zinkoxyd gemischt erhalten wird.
Die Schwierigkeit, beim elektrothermischen Verfahren die Zinkdämpfe zu verdichten,
ίο rührt daher, daß die Zinkdämpfe durch größere Mengen Kohlenoxydgas als beim
Muffelofenbetrieb verdünnt werden und bei einigen Verfahren eine weitere Verdünnung
durch die mit der Beschickung eingeführte Luft und Feuchtigkeit eintritt. Eine gute
Verdichtung der auf diese Weise gewonnenen Zinkdämpfe ist selbst bei Vorwärmung der
Beschickung erst unter Verwendung" zweckentsprechender Vorrichtungen und unter Druck
möglich. Ein weiterer Ubelstand der bekannt gewordenen Verfahren ist der, daß die durch
den Zersetzungsvorgang entstehende Wärme nicht genügend ausgenutzt wird.
Diese Übelstände sollen durch das vorliegende Verfahren vermieden werden. Dasselbe
besteht darin, daß die in der Heizzone, die zwischen einer Glockenelektrode und einer
Ringelektrode liegt, entstandenen Zinkdämpfe und Kohlenoxydgase zunächst in die Glockenelektrode
eintreten. Dieselbe hat den Zweck,, die überschüssige Wärme an die sie umgebende
Beschickung behufs Trocknung und Vorwärmung abzugeben und den Druck bei etwa stoßweiser und plötzlicher Gasentwicklung
zu regeln, damit die Gase mit einer für die Verdichtung günstigen Wärme und unter gleichmäßigem Druck in das Verdichtungsrohr
gelangen. Die in demselben entstehenden Zinktröpfchen werden infolge der Geschwindigkeit des Gasstromes mit fortgerissen
und scheiden sich bei der Brechung des Gasstromes —■ beim Austritt in den Verdichtungsraum
— gut ab. In letzterem findet ebenso wie in der Vorlage eine weitere Verdichtung
statt, und da der Gasstrom sowohl den Verdichtungsraum als auch die Vorlage erhitzt, so bleibt das flüssige Zink in diesem
Zustande erhalten und kann als solches abgestochen werden.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des für dieses Verfahren erforderlichen
Ofens, und zwar in Fig. 1 im senkrechten Schnitt und in Fig. 2 im wagerechten
Schnitt nach der Linie A-B der Fig. i. Der Ofen besteht im wesentlichen
aus einer geschlossenen Elektrodenglocke a, die vom Beschickungsschacht d umgeben
wird, und einer ringförmigen unteren Elektrode b, in deren Mitte sich das Ableitungsund
Verdichtungsrohr e befindet, welches einerseits in die Elektrodenglocke α hineinragt
und andererseits in den Verdichtungsraum f mündet. Hieran schließt sich die
Vorlage g, welche mittels des Kanals h mit der Flugstaubkammer in Verbindung steht.
Die Stromzuführung zu den Elektroden
vermitteln die Kontakte i und /-,; für den
Abstich sind vorgesehen die Abstichlöcher k und Zt1, ersteres für Blei und Schlacken, letzteres
für Zink. Zum Ansammeln des Zinks und zur Abdichtung des Kanales It1 dient der
Wagen /.
In diesem Ofen wird das Zink in folgender Weise gewonnen: Nachdem der Schacht d
mit dem vorbereiteten Schmelzgute c beschickt
ίο ist, findet nach und nach die Zersetzung" desselben
zwischen den beiden Elektroden α und b in der Schmelzzone statt. Die entstehenden
Zinkdämpfe und Kohlenoxydgase werden am Entweichen nach außen hin durch das hoch
aufgeschüttete Schmelzgut verhindert und gezwungen, in das Innere der Elektrodenglocke
α zu gehen. Hier werden die Gase gesammelt und zur Ruhe gebracht, damit die
plötzliche und oft stoßweise Entwicklung der Zinkdämpfe durch den großen Raum der
Glocke ausgeglichen wird. Die Gase und Zinkdämpfe geben ihre überschüssige Wärme
an die Wände des Kohlenrohres α ab und werden dann von den nachdringenden Gasen
durch das Abführungs- und Verdichtungsrohr e in die Verdichtungskammer/gedrückt.
Die vorherige Abkühlung der Zinkdämpfe und Kohlenoxydgase durch die Beschickung und die Länge des Rohres e bewirken, daß
erstere auf den für die Abdichtung erforderlichen
Wärmegrad gebracht werden. Die Verdichtung der Zinkdämpfe wird weiterhin befördert durch den Druck, unter dem dieselben
infolge der Ofenbauart stehen, und durch die Reibung derselben an den Wandungen des Verdichtungsrohres. Die im letzteren
abgeschiedenen flüssigen Zinktröpfchen werden von dem Gasstrome mit fortgerissen
und scheiden sich beim Austritt desselben in den Verdichtungsraum ab. Die nicht auf
diesem Wege verdichteten Zinkdämpfe werden entweder in dem Verdichtungsraum oder in
der sich an denselben anschließenden Vorlage weiter verflüssigt, während die letzten Spuren
davon in bekannter Weise entweder durch die Kleemann'sehe Vorlage oder durch
Ballons sowie in der Flugstaubkammer aufgefangen werden. Das im Verdichtungsraum
aufgesammelte flüssige Zink gelangt durch das Abstichloch Ar1 in den Wagen /. Das
sich während der Reduktion ansammelnde Blei und die Schlacken werden von Zeit zu
Zeit durch das Abstichloch k abgestochen.
