DE15574C - Apparate zum Säumen und Aufnähen an Nähmaschinen - Google Patents
Apparate zum Säumen und Aufnähen an NähmaschinenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B35/00—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D05B29/00—Pressers; Presser feet
- D05B29/06—Presser feet
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Die vorliegenden Apparate haben den Zweck, in Verbindung mit einer Nähmaschine, beim
Aufnähen von Bandeau und Vorstofs oder Bandeau und Spitzen das Kniffen der letzteren
selbstthätig zu besorgen, ferner die Stoffe so zur Nadel zu leiten, dafs die entstehende Naht
parallel zum Vorstofs bezw. zur Kante des aufzunähenden Bandeaus erfolgt.
Der Hauptsache nach sind zwei Apparate zu unterscheiden, von denen der eine eine Gruppe
von Apparaten in sich vereinigt, während der andere ein einzelner Apparat ist und dazu dient,
eine Function des ersten Apparates nach einer anderen Seite hin auszuüben; beim Gebrauch
wird je ein Apparat kurz vor der Nadel an der Nähmaschine befestigt. Die zusammenzunähenden Stoffe werden hierauf, ohne gefaltet zu sein,
in den Apparat eingeführt und verlassen dieselben, bewegt von dem Transporteur der betreffenden
Maschine, vollständig gefaltet oder geknifft und in der Anordnung wie sie zusammengenäht
werden sollen, um dann der_unmittelbar hinter dem Apparat befindlichen Maschinennadel
zugeführt zu werden, welche das Zusammennähen besorgt.
Der erste dieser Apparate ist in seiner Zusammensetzung durch Fig. 1 und 2 beiliegender
Zeichnung in Längsschnitt, Seitenansicht und Grundrifs dargestellt; er dient dazu, Bandeau
und Vorstofs zu kniffen und eine Bandeauseite mit Vorstofs oder Spitze der Nadel zuzuführen,
während mittelst des zweiten, durch Fig. 10 und 11 in Vorder-, Seitenansicht und
Grundrifs gezeichneten Apparates nur Vorstofs geknifft und derselbe gleichzeitig unter die noch
unaufgenähte zweite Bandeauseite geführt und der Nadel zugeleitet wird, so dafs, wenn es gewünscht
wird, auch beide Bandeauseiten mit Vorstofs besetzt werden können. Dadurch, dafs die zusammenzunähenden Stoffe bis zur
Nadel eine feste, von der Hand unabhängige Führung durch beide Apparate erhalten, ist eine
saubere, in allen Theilen zur Stoffkante parallele Naht bedingt.
Der Hauptapparat, Fig. 1 und 2, besteht aus einer von Blech gefertigten Hülse a, in welche
hinein vier verschiedene Schieber, Fig. 3 bis 9, geschoben werden, die die Faltenbildung veranlassen
und durch ihre Stellung zu einander die Breite des Bandeaus bezw. Vorstofses, sowie
die Stellung des Vorstofses bezw. der Spitzen oder ähnlicher Stoffe zum Bandeau regeln.
Sämmtliche Schieber, die der Reihe nach mit I, II, III und IV bezeichnet sind, können in ihrer
richtigen Stellung durch die an der Hülse a befindliche Druckschraube b fixirt werden und
sind deshalb an ihrem in der Hülse befindlichen Ende mit einem Schlitz c versehen, welcher der
Druckschraube den Durchgang, gleichzeitig aber auch die Verstellbarkeit der Schieber ermöglicht.
