DE158364C - - Google Patents

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DE158364C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/02Preparing or treating the raw materials individually or as batches

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, aus Schiefer oder Schieferabfällen Platten oder andere Gegenstände herzustellen, . die sich in besonderem Grade zum Glasieren und Einbrennen keramischer Glasuren eignen, so daß man aus diesen Mischungen Wandbekleidungsplatten jeglicher Art herstellen kann. Von bereits bekannten ähnlichen Verfahren unterscheidet sich die vorliegende Erfindung dadurch, daß der feine pulverisierte Schiefer, dem in bekannter Weise etwas pulverisierte Kreide oder Kalkspat beigemischt wird, nicht, wie bekannt, mit Wasserglas allein oder mit einem organischen Bindemittel allein verkittet wird, sondern daß Wasserglas in Verbindung mit einer Harzseife als Bindemittel zugesetzt und das Ganze gebrannt wird, wodurch erstens die Plastizität der Masse erhöht wird, ohne daß die Befürchtung einer zu starken Rußentwickelung beim Brennen der Erzeugnisse eintritt, und zweitens die Aufweichbarkeit der Masse beim Eintauchen in den wässerigen Glasurbrei, was bei Benutzung von Wasserglas allein immer eintritt, verhindert wird. Die Benutzung von Wasserglas in Verbindung mit Harzseife oder dergl. hat den weiteren Vorteil, daß die Masse eine geringere Schmelzmittelmenge enthält als bei alleiniger Verwendung von Wasserglas und daher nur wenig schwindet, und zweitens, daß die Gegenstände mit in Wasser suspendierenden, keramischen Glasuren versehen und gebrannt werden können. Hier-' durch wird aber gegenüber den bereits bekannten Massen ähnlicher Art ein Erzeugnis von wesentlich größerer Festigkeit, Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Säuren, Alkalien und Fette erzeugt.
Die Herstellung der Gegenstände geschieht in der Wreise, daß fein pulverisierter Schiefer, mit etwas pulverisierter Kreide, Kalkspat oder dergl. vermischt, durch eine aus Wasserglas und Harzseife gemischte Flüssigkeit in einen knet- oder formbaren Zustand übergeführt und darauf geformt oder gepreßt wird. Die zur Erzielung der nötigen Bildsamkeit der Masse zu benutzende Flüssigkeit wird in der Weise bereitet, daß eine Lösung von Natronhydrat mit Kolophonium so lange erwärmt wird, bis das Ganze eine dünnflüssige gleichartige Flüssigkeit bildet; in diese wird nach und nach, und zwar unter Umrühren eine verdünnte Natronwasserglaslösung, in welcher gegebenenfalls etwas Kaolinerde aufgeschlämmt ist, eingetragen. Das gegenseitige Mengenverhältnis der verschiedenen Teile kann je nach der Beschaffenheit des benutzten Schiefers variiert werden.
Beispielsweise werden dem pulverisierten Schiefer S bis 8 Prozent Kreide hinzugesetzt und zum Anfeuchten dieser auf einer Mühle hergestellten Mischung eine Flüssigkeit von folgender Zusammensetzung benutzt: 3 Raumteile pulverisiertes Natriumhydrat, 16 Raumteile pulverisiertes Kolophonium und 30 Raumteile Wasser werden gekocht, bis das Gemisch eine gleichartige Flüssigkeit bildet; darauf wird derselben eine aus 1 Raumteil Kaolin-
erde, ίο Raumteilen Wasser und 30 Raumteilen Natriumwasserglas bestehende Mischung hinzugesetzt. Soll die Mischung gepreßt werden, so wird sie zweckmäßig einem Druck von 15 bis 40 kg pro Quadratzentimeter ausgesetzt. Nach dem Pressen werden die Platten oder Steine einige Tage lang bei gewöhnlicher Temperatur und sodann bis zu drei Tagen bei einer Temperatur von 60 bis ioo° C. getrocknet. Nach dem Trocknen werden die Formlinge glasiert und gebrannt; ein Brennen derselben vor dem Auftragen der Glasur ist nicht nötig. Das Brennen findet bei etwa 800 bis 10000 C. statt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Platten usw. aus Schiefer oder Schieferabfällen, dadurch gekennzeichnet, daß dem mit etwas pulverisierter Kreide versetzten Schieferpulver als Bindemittel eine Flüssigkeit zugesetzt wird, welche aus einer Mischung von Harzseife und Wasserglas besteht, worauf die Masse geformt, getrocknet und gebrannt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Verwendung kommende Wasserglas mit etwas Kaolin versetzt wird.
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