Dieses Verfahren hat die Vorteile, daß
Dieses Verfahren hat die Vorteile, daß
ι. die Wärme der entstehenden Gase zweckentsprechend
ausgenutzt wird, denn dieselben erhitzen zunächst die Beschickung, wobei letztere von Luft und Feuchtigkeit befreit
wird, umspülen dann das Verdichtungsrohr und erwärmen letzteres sowie den Verdichtungsraum
nebst Vorlage, um dieselben auf einer für die Verdichtung der Zinkdämpfe günstigen Wärme zu erhalten,
2. durch die Verwendung der Elektrodenglocke der Druck und die Geschwindigkeit
der Gase geregelt werden,
3. die Zinkdämpfe infolge des langen Weges unter Druck stehen und sich durch
Reibung und Berührung, da das Verdichtungsrohr lang und von geringem Querschnitt ist,
gut verdichten,
4. die Gase die im Verdichtungsrohr entstandenen Zinktröpfchen mit fortreißen und
beim Austritt des Gasstromes in den Verdichtungsraum infolge Stoß und Brechung desselben gut abschleudern,
5. in die Schmelzzone und in den Ofen-, raum weder Luft noch Feuchtigkeit eindringen
kann, selbst dann nicht, wenn beschickt oder Zink, Blei und Schlacken abgestachen
werden,
6. das Zink ununterbrochen abgestochen werden kann.
In der Patentschrift 100921, Kl. 40, ist ein
elektrischer Ofen für die Zinkgewinnung beschrieben, bei welchem statt der Elektrodenglocke
mit in dieselbe hineinragendem Verdichtungsrohr ein Kohlenrohr mit daran befestigter
Vorlage vorgesehen ist. Der Betrieb dieses Ofens, in welchem die Dämpfe und Gase nach oben durch das Kohlenrohr abgeführt
werden, ist im Gegensatz zu der beschriebenen Ofenform, bei der die Abführung der Dämpfe und Gase durch ein besonderes, in
die Glockenelektrode hineinragendes Verdichtungsrohr stattfindet, kein ununterbrochener,
denn beim Auswechseln der Vorlage muß der Strom abgestellt werden, weil die Vorlage
stromführend ist. Das Auswechseln der Vorlage und Abstellen des Stromes hat aber u. a.
folgende Nachteile: Infolge Eindringens von Luft findet eine Oxydation der Zinkdämpfe
statt, . was einen wesentlichen Metallverlust bedingt. Die in das Kohlenrohr eintretende
kalte Luft bringt die Schlacke an ihrer Oberfläche zum Erstarren, wodurch die Stromleitung
aufgehoben wird, so daß man gezwungen ist, Beschickung und Schlacke zu entfernen, um von neuem die Bildung des
Lichtbogens zu bewirken. Das Einsetzen der kalten Vorlage bewirkt so lange die Bildung
von Zinkstaub nebst Zinkoxyd, bis die Vorlage die erforderliche Temperatur angenommen
hat. Die Arbeiter werden durch die bei dem Auswechseln der Vorlage austretenden Zinkdämpfe
und Kohlenoxydgase gesundheitlich geschädigt. — Während weiter bei der Ofenform
nach der Patentschrift 100921 die Beschickungshöhe je nach dem Abbrande der Kohlenelektrode
wechselt, bleibt sie in dem oben beschriebenen Ofen konstant, was den Vorteil bietet, die Beschickungshöhe dem
günstigsten Druck für die Verdichtung der Zinkdämpfe entsprechend zu wählen, so daß
letztere nicht durch die Beschickung austreten können, wogegen es beim Arbeiten nach der
Patentschrift 100921 nicht ausgeschlossen
ist, daß Zinkdämpfe durch die Beschickung hindurch entweichen. Infolge des großen
Druckes, unter dem in dem vorliegenden Ofen die im Verdichtungsrohr befindlichen
Zinkdämpfe stehen, findet auch eine bessere Verdichtung der letzteren statt, und schließlich
ist ein weiterer Vorzug in der konstanten und gleichmäßigen Aufgabe der Beschickung
zu erblicken, während bei Benutzung des Ofens nach der Patentschrift 100921 die bereits vorgewärmte Beschickung
beim Auswechsel der Vorlage ganz oder teilweise, herausgenommen werden muß, was mit
größerem Arbeitsaufwand sowie Wärme- und Zeitverlust verbunden ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Gewinnung von Zink im elektrischen Ofen unter Benutzung einer von der Beschickung umgebenen rohrförmigen Elektrode, dadurch gekennzeichnet, daß man die gebildeten Zinkdämpfe und Kohlenoxydgase unmittelbar in eine oben geschlossene, rohrförmige Elektrode (a) eintreten läßt, welche als Wärmeausgleicher und Druckregler dient, und sie aus dem Innenraum dieser Elektrode durch ein in dieselbe von unten hineinragendes Rohr (e), welches von der ringförmigen Gegenelektrode (b) umgeben ist, dem Verdichtungsraum ff) zuführt, wobei sowohl dieses Rohr wie der Verdichtungsraum und die Vorlage von den abziehenden nicht verdichteten heißen Gasen bestrichen werden.Hierzu 1 Blntt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE158545C true DE158545C (de) |
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ID=424716
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT158545D Active DE158545C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE158545C (de) |
-
0
- DE DENDAT158545D patent/DE158545C/de active Active
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