Schieber I und II, durch Fig. 3, 4, 5 und 6 beiliegender Zeichnung in Seitenansicht und
Grundrifs besonders dargestellt, tragen am vorderen Ende eine konisch zulaufende Schnecke d
bezw. d', welche vermöge ihrer entgegengesetzt gerichteten Windung dazu dienen, beide Längsseiten
eines Stoffstreifens umzulegen, wie dies in ähnlicher Weise beim Säumen geschieht;
die in den Schnecken befindlichen Zungen ti1
tragen je einen feinen Schlitz e bezw. e', der zur Aufnahme eines feinen, keilförmigen Platt-
chens f, Fig. 14, dient, welches die beiden Schnecken gewissermafsen zu einem Apparat
verbindet, der erst jetzt vollkommen functionsfähig ist, weil dadurch ein Austreten des Stoffes
nach unten vermieden wird. Je nachdem man einen schmalen oder breiten Keil anwendet, ist
der Apparat geeignet, schmales oder breites Bandeau herzustellen. Aufserdem ist am Schieber
I noch eine federnde Platte oder Zunge ζ angebracht, welche den Zweck hat, nach dem
Durchgang durch den Apparat die lose, noch nicht aufgenähte Bandeauseite anzupressen und
so eine scharfe Kniffung zu erzielen; sie ist entweder fest oder scharnierartig mit dem Schieber
I verbunden.
Sehr häufig ist es erwünscht, gleichzeitig mit dem Bandeau auch Vorstofs oder Spitzen aufzunähen;
es ist dies für die Hand eine sehr schwierige Operation, erstlich einmal ist das
Kniffen des Vorstofses sehr langwierig, und ferner ist es fast unmöglich, drei Stoffe, nämlich
Bandeau, Vorstofs und Stoff, so mit der Hand zu leiten, dafs eine saubere gerade
Naht entsteht. Mit diesem Apparat dagegen wird beides schnell und sicher erreicht; es
dienen hierzu die in Fig. 7 und 8 dargestellten Schieber III und IV. Schieber III trägt am vorderen
Ende eine konisch zulaufende Hülse g mit ungeschlitzter Zunge /, die dazu dient, den
für den Vorstofs bestimmten Stoff durch einfaches Hindurchführen durch die Hülse zu
kniffen, und wird erstere zu diesem Zweck um so viel vor den Schieber I hervorgezogen, als
der Vorstofs vor das Bandeau hervortreten soll, jedoch so, dafs die Nadel h beide noch gleichzeitig
fafst, wie dies beispielsweise in Fig. 15 gezeigt ist. Wenn der Vorstofs sehr weit vor
das Bandeau hervortreten soll, so mufs ein Schieber mit breiterer Hülse eingesetzt werden,
wie überhaupt für andere Stoffe als Zeug, z. B. Leder, Wachsleinwand etc., die Dimensionen
der Apparate stärker gewählt werden müssen.
Schieber IV, Fig. 8, ist eine einfache durchgekröpfte Platte, welche zur Durchführung von
Spitzen dient, und zwar bildet die durchgekröpfte Kante einen Anschlag, somit also eine Führung
für die aufzunähenden Spitzen etc. Es müssen natürlich beide Schieber III und IV um die
Breite der betreffenden Spitzen gegen einander verschoben werden und der entsprechende
Zwischenraum mufs um so viel vor Schieber I hervorragen, als die Spitzen vor das Bandeau
hervortreten sollen, wie dies beispielsweise aus Fig. 14 der Zeichnung hervorgeht; der Stoff,
auf welchen das Bandeau etc. genäht werden soll, wird unter dem Schieber bezw. dem ganzen
Apparat hindurchgeführt. Falls es gewünscht wird, auch der zweiten Bandeauseite einen Vorstofs
zu geben, bedient man sich, wie bereits erwähnt, des in Fig. 10 und 11 dargestellten
Apparates; derselbe trägt an einem Steg ο ebenso wie Schieber III zum Kniffen des Vorstofses
eine konisch zulaufende Hülse g', welche sich von der Hülse g nur dadurch unterscheidet,
dafs die Zunge /' an der entgegengesetzten Wand befestigt ist. Am anderen Ende des
Steges 0 befindet sich zur Befestigung des Apparates an der Nähmaschine ein Schuh n, dieser
wird auf einen entsprechend geformten Arm / geschoben, welcher dann in passender Weise
an der Drückerstange oder sonst einem über der Nähmaschinenplatte befindlichen Theil der
Nähmaschine befestigt ist, aufserdem hat Hülsen'
nach vorn zu noch eine Verlängerung q erhalten, die dem erzeugten Vorstofs eine bessere
Führung ertheilt.
Die Befestigung des zuerst beschriebenen Apparates an der Nähmaschine geschieht in verschiedener
Weise; die einfachste ist diejenige, den Apparat mittelst einer durch den Schlitz c
gehenden Kopfschraube k auf die Platte der Nähmaschine zu schrauben. Jedoch genügt diese
nicht in allen Fällen.
Wenn beispielsweise der Stoff, auf welchen die Sachen aufgenäht werden sollen, sehr breit
ist, so dafs man mit demselben unter dem ganzen Apparat hindurch mufs, empfiehlt sich
die Befestigung an einem über der Nähmaschinenplatte liegenden Theil, damit Schraube k kein
Hindernifs für den durchgehenden Stoff bietet. Besonders hierzu geeignet erscheint die Drückerstange
bezw. der Drückerfufs, oder beide gleichzeitig. Es ist deshalb Schieber I mit drei Hülsen
r s t versehen, die den verschiedenen Befestigungsarten entsprechen; so zeigt Fig. 12
beispielsweise die Befestigung mittelst der Hülse r am Drückerfufs der Singer-Nähmaschine. Es ist
zu diesem Zweck der Drückerfufs u an seinem vorderen Ende etwas hoch gekröpft, um den
Apparat mit der Hülse r darauf zu schieben; statt dessen kann man auch den Apparat mittelst
der Hülse t auf den entsprechend geformten Arm p stecken, der seinerseits dann
an der Drückerstange ν mittelst einer Durchbohrung und Druckschraube w befestigt ist.
Auch kann man beispielweise für Sing er-Maschinen beide Befestigungsarten gleichzeitig wählen,
wodurch der Apparat einen äufserst festen Halt bekommt.
Fig. 13 zeigt die Befestigung mittelst der Hülse ί auf dem Drückerfufs χ einer Wheeler
& Wilson-Maschine; auch hier ist der Fufs vorn etwas hoch gekröpft, um das Aufschieben
zu erleichtern.
Die zuletzt angeführten Befestigungsarten durch einfaches Aufstecken der Apparate gestatten mit
Leichtigkeit, mit dem Bandeau auch scharfe Ecken (s. Fig. 16) zu nähen; man zieht zu
diesem Zweck den Apparat kurz vor der Ecke von seinem Halter ab, ohne dabei jedoch die
Stoffe aus den Schnecken zu nehmen, näht bis an die Ecke ohne den aufgesteckten Apparat,
legt die Ecke um, setzt letzteren wieder auf und arbeitet weiter.
Claims (1)
- PATENT-AnSprüche:i. An dem in Fig. ι bis 9 beiliegender Zeichnung dargestellten Apparate die Anordnung der Schieber I, II, III und IV, welche in Verbindung mit einer Nähmaschine das Kniffen und Falten von Bandeau, Vorstofs u. s. w. selbsttätig bewirken und es aufserdem ermöglicht wird, dafs mit einem und demselben Apparate innerhalb gewisser Grenzen die verschiedenen Breiten von Bandeau, Vorstofs, Spitze u. dergl. in verschiedener Anordnung hergestellt werden können.Die Construction des in Fig 10 und n beiliegender Zeichnung dargestellten Apparates, welcher ebenfalls dazu dient, in Verbindung mit einer Nähmaschine, Vorstofs etc. selbstthätig herzustellen und den geknifften Stoff in der richtigen Weise und so zur Nadel zu führen, dafs die entstehende Naht parallel zur Vorstofskante liegt.Die Befestigungsweise dieser Apparate mittelst entsprechender Hülsen am Drückerfufs oder an dem besonderen Arme p, der seinerseits wieder an der Drückerstange angebracht ist, wodurch es ermöglicht wird, dafs der Stoff, auf welchen Bandeau etc. genäht werden sollen, unter dem ganzen Apparate hin gleiten kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15574C true DE15574C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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